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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hotel</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Ein Hauch deutscher Tradition mitten in Kabul</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Biergarten neben Oliven- und Orangenbäumen zu sitzen, das frisch gezapfte Bier und den Blick über die im Vorgarten wehenden deutschen und kurdischen Flaggen gerichtet &#8211; auf dem Teller Schweinshaxe und Sauerkraut. Keine Szene aus einem typischen Restaurant in Deutschland, sondern aus dem &#8220;Deutschen Hof&#8221;, dem ersten ausländischen Restaurant in Afghanistans Hauptstadt Kabul. Gegründet wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Biergarten neben Oliven- und Orangenbäumen zu sitzen, das frisch gezapfte Bier und den Blick über die im Vorgarten wehenden deutschen und kurdischen Flaggen gerichtet &#8211; auf dem Teller Schweinshaxe und Sauerkraut. Keine Szene aus einem typischen Restaurant in Deutschland, sondern aus dem &#8220;Deutschen Hof&#8221;, dem ersten ausländischen Restaurant in Afghanistans Hauptstadt Kabul.</p>
<p>Gegründet wurde der &#8220;Deutsche Hof&#8221; von Gunter Völker. Der gelernte Gaststättenfacharbeiter hat bereits einen &#8220;Deutschen Hof&#8221; im nordirakischen Erbil betrieben, bevor er auf die Idee kam, auch in Afghanistan ein Restaurant mit deutschem Hintergrund zu gründen. Mittlerweile läuft das Geschäft in vollem Gange, die Oktoberfeste und Karnevalsfeiern sind bei Einheimischen und ausländischen Besuchern <a title="Deutscher Hof in Afghanistan" href="http://www.focus.de/politik/ausland/irak_aid_106661.html" target="_blank">gleichermaßen bekannt</a>.</p>
<h3><strong>Der &#8220;Deutsche Hof&#8221; setzt auf traditionelle Feste, Getränke und Speisen</strong></h3>
<p>Fast 30 afghanische Mitarbeiter sind zur Zeit im &#8220;<a title="Deutscher Hof Kabul" href="http://www.deutscher-hof-kabul.com" target="_blank">Deutschen Hof Kabul</a>&#8221; angestellt, seit der Eröffnung Anfang Mai 2003 wurden 64 Lehrlinge im Betrieb ausgebildet &#8211; nicht nur Köche, sondern auch Kellner und Housekeeper. Über dem Restaurant befindet sich zudem ein Gästehaus, das, abgeschirmt von hohen Mauern und Stacheldraht, eine sichere Unterkunft für Besucher ist. </p>
<p>Gunter Völker selbst sucht die Herausforderung. Ein Restaurant im heimischen Thüringen ist für den Weltenbummler keine Alternative. Er möchte etwas bewegen, auch indem er gegenüber Fremden die positiven Seiten Afghanistans betont &#8211; der &#8220;Deutsche Hof&#8221; <a title="Deutscher Hof in Afghanistan" href="http://www.freitag.de/2006/45/06450901.php" target="_blank">ist ein Paradebeispiel dafür</a>.</p>
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		<title>Mudschaheddin ist nun stolzer Hotelbesitzer</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 13:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Mudschaheddin]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem "Echo-Flug" von Kabul in Bamiyan an. Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zuhak Hotel in Bamiyan &#8212; Treffen mit Sultan Alie </h3>
<p><strong>Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem &#8220;Echo-Flug&#8221; von Kabul in Bamiyan an.</strong> Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen. Zuhak ist der Name eines Persischen Herrschers aus dem 6. Jahrhundert, um den sich verschiedene Mythen ranken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak01.jpg" alt="Sultan Alie im Zuhak Hotel" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hotelbesitzer Sultan Alie im Zuhak Hotel in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Der Inhaber des Hotels ist<strong> Sultan Alie</strong>, Sohn von Gurban Alie. Er gesellt sich zu uns und fragt uns, woher wir kommen &#8212; Deutschland. Die Augen Leuchten. Natürlich kennt er Hitler. Er erzählt, dass er in Kabul zur Schule gegangen ist und starkes Interesse an Deutscher Geschichte habe.</p>
<p><strong>Wie alt er ist, frage ich.</strong> 32 Jahre. Er zeigt er uns seinen Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak03.jpg" alt="Sultan Alie zeigt seinen Pass" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Sultan Alie zeigt uns seinen Pass. Er war bei den Mudschaheddin. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Stolz berichtet er:</strong> &#8220;Ich war bei den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mudschaheddin&amp;redirect=no" title="Mudschaheddin bei Wikipedia">Mudschaheddin</a>.&#8221; Ursula Meissner erzählt, wie sie bei einem früheren Besuch in Afghanistan mit den Mudschaheddin über Land gezogen ist. Das Eis ist gebrochen.</p>
<p>Ob er Familie hat, will ich wissen. Mit traurigem Blick erzählt er, den Tränen nahe: <em>&#8220;Meine Frau und meine beiden Kinder sind bei einem Raketenangriff in Kabul ums Leben gekommen. Mein Haus wurde schwer getroffen. Ich selbst kam mit dem Leben davon. Hand und Fuß waren gebrochen und ich hatte eine Verletzung am Hals. Meine Frau war clever – ich habe sie sehr lieb gehabt.&#8221;</em> Er wirkt sehr traurig.</p>
<p><strong>Sultan erzählt, dass sein Vater auch clever war.</strong> Er hat drei Geschäfte aufgebaut: In Herat und in Kabul. Dabei konnte er weder lesen, noch schreiben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak02.jpg" alt="Sultan Alie auf dem Dach seines Hotels" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Auf dem Dach des Zuhak Hotels in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wir sind auf dem Dach des Hotels.</strong> Er zeigt mir auf  der gegenüberliegenden Seite ein Ausbildungszentrum  für Frauen: Sie lernen Lesen und Schreiben, Nähen und andere Dinge. Daneben befindet sich eine kleine Werkstatt für Motorräder: Dort werden Jugendliche ausgebildet – finanziert von einer Japanischen Hilfsorganisation.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p>Er findet es schade, dass es keine Produktionsstätten gibt, die Fahrräder oder Motorräder herstellen, damit die Menschen Arbeit bekommen. Auch für Frauen. Er sagt: &#8220;Sie müssen nicht nur zu Hause herumsitzen!&#8221;</p>
<p><strong>Sultan Alie beteiligt sich aktiv am Aufbau Afghanistans:</strong> Er hat einen Kredit von einer amerikanischen NGO (&#8220;Non-Governmental Organisation&#8221;) bekommen &#8212; 20.000 $ und bildet &#8220;Kellner&#8221; und &#8220;Köche&#8221; aus.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit weist er auf seinen Shop hin. Er hat nicht nur ein Hotel, das ab und zu Touristen aufnimmt, sondern nebenbei auch einen Laden eingerichtet. Die Touristen führt er dorthin, damit sie Artikel kaufen, die von einheimischen Frauen, aber auch anderen Handwerkern hergestellt werden.</p>
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