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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Taliban</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes. Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Das afghanische Märchen von den Guten und den Bösen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221; &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221;</strong> &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl bekanntesten Märchenerzähler, deren Geschichten Groß und Klein, Alt und Jung auch heute noch faszinieren. Märchen gibt es allerdings nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan:</p>
<h2>Von denen, die auszogen, die Welt zu retten</h2>
<p>Es war einmal eine Welt, in der war leider nicht alles perfekt. Die Menschen führten Kriege, ohne dass sie wussten, weshalb. Es war nicht so einfach, zwischen den &#8220;Guten&#8221; und den &#8220;Bösen&#8221; zu unterscheiden und zu sagen, was richtig und was falsch war. Inmitten dieser Welt lag das kleine Land Afghanistan. Seine Bewohner waren nicht sehr reich, aber sie versuchten trotzdem ein erkleckliches Leben zu führen. Sie hatten ihr Land aber nicht für sich, sondern mussten es mit anderen Menschen teilen.</p>
<p>Diese kamen aus fernen Ländern, jenseits des Ozeans. Sie sagten, sie seien die &#8220;Guten&#8221; und müssten das Land und die Welt vor einem Teil seiner Bewohner, den &#8220;Bösen&#8221;, beschützen. Überall im Land gab es Krieg, unter dem die Bewohner von Afghanistan litten und viele von ihnen starben. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben, das ihrer Familien, Verwandten und Freunde. Doch obwohl die &#8220;Guten&#8221; der Meinung waren, dass sie diesen Krieg gewonnen hätten, blieben sie weiter im Land.</p>
<p>In Afghanistan kehrte also trotz allem keine Ruhe ein, denn den übrig gebliebenen &#8220;Bösen&#8221; gefiel das gar nicht. Sie griffen die &#8220;Guten&#8221; weiterhin an, weil sie diese nicht in ihrem Land duldeten. Dabei wollten die Bewohner des Landes eigentlich gar nichts mit diesen Streitereien zu tun haben. Sie wollten lediglich ihr eigenes bescheidenes Leben führen und sich vor nichts fürchten müssen. Doch so wie es aussieht, wird es noch lange dauern, bis zu dem Tag, an dem die Menschen in Afghanistan glücklich und zufrieden und ohne Angst bis an ihr Lebensende sein können.</p>
<h3>Das Ende der Geschichte ist in Afghanistan noch nicht abzusehen</h3>
<p>Gesammelt hat diese Märchen <a title="Afghanische Märchen" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_self">der afghanische Dolmetscher Dr. Mir Hafizuddin Sadri</a> &#8211; und damit einen wichtigen Beitrag für die Kultur seines Landes geleistet. Denn damit zwischen all dem Krieg und Leid das Schöne und Fabelhafte nicht verloren geht, werden Märchen seit Generationen zusammengetragen und weiter gegeben. Ohne den sorgfältigen Umgang mit Sagen und Volksmärchen wären auch die Märchensammler Grimm nicht so berühmt geworden. </p>
<p>Es ist die Lehre, die die Märchen so besonders macht und die uns im Gedächtnis haften bleibt. Sie mahnt uns an, nicht aus niederen Beweggründen wie Neid, Hass und Gier zu handeln. Und es ist hoffentlich auch die Lehre, die die Verantwortlichen für Afghanistans Leiden und das seiner Bewohner verfolgt. Denn auch wenn die Geschichte des Landes eines Tages gut ausgeht, vergessen werden wird sie dennoch nicht.</p>
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		<title>Wenn Pressefreiheit ein Fremdwort bleibt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: </strong>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes Leben riskieren. Für sie ist es fast unmöglich, frei und unabhängig zu berichten.</p>
<h2>Rangliste zur Pressefreiheit: Afghanistan am Ende des Feldes</h2>
<p>Auch Afghanistan reiht sich in Liste jener Länder ein, in denen die Arbeit von Journalisten im Allgemeinen und von Frauen im Speziellen erschwert wird. In der 2008 von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; veröffentlichten <a title="Rangliste der Pressefreiheit 2008" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2008.html" target="_self">Rangliste zur Pressefreiheit belegt Afghanistan einen der hinteren Plätze</a>. Gerade in der westlichen Provinz Herat gab es vermehrt Übergriffe auf Journalistinnen. Taliban, Warlords und lokale Politiker wollten die Frauen dazu zwingen, ihre Arbeit aufzugeben.</p>
<p>Für viele von ihnen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeit; sie legen ihre Arbeit aus Angst um das eigene Leben nieder oder zensieren sich selbst. Andere, wie die pakistanische Journalistin Meera Jamal, flüchten nach Deutschland. Sie erhielt mehrfach Morddrohungen, nachdem sie über Themen wie das Recht der Frau auf Scheidung oder staatliche Hilfe bei Vergewaltigung berichtet hatte. Wie ihr erging es zahlreichen anderen Frauen, die über Tabuthemen berichten. Vor allem Beiträge über Frauenrechte oder religiösen Fundamentalismus <a title="Reporter ohne Grenzen Kampagnen" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagnen-aktionen/internationaler-frauentag-2009.html" target="_self">werden mit Drohungen und Verfolgung bedacht</a>.<strong> </strong></p>
<h3>Frauen geben aus Angst um ihr Leben die Arbeit auf oder fügen sich der Zensur</h3>
<p>Das traurige Barometer von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; wächst auch 2009 weiter: bisher führt es zwölf getötete und 145 inhaftierte Journalisten auf. Auch Shahnaz Gholami aus dem Iran verbrachte aufgrund ihrer Artikel bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Sie lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und engagiert sich bei der &#8220;Vereinigung der Journalistinnen&#8221; (ARZ). Für ihre Kampagne &#8220;Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit&#8221; wurde sie mit dem &#8220;Prix Simone de Beauvoir pour la Liberté des Femmes 2009&#8243; ausgezeichnet. Trotzdem müssen Frauen, die sich der Kampagne anschließen, und tausende Journalistinnen jeden Tag um ihre Sicherheit und um ihr Leben bangen.</p>
<p><strong>Wie froh wir doch sein können, in Deutschland im Zeichen der Presse- und Meinungsfreiheit auch zu schwierigen Themen Stellung beziehen zu können. In diesen Situationen wird einem dieses Vorrecht wieder neu bewusst.</strong></p>
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		<title>Löwe Marjan: Spiegelbild afghanischer Hoffnung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg. Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg.</strong> Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im Januar 2002 <a title="Löwe Marjan stirbt 2002" href="http://www.tigerfreund.de/2/zoo_und_krieg/zoo_und_krieg.htm#Tiere%20im%20Zoo" target="_blank">starb der tapfere Löwe</a> im Kabuler Zoo an Nierenversagen.</p>
<h3>In Kabul spielte sich die Geschichte Afghanistans auf eine besondere Weise ab</h3>
<p>Marjans Lebensgeschichte ist lang und begann in Deutschland. 1976 wurde er im Zoo in Köln geboren und zwei Jahre später als Geschenk nach Kabul gebracht. Dort lebte er mit seiner Partnerin Chucha. 1993 kletterte ein Taliban-Krieger in Marjans Gehege, um seinen Mut zu beweisen. Der Mann verließ das Gehege nicht mehr lebend. Einen Tag später kam sein Bruder und schmiss aus Rache eine Granate auf den Löwen. Marjan überlebte den Anschlag schwer verletzt. Er verlor sein linkes Auge, seine Zähne und wurde taub. Trotzdem lebte er weiter und wurde damit zum <a title="Marjan als Symbol für Leben in Afghanistan" href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/1785005.stm" target="_blank">Symbol für den Überlebenswillen der afghanischen Bevölkerung</a>.</p>
<p>Obwohl Marjans Schicksal tragisch ist &#8211; die meisten anderen Zootiere überlebten das Regime der Taliban nicht. Viele wurden Opfer von Bombenanschlägen oder zur Zielscheibe ihrer Schießübungen. Hathi, der letzte Elefant, wurde bei einem Raketenangriff getötet. Als die US-Truppen in Afghanistan einmarschierten, kamen mit ihnen Hilfsorganisationen, die sich um die wenigen noch übrig gebliebenen Zootiere kümmerten. Unter ihnen auch die WSPA, die <em>World Society for the Protection of Animals</em>, welche sich in seinen letzten Jahren um den Löwen kümmerte.</p>
<h3>Durchhaltevermögen und der Wille zu Leben kennzeichneten nicht nur Marjan</h3>
<p>Sein Tod war für viele Afghanen ein Schock. &#8212; Schockierend war und ist allerdings auch der Zustand das Kabuler Zoos. Zwar konnte der durch den Bürgerkrieg fast auf Null dezimierte Tierbestand wieder auf 222 Tiere aufgestockt werden, diese leben jedoch größtenteils unter unwürdigen Bedingungen. So streiten sich sechs Wölfe im gerade einmal fünf Quadratmeter großen Gehege um die karge Mahlzeit. Im Winter 2007, als eine Kältewelle Afghanistan erfasste, war die Not groß. Heizungen und Elektrizität gab es nur für wenige Gehege, die anderen musste bei nächtlichen Temperaturen von bis zu -17 Grad <a title="Kälte im Zoo Kabul" href="http://www.focus.de/panorama/welt/tiere_aid_122624.html" target="_blank">provisorisch mit Plastikplanen geschützt werden</a>.</p>
<h3>Schicksal des Löwen Marjan brachte Afghanistan die Anteilnahme vieler Länder ein</h3>
<p>Auch wenn es um den Zoo in Kabul nicht gut steht, gibt es doch noch Hoffnungsschimmer. Mittlerweile bewohnt wieder ein Löwenpärchen das große Raubkatzengehege. Zhuangzhuang und Canny sind ein Geschenk der chinesischen Regierung als &#8220;Zeichen der Freundschaft&#8221;. Eine Reaktion auf Marjans Tod, der nicht nur <a title="Marjans Tod bewegt die Menschen" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,188173,00.html" target="_blank">die Menschen in Afghanistan bewegte</a>, sondern weltweit.</p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Frauenfußball aus Afghanistan schreibt in Pakistan Geschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 07:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird. Bis vor einigen Jahren, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder</strong> – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird.</p>
<p>Bis vor einigen Jahren, zu Zeiten des Taliban-Regime, war der Frauenfußball in Afghanistan tatsächlich noch verboten – obwohl der afghanische Fußball eine lange Tradition hat.  Diese langjährige Geschichte, die bis auf die 1930er Jahre zurückreicht,  wurde von den Frauen jüngst mit einem Paukenschlag fortgeführt.</p>
<h2>Unerwartete Finalteilnahme der Fußball-Damen aus Afghanistan</h2>
<p>Als die Frauenmannschaft aus Afghanistan vom 16. Bis 24. August im Nachbarland Pakistan an der dritten nationalen Fußballmeisterschaft der Damen teilnahm, hätte vermutlich niemand auf Anhieb an eine Finalteilnahme geglaubt. Austragungsort war das Jinnah Stadium, einem der ältesten Stadien in Pakistan, das Platz für bis zu 20.000 Zuschauer bietet. Hier sahen die Anhänger des Frauenfußballs ein bewegtes Spiel, das letztlich jedoch bereits in der 21. Minute entschieden wurde.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/frauen_fussball_afghanistan.jpg" alt="Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Zu den 16 Teams zählten, neben der Mannschaft aus Afghanistan,  unter anderem die Teams aus der Hauptstadt Islamabad, der Region Balochistan im Ost-Iran und Vorderindien sowie zwei Mannschaften aus Lahore, der zweitgrößten Stadt in Pakistan. Der Lahore’s Sports Sciences Club war es, der letztlich das Turnier in Pakistan für sich entscheiden konnte.</p>
<h3>Ein Sieg für die Frauen in Afghanistan</h3>
<p>Viel entscheidender, als der Endstand des Finalspiels in der pakistanischen Stadt Sialkot, nahe der Grenze zu Indien, war jedoch die Tatsache, dass die 18 Spielerinnen mit der Finalteilnahme vor allem den <strong>Frauen in Afghanistan</strong> einen Dienst erwiesen haben  – und so war es insbesondere ein großer Schritt für den Frauenfußball, <strong>und doch immerhin kleiner Schritt für die Frauen insgesamt in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Überall im Haus waren Bücher versteckt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan. Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan.</strong> Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor den Taliban zu retten.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/buecher-versteckt_taliban_afghanistan.jpg" alt="Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div>Er musste auch verhindern, dass zufällige Besucher den Taliban von den Bücherschätzen erzählen würden. Ich habe ein Professorenehepaar getroffen, die beim Schutz ihrer Bücher besonders einfallsreich waren und mich großzügig fotografieren ließen. Sie meinten, die Taliban kommen nicht mehr zurück. Vor ihre Bücherregale hatten sie Vorhänge gezogen, um den Eindruck zu erwecken, dahinter sei ein Bett, eine Tür oder ein Fenster.</p>
<p>Überall im Haus versteckten der Professor und seine Frau die in vielen Jahren gesammelten Bücher. Die beiden froren im Winter lieber, als Bücher im Ofen zu verheizen, wie das manche andere in Kabul taten.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Stadtportrait: Kundus, Landwirtschaft im Norden Afghanistans</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kundus-landwirtschaft-im-norden-afghanistans/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze. Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze.</strong> Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.</p>
<p><iframe height="300" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kundus%2C%20Afghanistan&amp;address=Qonduz&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1223219102" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></p>
<p>Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch durch den grausamen Selbstmordanschlag der Taliban im Mai 2007 bekannt, bei dem auf einem Teemarkt drei deutsche Bundeswehrsoldaten und mehrere Zivilisten starben. Fünf weitere deutsche Soldaten wurden schwer verletzt.</p>
<p><strong>In dieser Region ist es für afghanische Verhältnisse äußerst grün und fruchtbar.</strong> Das Tal ist fast völlig von hohen Bergen umgeben; den Ausläufern des <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch, das mächtige Gebirge in Afghanistan">Hindukusch</a>. Die Melonen aus dieser Provinz, die hier neben Baumwolle, Reis, Weizen und Mais angebaut werden, haben den Ruf, die besten des Landes zu sein und sind daher auch im ganzen Land beliebt. Bei einer Reise nach Afghanistan sollten die Melonen auf jeden Fall einmal probiert werden. Leider ist die Landwirtschaft auch in Kundus noch auf einem eher &#8220;mittelalterlichen Niveau&#8221;, wo die Äcker noch mit Ochsengespannen bearbeitet werden und nicht selten auch Menschen statt Traktoren die Pflüge ziehen.</p>
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		<title>Opiumproduktion in Afghanistan 2008 deutlich gesunken</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/opiumproduktion-in-afghanistan-2008-deutlich-gesunken/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 05:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Anbau]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Heroin]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Nach einer Rekordernte 2007 ist der Schlafmohnanbau beim weltgrößten Opiumproduzenten Afghanistan in diesem Jahr deutlich zurückgegangen.&#8221; berichtet das Schweizer Newsmagazin Bluewin.ch. Afghanistan gehört neben Myanmar, Laos und Thailand zu den größten Opium-Anbauländern der Welt. Die Taliban unterdrückten den Drogenanbau in Afghanistan zwar im Juli 2000, nach der Machtübernahme der Nordallianz Ende 2001 hat der Anbau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Nach einer Rekordernte 2007 ist der Schlafmohnanbau beim weltgrößten Opiumproduzenten Afghanistan in diesem Jahr deutlich zurückgegangen.&#8221;</strong> berichtet <a target="_blank" href="http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,80817" title="Bluewin.ch Afghanistan Opium Anbau">das Schweizer Newsmagazin Bluewin.ch</a>.</p>
<p>Afghanistan gehört neben Myanmar, Laos und Thailand zu den größten Opium-Anbauländern der Welt. Die Taliban unterdrückten den Drogenanbau in Afghanistan zwar im Juli 2000, nach der Machtübernahme der Nordallianz Ende 2001 hat der Anbau des Schlafmohns jedoch wieder stark zugenommen. Im Herbst des vergangenen Jahres konnten somit wieder 8200 Tonnen geerntet werden. Damit war Afghanistan 2007 für 93 Prozent der weltweiten Opiumproduktion verantwortlich.</p>
<p>Rund jeder zehnte Afghane ist in den Drogenanbau verwickelt. Das produzierte Opium brachte auch immerhin 732 Millionen Dollar ein, was sieben Prozent des Bruttosozialprodukts entspricht.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/09/opium-anbau_afghanistan.jpg" alt="Opium Anbau in Afghanistan - Auch Kinder und Jugendliche müssen helfen." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Auch Kinder und Jugendliche müssen bei der Gewinnung des Opiums helfen.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Laut des Afghanistan-Jahresberichtes des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat sich die afghanische Mohnanbaufläche in diesem Jahr um 19 Prozent verringert und die Produktion von Opium ist um sechs Prozent gefallen. Was hauptsächlich auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass der Erlös pro Hektar deutlich größer geworden ist. Der Opiumpreis fiel wegen des Überangebots der vergangenen Jahre um rund ein Fünftel.</p>
<p><strong>Die Gewinnung von Opium ist sehr aufwändig:</strong> Zuerst werden die Samenkapseln am späten Nachmittag angeritzt, sodass ein rosaroter Milchsaft austritt, der am nächsten Morgen als schwarz- oxidiertes Rohopium von den Kapseln abgeschabt wird. Hieraus wird durch Erhitzen, Kneten, vorsichtigem Rösten, anschließender Wasserextraktion und mehrmonatiger &#8220;Lagerung&#8221; mit Schimmelpilzen das Rauchopium, dessen Rauch inhaliert wird. Es kann aber auch in Alkohol gelöst getrunken, in fester Form gegessen oder als Tinktur gespritzt werden.</p>
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		<title>Buddha-Statuen – Zerstörung und Wiederaufbau in Bamiyan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 06:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Relgion]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Buddha-Statuen von Bamiyan wurden im März 2001 durch die Taliban zerstört. Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. Die Entstehung der kleine Statue (ca. 34,5 Meter) wird auf das Jahr 500 und die der großen Statue (ca. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Buddha-Statuen von Bamiyan wurden im März 2001 durch die Taliban zerstört.</strong> Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.</p>
<p>Die Entstehung der kleine Statue (ca. 34,5 Meter) wird auf das Jahr 500 und die der großen Statue (ca. 55 Meter) auf das Jahr 550 geschätzt. Beide sind aus rotem Sandstein gemeißelt und wurden bald das Ziel von Gelehrten und buddhistischen Pilgern.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/zerstoerte-buddha-statuen-in-bamiyan_afghanistan.jpg" alt="Die zerstörten Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, werden nun wieder aufgebaut" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die zerstörten Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner, Erich Lischek</span></div></p>
<p>Durch die Verdrängung des Buddhismus vom Islam war die Darstellung von menschlichen Figuren nicht mehr erwünscht und so sind die Statuen schon sehr früh der ersten Zerstörung zum Opfer gefallen. Trotzdem war Bamiyan bis zur Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion ein internationales Touristenziel. Während der Kriege war der Standort der Statuen ein immer wieder umkämpfter und strategisch wichtiger Ort, an dem die Höhlen als Munitionsdepots verwendet wurden. Am 21. März 2001 wurden die Statuen, nach mehreren vergeblichen Versuchen durch Panzer, Raketen und Geschützten, letztlich von Taliban-Milizen gesprengt.</p>
<p>Seit März 2004 ermöglicht das Deutsche Auswärtige Amt durch eine Finanzierung die Restauration der Statuen. Ein Restauratorenteam des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) arbeitet seitdem an der Bergung und Dokumentation der Felsfragmente. Dabei konnten die Experten den Entstehungszeitraum zwischen 500 und 550 bestätigen. In einer Lagerhalle vor der Nische des großen Buddhas werden die Felsstücke mit skulpierten Oberflächen gelagert.</p>
<p><strong>Von ihrer Reise nach Bamiyan im April 2008 haben Fotojournalistin Ursula Meissner und ADRA-Geschäftsführer Erich Lischek eindrucksvolle Aufnahmen von den zerstörthen Buddha-Statuen mitgebracht, die wir in einer Fotogalerie präsentieren:</strong></p>
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	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/?show=slide">
			[Show as slideshow]		</a>
	</div>

	
	<!-- Thumbnails -->
		
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		<title>Hindukusch &#8211; das mächtige Gebirge in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 05:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Gebirge]]></category>
		<category><![CDATA[Geographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der größte Teil des Hindukusch, eines mächtigen zentralasiatischen Gebirges, liegt in Afghanistan. Tirich Mir, mit 7699 Metern der höchste Gipfel des Hindukusch, befindet sich hingegen in Pakistan. In der Ost-West-Ausdehnung misst der Hindukusch rund 1200 Kilometer und die Breite beträgt etwa 240 Kilometer. Die Begrenzungen sind im Nordosten der Amu-Darja, bzw. dessen Quellfluss Pjandsch und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der größte Teil des Hindukusch, eines mächtigen zentralasiatischen Gebirges, liegt in Afghanistan. </strong>Tirich Mir, mit 7699 Metern der höchste Gipfel des Hindukusch, befindet sich hingegen in Pakistan. In der Ost-West-Ausdehnung misst der <strong>Hindukusch</strong> rund 1200 Kilometer und die Breite beträgt etwa 240 Kilometer. Die Begrenzungen sind im Nordosten der Amu-Darja, bzw. dessen Quellfluss Pjandsch und im Osten der Chitral-Fluss sowie der Pass Karambar An vom Hinduraj.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/hindukusch_maechtiges-gebirge-in-afghanistan.jpg" alt="Der Hindukusch ist ein mächtiges Gebirge in Afghanistan und Zentralasien" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der <strong>Hindukusch</strong> ist ein mächtiges Gebirge in Afghanistan und Zentralasien.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mountains_in_Afghanistan.JPG" title="Wikipedia Hindukusch">Wikipedia</a></span></div></p>
<p>Der <strong>Hindukusch</strong> gehört zu den Faltengebirgen und wird durch das Eindringen der Indischen Platte in das zentralasiatische Festland aufgeworfen. Aus geologischer Sicht ist das Gebirge noch recht jung und wächst immer noch weiter.</p>
<p>Die ca. 4000 bis 5000 Meter hohen, größtenteils in Afghanistan gelegen Berge des <strong>Hindukusch</strong> bestehen hauptsächlich aus trockenem Gestein. Da hingegen besteht die Hauptkette in der Grenzregion zu Pakistan aus bis zu 20 Kilometer langen Gletschern.</p>
<p>Zu den höchsten Bergen des <strong>Hindukusch</strong> gehören der Tirich Mir (7699 Meter), der Noshak (7492 Meter), das Istor-o-Nal (7403 Meter) und das Saaghrar I (7338 Meter). Die Taliban-Milizen nutzen die Ausläufer des Hidukusch, wie etwa die Spinghar-Kette und das Suleiman-Gebirge, heute als Rückzugsgebiet.</p>
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		<title>Stadtportrait: Mazar-e-Sharif im Norden von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 05:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz im Norden von Afghanistan liegt die dritte Stadt, die wir heute in unserer Serie der größten Metropolen des Landes vorstellen. Nach der Hauptstadt Kabul und der zweitgrößten Stadt Kandahar im Süden von Afghanistan, ist nun Mazar-e-Sharif an der Reihe. Mazar-e-Sharif (auch &#8220;Masar-e Scharif&#8221;) ist größte Stadt in der nördlichen Provinz Balkh. Die Einwohnerzahl betrug 2006 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz im Norden von Afghanistan liegt die dritte Stadt, die wir heute in unserer Serie der größten Metropolen des Landes vorstellen.</strong> Nach der <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" title="Hauptstadt Kabul in Afghanistan">Hauptstadt Kabul</a> und der zweitgrößten Stadt <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kandahar-im-suedlichen-afghanistan/" title="Stadtportrait Kandahar im Süden von Afghanistan">Kandahar</a> im Süden von Afghanistan, ist nun Mazar-e-Sharif an der Reihe.</p>
<p><strong>Mazar-e-Sharif</strong> (auch &#8220;Masar-e Scharif&#8221;) ist größte Stadt in der nördlichen Provinz Balkh. Die Einwohnerzahl betrug 2006 geschätzt 300.600. Als mutmaßliche Grabstätte von <em>Ali Ibn Abi Talib</em> ist sie die bedeutendste Wallfahrtsstätte Afghanistans und zählt zu den heiligen Städten des Islam.</p>
<p><iframe height="300" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Mazar-e-Sharif%2C%20Afghanistan&amp;address=Mazar-e-Sharif%2C%20Afghanistan&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=12&amp;hl=de&amp;la=40&amp;t=1218361038" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></p>
<p><strong>Mazar-e-Sharif</strong> liegt in einer Gebirgsflussoase, in der eine intensiver Bewässerung das Anbauen von Baumwolle, Tabak, Getreide, Gemüse, Melonen und Obstbaumkulturen möglicht macht. Leider wurde durch den langen Krieg und die Tyrannei des Talilban-Regimes die Infraaststruktur in und um Mazar-e-Sharif zum größten Teil zerstört.</p>
<p>Bis in die 80er Jahre hinein konnte <strong>Mazar-e-Sharif </strong>eine gut ausgebaute Leichtindustrie vorweisen. Es gab dort ein Brotkombinat, ein Wärmekraftwerk auf Erdgasbasis (Pipeline bei Shibarghan), Textilindustrie und eine Baumwollenverarbeitungsfabrik. Bis heute existiert noch eine Düngemittelfabrik. Es werden Seidenwaren, Teppiche, und Baumwollprodukte unter einfachsten Bedingungen weiterhin hergestellt, um mit geringen Einnahmen der privaten Kleinstmanufakturen die vielköpfigen Familien ernähren zu können.</p>
<p>In <strong>Mazar-e-Sharif</strong> gibt es einen Flugplatz, der für einen zukünftigen internationalen Flugbetrieb wieder aufgebaut werden soll. Nach der Stürzung der Taliban in Mazar-e-Sharif wurde die Universität, das medizinische Institut, die Pädagogische Hochschule und zahlreiche allgemeinen Schulen wieder eröffnet.</p>
<p>Das Wahrzeichen der Stadt ist die Grabmoschee des Kalifen Ali, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Diese Rauza ist für die Schiiten eine der bedeutendsten Wallfahrtsorte. Die Wände der prunkvollen Moscheeanlage sind vollständig mit glasierten Kacheln verkleidet. Sie zählt zu den wichtigsten Kunstschätzen der islamischen Welt. Jedes Jahr beginnt hier am 21. März, Frühlingsanfang, das <a href="http://afghanistan.adra.de/nauroz-neujahrsfest-in-afghanistan/" title="Nauroz, Neujahrsfest in Afghanistan">40 Tage andauernde persisch-afghanische Nauroz</a> (Neujahrsfest).</p>
<p>Zum Nauroz kommen viele Pilger aus dem In- und Ausland nach <strong>Mazar-e-Sharif</strong>, um sich an den religiösen Ereignissen zu beteiligen. In den Teehäusern und Restaurants wird Live-Musik gespielt und die Sportbegeisterten schauen dem Nationalsport Buzkashi oder dem Ringen zu. Das Fest ist außerdem unter dem Namen &#8216;Gul i Surch&#8217; bekannt: Das &#8220;Fest der roten Blumen&#8221;. Überall, soweit das Auge schauen kann, ist das hügelige Umfeld von roten Mohnblumen übersät.</p>
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		<title>Stadtportrait&#058; Kandahar im südlichen Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unserer Serie über die sechs größten Metropolen stellen wir heute die im südlichen Afghanistan gelegene Stadt Kandahar vor. Der Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz Kandahar befindet sich am Fluss Arghandab. Hier leben lebten 2004 ca. 1,5 Millionen Einwohner, in der Stadt Kandahar selbst rund 330.000 Einwohner. Kandahar ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im zweiten Teil unserer Serie über die sechs größten Metropolen stellen wir heute die im südlichen Afghanistan gelegene Stadt Kandahar vor.</strong> Der Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz <strong>Kandahar</strong> befindet sich am Fluss Arghandab. Hier leben lebten 2004 ca. 1,5 Millionen Einwohner, in der Stadt <strong>Kandahar</strong> selbst rund 330.000 Einwohner.</p>
<p><strong>Kandahar</strong> ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und ein wichtiges Handelszentrum, hauptsächlich für landwirtschaftliche Produkte. Sie verfügt über einen internationalen Flughafen, der etwa 16 Km südöstlich an der Straße nach Quetta liegt. Über die &#8220;Ring Road&#8221; ist sie mit <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_blank" title="Kabul, die Hauptstadt von Afghanistan">Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan</a>, und Herat verbunden.</p>
<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kandahar%2C%20Afghanistan&amp;address=Kandahar%2C%20Afghanistan&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=12&amp;hl=de&amp;la=40&amp;t=1218356493" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0" height="300" scrolling="no" width="605"></iframe></p>
<p><strong>Kandahar wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. von Alexander dem Großen in der Nähe der antiken Stadt Mundigak gegründet.</strong> Wegen ihrer strategisch wichtigen Lage in Zentralasien war die Stadt häufiges Ziel von Eroberungen. Britische Truppen besetzten <strong>Kandahar</strong> während des ersten Anglo-Afghanischen Krieges (1839–1842) sowie von 1879 bis 1881. Nach dem Rückzug der Sowjets wechselten die Machthaber öfter. Ende 1994 begannen die Taliban von <strong>Kandahar</strong> aus die Eroberung des Südens, Ostens und der Mitte von Afghanistan. Die Stadt ist noch heute das geistige Zentrum der Bewegung.</p>
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		<title>Afghanistan-Konferenz am 12. Juni 2008 in Paris</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 07:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Afghanistan-Konferenz ist eine seit dem Jahr 2001 unregelmäßig stattfindende Zusammenkunft einiger Staaten der Erde, die die Koordinierung des politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus Afghanistans zum Ziel hat. (Quelle: Wikipedia) Die erste Afghanistan-Konferenz fand vom 27. November bis 5. Dezember 2001 in der Nähe von Bonn auf dem Petersberg statt. Sie endete mit der Verabschiedung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Afghanistan-Konferenz</strong> ist eine seit dem Jahr 2001 unregelmäßig stattfindende Zusammenkunft einiger Staaten der Erde, die die Koordinierung des politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus Afghanistans zum Ziel hat. <em>(Quelle: </em><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan-Konferenz" title="Afghanistan-Konferenz"><em>Wikipedia</em></a><em>)</em></p>
<p>Die erste Afghanistan-Konferenz fand vom 27. November bis 5. Dezember 2001 in der Nähe von Bonn auf dem Petersberg statt. Sie endete mit der Verabschiedung des so genannten &#8220;Petersberger Abkommens&#8221;, das die Einsetzung einer demokratisch legitimierten Regierung vorsah. Mit dem &#8220;<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Petersberg-Prozess" title="Petersberg-Prozess für Afghanistan">Petersberg-Prozess</a>&#8221; wurde auf dem Papier eine Grundlage für eine Demokratisierung und Befriedung des Landes geschaffen.</p>
<p>Einige Wochen später, am 21. und 22. Januar 2002 tagte eine Geberkonferenz in Tokio, bei der Wiederaufbauhilfen in Höhe von 4,5 Mrd. US$ zugesagt wurden. Die dritte Zusammenkunft im Dezember 2002 legte die Struktur und Größe einer afghanischen Armee fest.</p>
<p>Die vierte Afghanistan-Konferenz mit mehr als 60 Delegationen fand am 31. März und 1. April 2004 in Berlin statt. Weitere Hilfszusagen wurde abgegeben. 2006 wurde bei der fünften Afghanistan-Konferenz in London (31. Januar &#8211; 1. Februar) der erfolgreiche Abschluss des Petersberg-Prozesses festgestellt.</p>
<p>Am <strong>12. Juni 2008</strong> findet nun die<strong> sechste Afghanistan-Konferenz in Paris</strong> statt. Neben dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem afghanischen Staatspräsidenten Hamed Karzai nehmen auch ca. 60 bis 80 Delegationen aus verschiedenen Ländern auf Außenminister-Ebene an dem Treffen teil. Es geht wiederum um die Sammlung von Finanzhilfen, um die Entwicklung in Afghanistan voranzubringen.</p>
<p>Vorangegangen ist dieser Konferenz ein Treffen von rund 40 NGO&#8217;s (&#8220;Nicht-Regierungs Organisationen&#8221;) am 23. Mai 2008, ebenfalls in Paris. Laut einem <a target="_blank" href="http://de.news.yahoo.com/afp/20080523/tts-frankreich-afghanistan-hilfen-c1b2fc3.html" title="Afghanistan-Konferenz Vorbereitung Paris">Bericht von Yahoo!-Nachrichten</a> diente diese Versammlung als Vorbereitung der Geberkonferenz am 12. Juni:</p>
<p><em>&#8220;Nach Angaben von Hilfsorganisationen leidet auch sieben Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban die Hälfte der Bevölkerung unter Lebensmittelknappheit. Bisher sind von den westlichen Staatengemeinschaften erst 15 Milliarden Dollar der zugesagten 25 Milliarden Dollar an Hilfen nach Afghanistan geflossen.&#8221;</em></p>
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		<title>Musik in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in Kabul zum ersten Mal durch die Straßen geht, hört aus Geschäften und aus Autoradios eine für westliche Ohren ungewohnte Musik. Diese Form der Musik erinnert an den Ruf des Muezzin zum Morgengebet. Beide enthalten sogenannte Vierteltöne, so dass sich die Musik &#8211; für uns schwierig in Worte zu fassen &#8211; vielleicht als &#8220;wellenartig&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer in Kabul zum ersten Mal durch die Straßen geht</strong>, hört aus Geschäften und aus Autoradios eine für westliche Ohren ungewohnte Musik. Diese Form der Musik erinnert an den Ruf des Muezzin zum Morgengebet. Beide enthalten sogenannte Vierteltöne, so dass sich die Musik &#8211; <em>für uns schwierig in Worte zu fassen</em> &#8211; vielleicht als &#8220;wellenartig&#8221; beschreiben lässt.</p>
<p>Afghanische Musik hat ihre Wurzeln in der indischen und persischen Musik. Die Blütezeit der Musikentwicklung lag in der Zeit der Kuschanen und Sassaniden-Dynastie (1. – 7. Jahrhundert), die offen für neue Stilrichtungen war und griechische und hinduistische Einflüsse aufnahm. Seither zeichnet sich die Musik bis heute durch ihre Vielfalt aus.</p>
<p>Hier mal ein Beispiel für afghanische Musik von der Videoplattform Youtube: </p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/2kzAIRm2JAc" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2kzAIRm2JAc" /></object></p>
<p>Durch die Wiederöffnung von Radio Kabul erreichte Musik ab 1940 eine weitreichendere Verbreitung. 1951 war Parwin die erste afghanische Frau, die live im Radio singen durfte. Die 70er Jahre waren das Goldene Zeitalter der afghanischen Musik. Viele bezeichnen die Sängerin Farida Mahwash als berühmteste und herausragendste Sängerin dieser Epoche, ihr berühmtester Song war &#8220;Oh bacheh&#8221;.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Fritz Neuberg</span></div><div id="HbBtm">Fritz Neuberg ist bei ADRA als Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation zuständig. Der gebürtige Wiener ist seit 2003 bei ADRA Deutschland beschäftigt und war für die Hilfsorganisation bereits in Afghanistan, im Iran und in Sri Lanka tätig. </div></div></p>
<p>Ab 1980 wurde Musik in Afghanistan zunehmend unterdrückt und in den 90er Jahren von den Taliban gänzlich verboten. Viel Musiker und Sänger gingen deshalb ins Exil.</p>
<p>Nach dem Fall der Taliban kam es zu einer Wiedergeburt der afghanischen Musik, heute ist eine Vielzahl von Musikkassetten und CDs erhältlich. Eine Musikrichtung, die zu einer der Beliebtesten unter afghanischen Jugendlichen zählt, ist der afghanische Hip-Hop.</p>
<p>Weiter Informationen zur Musik in Afghanistan gibt es unter:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanische_Musik" title="Afghanistan Musik">http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanische_Musik</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Music_of_Afghanistan" title="Afghanische Musik">http://en.wikipedia.org/wiki/Music_of_Afghanistan</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.afghan-aid.de/Musik/musik1.htm" title="Musik aus Afghanistan">http://www.afghan-aid.de/Musik/musik1.htm</a></li>
</ul>
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		<title>Fatmas Spiel mit der Burka</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 18:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Burka]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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		<description><![CDATA[Ursula Meissner berichtet von einer ihrer schönsten Begegnungen in Afghanistan. Im November 2001 besucht sie Fatma und ihre Familie, kurz nachdem die Taliban von der Nordallianz aus Kabul vertrieben wurden. Es war nicht leicht, die Witwe Fatma zusammen mit ihren sechs Töchtern für ein Gruppenbild vor die Kamera zu bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine meiner schönsten Begegnungen war die mit Fatma und ihrer Familie im November 2001, kurz nachdem die Taliban von der Nordallianz aus Kabul vertrieben wurden. Es war nicht leicht, die Witwe Fatma zusammen mit ihren sechs Töchtern für ein Gruppenbild vor die Kamera zu bekommen, eine fehlte immer.</strong></p>
<p>Kein Wunder, denn nach der Schreckensherrschaft der Taliban dürfen alle Frauen endlich wieder ohne männliche Begleitung aus dem Haus gehen und einkaufen – was sie leidenschaftlich gerne tun. Es gibt viele neue Dinge zu entdecken, Dinge wie Videoclips, Musik, die es früher auf dem Markt nicht gab.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/fatma-burka-freiheit.jpg" alt="Fatma und ihre Familie feiert die neue Freiheit" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fatma und ihre Töchter feiern die neue Freiheit ohne Burka.</span><span class="ImageTextC">© Bucher Verlag</span></div><strong>»Die fünf Jahre unter den Taliban waren wie im Gefängnis«,</strong> sagt Fatma. Und Freshta, ihre Jüngste, fügt hinzu: »Wir hatten nicht nur Angst. Du weißt gar nicht, wie langweilig das war. Fünf Jahre lang durften wir gar nichts tun!«</p>
<p>Endlich, nach dem vierten Anlauf, sitzen alle im Wohnzimmer zum Fototermin, wie selbstverständlich verhüllt in ihren Burkas. Das einzig sichtbare Gesicht ist des verstorbenen Vaters auf dem Foto, das über dem Sofa hängt. Als ich sie darum bitte, legen sie die Burka ohne zu zögern ab. Die Älteste steckt sie auf einen Besen und trägt sie durch die Zimmertür. – Alle lachen.</p>
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