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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Ramadan</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Ramadan in Afghanistan – ein Fest der Besinnung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 06:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende September 2008 war es wieder so weit. Der Fastenmonat Ramadan war zu Ende und auf der ganzen Welt feierten Muslime das Fest des Fastenbrechens. Zum ersten Mal bin ich dem Fastenmonat Ramadan persönlich in Afghanistan begegnet. Wir waren gerade dabei, ein neues Projekt zu beginnen. Zu dieser Zeit war in unserem Büro einiges los. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ende September 2008 war es wieder so weit.</strong> Der Fastenmonat Ramadan war zu Ende und auf der ganzen Welt feierten Muslime das Fest des Fastenbrechens. Zum ersten Mal bin ich dem Fastenmonat Ramadan persönlich in Afghanistan begegnet. Wir waren gerade dabei, ein neues Projekt zu beginnen. Zu dieser Zeit war in unserem Büro einiges los. Ein Kollege kam in mein Büro und meinte, wir müssen unsere Arbeit in den nächsten Tagen anders koordinieren, der Fastenmonat Ramadan würde beginnen.</p>
<p>Der Ramadan (رمضان ‎ / ramaḍān /„Sommerhitze“) ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat. Dem Propheten Mohammed soll in diesem Monat der Koran offenbart worden sein. Der Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam, neben dem Glaubensbekenntnis, dem rituellen Gebet, der Sozialabgabe und der Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch, arabisch حج‎).</p>
<p><strong>Das Fasten während des Ramadan ist eine Pflicht.</strong> Nur unter besonderen Bedingungen können Muslima und Muslime von dieser Pflicht entbunden werden: Schwangere, stillende Mütter, Kinder unter 15 Jahren, Alte, (chronisch) Kranke, Reisende sowie geistig Behinderte.</p>
<p>Das Fasten hat für Muslima und Muslime eine spirituelle Bedeutung. Es ist eine Zeit der Besinnung auf die Barmherzigkeit Gottes. Diese Barmherzigkeit erfahren die Gläubigen durch zwei Aspekte: Einerseits werden durch die Teilnahme am Ramadan die Sünden vergeben. Andererseits soll sich der Gläubige darauf besinnen, die Gaben und Geschenke Gottes wie Gesundheit, eine glückliche Familie, die Natur und vieles mehr zu würdigen. Weitere spirituelle Aspekte des Ramadan sind die Erziehung zur Bescheidenheit, das Erlangen von Geduld und die Aufmerksamkeit auf Armut und Not.</p>
<p>Gefastet wird nicht den ganzen Tag, sondern zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Hier soll sich der Gläubige allen körperlichen Genüssen, unter anderem Essen und Trinken, enthalten. Gegessen wird vor Sonnenaufgang, am Abend gibt es ein ausgiebiges Mal. Dazu trifft man sich mit Freunden und besucht die Familie. Man schließt den Tag mit einem besonderen fröhlichen Zusammensein ab.</p>
<h3>Zeitspanne des Ramadan, dem Fastemonat im Islam</h3>
<p><strong>Der Beginn und das Ende des Ramadan lässt sich nicht genau festlegen</strong>, da er sich am Mondkalender orientiert. Um die Berechnung genauer zu verstehen, benötigt man einige Hintergrundinformationen:</p>
<ol>
<li>Eine Tagesspanne wird immer von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang berechnet. Das bedeutet, dass ein Tag nach westlichen Maßstäben am Vorabend beginnt und am jeweiligen Tag bereits bei Sonnenuntergang endet. Ein Beispiel mag dies besser verdeutlichen: Ein Freitag beginnt demnach am Donnerstagabend (Sonnenuntergang) und endet am Freitagabend (Sonnenuntergang). Freitagabend nach Sonnenuntergang bedeutet bereits den beginnenden Samstag.</li>
<li>Das Ende eines Tages bzw. der Beginn eines Tages wird nicht an einer bestimmten Uhrzeit gemessen (z. B. 0.00 Uhr bzw. 24.00 Uhr), sondern ob man den Mond, bzw. die Mondsichel sehen kann.</li>
</ol>
<p>Daher beginnt der Ramadan am Ende des 8. Monats des islamischen Mondkalenders, dem 29. Scha&#8217;bân, nach der Sichtung des Neumondes kurz vor Sonnenuntergang. Mit dem Fasten beginnt am folgenden Tag der Ramadan. Ebenso endet der Fastenmonat Ramadan mit dem Sichten des Mondes am ersten Tag des darauffolgenden Monats. Sollte der Mond nicht zu sehen sein, wird das Ende berechnet.</p>
<p><strong>Abschließender Höhepunkt ist das Ramadanfest</strong> oder Īdu l-Fitr (arabisch عيد الفطر‎, „Fest des Fastenbrechens“, türk. Ramazan Bayramı, bosn. Ramazanski Bajram ). Im Türkischen wird es auch Zuckerfest genannt. Es ist ein geselliger Höhepunkt; man besucht Verwandte und Freunde und feiert einen fröhlichen Abschluss.</p>
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