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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Sport</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Afghanistan bei den olympischen Spielen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele. Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele.</strong> Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der eigenen Sportlerkarriere; und wenn schon nicht mit einer Medaille, dann wenigstens mit unvergesslichen Erinnerungen den Weg zurück in die Heimat antreten.</p>
<h2>Wenn der Wettkampf zur Nebensache wird</h2>
<p>Das ist der Wunsch Millionen Sportler auf der ganzen Welt. Wie sie träumen auch viele Wettkämpfer aus Afghanistan diesen Traum. Für viele bleibt es ein Traum, dem harten Alltag auf diesem Weg eine Zeit lang entfliehen zu können. Einige wenige konnten ihn jedoch Realität werden lassen. Die olympischen Sommerspiele 2004 waren der Zeitpunkt, an dem sich Afghanistans Blick nach Athen richtete. Erstmals seit dem Regime der Taliban nahmen dort eine handvoll afghanischer Wettkämpfer wieder an den historischen Spielen teil.</p>
<h3>Geschichte schreiben nicht die Ergebnisse, sondern die Gesten</h3>
<p>Obwohl sie kein denkwürdiges Ergebnis erzielten, bleibt das Auftreten der afghanischen Sportler doch geschichtsträchtig. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Friba Razayee im Judo und der Leichtathletin Robina Muqimyar, die als erste afghanische Frauen für ihr Land an den Start gingen. Muqimyar wurde sogar die Ehre zuteil, ihr Land als Fahnenträgerin in das Olympia-Stadion Athen zu führen.</p>
<p>Die olympischen Spiele haben in diesem Jahr zudem etwas weiteres gezeigt: Sport verbindet. Das bewies der friedliche Einlauf Nord- und Südkoreas nebeneinander und das haben auch die beiden Sportlerinnen Natalia Paderina aus Russland und Nino Salukvadza aus Georgien bewiesen. Trotz Krieges zwischen ihren Heimatländern demonstrierten beide 2008 auf dem Siegerpodest Einigkeit.</p>
<h3>Sport überwindet kulturelle und geografische Grenzen</h3>
<p>Diese Botschaft hat auch <a title="Rohulla Nikpai" href="http://www.rohullahnikpai.com" target="_blank">Rohulla Nikpai</a> verstanden. Der erste und einzige Medaillengewinner Afghanistans appelliert dabei nicht an das Überwinden geografischer Grenzen, sondern den Umgang seines eigenen Volkes miteinander. Er hoffte, dass seine Medaille &#8220;ein Zeichen des Friedens in Afghanistan&#8221; sein kann. Trotz seines noch jugendhaften Alters von 21 Jahren zeigt Rohulla, dass er das olympische Motto verinnerlicht hat: &#8220;Eine Welt, ein Traum&#8221; hieß das im letzten Jahr &#8211; und diese Geschlossenheit beginnt in jedem einzelnen Land.</p>
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		<title>Skaten in Afghanistan &#8211; die Bretter, die die Welt bedeuten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. Eigentlich hat Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. <span style="font-weight: normal;">Eig</span><span style="font-weight: normal;">entlich hat der Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten<strong>.</strong></span></strong></p>
<h3><strong>Verständnis und Respekt &#8211; was sich wie ein Märchen anhört, soll jetzt in Kabul Wirklichkeit werden</strong></h3>
<p>Seit dem ist der mittlerweile 34 Jährige sesshaft geworden in Afghanistan. Er hat die Bitte der Jungen nicht abgelehnt, sondern ihnen sein Board geliehen und ihnen das skaten beigebracht. Was afghanische Jugendliche bisher höchstens aus dem Fernsehen kannten, wurde auf Kabuls Straßen  Realität: Mittlerweile kommen fast drei Dutzend Kinder regelmäßig zu Travis&#8217; Unterrichtsstunden. Aus dem Weltenbummler ist ein Lehrer geworden. Gemeinsam mit seinen Freunden hat er <a title="Skateistan" href="http://skateistan.org">„Skateistan&#8221;</a> erschaffen &#8211; eine Art Entwicklungseinrichtung für afghanische Jugendliche.</p>
<p>In Skateistan ist jeder willkommen, egal welche Hautfarbe er hat, welchen ethnischen Hintergrund und welches Geschlecht. Dass mittlerweile die Hälfte aller Teilnehmer Mädchen und junge Frauen sind, freut Travis besonders. Da der Sport in Afghanistan vollkommen unbekannt ist und keine geschlechtsspezifischen Stereotype vorhanden sind, kann Skateboarden durchaus auch ein Frauensport sein. Die Jugendlichen, egal ob Mädchen oder Jungen, sollen kulturübergreifende Kontakte knüpfen, Verständnis und Respekt spielerisch erlernen und eine Plattform zum Austausch und einen gewaltfreien Umgang miteinander haben. Symbolisch dafür zerbricht ein Skater auf dem Logo von Skateistan <a title="Logo Skateistan" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/623/314522/text/">mit seinem Board ein Maschinengewehr.</a></p>
<h3><strong>Australier geben afghanischen Jugendlichen Skateunterricht und überwinden damit kulturelle Grenzen</strong></h3>
<p>Natürlich könnten die Jugendlichen Übungsstunden bei Travis Beard und seinen Freunden nicht bezahlen. Die Australier leihen den Schülern deshalb ihre Skateboards und Ausrüstungen während dieser Zeit aus. Trotzdem haben sie sich große Ziele gesetzt: Sie wollen die Möglichkeit, zu skaten, im ganzen Land schaffen und den Jugendlichen andere Anreize für ihre Zukunft geben als Krieg und Waffengewalt. Viele Kinder und Jugendliche müssten sonst hart arbeiten oder betteln, um ihre Familie mit zu ernähren &#8211; ihre verlorene Kindheit nachzuholen ist ein weiteres Ziel von Skateistan. Den Anfang soll ein großer <a title="Indoor-Skatepark" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,563856,00.html">Indoor-Skatepark</a> in Kabul machen.</p>
<p>Um ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, sind Travis und seine Freunde allerdings noch auf Hilfe von Außen angewiesen. So bitten sie beispielsweise Skater in anderen Ländern um deren gebrauchte Ausrüstung. Obwohl es für sie schwierig ist, finanzielle Unterstützung der Regierungen zu bekommen &#8211; ihr Entwicklungsprojekt entspricht schließlich nicht der gängigen Vorstellung von Auslandshilfe &#8211; haben die Australier schon einen großen Partner für ihr Ziel gewinnen können: die DHL will die gesammelte Ausrüstung kostenfrei nach Afghanistan schiffen.</p>
<h3><strong>Auch „Titus&#8221; unterstützt das Projekt Skateistan mit einer Sammelaktion</strong></h3>
<p>Der Aufruf zeigt Wirkung: Titus Dittmann, Gründer des weltgrößten Herstellers für Skaterbekleidung, ist „elektrisiert&#8221; von Skateistan und beteiligt sich aktiv an der <a title="Titus sammelt für Skateistan" href="http://www.titus.de/screen.phtml?screen=ne_showentry&amp;ForumID=330&amp;MainPostingID=7957171">Umsetzung des ehrgeizigen Projektes</a>. Im Skatepark in Münster sammelten er und seine zahlreichen Schützlinge alles, was den Jugendlichen in Afghanistan zu Gute kommen kann. Über 150 Boards und kistenweise Material und Ausrüstung kamen so zusammen. Die insgesamt zwei Tonnen Material gingen bereits im Januar <a title="Reportage Skateistan" href="http://www.n24.de/news/newsitem_4871346.html">unter der persönlichen Begleitung von Titus und dem Sender n24 nach Kabul</a>. <strong>Ein Hoffnungsschimmer für die Jugendlichen in Kabul und den Rest des Landes &#8211; denn sie sind Afghanistans Zukunft.</strong></p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Frauen-Boxen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frauen-Boxen genießt nach wie vor nicht das Ansehen, das dieser Sport eigentlich verdient. In Deutschland kämpfen jedoch einige Damen äußerst erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz und damit auch für das Frauen-Boxen. Es kann sogar sein, dass sie es in ein paar Jahren mit Frauen aus Afghanistan zu tun bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen-Boxen genießt nach wie vor nicht das Ansehen, das dieser Sport eigentlich verdient. In Deutschland kämpfen jedoch einige Damen äußerst erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz und damit auch für das <strong>Frauen-Boxen</strong>. Es kann sogar sein, dass sie es in ein paar Jahren mit Frauen aus Afghanistan zu tun bekommen, wie <a title="Boxerinnen von Kabul Afghanistan" href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=63" target="_blank">dieser Artikel in der ZEIT</a> berichtet.</p>
<h3>Vielleicht sind Profikämpfe im Frauen-Boxen schon bald Realität</h3>
<p>Vor einigen Jahren wäre es sicherlich überhaupt nicht vorstellbar gewesen, dass Frauen aus Afghanistan mit Boxhandschuhen im Ring stehen und sich gegenseitig bekämpfen. Mittlerweile jedoch ist Afghanistan liberaler, ja freier geworden. Viele Frauen haben ihren Schleier abgenommen, arbeiten oder studieren &#8211; insbesondere die <a title="Studium in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/studium-und-wissenschaft-in-afghanistan/" target="_blank">Universitäten in Afghanistan</a> (etwa in Kabul) sind nicht nur ein Ort, um sich den Wissenschaften hinzugeben, sondern auch sportlichen Aktivitäten, wie etwa dem Boxsport.</p>
<h3>Frauen-Boxen in Afghanistan; auch ein Kampf gegen alte Werte</h3>
<p>Das Erbe, das der Krieg in Afghanistan hinterlassen hat, ist zwar nach wie vor zu spüren &#8211; doch für viele der jungen Menschen ist es der Krieg der älteren Generation, nicht der ihre. Viele blicken nach vorn, um ihre Chancen zu zu nutzen und neue, früher nicht einmal denkbare Wege zu beschreiten. <strong>Frauen-Boxen</strong>, wenn möglich sogar im Profi-Bereich, ist für einige junge Damen aus Afghanistan nicht nur eine Herausforderung, sondern auch und gerade eine lukrative Alternative.</p>
<p>Der Kampf im Ring ist für weibliche Jugendlichen in Afghanistan auch ein Kampf gegen die eigenen Eltern, die ihre Kinder mit einigem Misstrauen und nur mit Widerwillen unterstützen. Doch auch sie scheinen zu erkennen, dass dieser Mut keine Schande ist, sondern mit Ehre und Erfolg belohnt wird.</p>
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		<title>Frauenfußball aus Afghanistan schreibt in Pakistan Geschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 07:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird. Bis vor einigen Jahren, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder</strong> – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird.</p>
<p>Bis vor einigen Jahren, zu Zeiten des Taliban-Regime, war der Frauenfußball in Afghanistan tatsächlich noch verboten – obwohl der afghanische Fußball eine lange Tradition hat.  Diese langjährige Geschichte, die bis auf die 1930er Jahre zurückreicht,  wurde von den Frauen jüngst mit einem Paukenschlag fortgeführt.</p>
<h2>Unerwartete Finalteilnahme der Fußball-Damen aus Afghanistan</h2>
<p>Als die Frauenmannschaft aus Afghanistan vom 16. Bis 24. August im Nachbarland Pakistan an der dritten nationalen Fußballmeisterschaft der Damen teilnahm, hätte vermutlich niemand auf Anhieb an eine Finalteilnahme geglaubt. Austragungsort war das Jinnah Stadium, einem der ältesten Stadien in Pakistan, das Platz für bis zu 20.000 Zuschauer bietet. Hier sahen die Anhänger des Frauenfußballs ein bewegtes Spiel, das letztlich jedoch bereits in der 21. Minute entschieden wurde.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/frauen_fussball_afghanistan.jpg" alt="Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Zu den 16 Teams zählten, neben der Mannschaft aus Afghanistan,  unter anderem die Teams aus der Hauptstadt Islamabad, der Region Balochistan im Ost-Iran und Vorderindien sowie zwei Mannschaften aus Lahore, der zweitgrößten Stadt in Pakistan. Der Lahore’s Sports Sciences Club war es, der letztlich das Turnier in Pakistan für sich entscheiden konnte.</p>
<h3>Ein Sieg für die Frauen in Afghanistan</h3>
<p>Viel entscheidender, als der Endstand des Finalspiels in der pakistanischen Stadt Sialkot, nahe der Grenze zu Indien, war jedoch die Tatsache, dass die 18 Spielerinnen mit der Finalteilnahme vor allem den <strong>Frauen in Afghanistan</strong> einen Dienst erwiesen haben  – und so war es insbesondere ein großer Schritt für den Frauenfußball, <strong>und doch immerhin kleiner Schritt für die Frauen insgesamt in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Buzkashi ist Afghanistans stolzester Volkssport</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 05:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn wir nach Samangan kommen, habe ich eine Überraschung für Sie! Wir werden an einem Buzkashi teilnehmen&#8221;, meinte Herr Zahir, der die Winterhilfsprojekte bei ADRA in Afghanistan organisierte. Buzkashi kannte ich nicht und so erklärte er mir kurz, dass es sich um ein Reiterspiel handelte, bei dem eine Ziege in einen Kreis gelegt werde. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Wenn wir nach Samangan kommen, habe ich eine Überraschung für Sie! Wir werden an einem Buzkashi teilnehmen&#8221;,</strong> meinte Herr Zahir, der die Winterhilfsprojekte bei ADRA in Afghanistan organisierte. <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buzkashi" title="Buszkashi bei Wikipedia">Buzkashi</a> kannte ich nicht und so erklärte er mir kurz, dass es sich um ein <a target="_blank" href="http://www.afghanistan.org/buzkashi.html" title="Buzkashi Sport Afghanistan">Reiterspiel</a> handelte, bei dem eine Ziege in einen Kreis gelegt werde. Wenn wir dort wären, würde ich das Spiel besser verstehen.</p>
<p>Nach einem Zwischenstopp in Aybak fuhren wir am nächsten Tag durch eine malerische und wildromantische Gegend Richtung <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-mazar-e-sharif-im-norden-von-afghanistan/" title="Mazar-e-Sharif im Norden von Afghanistan">Mazar-e-Sharif</a>. Die Landstraße zog sich durch große Ebenen und auf beiden Seiten der Straße schienen im Hintergrund majestätische Bergzüge aus den Ebenen zu wachsen. Nach einiger Zeit bogen wir von der Landstraße ab, bewältigten noch ein kurzes Stück Fahrt und schon waren wir da. Um uns herum war nur flaches Land, ein leichter Wind wehte und auch die Temperaturen waren angenehm mild.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/buzkashi_sport-in-afghanistan_01.jpg" alt="Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Männersport" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Männersport.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Eine Bühne gab es nicht, die Fahrzeuge der anderen, ausschließlich afghanischen Besucher, hatten sich in einer Reihe Richtung Spielfeld aufgestellt. So an die hundert bis zweihundert Besucher waren zum <strong>Buzkashi</strong> gekommen. Aber auch das Spielfeld konnte man nur erahnen. Grenzen und Markierung gab es keine, abgesehen von mehreren Kreisen, die man im Spielfeld sah.</p>
<p><strong>Plötzlich geht es los: </strong>Ein Kalb ohne Kopf liegt auf dem Boden. Geschätzte dreißig Männer auf stolzen Pferden reiten gleichzeitig Richtung Kalb. Ein Knäuel aus Reitern bildet sich um das Kalb, plötzlich löst sich ein Reiter aus der Menge, der das Kalb mit einer Hand hält, mit der anderen die Zügel und mehr auf dem Pferd hängt als sitzt, so als würde er jeden Moment vom Pferd fallen. Er versucht in Richtung der Bodenmarkierung zu reiten. Immer wieder wird das Kalb einem Reiter entrissen, bis nach einiger Zeit einer der Reiter das Kalb in eine der Bodenmarkierungen legen kann. Er hat gewonnen.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.afghan-web.com/sports/buzkashi.html" title="Buzkashi Sport Afghanistan">Buzkashi</a> ist ein altes, traditionelles Reiterspiel, das nicht nur in Afghanistan sondern auch in anderen persischsprachigen Gegenden &#8220;gespielt&#8221; wird. Sein Name leitet sich von بزکشی‎ (buzkashī: buz &#8220;Ziege&#8221; + kashi &#8220;herausnehmen&#8221;) ab und bedeutet so viel, wie &#8220;eine Ziege ergreifen&#8221;. Manche Quellen behaupten, dass das Spiel von den Mongolen nach Afghanistan gebracht wurde. Ursprünglich wurde für das Spiel eine Ziege verwendet, heutzutage werden aber auch Kälber eingesetzt. Das Gewicht liegt um die 60 Kilogramm, früher sollen die verwendeten Tiere teilweise doppelt so viel gewogen haben.</p>
<p> <img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/buzkashi_sport-in-afghanistan_02.jpg" alt="Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Männersport" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Männersport.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Besitzer der Buszkashi-Pferde sind meist wohlhabende Afghanen, die zum Teil auch Trainer für ihre Pferde anstellen. Der Gewinn besteht meist aus Geld, manchmal werden auch Gewehre verschenkt.<br />
Das Spiel kann bis zu einer Woche dauern, die Teilnehmerzahl reicht von 20 Teilnehmern bis zu 1.000 Teilnehmern. Gespielt wird jeder gegen jeden. Das Spiel kann als Rugby auf Pferden verstanden werden, es geht sehr rau zu und Verletzung sind an der Tagesordnung. Auch Todesfälle hat es beim Buzkashi schon gegeben. Aber Buzkashi-Reiter sind hart im Nehmen: Sind der Arm oder eine Rippe gebrochen, wird schnell ein Verband angelegt, dann geht es weiter. Sogar nach einem Schädelbruch soll ein Reiter nach notdürftiger Versorgung noch weitergeritten sein.</p>
<p>Am letzten Tag findet ein Wettrennen statt, dass &#8220;paiga&#8221;. Hier dürfen nur erfahrene Buzkashi-Reiter teilnehmen, keine jungen Reiter. Die Pferde bekommen keinen Sattel, nur eine dünne Decke oder ein Stück Stoff dienen als Sitzunterlage. Mit allen Tricks wird versucht, dieses Rennen zu gewinnen. In Afghanistan ist man der festen Überzeugung, dass kein Volk so stolz auf seinen Volkssport ist, wie die Afghanen auf <strong>Buzkashi</strong>. Vielleicht haben sie recht.</p>
<p><strong>Meine Eindrücke vom afghanischen Volkssport Buzkashi können Sie sich in der nun folgenden Fotogalerie ansehen (© Fritz Neuberg):</strong></p>
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			[Show as slideshow]		</a>
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		<title>Rahimi hatte Chance auf afghanisches Edelmetall – aber wer schaute zu?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war für Afghanistan ein geschichtsträchtiges Ereignis: Mit Rohullah Nikpai holte ein Sportler aus Afghanistan am 22. August 2008 die erste Medaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking überhaupt. Was zu dieser Zeit auch in Deutschland noch eine Meldung wert war, würde vermutlich bei den derzeit (noch bis zum 17. September) laufenden, dreizehnten Paralympics [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war für Afghanistan ein geschichtsträchtiges Ereignis:</strong> Mit Rohullah Nikpai holte ein Sportler aus Afghanistan am 22. August 2008 <a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/erste-olympiamedaille-in-der-geschichte-afghanistans/" title="Olympia Medaille für Sportler aus Afghanistan">die erste Medaille bei den Olympischen Spielen 2008</a> in Peking überhaupt. Was zu dieser Zeit auch in Deutschland noch eine Meldung wert war, würde vermutlich bei den derzeit (noch bis zum 17. September) laufenden, <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sommer-Paralympics_2008" title="Paralympics 2008">dreizehnten Paralympics</a> an gleicher Austragungsstätte unter den Tisch fallen. Denn die Berichterstattung berücksichtigt hierzulande leider ausschließlich deutsche Sportler.</p>
<p>Dabei hatte sich für Afghanistan eine erneute Möglichkeit geboten, das zweite Edelmetall in der Geschichte des Landes zu holen. Mit <strong>Mohammad Fahim Rahimi</strong> war es genau ein afghanischer Teilnehmer, der sich der versammelten Weltkonkurrenz aus rund 4200 Athleten gestellt hatte. In der weitgehend unbekannten Wettkampfsportart der Schwerathletik, dem so genannten „<strong>Powerlifting</strong>“ (Bankdrücken), versuchte der Fahnenträger aus Afghanistan, die Flagge seines Landes hoch zu halten. Eine Medaille wäre – ähnlich wie bei den „richtigen“ Olympischen Spielen – eine Sensation gewesen.</p>
<p><strong>Eigentlich sind die Paralympics eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Zuschauern ein anderes, begeisterungsfähiges Afghanistan zu zeigen.</strong> Doch leider, anders als noch vor wenigen Wochen, ist und war das mediale Interesse, entgegen der vorab erfolgten Ankündigen, kaum auf die Olympischen Spiele für Sportler mit Körperbehinderungen gerichtet. Und so hätte es passieren können, dass für Afghanistan ein weiteres Märchen wahr wird, diesmal jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.</p>
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		<title>Erste Olympiamedaille in der Geschichte Afghanistans</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 06:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Afghanistan hat seine Sensation: Rohullah Nikpai hat beim Taekwondo die erste olympische Medaille in der Geschichte Afghanistans gewonnen. Er belegte den dritten Platz im Fliegengewicht und bescherte so seinem Land die Bronzemedaille. Nikpai hatte am Mittwoch den zweimaligen spanischen Weltmeister Juan Antonio Ramos besiegt. Bereits in der ersten Runde war der deutsche Europameister Levent Tuncat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Afghanistan hat seine Sensation: <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rohullah_Nikpai" title="Rohullah Nikpai Teakwondo">Rohullah Nikpai</a> hat beim Taekwondo die erste olympische Medaille in der Geschichte Afghanistans gewonnen.</strong> Er belegte den dritten Platz im Fliegengewicht und bescherte so seinem Land die Bronzemedaille. Nikpai hatte am Mittwoch den zweimaligen spanischen Weltmeister Juan Antonio Ramos besiegt. Bereits in der ersten Runde war der deutsche Europameister Levent Tuncat dem Afghanen unterlegen.</p>
<p>Aus ganz Afghanistan erhielt er Glückwünsche, unter anderem von Präsident Karsai, der ihm telefonisch zum Sieg gratulierte. Viele Afghanen erfuhren erst im Nachhinein von seinem Sieg, da viele über kein Fernsehen und Radio verfügen. Als die Nachricht von der ersten Medaille eines Afghanen durchdrang, wurde Nikpais Sieg im ganzen Land ausgiebig gefeiert.</p>
<p>Rohullah Nikpai, 21 Jahre alt, lernte bereits mit 10 Jahren Taekwondo. Während der Afghanistankriege musste er seinen Sport in einem iranischen Flüchtlingslager weiter ausüben. Erst vor vier Jahren konnte er wieder in seine Heimat zurückkehren. &#8220;<strong>Das ist nicht meine Medaille&#8221;, sagte Nikpai, &#8220;sie gehört meinem Land. Sie gehört dem afghanischen Volk.&#8221;</strong></p>
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		<item>
		<title>Frauen in Afghanistan spielen Basketball</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 05:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass Afghanen sportlich sind, ist sicher kein Geheimnis. Und dass viele Afghanen neben Buzkashi auch viele verschiedene Formen von Ballsportarten lieben, überrascht ebenfalls nicht. Doch dass es in Afghanistan auch Frauen gibt, die in einer offiziellen Mannschaft trainieren und gegeneinander spielen, war mir bislang nicht bekannt. Unter anderem gibt es in Kabul auch ein Frauen-Basketballteam, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dass Afghanen sportlich sind, ist sicher kein Geheimnis.</strong> Und dass viele Afghanen neben Buzkashi auch viele verschiedene Formen von Ballsportarten lieben, überrascht ebenfalls nicht. Doch dass es in Afghanistan auch Frauen gibt, die in einer offiziellen Mannschaft trainieren und gegeneinander spielen, war mir bislang nicht bekannt. Unter anderem gibt es in Kabul auch ein Frauen-Basketballteam, über das eine <a target="_blank" href="http://www.guardian.co.uk/theobserver/video/2008/jun/08/afghanistan.womens.basketball" title="Frauen in Afghanistan spielen Basketball">Videoreportage des Guardian</a> berichtet (auf Englisch):</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.guardian.co.uk/theobserver/video/2008/jun/08/afghanistan.womens.basketball" title="Frauen in Afghanistan spielen Basketball"><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/frauen-in-afghanistan-spielen-basketball.jpg" alt="Frauen in Afghanistan spielen Basketball" style="border: #000000 1px solid" /></a> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Videobeitrag (englisch) über Frauen-Basketball in Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Guardian</span></div></p>
<p>Noch immer ist die Lage der Frauen in Afghanistan sehr unsicher. Aufgrund geschichtlicher, kultureller und religiöser Gründe werden Frauen nicht als gleichwertig betrachtet. Eine Frau, die Sport treibt und sich einem Wettbewerb stellt, wird von vielen noch immer sehr negativ angesehen. Vielfach sind diese Frauen auch Drohungen ausgesetzt. Eine Spielerin berichtet:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Präsident Karzai hat viele Bodyguards, die ihn beschützen, aber wir haben keine. Wie Sie sehen, ist das Sicherheitsproblem in Afghanistan für uns eine schwierige Hürde. Aber wir wollen der Welt zeigen, dass wir für unser Land das beste versuchen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Eine andere Spielerin sagt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wir wollen unsere Kraft allen Terroristen zeigen, die unser Land zerstören wollen. Sie wollen es nicht verbessern. Und sie wollen auch nicht, dass die Afghanischen Frauen vorwärtskommen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Der Trainer hält viel von seinen Spielerinnen. Er kennt ihre Lebenssituation und die Umstände, in denen sie aufgewachsen sind:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Diese Mädchen, die jetzt Basketball spielen, stammen aus einer Generation, die im Krieg geboren wurde. Sie wurden während des Krieges geboren. Der Krieg ist ein zentraler Teil ihres Lebens.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Seit die jungen Frauen Basketball spielen, hat sich ihr Horizont stark erweitert. Sie haben viele neue Eindrücke gewonnen und konnten viele für sie neue Erfahrungen sammeln. Sie waren sogar schon in Amerika, um ihr Spiel zu verbessern.</p>
<p>Für viele dieser Mädchen ist Basketball aber nicht das einzige Interesse. Viele engagieren sich in Frauenverbänden und in speziellen Netzwerken, die das Wohl der Frauen in Afghanistan fördern wollen. Sie lernen in der Schule oder Universität und bereiten sich auf ein Leben vor, das vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Einige haben hohe Ziele. Sie wollen als Politikerinnen das Wohl ihres Landes mitbestimmen so wie <a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistans-frauen-draengen-in-die-politik/" title="Habiba Sarabi, die Gouverneurin von Bamiyan">Habiba Sarabi, die Gouverneurin in der Provinz Bamiyan</a>.</p>
<p><strong>Basketball in Afghanistan ist nicht nur ein Spiel. Basketball bedeutet für die Frauen in Afghanistan die Verwirklichung ihrer Rechte, ein Zeichen für Mitbestimmung und ein Zeichen gegen Unterdrückung.</strong><br />
 </p>
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		<title>Wir wollen die andere Seite von Afghanistan aufzeigen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 08:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. </strong>Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat Afghanistan, besonders seine Menschen, eine besondere Bedeutung für ihn. Im Interview erzählt er, was er in Afghanistan erlebt hat.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan.jpg" alt="Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p><strong>Herr Neuberg, wie haben Sie Ihren Aufenthalt in Afghanistan erlebt? Was war das Besondere an diesem Land für Sie?</strong></p>
<p>Das erste besondere Erlebnis fand drei Tage nach meiner Ankunft statt. Ich saß am Abend mit einem Kollegen im Garten unseres Compounds, es war angenehm mild und wir plauderten über seine Erfahrungen in Afghanistan. Plötzlich gab es eine Explosion. Wir wussten sofort, dass die Detonation nicht in der Nähe stattgefunden hatte, aber dem Explosionsgeräusch nach wußten wir, dass es eine sehr heftige Explosion gewesen sein musste.</p>
<p>Am nächsten Tag erfuhren wir, dass eine Granate im Camp Warehouse, dem Lager der ISAF-Truppen in Kabul eingeschlagen war. Zum Glück in einem Container, der die Wucht der Explosion milderte. Denn nur wenige Meter entfernt waren Zelte der Soldaten.</p>
<p>Aber dieses Erlebnis ist schnell verblasst. Ein weiteres besonderes Ereignis war für mich der Besuch des Buzkashi (persisch &#8220;بزکشی‎&#8221;, buz &#8220;Ziege&#8221; + kashi &#8220;herausnehmen&#8221; = Ziege greifen), einem traditionellen afghanischen Reiterspiel. Dabei versuchen mehrere Reiter eine tote Ziege oder ein totes Kalb zu ergreifen, das am Boden liegt und in einen markierten Kreis zu schleppen. Das ist ein alter afghanischer Volkssport und es war ebenso ein Erlebnis, den alten Chef der Buzkashi aus der Zeit des Königs noch persönlich zu begegnen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan03.jpg" alt="Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Es gibt darüber hinaus noch viele andere, besondere Erlebnisse, die Fahrt über den Salang-Pass, die Reise nach Tai-Kunak, der Besuch in einem Kinderheim usw. Das Besondere an diesem Land waren für mich aber immer die Geschichte Afghanistans und seine Menschen. In vielen Gesprächen habe ich die Menschen sehr schätzen gelernt. Denn sie mussten sich immer wieder gegen Einflüsse von außen verteidigen. Trotzdem wurde der Krieg in ihr Land getragen. </p>
<p><strong>Frau Meissner beschreibt in ihrem Buch &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. Welche Missverständnisse existieren Ihrer Meinung nach über dieses Land?</strong></p>
<p>Die Berichterstattung über Afghanistan wird in vielen Fällen stark schwarz-weiß karikiert und das Land als einer der Brutherde für den internationalen Terrorismus bezeichnet. Leider stammen viele Berichte von so genannten &#8220;embedded&#8221; Journalisten, d.h. zivilen Kriegsberichterstattern, die im Krieg einer kämpfenden Militäreinheit zugewiesen sind. Deshalb hat das Buch von Frau Meissner eine besondere Bedeutung, weil sie in den letzten 18 Jahren die Menschen und ihre Geschichte in den verschiedensten Facetten kennengelernt hat. Sie kennt eben das wahre Afghanistan. Aus meinen Erlebnissen kann ich ihre Beschreibungen nur bestätigen.</p>
<p>Das erste große Missverständnis ist meiner Meinung nach die Auffassung, dass Afghanistan als eine der Quellen des Terrorismus bezeichnet wird. Dabei wird übersehen, dass die meisten Taliban aus dem Ausland stammen. Finanziert und unterstützt werden die Taliban vor allem von zwei Staaten, einem arabischen und einem asiatischen, die ihre Fundamentalisten dort praktisch &#8220;abgeben&#8221;, um so auch Ruhe in den eigenen Reihen zu haben. Die meisten Afghanen lehnen den Terrorismus ab.</p>
<p>Das zweite große Missverständnis ist die Verkürzung auf &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221;. Ohne bestehende Probleme bagatellisieren zu wollen: Viele der Probleme sind eine Folge von 30 Jahren Krieg. Afghanistan braucht seine Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen und soziale und politische Normalität herzustellen. Die Menschen haben unendlich gelitten, sind traumatisiert – über Generationen hinweg – sie haben Schreckliches erlebt und wir können nicht erwarten, dass sie in ein paar Wochen diese 30 Jahre aufgearbeitet haben. Vor allem die Rolle der Frau hat durch diese 30 Jahre Krieg enorm gelitten.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind Afghanen ehrliche, aufrichtige Menschen, die ihr Land lieben und in Frieden leben wollen. Afghanistan bedeutet Musik, Kultur, Sport (es gibt z.B. ein Frauenbasketball-Team), Feste feiern, Freunde einladen, spielen u.v.m. Es sind Menschen wie du und ich, die sich eine bessere Zukunft wünschen und sie auch verdienen. Diese andere Seite, die bedeutsamere und wichtigere, wollen wir nicht zuletzt hier im Online-Magazin aufzeigen.</p>
<p><strong>Wie kann den Menschen in Afghanistan sinnvoll geholfen werden?</strong></p>
<p>Man darf nicht vergessen, dass Afghanistan nach den oben erwähnten 30 Jahren Krieg auf allen Ebenen absolut am Boden liegt: Wirtschaftlich, sozial, bildungsmäßig. Viele Strukturen eines funktionierenden Staates wurden zerstört, das Land wurde ruiniert. Deshalb benötigt Afghanistan jede nur mögliche Hilfe.</p>
<p>Den Menschen ist vor allem ein geregeltes Einkommen, medizinische Versorgung und Bildung für ihre Kinder wichtig. Hier spielen Hilfsorganisationen eine enorm wichtige Rolle, weil sie sowohl die Professionalität als auch die soziale und kulturelle Kompetenz mitbringen, um effektive Hilfe umzusetzen. Wenn Afghanen diese drei Grundelemente – Einkommen, medizinische Versorgung, Bildung – umgesetzt sehen, ist ein wichtiges Fundament für eine friedliche und positive Entwicklung gelegt.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Element muss die politische Stabilität der Region sein. Leider bewirken die Amerikaner oft das Gegenteil davon, die Doppelmoral ihrer Politik frustriert sowohl die Afghanen wie auch die Europäer. Deshalb hat Deutschland in Afghanistan eine hohe Reputation, weil Afghanen das Empfinden haben, dass sie als Partner gesehen werden und durch Wissensvermittlung und kulturell angepasstes Auftreten eine Vertrauensbasis geschaffen wird. Auch die deutsche Bundeswehr trägt dazu bei, weil sie nicht in &#8220;Rambo-Manier auftritt, sondern als stabilisierender und befriedender Partner &#8211; trotz aller Anschläge &#8211; auftritt. Leider gibt es gerade in Bezug auf die Bundeswehr eine Menge Ferndiagnosen, ohne dass die Kritiker jemals im Land waren, geschweige denn sich mit der Situation in Afghanistan auskennen.</p>
<p><strong>Aus welchem Grunde geht ADRA mit einem Online-Magazin über Afghanistan an die Öffentlichkeit?</strong></p>
<p>Wie oben beschrieben, wird Afghanistan noch immer auf die Formel &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221; verkürzt. Schnell kommt dann die Frage auf, ob es überhaupt Sinn macht, in dieses Land zu investieren. Es wird übersehen, wie viel Positives bisher geleistet wurde und wie sinnvoll die Investition in Afghanistan ist.</p>
<p> <img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan02.jpg" alt="Online-Magazin von ADRA Deutschland über “das andere Afghanistan”" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Online-Magazin von ADRA Deutschland über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Mit diesem Online-Magazin wollen wir einen Beitrag leisten, um auf &#8220;das andere Afghanistan&#8221; hinzuweisen und auch die positiven und entwicklungsfähigen Aspekte des Landes und seiner Menschen darstellen. Wir wollen Afghanistan zeigen, wie es wirklich ist – ohne zu beschönigen – und auch zeigen, wie es sein könnte, wenn wir Afghanistan weiter unterstützen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Im Interview</span></div><div id="HbBtm">Fritz Neuberg ist bei ADRA Deutschland als Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation zuständig. Der gebürtige Wiener ist seit 2003 bei ADRA beschäftigt und war für die Hilfsorganisation bereits in Afghanistan, im Iran und in Sri Lanka tätig. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die Vorteile einer solchen Internet-Plattform?</strong></p>
<p>Das Internet wird immer mehr die mediale Plattform, die in Deutschland als Informationspool verwendet wird. Man kann schnell und ohne großen Aufwand Informationen finden. Dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen. Außerdem ist diese Internet-Plattform eine kostengünstige Möglichkeit, um auf das Thema &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; und auf die Arbeit von ADRA Deutschland und seinen Partnern hinzuweisen.</p>
<p><strong>Welche Ziele haben Sie, um das Online-Angebot von ADRA Deutschland weiter zu entwickeln?</strong></p>
<p>Wir sehen uns momentan die Resonanz auf das Online-Angebot an. Was wir beobachten, überrascht uns sehr positiv. Sowohl die Internet-Präsenz als auch <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING-Gruppe ">unsere XING-Gruppe</a> werden sehr gut angenommen. Momentan überarbeiten wir unsere Online-Angebote und werden noch weitere Seiten ins Netz stellen. Unser Ziel ist es, bis Ende 2008 alle Online-Angebote auf dem neuesten Stand zu haben.</p>
<p><strong>Ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Ohne unsere Hilfe – sowohl aktiv als auch passiv – werden es Menschen in Not sehr schwer haben, wieder &#8220;auf die Beine zu kommen&#8221; &#8211; wenn überhaupt. Wir unterschätzen in unserer kritischen und zum Teil auf das Negative fokussierten Sichtweise, wie viel Positives unsere Unterstützung erreicht hat und erreichen kann.</p>
<p>Kofi Anan, der ehemalige UN-Generalsekretär hat zu Recht gesagt: &#8220;Wer einem Menschen hilft, hat der ganzen Welt geholfen.&#8221; Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Mensch in Not, ohne Zukunft und Ihnen würde geholfen werden. Aus Ihrer Sicht hätte sich diese Hilfe gelohnt. <strong>Deshalb macht jede Hilfe Sinn, auch wenn nur einem Menschen geholfen wird.</strong></p>
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		<title>Der Drachenläufer &#8211; ein Film über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/der-drachenlaeufer-ein-film-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 May 2008 06:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Drachen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich die ersten Wochen in Kabul verbrachte und von Shar-i-Now, einem Stadtteil im Nordwesten Kabuls, Richtung Süden fuhr, war ich überrascht, als ich am Himmel eine Vielzahl an Drachen sah. Mein Kollege Masood Krami erklärte mir, dass Drachensteigen in Afghanistan ein beliebter Sport bei Kindern sei. Früher war die Drachenschnur mit Splittern und anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich die ersten Wochen in Kabul verbrachte</strong> und von Shar-i-Now, einem Stadtteil im Nordwesten Kabuls, Richtung Süden fuhr, war ich überrascht, als ich am Himmel eine Vielzahl an Drachen sah. Mein Kollege Masood Krami erklärte mir, dass Drachensteigen in Afghanistan ein beliebter Sport bei Kindern sei.</p>
<p>Früher war die Drachenschnur mit Splittern und anderen scharfen Gegenständen beschichtet, heute ist es Glasfaser. Ziel des Wettkampfs ist es, die Schnur eines Konkurrenten mit der eigenen Schnur „durchzusägen“. Wenn das gelingt, ist der Drache des Gegners eine beliebte Beute. Es ist eine der wenigen Spiele und Sportarten, die Kinder in Afghanistan zurzeit durchführen können.</p>
<p>Dieser Volksport ist Hintergrund eines neuen Kinofilms. Vor einigen Wochen ist der Film &#8220;<strong>Der Drachenläufer</strong>&#8221; in die Kinos gekommen, er zeigt die Freundschaft zwischen Hasan und Amir im Kabul der 70er Jahre und das Schicksal der scheinbar unzertrennlichen Freunde. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Khaled Hosseinis und wurde von Marc Forster verfilmt. &#8220;<strong>Der Drachenläufer</strong>&#8221; ist vor allem deshalb interessant, weil er zu Beginn ein Afghanistan zeigt, das es heute nicht mehr gibt.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/WBhuWa13EU0" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WBhuWa13EU0" /></object></p>
<p class="indent-left">Uns interessiert, wer diesen Film gesehen hat und wie Sie diesen Film bewerten würden. Allgemein wurde der Film von der Presse sehr gut aufgenommen, einige der Kritiken finden Sie unter:</p>
<ul>
<li>
<p class="indent-left"><a href="http://www.zeit.de/2008/04/Drachenlaeufer">http://www.zeit.de/2008/04/Drachenlaeufer</a></p>
</li>
<li>
<p class="indent-left"><a href="http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/7864_drachenlaufer--the-kite-runner.html">http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/7864_drachenlaufer&#8211;the-kite-runner.html</a></p>
</li>
<li>
<p class="indent-left"><a href="http://www.stern.de/unterhaltung/film/:Der-Drachenl%E4ufer-Das-Paradies-/607900.html?nv=rss">http://www.stern.de/unterhaltung/film/:Der-Drachenl%E4ufer-Das-Paradies-/607900.html?nv=rss</a></p>
</li>
</ul>
<p>&#8220;Gibt der Film das Kabul der 70er Jahre gut wieder?&#8221;, &#8220;Kommt er an die Atmosphäre jener Zeit heran?&#8221;, &#8220;Kann man diesen Film empfehlen, um Europäern einen Eindruck des &#8216;anderen &#8211; des wahren Afghanistans&#8217; zu geben?&#8221; <strong>- diese Fragen interessieren uns.</strong></p>
<p>Diskutieren Sie mit uns in der <a target="_blank" href="https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=9828326;articleid=9828326" title="Drachenläufer in XING-Gruppe zu Afghanistan">XING-Gruppe &#8220;Das andere Afghanistan&#8221;</a> über diese Frage oder schreiben Sie gleich hier einen kurzen Leserbrief.</p>
<p>Falls Sie den Film noch nicht gesehen haben, finden Sie hier eine <a target="_blank" href="http://www.kino.de/kinosuche.php4?ofnr=101036&amp;PHPSESSID=e337097d1b81cd8d11ef7a00de30a749" title="Kinos, in denen Drachenläufer gezeigt wird">Übersicht der Kinos</a>, in denen der Film <strong>&#8220;Der Drachenläufer&#8221;</strong> gezeigt wird.</p>
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	</channel>
</rss>

