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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Nachhaltigkeit</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan. Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).   Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. © Erich Lischek  Das Krankenhaus in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan.</strong> Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra01.jpg" alt="Im “Büro” des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Das Krankenhaus in Panjab verfügt über 31 Betten und hat eine Chirurgische Abteilung, eine Abteilung für allgemeine Krankheiten für Männer und eine Abteilung für Frauen und Kinder. Außerdem Entbindungsklinik, Ambulanzklinik für Männer, Frauen und Kinder, Impfabteilung, Röntgenanlage, ein Labor und zwei Apotheken: Eine fürs Krankenhaus und eine weitere für die Ambulanzen. Zum Komplex gehören außerdem eine Reparaturwerkstatt für die Krankenfahrzeuge und eine Wäscherei.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra03.jpg" alt="Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Insgesammt arbeiten im Krankenhaus und den Ambulatorien 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich versorgen sie 2500 Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Allein in der Ambulanz für Frauen sind es von Sonntag bis Donnerstag noch einmal 40-50 Patientinnen täglich. Monatlich werden etwa 25 Kinder in der Klinik geboren.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra02.jpg" alt="Ursula Meissner bereitet sich auf ihre “Operation” vor." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner bereitet sich auf ihre &#8220;Operation&#8221; vor. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen. Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen. ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen.</strong> Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.</p>
<p>ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt es mittlerweile neun so genannte &#8220;Basic Health Center&#8221;. Dort sind jeweile eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, eine Hebamme und ein &#8220;Community Health Supervisor&#8221; tätig, außerdem zwei Impfärzte (&#8220;Vaccinators&#8221;) &#8211; einer an der Klinik und einer im mobilen Dienst.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan03.jpg" alt="Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In jeder Provinz gibt es außerdem noch ein &#8220;Community Health Center&#8221;. Dort gibt es neben den bereits genannten Berufen jeweils zusätzlich noch einen weiteren Arzt. Außerdem gibt es in Panjab und in Varras noch jeweils ein Krankenhaus, über das ich im dritten Teil berichten werde.</p>
<p>Eine hervorragende Arbeit machen auch die so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221;. Pro Gesundheitszentrum gibt es 9 bis 20 Personen, die in Erste Hilfe ausgebildet sind. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter hängt von der Anzahl der Dörfer ab, die zum Einzugsgebiet der Gesundheitszentren gehören. Die Ausbildung dieser &#8220;Ersthelfer&#8221;, wie wir sie nennen würden, findet im Rahmen des Gesundheitsprogrammes in der Provinz Bamiyan statt, um bei kleineren Krankheiten Erste Hilfe leisten zu können. Sie haben z.B. Schmerztabletten, Durchfallmittel und andere Medikamente im Gepäck.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan01.jpg" alt="Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Wie sie den Patienten behandelt haben, schreiben sie auf und geben diese Information an die Gesundheitszentren weiter. Die Patienten kommen dann in diese Einrichtung und werden dort weiter behandelt. Können sie dort nicht ausreichend versorgt werden, weil der Krankenpfleger oder die anderen Mitarbeiter nicht helfen können, werden diese dann an ein Krankenhaus in der Provinz oder ans Krankenhaus in Kabul überwiesen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan02.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Neben der Ausbildung der Community Health Workers gehören noch die Ausbildung von Hebammen sowie die Durchführung von Schulungen zum Thema Familienplanung, Mutter-Kind-Ausbildung u.a. zum Gesundheitsprogramm von ADRA. Auch die Arbeit der Impfärzte gehört mit zum Umfang des Programms, die Mütter und ihre Kinder entsprechend gegen Krankheiten impfen.</p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer. Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer.</strong> Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. Danach kam der Kharqol Pass und der Nargiss Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan.jpg" alt="Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In einem &#8220;Hotel&#8221; in der Stadt Kharquol  haben wir geschlafen, weil der Fahrer nicht mehr konnte. Außerdem hatten wir noch mindestens drei Stunden Autofahrt vor uns, buchstäblich durchs Gelände, um ins zentrale Hochland zu kommen. &#8212; Die Schotterpiste &#8220;Straße&#8221; zu nennen, wäre ein Beleidigung für unser Feldwege! </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan02.jpg" alt="In diesem “Hotel” haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In diesem &#8220;Hotel&#8221; haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Projektleiterin Rebecca de Graaf hatte ja damit gerechnet, dass wir noch am Abend ankommen. Sie waren alle in Sorge und fragten bei Vinod Nelson, dem Direktor von ADRA Afghanistan, an, was los sei. Zu uns gab es keine Handy-Verbindung. Wir fahren weiter durch eine Landschaft, wie im Hochland der Anden oder des Himalaya. Wild und karg, dabei doch bezaubernd schön.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan04.jpg" alt="Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Bewohner des zentralen Hochlandes – so erzählen uns die Mitarbeiter aus Afghanistan während der Fahrt – fühlen sich von der Welt vernachlässigt. &#8220;Das ganze Geld geht dorthin, wo sich die Leute bekriegen. Hier leben die Menschen unter der Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag.&#8221; sagen sie. Die Menschen haben bisher kaum Chancen, Lebensmittel haltbar zu machen. Die Hauptproduktion liegt auf Getreide. Es gibt Äpfel, aber kaum andere Obst- oder Gemüsesorten. In dieser Gegend baut auch niemand Mohn an. Honig wäre ein Produkt, das Einnahmen bringen könnte. Jedenfalls zeigt sich eine sehr starke Offenheit dafür.</p>
<p>Das Gespräch über die Nachhaltigkeit des Gesundheitsprojektes war für mich interessant. Der Projektkoordinator meinte, dass die kostenlose Behandlung durch die Ärzte auf die Dauer nicht möglich ist: &#8220;Woher soll ständig das Geld kommen? Die Betroffenen sollten in der Lage sein, dafür zu bezahlen. Dazu müssten sie aber über mehr Einkommen verfügen. Oder es muss ein &#8216;Versicherungssystem&#8217; aufgebaut werden.&#8221; Gute Überlegungen, denke ich bei mir.</p>
<p>Wir erreichen schließlich Panjab, einen Ort mit 10.000 Einwohnern und zugleich Hauptstadt des Distriktes Panjab in der Provinz Bamiyan.</p>
<p>Das Gesundheitsprojekt von ADRA hat etwa zwanzig Mitarbeiter. Sie unterhalten ein Krankenhaus, vier Kliniken, fünf Gesundheitszentren und drei Ambulanzfahrzeuge. Diese Einrichtungen darf man sich in Größe und Einrichtung bei Weitem nicht so vorstellen, wie bei uns in Deutschland. <strong>Im zweiten und dritten Teil meines Berichts werde ich die Arbeit der so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221; vorstellen und über das Krankenhaus in Panjab berichten.</strong></p>
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