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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Terror</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Restaurantkritikerin in Afghanistan &#8211; Nervenkitzel am Essenstisch</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 06:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein schmaler Gang, zwei Türen an seinen Enden, an jeder Tür ein bulliger Wachmann, die Waffen hängt bedrohlich an ihren Seiten, ihre Blicke angespannt &#8230; Was sich anhört wie ein Krimi, ist in Kabul Wirklichkeit &#8211; und zwar nicht in den Hochsicherheitstrakten der Regierung, sondern im Restaurant um die Ecke. Alltag in Afghanistan. Rosemary Stasek [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schmaler Gang, zwei Türen an seinen Enden, an jeder Tür ein bulliger Wachmann, die Waffen hängt bedrohlich an ihren Seiten, ihre Blicke angespannt &#8230; Was sich anhört wie ein Krimi, ist in Kabul Wirklichkeit &#8211; und zwar nicht in den Hochsicherheitstrakten der Regierung, sondern im Restaurant um die Ecke. <strong>Alltag in Afghanistan.</strong></p>
<p>Rosemary Stasek macht diese Erfahrung nicht zum ersten Mal: Die ehemalige Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt Moutain View ist die einzige Restaurantkritikerin Afghanistans. Die Amerikanerin hat in Afghanistans Hauptstadt schon viel erlebt; strenge Sicherheitsvorkehrungen sind hier an der Tagesordnung. Auch die Prozedur, erst durch mehrere bewachte Vorräume geführt zu werden, bevor sie am Restauranttisch Platz nehmen kann, <a title="Restaurantkritikerin in Afghanistan" href="http://www.dailymotion.com/relevance/search/lunch+bunch+in+kabul/video/x8zx70_bks-0415-lunch-bunch-in-kabul_news" target="_blank">ist für sie nichts Neues</a>.</p>
<h3><strong>US-Sicherheitsbestimmungen gelten auch für die zahlreichen Restaurants in Kabul</strong></h3>
<p>Besonders internationale Restaurants, die von ausländischen Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, Botschaften oder der Medien besucht werden, gleichen einer kleinen Festung. Um sich darin geschmacklich nicht zu verirren, hat Rosemary Stasek auf ihrer Internetseite ihren eigenen <a title="Restaurantführer für Afghanistan" href="http://www.stasek.com/rrr/" target="_blank">Restaurantführer für Afghanistanbesucher</a> eingerichtet.</p>
<p>Ausschlaggebend für ihre Kritiken sind Qualität, Quantität und der Preis des Servierten. Kurz und knapp dient ihr Restaurantführer der schnellen Orientierung in der hektischen Hauptstadt Afghanistans. Und da die Restaurantszene Kabuls immer schneller wächst, ist Rosemary Stasek wohl auch in Zukunft in den gut gesicherten (Vor-)Räumen  der afghanischen Lokalitäten unterwegs, um ausländischen Besuchern <a title="Restaurantkritikerin in Afghanistan" href="http://kurier.at/genuss/essen/321716.php" target="_blank">einen Weg durch den Restaurantdschungel zu bahnen</a>.</p>
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		<title>Mehr Sicherheit in Afghanistan durch besser ausgebildete Polizei</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 07:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Der amtierende US-Präsident Barack Obama kündigte bereits zu Beginn seiner Amtszeit an, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden &#8211; wie sich jüngst herausstellte, nicht nur zu reinen Absicherung des Landes am Hindukusch, sondern auch zur Ausbildung des afghanischen Militärs. In Deutschland sprechen sich viele Gegner dafür aus, keine weiteren Truppen mehr nach Afghanistan zu senden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der amtierende US-Präsident Barack Obama kündigte bereits zu Beginn seiner Amtszeit an, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden &#8211; wie sich jüngst herausstellte, nicht nur zu reinen Absicherung des Landes am Hindukusch, sondern auch zur Ausbildung des afghanischen Militärs.</p>
<p>In Deutschland sprechen sich viele Gegner dafür aus, keine weiteren Truppen mehr nach Afghanistan zu senden. Dieses Ziel soll langfristig auch erreicht werden, indem Afghanistan eine eigene, funktionierende Polizei hat, welche die Herausforderung in dem Land zu bewältigen kann. Gleichzeitig muss auch das afghanische Militär ausgebildet werden, um den Terrorismus zu bekämpfen.</p>
<p>Der erst kürzlich gescholtene Präsident von Afghanistan, Hamid Karzai, lobte die US-Strategie für das Land am Hindukusch. Tatsächlich muss es darum gehen, dass Truppen langfristig abgezogen werden. Polizei und Militär werden aber auch in den kommenden Jahren notwendig sein, um beispielsweise auch bei Naturkatastrophen entsprechend reagieren zu können.</p>
<h3><strong>Ein Zeichen für mehr Selbsthilfe in Afghanistan </strong></h3>
<p>Vor diesem Hintergrund stellt die Strategie des US-Präsidenten für Afghanistan die dringend benötigte Hilfe zur Selbsthilfe dar. Nicht nur der Lebensunterhalt, die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, sanitären Einrichtungen etc. müssen letztlich durch die Menschen in Afghanistan selbst gewährleistet werden, sondern auch die Sicherheit des eigenen Landes.</p>
<p>Ob man der US-Strategie nun kritisch gegenüber steht oder nicht &#8211; zu den großen Herausforderungen in Afghanistan gehört es, dass die Menschen die Freiheit gewinnen, selbstständig für sich zu sorgen. Tatsächlich findet der Wiederaufbau der afghanischen Polizei seit 2002 statt; bislang offenbar jedoch nicht mit ausreichenden Mitteln und Einsatzkräften, wie die Marschrichtung des US-amerikanischen Präsidenten deutlich macht. Insbesondere der Aufbau der Polizei muss den Menschen am Hindukuschgebirge mehr Sicherheit im eigenen Land ermöglichen &#8211; wie etwa bei der Wahrung von Menschenrechten im Allgemeinen, und der Frauenrechte im Besonderen.</p>
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		<title>Frauen in Afghanistan protestieren vor Universität gegen Ehegesetz</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Glaube versetzt Berge, heißt es &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer Demonstration von über 200 Frauen gegen das afghanische Ehegesetz für Schiiten geworfen wurden. Dieses Ehegesetz verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Glaube versetzt Berge, heißt es</strong> &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer <strong><a title="Demonstration Frauen in Afghanistan Ehegesetz" href="http://www.zeit.de/online/2009/16/ehegesetz-kabul-zusammenstoesse" target="_blank">Demonstration von über 200 Frauen</a> gegen das afghanische Ehegesetz</strong> für Schiiten geworfen wurden. Dieses <strong>Ehegesetz</strong> verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch als Legitimation für Vergewaltigung in der Ehe ab. Gelten soll das Gesetz jedoch nur für die schiitische Minderheit in Afghanistan. Nach heftigem internationalen Protest will Hamid Karsai das Gesetz erneut überprüfen. </p>
<p>Der Protest bedeutet eine weitere Etappe in dem Kampf um mehr Rechte für <strong>Frauen in Afghanistan</strong>. Die Barrieren, die es dabei zu überwinden gilt, liegen zum einen in den lang geschürten, festen Traditionen begründet, zum anderen in der Ablehnung westlicher Werte.</p>
<p>Hier ist es geradezu von symbolischem Wert, dass die Proteste vor der Kabuler Universität stattfanden, einem Ort, der für Fortschritt und Wandel in Afghanistan steht. Geradezu erstaunlich ist es daher, dass etwa 1000 Befürworter des Gesetzes aus dieser &#8220;Festung geitigen Wandels&#8221; strömten, <a title="Gegendemonstration vor Universität" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=2075" target="_blank">um die rund 200 Demostrantinnen zu umringen</a>. </p>
<h3>Langsam bröckelnde Mauern in Afghanistan</h3>
<p>Der Protest der Frauen in Afghanistan ist, trotz aller Widerstände, zugleich ein Symbol der Freiheit. Zum einen ist er ein mutiger Schritt, für die eigenen Rechte einzutreten, zum anderen zeigt die öffentliche, weltweite Diskussion, dass Afghanistan langsam, aber sich zu einem Teil der Weltgemeinschaft wird. Diesmal wird weniger über Hass, Gewalt und Autobomben diskutiert; vielmehr zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit solidarisch für die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>einsetzen.</p>
<p>Die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>setzen damit ein Zeichen, nicht nur in dem eigenen Land, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft. Die Mauern in Afghanistan, die symbolisch für die vielen Beschränkungen und Barrieren in dem Land stehen, bröckeln damit weiter. <strong>Ebenso symbolisch stehen die vereinzelt geworfenen Steine jedoch auch für einen beschwerlichen, ja steinigen Weg, auf dem sich Afghanistan nach wie vor befindet.</strong></p>
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		<title>Das afghanische Märchen von den Guten und den Bösen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221; &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221;</strong> &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl bekanntesten Märchenerzähler, deren Geschichten Groß und Klein, Alt und Jung auch heute noch faszinieren. Märchen gibt es allerdings nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan:</p>
<h2>Von denen, die auszogen, die Welt zu retten</h2>
<p>Es war einmal eine Welt, in der war leider nicht alles perfekt. Die Menschen führten Kriege, ohne dass sie wussten, weshalb. Es war nicht so einfach, zwischen den &#8220;Guten&#8221; und den &#8220;Bösen&#8221; zu unterscheiden und zu sagen, was richtig und was falsch war. Inmitten dieser Welt lag das kleine Land Afghanistan. Seine Bewohner waren nicht sehr reich, aber sie versuchten trotzdem ein erkleckliches Leben zu führen. Sie hatten ihr Land aber nicht für sich, sondern mussten es mit anderen Menschen teilen.</p>
<p>Diese kamen aus fernen Ländern, jenseits des Ozeans. Sie sagten, sie seien die &#8220;Guten&#8221; und müssten das Land und die Welt vor einem Teil seiner Bewohner, den &#8220;Bösen&#8221;, beschützen. Überall im Land gab es Krieg, unter dem die Bewohner von Afghanistan litten und viele von ihnen starben. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben, das ihrer Familien, Verwandten und Freunde. Doch obwohl die &#8220;Guten&#8221; der Meinung waren, dass sie diesen Krieg gewonnen hätten, blieben sie weiter im Land.</p>
<p>In Afghanistan kehrte also trotz allem keine Ruhe ein, denn den übrig gebliebenen &#8220;Bösen&#8221; gefiel das gar nicht. Sie griffen die &#8220;Guten&#8221; weiterhin an, weil sie diese nicht in ihrem Land duldeten. Dabei wollten die Bewohner des Landes eigentlich gar nichts mit diesen Streitereien zu tun haben. Sie wollten lediglich ihr eigenes bescheidenes Leben führen und sich vor nichts fürchten müssen. Doch so wie es aussieht, wird es noch lange dauern, bis zu dem Tag, an dem die Menschen in Afghanistan glücklich und zufrieden und ohne Angst bis an ihr Lebensende sein können.</p>
<h3>Das Ende der Geschichte ist in Afghanistan noch nicht abzusehen</h3>
<p>Gesammelt hat diese Märchen <a title="Afghanische Märchen" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_self">der afghanische Dolmetscher Dr. Mir Hafizuddin Sadri</a> &#8211; und damit einen wichtigen Beitrag für die Kultur seines Landes geleistet. Denn damit zwischen all dem Krieg und Leid das Schöne und Fabelhafte nicht verloren geht, werden Märchen seit Generationen zusammengetragen und weiter gegeben. Ohne den sorgfältigen Umgang mit Sagen und Volksmärchen wären auch die Märchensammler Grimm nicht so berühmt geworden. </p>
<p>Es ist die Lehre, die die Märchen so besonders macht und die uns im Gedächtnis haften bleibt. Sie mahnt uns an, nicht aus niederen Beweggründen wie Neid, Hass und Gier zu handeln. Und es ist hoffentlich auch die Lehre, die die Verantwortlichen für Afghanistans Leiden und das seiner Bewohner verfolgt. Denn auch wenn die Geschichte des Landes eines Tages gut ausgeht, vergessen werden wird sie dennoch nicht.</p>
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		<title>Das erste Museum in Afghanistan im Jahre 1919</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe. Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt</strong>, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe.</p>
<p>Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem armen Bauern jedoch einen gehörigen Schrecken ein. Die schnell versammelten Landwirte aus der Umgebung machten sich alsbald auch daran, das &#8220;Hexenwerk&#8221; zu zerstören. Unzählige Schädel wurden somit mit Äxten und Pickeln zerstört.</p>
<h2>Zerstörung und Plünderung in Afghanistan</h2>
<p>Doch ein Teil der Skulpturen blieb erhalten. In den nächsten Jahren folgten Ausgrabungen in weiteren Dörfern in der Umgebung von Baghram. 1919 schließlich wurde das erste Museum in Afghanistan in Kabul eröffnet, das die Funde im Schloss Baghe Bala zur Schau stellte. Zu sehen waren neben brahmanische Skulpturen unter anderem auch Schriftstücke, Waffen und nicht zuletzt Schmuck. Das Museum hatte damals die größte Münzsammlung der Welt &#8211; über 40.000 Münzen konnten damals in Afghanistan besichtigt werden &#8211; eine unglaubliche Schatzkammer.</p>
<p>Doch im Mai 1993 kam es durch die Mudjahedin-Führer Hekmatyar  und Sayyaf zu einem Raketenbeschuss in Kabul. Teile des Museums wurden auf diese Weise zerstört. In der Folge fanden Plünderungen statt &#8212; noch heute können Stücke aus dem damaligen Bestand des Museums, wie etwa alte Shiwa-Köpfe, in Afghanistan gekauft werden.</p>
<p>Immerhin waren die Museumsstücke für viele Jahre für die Menschen in Afghanistan eine wahre Goldgrube &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das erste Museum in Afghanistan fiel leider den Raketen und Plünderungen zum Opfer. Für die Kultur des Landes am Hindukusch ist dies natürlich bis heute ein herber Verlust.</p>
<p><em>Nachzulesen in &#8220;</em><a title="Die Geschichte Afghanistans" href="http://books.google.de/books?id=jdDPuiWQYeEC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=%22br+hmten+Afghanen%22&amp;source=gbs_summary_s&amp;cad=0" target="_blank"><em>Die Geschichte Afghanistans</em></a><em>&#8221; (Habibo Brechna)</em></p>
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		<title>Mehr positive Meldungen über Afghanistan, bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum. Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellen Sie sich vor:</strong> Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.</p>
<p>Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser &#8220;Team&#8221;, d.h. die Soldaten der Bundeswehr, <a title="Bundeswehr aufgestockt" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1779" target="_self">das jüngst wieder um 600 Mann aufgestockt wurde</a>, hat offenbar nichts Positives zu vermelden. Würden wir in den Medien nicht immer wieder deutsche oder US-Soldaten erblicken, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass in Wahrheit gar niemand vor Ort ist.</p>
<p>Sicherlich würde man den Soldaten, die in ihren Einsatzgebieten Ihr Leben riskieren, damit Unrecht tun. Gefragt ist also die Politik, die uns schlichtweg im Unklaren über den Erfolg der in Afghanistan durchgeführten Operationen lässt.</p>
<h3>Die Bundesregierung schweigt sich zu Afghanistan nach wie vor aus</h3>
<p>Was allerdings verwundert &#8211; schließlich scheint die Strategie doch aufzugehen: Oder warum werden die Bemühungen, weitere Truppen nach Afghanistan zu senden, nun wieder forciert? Die Bundesregierung um Angela Merkel hüllt sich zu diesem Thema in Schweigen &#8211; die Frage ist nur, was uns diese mangelnde Redseligkeit verrät: Hat die Bundesregierung schlicht keinen &#8220;brauchbaren&#8221; Plan für den Wiederaufbau und die Sicherung in Afghanistan oder möchte sie in ihren zielgerichteten, und damit langfristigen Bemühungen keine (kurzfristige) Kritik aufkommen lassen?  </p>
<p>Kurios ist zudem: Erfolgsmeldungen der Taliban bekommen wir förmlich auf einem Silbertablett serviert. Die PR &#8220;in diese Falsche Richtung&#8221; funktioniert also prächtig; schließlich verschaffen wir den Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen (und das schon über so viele Jahre hinweg).</p>
<p>Fakt ist, dass die ewigen, negativen Schlagzeilen häufig nur noch beiläufig wahrgenommen werden. Viele Bundesbürger haben einfach den Eindruck gewonnen, dass sich Afghanistan in einer Endlosschleife befindet. Warum also nicht einfach mal eine Positiv-Schlagzeile? <strong>Dass es diese Meldungen gibt, ist unstreitig &#8211; seit rund einem Jahre berichten wir schließlich über &#8220;das andere, positive Afghanistan&#8221;.</strong></p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Afghanistan sorgt für taube Ohren</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 07:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen. Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen.</strong> Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land am Hindukusch riesengroß. Glaubt man jedoch den Medien, würde ein ganzer Film über Afghanistan die Zuschauer in Deutschland regelrecht vergraulen.</p>
<p>Der Film &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der nach einem Einsatz in Afghanistan in sein Heimatdorf zurückkehrt und mit Hilfe einer Ärztin versucht, das Erlebte zu verarbeiten. Thematisiert wird also die Bewältigung der oftmals schrecklichen Erlebnisse in Afghanistan. Ein brisantes Thema, das in der Öffentlichkeit so bislang noch nicht stattgefunden hat.</p>
<h3>Afghanistan zieht offenbar nur, wenn es sich um ein Länderspiel gegen Deutschland handeln würde</h3>
<p>Doch <a title="Willkommen zu Hause" href="http://www.moviepilot.de/content/filmspot/articles/afghanistan-film-findet-keinen-sendeplatz-101163" target="_blank">die ARD verschiebt die Ausstrahlung des Films immer wieder</a>; nur warum? Befürchtet der Sender, dass das mutige Machwerk nicht gegen UEFA-Cup und andere &#8220;Ereignisse&#8221; im TV ankommt? Oder ist es vielmehr die Befürchtung, den Zuschauern ein solch gewagtes Thema nicht zumuten zu können?</p>
<p>Sicher ist jedoch, dass die Medien seit Jahren ein höchst einseitiges Bild der Geschehnisse in Afghanistan zeichnen. Ein Film wie &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; wäre hier eine nur allzu willkommene Abwechslung &#8211; auch wenn es mal nicht um &#8220;leichte&#8221; Unterhaltung geht, sondern vielleicht sogar um schwer verdauliche Kost.</p>
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		<title>Präsident Hamid Karzai im Interview über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der afghanische Präsident, Hamid Karzsai, spricht in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert - und was gilt es, noch zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>afghanische Präsident, Hamid Karzsai</strong>, spricht <a title="Hamid Karzai im Interview" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/73/457730/text/4/" target="_blank">in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung</a> über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert &#8211; und was gilt es, noch zu tun?</p>
<p>Ein großes Kompliment und Dankeschön speziell an die Deutschen; <strong>Hamid Karsai</strong> betrachtet Deutschland als &#8220;die größten <strong>Freunde Afghanistans</strong>&#8220;<strong>.</strong> Allerdings spricht sich der Präsident in Afghanistan gleichzeitig dafür aus, für mehr deutsche Truppen im Land &#8220;noch dankbarer&#8221; zu sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-473" title="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/hamid-karzai_praesident_afghanistan.jpg" alt="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" width="605" height="300" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der afghanische Präsident Hamid Karzai äußert sich im Interview</span><span class="ImageTextC">© <a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hamid_Karzai.jpg&amp;filetimestamp=20051216143145" target="_blank">Wikipedia</a></span></div></p>
<p>Generell sei es jedoch ein Fehler gewesen, dass die Verbündeten gerade 2001 nicht ausreichend <strong>Truppen nach Afghanistan</strong> geschickt hätten. Diese Nachlässigkeit sei, so Präsident Karzai, dafür mitverantwortlich, dass die Situation heute so ist, wie sie ist. Die <strong>Anschlagserie</strong>, die in der vergangenen Woche im Süden des Landes wieder für Unruhe und Schlagzeilen sorgte, ist dafür ein eindrucksvoller wie erschütternder Beleg.</p>
<h3>Wunschvorstellung oder realistische Prognose: Afghanistan im Jahr 2015</h3>
<p><a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai" target="_blank">Hamid Karzai</a> reagiert damit auf die Vorwürfe, die insbesondere von den Amerikanern immer wieder an ihn, an sein Land, herangetragen werden. Sie seien auch deshalb ungerechtfertigt, weil Afghanistan in den letzten sieben Jahren schon so viel geschafft hat. Seine Prognose (oder besser gesagt, seine Hoffnung): 2015 soll der Prozess des Wiederaufbaus <strong>in Afghanistan</strong> abgeschlossen sein, der Terrorismus jedoch bereits früher besiegt worden sein.</p>
<p>Inwieweit die <a title="Wahlen in Afghanistan 2009" href="http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/" target="_self">Wahlen 2009</a> zu einer solchen <strong>Entwicklung in Afghanistan</strong> beitragen, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass das Verhältnis zwischen Amerikanern und  Afghanen nach wie vor angespannt ist &#8211; hier ist auch der neue Präsident in den USA, <a title="Barack Obama und Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/barack-obama-und-afghanistan/" target="_self">Brack Obama</a>, gefordert. Die Anschläge, wie sie derzeit <strong>wieder in Afghanistan</strong> begangen wurden, dürften mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein.</p>
<p>Ein kontinuierlicher Kampf gegen den Terrorismus und für intensive internationale Beziehungen liegt vor <strong>Afghanistan </strong>- zu gewinnen ist er freilich nur, wenn die Länder des Westens weiterhin mit helfender Hand zur Seite stehen.</p>
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		<title>Wahlen in Afghanistan im Herbst 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit - ein neuer Präsident wird gewählt. Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit &#8211; ein neuer Präsident wird gewählt.</strong> Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?</p>
<h3>Wahlen in Afghanistan. Was bedeutet dies für das Land am Hindukusch?</h3>
<p>Afghanistan, das Land am Hindukusch, zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die von der Antike bis zu Neuzeit reicht. Dieses großartige Erbe rückt in den Medien jedoch angesichts der politischen und militärischen Ereignisse der vergangenen 30 Jahren stark in den Hintergrund.</p>
<p><strong>Seit 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik </strong>- seitdem ist Hamid Karzai Präsident; 2009 geht seine Amtszeit von fünf Jahren zu Ende. In dieser Zeit setzte sich der 1957 in Karz, Afghanistan geborene Präsident dafür ein, dass Taliban-Regime zu stürzen und um eine neue Regierung aufzubauen. Im April 2008 überlebte er einen Anschlag unverletzt.</p>
<h3>Präsidentschaftswahlen 2009 &#8211; neue Chance für Afghanistan?</h3>
<p>Die Chancen und Perspektiven haben sich für Afghanistan in den letzten Jahren verbessert &#8211; auch wenn Kritiker in Karzai einen Spielball der Amerikaner sehen. Auch zahlreiche Hilfsorganisationen (darunter auch <a title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a>) setzen sich dafür ein, den Menschen in Afghanistan in Zukunft ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, das ihnen abseits aller politischen Querelen Sicherheit und einen angemesseneren Lebensstandard sichert.</p>
<p><strong>Aber welche Eigenschaften muss ein Präsident in Afghanistan besitzen? </strong>Sicherlich muss er sich in erster Linie für die Belange der Menschen in Afghanistan einsetzen; gleichzeitig muss er offen nach außen hin sein und internationale Politik betreiben. Es wird also vermutlich zu den Herausforderungen des neuen Präsidenten von Afghanistan gehören, im positiven Sinne zwischen den Menschen seines Landes und den übrigen Nationen (Deutschland, den USA etc.) zu vermitteln.</p>
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		<title>Afghanistan und seine Nachbarn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Afghanistan&amp;address=Afghanistan&amp;width=605&amp;height=400&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=5&amp;hl=de&amp;t=1233503047" width="605" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe> </p>
<p><strong>Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. </strong>Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. <strong>Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? </strong></p>
<h3>Die sechs Nachbarländer von Afghanistan</h3>
<p>Afghanistan hat sechs Nachbarländern. Neben dem Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan grenzt auch China an das Land am Hindukusch. Letzteres zählt nicht nur zu den größten Ländern der Erde, sondern auch zu den wirtschaftsstärksten in der Region. Für China ist das Land am Hindukusch ein wichtiges Nachbarland, da die Volksrepublik an einer Stabilität <strong>an den Grenzen zu Afghanistan</strong> interessiert ist. Daher ist China auch an dem  dortigen Wiederaufbau beteiligt und unterhält eine Botschaft in Kabul.</p>
<p>Die Beziehungen zu Pakistan und dem Iran weisen eine lange Geschichte auf, die leider von einem über hundert Jahre währenden Konflikt durchzogen ist. Inhalt der Streitigkeiten ist der Abfluss des 1.125 Kilometer langen Hilmend, dem längst Fluss in Afghanistan.</p>
<p>Am 6. Januar 2009 hat der <strong>Präsident von Afghanistan, Hamid Karsai</strong>, von einer neuen Beziehung zu Pakistan gesprochen, die in dem Kampf gegen den Terrorismus bestehen soll. Diese Wendung ist keineswegs selbstverständlich, schließlich ist die <strong>Afghanistan-Pakistan-Beziehung</strong> doch von einer langen Geschichte geprägt, die deutlich problembehaftet ist.</p>
<p><strong>Dennoch wird sich  die Situation in Afghanistan wohl auch 2009 noch nicht entspannen; die Hilfe in dem Land am Hindukusch muss als weiter gehen. Große Hoffnung setzen viele sicherlich in Barack Obama, der in diesen Tagen seine Arbeit als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika aufnimmt. Doch auch von ihm sind keine Wunder zu erwarten &#8211; aber eine vielleicht eine weitere Chance für die Menschen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Überall im Haus waren Bücher versteckt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan. Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan.</strong> Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor den Taliban zu retten.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/buecher-versteckt_taliban_afghanistan.jpg" alt="Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div>Er musste auch verhindern, dass zufällige Besucher den Taliban von den Bücherschätzen erzählen würden. Ich habe ein Professorenehepaar getroffen, die beim Schutz ihrer Bücher besonders einfallsreich waren und mich großzügig fotografieren ließen. Sie meinten, die Taliban kommen nicht mehr zurück. Vor ihre Bücherregale hatten sie Vorhänge gezogen, um den Eindruck zu erwecken, dahinter sei ein Bett, eine Tür oder ein Fenster.</p>
<p>Überall im Haus versteckten der Professor und seine Frau die in vielen Jahren gesammelten Bücher. Die beiden froren im Winter lieber, als Bücher im Ofen zu verheizen, wie das manche andere in Kabul taten.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Sägen Sie bitte nicht an Granaten!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das? &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund. In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das?</strong> &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.</p>
<p>In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist das wichtigste Thema. Die Gesundheit und das Leben jedes einzelnen Mitarbeiters ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt. Deshalb bedarf es ständiger Kontrolle, Schulung und Motivation (das Bewusstsein für Gefahren geht manchmal verloren), um den Sicherheitsstandard hochzuhalten. Die meisten verbinden die Gefahren meist mit Anschlägen und Entführungen, aber in einem Land wie Afghanistan kann ein Verkehrsunfall, eine Erkrankung, unvorsichtiges Herumgehen auf einem Grundstück oder Gelände (Minen!) sehr schnell lebensgefährlich werden. Und gute medizinische Versorgung ist manchmal erst nach Tagen zu bekommen, wenn man sich in den Bergen befindet und weit und breit keine vernünftige Straße in eine der großen Städte vorhanden ist.</p>
<p>Die meisten ausländischen Hilfsorganisationen in Afghanistan haben einen Mitarbeiter, der &#8211; wie ich &#8211; für das Thema Sicherheit zuständig ist. Einmal in der Woche gab es Treffen der Organisation ANSO, einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt, bei dem sich diese Mitarbeiter der Hilfsorganisationen trafen. ANSO-Mitarbeiter hatten einen polizeilichen oder militärischen Hintergrund und versorgten die Hilfsorganistionen wöchentlich mit Informationen über die Lage in den verschiedenen Provinzen. Sie gaben Tipps und sprachen auch mal Empfehlungen aus, eine Gegend zu meiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen angesagt war.</p>
<p>Fast jeden Tag erhielt auch ich eine Email von ANSO, in der zusätzliche Informationen mitgeteilt wurden. Eines Tages erhielt ich die Meldung, dass das Haus einer Familie im Norden Kabuls in die Luft geflogen sei. Natürlich fragt man sich sofort, was der Grund dafür sei: Waren es die Taliban? Ein Racheakt? Ein krimineller Hintergrund?</p>
<p><strong>Am nächsten Tag erhielt ich die traurige &#8220;Auflösung&#8221; des Rätsels.</strong> Ein Familienvater hatte eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Granate war nicht explodiert und so dachte er sich, dass er den Sprengstoff innerhalb der Metallhülle gut gebrauchen könnte. Und er fing an, die Granate aufzusägen. Die Granate explodierte sofort.</p>
<p>Die ganz Familie war auf der Stelle tot, das Haus zerstört. Man mag sich wundern. Wer aber – wie viele arme Familienväter in Afghanistan &#8211; nicht weiß, wie man seine Familie über den Tag bringt und wie man seine Kinder versorgen soll, der wird erfinderisch und versucht alles zu vermarkten. Selbst den Inhalt einer Granate.</p>
<p>Leider ist das Sicherheitsempfinden, das Bewusstsein und die Kenntnis von Gefahren durch 30 Jahre Krieg bei einigen Menschen verloren gegangen. Manche begeben sich aber auch bewusst in Gefahren. Wenn man nachfragt, warum sie dies tun, so hört man die traurige Antwort: &#8220;Was soll ich tun, ich habe keine andere Chance, meinen Lebensunterhalt zu verdienen!&#8221;</p>
<p><strong>Deshalb ist es wichtig, dieses Land und seine Menschen zu unterstützen, damit auch sie in Sicherheit und Frieden leben können. <a href="http://afghanistan.adra.de/adra/" title="ADRA Projekte in Afghanistan unterstützen!">Helfen auch Sie mit</a>!</strong></p>
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		<title>Es gibt keine ADAC-Hubschrauber in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände. Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände.</strong> Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in den Bergen, um Dörfer zu besuchen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.</p>
<p>Kurze Zeit später erreichen wir die Landstraße, endlich wieder eine normale Fahrbahn. Nur die Scheinwerfer unseres UAZ beleuchten die Straße vor uns, sonst ist nichts zu sehen.</p>
<p><strong>Plötzlich erkennen wir ein schwach beleuchtetes Fahrzeug auf der Straße stehen.</strong> Mein Fahrer hält an und steigt aus, mein Übersetzer und ich folgen ihm. Es hat einen schweren Unfall gegeben. Ein Fahrzeug war unbeleuchtet, der andere Fahrer hat es zu spät gesehen. Auf der Straße liegt ein Mädchen, ich schätze, es 14 Jahre alt. Es wimmert und stöhnt vor sich hin, schreit auf, als Männer sie aufheben wollen.</p>
<p>Die Männer wissen nicht, wie sie das Mädchen transportieren sollen. Das nächste Krankenhaus mit Arzt und Operationssaal ist in Mazar-e-Sharif. Das sind ungefähr hundert Kilometer. Um uns herum stehen nur einfache PKWs, man könnte das Mädchen nur auf die Rücksitzbank legen. Aber bei ihrem Zustand? Ich biete an, sie in unserem Geländewagen zu transportieren. Hier kann sie sich wenigstens auf den Boden legen. Ob sie die Fahrt übersteht, wage ich gar nicht zu denken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/adac-hubschrauber_hilfe-in-afghanistan_01.jpg" alt="In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/gabesk/" title="Flickr/gabesk - Vielen Dank!">Flickr/gabesk</a></span></div></p>
<p><strong>&#8220;Wo ist bloß der ADAC-Hubschrauber?&#8221;</strong>, denke ich mir. In Deutschland sind in solchen Fällen Polizei und Rettungsdienst sofort zur Stelle. Ein Notarzt kommt mit Blaulicht angefahren, der Rettungshubschrauber wird geholt. Hier liegt ein Mädchen, dass in Deutschland vielleicht ohne Luftrettung überlebt hätte. Hier stirbt sie, weil es weit und breit keinen Arzt, keine Klinik, kein Krankenhaus gibt – nicht einmal einen Rettungswagen. In diesem Moment wird mir wieder einmal die Gefahr bewusst, in der ich hier in Afghanistan lebe.</p>
<p>Plötzlich raunt mein junger Übersetzer - er ist erst zwanzig Jahre alt - zu uns: &#8220;Dangerous, dangerous, lets go, lets go!&#8221; &#8212; &#8220;Es ist gefährlich hier, lass uns gehen!&#8221; Ich nehme die Worte ernst, mein Übersetzer muss die Situation als Einheimischer um vieles besser kennen. Ausländer haben sich immer wieder über Ratschläge der Einheimischen besserwisserisch hinweggesetzt. Nicht immer ging das für die Ausländer gut aus. Mit einem unguten Gefühl versuche ich, mich höflich zu verabschieden, versuche zu erklären, warum wir nicht helfen können. Schnell gehen wir zum Fahrzeug.</p>
<p>Wir setzen uns in Bewegung und erst nach einigen Minuten kann ich meinen Übersetzer fragen, was denn so gefährlich gewesen wäre. &#8220;I was afraid&#8221; – Ich hatte Angst. Mühsam entlocke ich ihm den Grund, warum wir uns so schnell entfernt haben. Er hatte nicht Angst vor einem Überfall, sondern das Unfallgeschehen, das Blut, das weinende Mädchen, das Chaos machte ihm Angst.</p>
<p>Ich bin wütend, ich ärgere mich. Minutenlang sitze ich da, sage kein Wort, bin einfach nur sauer. Da liegt ein Mädchen auf der Straße und kämpft um sein Leben und mein Übersetzer &#8220;hat nichts Besseres zu tun, als aus egoistischen Gründen zu verschwinden&#8221;. Erst nach einiger Zeit beruhige ich mich, &#8220;vielleicht wäre die Situation für uns schwierig geworden&#8221;, sage ich mir, &#8220;wenn das Mädchen in unserem Fahrzeug gestorben wäre. Vielleicht hatte mein Übersetzer doch recht.&#8221; Ich weiß es nicht.</p>
<p>Als wir kurz vor Robatäk sind, regnet es. Der Scheibenwischer versucht mehr schlecht als recht, den Regen von der Scheibe zu wischen. Durch die verschwommene Windschutzscheibe sehe ich einen Rettungswagen, der an uns vorbeifährt. Sie haben also doch noch einen Rettungswagen aufgetrieben. Aber es werden mehr als zwei Stunden vergehen, bis das Mädchen in einem Krankenhaus liegt.</p>
<p>Wir haben uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz an ein gut funktionierendes Rettungswesen gewöhnt, vertrauen auf hochprofessionelle Ärzte und ein zuverlässiges Krankenhaussystem. Das ist gut so. <strong>Afghanistan ist noch Jahre davon entfernt – helfen Sie mit, damit es besser wird.</strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
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		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Stadtportrait: Kundus, Landwirtschaft im Norden Afghanistans</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gebirge]]></category>
		<category><![CDATA[Hindukusch]]></category>
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		<category><![CDATA[Kundus]]></category>
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		<description><![CDATA[Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze. Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze.</strong> Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.</p>
<p><iframe height="300" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kundus%2C%20Afghanistan&amp;address=Qonduz&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1223219102" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></p>
<p>Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch durch den grausamen Selbstmordanschlag der Taliban im Mai 2007 bekannt, bei dem auf einem Teemarkt drei deutsche Bundeswehrsoldaten und mehrere Zivilisten starben. Fünf weitere deutsche Soldaten wurden schwer verletzt.</p>
<p><strong>In dieser Region ist es für afghanische Verhältnisse äußerst grün und fruchtbar.</strong> Das Tal ist fast völlig von hohen Bergen umgeben; den Ausläufern des <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch, das mächtige Gebirge in Afghanistan">Hindukusch</a>. Die Melonen aus dieser Provinz, die hier neben Baumwolle, Reis, Weizen und Mais angebaut werden, haben den Ruf, die besten des Landes zu sein und sind daher auch im ganzen Land beliebt. Bei einer Reise nach Afghanistan sollten die Melonen auf jeden Fall einmal probiert werden. Leider ist die Landwirtschaft auch in Kundus noch auf einem eher &#8220;mittelalterlichen Niveau&#8221;, wo die Äcker noch mit Ochsengespannen bearbeitet werden und nicht selten auch Menschen statt Traktoren die Pflüge ziehen.</p>
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		<title>Krankenhaus für Opfer von Anschlägen in Kabul</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
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		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen</h3>
<p><strong>Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen Namen machte, ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und arbeitet engstens mit ADRA in Afghanistan zusammen.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan02.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Wir haben auf unserer Reise bei einem Besuch des Krankenhauses die Gelegenheit, mit dem Chirurgen Thomas Kraner einige Abteilungen anzuschauen, in denen nicht nur allgemeine Unfallpatienten eingewiesen werden, sondern alle diejenigen, die bei einem Bombenanschlag innerhalb von Afghanistan verletzt werden.</p>
<p>Dr. Kraner ist bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Projektes in Kabul. Mit gebrochenem Farsi versucht er, die Patienten zu ermuntern. Er beklagt, dass sich manche Menschen in Afghanistan aus religiöser Überzeugung ihrem Schicksal fügen und oft ohne medizinische Hilfe sterben müssen, die ohne Weiteres hätten gerettet werden können. Er berichtet über heftige Diskussionen im Ärztekreis des Krankenhauses zu diesem Thema.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan01.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Hinzu kommt, dass die Krankenversorgung in Afghanistan kostenlos ist. Das führt nach Meinung vieler Ausländer dazu, dass weder die Ärzte, noch die Krankenpfleger sich für ihre Patienten einsetzen. Bevorzugt behandelt werden diejenigen, die dem Arzt zusätzliches Geld zustecken. Oder der Arzt lässt sie in seine &#8220;Privatpraxis&#8221; kommen. Dort erfährt der Patient die entsprechende Aufmerksamkeit.</p>
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