Urlaub in Afghanistan

Artikel geschrieben von Thomas Kilian am 12. Januar 2009
Kategorien: Kuriositäten
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Urlaub und Afghanistan sind sicherlich zwei Wörter, die die meisten von uns wohl kaum in einem Satz, mindestens aber mit einem “nicht” oder “niemals” nennen würden. Doch warum eigentlich nicht? Schließlich hat das Land, neben einer langen Tradition, eine Menge an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Die Schönheit des Landes ist ein gutes Argument

Kabul, die Hauptstadt von Afghanistan, kommt vielleicht auch Ihnen am ehesten in den Sinn, wenn Sie sich einmal zu diesem Gedankenexperiment hinreißen lassen. Immerhin ist diese größte Stadt zugleich das ökonomische und kulturelle Zentrum des Landes am Hindukusch – wer hier einen kürzeren oder längeren Aufenthalt plant, findet sogar einige Hotels, die auch für Ausländer geöffnet sind.

Seenlandschaft in Afghanistan

Neben Kabul sind es jedoch insbesondere die Band-e-Amir-Seen bei Bamiyan, die für den Tourismus eine herausragende Rolle spielen. Insgesamt sechs Seen bieten den Menschen aus Afghanistan, und immer wieder auch Urlaubern aus der ganzen Welt,  eine eindrucksvolle Kulisse und einen Hort der Entspannung. Hier baden Sie in saphirblauem Wasser oder gönnen sich einen entspannten Ausflug mit dem Tretboot. 

Urlaub in Afghanistan

Urlaub in Afghanistan – Badeidylle in der Nähe von Bamiyan© Ursula Meissner

Umringt sind die Seen von riesigen Gebirgen, die zum Teil von begrünten Tälern durchzogen sind. Ein wahres Naturwunder, das sich einem im Herzen von Afghanistan erschließt. Was bereits in den 60er und 70er Jahren ein beliebtes Reiseziel war, wird heute aufgrund der Unruhen im Lande deutlich weniger frequentiert. Zu Unrecht, wie die Urlauber vor Ort immer wieder betonen.

Kultur in Afghanistan

Auch für diejenigen, die sich nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen mögen, hat die Region einiges zu bieten. Obwohl die Buddha-Statuen (http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/) von Bamiyan im März 2001 durch die Taliban zerstört wurden, sind ihre Überreste nach wie vor eine Reise wert und ziehen den Betrachter noch heute in den Bann. Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.

Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan

Kultur in Afghanistan – Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan© Ursula Meissner

Eines steht wohl außer Frage: Je mehr Sicherheit wieder für die Menschen aus dem In- und Ausland gewährleistet werden kann, desto stärker werden die gesamte Region um Bamiyan vom Tourismus profitieren.

Ob die Band-e-Amir-Seen in Afghanistan schon heute mit aller Sicherheit eine Reise wert sind, müssen Sie für sich entscheiden. Eine erste Anlaufstelle ist sicherlich das Reisebüro, das Auskünfte über die Sicherheit in Afghanistan und speziell in der Urlaubsregion erteilt. 



Ein Kommentar »

  1. [...] sich Afghanistan in absehbarer Zukunft schließlich auch wieder verstärkt für den Tourismus öffnet, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Hierbei spielt natürlich auch [...]

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