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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Krieg</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Global Peace Index 2009 &#8211; Afghanistan rutscht weiter ab</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt einen sehr, sehr starken Zusammenhang zwischen Frieden und Wohlstand. Frieden ist ein führender Indikator für wirtschaftlichen Wohlstand.&#8221; Diese Worte stammen von Steve Killelea, dem Initiator des &#8220;Global Peace Index&#8220;. Seit 2007 wird dieser Index jährlich in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin &#8220;Economist&#8221; erhoben. Was sich bereits anhand Killeleas Zitat erahnen lässt, belegt der Global [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Es gibt einen sehr, sehr starken Zusammenhang zwischen Frieden und Wohlstand. Frieden ist ein führender Indikator für wirtschaftlichen Wohlstand.&#8221;</em> Diese Worte stammen von Steve Killelea, dem Initiator des &#8220;<a title="Global Peace Index" href="http://www.rp-online.de/public/article/panorama/ausland/715789/Neuseeland-ist-das-friedlichste-Land-der-Welt.html" target="_blank">Global Peace Index</a>&#8220;. Seit 2007 wird dieser Index jährlich in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin &#8220;Economist&#8221; erhoben.</p>
<p>Was sich bereits anhand Killeleas Zitat erahnen lässt, belegt der <strong>Global Peace Index 2009</strong> schwarz auf weiß: Es steht weder besonders gut um Afghanistans Wohlstand, noch um seinen Frieden. Knapp vor dem Irak rangiert Afghanistan auf einem traurigen vorletzten Platz. Mit einem fast dreimal so hohen Wert wie der Sieger Neuseeland wird Afghanistan dort gelistet. Zum Vergleich: <a title="Ergebnisse Global Peace Index 2009" href="http://www.visionofhumanity.org/images/content/GPI-2009/2009-GPI-ResultsReport-20090526.pdf" target="_blank">Deutschland hält sich mit Platz 16 in den Top 20, die USA rutschen auf Rang 83 von 144 Staaten ab</a>.</p>
<h3><strong>Folge der Wirtschaftskrise: Statistik mit schlechteren Ergebnissen als im Vorjahr</strong></h3>
<p>Bei der Ermittlung der &#8220;Friedenswerte&#8221; werden unter anderem politische Stabilität, Gewalt, internationale Beziehungen und Menschenrechte berücksichtigt. Je niedriger der Wert eines jeden von 23 Faktoren ist, umso &#8220;friedlicher&#8221; das bewertete Land. Insgesamt fällt die Statistik <a title="Global Peace Index 2009" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628181,00.html" target="_blank">weniger positiv aus</a>, als im Vorjahr.</p>
<p>Nicht nur Afghanistan hat also einiges aufzuholen: Instabilere Verhältnisse der Länder untereinander und eine Zunahme der gewalttätigen Auseinandersetzungen sorgen für das schlechtere Ergebnis. Nach dem Verständnis der Autoren ist Frieden allerdings weniger das Nicht-Vorhandensein von Krieg, sondern sichere gesellschaftliche Strukturen und Institutionen, die ein konfliktarmes Miteinander ermöglichen und sichern &#8211; in jedem Teil der Erde und im Bezug auf alle ihre Bewohner.</p>
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		<title>Allein gegen alle &#8211; Überlebenskampf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 06:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, auf der Straße stehen, können wir nur ungläubig den Kopf schütteln.</p>
<p>Wie soll das Leben nun weiter gehen? Auch in Afghanistan stellen sich jeden Tag unzählige Menschen diese Frage. Das Schicksal eines jungen Mädchens, dem es genau so ergangen ist, <a title="Bücher von Deborah Ellis" href="http://www.rga-online.de/xray/index.php?red=2&amp;artikel=109108696&amp;rubrik=xray" target="_self">beschreibt die Autorin Deborah Ellis in ihren Büchern</a>. </p>
<h3><strong>Der Afghanistankrieg macht Shauzia zum Waisen und Flüchtling, raubt ihr aber nicht ihre Hoffnung</strong></h3>
<p>Alles, was Shauzia nach dem Ausbruch des Krieges in Afghanistan bleibt, ist ihr Hund Jasper. Mit ihm zusammen rettet sie sich zunächst in ein Flüchtlingslager in Pakistan. Bald aber muss sie erkennen, dass sie von nun an völlig auf sich allein gestellt ist. Das Mädchen stellt sich seinem schwierigen Schicksal und kämpft für seine Freiheit &#8211; all dies wird von Ellis so eindringlich und überzeugend dargestellt, dass sich der Leser Shauzias täglichen Kampf ums Überleben nicht entziehen kann.</p>
<p>Deborah Ellis reflektiert in &#8220;<strong>Am Meer wird es kühl sein</strong>&#8221; auch ihre eigenen Erlebnisse: Ihrer eindringlichen Schilderung von Shauzias Überlebenskampf liegt die Erfahrung zugrunde, die die Autorin selbst in Flüchtlingslagern in Afghanistan gemacht hat. Sie verbrachte viele Monate in verschiedenen Flüchtlingslagern und ließ sich die Situation dort selbst von betroffenen Frauen und Kindern schildern. Mit ihrem Buch leistet sie jetzt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Lage dieser Menschen und regt durch die von ihr geschaffenen  intensiven Gefühlswelten <a title="Nachdenken über Lage der Flüchtlinge" href="http://www.frieden-fragen.de/10330.html" target="_self">zum Nachdenken an</a>.</p>
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		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes. Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Frauen in Afghanistan protestieren vor Universität gegen Ehegesetz</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Glaube versetzt Berge, heißt es &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer Demonstration von über 200 Frauen gegen das afghanische Ehegesetz für Schiiten geworfen wurden. Dieses Ehegesetz verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Glaube versetzt Berge, heißt es</strong> &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer <strong><a title="Demonstration Frauen in Afghanistan Ehegesetz" href="http://www.zeit.de/online/2009/16/ehegesetz-kabul-zusammenstoesse" target="_blank">Demonstration von über 200 Frauen</a> gegen das afghanische Ehegesetz</strong> für Schiiten geworfen wurden. Dieses <strong>Ehegesetz</strong> verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch als Legitimation für Vergewaltigung in der Ehe ab. Gelten soll das Gesetz jedoch nur für die schiitische Minderheit in Afghanistan. Nach heftigem internationalen Protest will Hamid Karsai das Gesetz erneut überprüfen. </p>
<p>Der Protest bedeutet eine weitere Etappe in dem Kampf um mehr Rechte für <strong>Frauen in Afghanistan</strong>. Die Barrieren, die es dabei zu überwinden gilt, liegen zum einen in den lang geschürten, festen Traditionen begründet, zum anderen in der Ablehnung westlicher Werte.</p>
<p>Hier ist es geradezu von symbolischem Wert, dass die Proteste vor der Kabuler Universität stattfanden, einem Ort, der für Fortschritt und Wandel in Afghanistan steht. Geradezu erstaunlich ist es daher, dass etwa 1000 Befürworter des Gesetzes aus dieser &#8220;Festung geitigen Wandels&#8221; strömten, <a title="Gegendemonstration vor Universität" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=2075" target="_blank">um die rund 200 Demostrantinnen zu umringen</a>. </p>
<h3>Langsam bröckelnde Mauern in Afghanistan</h3>
<p>Der Protest der Frauen in Afghanistan ist, trotz aller Widerstände, zugleich ein Symbol der Freiheit. Zum einen ist er ein mutiger Schritt, für die eigenen Rechte einzutreten, zum anderen zeigt die öffentliche, weltweite Diskussion, dass Afghanistan langsam, aber sich zu einem Teil der Weltgemeinschaft wird. Diesmal wird weniger über Hass, Gewalt und Autobomben diskutiert; vielmehr zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit solidarisch für die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>einsetzen.</p>
<p>Die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>setzen damit ein Zeichen, nicht nur in dem eigenen Land, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft. Die Mauern in Afghanistan, die symbolisch für die vielen Beschränkungen und Barrieren in dem Land stehen, bröckeln damit weiter. <strong>Ebenso symbolisch stehen die vereinzelt geworfenen Steine jedoch auch für einen beschwerlichen, ja steinigen Weg, auf dem sich Afghanistan nach wie vor befindet.</strong></p>
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		<title>Baburs Garten &#8211; Quell neuer Hoffnung für Kabuls Bewohner</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; Baburs Garten &#8211; wieder an. Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. </strong>Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; <strong>Baburs Garten</strong> &#8211; wieder an.</p>
<p>Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser Babur, beinhaltet noch immer die Grabstätte des Begründers der Mongolendynastie. 1528 legte Zahir ad-Din Muhammad Babur den Park an, der im Laufe der nächsten 500 Jahre erweitert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Nach einem schweren Erdbeben 1842 ließ der damalige Herrscher Amir Abdur Rahman die Gärten mühsam wieder aufbauen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts werden unter König Mohammed Nadir Schah zudem Restaurants und ein Schwimmbad in der Parkanlage eröffnet.</p>
<h3>In Afghanistans Hauptstadt hält ein Fleckchen Normalität Einzug</h3>
<p>Während der sowjetischen Invasion und des Talibanregimes wurde der Park vernachlässigt und zerstört, auch Baburs Grabstätte blieb nicht unbeschädigt. Die elf Hektar blühende Landschaft wurden zum Teil gerodet und das Holz als Brennstoff benutzt. Ab 2002 begann, unter Mithilfe des Deutschen Archäologischen Instituts, der Wiederaufbau von Baburs Garten. Hunderte neuer Bäume wurden gepflanzt, Wege neu angelegt und das Kanalsystem repariert. Auf über fünf Millionen Euro <a title="Kosten für Wiederaufbau" href="http://www.n-tv.de/1041476.html" target="_blank">beliefen sich die Kosten</a> nach Abschluss der Arbeiten.</p>
<p>Geld, das sich für die Menschen in Kabul lohnen soll, denn in der afghanischen Hauptstadt entsteht erneut eine Oase, fernab der sie umgebenden Trostlosigkeit. Durch eine hohe Mauer wird Baburs Garten geschützt, und betreten darf die Welt dahinter nur, wer zunächst einige Afghani Eintritt entrichtet hat. <strong>Doch auch dies hält die Bewohner der Stadt nicht davon ab, für einige Stunden dem Alltag zu entfliehen und einzutauchen in ein farbenfrohes, ruhiges und gänzlich friedvolles Universum.</strong></p>
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		<title>Das afghanische Märchen von den Guten und den Bösen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221; &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221;</strong> &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl bekanntesten Märchenerzähler, deren Geschichten Groß und Klein, Alt und Jung auch heute noch faszinieren. Märchen gibt es allerdings nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan:</p>
<h2>Von denen, die auszogen, die Welt zu retten</h2>
<p>Es war einmal eine Welt, in der war leider nicht alles perfekt. Die Menschen führten Kriege, ohne dass sie wussten, weshalb. Es war nicht so einfach, zwischen den &#8220;Guten&#8221; und den &#8220;Bösen&#8221; zu unterscheiden und zu sagen, was richtig und was falsch war. Inmitten dieser Welt lag das kleine Land Afghanistan. Seine Bewohner waren nicht sehr reich, aber sie versuchten trotzdem ein erkleckliches Leben zu führen. Sie hatten ihr Land aber nicht für sich, sondern mussten es mit anderen Menschen teilen.</p>
<p>Diese kamen aus fernen Ländern, jenseits des Ozeans. Sie sagten, sie seien die &#8220;Guten&#8221; und müssten das Land und die Welt vor einem Teil seiner Bewohner, den &#8220;Bösen&#8221;, beschützen. Überall im Land gab es Krieg, unter dem die Bewohner von Afghanistan litten und viele von ihnen starben. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben, das ihrer Familien, Verwandten und Freunde. Doch obwohl die &#8220;Guten&#8221; der Meinung waren, dass sie diesen Krieg gewonnen hätten, blieben sie weiter im Land.</p>
<p>In Afghanistan kehrte also trotz allem keine Ruhe ein, denn den übrig gebliebenen &#8220;Bösen&#8221; gefiel das gar nicht. Sie griffen die &#8220;Guten&#8221; weiterhin an, weil sie diese nicht in ihrem Land duldeten. Dabei wollten die Bewohner des Landes eigentlich gar nichts mit diesen Streitereien zu tun haben. Sie wollten lediglich ihr eigenes bescheidenes Leben führen und sich vor nichts fürchten müssen. Doch so wie es aussieht, wird es noch lange dauern, bis zu dem Tag, an dem die Menschen in Afghanistan glücklich und zufrieden und ohne Angst bis an ihr Lebensende sein können.</p>
<h3>Das Ende der Geschichte ist in Afghanistan noch nicht abzusehen</h3>
<p>Gesammelt hat diese Märchen <a title="Afghanische Märchen" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_self">der afghanische Dolmetscher Dr. Mir Hafizuddin Sadri</a> &#8211; und damit einen wichtigen Beitrag für die Kultur seines Landes geleistet. Denn damit zwischen all dem Krieg und Leid das Schöne und Fabelhafte nicht verloren geht, werden Märchen seit Generationen zusammengetragen und weiter gegeben. Ohne den sorgfältigen Umgang mit Sagen und Volksmärchen wären auch die Märchensammler Grimm nicht so berühmt geworden. </p>
<p>Es ist die Lehre, die die Märchen so besonders macht und die uns im Gedächtnis haften bleibt. Sie mahnt uns an, nicht aus niederen Beweggründen wie Neid, Hass und Gier zu handeln. Und es ist hoffentlich auch die Lehre, die die Verantwortlichen für Afghanistans Leiden und das seiner Bewohner verfolgt. Denn auch wenn die Geschichte des Landes eines Tages gut ausgeht, vergessen werden wird sie dennoch nicht.</p>
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		<title>Das erste Museum in Afghanistan im Jahre 1919</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe. Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt</strong>, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe.</p>
<p>Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem armen Bauern jedoch einen gehörigen Schrecken ein. Die schnell versammelten Landwirte aus der Umgebung machten sich alsbald auch daran, das &#8220;Hexenwerk&#8221; zu zerstören. Unzählige Schädel wurden somit mit Äxten und Pickeln zerstört.</p>
<h2>Zerstörung und Plünderung in Afghanistan</h2>
<p>Doch ein Teil der Skulpturen blieb erhalten. In den nächsten Jahren folgten Ausgrabungen in weiteren Dörfern in der Umgebung von Baghram. 1919 schließlich wurde das erste Museum in Afghanistan in Kabul eröffnet, das die Funde im Schloss Baghe Bala zur Schau stellte. Zu sehen waren neben brahmanische Skulpturen unter anderem auch Schriftstücke, Waffen und nicht zuletzt Schmuck. Das Museum hatte damals die größte Münzsammlung der Welt &#8211; über 40.000 Münzen konnten damals in Afghanistan besichtigt werden &#8211; eine unglaubliche Schatzkammer.</p>
<p>Doch im Mai 1993 kam es durch die Mudjahedin-Führer Hekmatyar  und Sayyaf zu einem Raketenbeschuss in Kabul. Teile des Museums wurden auf diese Weise zerstört. In der Folge fanden Plünderungen statt &#8212; noch heute können Stücke aus dem damaligen Bestand des Museums, wie etwa alte Shiwa-Köpfe, in Afghanistan gekauft werden.</p>
<p>Immerhin waren die Museumsstücke für viele Jahre für die Menschen in Afghanistan eine wahre Goldgrube &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das erste Museum in Afghanistan fiel leider den Raketen und Plünderungen zum Opfer. Für die Kultur des Landes am Hindukusch ist dies natürlich bis heute ein herber Verlust.</p>
<p><em>Nachzulesen in &#8220;</em><a title="Die Geschichte Afghanistans" href="http://books.google.de/books?id=jdDPuiWQYeEC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=%22br+hmten+Afghanen%22&amp;source=gbs_summary_s&amp;cad=0" target="_blank"><em>Die Geschichte Afghanistans</em></a><em>&#8221; (Habibo Brechna)</em></p>
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		<title>Mehr positive Meldungen über Afghanistan, bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum. Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellen Sie sich vor:</strong> Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.</p>
<p>Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser &#8220;Team&#8221;, d.h. die Soldaten der Bundeswehr, <a title="Bundeswehr aufgestockt" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1779" target="_self">das jüngst wieder um 600 Mann aufgestockt wurde</a>, hat offenbar nichts Positives zu vermelden. Würden wir in den Medien nicht immer wieder deutsche oder US-Soldaten erblicken, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass in Wahrheit gar niemand vor Ort ist.</p>
<p>Sicherlich würde man den Soldaten, die in ihren Einsatzgebieten Ihr Leben riskieren, damit Unrecht tun. Gefragt ist also die Politik, die uns schlichtweg im Unklaren über den Erfolg der in Afghanistan durchgeführten Operationen lässt.</p>
<h3>Die Bundesregierung schweigt sich zu Afghanistan nach wie vor aus</h3>
<p>Was allerdings verwundert &#8211; schließlich scheint die Strategie doch aufzugehen: Oder warum werden die Bemühungen, weitere Truppen nach Afghanistan zu senden, nun wieder forciert? Die Bundesregierung um Angela Merkel hüllt sich zu diesem Thema in Schweigen &#8211; die Frage ist nur, was uns diese mangelnde Redseligkeit verrät: Hat die Bundesregierung schlicht keinen &#8220;brauchbaren&#8221; Plan für den Wiederaufbau und die Sicherung in Afghanistan oder möchte sie in ihren zielgerichteten, und damit langfristigen Bemühungen keine (kurzfristige) Kritik aufkommen lassen?  </p>
<p>Kurios ist zudem: Erfolgsmeldungen der Taliban bekommen wir förmlich auf einem Silbertablett serviert. Die PR &#8220;in diese Falsche Richtung&#8221; funktioniert also prächtig; schließlich verschaffen wir den Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen (und das schon über so viele Jahre hinweg).</p>
<p>Fakt ist, dass die ewigen, negativen Schlagzeilen häufig nur noch beiläufig wahrgenommen werden. Viele Bundesbürger haben einfach den Eindruck gewonnen, dass sich Afghanistan in einer Endlosschleife befindet. Warum also nicht einfach mal eine Positiv-Schlagzeile? <strong>Dass es diese Meldungen gibt, ist unstreitig &#8211; seit rund einem Jahre berichten wir schließlich über &#8220;das andere, positive Afghanistan&#8221;.</strong></p>
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		<title>Wenn Pressefreiheit ein Fremdwort bleibt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: </strong>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes Leben riskieren. Für sie ist es fast unmöglich, frei und unabhängig zu berichten.</p>
<h2>Rangliste zur Pressefreiheit: Afghanistan am Ende des Feldes</h2>
<p>Auch Afghanistan reiht sich in Liste jener Länder ein, in denen die Arbeit von Journalisten im Allgemeinen und von Frauen im Speziellen erschwert wird. In der 2008 von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; veröffentlichten <a title="Rangliste der Pressefreiheit 2008" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2008.html" target="_self">Rangliste zur Pressefreiheit belegt Afghanistan einen der hinteren Plätze</a>. Gerade in der westlichen Provinz Herat gab es vermehrt Übergriffe auf Journalistinnen. Taliban, Warlords und lokale Politiker wollten die Frauen dazu zwingen, ihre Arbeit aufzugeben.</p>
<p>Für viele von ihnen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeit; sie legen ihre Arbeit aus Angst um das eigene Leben nieder oder zensieren sich selbst. Andere, wie die pakistanische Journalistin Meera Jamal, flüchten nach Deutschland. Sie erhielt mehrfach Morddrohungen, nachdem sie über Themen wie das Recht der Frau auf Scheidung oder staatliche Hilfe bei Vergewaltigung berichtet hatte. Wie ihr erging es zahlreichen anderen Frauen, die über Tabuthemen berichten. Vor allem Beiträge über Frauenrechte oder religiösen Fundamentalismus <a title="Reporter ohne Grenzen Kampagnen" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagnen-aktionen/internationaler-frauentag-2009.html" target="_self">werden mit Drohungen und Verfolgung bedacht</a>.<strong> </strong></p>
<h3>Frauen geben aus Angst um ihr Leben die Arbeit auf oder fügen sich der Zensur</h3>
<p>Das traurige Barometer von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; wächst auch 2009 weiter: bisher führt es zwölf getötete und 145 inhaftierte Journalisten auf. Auch Shahnaz Gholami aus dem Iran verbrachte aufgrund ihrer Artikel bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Sie lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und engagiert sich bei der &#8220;Vereinigung der Journalistinnen&#8221; (ARZ). Für ihre Kampagne &#8220;Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit&#8221; wurde sie mit dem &#8220;Prix Simone de Beauvoir pour la Liberté des Femmes 2009&#8243; ausgezeichnet. Trotzdem müssen Frauen, die sich der Kampagne anschließen, und tausende Journalistinnen jeden Tag um ihre Sicherheit und um ihr Leben bangen.</p>
<p><strong>Wie froh wir doch sein können, in Deutschland im Zeichen der Presse- und Meinungsfreiheit auch zu schwierigen Themen Stellung beziehen zu können. In diesen Situationen wird einem dieses Vorrecht wieder neu bewusst.</strong></p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Opium War &#8211; die Suche nach dem Menschen im Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in seiner Hoffnungslosigkeit über die Rolle Gottes sinniert.</p>
<p><strong>Siddiq Barmaks Film erschüttert und fasziniert gleichermaßen</strong></p>
<p>Grotesk wird es dann, wenn es sich bei dieser Situation um eine Aufnahme aus Siddiq Barmaks Film &#8220;<a title="Opium War" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-635/i.html" target="_blank">Opium War</a>&#8221; handelt. Der zitierte Mann liegt in der Szene rauchend mit seinen amerikanischen Kollegen im Mohnfeld und philosophiert über den Weltuntergang. &#8220;<strong>Opium War</strong>&#8221; erzählt die eigentlich tragische Geschichte Afghanistans mit einer gehörigen Priese schwarzen Humors. So werden die ersten demokratischen Wahlen vor einer Art Zirkustruppe auf Drogen abgehalten, als Anspielung auf den eigentlichen Abnehmer des in Afghanistan hergestellten Opiums: Das Ausland. Barmak will dem Ausland, das der Produktion in der Öffentlichkeit kritisch gegenübersteht, vor Augen halten, warum und für wen die Drogen produziert werden. </p>
<p><strong>Afghanistans Kriege setzen nicht nur seinen Bewohnern zu, auch den Soldaten</strong></p>
<p>Der Opium-Konsum ist allerdings nur ein Aspekt des tiefsinnigen Films. Im Vordergrund steht die Schwäche des Menschen inmitten der Kriege und des Leides. Zwei US-Soldaten und ihr afghanischer Adjutant stürzen mit ihrem Hubschrauber in einem Schlafmohnfeld ab. Sie überleben den Absturz knapp, das Hubschrauberwrack wird von ansässigen Bauern besetzt. Absurd: Die anscheinend so mächtigen Soldaten können sich der Frauen und Kinder nicht erwehren, die da auf sie zugestürzt kommen. </p>
<p>Siddiq Barmak sinniert nicht nur in dieser Szene über das Unmögliche &#8211; und lässt damit die Realität umso drastischer auf den Zuschauer wirken. Die dargestellte Hoffnungslosigkeit wirkt beklemmend, man fühlt mit den Bauern und Soldaten, die ihre Verzweiflung mit dem Konsum von Opium zu betäuben versuchen. Wirkliche Linderung verspricht es nicht. Trotzdem ist das Opium für Afghanistan von zweifelhaftem Nutzen: Ds ist die größte Einnahmequelle des Landes. <a title="Opium Export" href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/123520/index.html" target="_blank">Mehr als vier Milliarden Dollar</a> wurden durch seinen Export im Jahr 2007 eingenommen.</p>
<p>Der Regisseur verpackt seine Kritik an der gegenwärtigen Situation in Afghanistan gekonnt in groteskem Humor. Für den aufwändigsten afghanischen Film seit 30 Jahren wurde er im Oktober 2008 mit dem &#8220;Goldenen Marc Aurel&#8221; <a title="Filmfest in Rom" href="http://zukunftwissen.apa.at/cms/zukunft-wissen/zukunft-wissen-meldung.pdf;jsessionid=aRVndwkR-_G7?id=ZUK_20081031_ZUK0126" target="_blank">beim Filmfest in Rom bedacht</a>. Ob und wann der Film auch in deutschen Kinos zu sehen sein wird, ist nicht bekannt.</p>
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		<title>Präsident Hamid Karzai im Interview über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der afghanische Präsident, Hamid Karzsai, spricht in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert - und was gilt es, noch zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>afghanische Präsident, Hamid Karzsai</strong>, spricht <a title="Hamid Karzai im Interview" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/73/457730/text/4/" target="_blank">in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung</a> über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert &#8211; und was gilt es, noch zu tun?</p>
<p>Ein großes Kompliment und Dankeschön speziell an die Deutschen; <strong>Hamid Karsai</strong> betrachtet Deutschland als &#8220;die größten <strong>Freunde Afghanistans</strong>&#8220;<strong>.</strong> Allerdings spricht sich der Präsident in Afghanistan gleichzeitig dafür aus, für mehr deutsche Truppen im Land &#8220;noch dankbarer&#8221; zu sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-473" title="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/hamid-karzai_praesident_afghanistan.jpg" alt="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" width="605" height="300" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der afghanische Präsident Hamid Karzai äußert sich im Interview</span><span class="ImageTextC">© <a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hamid_Karzai.jpg&amp;filetimestamp=20051216143145" target="_blank">Wikipedia</a></span></div></p>
<p>Generell sei es jedoch ein Fehler gewesen, dass die Verbündeten gerade 2001 nicht ausreichend <strong>Truppen nach Afghanistan</strong> geschickt hätten. Diese Nachlässigkeit sei, so Präsident Karzai, dafür mitverantwortlich, dass die Situation heute so ist, wie sie ist. Die <strong>Anschlagserie</strong>, die in der vergangenen Woche im Süden des Landes wieder für Unruhe und Schlagzeilen sorgte, ist dafür ein eindrucksvoller wie erschütternder Beleg.</p>
<h3>Wunschvorstellung oder realistische Prognose: Afghanistan im Jahr 2015</h3>
<p><a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai" target="_blank">Hamid Karzai</a> reagiert damit auf die Vorwürfe, die insbesondere von den Amerikanern immer wieder an ihn, an sein Land, herangetragen werden. Sie seien auch deshalb ungerechtfertigt, weil Afghanistan in den letzten sieben Jahren schon so viel geschafft hat. Seine Prognose (oder besser gesagt, seine Hoffnung): 2015 soll der Prozess des Wiederaufbaus <strong>in Afghanistan</strong> abgeschlossen sein, der Terrorismus jedoch bereits früher besiegt worden sein.</p>
<p>Inwieweit die <a title="Wahlen in Afghanistan 2009" href="http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/" target="_self">Wahlen 2009</a> zu einer solchen <strong>Entwicklung in Afghanistan</strong> beitragen, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass das Verhältnis zwischen Amerikanern und  Afghanen nach wie vor angespannt ist &#8211; hier ist auch der neue Präsident in den USA, <a title="Barack Obama und Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/barack-obama-und-afghanistan/" target="_self">Brack Obama</a>, gefordert. Die Anschläge, wie sie derzeit <strong>wieder in Afghanistan</strong> begangen wurden, dürften mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein.</p>
<p>Ein kontinuierlicher Kampf gegen den Terrorismus und für intensive internationale Beziehungen liegt vor <strong>Afghanistan </strong>- zu gewinnen ist er freilich nur, wenn die Länder des Westens weiterhin mit helfender Hand zur Seite stehen.</p>
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		<title>Wahlen in Afghanistan im Herbst 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit - ein neuer Präsident wird gewählt. Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit &#8211; ein neuer Präsident wird gewählt.</strong> Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?</p>
<h3>Wahlen in Afghanistan. Was bedeutet dies für das Land am Hindukusch?</h3>
<p>Afghanistan, das Land am Hindukusch, zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die von der Antike bis zu Neuzeit reicht. Dieses großartige Erbe rückt in den Medien jedoch angesichts der politischen und militärischen Ereignisse der vergangenen 30 Jahren stark in den Hintergrund.</p>
<p><strong>Seit 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik </strong>- seitdem ist Hamid Karzai Präsident; 2009 geht seine Amtszeit von fünf Jahren zu Ende. In dieser Zeit setzte sich der 1957 in Karz, Afghanistan geborene Präsident dafür ein, dass Taliban-Regime zu stürzen und um eine neue Regierung aufzubauen. Im April 2008 überlebte er einen Anschlag unverletzt.</p>
<h3>Präsidentschaftswahlen 2009 &#8211; neue Chance für Afghanistan?</h3>
<p>Die Chancen und Perspektiven haben sich für Afghanistan in den letzten Jahren verbessert &#8211; auch wenn Kritiker in Karzai einen Spielball der Amerikaner sehen. Auch zahlreiche Hilfsorganisationen (darunter auch <a title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a>) setzen sich dafür ein, den Menschen in Afghanistan in Zukunft ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, das ihnen abseits aller politischen Querelen Sicherheit und einen angemesseneren Lebensstandard sichert.</p>
<p><strong>Aber welche Eigenschaften muss ein Präsident in Afghanistan besitzen? </strong>Sicherlich muss er sich in erster Linie für die Belange der Menschen in Afghanistan einsetzen; gleichzeitig muss er offen nach außen hin sein und internationale Politik betreiben. Es wird also vermutlich zu den Herausforderungen des neuen Präsidenten von Afghanistan gehören, im positiven Sinne zwischen den Menschen seines Landes und den übrigen Nationen (Deutschland, den USA etc.) zu vermitteln.</p>
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		<title>Barack Obama und Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 07:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erwartungen an Barack Obama sind zweifelsohne hoch; bereits  vor seinem Einzug ins weiße Haus wurde er wie ein Popstar verehrt und von Weltstars wie Beyoncé und Bono von U2 unterstützt. Kritik kam eigentlich nicht auf - zu groß sind die Hoffnungen, welche die Weltgemeinschaft in den neuen US-amerikanischen Präsidenten setzt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Erwartungen an Barack Obama sind zweifelsohne hoch; bereits  vor seinem Einzug ins weiße Haus wurde er wie ein Popstar verehrt und von Weltstars wie Beyoncé und Bono von U2 unterstützt. </strong>Kritik kam eigentlich nicht auf - zu groß sind die Hoffnungen, welche die Weltgemeinschaft in den neuen US-amerikanischen Präsidenten setzt.</p>
<p><strong>Was aber bringt Barack Obama für Afghanistan? </strong>Frieden und einen guten Weg hin zu einem unabhängigen Land am Hindukusch, oder doch Auseinandersetzungen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-418" title="Barack Obama - Chancen für Afghanistan?" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/barack_obama_afghanistan.jpg" alt="Barack Obama - Chancen für Afghanistan?" width="605" height="250" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Was bringt der neue US-Präsident Barack Obama für Afghanistan?</span><span class="ImageTextC">© Pete Souza (CC)</span></div></p>
<p>Bereits <strong>George W. Bush</strong> wurde für seine <strong>Afghanistan-Politik</strong> scharf kritisiert &#8211; von Obama hatte man sich daher einen anderen Kurs erhofft. Und dann das. Der frisch gebackene Präsident und Popstar für die Massen gab bekannt, er wolle bis zu 30.000 neue Soldaten nach Afghanistan entsenden. Kein Wunder, dass es zum ersten Mal in seiner noch so kurzen Amtszeit zu Kritik an Obama kommt.</p>
<h3>Erreicht Obama ein Gleichgewicht in Afghanistan?</h3>
<p>Was aber spricht dafür, und was dagegen? Sicherlich ist <strong>Afghanistan</strong> immer noch äußerst unruhig &#8211; doch was gegenwärtig fehlt, ist ein natürliches Gleichgewicht in den Bemühungen Obamas, der sich bislang noch nicht zu einer Verbesserung der <strong>Situation in Afghanistan</strong> geäußert hat. Dabei brauchen die Menschen am Hindukusch vor allem Unterstützung beim Wiederaufbau; etwa Krankenhäuser, Schulen und Saatgut.</p>
<p>Inwieweit Obama künftig zu einer echten <strong>Verbesserung in Afghanistan</strong> beitragen kann, werden die nächsten Wochen und Monate sicherlich zeigen. Allerdings hätt man sich ihm und den <strong>Menschen in Afghanistan</strong> einen besseren Start gewünscht. Es ist daher zu fragen, ob es aus Sicht des Präsidenten richtig ist, auf diese Art und Weise ein Zeichen zu setzen &#8211; um weiterhin das zu sein, was einen Popstar ausmacht: <strong>beliebt.</strong></p>
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		<title>Afghanistan und seine Nachbarn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Afghanistan&amp;address=Afghanistan&amp;width=605&amp;height=400&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=5&amp;hl=de&amp;t=1233503047" width="605" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe> </p>
<p><strong>Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. </strong>Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. <strong>Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? </strong></p>
<h3>Die sechs Nachbarländer von Afghanistan</h3>
<p>Afghanistan hat sechs Nachbarländern. Neben dem Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan grenzt auch China an das Land am Hindukusch. Letzteres zählt nicht nur zu den größten Ländern der Erde, sondern auch zu den wirtschaftsstärksten in der Region. Für China ist das Land am Hindukusch ein wichtiges Nachbarland, da die Volksrepublik an einer Stabilität <strong>an den Grenzen zu Afghanistan</strong> interessiert ist. Daher ist China auch an dem  dortigen Wiederaufbau beteiligt und unterhält eine Botschaft in Kabul.</p>
<p>Die Beziehungen zu Pakistan und dem Iran weisen eine lange Geschichte auf, die leider von einem über hundert Jahre währenden Konflikt durchzogen ist. Inhalt der Streitigkeiten ist der Abfluss des 1.125 Kilometer langen Hilmend, dem längst Fluss in Afghanistan.</p>
<p>Am 6. Januar 2009 hat der <strong>Präsident von Afghanistan, Hamid Karsai</strong>, von einer neuen Beziehung zu Pakistan gesprochen, die in dem Kampf gegen den Terrorismus bestehen soll. Diese Wendung ist keineswegs selbstverständlich, schließlich ist die <strong>Afghanistan-Pakistan-Beziehung</strong> doch von einer langen Geschichte geprägt, die deutlich problembehaftet ist.</p>
<p><strong>Dennoch wird sich  die Situation in Afghanistan wohl auch 2009 noch nicht entspannen; die Hilfe in dem Land am Hindukusch muss als weiter gehen. Große Hoffnung setzen viele sicherlich in Barack Obama, der in diesen Tagen seine Arbeit als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika aufnimmt. Doch auch von ihm sind keine Wunder zu erwarten &#8211; aber eine vielleicht eine weitere Chance für die Menschen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Überall im Haus waren Bücher versteckt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan. Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan.</strong> Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor den Taliban zu retten.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/buecher-versteckt_taliban_afghanistan.jpg" alt="Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div>Er musste auch verhindern, dass zufällige Besucher den Taliban von den Bücherschätzen erzählen würden. Ich habe ein Professorenehepaar getroffen, die beim Schutz ihrer Bücher besonders einfallsreich waren und mich großzügig fotografieren ließen. Sie meinten, die Taliban kommen nicht mehr zurück. Vor ihre Bücherregale hatten sie Vorhänge gezogen, um den Eindruck zu erwecken, dahinter sei ein Bett, eine Tür oder ein Fenster.</p>
<p>Überall im Haus versteckten der Professor und seine Frau die in vielen Jahren gesammelten Bücher. Die beiden froren im Winter lieber, als Bücher im Ofen zu verheizen, wie das manche andere in Kabul taten.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Stadtportrait: Kundus, Landwirtschaft im Norden Afghanistans</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze. Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze.</strong> Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.</p>
<p><iframe height="300" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kundus%2C%20Afghanistan&amp;address=Qonduz&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=10&amp;hl=de&amp;t=1223219102" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></p>
<p>Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch durch den grausamen Selbstmordanschlag der Taliban im Mai 2007 bekannt, bei dem auf einem Teemarkt drei deutsche Bundeswehrsoldaten und mehrere Zivilisten starben. Fünf weitere deutsche Soldaten wurden schwer verletzt.</p>
<p><strong>In dieser Region ist es für afghanische Verhältnisse äußerst grün und fruchtbar.</strong> Das Tal ist fast völlig von hohen Bergen umgeben; den Ausläufern des <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch, das mächtige Gebirge in Afghanistan">Hindukusch</a>. Die Melonen aus dieser Provinz, die hier neben Baumwolle, Reis, Weizen und Mais angebaut werden, haben den Ruf, die besten des Landes zu sein und sind daher auch im ganzen Land beliebt. Bei einer Reise nach Afghanistan sollten die Melonen auf jeden Fall einmal probiert werden. Leider ist die Landwirtschaft auch in Kundus noch auf einem eher &#8220;mittelalterlichen Niveau&#8221;, wo die Äcker noch mit Ochsengespannen bearbeitet werden und nicht selten auch Menschen statt Traktoren die Pflüge ziehen.</p>
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		<title>Stadtportrait: Mazar-e-Sharif im Norden von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 05:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz im Norden von Afghanistan liegt die dritte Stadt, die wir heute in unserer Serie der größten Metropolen des Landes vorstellen. Nach der Hauptstadt Kabul und der zweitgrößten Stadt Kandahar im Süden von Afghanistan, ist nun Mazar-e-Sharif an der Reihe. Mazar-e-Sharif (auch &#8220;Masar-e Scharif&#8221;) ist größte Stadt in der nördlichen Provinz Balkh. Die Einwohnerzahl betrug 2006 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz im Norden von Afghanistan liegt die dritte Stadt, die wir heute in unserer Serie der größten Metropolen des Landes vorstellen.</strong> Nach der <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" title="Hauptstadt Kabul in Afghanistan">Hauptstadt Kabul</a> und der zweitgrößten Stadt <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kandahar-im-suedlichen-afghanistan/" title="Stadtportrait Kandahar im Süden von Afghanistan">Kandahar</a> im Süden von Afghanistan, ist nun Mazar-e-Sharif an der Reihe.</p>
<p><strong>Mazar-e-Sharif</strong> (auch &#8220;Masar-e Scharif&#8221;) ist größte Stadt in der nördlichen Provinz Balkh. Die Einwohnerzahl betrug 2006 geschätzt 300.600. Als mutmaßliche Grabstätte von <em>Ali Ibn Abi Talib</em> ist sie die bedeutendste Wallfahrtsstätte Afghanistans und zählt zu den heiligen Städten des Islam.</p>
<p><iframe height="300" scrolling="no" width="605" frameBorder="0" src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Mazar-e-Sharif%2C%20Afghanistan&amp;address=Mazar-e-Sharif%2C%20Afghanistan&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=12&amp;hl=de&amp;la=40&amp;t=1218361038" marginHeight="0" marginWidth="0"></iframe></p>
<p><strong>Mazar-e-Sharif</strong> liegt in einer Gebirgsflussoase, in der eine intensiver Bewässerung das Anbauen von Baumwolle, Tabak, Getreide, Gemüse, Melonen und Obstbaumkulturen möglicht macht. Leider wurde durch den langen Krieg und die Tyrannei des Talilban-Regimes die Infraaststruktur in und um Mazar-e-Sharif zum größten Teil zerstört.</p>
<p>Bis in die 80er Jahre hinein konnte <strong>Mazar-e-Sharif </strong>eine gut ausgebaute Leichtindustrie vorweisen. Es gab dort ein Brotkombinat, ein Wärmekraftwerk auf Erdgasbasis (Pipeline bei Shibarghan), Textilindustrie und eine Baumwollenverarbeitungsfabrik. Bis heute existiert noch eine Düngemittelfabrik. Es werden Seidenwaren, Teppiche, und Baumwollprodukte unter einfachsten Bedingungen weiterhin hergestellt, um mit geringen Einnahmen der privaten Kleinstmanufakturen die vielköpfigen Familien ernähren zu können.</p>
<p>In <strong>Mazar-e-Sharif</strong> gibt es einen Flugplatz, der für einen zukünftigen internationalen Flugbetrieb wieder aufgebaut werden soll. Nach der Stürzung der Taliban in Mazar-e-Sharif wurde die Universität, das medizinische Institut, die Pädagogische Hochschule und zahlreiche allgemeinen Schulen wieder eröffnet.</p>
<p>Das Wahrzeichen der Stadt ist die Grabmoschee des Kalifen Ali, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Diese Rauza ist für die Schiiten eine der bedeutendsten Wallfahrtsorte. Die Wände der prunkvollen Moscheeanlage sind vollständig mit glasierten Kacheln verkleidet. Sie zählt zu den wichtigsten Kunstschätzen der islamischen Welt. Jedes Jahr beginnt hier am 21. März, Frühlingsanfang, das <a href="http://afghanistan.adra.de/nauroz-neujahrsfest-in-afghanistan/" title="Nauroz, Neujahrsfest in Afghanistan">40 Tage andauernde persisch-afghanische Nauroz</a> (Neujahrsfest).</p>
<p>Zum Nauroz kommen viele Pilger aus dem In- und Ausland nach <strong>Mazar-e-Sharif</strong>, um sich an den religiösen Ereignissen zu beteiligen. In den Teehäusern und Restaurants wird Live-Musik gespielt und die Sportbegeisterten schauen dem Nationalsport Buzkashi oder dem Ringen zu. Das Fest ist außerdem unter dem Namen &#8216;Gul i Surch&#8217; bekannt: Das &#8220;Fest der roten Blumen&#8221;. Überall, soweit das Auge schauen kann, ist das hügelige Umfeld von roten Mohnblumen übersät.</p>
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		<title>Stadtportrait&#058; Kandahar im südlichen Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unserer Serie über die sechs größten Metropolen stellen wir heute die im südlichen Afghanistan gelegene Stadt Kandahar vor. Der Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz Kandahar befindet sich am Fluss Arghandab. Hier leben lebten 2004 ca. 1,5 Millionen Einwohner, in der Stadt Kandahar selbst rund 330.000 Einwohner. Kandahar ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im zweiten Teil unserer Serie über die sechs größten Metropolen stellen wir heute die im südlichen Afghanistan gelegene Stadt Kandahar vor.</strong> Der Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz <strong>Kandahar</strong> befindet sich am Fluss Arghandab. Hier leben lebten 2004 ca. 1,5 Millionen Einwohner, in der Stadt <strong>Kandahar</strong> selbst rund 330.000 Einwohner.</p>
<p><strong>Kandahar</strong> ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und ein wichtiges Handelszentrum, hauptsächlich für landwirtschaftliche Produkte. Sie verfügt über einen internationalen Flughafen, der etwa 16 Km südöstlich an der Straße nach Quetta liegt. Über die &#8220;Ring Road&#8221; ist sie mit <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_blank" title="Kabul, die Hauptstadt von Afghanistan">Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan</a>, und Herat verbunden.</p>
<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Kandahar%2C%20Afghanistan&amp;address=Kandahar%2C%20Afghanistan&amp;width=605&amp;height=300&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=12&amp;hl=de&amp;la=40&amp;t=1218356493" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0" height="300" scrolling="no" width="605"></iframe></p>
<p><strong>Kandahar wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. von Alexander dem Großen in der Nähe der antiken Stadt Mundigak gegründet.</strong> Wegen ihrer strategisch wichtigen Lage in Zentralasien war die Stadt häufiges Ziel von Eroberungen. Britische Truppen besetzten <strong>Kandahar</strong> während des ersten Anglo-Afghanischen Krieges (1839–1842) sowie von 1879 bis 1881. Nach dem Rückzug der Sowjets wechselten die Machthaber öfter. Ende 1994 begannen die Taliban von <strong>Kandahar</strong> aus die Eroberung des Südens, Ostens und der Mitte von Afghanistan. Die Stadt ist noch heute das geistige Zentrum der Bewegung.</p>
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