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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Politik</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Global Peace Index 2009 &#8211; Afghanistan rutscht weiter ab</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt einen sehr, sehr starken Zusammenhang zwischen Frieden und Wohlstand. Frieden ist ein führender Indikator für wirtschaftlichen Wohlstand.&#8221; Diese Worte stammen von Steve Killelea, dem Initiator des &#8220;Global Peace Index&#8220;. Seit 2007 wird dieser Index jährlich in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin &#8220;Economist&#8221; erhoben.
Was sich bereits anhand Killeleas Zitat erahnen lässt, belegt der Global Peace [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Es gibt einen sehr, sehr starken Zusammenhang zwischen Frieden und Wohlstand. Frieden ist ein führender Indikator für wirtschaftlichen Wohlstand.&#8221;</em> Diese Worte stammen von Steve Killelea, dem Initiator des &#8220;<a title="Global Peace Index" href="http://www.rp-online.de/public/article/panorama/ausland/715789/Neuseeland-ist-das-friedlichste-Land-der-Welt.html" target="_blank">Global Peace Index</a>&#8220;. Seit 2007 wird dieser Index jährlich in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin &#8220;Economist&#8221; erhoben.</p>
<p>Was sich bereits anhand Killeleas Zitat erahnen lässt, belegt der <strong>Global Peace Index 2009</strong> schwarz auf weiß: Es steht weder besonders gut um Afghanistans Wohlstand, noch um seinen Frieden. Knapp vor dem Irak rangiert Afghanistan auf einem traurigen vorletzten Platz. Mit einem fast dreimal so hohen Wert wie der Sieger Neuseeland wird Afghanistan dort gelistet. Zum Vergleich: <a title="Ergebnisse Global Peace Index 2009" href="http://www.visionofhumanity.org/images/content/GPI-2009/2009-GPI-ResultsReport-20090526.pdf" target="_blank">Deutschland hält sich mit Platz 16 in den Top 20, die USA rutschen auf Rang 83 von 144 Staaten ab</a>.</p>
<h3><strong>Folge der Wirtschaftskrise: Statistik mit schlechteren Ergebnissen als im Vorjahr</strong></h3>
<p>Bei der Ermittlung der &#8220;Friedenswerte&#8221; werden unter anderem politische Stabilität, Gewalt, internationale Beziehungen und Menschenrechte berücksichtigt. Je niedriger der Wert eines jeden von 23 Faktoren ist, umso &#8220;friedlicher&#8221; das bewertete Land. Insgesamt fällt die Statistik <a title="Global Peace Index 2009" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628181,00.html" target="_blank">weniger positiv aus</a>, als im Vorjahr.</p>
<p>Nicht nur Afghanistan hat also einiges aufzuholen: Instabilere Verhältnisse der Länder untereinander und eine Zunahme der gewalttätigen Auseinandersetzungen sorgen für das schlechtere Ergebnis. Nach dem Verständnis der Autoren ist Frieden allerdings weniger das Nicht-Vorhandensein von Krieg, sondern sichere gesellschaftliche Strukturen und Institutionen, die ein konfliktarmes Miteinander ermöglichen und sichern &#8211; in jedem Teil der Erde und im Bezug auf alle ihre Bewohner.</p>
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		<title>Aus Mohn mach Weizen &#8211; Afghanistans Weizenernte auf Rekordkurs</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Afghanistan ist Export-Weltmeister. Zumindest wenn es um die Ausfuhr von Schlafmohn, also Rohopium, geht. Dass Afghanistan nun auch über den Export von Weizen nachdenkt, verwundert vor dem Hintergrund, dass Hilfsorganisationen erst kürzlich vor einer Hungersnot in Teilen des Landes gewarnt haben.
Grund für den plötzlichen Umschwung ist die beste Weizenernte seit mehr als 30 Jahren. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Afghanistan ist Export-Weltmeister.</strong> Zumindest wenn es um die Ausfuhr von Schlafmohn, also Rohopium, geht. Dass Afghanistan nun auch über den Export von Weizen nachdenkt, verwundert vor dem Hintergrund, dass Hilfsorganisationen erst kürzlich vor einer Hungersnot in Teilen des Landes gewarnt haben.</p>
<p>Grund für den plötzlichen Umschwung ist die beste Weizenernte seit mehr als 30 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Produktionsergebnis um 74 Prozent gesteigert werden. Zahlen, die Landwirtschaftsminister Mohammad Asif Rahimi von der Ausfuhr des Getreides träumen lassen; kann die afghanische Bevölkerung doch erstmals seit Jahren <a title="Ernährung in Afghanistan" href="http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite-sda/?newsid=83004" target="_blank">ohne den zusätzlichen Import von Weizen ernährt werden</a>.</p>
<h3><strong>Produktion von Schlafmohn wird durch zusätzlichen Weizenanbau reduziert</strong></h3>
<p>Aufgrund des gestiegenen Weizenpreises haben die Bauern ihre Anbaufläche zusätzlich um 20% vergrößert. Positiver &#8220;Nebeneffekt&#8221; dieser Maßnahme: Dadurch wurden die Anbaugebiete von Schlafmohn verringert. Ein Trend, der sich laut Experten auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird und das Ziel vieler Hilfsorganisationen &#8211; Afghanistans Abkehr vom Rauschgift-Geschäft &#8211; <a title="Weniger Opium-Anbau in Afghanistan" href="http://www.vlothoer-anzeiger.de/meinung/kommentare/2970294_Erfreuliche_Nachrichten.html?em_index_page=1" target="_blank">in greifbare Nähe rücken lassen</a>.</p>
<p>Auf einen Helfer sollte sich die Afghanen allerdings nicht erneut verlassen: Die starken Regenfälle, die für die Rekordernte verantwortlich waren, werden kaum zur Regel werden. Stattdessen, und das hat auch Rahimi erkannt, muss das Land verstärkt auf ein funktionierendes Bewässerungssystem setzen, um die Weizenernte auch in den kommenden Jahren zu sichern. Dann wird vielleicht auch der Traum vom Getreideexporteur Afghanistan Wirklichkeit.</p>
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		<title>Afghanistan aus der Perspektive seines Wirtschaftsministers</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia.
Sicherlich können Sie sich vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem <strong>afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia</strong>.</p>
<p>Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass der Landwirtschaftsminister in Afghanistan ganz andere Dinge zu tun hat, als etwa der deutsche Horst Seehofer. Für Afghanistan spielt unter anderem der Kampf gegen den Opiumanbau eine herausragende Rolle. Mohammad Ehsan Zia sieht darin sogar einen der &#8220;Hauptgründe für die Instabilität in Afghanistan&#8221;. Auch, wenn der Opiumanbau in Afghanistan noch so lukrativ aussehen mag, so bringt er dem Land am Hindukusch eben nicht das, was es besonders dringend benötigt: Sicherheit.</p>
<p>Doch der Landwirtschaftsminister von Afghanistan schätzt die Chancen, den Kampf gegen den Anbau und den Handel von Opium zu gewinnen, als realistisch ein. Insbesondere, weil er den Menschen in dem Land, den Bauern von Afghanistan, weniger zu Gute kommt, als man denkt. Das meiste Geld, so Mohammad Ehsan Zia, werde schließlich nicht dem Anbau, sondern mit dem weltweiten Handel gemacht.</p>
<h3><strong>Landwirtschaft und Viehzucht in Afghanistan</strong></h3>
<p>Stattdessen möchte der Landwirtschaftsminister von Afghanistan in die Landwirtschaft, etwa den Anbau von Äpfeln, investieren, aber auch in die Viehzucht und in den Gartenbau. Das Problem sind dabei seiner Meinung nach die geringen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und Konservierung. In diese Richtung müssten demnach mehr Gelder fließen, um die Erträge aus Landwirtschaft, Viehzucht und Gartenbau anzuheben.</p>
<p>Auch, wenn der <a title="Interview mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-583/i.html" target="_blank">afghanische Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia fest daran glaubt</a>, erfolgreich für bessere Bedingungen in seinem Ressort und gegen den Opiumanbau kämpfen zu können,  möchte er die Erwartungen durchaus bremsen: So geht er davon aus, dass Afghanistan erst die Infrastrukturprobleme in den Griff bekommen muss. Erst dann könne man die weiteren Probleme, wie den Opiumanbau, langfristig lösen.</p>
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		<title>Nadia Qani: Eine Tasche voller Hoffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 06:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen. Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht - und wurde zur "Frankfurterin des Jahres 2005" ernannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen</strong><strong>.</strong> Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht &#8211; und wurde zur &#8220;<a title="Frankfurterin des Jahres" href="http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EDC3122F4B0404C838644F496CCC2C3A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frankfurterin des Jahres 2005</a>&#8221; ernannt.</p>
<h3><strong>Vom Flüchtling zur erfolgreichen Unternehmerin &#8211; Nadia Qani hat sich nie unterkriegen lassen</strong></h3>
<p>Die junge Frau hatte ihren Lebenswillen nicht verloren, sie besuchte nach ihrer Ankunft in Deutschland eine Sprachschule, arbeitete als Kassiererin und gründete sogar einen eigenen Pflegedienst. Mittlerweile ist sie erfolgreiche Unternehmerin und wurde kürzlich sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, weil sie insbesondere <a href="http://www.together-in-hessen.de/pdf/presse/ihk_wirtschaftsforum36-37.pdf">ältere und ausländische Angestellte beschäftigt</a>, um ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.</p>
<p><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg" alt="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" width="605" height="250" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nadia Qani erhält das Bundesverdienstkreuz</span><span class="ImageTextC">© Bundesministerium für Arbeit und Soziales</span></div></p>
<p>Obwohl sie sich auch in Deutschland behauptet hat, wollte Nadia Qani ihre Heimat Afghanistan eigentlich nie verlassen. Für ein Mädchen ihrer Zeit war sie erstaunlich gut gebildet, besuchte das einzige Mädchengymnasium Afghanistans, Lycée Jamhuriat, und begann ihre Arbeit als <a href="http://www.afghan-german.de/Admin_DE/Lauftext/n_qane_Rede_IHK.pdf" target="_blank">Chefsekretärin der Exportabteilung des Wirtschaftsministeriums</a>.</p>
<h3><strong>Zan e. V. setzt sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein</strong></h3>
<p>Bis heute hat Nadia Qani ihr Heimatland nicht vergessen. In dem von ihr gegründeten <a title="Zan e. V." href="http://www.zanev.de/" target="_blank">gemeinnützigen Verein</a><strong> Zan e.V. </strong>setzt sie sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein und organisiert beispielsweise die Ausstellung &#8220;Frauenleben in Afghanistan&#8221;.</p>
<p>&#8220;Zan&#8221;, das ist der persische Begriff für Frau, und eine solche, starke, Frau ist auch <strong>Nadia Qani</strong>, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben behauptet hat und ihre Weg gegangen ist &#8211; und damit vielleicht ein Vorbild sein kann für andere afghanische Mädchen und Frauen.</p>
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		<title>Deutschland &#8211; Afghanistan: Einmal hin und zurück</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/deutschland-afghanistan-einmal-hin-und-zurueck/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 06:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bislang gab es keine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und Afghanistan. Doch dies soll sich ab Mitte Juni endgültig ändern. Dann wird die erste private Fluglinie von Frankfurt nach Kabul eröffnet.
Safi Airways, eine private Fluggesellschaft, wird ab Juni dreimal pro Woche nach Kabul und wieder zurück fliegen. Neben der Einhaltung internationaler technischer Standards wird es Flugreisende sicherlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang gab es keine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und Afghanistan. Doch dies soll sich ab Mitte Juni endgültig ändern. Dann wird die erste private Fluglinie von Frankfurt nach Kabul eröffnet.</p>
<p><a title="Safi Airways" href="http://www.safiair.de" target="_blank">Safi Airways</a>, eine private Fluggesellschaft, wird ab Juni dreimal pro Woche nach Kabul und wieder zurück fliegen. Neben der Einhaltung internationaler technischer Standards wird es Flugreisende sicherlich auch freuen, dass die Besatzung im Cockpit vornehmlich aus Europa stammen soll. Zudem ist die 2006 gegründete Fluglinie <a title="Deutsches Management bei Safi Airways" href="http://www.welt.de/die-welt/article3628964/Safi-Airways-verbindet-Afghanistan-mit-dem-Westen.html" target="_blank">in der Hand eines deutschen Managements</a>.</p>
<h3><strong>Eine neue Verbindung zwischen Deutschland und Afghanistan</strong></h3>
<p>Die neue Fluglinie, die Deutschland, ja den Westen insgesamt, mit Afghanistan verbindet, soll insbesondere Passagiere aus der Politik, aber auch in der Entwicklungszusammenarbeit befördern, wie etwa den amtierenden Präsidenten in Afghanistan, Hamid Karzai, auf Staatsbesuchen oder Mitglieder westlicher Botschaften.</p>
<p>Da einzig der Flughafen von Kabul angeflogen werden kann, will Safi Airways später weitere Städte wie Herat oder Kandahar per Regionalflotte verbinden. Der Gründer der Airline, Rahim Safi, ist sich sicher, dass die Fluglinie von Deutschland nach Afghanistan &#8220;ein weiterer Schritt [ist], Afghanistan wieder mit der Welt zu verbinden.&#8221;</p>
<p>Ob sich Afghanistan in absehbarer Zukunft schließlich auch wieder verstärkt <a title="Urlaub in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/urlaub-in-afghanistan/" target="_self">für den Tourismus öffnet</a>, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Hierbei spielt natürlich auch die Angst der Menschen eine wichtige Rolle, die auch angesichts der einseitigen Berichterstattung nach wie vor vorhanden ist. Man darf jedoch gespannt sein, welche Früchte dieser historische Start einer Fluglinie von Deutschland nach Afghanistan schließlich tragen wird.</p>
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		<title>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch.
Es geht unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer <a title="ARD Umfrage über Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/" target="_self">Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch</a>.</p>
<p>Es geht unter anderem um die Frage nach Sicherheit, aber auch um die Zukunft der Kinder. Hier zeichnen die Menschen im Norden ein überwiegend positives Bild, während die Bevölkerung in den südlichen Gebieten von Afghanistan vermehrt zu einem gegenteiligen Urteil kommt. 70 Prozent der Befragten im  Nordosten bewerten beispielsweise die Sicherheitslage als positiv, während im Südwesten <a title="Umfrage ARD Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan92.html" target="_blank">laut Umfrageergebnissen</a> beinahe die gleiche Mehrheit zu einem entgegengesetzten Urteil kommt.</p>
<p>Ähnlich wie bei der Globalisierung, ist die unsichtbare Grenze zwischen Norden und Osten in Afghanistan keineswegs in der Mitte zu ziehen, sondern verläuft asymmetrisch. Während vorrangig die Provinzen im Südwesten und Osten umkämpft sind, sind die Gebiete im Nordosten vergleichsweise ruhig.</p>
<h3><strong>Unterschiedliche Lebenswelten in Afghanistan </strong></h3>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage von ARD, ABC und BBC reflektieren natürlich die Lage in Afghanistan, jedoch in einer unterschiedlichen Komplexität, da hier mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Kein Wunder, schließlich werden die Antworten unweigerlich vor dem Hintergrund der Situation in den eigenen Lebensräumen getroffen. Sicherlich wäre es in diesem Zusammenhang interessant, die Antworten geografisch einzuordnen. Gibt es beispielsweise Regionen, in denen eine größere Deckungsgleichheit zwischen der Zukunftsprognose für die Kinder und der Sicherheitslage?</p>
<p>Diese tektonischen, weil überlappenden regionalen Schichten skizzieren somit womöglich ein genaueres Bild  der Situation in Afghanistan, zumal sie helfen, die Herausforderungen vor einem  geografischen Kontext zu interpretieren. </p>
<p>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan ist demgemäß keineswegs so  eindeutig abgrenzbar wie es das Schlagwort vermuten lässt. Dies ist selbstredend auch bei der Globalisierung der Fall; interessant ist dieser Vergleich jedoch auch deshalb, weil es auch in Afghanistan zu Wechselwirkungen zwischen diesen Gebieten kommt.</p>
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		<title>Sind keine Nachrichten aus Afghanistan wirklich gute Nachrichten?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Des Öfteren wurde an dieser Stelle über die einseitige Berichterstattung in den Medien geschrieben. Dieser Tage hat uns die Schweinegrippe fest im Griff &#8211; jedoch ist sie hierzulande mehr medial als leibhaftig zu spüren. Dennoch fragt man sich, ob es zurzeit wirklich keine anderen Themen gibt. 
Keine Meldungen aus Afghanistan  &#8211; angesichts der Negativ-Berichterstattung kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Des Öfteren wurde an dieser Stelle über die einseitige Berichterstattung in den Medien geschrieben. Dieser Tage hat uns die Schweinegrippe fest im Griff &#8211; jedoch ist sie hierzulande mehr medial als leibhaftig zu spüren. Dennoch fragt man sich, ob es zurzeit wirklich keine anderen Themen gibt. </p>
<p>Keine Meldungen aus Afghanistan  &#8211; angesichts der Negativ-Berichterstattung kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass keine Nachrichten in diesem Fall wirklich gute Nachrichten sind. Dabei gäbe es vermutlich so einiges zu berichten; schließlich ist ja Wahljahr in Afghanistan, und mit mehr als 20 Herausforderungen bekommt Präsident Karzai einige Konkurrenz. Im selben Atemzug stellt sich die Frage, wie schwierig die zweite Wahl in dem Land am Hindukusch dieses Jahr wirklich wird &#8211; auch die Frage, ob sie mit rechten Dingen zugehen wird und man dem Wahlergebnis auch wirklich trauen darf, ließe sich vorab vortrefflich diskutieren.</p>
<h3><strong>Das Wetter in Afghanistan: Heiter bis sonnig &#8211; und wie ist die Stimmung im Land am Hindukusch?</strong></h3>
<p>Und wem das alles noch zu negativ ist, der darf sich auch gerne auch die Sonnenseiten im Land am Hindukusch stürzen &#8211; wie etwa das Wetter: In Afghanistan herrschen derzeit Temperaturen zwischen 17 und 32 Grad. Diese Werte werden hierzulande ja teilweise auch schon erreicht, wenn auch noch nicht ganz die oberen Werte. Fast könnte man also vermuten, es handle sich um das Sommerloch, das uns so verfrüht schon erreicht hat.</p>
<p>Sicherlich wäre das Wetter in Afghanistan ein zu seichtes Thema, um in den Medien wirklich erwähnt zu werden. Solche Themen sind nur dann relevant, wenn sie direkt vor der Haustür liegen. Doch zwischen den Schreckensmeldungen in Afghanistan und dem Wetter liegen so  viele Möglichkeiten, über das Land am Hindukusch zu berichten.</p>
<p><strong>Beispiele gefällig? </strong>Neben der bereits erwähnten Wahl in diesem Jahr liefert das Afghanistan Magazin von ADRA Deutschland sicherlich genug Möglichkeiten, um das Bild von Afghanistan zu vervollständigen. Der Neglect, den sich die Medien vorwerfen lassen müssen, könnte in dieser Weise leicht ausgeräumt werden.</p>
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		<item>
		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.
Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Frauen in Afghanistan protestieren vor Universität gegen Ehegesetz</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Glaube versetzt Berge, heißt es &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer Demonstration von über 200 Frauen gegen das afghanische Ehegesetz für Schiiten geworfen wurden. Dieses Ehegesetz verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Glaube versetzt Berge, heißt es</strong> &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer <strong><a title="Demonstration Frauen in Afghanistan Ehegesetz" href="http://www.zeit.de/online/2009/16/ehegesetz-kabul-zusammenstoesse" target="_blank">Demonstration von über 200 Frauen</a> gegen das afghanische Ehegesetz</strong> für Schiiten geworfen wurden. Dieses <strong>Ehegesetz</strong> verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch als Legitimation für Vergewaltigung in der Ehe ab. Gelten soll das Gesetz jedoch nur für die schiitische Minderheit in Afghanistan. Nach heftigem internationalen Protest will Hamid Karsai das Gesetz erneut überprüfen. </p>
<p>Der Protest bedeutet eine weitere Etappe in dem Kampf um mehr Rechte für <strong>Frauen in Afghanistan</strong>. Die Barrieren, die es dabei zu überwinden gilt, liegen zum einen in den lang geschürten, festen Traditionen begründet, zum anderen in der Ablehnung westlicher Werte.</p>
<p>Hier ist es geradezu von symbolischem Wert, dass die Proteste vor der Kabuler Universität stattfanden, einem Ort, der für Fortschritt und Wandel in Afghanistan steht. Geradezu erstaunlich ist es daher, dass etwa 1000 Befürworter des Gesetzes aus dieser &#8220;Festung geitigen Wandels&#8221; strömten, <a title="Gegendemonstration vor Universität" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=2075" target="_blank">um die rund 200 Demostrantinnen zu umringen</a>. </p>
<h3>Langsam bröckelnde Mauern in Afghanistan</h3>
<p>Der Protest der Frauen in Afghanistan ist, trotz aller Widerstände, zugleich ein Symbol der Freiheit. Zum einen ist er ein mutiger Schritt, für die eigenen Rechte einzutreten, zum anderen zeigt die öffentliche, weltweite Diskussion, dass Afghanistan langsam, aber sich zu einem Teil der Weltgemeinschaft wird. Diesmal wird weniger über Hass, Gewalt und Autobomben diskutiert; vielmehr zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit solidarisch für die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>einsetzen.</p>
<p>Die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>setzen damit ein Zeichen, nicht nur in dem eigenen Land, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft. Die Mauern in Afghanistan, die symbolisch für die vielen Beschränkungen und Barrieren in dem Land stehen, bröckeln damit weiter. <strong>Ebenso symbolisch stehen die vereinzelt geworfenen Steine jedoch auch für einen beschwerlichen, ja steinigen Weg, auf dem sich Afghanistan nach wie vor befindet.</strong></p>
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		<title>Mehr positive Meldungen über Afghanistan, bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.
Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellen Sie sich vor:</strong> Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.</p>
<p>Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser &#8220;Team&#8221;, d.h. die Soldaten der Bundeswehr, <a title="Bundeswehr aufgestockt" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1779" target="_self">das jüngst wieder um 600 Mann aufgestockt wurde</a>, hat offenbar nichts Positives zu vermelden. Würden wir in den Medien nicht immer wieder deutsche oder US-Soldaten erblicken, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass in Wahrheit gar niemand vor Ort ist.</p>
<p>Sicherlich würde man den Soldaten, die in ihren Einsatzgebieten Ihr Leben riskieren, damit Unrecht tun. Gefragt ist also die Politik, die uns schlichtweg im Unklaren über den Erfolg der in Afghanistan durchgeführten Operationen lässt.</p>
<h3>Die Bundesregierung schweigt sich zu Afghanistan nach wie vor aus</h3>
<p>Was allerdings verwundert &#8211; schließlich scheint die Strategie doch aufzugehen: Oder warum werden die Bemühungen, weitere Truppen nach Afghanistan zu senden, nun wieder forciert? Die Bundesregierung um Angela Merkel hüllt sich zu diesem Thema in Schweigen &#8211; die Frage ist nur, was uns diese mangelnde Redseligkeit verrät: Hat die Bundesregierung schlicht keinen &#8220;brauchbaren&#8221; Plan für den Wiederaufbau und die Sicherung in Afghanistan oder möchte sie in ihren zielgerichteten, und damit langfristigen Bemühungen keine (kurzfristige) Kritik aufkommen lassen?  </p>
<p>Kurios ist zudem: Erfolgsmeldungen der Taliban bekommen wir förmlich auf einem Silbertablett serviert. Die PR &#8220;in diese Falsche Richtung&#8221; funktioniert also prächtig; schließlich verschaffen wir den Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen (und das schon über so viele Jahre hinweg).</p>
<p>Fakt ist, dass die ewigen, negativen Schlagzeilen häufig nur noch beiläufig wahrgenommen werden. Viele Bundesbürger haben einfach den Eindruck gewonnen, dass sich Afghanistan in einer Endlosschleife befindet. Warum also nicht einfach mal eine Positiv-Schlagzeile? <strong>Dass es diese Meldungen gibt, ist unstreitig &#8211; seit rund einem Jahre berichten wir schließlich über &#8220;das andere, positive Afghanistan&#8221;.</strong></p>
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		<title>Wenn Pressefreiheit ein Fremdwort bleibt</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/wenn-pressefreiheit-ein-fremdwort-bleibt/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: </strong>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes Leben riskieren. Für sie ist es fast unmöglich, frei und unabhängig zu berichten.</p>
<h2>Rangliste zur Pressefreiheit: Afghanistan am Ende des Feldes</h2>
<p>Auch Afghanistan reiht sich in Liste jener Länder ein, in denen die Arbeit von Journalisten im Allgemeinen und von Frauen im Speziellen erschwert wird. In der 2008 von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; veröffentlichten <a title="Rangliste der Pressefreiheit 2008" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2008.html" target="_self">Rangliste zur Pressefreiheit belegt Afghanistan einen der hinteren Plätze</a>. Gerade in der westlichen Provinz Herat gab es vermehrt Übergriffe auf Journalistinnen. Taliban, Warlords und lokale Politiker wollten die Frauen dazu zwingen, ihre Arbeit aufzugeben.</p>
<p>Für viele von ihnen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeit; sie legen ihre Arbeit aus Angst um das eigene Leben nieder oder zensieren sich selbst. Andere, wie die pakistanische Journalistin Meera Jamal, flüchten nach Deutschland. Sie erhielt mehrfach Morddrohungen, nachdem sie über Themen wie das Recht der Frau auf Scheidung oder staatliche Hilfe bei Vergewaltigung berichtet hatte. Wie ihr erging es zahlreichen anderen Frauen, die über Tabuthemen berichten. Vor allem Beiträge über Frauenrechte oder religiösen Fundamentalismus <a title="Reporter ohne Grenzen Kampagnen" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagnen-aktionen/internationaler-frauentag-2009.html" target="_self">werden mit Drohungen und Verfolgung bedacht</a>.<strong> </strong></p>
<h3>Frauen geben aus Angst um ihr Leben die Arbeit auf oder fügen sich der Zensur</h3>
<p>Das traurige Barometer von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; wächst auch 2009 weiter: bisher führt es zwölf getötete und 145 inhaftierte Journalisten auf. Auch Shahnaz Gholami aus dem Iran verbrachte aufgrund ihrer Artikel bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Sie lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und engagiert sich bei der &#8220;Vereinigung der Journalistinnen&#8221; (ARZ). Für ihre Kampagne &#8220;Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit&#8221; wurde sie mit dem &#8220;Prix Simone de Beauvoir pour la Liberté des Femmes 2009&#8243; ausgezeichnet. Trotzdem müssen Frauen, die sich der Kampagne anschließen, und tausende Journalistinnen jeden Tag um ihre Sicherheit und um ihr Leben bangen.</p>
<p><strong>Wie froh wir doch sein können, in Deutschland im Zeichen der Presse- und Meinungsfreiheit auch zu schwierigen Themen Stellung beziehen zu können. In diesen Situationen wird einem dieses Vorrecht wieder neu bewusst.</strong></p>
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		<title>Präsident Hamid Karzai im Interview über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/praesident-hamid-karzai-im-interview-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Der afghanische Präsident, Hamid Karzsai, spricht in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert - und was gilt es, noch zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>afghanische Präsident, Hamid Karzsai</strong>, spricht <a title="Hamid Karzai im Interview" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/73/457730/text/4/" target="_blank">in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung</a> über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert &#8211; und was gilt es, noch zu tun?</p>
<p>Ein großes Kompliment und Dankeschön speziell an die Deutschen; <strong>Hamid Karsai</strong> betrachtet Deutschland als &#8220;die größten <strong>Freunde Afghanistans</strong>&#8220;<strong>.</strong> Allerdings spricht sich der Präsident in Afghanistan gleichzeitig dafür aus, für mehr deutsche Truppen im Land &#8220;noch dankbarer&#8221; zu sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-473" title="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/hamid-karzai_praesident_afghanistan.jpg" alt="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" width="605" height="300" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der afghanische Präsident Hamid Karzai äußert sich im Interview</span><span class="ImageTextC">© <a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hamid_Karzai.jpg&amp;filetimestamp=20051216143145" target="_blank">Wikipedia</a></span></div></p>
<p>Generell sei es jedoch ein Fehler gewesen, dass die Verbündeten gerade 2001 nicht ausreichend <strong>Truppen nach Afghanistan</strong> geschickt hätten. Diese Nachlässigkeit sei, so Präsident Karzai, dafür mitverantwortlich, dass die Situation heute so ist, wie sie ist. Die <strong>Anschlagserie</strong>, die in der vergangenen Woche im Süden des Landes wieder für Unruhe und Schlagzeilen sorgte, ist dafür ein eindrucksvoller wie erschütternder Beleg.</p>
<h3>Wunschvorstellung oder realistische Prognose: Afghanistan im Jahr 2015</h3>
<p><a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai" target="_blank">Hamid Karzai</a> reagiert damit auf die Vorwürfe, die insbesondere von den Amerikanern immer wieder an ihn, an sein Land, herangetragen werden. Sie seien auch deshalb ungerechtfertigt, weil Afghanistan in den letzten sieben Jahren schon so viel geschafft hat. Seine Prognose (oder besser gesagt, seine Hoffnung): 2015 soll der Prozess des Wiederaufbaus <strong>in Afghanistan</strong> abgeschlossen sein, der Terrorismus jedoch bereits früher besiegt worden sein.</p>
<p>Inwieweit die <a title="Wahlen in Afghanistan 2009" href="http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/" target="_self">Wahlen 2009</a> zu einer solchen <strong>Entwicklung in Afghanistan</strong> beitragen, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass das Verhältnis zwischen Amerikanern und  Afghanen nach wie vor angespannt ist &#8211; hier ist auch der neue Präsident in den USA, <a title="Barack Obama und Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/barack-obama-und-afghanistan/" target="_self">Brack Obama</a>, gefordert. Die Anschläge, wie sie derzeit <strong>wieder in Afghanistan</strong> begangen wurden, dürften mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein.</p>
<p>Ein kontinuierlicher Kampf gegen den Terrorismus und für intensive internationale Beziehungen liegt vor <strong>Afghanistan </strong>- zu gewinnen ist er freilich nur, wenn die Länder des Westens weiterhin mit helfender Hand zur Seite stehen.</p>
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		<title>Bernd Mützelburg von Außenminister Steinmeier zum Sonderbeauftragten für Afghanistan und Pakistan ernannt</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Hartmut Wilfert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ist nicht im Einzelnen klar, welche Aufgaben Botschafter Mützelburg im Krisenherd Afghanistan und Pakistan zu erfüllen hat. Zunächst kann man nur begrüßen, dass Bundesminister Steinmeier offensichtlich einen Akzent auf intensivere diplomatische Arbeit setzen will.
Das ist in dem zerrissenen Land eine hohe Notwendigkeit im eigentlichen Sinne des Wortes. Entscheidend wird sein, wie es den Akteuren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch ist nicht im Einzelnen klar, welche Aufgaben Botschafter Mützelburg im Krisenherd Afghanistan und Pakistan zu erfüllen hat. Zunächst kann man nur begrüßen, dass Bundesminister Steinmeier offensichtlich einen Akzent auf intensivere diplomatische Arbeit setzen will.</strong></p>
<p>Das ist in dem zerrissenen Land eine hohe Notwendigkeit im eigentlichen Sinne des Wortes. Entscheidend wird sein, wie es den Akteuren – den inländischen wie den ausländischen – gelingt, eine funktionierende Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und ihren traditionellen Führern auf lokaler Ebene herzustellen. Ob die Bundeswehr diesen Part spielen kann, darf eher in Zweifel gezogen werden. Sie ist allerdings notwendig, um den Raum des diplomatischen und zivilen Handelns zu stabilisieren und zu sichern.</p>
<h3>Neue Perspektiven für Afghanistan</h3>
<p>Es ist daher zu wünschen, die zivilen Kräfte und Strukturen im Lande zu unterstützen. Die wesentlichen Beiträge müssen dabei jedoch aus dem Lande selber kommen. Nach allem, was wir in den letzten zehn Jahren erfahren haben, sorgen alle von außen kommenden Initiativen im Lande für Irritationen. Sie scheitern, als wäre Afghanistan resistent gegen jedwede fremde Einwirkung.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Heinz-Hartmut Wilfert</span></div><div id="HbBtmBig">Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. </div></div></p>
<p>Vor allem müsste man sich dem Gedanken öffnen, dass auf lokaler Ebene wirklich alle gesellschaftlichen Kräfte am Aufbauprozess mitarbeiten und an den Verbesserungen partizipieren. Hier wäre ein Weg, radikale und oppositionelle religiöse oder politische Initiativen in einen gemeinschaftlichen Prozess zu integrieren und ihre zerstörerischen Kräfte zu absorbieren.</p>
<p><strong>Gute Diplomaten sind hier gefragt und wir können dem Neuen nur wünschen, mit Geschick und einfühlsamer Beharrlichkeit Vertrauen zu finden und diesen Prozess zum Erfolg zu begleiten.</strong></p>
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		<title>Bildung in Afghanistan &#8211; Stand der Dinge?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 07:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Hilfe zur Selbsthilfe &#8211; dieses Konzept stellt auch in Afghanistan die Weichen für die Zukunft. Ein wichtiger Eckpfeiler ist natürlich die Bildung: Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in dem Land am Hindukusch langfristig vorangetrieben wird. Wie aber sieht es in Afghanistan heute, im Jahre 2009, aus? Nach unzähligen Berichten und Bildern aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hilfe zur Selbsthilfe &#8211; dieses Konzept stellt auch <strong>in Afghanistan</strong> die Weichen für die Zukunft. Ein wichtiger Eckpfeiler ist natürlich die <strong>Bildung</strong>: Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in dem Land am Hindukusch langfristig vorangetrieben wird. Wie aber sieht es in Afghanistan heute, im Jahre 2009, aus? Nach unzähligen Berichten und Bildern aus Afghanistan kommen endlich diejenigen zu Wort, die es am besten wissen müssten &#8211; die dort lebenden Menschen.</p>
<p>Insgesamt wurden <strong>in der <a title="Studie zur Lebensqualität in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/" target="_self">Studie der ARD, ABC und BBC</a></strong>, die <strong>direkt in Afghanistan</strong> durchgeführt wurde, 1534 Menschen befragt. <a title="Ergebnisse der ARD-Umfrage zu Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/static/pdf/Afghanistan_2009.pdf" target="_blank">Die Antworten überraschten zum Teil</a>, zum Teil deckten sie sich natürlich auch mit den Erwartungen.</p>
<h3>Die Bildung in Afghanistan hat sich verbessert</h3>
<p>In punkto Bildung waren sich immerhin <strong>77 Prozent der Befragten aus Afghanistan</strong> einig, dass die lokalen Schulen sehr gut bis gut einzuschätzen sind. Ein Ergebnis, dass durchaus Mut für die Zukunft macht.</p>
<p>Interessant ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass es sich um keine repräsentative Studie handelt; dies bedeutet, dass <strong>Afghanen</strong> in allen 34 Provinzen befragt wurden. Dies involviert notwendig auch kleinere Orte &#8211; schließlich existieren <strong>neben Kabul und Herat</strong> kaum größere Städte, als vielmehr „Mini-Städte&#8221; und kleinere Dörfer.</p>
<p>Es stellt sich natürlich die Frage, inwieweit diese Einschätzung <strong>der Menschen in Afghanistan</strong> auch tatsächlich zutrifft, d.h. objektivierbar ist. So ist zu erwarten, dass die Bildung in dem Land internationalen Standards nicht zu genügen vermag. <strong>Doch ein Trend, der in Afghanistan in die richtige Richtung weist, lässt sich aus diesem Ergebnis sicherlich abzeichnen.</strong></p>
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		<title>ARD-Umfrage zur Lebensqualität in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir allen sind uns wohl darüber im Klaren, dass die Lebensqualität in Afghanistan bei weitem nicht den an deutsche Maßstäbe heranreicht. Dennoch zeichnen die Medien ein recht einseitiges Bild, in dem Elend und Verderben zu sehen sind. Was aber ist dran, an der Berichterstattung, die uns permanent von einem zerrütteten, kriegsgebeutelten Land am Hindukusch erzählt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir allen sind uns wohl darüber im Klaren, dass die <strong>Lebensqualität in Afghanistan</strong> bei weitem nicht den an deutsche Maßstäbe heranreicht. Dennoch zeichnen die Medien ein recht einseitiges Bild, in dem Elend und Verderben zu sehen sind. Was aber ist dran, an der Berichterstattung, die uns permanent von einem zerrütteten, kriegsgebeutelten Land am Hindukusch erzählt?</p>
<p>Grund genug für die <strong>ARD, zusammen mit der der ABC und BBC</strong> eine <a title="Umfrage in Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan772.html" target="_blank">landesweite <strong>Umfrage in Afghanistan</strong></a> zu starten: Wenig verwunderlich ist hier sicherlich, dass viele der dort lebenden Menschen immer stärker am zweifeln sind, ob die Entwicklung des Landes in die richtige Richtung geht; schließlich ging nach dem Krieg zunächst ein <strong>Ruck durch Afghanistan</strong>. Die Tatsache, dass Jahre später immer noch so vieles im Argen liegt, führt verständlicherweise zu neuer Frustration.</p>
<h3>Wie ist es um die Lebensqualität in Afghanistan wirklich bestellt?</h3>
<p>Und tatsächlich: Auf den ersten Blick gibt es immer noch viele Missstände: Eine hohe Arbeitslosigkeit, die damit verbundene Armut sowie hygienische Mängel zeigen, dass <strong>Afghanistan</strong> nach wie vor auf Hilfe angewiesen ist. Dabei ist sicher, dass die Menschen sich langfristig selber versorgen können müssen. „Hilfe zu Selbsthilfe&#8221; ist das große Motto, das über einer jeden Aktion für die Menschen in Afghanistan schweben muss.</p>
<p>Landesweit sehen die <strong>Menschen in Afghanistan</strong> die größten Probleme in der fehlenden Sicherheit des Landes und in der Armut bzw. der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt. Offensichtlich ist es in <strong>dem Land am Hindukusch</strong> an der Zeit, ein neues Zeichen zu setzen, das den Menschen in Afghanistan Mut macht.</p>
<p>Denn wie die <strong>Umfrage der ARD, ABC und BBC</strong> zeigt, sind die Menschen dort mit den Entwicklung in ihrem Land nicht so recht glücklich &#8211; und das zu Recht. Afghanistan: Ein Land, das trotz positiver Meldungen nach wie vor auf Unterstützung angewiesen ist.</p>
<p><em>In weiteren Artikeln werden wir auf Teilaspekte der ARD-Umfrage noch konkreter eingehen.</em></p>
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		<title>Wahlen in Afghanistan im Herbst 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit - ein neuer Präsident wird gewählt. Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit &#8211; ein neuer Präsident wird gewählt.</strong> Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?</p>
<h3>Wahlen in Afghanistan. Was bedeutet dies für das Land am Hindukusch?</h3>
<p>Afghanistan, das Land am Hindukusch, zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die von der Antike bis zu Neuzeit reicht. Dieses großartige Erbe rückt in den Medien jedoch angesichts der politischen und militärischen Ereignisse der vergangenen 30 Jahren stark in den Hintergrund.</p>
<p><strong>Seit 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik </strong>- seitdem ist Hamid Karzai Präsident; 2009 geht seine Amtszeit von fünf Jahren zu Ende. In dieser Zeit setzte sich der 1957 in Karz, Afghanistan geborene Präsident dafür ein, dass Taliban-Regime zu stürzen und um eine neue Regierung aufzubauen. Im April 2008 überlebte er einen Anschlag unverletzt.</p>
<h3>Präsidentschaftswahlen 2009 &#8211; neue Chance für Afghanistan?</h3>
<p>Die Chancen und Perspektiven haben sich für Afghanistan in den letzten Jahren verbessert &#8211; auch wenn Kritiker in Karzai einen Spielball der Amerikaner sehen. Auch zahlreiche Hilfsorganisationen (darunter auch <a title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a>) setzen sich dafür ein, den Menschen in Afghanistan in Zukunft ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, das ihnen abseits aller politischen Querelen Sicherheit und einen angemesseneren Lebensstandard sichert.</p>
<p><strong>Aber welche Eigenschaften muss ein Präsident in Afghanistan besitzen? </strong>Sicherlich muss er sich in erster Linie für die Belange der Menschen in Afghanistan einsetzen; gleichzeitig muss er offen nach außen hin sein und internationale Politik betreiben. Es wird also vermutlich zu den Herausforderungen des neuen Präsidenten von Afghanistan gehören, im positiven Sinne zwischen den Menschen seines Landes und den übrigen Nationen (Deutschland, den USA etc.) zu vermitteln.</p>
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		<title>Verkehr in Kabul: Was ist das, eine Straßenbahn?</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwo da oben muss blauer Himmel sein. Hier jedoch ist nichts davon zu sehen. Ich bin am Nachmittag in Afghanistans Hauptstadt Kabul unterwegs, in der schon fast wieder 400 000 Pkw, Lkw, Busse und Motorräder fahren. Abgasschwaden verdichten sich mit aufgewirbeltem Staub zu dunklen Wolken. Um die Umwelt sorgt sich hier niemand. Die Luft ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwo da oben muss blauer Himmel sein. </strong>Hier jedoch ist nichts davon zu sehen. Ich bin am Nachmittag in Afghanistans Hauptstadt Kabul unterwegs, in der schon fast wieder 400 000 Pkw, Lkw, Busse und Motorräder fahren. Abgasschwaden verdichten sich mit aufgewirbeltem Staub zu dunklen Wolken. Um die Umwelt sorgt sich hier niemand. Die Luft ist so dick, dass es schwierig ist, einen der Polizisten an der nächsten Kreuzung auszumachen.</p>
<p>&#8220;Warum gibt es in Kabul keine Straßenbahnen?&#8221;, frage ich den Taxifahrer. Der fragt zurück: <strong>&#8220;Was ist das, eine Straßenbahn?&#8221; </strong></p>
<p>Auf den Straßen in Kabul geht es unglaublich chaotisch zu. Ein Durcheinander von Rädern, die sich millimeterdicht aneinanderreihen und manchmal nur im Schritttempo vorankommen. Dazwischen treiben Bauern ihre Ziegen- oder Schafherden quer über die Fahrbahn. Vorbei an neuen und alten gelb-weiß lackierten Taxis aus japanischer Produktion, deren Fahrer sich stets erst im allerletzten Moment zu überlegen scheinen, in welche Richtung sie fahren wollen. Es sind Sammeltaxis mit möglichst vielen Passagieren, die dadurch für den Einzelnen billiger werden, aber auch ständig unvermittelt anhalten, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/strassen-und-verkehr-in-kabul_afghanistan.jpg" alt="Was ist das, eine Straßenbahn? Verkehr in Kabul, Afghanistan." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Was ist das, eine Straßenbahn? Verkehr in Kabul, Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>In diesem Straßengewirr sieht man aber auch die modernen Geländewagen von Ausländern und den Vereinten Nationen mit ihren afghanischen Fahrern, die zehnmal so viel verdienen wie ein Polizist. Mittendrin quietschen altersschwache Fahrräder mit selbst gebauten Anhängern, auf denen Bauern Obst und Gemüse transportieren. Die ausländischen Soldaten, die wuchtige Panzerwagen durch die Straßen steuern, müssen regelrecht jonglieren, um Unfälle zu vermeiden. Über allem liegt eine spannungsgeladene Atmosphäre, die jederzeit explodieren kann. Schon ein Verkehrsunfall kann blutige Unruhen auslösen.</p>
<p>Ein Dutzend Verkehrsampeln hat die Kriegswirren überstanden. Ich weiß nicht, ob sie in diesen Tagen manchmal blinken, es wird ja nur stundenweise Strom geschaltet. Abdul Shakoor Khairkhwah, Chef der Verkehrspolizei, hat für hundert Kreuzungen neue Ampeln bestellt. Dann sollen auch die Beobachtungstürme am Straßenrand verschwinden, die noch aus der Zeit der sowjetischen Besatzung stammen. Und werden die neuen Ampeln dann auch funktionieren? Der Polizeichef ist zuversichtlich.</p>
<p>Ein Sprecher der Elektrizitätsbehörde warnte allerdings, dass die Stadt vorher 40 000 US-Dollar für längst fällige Stromrechnungen überweisen müsse. An das veraltete Kabelnetz könnten Verkehrsampeln außerdem nur in der Nähe der Generatoren angeschlossen werden. Ob dann immer noch mehrere Polizisten an jeder Straßenkreuzung nötig sind? Die Leute auf der Straße, die es betrifft, meinen: <strong>&#8220;Selbstverständlich. Unsere Fahrer halten sich nicht an das rote Licht. Woher sollten sie auch die Verkehrsregeln kennen? Die meisten haben sich den Führerschein einfach gekauft.&#8221;</strong></p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Die Afghanische Botschaft in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit haben wir bereits die Deutsche Botschaft in Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan, vorgestellt. Heute ist die Afghanische Botschaft in Berlin an der Reihe. Die afghanische Botschafterin in Deutschland ist Frau Prof. Maliha Zulfacar. Sie hat die Erfahrung gemacht, sich in Deutschland als Immigrantin zurechtfinden zu müssen, aber auch die Gefahren in ihrem Heimatland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einiger Zeit haben wir bereits die </strong><a href="http://afghanistan.adra.de/die-deutsche-botschaft-in-kabul/" title="Deutsche Botschaft in Kabul, Afghanistan"><strong>Deutsche Botschaft in Kabul</strong></a><strong>, der Hauptstadt von Afghanistan, vorgestellt. Heute ist die </strong><a target="_blank" href="http://www.botschaft-afghanistan.de/index.php?id=26" title="Afghanische Botschaft in Berlin"><strong>Afghanische Botschaft in Berlin</strong></a><strong> an der Reihe.</strong> Die afghanische Botschafterin in Deutschland ist <strong>Frau Prof. Maliha Zulfacar</strong>. Sie hat die Erfahrung gemacht, sich in Deutschland als Immigrantin zurechtfinden zu müssen, aber auch die Gefahren in ihrem Heimatland kennt sie nur all zu gut. Als Botschafterin möchte sie in erster Linie eine Grundlage dafür schaffen, dass Institutionen, Vereine und Gruppen der afghanischen Gemeinschaft in Deutschland sich kennenlernen und den Dialog untereinander fördern.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/botschaft-afghanistan-berlin.jpg" alt="Die Botschafter von Afghanistan und die afghanische Botschaft in Berlin." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Botschafterin von Afghanistan und die afghanische Botschaft in Berlin.</span><span class="ImageTextC">© Afghanische Botschaft</span></div></p>
<p>Das Botschaftsgebäude wurde im Jahre 2006 für die <strong>Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan</strong> gekauft und im Januar 2007 vom afghanischen Außenminister und der Botschafterin von Afghanistan eröffnet. Im Großen und Ganzen setzt sich die Botschaft aus drei Abteilungen zusammen, die trotz ihrer unterschiedlichen Aufgabengebiete Hand in Hand arbeiten.</p>
<p>Die <strong>Politische Abteilung</strong> der Botschaft koordiniert in erster Linie die Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland und versucht, die afghanischen Interessen in Deutschland wahrzunehmen. Aber auch die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen Deutschlands und die Innen- und Außenpolitik werden von dieser Abteilung beobachtet.</p>
<p>Die <strong>Wirtschaftsabteilung</strong> wirkt an Entscheidungsprozessen der afghanischen Regierung in wirtschaftspolitischen Angelegenheiten, in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerinstitutionen mit.</p>
<p>Zu den Aufgaben der <strong>Kulturabteilung</strong> gehört vor allem die Planung, Koordination und Steuerung der afghanischen Kulturpolitik. Sie soll die Menschen über die Grenzen hinweg einander näherbringen. Gemeinsam mit traditionellen Partner- und Mittlerorganisationen plant und gestaltet die afghanische Botschaft in Deutschland kulturelle Veranstaltungen.</p>
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		<title>Die Deutsche Botschaft in Kabul</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 06:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland unterhält auch in Afghanistan eine solche diplomatische Vertretung. Die Deutsche Botschaft in der Hauptstadt Kabul wird von Botschafter Dr. Hans-Ulrich Seidt geleitet. Als zentrale Aufgabe sieht er die Unterrichtung und Unterstützung aller Personen und Organisationen an, die sich für die deutsch-afghanische Zusammenarbeit einsetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Eine Botschaft ist die diplomatische Vertretung eines Staates am Regierungssitz eines anderen Staates.</strong> (&#8230;) Der Botschafter ist der persönliche Vertreter des Staatsoberhauptes beim Oberhaupt des Empfangsstaates. (&#8230;) Die Konsularabteilung der Botschaft nimmt Konsularaufgaben und nicht regierungsamtlichen Verwaltungsaufgaben (z. B. Kontaktpflege zwischen den Bürgern und Einrichtungen des Entsende- und Empfangsstaates, Visaerteilung, Wirtschaftsreferat) wahr.&#8221; So lässt sich <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Botschaft_%28Diplomatie%29" title="Botschaft bei Wikipedai">laut Wikipedia</a> in kurzen Sätzen der Zweck und die Aufgabe einer Botschaft beschreiben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/deutsche-botschaft-in-kabul_afghanistan.jpg" alt="Deutsche Botschaft in Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Deutsche Botschafter Dr. Hans-Ulrich Seidt und die Deutsche Botschaft in Kabul.</span><span class="ImageTextC">© Deutsche Botschaft</span></div></p>
<p>Deutschland unterhält auch in Afghanistan eine solche diplomatische Vertretung. Die <a target="_blank" href="http://www.kabul.diplo.de/Vertretung/kabul/de/Startseite.html" title="Deutsche Botschaft in Kabul">Deutsche Botschaft in der Hauptstadt Kabul</a> wird von Botschafter <a target="_blank" href="http://www.kabul.diplo.de/Vertretung/kabul/de/02/Botschafter__und__Abteilungen/Behoerdenleiter__Grussworte.html" title="Deutscher Botschafter Seidt in Kabul">Dr. Hans-Ulrich Seidt</a> geleitet. Als zentrale Aufgabe sieht er die Unterrichtung und Unterstützung aller Personen und Organisationen an, die sich für die deutsch-afghanische Zusammenarbeit einsetzen. In seinem Grußwort schreibt er:</p>
<blockquote><p><em>Deutschland und Afghanistan verbinden lange und vertrauensvolle Beziehungen, die gegründet sind auf Freundschaft und gegenseitigen Respekt. Deutsche Lehrer und Entwicklungshelfer haben über Jahrzehnte hinweg in Afghanistan gearbeitet, in Zeiten der Not fanden Tausende Afghanen in Deutschland Zuflucht und eine zweite Heimat. Diese Erfahrungen verbinden unsere Völker, sie prägen die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.</em></p></blockquote>
<p>Die Botschaft setzt sich aus verschiedenen Abteilungen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten zusammen:</p>
<p>Die <strong>Politische Abteilung</strong>, deren Hauptaufgabe darin besteht, die bilateralen Beziehungen auf politischer Ebene zu fördern und den afghanischen Friedensprozess umzusetzen.</p>
<p>Die <strong>Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Humanitäre Hilfe und Wirtschaft</strong> ist mit der Koordination in der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Afghanistan und den Anstrengungen die der Bundesregierung dadurch entstehen betreut. Sie entscheidet auch über den Sinn und die Relevanz verschiedener Projekte in den Bereichen Nothilfe und Humanitäre Hilfe und übernimmt die Betreuung deutscher Investoren und Unternehmen.</p>
<p>Deutsche Staatsangehörige, die in Afghanistan leben können sich Unterstützung bei der <strong>Rechts- und Konsularabteilung</strong> einholen, denn bei Notfällen in gewöhnlichen Verwaltungsanliegen ist sie die erste Anlaufstelle.</p>
<p>In der <strong>Kulturabteilung </strong>ist man verantwortlich für die Pflege der deutsch-afghanischen Beziehungen im Kultur- und Bildungsbereich.</p>
<p>Ein wirklichkeitsnahes und umfassendes Deutschlandbild zu vermitteln, dabei das Ansehen Deutschlands zu stärken und dabei die deutsche Politik und ihre Ziele zu erklären mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung des deutschen Beitrags zum Wiederaufbau von Afghanistan ist die Aufgabe der <strong>Presseabteilung</strong>. Sie betreut darüber hinaus deutsche Journalisten bei ihrer Arbeit in Afghanistan.</p>
<p>Das Bundesministerium der Verteidigung, die deutschen Streitkräfte und die Bundeswehr werden gegenüber der afghanischen Regierung und den diplomatischen Korps vom <strong>Militärpolitischen Beraterstab</strong> vertreten. Außerdem stellt er Informationen zur Deutschen Verteidigungspolitik, Militärstrategie, den Deutschen Streitkräften und deren Bewaffnung zur Verfügung.</p>
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		<title>Afghanistans Frauen drängen in die Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Hartmut Wilfert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Habiba Sarabi regiert als erste Gouverneurin die Provinz Bamiyan</h3>
<p><strong>Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.</strong></p>
<p>Habiba Sarabi gehört zum Volk der Hazara und Bamiyan ist das angestammte Gebiet dieses turkmenischen Volkes – eine glückliche Fügung, die das Regierungsgeschäft in den schwierigen Zeiten wesentlich erleichtert.</p>
<p>Erleichternd wirkt auch die Arbeit der Hilfsorganisationen, die sich bevorzugt um den Aufbau von Schulen und Kliniken kümmern. ADRA Deutschland unterhält hier insgesamt neun Kliniken, die mit medizinischem Fachpersonal ausgestattet sind. In schwierigen Fällen werden die Patienten an die drei großen Krankenhäuser weiter geleitet, die ebenfalls von ADRA unterstützt werden.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_01.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi, empfängt Erich Lischek. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>So war es für Frau Sarabi selbstverständlich, den Geschäftsführer von ADRA Deutschland, Erich Lischek, in ihrem Amtssitz zu empfangen.</strong> Das positive Gespräch war von Offenheit und Vertrauen geprägt, wobei Frau Habiba Sarabi ihre große Dankbarkeit ausdrückte. Sie hatte soeben eine Abschlussklasse von Hebammen verabschiedet und bemerkte, dass jede ADRA-Klinik eine dieser neuen Mitarbeiterinnen erhalten würde.</p>
<p>Wörtlich sagte sie: „Durch die gute Arbeit der Hilfsorganisationen wie ADRA ginge es den Menschen in der Provinz schon viel besser. Durch die Zusammenarbeit zwischen internationalen Nichtregierungs-Organisationen und der Direktion des Gesundheitsamtes der Provinz ist es gelungen, ein gut funktionierendes System zu entwickeln.“</p>
<p>Weiter meinte sie, dass diese Aufgabe gerade in den Distrikten Panjab und Warras, in denen ADRA arbeitet, nicht leicht zu lösen gewesen sei. Es sei einfach schwer im zentralen Hochland, wo die Menschen so verstreut wohnen, ein System zu installieren, das alle erreichen könne. Die bisherigen großen Fortschritte machten sie voll zufrieden und zuversichtlich, diese Strukturen weiter auszubauen, denn man sei hier auf dem richtigen Weg.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_02.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek und Ursula Meissner" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Gouverneurin Habiba Sarabi nach dem Gespräch mit Lischek und Meissner.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Für die Zukunft ihres Landes wünscht sie sich, dass mehr Menschen Afghanistan besuchen. Sie wolle für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur sorgen. Doch jetzt sei wichtig, dass die Menschen hier anpacken. Mit Schulen, Ausbildungsangeboten für Jungen und Mädchen müssten die eigenen Kräfte geweckt und gefördert werden. Dazu zähle sie aber auch die Erwachsenenbildung, damit Menschen in der Lage sind, sich ihr eigenes Einkommen zu erarbeiten. Um Handel, Austausch und Kommunikation zu fördern bleibe noch viel zu tun übrig – vor allem müssten die Straßen endlich ausgebaut werden.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Heinz-Hartmut Wilfert</span></div><div id="HbBtmBig">Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. </div></div></p>
<p><strong>ADRA wird sich in Afghanistan weiter im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit abgestimmten Projekten einbringen. Und wenn erst einmal die zerstörten Buddha-Statuen wieder restauriert sind, werden auch die Touristenströme wieder ins Land kommen – so die am Ende des Besuches gemeinsam ausgedrückte Hoffnung auf ein friedliches Afghanistan.</strong></p>
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