<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Interview</title>
	<atom:link href="http://afghanistan.adra.de/tag/interview/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://afghanistan.adra.de</link>
	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Jul 2011 12:40:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Afghanistan ist ein überraschend naturverbundenes Land</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-ist-ein-ueberraschend-naturverbundenes-land/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-ist-ein-ueberraschend-naturverbundenes-land/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 06:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=531</guid>
		<description><![CDATA[Wir alle kennen die Elendsbilder, die uns über die Nachrichten stets kompakt serviert werden. Über die Einseitigkeit dieser Meldungen wurde an dieser Stelle schon oft berichtet. Kaum vermutet hätte man angesichts der Bilder, dass die Menschen in Afghanistan tatsächlich äußerst naturverbunden sind. Karla Schefter erzählt in dem Interview mit Greenpeace von der Liebe der Afghanen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen die Elendsbilder, die uns über die Nachrichten stets kompakt serviert werden. Über die Einseitigkeit dieser Meldungen wurde an dieser Stelle schon oft berichtet. Kaum vermutet hätte man angesichts der Bilder, dass die Menschen in Afghanistan tatsächlich äußerst naturverbunden sind.</p>
<p><a title="Karla Schefter Interview Greenpeace" href="http://www.chak-hospital.info/de/downloads/Greenpeace_Magazin_1_03.pdf" target="_blank">Karla Schefter erzählt in dem Interview mit Greenpeace</a> von der Liebe der Afghanen zu Blumen, zur Natur insgesamt, aber auch über den ausgeprägten Familiensinn. Diese Eigenschaften sind es, warum die Deutsche, Leiterin eines Krankenhauses in Kabul, nach wie vor in Afghanistan bleibt &#8211; den widrigen Bedingungen zum Trotz.</p>
<h3>Blumen in Afghanistan: So zeigen die Afghanen, wie viel Freude in ihnen steckt</h3>
<p>&#8220;Niemals zuvor habe sie so viele Blumen bekommen, wie in Afghanistan&#8221;, sagt sie. Keine Frage, die Deutsche hat die Liebenswürdigkeit der Menschen im Land am Hindukusch schon oft erfahren und weiß sie zu schätzen. Umso trauriger ist es, wieviel den Menschen in Afghanistan genommen wurde &#8211; nicht nur an Besitz, Lebensstandard, an Gesundheit, sondern auch an Lebensqualität: Gerade die Taliban haben ihrer Ansicht nach so viel &#8220;Freudlosigkeit&#8221; über Afghanistan gebracht; &#8220;Keine Musik, was ist das für ein Leben?&#8221;, findet Karla Schefter.</p>
<p>Doch die Deutsche bleibt &#8211; einfach, weil die Menschen in Afghanistan so viel Freude in sich tragen und es die Sache einfach wert ist. Nach Deutschland reist sie, um Spenden zu sammeln, und um zu berichten. <strong>Auch hier ist noch viel zu tun; es mangelt schlicht und ergreifend an Wissen über Afghanistan, das Land und seine Menschen.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-ist-ein-ueberraschend-naturverbundenes-land/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Präsident Hamid Karzai im Interview über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/praesident-hamid-karzai-im-interview-ueber-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/praesident-hamid-karzai-im-interview-ueber-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 07:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=472</guid>
		<description><![CDATA[Der afghanische Präsident, Hamid Karzsai, spricht in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert - und was gilt es, noch zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>afghanische Präsident, Hamid Karzsai</strong>, spricht <a title="Hamid Karzai im Interview" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/73/457730/text/4/" target="_blank">in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung</a> über das Verhältnis zum Westen und über die Fortschritte in Afghanistan. Eine Bestandaufnahme vor der Wahl in diesem Jahr. Was hat sich im Laufe seiner Amtszeit, die 2005 begann, verändert &#8211; und was gilt es, noch zu tun?</p>
<p>Ein großes Kompliment und Dankeschön speziell an die Deutschen; <strong>Hamid Karsai</strong> betrachtet Deutschland als &#8220;die größten <strong>Freunde Afghanistans</strong>&#8220;<strong>.</strong> Allerdings spricht sich der Präsident in Afghanistan gleichzeitig dafür aus, für mehr deutsche Truppen im Land &#8220;noch dankbarer&#8221; zu sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-473" title="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/hamid-karzai_praesident_afghanistan.jpg" alt="Der afghanische Präsident Hamid Karzai im Interview" width="605" height="300" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der afghanische Präsident Hamid Karzai äußert sich im Interview</span><span class="ImageTextC">© <a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hamid_Karzai.jpg&amp;filetimestamp=20051216143145" target="_blank">Wikipedia</a></span></div></p>
<p>Generell sei es jedoch ein Fehler gewesen, dass die Verbündeten gerade 2001 nicht ausreichend <strong>Truppen nach Afghanistan</strong> geschickt hätten. Diese Nachlässigkeit sei, so Präsident Karzai, dafür mitverantwortlich, dass die Situation heute so ist, wie sie ist. Die <strong>Anschlagserie</strong>, die in der vergangenen Woche im Süden des Landes wieder für Unruhe und Schlagzeilen sorgte, ist dafür ein eindrucksvoller wie erschütternder Beleg.</p>
<h3>Wunschvorstellung oder realistische Prognose: Afghanistan im Jahr 2015</h3>
<p><a title="Hamid Karzai" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai" target="_blank">Hamid Karzai</a> reagiert damit auf die Vorwürfe, die insbesondere von den Amerikanern immer wieder an ihn, an sein Land, herangetragen werden. Sie seien auch deshalb ungerechtfertigt, weil Afghanistan in den letzten sieben Jahren schon so viel geschafft hat. Seine Prognose (oder besser gesagt, seine Hoffnung): 2015 soll der Prozess des Wiederaufbaus <strong>in Afghanistan</strong> abgeschlossen sein, der Terrorismus jedoch bereits früher besiegt worden sein.</p>
<p>Inwieweit die <a title="Wahlen in Afghanistan 2009" href="http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/" target="_self">Wahlen 2009</a> zu einer solchen <strong>Entwicklung in Afghanistan</strong> beitragen, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass das Verhältnis zwischen Amerikanern und  Afghanen nach wie vor angespannt ist &#8211; hier ist auch der neue Präsident in den USA, <a title="Barack Obama und Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/barack-obama-und-afghanistan/" target="_self">Brack Obama</a>, gefordert. Die Anschläge, wie sie derzeit <strong>wieder in Afghanistan</strong> begangen wurden, dürften mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein.</p>
<p>Ein kontinuierlicher Kampf gegen den Terrorismus und für intensive internationale Beziehungen liegt vor <strong>Afghanistan </strong>- zu gewinnen ist er freilich nur, wenn die Länder des Westens weiterhin mit helfender Hand zur Seite stehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/praesident-hamid-karzai-im-interview-ueber-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir wollen die andere Seite von Afghanistan aufzeigen</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/wir-wollen-die-andere-seite-von-afghanistan-aufzeigen/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/wir-wollen-die-andere-seite-von-afghanistan-aufzeigen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 08:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/wir-wollen-die-andere-seite-von-afghanistan-aufzeigen/</guid>
		<description><![CDATA[Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 2003 wurde Fritz Neuberg von ADRA Deutschland als Projekt Manager nach Afghanistan entsandt. </strong>Es war das erste Mal, dass er im Ausland tätig war. So war es ein ganz besonderer Reiz, aber auch eine neue Herausforderung für ihn, in Afghanistan unter ganz anderen Voraussetzungen zu arbeiten, als in Europa. Seit dieser Zeit hat Afghanistan, besonders seine Menschen, eine besondere Bedeutung für ihn. Im Interview erzählt er, was er in Afghanistan erlebt hat.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan.jpg" alt="Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fritz Neuberg (oben) im Interview über seine Zeit in Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p><strong>Herr Neuberg, wie haben Sie Ihren Aufenthalt in Afghanistan erlebt? Was war das Besondere an diesem Land für Sie?</strong></p>
<p>Das erste besondere Erlebnis fand drei Tage nach meiner Ankunft statt. Ich saß am Abend mit einem Kollegen im Garten unseres Compounds, es war angenehm mild und wir plauderten über seine Erfahrungen in Afghanistan. Plötzlich gab es eine Explosion. Wir wussten sofort, dass die Detonation nicht in der Nähe stattgefunden hatte, aber dem Explosionsgeräusch nach wußten wir, dass es eine sehr heftige Explosion gewesen sein musste.</p>
<p>Am nächsten Tag erfuhren wir, dass eine Granate im Camp Warehouse, dem Lager der ISAF-Truppen in Kabul eingeschlagen war. Zum Glück in einem Container, der die Wucht der Explosion milderte. Denn nur wenige Meter entfernt waren Zelte der Soldaten.</p>
<p>Aber dieses Erlebnis ist schnell verblasst. Ein weiteres besonderes Ereignis war für mich der Besuch des Buzkashi (persisch &#8220;بزکشی‎&#8221;, buz &#8220;Ziege&#8221; + kashi &#8220;herausnehmen&#8221; = Ziege greifen), einem traditionellen afghanischen Reiterspiel. Dabei versuchen mehrere Reiter eine tote Ziege oder ein totes Kalb zu ergreifen, das am Boden liegt und in einen markierten Kreis zu schleppen. Das ist ein alter afghanischer Volkssport und es war ebenso ein Erlebnis, den alten Chef der Buzkashi aus der Zeit des Königs noch persönlich zu begegnen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan03.jpg" alt="Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Buzkashi ist in Afghanistan ein beliebter Volkssport.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Es gibt darüber hinaus noch viele andere, besondere Erlebnisse, die Fahrt über den Salang-Pass, die Reise nach Tai-Kunak, der Besuch in einem Kinderheim usw. Das Besondere an diesem Land waren für mich aber immer die Geschichte Afghanistans und seine Menschen. In vielen Gesprächen habe ich die Menschen sehr schätzen gelernt. Denn sie mussten sich immer wieder gegen Einflüsse von außen verteidigen. Trotzdem wurde der Krieg in ihr Land getragen. </p>
<p><strong>Frau Meissner beschreibt in ihrem Buch &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. Welche Missverständnisse existieren Ihrer Meinung nach über dieses Land?</strong></p>
<p>Die Berichterstattung über Afghanistan wird in vielen Fällen stark schwarz-weiß karikiert und das Land als einer der Brutherde für den internationalen Terrorismus bezeichnet. Leider stammen viele Berichte von so genannten &#8220;embedded&#8221; Journalisten, d.h. zivilen Kriegsberichterstattern, die im Krieg einer kämpfenden Militäreinheit zugewiesen sind. Deshalb hat das Buch von Frau Meissner eine besondere Bedeutung, weil sie in den letzten 18 Jahren die Menschen und ihre Geschichte in den verschiedensten Facetten kennengelernt hat. Sie kennt eben das wahre Afghanistan. Aus meinen Erlebnissen kann ich ihre Beschreibungen nur bestätigen.</p>
<p>Das erste große Missverständnis ist meiner Meinung nach die Auffassung, dass Afghanistan als eine der Quellen des Terrorismus bezeichnet wird. Dabei wird übersehen, dass die meisten Taliban aus dem Ausland stammen. Finanziert und unterstützt werden die Taliban vor allem von zwei Staaten, einem arabischen und einem asiatischen, die ihre Fundamentalisten dort praktisch &#8220;abgeben&#8221;, um so auch Ruhe in den eigenen Reihen zu haben. Die meisten Afghanen lehnen den Terrorismus ab.</p>
<p>Das zweite große Missverständnis ist die Verkürzung auf &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221;. Ohne bestehende Probleme bagatellisieren zu wollen: Viele der Probleme sind eine Folge von 30 Jahren Krieg. Afghanistan braucht seine Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen und soziale und politische Normalität herzustellen. Die Menschen haben unendlich gelitten, sind traumatisiert – über Generationen hinweg – sie haben Schreckliches erlebt und wir können nicht erwarten, dass sie in ein paar Wochen diese 30 Jahre aufgearbeitet haben. Vor allem die Rolle der Frau hat durch diese 30 Jahre Krieg enorm gelitten.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind Afghanen ehrliche, aufrichtige Menschen, die ihr Land lieben und in Frieden leben wollen. Afghanistan bedeutet Musik, Kultur, Sport (es gibt z.B. ein Frauenbasketball-Team), Feste feiern, Freunde einladen, spielen u.v.m. Es sind Menschen wie du und ich, die sich eine bessere Zukunft wünschen und sie auch verdienen. Diese andere Seite, die bedeutsamere und wichtigere, wollen wir nicht zuletzt hier im Online-Magazin aufzeigen.</p>
<p><strong>Wie kann den Menschen in Afghanistan sinnvoll geholfen werden?</strong></p>
<p>Man darf nicht vergessen, dass Afghanistan nach den oben erwähnten 30 Jahren Krieg auf allen Ebenen absolut am Boden liegt: Wirtschaftlich, sozial, bildungsmäßig. Viele Strukturen eines funktionierenden Staates wurden zerstört, das Land wurde ruiniert. Deshalb benötigt Afghanistan jede nur mögliche Hilfe.</p>
<p>Den Menschen ist vor allem ein geregeltes Einkommen, medizinische Versorgung und Bildung für ihre Kinder wichtig. Hier spielen Hilfsorganisationen eine enorm wichtige Rolle, weil sie sowohl die Professionalität als auch die soziale und kulturelle Kompetenz mitbringen, um effektive Hilfe umzusetzen. Wenn Afghanen diese drei Grundelemente – Einkommen, medizinische Versorgung, Bildung – umgesetzt sehen, ist ein wichtiges Fundament für eine friedliche und positive Entwicklung gelegt.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Element muss die politische Stabilität der Region sein. Leider bewirken die Amerikaner oft das Gegenteil davon, die Doppelmoral ihrer Politik frustriert sowohl die Afghanen wie auch die Europäer. Deshalb hat Deutschland in Afghanistan eine hohe Reputation, weil Afghanen das Empfinden haben, dass sie als Partner gesehen werden und durch Wissensvermittlung und kulturell angepasstes Auftreten eine Vertrauensbasis geschaffen wird. Auch die deutsche Bundeswehr trägt dazu bei, weil sie nicht in &#8220;Rambo-Manier auftritt, sondern als stabilisierender und befriedender Partner &#8211; trotz aller Anschläge &#8211; auftritt. Leider gibt es gerade in Bezug auf die Bundeswehr eine Menge Ferndiagnosen, ohne dass die Kritiker jemals im Land waren, geschweige denn sich mit der Situation in Afghanistan auskennen.</p>
<p><strong>Aus welchem Grunde geht ADRA mit einem Online-Magazin über Afghanistan an die Öffentlichkeit?</strong></p>
<p>Wie oben beschrieben, wird Afghanistan noch immer auf die Formel &#8220;Afghanistan = Drogen, Warlords, Unterdrückung der Frauen, Krieg&#8221; verkürzt. Schnell kommt dann die Frage auf, ob es überhaupt Sinn macht, in dieses Land zu investieren. Es wird übersehen, wie viel Positives bisher geleistet wurde und wie sinnvoll die Investition in Afghanistan ist.</p>
<p> <img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/fritz-neuberg_adra-afghanistan02.jpg" alt="Online-Magazin von ADRA Deutschland über “das andere Afghanistan”" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Online-Magazin von ADRA Deutschland über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Mit diesem Online-Magazin wollen wir einen Beitrag leisten, um auf &#8220;das andere Afghanistan&#8221; hinzuweisen und auch die positiven und entwicklungsfähigen Aspekte des Landes und seiner Menschen darstellen. Wir wollen Afghanistan zeigen, wie es wirklich ist – ohne zu beschönigen – und auch zeigen, wie es sein könnte, wenn wir Afghanistan weiter unterstützen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Im Interview</span></div><div id="HbBtm">Fritz Neuberg ist bei ADRA Deutschland als Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation zuständig. Der gebürtige Wiener ist seit 2003 bei ADRA beschäftigt und war für die Hilfsorganisation bereits in Afghanistan, im Iran und in Sri Lanka tätig. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die Vorteile einer solchen Internet-Plattform?</strong></p>
<p>Das Internet wird immer mehr die mediale Plattform, die in Deutschland als Informationspool verwendet wird. Man kann schnell und ohne großen Aufwand Informationen finden. Dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen. Außerdem ist diese Internet-Plattform eine kostengünstige Möglichkeit, um auf das Thema &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; und auf die Arbeit von ADRA Deutschland und seinen Partnern hinzuweisen.</p>
<p><strong>Welche Ziele haben Sie, um das Online-Angebot von ADRA Deutschland weiter zu entwickeln?</strong></p>
<p>Wir sehen uns momentan die Resonanz auf das Online-Angebot an. Was wir beobachten, überrascht uns sehr positiv. Sowohl die Internet-Präsenz als auch <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING-Gruppe ">unsere XING-Gruppe</a> werden sehr gut angenommen. Momentan überarbeiten wir unsere Online-Angebote und werden noch weitere Seiten ins Netz stellen. Unser Ziel ist es, bis Ende 2008 alle Online-Angebote auf dem neuesten Stand zu haben.</p>
<p><strong>Ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Ohne unsere Hilfe – sowohl aktiv als auch passiv – werden es Menschen in Not sehr schwer haben, wieder &#8220;auf die Beine zu kommen&#8221; &#8211; wenn überhaupt. Wir unterschätzen in unserer kritischen und zum Teil auf das Negative fokussierten Sichtweise, wie viel Positives unsere Unterstützung erreicht hat und erreichen kann.</p>
<p>Kofi Anan, der ehemalige UN-Generalsekretär hat zu Recht gesagt: &#8220;Wer einem Menschen hilft, hat der ganzen Welt geholfen.&#8221; Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Mensch in Not, ohne Zukunft und Ihnen würde geholfen werden. Aus Ihrer Sicht hätte sich diese Hilfe gelohnt. <strong>Deshalb macht jede Hilfe Sinn, auch wenn nur einem Menschen geholfen wird.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/wir-wollen-die-andere-seite-von-afghanistan-aufzeigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich werde Afghanistan immer zu Dank verpflichtet sein!</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 May 2008 07:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/</guid>
		<description><![CDATA[Vinod Nelson ist der Geschäftsführer von ADRA Afghanistan. Er kommt ursprünglich aus Indien und lebt seit 2004 mit seiner Frau in Kabul, die für das Ministerium für Wiederaufbau und Entwicklung arbeitet. Zuvor hat sich Nelson für ADRA im Kosovo engagiert. Im Kurzinterview erzählt er, was aus seiner Sicht "das andere Afghanistan" ausmacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vinod Nelson ist der Geschäftsführer von ADRA Afghanistan. </strong>Er kommt ursprünglich aus Indien und lebt seit 2004 mit seiner Frau in Kabul, die für das MRRD (&#8220;Ministerium für Wiederaufbau und Entwicklung&#8221;) arbeitet. Zuvor hat sich Vinod Nelson für ADRA im Kosovo engagiert. Im Kurzinterview erzählt er, was aus seiner Sicht &#8220;das andere Afghanistan&#8221; ausmacht.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/vinod-nelson_adra-afghanistan02.jpg" alt="Geschäftsführer von ADRA Afghanistan: Vinod Nelson" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Geschäftsführer von ADRA Afghanistan: Vinod Nelson </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>Herr Nelson, was ist der Schwerpunkt Ihrer Arbeit in Afghanistan?</strong></p>
<p>Afghanistan hat für drei Dekaden in Ignoranz und Isolation vor dem Rest der Welt gelebt. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt darin, die Bevölkerung in Afghanistan zu unterstützen und ihr zu einer positiven Veränderung zu verhelfen. Durch meine Anwesenheit und meine Arbeit in diesem Land will ich die Werte und Ziele der Organisation widerspiegeln, der ich diene und an die ich glaube.</p>
<p>ADRA Afghanistan arbeitet in den folgenden Bereichen und bringt Nothilfe und Entwicklungsprojekte für diejenigen, die am schwersten zu leiden haben:</p>
<ol>
<li>Gesundheit (Basis Ausstattung an Gesundheitsvorsorge und Reproduktionsmedizin)</li>
<li>Wasser und Kanalisation (Brunnen mit Handpumpen)</li>
<li>Bildung (Kurse zum Lesen &amp; Schreiben)</li>
<li>Berufsausbildung</li>
<li>Winterhilfe (Nothilfe)</li>
</ol>
<p><strong>Viele Menschen hier in Deutschland kennen Afghanistan nur aus den Nachrichten und hören viel über Krieg und Terror. Was können Sie uns über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erzählen?</strong></p>
<p>Afghanistan ist eins der bedauerlichsten Länder in der Welt. Seine geographische Lage hat Afghanistan immer auf einer &#8220;Kriegskarte&#8221; eingezeichnet. Dazu kommt die unglückliche Lage der Menschen, die in den harten Bedingungen der Natur überleben müsen. Die Topographie von Afghanistan reicht von halb-trockenen Wüstengebieten bis hin zu Bergen, die den Himmel berühren. Die gewaltigen Berge des zentralen Hochlandes stehen unbezwungen und unberührt, während die trockenen und staubigen flachen Landstriche jeden unruhig machen.</p>
<p>Aber es gibt noch eine andere Seite in Afghanistan, die nur wenige erlebt und lieben gelernt haben: Die Täler, die vom Wasser der Berghänge gespeist werden, ermöglichen es der Natur, in Myriaden von üppigen grünen Schattierungen zu erblühen. Dazu gibt es viele Früchte und Nüsse, unerreicht in Geschmack und Qualität. Nicht zu vergessen ist, dass Afghanistan in den 60er Jahren führender Exporteuer von Trockenfrüchten in der ganzen Welt war.</p>
<p>Aber der faszinierendste Aspekt des Landes sind seine Menschen. Bedauerlicherweise bekommt der Rest der Welt ein sehr düsteres Bild von Afghanistan zu sehen und eine ganze Nation wird in einen &#8220;dreckigen alten Topf&#8221; geworfen. Die Medien zeichnen und ununterbrochen ein Bild, das nicht die ganze Geschichte erzählt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/vinod-nelson_adra-afghanistan03.jpg" alt="Vinod Nelson im Gespräch mit Einheimischen in Afghanistan" /></p>
<p>Die Afghanen im Allgemeinen sind friedliebend und zeigen Charakteristika wie jede andere ethnische Gruppe oder Rasse. Und wie alle anderen sind sie entschlossen, ihre Werte, Religion und Nation zu verteidigen. Aber das einzigartige und besondere an der Afghanischen Gesellschaft ist ihre unvergleichliche Gastfreundschaft und ihr Sinn für gemeinschaftlichen Lebensstil.</p>
<p><strong>Bitte erzählen Sie uns noch ein wenig mehr über die Menschen, die in Afghanistan leben!</strong></p>
<p>Die Afghanen sind vornehme, gastfreundliche und herzliche Menschen&#8230; sogar die ärmsten der Armen würden Dir zunächst etwas anbieten, bevor sie selbst über ihre Probleme und Bedürfnisse sprechen.</p>
<p><strong>Was ist Ihre außergewöhnlichste Erfahrung in Afghanistan?</strong></p>
<p>Meine außergewöhnlichste Erfahrung, während ich in Afghanistan lebe und arbeite, die ich immer wieder und wieder erlebe, unter meinen Afghanischen Kollegen und mit den Menschen, für die ADRA sich engagiert, ist das Gefühl, willkommen zu sein, geschätzt und respektiert. Ich werde dieser Nation immer zu Dank verpflichtet sein.</p>
<p><strong>Wie können wir in Deutschland den Menschen in Afghanistan am meisten helfen?</strong></p>
<p>Zunächst, indem wir den Afghanischen Kontext (die Lebensbedingungen, die Werte, die Geschichte) verstehen, und dann, indem wir die Grundbedürfnisse des menschenlichen Lebens und der Entwicklung stillen. Dieses Land benötigt alles, angefangen von öffentlicher Infrastruktur (Straßen, Transportwesen, Wasserversorgung, Kommunikation, Kanalisation, Elektrizität etc.) bis hin zu qualitativer Ausbildung, Aufbau der heimischen Wirtschaft, Einkommen für die Menschen, Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung usw. Dafür sind natürlich Gelder nötig, aber auch Menschen, die wie ADRA gemeinsam mit einheimischen Kräften für den Wiederaufbau sorgen.</p>
<p><strong>Noch ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Es gibt viel, was die Internationale Gemeinschaft tun kann, um Frieden und Sicherheit ins Land zu bringen. Und es gibt viel, was die Regierung in Afghanistan tun muss, um Sicherheit und Wohlstand zu ermöglichen. Die Geschichte hat gezeigt, dass jedes sozio-politische Umfeld, das Radikalismus fördert, schlechte Gesetze erzwingt und Vetternwirtschaft ermöglicht, der Stabilität und der Entwicklung einer Gesellschaft im Wege steht.</p>
<p><strong>Herr Nelson, ich danke Ihnen herzlich für dieses Interview. Alles Gute für Ihre Arbeit für ADRA Afghanistan!</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

