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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Kälte</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Deckmantel Afghanistan – Projekt gegen Kälte und Armut</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt. Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer - das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt.</strong> Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer &#8211; das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.</p>
<h3>Hilfsprojekt gegen die Kälte in Afghanistan</h3>
<p><img class="size-full wp-image-397" title="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Decken werden an Flüchtlinge und Hilfsbedürftige verteilt</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt, das von ADRA Deutschland für Afghanistan ins Leben gerufen wurde, ist denkbar einfach: Hilfe ist besonders dann wirkungsvoll, wenn sie als Selbsthilfe begriffen werden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert es auch hier; gerade in dieser kalten Jahreszeit dürfen sich Flüchtlinge und Vertriebene in ganz Afghanistan über die Arbeit vieler Frauen in Kabul freuen. Ihr Anteil an diesem Projekt macht in der Tat den Löwenanteil aus &#8211; schließlich nähen diese Damen, was das Zeug hält.</p>
<h3>Das ADRA Deckenprojekt &#8211; Decken für Afghanistan</h3>
<p>Die Steppdecken, die aus dieser Arbeit hervorgehen, werden nicht etwa in andere Länder exportiert, um dort als Billigware verscherbelt zu werden; vielmehr dienen sie dem Zweck, Hilfsbedürftigen zugute zu kommen, um ihnen so den harten Winter zu erleichtern.</p>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><img class="size-full wp-image-398" title="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_afghanistan01.jpg" alt="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" width="605" height="250" /></div>
<div class="mceTemp"><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Decken werden von Frauen in Kabul genäht</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></div>
</div>
<p>Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen &#8211; das Konzept von ADRA, das hinter dem Deckenprojekt geht, scheint aufzugehen. Weit über 40.000 Decken wurden auf diese Weise bereits an den Mann, die Frau und viele hilfsbedürftige Kinder gebracht. Gleichzeitig bietet die Hilfsorganisation den Frauen aus Kabul so die Möglichkeit, zu arbeiten und sich so etwas Geld hinzu verdienen zu können.</p>
<p>Auch im Jahre 2009 wird das Deckenprojekt in Afghanistan fortgeführt. Um diesen guten Weg, den Weg zur Selbsthilfe, auch Zukunft weitergehen zu können, freut sich die Hilfsorganisation ADRA natürlich immer über <a title="Spenden für ADRA" href="http://www.adra.de/spenden.html" target="_blank">Spenden</a>. <strong>Wir freuen uns auf eine weiterhin angenehme Arbeit, um zusammen mit den Menschen in Afghanistan auch im neuen Jahr viel zu erreichen.</strong></p>
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		<title>Überall im Haus waren Bücher versteckt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan. Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Taliban verboten nicht nur das Fernsehen in Afghanistan.</strong> Ihnen waren eigentlich auch alle Leute verdächtig, die lesen konnten. Dies galt besonders für Professoren. Wer von den Lehrern der Universität in Kabul seine Privatbibliothek über die Kriegsjahre hinweg gerettet hatte, und nicht vor den Ruinen seines Hauses stand, musste nach Möglichkeiten suchen, seine Bücher vor den Taliban zu retten.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/buecher-versteckt_taliban_afghanistan.jpg" alt="Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Bücher wurden in Afghanistan wegen der Taliban versteckt.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div>Er musste auch verhindern, dass zufällige Besucher den Taliban von den Bücherschätzen erzählen würden. Ich habe ein Professorenehepaar getroffen, die beim Schutz ihrer Bücher besonders einfallsreich waren und mich großzügig fotografieren ließen. Sie meinten, die Taliban kommen nicht mehr zurück. Vor ihre Bücherregale hatten sie Vorhänge gezogen, um den Eindruck zu erwecken, dahinter sei ein Bett, eine Tür oder ein Fenster.</p>
<p>Überall im Haus versteckten der Professor und seine Frau die in vielen Jahren gesammelten Bücher. Die beiden froren im Winter lieber, als Bücher im Ofen zu verheizen, wie das manche andere in Kabul taten.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
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		<title>Familie Fatami näht für den Lebensunterhalt</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 09:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen haben wir von einem Projekt berichtet, das Menschen in Afghanistan auf dreifache Weise zu Gute kommt. Jahr für Jahr wird dieses Projekt wiederholt. Mit Rohstoffen vom regionalen Markt werden von bedürftigen Frauen Decken genäht, die im Winter an die arme Landbevölkerung in Afghanistan verteilt werden.   Familie Fatami ist auf das Nähen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen haben wir <a href="http://afghanistan.adra.de/die-lage-der-frauen-in-afghanistan/" title="Die Lage der Frauen in Afghanistan">von einem Projekt berichtet</a>, das Menschen in Afghanistan auf dreifache Weise zu Gute kommt. Jahr für Jahr wird dieses Projekt wiederholt. Mit Rohstoffen vom regionalen Markt werden von bedürftigen Frauen Decken genäht, die im Winter an die arme Landbevölkerung in Afghanistan verteilt werden.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/decken_afghanistan02.jpg" alt="Familie Fatami ist auf das Nähen von Steppdecken für ihren Lebensunterhalt angewiesen." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Familie Fatami ist auf das Nähen von Steppdecken für ihren Lebensunterhalt angewiesen. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Bei unserem Besuch treffen wir Familie Fatami. Der Ehemann ist im Krieg durch Raketen schwer verletzt worden. Es fehlt ein Stück der Schädeldecke, seine linke Hand ist völlig gelähmt. Er kann keiner Arbeit mehr nachgehen. Das Ehepaar hat vier Mädchen. Die Mutter ist Teil des Programms, das vor fünf Jahren von ADRA ins Leben gerufen wurde.</p>
<p>Eine Frau kann bis zu drei Decken täglich produzieren. Gemeinsam mit ihren heranwachsenden Töchtern produziert Familie Fatami vier Decken am Tag. Mit diesen Einnahmen haben sie eine sehr gute Überlebenschance.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/decken_afghanistan01.jpg" alt="Ursula Meissner lässt sich erklären, wie die Decken genäht werden." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner lässt sich erklären, wie die Decken genäht werden. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Insgesamt erhielten rund 300 Frauen wie die Mutter der Familie Fatami eine Ausbildung im Nähen dieser Decken. Außerdem lernten sie Lesen, Schreiben und Rechnen. Seit Beginn des Projekts erhalten sie jedes Jahr den Auftrag von ADRA, zwischen 14.000 – 20.000 solcher &#8220;Quilts&#8221; (Steppdecken) zu nähen. Diese werden dann an Menschen in den entlegenen Bergregionen verteilt. Sie spenden über den Winter Wärme und tragen somit zum Überleben bei.</p>
<p>Vinod Nelson, der Leiter von ADRA Afghanistan, würde diese Arbeit gerne zu einem Ganzjahresprogramm erweitern und nicht nur Aufträge erteilen, wenn ein weiteres Projekt ansteht, das vom Auswärtigen Amt mitfinanziert wird. Schließlich sind Menschen wie die Familie Fatami das ganze Jahr über auf diesen Lebensunterhalt angewiesen.</p>
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		<title>Eine neue Bettdecke für Nafisa</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 07:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Masood Krami</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dies ist die Geschichte von Nafisa, die ich bei meinem letzten Aufenthalt in Afghanistan in ihrem Haus besucht habe. Nafisa ist 55 Jahre alt und hat ihren Ehemann während des Bürgerkrieges in Afghanistan verloren. Auch ihr Haus wurde im Krieg zerstört. Nafisa lebt jetzt in den Ruinen im Sha Shahed Distrikt in der Provinz Kabul. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dies ist die Geschichte von Nafisa,</strong> die ich bei meinem letzten Aufenthalt in Afghanistan in ihrem Haus besucht habe. Nafisa ist 55 Jahre alt und hat ihren Ehemann während des Bürgerkrieges in Afghanistan verloren. Auch ihr Haus wurde im Krieg zerstört. Nafisa lebt jetzt in den Ruinen im Sha Shahed Distrikt in der Provinz Kabul.</p>
<p>Auf dem Flur steht nichts anderes als vier bis fünf leeren Plastiktüten, die sie als Bettdecke benutzt. Nafisa hat drei Kinder. Ihre älteste Tochter ist gehbehindert. Nafisas Lebensgeschichte stimmt mich traurig. Sie ist eine mutige afghanische Frau und gibt ihr bestes, um die Kinder und sich selbst mit Essen zu versorgen. Da sie nicht lesen und schreiben kann, findet sie keine Arbeit. Ihre einzige Verdienstmöglichkeit besteht darin, <strong>auf der Straße betteln zu gehen.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/nafisa.jpg" alt="Nafisa erhält eine Bettdecke und warme Kleidung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nafisa bekommt von Masood Krami eine Bettdecke und warme Kleidung.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div><br />
Als Nafisa krank wurde, konnte sie drei Tage nicht das Bett verlassen. Ohne erbetteltes Geld konnte sie keine Lebensmittel kaufen. Die älteste Tochter lag sich aufgrund ihrer Behinderung wund, Nafisa war zu krank, um sie umzubetten. Eines der jüngeren Kinder sah den Zustand ihrer älteren Schwester und lief weinend zu den Nachbarn.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Der Autor: Masood Krami</span></div><div id="HbBtm">Masood Krami (31) stammt aus Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan. Seit drei Jahren studiert er Internationale Sozial-wissenschaften in Magdeburg. Nach dem Ende seines Studiums in Deutschland wird er wieder nach Afghanistan zurückkehren, um dort als Entwicklungshelfer zu arbeiten.</div></div>Als die Nachbarn kamen und sahen, wie schlecht es Nafisa und ihrer älteren Tochter ging, holte eine Nachbarin Essen für die Familie. Doch die bettwunde Tochter konnte das Essen nicht schlucken und begann stattdessen aus dem Mund zu bluten. Sie verstarb in der Nacht darauf. Die Nachbarin weinte: <em>&#8220;Als Nafisas Tochter starb, kam ihr ein Stück Leber mit Blut aus dem Mund und sie lag auf einer leeren Tüte mit einer anderen Tüte als Kissen.&#8221;</em></p>
<p><strong>So wie Nafisa ergeht es tausenden Familien in Afghanistan. </strong>Es fehlt ihnen an Nahrung und anderen Dingen zum Leben. Nach sechs Jahren der neuen Regierung gibt es noch immer lebensbedrohende Armut. Im Falle von Nafisa konnte ich mit Hilfe von ADRA einiges unternehmen, damit ihre Not gelindert wird.</p>
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		<title>Ein Engel in der kalten Nacht</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 11:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Farzin Karim ist eine junge Lehrerin in der Provinz Jawzja im Norden Afghanistans. Eines Abends macht sich Farzin auf den Weg ins Nachbardorf, um ihre Mutter zu besuchen. Die Kinder hat sie bereits ins Bett gebracht. Sie ist froh, die beiden in den warmen Betten zu wissen. Trotz mehrerer Schichten Kleidung spürt sie die bittere Kälte. Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Farzin Karim ist eine junge Lehrerin in der Provinz Jawzja im Norden Afghanistans. </strong>Eines Abends macht sich Farzin auf den Weg ins Nachbardorf, um ihre Mutter zu besuchen. Die Kinder hat sie bereits ins Bett gebracht. Sie ist froh, die beiden in den warmen Betten zu wissen. Trotz mehrerer Schichten Kleidung spürt sie die bittere Kälte. Dieser Winter in Afghanistan ist deutlich kälter als sonst. Auch die Gebiete, die davon sonst nicht so stark betroffen sind, bekommen die Ausmaße der starken Kälte zu spüren. Temperaturen um 20 Grad minus haben viele Dorfbewohner überrascht.  </p>
<p>Als Farzin über den harten Winter nachdenkt, läuft sie plötzlich in einen Nachbarn hinein. Sie unterhalten sich kurz miteinander. Er erzählt von einer anderen Familie, die unter den kalten Temperaturen besonders zu leiden hat und der es sehr schlecht geht. Farzin hat in der Zeitung gelesen, dass schon mehr als 500 Menschen an der eisigen Kälte gestorben sind. Auch große Viehherden sind den Temperaturen zum Opfer gefallen. Als sie vom Leid der Nachbarn erfährt, ändert sie spontan ihre Entscheidung, die Mutter zu besuchen und macht sich auf den Weg zum Haus der armen Familie.</p>
<p>Was sie dort sieht, rührt sie zu Tränen. Auf dem kalten Boden sitzt eine hochschwangere Frau, umgeben von ihren drei kleinen Kindern. Alle vier tragen zu wenig Kleidung, als dass diese sie vor den Temperaturen hätte schützen können. Die Kinder kuscheln sich aneinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Die Frau reagiert kaum noch auf Farins Fragen. Die Kälte und der Hunger haben sie zu sehr geschwächt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/farzin-karim-mitte.jpg" alt="Die Familie von Adila und Qudratullah" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Familie von Adila und Qudratullah. Die Finger des Jungen sind vor Kälte geschwollen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div>Sofort macht sich Farzin auf den Heimweg, um kurz darauf mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und etwas Holz zurückzukehren. Dank der Hilfe anderer Nachbarn hat sie alles schnell zusammen und kann der Familie an diesem Abend direkt helfen. Am warmen Feuer kommt wieder Farbe in die Wangen der schwangeren Adila. Sie ist Farzin von ganzem Herzen dankbar: <em>&#8220;Du bist ein Engel! Wenn Du nicht gewesen wärst, hätten wir diese Nacht nicht überlebt.&#8221;</em> Sie erzählt, dass ihr Mann Qudratullah weit reisen musste, um Arbeit zu finden. Nun versperren ihm Schneemassen den Weg nach Hause.</p>
<p>Später erzählt Farzin ihrem Mann von den Ereignissen. Er arbeitet für ADRA Afghanistan und setzt sich am nächsten Tag mit dem Büro vor Ort in Verbindung. ADRA ist in der Lage, die arme Familie mit einem Monatsvorrat an Essen, Holz und Kerosin zum Heizen zu versorgen. Als Ehemann Qudratullah nach einer Woche zu Hause eintrifft, ist er voller Dankbarkeit gegenüber ADRA und Farzin Karim: <em>&#8220;Wenn ihr nicht gewesen wärt, hätte ich meine Frau und Kinder wohl nicht mehr lebend gesehen!&#8221;</em> Heute kann er sich über seinen jüngsten Sohn freuen, den Adila gesund zur Welt gebracht hat.</p>
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		<title>Die Lage der Frauen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft durch die Taliban werden Frauen in Afghanistan stark unterdrückt. Ist eine Frau nicht verheiratet oder stirbt ihr Mann, gibt es für sie keine staatliche Absicherung. Hat sie keine familiäre Unterstützung, bleibt ihr nur das Schicksal als Tagelöhnerin. ADRA bietet Frauen in Afghanistan eine Perspektive und verbessert ihre soziale Stellung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft durch die Taliban werden Frauen in Afghanistan stark unterdrückt.</strong> Ist eine Frau nicht verheiratet oder stirbt ihr Mann, gibt es für sie keine staatliche Absicherung. Hat sie keine familiäre Unterstützung, bleibt ihr nur das Schicksal als Tagelöhnerin. ADRA bietet Frauen in Afghanistan eine Perspektive und verbessert ihre soziale Stellung.</p>
<p>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2008 informiert eine Sonderausgabe des ADRA DIREKT über die Situation der Frauen in Afghanistan. Verschiedene Projekte von ADRA helfen den Menschen, ihre Lage zu verbessern.</p>
<p>
<p id="embedded_flash" style="text-align: center;"><a href="http://www.scribd.com">Scribd</a></p>
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</p>
<p><strong></p>
<h2>Dreifache Hilfe, die ankommt</h2>
<p><strong>Eines dieser Projekte stellt die Sonderausgabe des ADRA DIREKT im Detail vor. Es kommt den Menschen auf dreifache Weise zu Gute und unterstützt vor allem die bedürftigen Frauen in Afghanistan.</strong></p>
<p></strong></p>
<h2>Decken für den Winter</h2>
<p>Nicht nur der Krieg und seine Folgen setzen den Menschen in Afghanistan schwer zu, auch die extremen klimatischen Bedingungen sind eine Bedrohung für die Bevölkerung. Viele haben nicht die nötigen<br />
Mittel, um sich ausreichend auf den Winter vorzubereiten. Bei eisigen Temperaturen von bis zu -30° C frieren die Menschen und haben nicht genügend Vorräte, um sich ausreichend zu ernähren.</p>
<p>Ein Projekt von ADRA besteht darin, die bedürftigsten Menschen im Norden des Landes für den Winter zu rüsten. Seit 2002 erhalten vor allem Flüchtlinge und die verarmte Landbevölkerung warme Decken, Planen und Schuhe. Regelmäßig wird das Projekt jedes Jahr weiter verlängert. Die Rohstoffe kommen vom heimischen Markt und unterstützen damit gleichzeitig die lokale Wirtschaft.</p>
<h2>263 Frauen nähen für nachhaltige Hilfe</h2>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Dreifache Hilfe</span></div><div id="HbBtm"><em>- Rohstoffe vom lokalen Markt<br />
- Herstellung durch arme Witwen<br />
- Schutz gegen die Kälte</em></div></div>ADRA hatte außerdem die Idee, die Decken von der mittellosen Bevölkerungsschicht im Land herstellen zu lassen, um einen noch größeren Kreis von Bedürftigen zu erreichen. Die Arbeit verhilft vielen Witwen und mittellosen Familien zu einem Einkommen, wodurch sie sich besser auf den Winter vorbereiten können.</p>
<p>Für das Projekt wurden 263 Personen in der Umgebung von Kabul angestellt, um Tausende von Decken zu nähen. Der größte Teil der Frauen ist durch eine Umfrage im Jahr 2002 ermittelt worden und hat seither in ähnlichen Projekten gearbeitet. Die Frauen wurden durch ARDA auswählt und gehören zur Gruppe derer, die sehr wenig oder überhaupt kein Einkommen haben.</p>
<p>Der Nähvorgang und das Zusammenhalten des Stoffes mit der Baumwollfüllung wurde den Frauen vorab erklärt, um einen gleichbleibenden Qualitätsstandard der Decken zu erzielen. ADRA hat diesen Prozess von der Übergabe des Rohmaterials bis zur fertigen Decke kontinuierlich begleitet.</p>
<p><strong>Die verteilten Hilfsgüter garantieren den begünstigten Familien einen besseren Schutz gegen die Kälte: Plastikfolien dienen als „zweites Fenster“ im Haus und tragen maßgeblich zur Isolation bei. Gefütterte Schuhe halten die Füße warm, so dass niemand mehr barfuß auf dem gefrorenen Boden gehen muss und die Decken wärmen des Nachts ihre Körper.</strong></p>
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