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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Reise</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Restaurantkritikerin in Afghanistan &#8211; Nervenkitzel am Essenstisch</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 06:00:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein schmaler Gang, zwei Türen an seinen Enden, an jeder Tür ein bulliger Wachmann, die Waffen hängt bedrohlich an ihren Seiten, ihre Blicke angespannt &#8230; Was sich anhört wie ein Krimi, ist in Kabul Wirklichkeit &#8211; und zwar nicht in den Hochsicherheitstrakten der Regierung, sondern im Restaurant um die Ecke. Alltag in Afghanistan. Rosemary Stasek [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schmaler Gang, zwei Türen an seinen Enden, an jeder Tür ein bulliger Wachmann, die Waffen hängt bedrohlich an ihren Seiten, ihre Blicke angespannt &#8230; Was sich anhört wie ein Krimi, ist in Kabul Wirklichkeit &#8211; und zwar nicht in den Hochsicherheitstrakten der Regierung, sondern im Restaurant um die Ecke. <strong>Alltag in Afghanistan.</strong></p>
<p>Rosemary Stasek macht diese Erfahrung nicht zum ersten Mal: Die ehemalige Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt Moutain View ist die einzige Restaurantkritikerin Afghanistans. Die Amerikanerin hat in Afghanistans Hauptstadt schon viel erlebt; strenge Sicherheitsvorkehrungen sind hier an der Tagesordnung. Auch die Prozedur, erst durch mehrere bewachte Vorräume geführt zu werden, bevor sie am Restauranttisch Platz nehmen kann, <a title="Restaurantkritikerin in Afghanistan" href="http://www.dailymotion.com/relevance/search/lunch+bunch+in+kabul/video/x8zx70_bks-0415-lunch-bunch-in-kabul_news" target="_blank">ist für sie nichts Neues</a>.</p>
<h3><strong>US-Sicherheitsbestimmungen gelten auch für die zahlreichen Restaurants in Kabul</strong></h3>
<p>Besonders internationale Restaurants, die von ausländischen Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, Botschaften oder der Medien besucht werden, gleichen einer kleinen Festung. Um sich darin geschmacklich nicht zu verirren, hat Rosemary Stasek auf ihrer Internetseite ihren eigenen <a title="Restaurantführer für Afghanistan" href="http://www.stasek.com/rrr/" target="_blank">Restaurantführer für Afghanistanbesucher</a> eingerichtet.</p>
<p>Ausschlaggebend für ihre Kritiken sind Qualität, Quantität und der Preis des Servierten. Kurz und knapp dient ihr Restaurantführer der schnellen Orientierung in der hektischen Hauptstadt Afghanistans. Und da die Restaurantszene Kabuls immer schneller wächst, ist Rosemary Stasek wohl auch in Zukunft in den gut gesicherten (Vor-)Räumen  der afghanischen Lokalitäten unterwegs, um ausländischen Besuchern <a title="Restaurantkritikerin in Afghanistan" href="http://kurier.at/genuss/essen/321716.php" target="_blank">einen Weg durch den Restaurantdschungel zu bahnen</a>.</p>
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		<title>Neues Lächeln für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei. In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei.</p>
<p>In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. Dabei gibt es sich auch heute noch, die positiven, nennenswerten Taten &#8211; wie etwa jüngst an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).  In diesem Jahr (genauer gesagt am 19. Februar 2009) hat ein Ärzteteam <a title="Operation in Hannover" href="http://www.mh-hannover.de/46.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[pS]=1230764400&amp;tx_ttnews[pL]=31535999&amp;tx_ttnews[arc]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1089&amp;tx_ttnews[backPid]=50&amp;cHash=c8e2d06500" target="_blank">die achtjährige Karimah aus Afghanistan operiert</a>, die an einer  Lippen-Kiefer-Gaumenspalte litt.</p>
<p>Mit Erfolg: Der kleinen Karimah aus Afghanistan wurde durch die Operation in Hannover buchstäblich ein neues Lächeln geschenkt. 10.000 Euro war es allen Beteiligten wert, um dem Mädchen ein normales Leben zu ermöglichen.</p>
<h3><strong>Kinder aus Afghanistan in Hannover</strong></h3>
<p>Die achtjährige Karimah war jedoch nicht das einzige Kind aus Afghanistan, das an der Medizinischen Hochschule Hannover  ärztlich behandelt wurde. Noch immer ist die medizinische Versorgung in dem Land am Hindukusch bei Weitem nicht an den Standard angepasst, den wir in Wohlstandsländern wie Deutschland gewohnt  sind. Nicht nur die Geräte fehlen, auch Medikamente und ausgebildetes Personal sind vielerorts Mangelware.</p>
<p>Der Aufenthalt der Kinder aus Afghanistan in Deutschland wäre sicherlich eine Meldung wert gewesen &#8211; angeblich leiden die Medien doch ohnehin dieser Tage unter dem Sommerloch, und damit an Nachrichtenmangel. Leider dringen solch positive Ergebnisse, wie es zu Beginn des Jahres an der Medizinischen Hochschule Hannover wurde, nicht bis an die breite Öffentlichkeit hervor. Der kleinen Karimah jedoch kann das natürlich egal sein &#8211; sie hat ihr Lächeln zurück gewonnen und kann hoffentlich ein unbeschwertes Leben in Afghanistan führen.</p>
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		<title>Erster Nationalpark Afghanistans, erster Hoffnungsschimmer?</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 06:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn es eine Freiheit über den Wolken gibt, dann existiert sie sicher auch unterhalb des Meeresspiegels. Wo uns im weiten Meer allerdings zunehmend trübe und undurchsichtige Tiefen erwarten, strahlt den Besuchern des Band-e Amir azurblaues Wasser und eine spektakuläre Landschaft entgegen. Kaum zu glauben, dass Band-e Amir inmitten der Provinz Bamiyan in Zentral-Afghanistan liegt. Blaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es eine Freiheit über den Wolken gibt, dann existiert sie sicher auch unterhalb des Meeresspiegels. Wo uns im weiten Meer allerdings zunehmend trübe und undurchsichtige Tiefen erwarten, strahlt den Besuchern des B<em>and-e Amir</em> azurblaues Wasser und eine spektakuläre Landschaft entgegen. Kaum zu glauben, dass <em>Band-e Amir</em> <a title="Band-e Amir in Zentral-Afghanistan" href="http://reisen.t-online.de/c/18/56/04/08/18560408.html" target="_blank">inmitten der Provinz Bamiyan in Zentral-Afghanistan liegt</a>.</p>
<h3><strong>Blaue Seen, soweit das Auge reicht: Band-e Amirs Schönheit ist unübertroffen</strong></h3>
<p><strong>Band-e Amir</strong> bezeichnet eine Seenkette, bestehend aus sechs Seen, deren hoher Mineralien-Gehalt das Wasser strahlend blau färbt. Einst eine beliebte und viel besuchte Touristenattraktion, sieht man an den Seen zur Zeit nur einheimische Fischer mit ihren Booten. Gemeinsam mit den (mittlerweile zerstörten) <a title="Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan" href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" target="_self">größten Buddhastatuen der Welt</a>, war die Provinz Bamiyan eine des der wenigen Reiseziele ausländischer Besucher. Aber auch Einheimische wurden von der Seenkette, der heilige Kräfte nachgesagt werden, magisch angezogen.</p>
<p><img class="size-full wp-image-390" title="Urlaub in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/urlaub_in_afghanistan01.jpg" alt="Urlaub in Afghanistan" width="605" height="350" /><br />
<div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Urlaub in Afghanistan &#8211; Badeidylle in der Nähe von Bamiyan</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Bereits in den sechziger Jahren sollte<em> Band-e Amir</em> daher zum ersten Nationalpark Afghanistans erklärt werden. Was damals aufgrund der Instabilität der afghanischen Regierung nicht geschah, wurde in diesem Jahr endlich nachgeholt. Während der vergangenen Dekaden hat Band-e Amir schließlich nichts von seiner Schönheit verloren &#8211; wohl aber viele seiner Besucher. Diese bleiben der Seenkette fern, aufgrund der mangelhaften Sicherheitslage. Generell sind Touristen in Afghanistan selten geworden.</p>
<h3><strong>Touristen meiden Afghanistan &#8211; Der Nationalpark als Ort des Friedens</strong></h3>
<p>Verständlich zwar, aber zu Unrecht, gemessen an dem, was die afghanische Landschaft zu bieten hat. Um diese Schätze der Natur besser schützen zu können, und um wieder mehr Touristen anzulocken, wurde das Gebiet nun zum Nationalpark erklärt. Ob dieser Plan funktioniert, wird sich zeigen &#8211; und hängt, wie <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1240297931092" target="_blank">Mukeem Dschamschedi richtig anmerkt</a>, von der Entwicklung des gesamten Landes ab: &#8220;Touristen können uns nicht die Sicherheit bringen. Es ist eine stabile Sicherheitslage, die mehr Touristen bringt.&#8221;</p>
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		<title>Deutschland &#8211; Afghanistan: Einmal hin und zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 06:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bislang gab es keine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und Afghanistan. Doch dies soll sich ab Mitte Juni endgültig ändern. Dann wird die erste private Fluglinie von Frankfurt nach Kabul eröffnet. Safi Airways, eine private Fluggesellschaft, wird ab Juni dreimal pro Woche nach Kabul und wieder zurück fliegen. Neben der Einhaltung internationaler technischer Standards wird es Flugreisende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang gab es keine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und Afghanistan. Doch dies soll sich ab Mitte Juni endgültig ändern. Dann wird die erste private Fluglinie von Frankfurt nach Kabul eröffnet.</p>
<p><a title="Safi Airways" href="http://www.safiair.de" target="_blank">Safi Airways</a>, eine private Fluggesellschaft, wird ab Juni dreimal pro Woche nach Kabul und wieder zurück fliegen. Neben der Einhaltung internationaler technischer Standards wird es Flugreisende sicherlich auch freuen, dass die Besatzung im Cockpit vornehmlich aus Europa stammen soll. Zudem ist die 2006 gegründete Fluglinie <a title="Deutsches Management bei Safi Airways" href="http://www.welt.de/die-welt/article3628964/Safi-Airways-verbindet-Afghanistan-mit-dem-Westen.html" target="_blank">in der Hand eines deutschen Managements</a>.</p>
<h3><strong>Eine neue Verbindung zwischen Deutschland und Afghanistan</strong></h3>
<p>Die neue Fluglinie, die Deutschland, ja den Westen insgesamt, mit Afghanistan verbindet, soll insbesondere Passagiere aus der Politik, aber auch in der Entwicklungszusammenarbeit befördern, wie etwa den amtierenden Präsidenten in Afghanistan, Hamid Karzai, auf Staatsbesuchen oder Mitglieder westlicher Botschaften.</p>
<p>Da einzig der Flughafen von Kabul angeflogen werden kann, will Safi Airways später weitere Städte wie Herat oder Kandahar per Regionalflotte verbinden. Der Gründer der Airline, Rahim Safi, ist sich sicher, dass die Fluglinie von Deutschland nach Afghanistan &#8220;ein weiterer Schritt [ist], Afghanistan wieder mit der Welt zu verbinden.&#8221;</p>
<p>Ob sich Afghanistan in absehbarer Zukunft schließlich auch wieder verstärkt <a title="Urlaub in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/urlaub-in-afghanistan/" target="_self">für den Tourismus öffnet</a>, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Hierbei spielt natürlich auch die Angst der Menschen eine wichtige Rolle, die auch angesichts der einseitigen Berichterstattung nach wie vor vorhanden ist. Man darf jedoch gespannt sein, welche Früchte dieser historische Start einer Fluglinie von Deutschland nach Afghanistan schließlich tragen wird.</p>
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		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes. Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Baburs Garten &#8211; Quell neuer Hoffnung für Kabuls Bewohner</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 06:00:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; Baburs Garten &#8211; wieder an. Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. </strong>Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; <strong>Baburs Garten</strong> &#8211; wieder an.</p>
<p>Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser Babur, beinhaltet noch immer die Grabstätte des Begründers der Mongolendynastie. 1528 legte Zahir ad-Din Muhammad Babur den Park an, der im Laufe der nächsten 500 Jahre erweitert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Nach einem schweren Erdbeben 1842 ließ der damalige Herrscher Amir Abdur Rahman die Gärten mühsam wieder aufbauen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts werden unter König Mohammed Nadir Schah zudem Restaurants und ein Schwimmbad in der Parkanlage eröffnet.</p>
<h3>In Afghanistans Hauptstadt hält ein Fleckchen Normalität Einzug</h3>
<p>Während der sowjetischen Invasion und des Talibanregimes wurde der Park vernachlässigt und zerstört, auch Baburs Grabstätte blieb nicht unbeschädigt. Die elf Hektar blühende Landschaft wurden zum Teil gerodet und das Holz als Brennstoff benutzt. Ab 2002 begann, unter Mithilfe des Deutschen Archäologischen Instituts, der Wiederaufbau von Baburs Garten. Hunderte neuer Bäume wurden gepflanzt, Wege neu angelegt und das Kanalsystem repariert. Auf über fünf Millionen Euro <a title="Kosten für Wiederaufbau" href="http://www.n-tv.de/1041476.html" target="_blank">beliefen sich die Kosten</a> nach Abschluss der Arbeiten.</p>
<p>Geld, das sich für die Menschen in Kabul lohnen soll, denn in der afghanischen Hauptstadt entsteht erneut eine Oase, fernab der sie umgebenden Trostlosigkeit. Durch eine hohe Mauer wird Baburs Garten geschützt, und betreten darf die Welt dahinter nur, wer zunächst einige Afghani Eintritt entrichtet hat. <strong>Doch auch dies hält die Bewohner der Stadt nicht davon ab, für einige Stunden dem Alltag zu entfliehen und einzutauchen in ein farbenfrohes, ruhiges und gänzlich friedvolles Universum.</strong></p>
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		<title>Peter Maffay und Farhad Darya: Musik überwindet die Grenzen zwischen Deutschland und Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 07:00:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten. Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten.</strong> Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden.</p>
<p>Eigentlich gibt es keinen Kampf der Kulturen, jedenfalls nicht zwischen Deutschland und Afghanistan. Dennoch unterscheiden sich die deutsche und afghanische Kultur in vielen Punkten &#8211; trotz einiger Gemeinsamkeiten. Dies betrifft auch und gerade die Musikkultur &#8211; so dürfte die (Pop-)Musik aus Afghanistan für deutsche Ohren nur allzu fremd, andersartig und allenfalls durch eine gewisse Faszination eben für das Fremde entfachen.</p>
<p>Doch im Falle Maffay-Darya ist eine Einigung in der Musik schnell gefunden. Kein Wunder, schließlich versorgte der Vater des Künstlers aus Afghanistan, der als Geschäftsmann vielfach in Europa unterwegs war, seinen Sohn stets mit Musik von den Beatles, Elvis Presley , Tom Jones und Frank Sinatra und Pink Floyd.</p>
<h3>Begegnungen &#8211; das &#8220;Schlüsselwort&#8221;, um Deutschland und Afghanistan in Zukunft einander näher zu bringen</h3>
<p>&#8220;Begegnungen&#8221;, so heißt das Album, auf dem die beiden Künstler zusammen wirken; die Begegnung zwischen den beiden Musikern fand jedoch nicht nur in Deutschland statt. Gemeinsam fuhren Peter Maffay und Farhad Darya nach Afghanistan, um dort gemeinsam umher zu reisen.</p>
<p>Schließlich geht es beiden Künstlern darum, den persönlichen Kontakt zu den Menschen zu pflegen, aber auch um (inter-)kulturellen Austausch &#8211; in diesem Sinne suchen die beiden Künstler das Gespräch, in dem sie ungezwungen, ja ohne Beschränkungen über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der interkulturellen Begegnung, etwa zwischen Deutschland und Afghanistan sprechen &#8211; so auch <a title="Interview Peter Maffay Afghanistan" href="http://blutpudding.u2site.com/steven-geyer/maffay.pdf" target="_blank">im Interview für die Frankfurter Rundschau</a>.</p>
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		<title>Die 36 größten Städte in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 07:00:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die größte Stadt Afghanistans kennen wir wohl alle: Richtig - mit rund 2.5 Millionen Einwohnern ist die Hauptstadt Kabul im Osten des Landes das kulturelle und ökonomische Zentrum. Aber was folgt dann? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die größte Stadt Afghanistans kennen wir wohl alle: Richtig &#8211; mit rund 2.5 Millionen Einwohnern ist die </strong><a title="Afghanistans Hauptstadt Kabul" href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_self"><strong>Hauptstadt Kabul</strong></a><strong> im Osten des Landes das kulturelle und ökonomische Zentrum.</strong> Aber was folgt dann? Spätestens nach der Nennung von Herat, der <strong>Kulturstadt im Westen von Afghanistan</strong>, die mit etwa 350.000 Einwohnern zu Buche schlägt, dürfte das Wissen der meisten in diesem Punkte vermutlich bereits erschöpft sein.</p>
<p>Mit Kandahar und Balch existieren immerhin zwei weitere Städte, die immerhin über 300.000 Einwohner zu melden haben. Aber dann: Bereits Platz 7, Pol-e Khomri <strong>im nördlichen Afghanistan</strong>, verzichtet auf eine Einwohnerzahl im sechsstelligen Bereich. Nach unten hin sind die Städte in unserer <strong>Liste der 36 größten in Afghanistan</strong> bevölkerungstechnisch doch stark auf dem absteigenden Ast. Mit Sang-e Charak hat das Schlusslicht in dieser Liste gerade einmal etwas mehr als 10.000 Einwohner zu bieten.</p>
<h3>Städte in Afghanistan und in Deutschland &#8211; ein Vergleich</h3>
<p>Ein Vergleich mit Deutschland ist übrigens sehr interessant: Während Berlin mit rund 3,4 Millionen Einwohnern noch recht nahe an die Einwohnerzahl von Kabul heran kommt, liegt Lübeck im Norden Deutschland noch deutlich im sechsstelligen Bereich. Anders als <strong>in Afghanistan</strong> sind es in Deutschland über 80 Städte, die die Grenze von 100.000 Einwohnern überbieten.</p>
<p>Ein Blick auf die Entwicklung der <strong>Einwohnerzahlen in Afghanistan</strong> zeigt jedoch, dass sich seit Jahren ein Bevölkerungswachstum verzeichnen lässt. Die dennoch nach wie vor niedrigen Einwohnerzahlen machen deutlich, wie schwer es ist, in Afghanistan für eine öffentliche und soziale Infrastruktur zu sorgen, die allen Menschen <strong>in dem Land am Hindukusch</strong> zur Verfügung steht.</p>
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		<title>Afghanistan und seine Nachbarn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Afghanistan&amp;address=Afghanistan&amp;width=605&amp;height=400&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=5&amp;hl=de&amp;t=1233503047" width="605" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe> </p>
<p><strong>Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. </strong>Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. <strong>Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? </strong></p>
<h3>Die sechs Nachbarländer von Afghanistan</h3>
<p>Afghanistan hat sechs Nachbarländern. Neben dem Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan grenzt auch China an das Land am Hindukusch. Letzteres zählt nicht nur zu den größten Ländern der Erde, sondern auch zu den wirtschaftsstärksten in der Region. Für China ist das Land am Hindukusch ein wichtiges Nachbarland, da die Volksrepublik an einer Stabilität <strong>an den Grenzen zu Afghanistan</strong> interessiert ist. Daher ist China auch an dem  dortigen Wiederaufbau beteiligt und unterhält eine Botschaft in Kabul.</p>
<p>Die Beziehungen zu Pakistan und dem Iran weisen eine lange Geschichte auf, die leider von einem über hundert Jahre währenden Konflikt durchzogen ist. Inhalt der Streitigkeiten ist der Abfluss des 1.125 Kilometer langen Hilmend, dem längst Fluss in Afghanistan.</p>
<p>Am 6. Januar 2009 hat der <strong>Präsident von Afghanistan, Hamid Karsai</strong>, von einer neuen Beziehung zu Pakistan gesprochen, die in dem Kampf gegen den Terrorismus bestehen soll. Diese Wendung ist keineswegs selbstverständlich, schließlich ist die <strong>Afghanistan-Pakistan-Beziehung</strong> doch von einer langen Geschichte geprägt, die deutlich problembehaftet ist.</p>
<p><strong>Dennoch wird sich  die Situation in Afghanistan wohl auch 2009 noch nicht entspannen; die Hilfe in dem Land am Hindukusch muss als weiter gehen. Große Hoffnung setzen viele sicherlich in Barack Obama, der in diesen Tagen seine Arbeit als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika aufnimmt. Doch auch von ihm sind keine Wunder zu erwarten &#8211; aber eine vielleicht eine weitere Chance für die Menschen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Ursula Meissner im Video über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ursula-meissner-im-video-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 08:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit dem Bucher-Verlag hat die Hilfsorganisation ADRA Deutschland im Frühjahr 2008 das Buch "Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg" von Ursula Meissner herausgebracht. In einem Video beschreibt die Fotojournalistin, die bereits 16 Mal in Afghanistan war, wie das Buch entstanden ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Zusammenarbeit mit dem Bucher-Verlag hat die Hilfsorganisation ADRA Deutschland im Frühjahr 2008 das Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; von Ursula Meissner herausgebracht. In einem Video beschreibt die Fotojournalistin, die bereits 16 Mal in Afghanistan war, wie das Buch entstanden ist.</p>
<p> <object type="application/x-shockwave-flash" data="http://sevenload.de/pl/0Lxi4In/380x313/swf" width="380" height="313"><param name="movie" value="http://sevenload.de/pl/0Lxi4In/380x313/swf" /></object></p>
<p>(Quelle: <a title="Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg" href="http://www.video4pr.de/meissner" target="_blank">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>, <em>mit freundlicher Genehmigung</em>)</p>
<h3>Über das Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221;</h3>
<p>Afghanistan mit seinen überwältigenden Landschaften und den faszinierenden, stolzen Menschen könnte längst ein begehrtes Reiseland sein. Doch der seit fast drei Jahrzehnten währende Krieg mit den täglichen Nachrichten von Gewalt, Hunger und Elend lässt eine solche Entwicklung nicht zu. Die Zukunft des Landes wird wohl auch in den nächsten Jahren von blutigen Auseinandersetzungen geprägt bleiben.</p>
<p>Dieses Buch mit seinen einfühlsamen Bildern und sorgfältig recherchierten Reportagen zeigt das andere, weithin unbekannte Afghanistan, das sich nach außen abschirmt und sich unserem Blick entzieht. Es handelt vom harten Alltag, aber auch von vielen Fortschritten, dem bewundernswerten Mut der Menschen und dem immer wieder durchschimmernden Zauber des Landes. Ein Buch, das für Afghanistan hoffen lässt.</p>
<p>Mit dem Kauf dieses Buches (29,95 Euro) direkt über ADRA ermöglichen Sie die Herstellung und Verteilung einer Steppdecke in Afghanistan. <strong>&gt;&gt;&gt; </strong><a title="Afghanistan Buch bestellen" href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" target="_self"><strong>JETZT BESTELLEN</strong></a><strong>!</strong></p>
<h3>Über Ursula Meissner</h3>
<p>Ihre journalistische Laufbahn begann Ursula Meissner 1984 als Assistentin im ZDF Studio Südostasien. 1989 tauschte sie die Schreibmaschine gegen die Kamera ein und begann eine Ausbildung zur Fotojournalistin, die sie zunächst durch die ZDF Landesstudios und bald wieder ins Ausland führte. Nach mehreren kleineren Projekten veröffentlichte sie ihre erste eigene Fotoreportage 1992 über die Belagerung der Stadt Sarajewo.</p>
<p><a title="Ursula Meissner" href="http://www.ursulameissner.de" target="_blank">Ursula Meissner</a> ist seit 15 Jahren als freie Fotografin in allen Kriegs- und Krisengebieten der Welt unterwegs. Von Afghanistan bis Sierra Leone, vom Kosovo bis in den Irak, gibt sie den Opfern kriegerischer Konflikte und humanitärer Katastrophen ein Gesicht. <strong>Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und werden weltweit publiziert.</strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Herat, Afghanistan: Das Reisebüro lässt bitten</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 05:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Würdevolle, Hochgeistige von Herat verleiht dieser etwas abseits liegenden Stadt ein ganz anderes Gepräge als dem übrigen Afghanistan.&#8221; So blumig beschreibt das afghanische Reisebüro &#8220;Great Game Travel&#8221;, was etwa &#8220;Großes Abenteuer Reisen&#8221; bedeutet, die Millionenmetropole Herat. Wenn es Geld zu verdienen gibt, gerät die Werbung auch in Afghanistan ins Schwärmen. Im Hochglanzprospekt, das mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das Würdevolle, Hochgeistige von Herat verleiht dieser etwas abseits liegenden Stadt ein ganz anderes Gepräge als dem übrigen Afghanistan.&#8221;</strong> So blumig beschreibt das afghanische Reisebüro &#8220;Great Game Travel&#8221;, was etwa &#8220;Großes Abenteuer Reisen&#8221; bedeutet, die Millionenmetropole Herat. Wenn es Geld zu verdienen gibt, gerät die Werbung auch in Afghanistan ins Schwärmen.</p>
<p>Im Hochglanzprospekt, das mir an Bord einer Maschine der Ariana Afghan Airlines in die Hände fällt, lese ich weiter: &#8220;Berühmt für die Dichter und Musiker, sind die Heratis auch besonders stolz darauf, dass sie ein gepflegtes und schönes Persisch sprechen. Von der Zitadelle Alexander des Großen hoch über der Stadt bis zu den Moscheen und Minaretten eines Tamerlan werden Besucher von den mittelalterlichen Denkmälern bezaubert sein, die über ganz Herat verstreut sind. Von Bäumen gesäumte Boulevards und großzügige Parks vollenden den Charme dieser Oase am Rande der Wüste.&#8221;</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/herat_afghanistan_da-reisebuero-laesst-bitten_01.jpg" alt="Das Reisebüro lässt bitten: Die Stadt Herat in Afghanistan gilt es zu entdecken." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Das Reisebüro lässt bitten: Die Stadt Herat in Afghanistan gilt es zu entdecken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Dass in der erzkonservativen Provinz Herat auch ohne Taliban besonders viele junge Frauen versuchen, Selbstmord zu begehen, weil ihre Familien sie wie Sklavinnen halten, passt nicht in dieses Bild und wird natürlich auch nicht erwähnt. Es spricht für den unternehmerischen Wagemut der Afghanen, dass sie ihr Land wieder für den Tourismus erschließen wollen, obwohl Ausländer in manchen Provinzen äußerst gefährdet sind. Der Süden und der Südosten Afghanistans werden in den Reiseprogrammen ausgespart. Alle Touren beginnen und enden am Flughafen von Kabul, wo es von Militär und Sicherheitsleuten wimmelt.</p>
<p>Das Reiseprospekt garantiert auf der Zehntagetour für 1995 US-Dollar ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit. Wer bisher nur in Ägypten oder in der Karibik unterwegs war, muss sich hier auf Ungewöhnliches einstellen. &#8220;Unsere Mitarbeiter sind mit den Nuancen afghanischer Kultur vertraut&#8221;, heißt es. &#8220;Sie wissen, was man tun muss, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden.&#8221;</p>
<p><strong>Um in Afghanistan sicher zu reisen, muss man stets die neuesten Informationen über die Lage vor Ort haben, um dann schnell reagieren zu können.</strong> Die Reiseführer sind mit Funkgeräten, Mobil- und Satellitentelefonen ausgestattet und lassen sich vor Reisebeginn bestätigen, eine Route &#8220;im letzten Augenblick&#8221; aufgrund der jeweiligen Situation und zur Sicherheit der Reisenden ändern zu können.</p>
<p><strong><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
<p></strong></p>
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		<item>
		<title>Wir wollen die andere Seite von Afghanistan aufzeigen</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/wir-wollen-die-andere-seite-von-afghanistan-aufzeigen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 08:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. </strong>Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat Afghanistan, besonders seine Menschen, eine besondere Bedeutung für ihn. Im Interview erzählt er, was er in Afghanistan erlebt hat.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan.jpg" alt="Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p><strong>Herr Neuberg, wie haben Sie Ihren Aufenthalt in Afghanistan erlebt? Was war das Besondere an diesem Land für Sie?</strong></p>
<p>Das erste besondere Erlebnis fand drei Tage nach meiner Ankunft statt. Ich saß am Abend mit einem Kollegen im Garten unseres Compounds, es war angenehm mild und wir plauderten über seine Erfahrungen in Afghanistan. Plötzlich gab es eine Explosion. Wir wussten sofort, dass die Detonation nicht in der Nähe stattgefunden hatte, aber dem Explosionsgeräusch nach wußten wir, dass es eine sehr heftige Explosion gewesen sein musste.</p>
<p>Am nächsten Tag erfuhren wir, dass eine Granate im Camp Warehouse, dem Lager der ISAF-Truppen in Kabul eingeschlagen war. Zum Glück in einem Container, der die Wucht der Explosion milderte. Denn nur wenige Meter entfernt waren Zelte der Soldaten.</p>
<p>Aber dieses Erlebnis ist schnell verblasst. Ein weiteres besonderes Ereignis war für mich der Besuch des Buzkashi (persisch &#8220;بزکشی‎&#8221;, buz &#8220;Ziege&#8221; + kashi &#8220;herausnehmen&#8221; = Ziege greifen), einem traditionellen afghanischen Reiterspiel. Dabei versuchen mehrere Reiter eine tote Ziege oder ein totes Kalb zu ergreifen, das am Boden liegt und in einen markierten Kreis zu schleppen. Das ist ein alter afghanischer Volkssport und es war ebenso ein Erlebnis, den alten Chef der Buzkashi aus der Zeit des Königs noch persönlich zu begegnen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan03.jpg" alt="Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Es gibt darüber hinaus noch viele andere, besondere Erlebnisse, die Fahrt über den Salang-Pass, die Reise nach Tai-Kunak, der Besuch in einem Kinderheim usw. Das Besondere an diesem Land waren für mich aber immer die Geschichte Afghanistans und seine Menschen. In vielen Gesprächen habe ich die Menschen sehr schätzen gelernt. Denn sie mussten sich immer wieder gegen Einflüsse von außen verteidigen. Trotzdem wurde der Krieg in ihr Land getragen. </p>
<p><strong>Frau Meissner beschreibt in ihrem Buch &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. Welche Missverständnisse existieren Ihrer Meinung nach über dieses Land?</strong></p>
<p>Die Berichterstattung über Afghanistan wird in vielen Fällen stark schwarz-weiß karikiert und das Land als einer der Brutherde für den internationalen Terrorismus bezeichnet. Leider stammen viele Berichte von so genannten &#8220;embedded&#8221; Journalisten, d.h. zivilen Kriegsberichterstattern, die im Krieg einer kämpfenden Militäreinheit zugewiesen sind. Deshalb hat das Buch von Frau Meissner eine besondere Bedeutung, weil sie in den letzten 18 Jahren die Menschen und ihre Geschichte in den verschiedensten Facetten kennengelernt hat. Sie kennt eben das wahre Afghanistan. Aus meinen Erlebnissen kann ich ihre Beschreibungen nur bestätigen.</p>
<p>Das erste große Missverständnis ist meiner Meinung nach die Auffassung, dass Afghanistan als eine der Quellen des Terrorismus bezeichnet wird. Dabei wird übersehen, dass die meisten Taliban aus dem Ausland stammen. Finanziert und unterstützt werden die Taliban vor allem von zwei Staaten, einem arabischen und einem asiatischen, die ihre Fundamentalisten dort praktisch &#8220;abgeben&#8221;, um so auch Ruhe in den eigenen Reihen zu haben. Die meisten Afghanen lehnen den Terrorismus ab.</p>
<p>Das zweite große Missverständnis ist die Verkürzung auf &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221;. Ohne bestehende Probleme bagatellisieren zu wollen: Viele der Probleme sind eine Folge von 30 Jahren Krieg. Afghanistan braucht seine Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen und soziale und politische Normalität herzustellen. Die Menschen haben unendlich gelitten, sind traumatisiert – über Generationen hinweg – sie haben Schreckliches erlebt und wir können nicht erwarten, dass sie in ein paar Wochen diese 30 Jahre aufgearbeitet haben. Vor allem die Rolle der Frau hat durch diese 30 Jahre Krieg enorm gelitten.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind Afghanen ehrliche, aufrichtige Menschen, die ihr Land lieben und in Frieden leben wollen. Afghanistan bedeutet Musik, Kultur, Sport (es gibt z.B. ein Frauenbasketball-Team), Feste feiern, Freunde einladen, spielen u.v.m. Es sind Menschen wie du und ich, die sich eine bessere Zukunft wünschen und sie auch verdienen. Diese andere Seite, die bedeutsamere und wichtigere, wollen wir nicht zuletzt hier im Online-Magazin aufzeigen.</p>
<p><strong>Wie kann den Menschen in Afghanistan sinnvoll geholfen werden?</strong></p>
<p>Man darf nicht vergessen, dass Afghanistan nach den oben erwähnten 30 Jahren Krieg auf allen Ebenen absolut am Boden liegt: Wirtschaftlich, sozial, bildungsmäßig. Viele Strukturen eines funktionierenden Staates wurden zerstört, das Land wurde ruiniert. Deshalb benötigt Afghanistan jede nur mögliche Hilfe.</p>
<p>Den Menschen ist vor allem ein geregeltes Einkommen, medizinische Versorgung und Bildung für ihre Kinder wichtig. Hier spielen Hilfsorganisationen eine enorm wichtige Rolle, weil sie sowohl die Professionalität als auch die soziale und kulturelle Kompetenz mitbringen, um effektive Hilfe umzusetzen. Wenn Afghanen diese drei Grundelemente – Einkommen, medizinische Versorgung, Bildung – umgesetzt sehen, ist ein wichtiges Fundament für eine friedliche und positive Entwicklung gelegt.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Element muss die politische Stabilität der Region sein. Leider bewirken die Amerikaner oft das Gegenteil davon, die Doppelmoral ihrer Politik frustriert sowohl die Afghanen wie auch die Europäer. Deshalb hat Deutschland in Afghanistan eine hohe Reputation, weil Afghanen das Empfinden haben, dass sie als Partner gesehen werden und durch Wissensvermittlung und kulturell angepasstes Auftreten eine Vertrauensbasis geschaffen wird. Auch die deutsche Bundeswehr trägt dazu bei, weil sie nicht in &#8220;Rambo-Manier auftritt, sondern als stabilisierender und befriedender Partner &#8211; trotz aller Anschläge &#8211; auftritt. Leider gibt es gerade in Bezug auf die Bundeswehr eine Menge Ferndiagnosen, ohne dass die Kritiker jemals im Land waren, geschweige denn sich mit der Situation in Afghanistan auskennen.</p>
<p><strong>Aus welchem Grunde geht ADRA mit einem Online-Magazin über Afghanistan an die Öffentlichkeit?</strong></p>
<p>Wie oben beschrieben, wird Afghanistan noch immer auf die Formel &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221; verkürzt. Schnell kommt dann die Frage auf, ob es überhaupt Sinn macht, in dieses Land zu investieren. Es wird übersehen, wie viel Positives bisher geleistet wurde und wie sinnvoll die Investition in Afghanistan ist.</p>
<p> <img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan02.jpg" alt="Online-Magazin von ADRA Deutschland über “das andere Afghanistan”" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Online-Magazin von ADRA Deutschland über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Mit diesem Online-Magazin wollen wir einen Beitrag leisten, um auf &#8220;das andere Afghanistan&#8221; hinzuweisen und auch die positiven und entwicklungsfähigen Aspekte des Landes und seiner Menschen darstellen. Wir wollen Afghanistan zeigen, wie es wirklich ist – ohne zu beschönigen – und auch zeigen, wie es sein könnte, wenn wir Afghanistan weiter unterstützen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Im Interview</span></div><div id="HbBtm">Fritz Neuberg ist bei ADRA Deutschland als Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation zuständig. Der gebürtige Wiener ist seit 2003 bei ADRA beschäftigt und war für die Hilfsorganisation bereits in Afghanistan, im Iran und in Sri Lanka tätig. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die Vorteile einer solchen Internet-Plattform?</strong></p>
<p>Das Internet wird immer mehr die mediale Plattform, die in Deutschland als Informationspool verwendet wird. Man kann schnell und ohne großen Aufwand Informationen finden. Dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen. Außerdem ist diese Internet-Plattform eine kostengünstige Möglichkeit, um auf das Thema &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; und auf die Arbeit von ADRA Deutschland und seinen Partnern hinzuweisen.</p>
<p><strong>Welche Ziele haben Sie, um das Online-Angebot von ADRA Deutschland weiter zu entwickeln?</strong></p>
<p>Wir sehen uns momentan die Resonanz auf das Online-Angebot an. Was wir beobachten, überrascht uns sehr positiv. Sowohl die Internet-Präsenz als auch <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING-Gruppe ">unsere XING-Gruppe</a> werden sehr gut angenommen. Momentan überarbeiten wir unsere Online-Angebote und werden noch weitere Seiten ins Netz stellen. Unser Ziel ist es, bis Ende 2008 alle Online-Angebote auf dem neuesten Stand zu haben.</p>
<p><strong>Ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Ohne unsere Hilfe – sowohl aktiv als auch passiv – werden es Menschen in Not sehr schwer haben, wieder &#8220;auf die Beine zu kommen&#8221; &#8211; wenn überhaupt. Wir unterschätzen in unserer kritischen und zum Teil auf das Negative fokussierten Sichtweise, wie viel Positives unsere Unterstützung erreicht hat und erreichen kann.</p>
<p>Kofi Anan, der ehemalige UN-Generalsekretär hat zu Recht gesagt: &#8220;Wer einem Menschen hilft, hat der ganzen Welt geholfen.&#8221; Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Mensch in Not, ohne Zukunft und Ihnen würde geholfen werden. Aus Ihrer Sicht hätte sich diese Hilfe gelohnt. <strong>Deshalb macht jede Hilfe Sinn, auch wenn nur einem Menschen geholfen wird.</strong></p>
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		<title>Interview mit Erich Lischek zur Afghanistan-Reise</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom "anderen Afghanistan".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom &#8220;anderen Afghanistan&#8221;.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan01.jpg" alt="Interview mit Erich Lischek von ADRA zur Afghanistan-Reise" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner und Erich Lischek bei einer Mittagspause in der Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Herr Lischek, Sie sind nun zum zweiten Mal nach Afghanistan gereist. Was war der Anlass Ihrer Reise?</strong></p>
<p>Dafür gab es mehrere Gründe: Zunächst wollte ich mir erneut einen Überblick über den Stand und die Entwicklung der verschiedenen ADRA-Projekte in Afghanistan verschaffen. ADRA Afghanistan ist ja gewissermaßen ein Kind von ADRA Deutschland. Durch Verbindungen zu &#8220;ARDA&#8221;, einer einheimischen Organisation, die schon vor und während der Talibanzeit bestand, konnte ADRA Afghanistan 2001 aufgebaut werden.</p>
<p>Bis heute arbeiten ADRA und die in RARA umbenannte einheimische Organisation eng zusammen. Die Hilfsprojekte werden dabei neben privaten Spenden durch das Auswärtige Amt der Bundesregierung Deutschland und von USAID unterstützt.</p>
<p>Ein Ziel der Reise war das ADRA Gesundheitsprojekt in der Provinz Bamiyan sowie die natürlich auch damit verbundenen offiziellen Besuche bei den zuständigen Ministerien. Ein wesentlicher weiterer Grund der Reise in die Provinz, in dem die Buddha-Statuen als Weltkulturerbe von den Taliban zerstört worden sind, war die Einführung des <a href="http://afghanistan.adra.de/buch" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Buches von Frau Meissner</a> über das andere Afghanistan (&#8220;Afghanistan &#8212; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221;).</p>
<p><strong>Was waren für Sie die &#8220;Highlights&#8221; dieser Reise?</strong></p>
<p>Neben der abenteuerlichen 14-stündigen Autofahrt von Bamiyan nach Panjab über fünf Pässe, war ein weiteres Highlight sicher die Begegnung mit dem 33-jährigen Eigentümer des Zuhak Hotels. Natürlich auch die Begegnung mit der Projektleiterin Rebecca de Graaff, die als einzige Ausländerin seit Januar dieses Jahres in Panjab hingebungsvoll ihren Dienst verrichtet. Aber auch das Treffen mit der <a href="http://afghanistan.adra.de/afghanistans-frauen-draengen-in-die-politik/" title="Afghanistans Frauen in der Politik">einzigen Gouverneurin von Afghanistan</a>, die in der Provinz Bamiyan gewählt worden ist.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan03.jpg" alt="Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Eigentlich waren es so viele Höhepunkte, dass ich keinen missen möchte: Die spielerischen Drachenspiele oder das Gespräch mit Dr. Ihsan Ullah Shahir, dem Gesunheitsminister der Provinz Bamiyan, der uns erklärte, dass wir die Welt verändern könnten, wenn wir uns in Liebe begegnen würden. Oder auch der Besuch in der Botshaft und dem Goethe Institut, wo wir mit unserem Buch und der Arbeit von ADRA auf offene Ohren gestoßen sind.</p>
<p><strong>Sie sind ja gemeinsam mit der Fotojournalistin Ursula Meisser nach Afghanistan gereist, die in ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; die unbekannte Seite von Afghanistan zeigt. Haben Sie bei Ihrer Reise selbst noch neue Eindrücke bekommen? Was war für Sie noch unbekannt?</strong></p>
<p>Erstaunt hat mich die Provinz Bamiyan, wo Menschen auf der einen Seite den Boden noch mit mittelaterlich anmutenden Holzpflügen bearbeitet haben, aber wo ich andererseits doch relativ viele &#8220;Sateliten-Schüsseln&#8221; auf den Dächern sehen konnte. In manchen Bereichen scheinen die Menschen plötzlich im  21. Jahrhundert angekommen zu sein.</p>
<p>Enttäuschend für mich war es zu sehen, dass vielerorts nicht mehr die Initiative und Eigenbeteiligung der Menschen gefördert wird. Die Kritik ist auch verständlich: Es wurde so viel Geld nach Afghanistan geschickt und dennoch stellt sich die Frage, wo die Hilfe angekommen ist. Trotzdem gibt es Hotels und Einkaufszentren, die auch in jedem entwickelten Land stehen könnten.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<p>Ein großes Missverständnis ist, dass es angeblich keine Entwicklung in Afghanistan gibt. Ein weiteres, bedingt durch die Nachrichten, die uns täglich erreichen, dass an jeder Ecke eine Selbstmordattentäter stehen könnte.</p>
<p>Sicher, die Entwicklung könnte ein gutes Stück weiter sein, weil wirklich sehr viel Geld ins Land geschickt wurde. Vielleicht ist auch einiges wieder auf Konten außerhalb von Afghanistan gegangen. Trotzdem gibt es, neben der Mittel über die UN-Organisationen, ECHO oder NGO’s auch erstaunlich viele private Investitionen. Was häufig übersehen wird, ist, dass Afghanistan ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichen Sprachgruppen ist – auch das ist eine der großen Herausforderungen des Landes. Auch in Europa haben wir über Jahrhunderte damit zu tun gehabt, uns zu verständigen.</p>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Trotz unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind es Menschen, die freundlich und offen sind. Wie überall gibt es auch hier extreme Gruppierungen. Bedingt durch die Berichterstattung hat man den Eindruck, dass sie in der Mehrheit sind. Aber das stimmt nicht. Ähnlich wie ich nach den Demonstrationen der Rechtsextremen gefragt wurde: &#8220;Wann werden die Nazis wieder die Macht in Deutschland ergreifen?&#8221; Wir müssen die moderaten Kräfte unterstützen, damit den Extremisten der Nährboden entzogen wird. So wie das Dr. Ihsan Ullah Shahir formuliert hat: &#8220;In Liebe aufeinander zugehen.&#8221;</p>
<p>Das sehen wir auch als Aufgabe für ADRA. Dazu gehört Bildung und die Möglichkeit für Menschen mit ihrem Einkommen auszukommen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan02.jpg" alt="Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Meine nächste Reise nach Afghanistan steht noch nicht fest. Jetzt gilt es erstmal, die Projekte von Deutschland aus weiter zu stärken und die Öffentlichkeit über die Arbeit von ADRA in Afghanistan zu informieren. Insofern freut es mich, dass wir mit dem Online Magazin &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; eine Plattform geschaffen haben, mit der sich diese Themen an Interessierte weitergeben lassen. Ich freue mich vor allem auf den Austausch in der <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING Gruppe Das andere Afghanistan">gleichnamigen XING-Gruppe</a>, wo ich ja als Co-Moderator ebenfalls regelmäßig die Diskussionen verfolge.</p>
<p><strong>Herr Lischek, wir danken Ihnen für das Gespräch!</strong> </p>
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		<title>Afghanistans Frauen drängen in die Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Habiba Sarabi regiert als erste Gouverneurin die Provinz Bamiyan</h3>
<p><strong>Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.</strong></p>
<p>Habiba Sarabi gehört zum Volk der Hazara und Bamiyan ist das angestammte Gebiet dieses turkmenischen Volkes – eine glückliche Fügung, die das Regierungsgeschäft in den schwierigen Zeiten wesentlich erleichtert.</p>
<p>Erleichternd wirkt auch die Arbeit der Hilfsorganisationen, die sich bevorzugt um den Aufbau von Schulen und Kliniken kümmern. ADRA Deutschland unterhält hier insgesamt neun Kliniken, die mit medizinischem Fachpersonal ausgestattet sind. In schwierigen Fällen werden die Patienten an die drei großen Krankenhäuser weiter geleitet, die ebenfalls von ADRA unterstützt werden.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_01.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi, empfängt Erich Lischek. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>So war es für Frau Sarabi selbstverständlich, den Geschäftsführer von ADRA Deutschland, Erich Lischek, in ihrem Amtssitz zu empfangen.</strong> Das positive Gespräch war von Offenheit und Vertrauen geprägt, wobei Frau Habiba Sarabi ihre große Dankbarkeit ausdrückte. Sie hatte soeben eine Abschlussklasse von Hebammen verabschiedet und bemerkte, dass jede ADRA-Klinik eine dieser neuen Mitarbeiterinnen erhalten würde.</p>
<p>Wörtlich sagte sie: „Durch die gute Arbeit der Hilfsorganisationen wie ADRA ginge es den Menschen in der Provinz schon viel besser. Durch die Zusammenarbeit zwischen internationalen Nichtregierungs-Organisationen und der Direktion des Gesundheitsamtes der Provinz ist es gelungen, ein gut funktionierendes System zu entwickeln.“</p>
<p>Weiter meinte sie, dass diese Aufgabe gerade in den Distrikten Panjab und Warras, in denen ADRA arbeitet, nicht leicht zu lösen gewesen sei. Es sei einfach schwer im zentralen Hochland, wo die Menschen so verstreut wohnen, ein System zu installieren, das alle erreichen könne. Die bisherigen großen Fortschritte machten sie voll zufrieden und zuversichtlich, diese Strukturen weiter auszubauen, denn man sei hier auf dem richtigen Weg.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_02.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek und Ursula Meissner" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Gouverneurin Habiba Sarabi nach dem Gespräch mit Lischek und Meissner.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Für die Zukunft ihres Landes wünscht sie sich, dass mehr Menschen Afghanistan besuchen. Sie wolle für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur sorgen. Doch jetzt sei wichtig, dass die Menschen hier anpacken. Mit Schulen, Ausbildungsangeboten für Jungen und Mädchen müssten die eigenen Kräfte geweckt und gefördert werden. Dazu zähle sie aber auch die Erwachsenenbildung, damit Menschen in der Lage sind, sich ihr eigenes Einkommen zu erarbeiten. Um Handel, Austausch und Kommunikation zu fördern bleibe noch viel zu tun übrig – vor allem müssten die Straßen endlich ausgebaut werden.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Heinz-Hartmut Wilfert</span></div><div id="HbBtmBig">Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. </div></div></p>
<p><strong>ADRA wird sich in Afghanistan weiter im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit abgestimmten Projekten einbringen. Und wenn erst einmal die zerstörten Buddha-Statuen wieder restauriert sind, werden auch die Touristenströme wieder ins Land kommen – so die am Ende des Besuches gemeinsam ausgedrückte Hoffnung auf ein friedliches Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Mudschaheddin ist nun stolzer Hotelbesitzer</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 13:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Mudschaheddin]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem "Echo-Flug" von Kabul in Bamiyan an. Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zuhak Hotel in Bamiyan &#8212; Treffen mit Sultan Alie </h3>
<p><strong>Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem &#8220;Echo-Flug&#8221; von Kabul in Bamiyan an.</strong> Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen. Zuhak ist der Name eines Persischen Herrschers aus dem 6. Jahrhundert, um den sich verschiedene Mythen ranken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak01.jpg" alt="Sultan Alie im Zuhak Hotel" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hotelbesitzer Sultan Alie im Zuhak Hotel in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Der Inhaber des Hotels ist<strong> Sultan Alie</strong>, Sohn von Gurban Alie. Er gesellt sich zu uns und fragt uns, woher wir kommen &#8212; Deutschland. Die Augen Leuchten. Natürlich kennt er Hitler. Er erzählt, dass er in Kabul zur Schule gegangen ist und starkes Interesse an Deutscher Geschichte habe.</p>
<p><strong>Wie alt er ist, frage ich.</strong> 32 Jahre. Er zeigt er uns seinen Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak03.jpg" alt="Sultan Alie zeigt seinen Pass" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Sultan Alie zeigt uns seinen Pass. Er war bei den Mudschaheddin. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Stolz berichtet er:</strong> &#8220;Ich war bei den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mudschaheddin&amp;redirect=no" title="Mudschaheddin bei Wikipedia">Mudschaheddin</a>.&#8221; Ursula Meissner erzählt, wie sie bei einem früheren Besuch in Afghanistan mit den Mudschaheddin über Land gezogen ist. Das Eis ist gebrochen.</p>
<p>Ob er Familie hat, will ich wissen. Mit traurigem Blick erzählt er, den Tränen nahe: <em>&#8220;Meine Frau und meine beiden Kinder sind bei einem Raketenangriff in Kabul ums Leben gekommen. Mein Haus wurde schwer getroffen. Ich selbst kam mit dem Leben davon. Hand und Fuß waren gebrochen und ich hatte eine Verletzung am Hals. Meine Frau war clever – ich habe sie sehr lieb gehabt.&#8221;</em> Er wirkt sehr traurig.</p>
<p><strong>Sultan erzählt, dass sein Vater auch clever war.</strong> Er hat drei Geschäfte aufgebaut: In Herat und in Kabul. Dabei konnte er weder lesen, noch schreiben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak02.jpg" alt="Sultan Alie auf dem Dach seines Hotels" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Auf dem Dach des Zuhak Hotels in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wir sind auf dem Dach des Hotels.</strong> Er zeigt mir auf  der gegenüberliegenden Seite ein Ausbildungszentrum  für Frauen: Sie lernen Lesen und Schreiben, Nähen und andere Dinge. Daneben befindet sich eine kleine Werkstatt für Motorräder: Dort werden Jugendliche ausgebildet – finanziert von einer Japanischen Hilfsorganisation.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p>Er findet es schade, dass es keine Produktionsstätten gibt, die Fahrräder oder Motorräder herstellen, damit die Menschen Arbeit bekommen. Auch für Frauen. Er sagt: &#8220;Sie müssen nicht nur zu Hause herumsitzen!&#8221;</p>
<p><strong>Sultan Alie beteiligt sich aktiv am Aufbau Afghanistans:</strong> Er hat einen Kredit von einer amerikanischen NGO (&#8220;Non-Governmental Organisation&#8221;) bekommen &#8212; 20.000 $ und bildet &#8220;Kellner&#8221; und &#8220;Köche&#8221; aus.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit weist er auf seinen Shop hin. Er hat nicht nur ein Hotel, das ab und zu Touristen aufnimmt, sondern nebenbei auch einen Laden eingerichtet. Die Touristen führt er dorthin, damit sie Artikel kaufen, die von einheimischen Frauen, aber auch anderen Handwerkern hergestellt werden.</p>
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		<title>Afghanistan-Reise im Frühjahr 2008</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-reise-im-fruehjahr-2008/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 13:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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		<description><![CDATA[Vom 26. März bis 7. April 2008 waren Fotojournalistin Ursula Meissner und ADRA Geschäftsführer Erich Lischek in Afghanistan unterwegs. Für beide ist es eine wiederholte Reise in das Land am Hindukusch, dennoch bringen sie viele neue Eindrücke und vor allem zahlreiche Fotos mit zurück. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 26. März bis 7. April 2008 waren Fotojournalistin Ursula Meissner und ADRA Deutschland Geschäftsführer Erich Lischek in Afghanistan unterwegs.</strong> Für beide ist es eine wiederholte Reise in das Land am Hindukusch, dennoch bringen sie viele neue Eindrücke und vor allem zahlreiche Fotos mit zurück. Bei ihren Treffen mit offiziellen, aber auch mit einfachen Menschen in den Dörfern, konnten sie sich einen Überblick über die aktuelle Lage in Afghanistan verschaffen. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/afghanistan-reise-meissner-lischek.jpg" alt="Afghanistan-Reise Meissner Lischek" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner und Erich Lischek am Flughafen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Gemeinsam mit Vinod Nelson, dem Leiter von ADRA Afghanistan besuchte Erich Lischek den &#8220;Executive Minister&#8221; für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi und den für die Provinz Kabul zuständigen Direkter für Flüchtlingsangelegenheiten in Kabul. Ein weiterer Höhepunkt ihrer Reise war das Zusammentreffen mit der Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi. Beim über halbstündlichen Treffen waren Lischek und Meissner überrascht, dass die Gouverneurin nicht nur sehr genau über die Arbeit von ADRA in Afghanistan bescheid wusste, sondern sich so ausführlich für ihren Besuch aus Deutschland Zeit nahm. Sie freut sich bereits auf die <a href="http://afghanistan.adra.de/english/afghanistan-book/" title="Afghanistan-Buch Englisch">englische Ausgabe des Afghanistan-Buches</a> von Ursula Meissner, das kommende Woche erscheinen wird.</p>
<p>Der Besuch verschiedener Hilfsprojekte von ADRA, sowie eine mehrtägige Reise ins Hinterland von Afghanistan standen ebenfalls auf dem straffen Reiseprogramm. Der Besuch bei sehr gastfreundlichen Einheimischen sowie regionalen ADRA-Vertretern wird noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p><strong>In den kommenden Wochen werden zahlreiche Reiseberichte von den verschiedenen Stationen der aktuellen Afghanistan-Reise die Artikel des Online-Magazins bereichern. Viele Fotos und kurze Videoclips, die Ursula Meissner vor Ort drehen konnte, schildern die Geschichten der Menschen in Afghanistan aus erster Hand.</strong></p>
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		<title>Afghanistan bei Google Maps entdecken</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 08:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sich einen ersten Überblick über die Geographie Afghanistans verschaffen möchte, ist mit dem kostenlosen Tool von Google Maps bestens beraten. Drei verschiedene Darstellungsformen (Karte, Satellit, Hybrid) und detaillierte Zoomstufen (in Ballungszentren wie Kabul und Herat) erlauben es dem Benutzer, das Land mit Adleraugen zu erkunden. Afghanistan aus der Luft.© Google Maps  Gut zu erkennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich einen ersten Überblick über die Geographie Afghanistans verschaffen möchte</strong>, ist mit dem kostenlosen Tool von <a target="_blank" href="http://maps.google.de" title="Google Maps">Google Maps</a> bestens beraten. Drei verschiedene Darstellungsformen (Karte, Satellit, Hybrid) und detaillierte Zoomstufen (in Ballungszentren wie Kabul und Herat) erlauben es dem Benutzer, das Land mit Adleraugen zu erkunden.</p>
<table border="0" cellPadding="0" cellSpacing="0">
<tr>
<td><iframe height="400" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=afghanistan&amp;address=kabul&amp;width=605&amp;height=400&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=5&amp;hl=de&amp;t=1205136476" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></td>
</tr>
</table>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Afghanistan aus der Luft.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=afghanistan&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=6" title="Google Maps">Google Maps</a></span></div> </p>
<p>Gut zu erkennen sind die <strong>größten Städte des Landes Afghanistan</strong> (lt. <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan" title="Afghanistan bei Wikipedia">Wikipedia</a>):</p>
<ul>
<li>Kabul (als Agglomeration ca. 4,9 Mio. Einwohner)</li>
<li>Kandahar (ca. 340.000 Einwohner)</li>
<li>Mazar-e-Scharif (ca. 240.000 Einwohner)</li>
<li>Herat (ca. 167.000 Einwohner)</li>
</ul>
<p>Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass der größte Teil von Afghanistan gebirgig ist. Weniger als 10 Prozent der Landesfläche von rund 650.000 km² liegen unterhalb von 600 m. Die größten Gebirge sind der Hindukusch (bis 7500 Meter Höhe) und der Sefid Kuh.</p>
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