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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hilfsprojekte</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Nadia Qani: Eine Tasche voller Hoffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 06:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen. Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht - und wurde zur "Frankfurterin des Jahres 2005" ernannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen</strong><strong>.</strong> Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht &#8211; und wurde zur &#8220;<a title="Frankfurterin des Jahres" href="http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EDC3122F4B0404C838644F496CCC2C3A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frankfurterin des Jahres 2005</a>&#8221; ernannt.</p>
<h3><strong>Vom Flüchtling zur erfolgreichen Unternehmerin &#8211; Nadia Qani hat sich nie unterkriegen lassen</strong></h3>
<p>Die junge Frau hatte ihren Lebenswillen nicht verloren, sie besuchte nach ihrer Ankunft in Deutschland eine Sprachschule, arbeitete als Kassiererin und gründete sogar einen eigenen Pflegedienst. Mittlerweile ist sie erfolgreiche Unternehmerin und wurde kürzlich sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, weil sie insbesondere <a href="http://www.together-in-hessen.de/pdf/presse/ihk_wirtschaftsforum36-37.pdf">ältere und ausländische Angestellte beschäftigt</a>, um ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.</p>
<p><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg" alt="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" width="605" height="250" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nadia Qani erhält das Bundesverdienstkreuz</span><span class="ImageTextC">© Bundesministerium für Arbeit und Soziales</span></div></p>
<p>Obwohl sie sich auch in Deutschland behauptet hat, wollte Nadia Qani ihre Heimat Afghanistan eigentlich nie verlassen. Für ein Mädchen ihrer Zeit war sie erstaunlich gut gebildet, besuchte das einzige Mädchengymnasium Afghanistans, Lycée Jamhuriat, und begann ihre Arbeit als <a href="http://www.afghan-german.de/Admin_DE/Lauftext/n_qane_Rede_IHK.pdf" target="_blank">Chefsekretärin der Exportabteilung des Wirtschaftsministeriums</a>.</p>
<h3><strong>Zan e. V. setzt sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein</strong></h3>
<p>Bis heute hat Nadia Qani ihr Heimatland nicht vergessen. In dem von ihr gegründeten <a title="Zan e. V." href="http://www.zanev.de/" target="_blank">gemeinnützigen Verein</a><strong> Zan e.V. </strong>setzt sie sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein und organisiert beispielsweise die Ausstellung &#8220;Frauenleben in Afghanistan&#8221;.</p>
<p>&#8220;Zan&#8221;, das ist der persische Begriff für Frau, und eine solche, starke, Frau ist auch <strong>Nadia Qani</strong>, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben behauptet hat und ihre Weg gegangen ist &#8211; und damit vielleicht ein Vorbild sein kann für andere afghanische Mädchen und Frauen.</p>
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		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes. Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Skaten in Afghanistan &#8211; die Bretter, die die Welt bedeuten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 07:00:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. Eigentlich hat Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. <span style="font-weight: normal;">Eig</span><span style="font-weight: normal;">entlich hat der Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten<strong>.</strong></span></strong></p>
<h3><strong>Verständnis und Respekt &#8211; was sich wie ein Märchen anhört, soll jetzt in Kabul Wirklichkeit werden</strong></h3>
<p>Seit dem ist der mittlerweile 34 Jährige sesshaft geworden in Afghanistan. Er hat die Bitte der Jungen nicht abgelehnt, sondern ihnen sein Board geliehen und ihnen das skaten beigebracht. Was afghanische Jugendliche bisher höchstens aus dem Fernsehen kannten, wurde auf Kabuls Straßen  Realität: Mittlerweile kommen fast drei Dutzend Kinder regelmäßig zu Travis&#8217; Unterrichtsstunden. Aus dem Weltenbummler ist ein Lehrer geworden. Gemeinsam mit seinen Freunden hat er <a title="Skateistan" href="http://skateistan.org">„Skateistan&#8221;</a> erschaffen &#8211; eine Art Entwicklungseinrichtung für afghanische Jugendliche.</p>
<p>In Skateistan ist jeder willkommen, egal welche Hautfarbe er hat, welchen ethnischen Hintergrund und welches Geschlecht. Dass mittlerweile die Hälfte aller Teilnehmer Mädchen und junge Frauen sind, freut Travis besonders. Da der Sport in Afghanistan vollkommen unbekannt ist und keine geschlechtsspezifischen Stereotype vorhanden sind, kann Skateboarden durchaus auch ein Frauensport sein. Die Jugendlichen, egal ob Mädchen oder Jungen, sollen kulturübergreifende Kontakte knüpfen, Verständnis und Respekt spielerisch erlernen und eine Plattform zum Austausch und einen gewaltfreien Umgang miteinander haben. Symbolisch dafür zerbricht ein Skater auf dem Logo von Skateistan <a title="Logo Skateistan" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/623/314522/text/">mit seinem Board ein Maschinengewehr.</a></p>
<h3><strong>Australier geben afghanischen Jugendlichen Skateunterricht und überwinden damit kulturelle Grenzen</strong></h3>
<p>Natürlich könnten die Jugendlichen Übungsstunden bei Travis Beard und seinen Freunden nicht bezahlen. Die Australier leihen den Schülern deshalb ihre Skateboards und Ausrüstungen während dieser Zeit aus. Trotzdem haben sie sich große Ziele gesetzt: Sie wollen die Möglichkeit, zu skaten, im ganzen Land schaffen und den Jugendlichen andere Anreize für ihre Zukunft geben als Krieg und Waffengewalt. Viele Kinder und Jugendliche müssten sonst hart arbeiten oder betteln, um ihre Familie mit zu ernähren &#8211; ihre verlorene Kindheit nachzuholen ist ein weiteres Ziel von Skateistan. Den Anfang soll ein großer <a title="Indoor-Skatepark" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,563856,00.html">Indoor-Skatepark</a> in Kabul machen.</p>
<p>Um ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, sind Travis und seine Freunde allerdings noch auf Hilfe von Außen angewiesen. So bitten sie beispielsweise Skater in anderen Ländern um deren gebrauchte Ausrüstung. Obwohl es für sie schwierig ist, finanzielle Unterstützung der Regierungen zu bekommen &#8211; ihr Entwicklungsprojekt entspricht schließlich nicht der gängigen Vorstellung von Auslandshilfe &#8211; haben die Australier schon einen großen Partner für ihr Ziel gewinnen können: die DHL will die gesammelte Ausrüstung kostenfrei nach Afghanistan schiffen.</p>
<h3><strong>Auch „Titus&#8221; unterstützt das Projekt Skateistan mit einer Sammelaktion</strong></h3>
<p>Der Aufruf zeigt Wirkung: Titus Dittmann, Gründer des weltgrößten Herstellers für Skaterbekleidung, ist „elektrisiert&#8221; von Skateistan und beteiligt sich aktiv an der <a title="Titus sammelt für Skateistan" href="http://www.titus.de/screen.phtml?screen=ne_showentry&amp;ForumID=330&amp;MainPostingID=7957171">Umsetzung des ehrgeizigen Projektes</a>. Im Skatepark in Münster sammelten er und seine zahlreichen Schützlinge alles, was den Jugendlichen in Afghanistan zu Gute kommen kann. Über 150 Boards und kistenweise Material und Ausrüstung kamen so zusammen. Die insgesamt zwei Tonnen Material gingen bereits im Januar <a title="Reportage Skateistan" href="http://www.n24.de/news/newsitem_4871346.html">unter der persönlichen Begleitung von Titus und dem Sender n24 nach Kabul</a>. <strong>Ein Hoffnungsschimmer für die Jugendlichen in Kabul und den Rest des Landes &#8211; denn sie sind Afghanistans Zukunft.</strong></p>
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		<title>Peter Maffay und Farhad Darya: Musik überwindet die Grenzen zwischen Deutschland und Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 07:00:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten. Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten.</strong> Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden.</p>
<p>Eigentlich gibt es keinen Kampf der Kulturen, jedenfalls nicht zwischen Deutschland und Afghanistan. Dennoch unterscheiden sich die deutsche und afghanische Kultur in vielen Punkten &#8211; trotz einiger Gemeinsamkeiten. Dies betrifft auch und gerade die Musikkultur &#8211; so dürfte die (Pop-)Musik aus Afghanistan für deutsche Ohren nur allzu fremd, andersartig und allenfalls durch eine gewisse Faszination eben für das Fremde entfachen.</p>
<p>Doch im Falle Maffay-Darya ist eine Einigung in der Musik schnell gefunden. Kein Wunder, schließlich versorgte der Vater des Künstlers aus Afghanistan, der als Geschäftsmann vielfach in Europa unterwegs war, seinen Sohn stets mit Musik von den Beatles, Elvis Presley , Tom Jones und Frank Sinatra und Pink Floyd.</p>
<h3>Begegnungen &#8211; das &#8220;Schlüsselwort&#8221;, um Deutschland und Afghanistan in Zukunft einander näher zu bringen</h3>
<p>&#8220;Begegnungen&#8221;, so heißt das Album, auf dem die beiden Künstler zusammen wirken; die Begegnung zwischen den beiden Musikern fand jedoch nicht nur in Deutschland statt. Gemeinsam fuhren Peter Maffay und Farhad Darya nach Afghanistan, um dort gemeinsam umher zu reisen.</p>
<p>Schließlich geht es beiden Künstlern darum, den persönlichen Kontakt zu den Menschen zu pflegen, aber auch um (inter-)kulturellen Austausch &#8211; in diesem Sinne suchen die beiden Künstler das Gespräch, in dem sie ungezwungen, ja ohne Beschränkungen über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der interkulturellen Begegnung, etwa zwischen Deutschland und Afghanistan sprechen &#8211; so auch <a title="Interview Peter Maffay Afghanistan" href="http://blutpudding.u2site.com/steven-geyer/maffay.pdf" target="_blank">im Interview für die Frankfurter Rundschau</a>.</p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Barack Obama und Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 07:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erwartungen an Barack Obama sind zweifelsohne hoch; bereits  vor seinem Einzug ins weiße Haus wurde er wie ein Popstar verehrt und von Weltstars wie Beyoncé und Bono von U2 unterstützt. Kritik kam eigentlich nicht auf - zu groß sind die Hoffnungen, welche die Weltgemeinschaft in den neuen US-amerikanischen Präsidenten setzt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Erwartungen an Barack Obama sind zweifelsohne hoch; bereits  vor seinem Einzug ins weiße Haus wurde er wie ein Popstar verehrt und von Weltstars wie Beyoncé und Bono von U2 unterstützt. </strong>Kritik kam eigentlich nicht auf - zu groß sind die Hoffnungen, welche die Weltgemeinschaft in den neuen US-amerikanischen Präsidenten setzt.</p>
<p><strong>Was aber bringt Barack Obama für Afghanistan? </strong>Frieden und einen guten Weg hin zu einem unabhängigen Land am Hindukusch, oder doch Auseinandersetzungen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-418" title="Barack Obama - Chancen für Afghanistan?" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/barack_obama_afghanistan.jpg" alt="Barack Obama - Chancen für Afghanistan?" width="605" height="250" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Was bringt der neue US-Präsident Barack Obama für Afghanistan?</span><span class="ImageTextC">© Pete Souza (CC)</span></div></p>
<p>Bereits <strong>George W. Bush</strong> wurde für seine <strong>Afghanistan-Politik</strong> scharf kritisiert &#8211; von Obama hatte man sich daher einen anderen Kurs erhofft. Und dann das. Der frisch gebackene Präsident und Popstar für die Massen gab bekannt, er wolle bis zu 30.000 neue Soldaten nach Afghanistan entsenden. Kein Wunder, dass es zum ersten Mal in seiner noch so kurzen Amtszeit zu Kritik an Obama kommt.</p>
<h3>Erreicht Obama ein Gleichgewicht in Afghanistan?</h3>
<p>Was aber spricht dafür, und was dagegen? Sicherlich ist <strong>Afghanistan</strong> immer noch äußerst unruhig &#8211; doch was gegenwärtig fehlt, ist ein natürliches Gleichgewicht in den Bemühungen Obamas, der sich bislang noch nicht zu einer Verbesserung der <strong>Situation in Afghanistan</strong> geäußert hat. Dabei brauchen die Menschen am Hindukusch vor allem Unterstützung beim Wiederaufbau; etwa Krankenhäuser, Schulen und Saatgut.</p>
<p>Inwieweit Obama künftig zu einer echten <strong>Verbesserung in Afghanistan</strong> beitragen kann, werden die nächsten Wochen und Monate sicherlich zeigen. Allerdings hätt man sich ihm und den <strong>Menschen in Afghanistan</strong> einen besseren Start gewünscht. Es ist daher zu fragen, ob es aus Sicht des Präsidenten richtig ist, auf diese Art und Weise ein Zeichen zu setzen &#8211; um weiterhin das zu sein, was einen Popstar ausmacht: <strong>beliebt.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sägen Sie bitte nicht an Granaten!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das? &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund. In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das?</strong> &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.</p>
<p>In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist das wichtigste Thema. Die Gesundheit und das Leben jedes einzelnen Mitarbeiters ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt. Deshalb bedarf es ständiger Kontrolle, Schulung und Motivation (das Bewusstsein für Gefahren geht manchmal verloren), um den Sicherheitsstandard hochzuhalten. Die meisten verbinden die Gefahren meist mit Anschlägen und Entführungen, aber in einem Land wie Afghanistan kann ein Verkehrsunfall, eine Erkrankung, unvorsichtiges Herumgehen auf einem Grundstück oder Gelände (Minen!) sehr schnell lebensgefährlich werden. Und gute medizinische Versorgung ist manchmal erst nach Tagen zu bekommen, wenn man sich in den Bergen befindet und weit und breit keine vernünftige Straße in eine der großen Städte vorhanden ist.</p>
<p>Die meisten ausländischen Hilfsorganisationen in Afghanistan haben einen Mitarbeiter, der &#8211; wie ich &#8211; für das Thema Sicherheit zuständig ist. Einmal in der Woche gab es Treffen der Organisation ANSO, einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt, bei dem sich diese Mitarbeiter der Hilfsorganisationen trafen. ANSO-Mitarbeiter hatten einen polizeilichen oder militärischen Hintergrund und versorgten die Hilfsorganistionen wöchentlich mit Informationen über die Lage in den verschiedenen Provinzen. Sie gaben Tipps und sprachen auch mal Empfehlungen aus, eine Gegend zu meiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen angesagt war.</p>
<p>Fast jeden Tag erhielt auch ich eine Email von ANSO, in der zusätzliche Informationen mitgeteilt wurden. Eines Tages erhielt ich die Meldung, dass das Haus einer Familie im Norden Kabuls in die Luft geflogen sei. Natürlich fragt man sich sofort, was der Grund dafür sei: Waren es die Taliban? Ein Racheakt? Ein krimineller Hintergrund?</p>
<p><strong>Am nächsten Tag erhielt ich die traurige &#8220;Auflösung&#8221; des Rätsels.</strong> Ein Familienvater hatte eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Granate war nicht explodiert und so dachte er sich, dass er den Sprengstoff innerhalb der Metallhülle gut gebrauchen könnte. Und er fing an, die Granate aufzusägen. Die Granate explodierte sofort.</p>
<p>Die ganz Familie war auf der Stelle tot, das Haus zerstört. Man mag sich wundern. Wer aber – wie viele arme Familienväter in Afghanistan &#8211; nicht weiß, wie man seine Familie über den Tag bringt und wie man seine Kinder versorgen soll, der wird erfinderisch und versucht alles zu vermarkten. Selbst den Inhalt einer Granate.</p>
<p>Leider ist das Sicherheitsempfinden, das Bewusstsein und die Kenntnis von Gefahren durch 30 Jahre Krieg bei einigen Menschen verloren gegangen. Manche begeben sich aber auch bewusst in Gefahren. Wenn man nachfragt, warum sie dies tun, so hört man die traurige Antwort: &#8220;Was soll ich tun, ich habe keine andere Chance, meinen Lebensunterhalt zu verdienen!&#8221;</p>
<p><strong>Deshalb ist es wichtig, dieses Land und seine Menschen zu unterstützen, damit auch sie in Sicherheit und Frieden leben können. <a href="http://afghanistan.adra.de/adra/" title="ADRA Projekte in Afghanistan unterstützen!">Helfen auch Sie mit</a>!</strong></p>
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		<title>Zahlen, Daten und Fakten zum Afghanistan-Magazin</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einem guten halben Jahr ist das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland nun online. Es ist Zeit für einen Bericht &#8220;in eigener Sache&#8221; sowie einige Zahlen, Daten und Fakten zu unserem Online-Portal. Ein Team von verschiedenen Autoren liefert Ihnen Berichte und Erfahrungen über die bisher unbekannte Seite von Afghanistan. Damit begleiten wir die Herausgabe des Afghanistan-Buchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit einem guten halben Jahr ist das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland nun online.</strong> Es ist Zeit für einen Bericht &#8220;in eigener Sache&#8221; sowie einige Zahlen, Daten und Fakten zu unserem Online-Portal. Ein Team von verschiedenen <a href="http://afghanistan.adra.de/autoren" title="Autoren Afghanistan Magazin von ADRA">Autoren</a> liefert Ihnen Berichte und Erfahrungen über die bisher unbekannte Seite von Afghanistan. Damit begleiten wir die Herausgabe des <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch Ursula Meissner">Afghanistan-Buchs</a> der Fotojournalistin <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/ursula-meissner/" title="Ursula Meissner">Ursula Meissner</a>, das im April 2008 im Bucher-Verlag erschienen ist. Darüber hinaus stellt ADRA Deutschland verschiedene <a href="http://afghanistan.adra.de/category/hilfsprojekte/" title="Hilfsprojekte ADRA in Afghanistan">Hilfsprojekte</a> vor, die den Menschen in Afghanistan zu Gute kommen.</p>
<p>Seit dem Start des Afghanistan-Magazins wurden bis heute (24. Oktober 2008) über <strong>100 Berichte</strong> veröffentlicht und mit über <strong>60 Leserbriefen</strong> (Kommentaren) versehen. Viele unserer Besucher finden das Afghanistan-Magazin über Suchmaschinen, allen voran Google. Ein Querschnitt der letzten 30 Suchergebnisse zeigt, wonach gesucht wurde:</p>
<ul>
<li>hellblauer edelstein</li>
<li>afghanistan</li>
<li>Moderne Frau in Afghanistan</li>
<li>kabul city 2008</li>
<li>Frauen in Afghanistan</li>
<li>afghanische landschaft</li>
<li>kabul</li>
<li>Mazar E sharif</li>
<li>Afghanistan-Konferenz London 2008</li>
<li>afghanistan entwicklungsland</li>
<li>&#8220;Hans-Ulrich Seidt&#8221; Botschafter </li>
<li>decken nähen</li>
<li>landwirtschaft afghanistan</li>
<li>afghanische republik</li>
<li>der drachenläufer hintergrund</li>
<li>botschafterin zulfacar</li>
<li>frauen afganistan</li>
<li>betteln</li>
<li>kabul city center</li>
<li>lapis lazuli Badakhshan</li>
<li>die buddha statuen von bamiyan</li>
<li>verkehr kabul</li>
<li>landschaft afghanistan</li>
<li>film über afghanistan</li>
<li>fotos aus Afghanistan</li>
<li>afghanische musik</li>
<li>minen in afghanistan</li>
<li>kinder in not afghanistan</li>
<li>Kabul neue moderne Bilder</li>
</ul>
<p>Seit einigen Wochen haben wir uns mit dem Suchbegriff &#8220;<a target="_blank" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=afghanistan&amp;start=10" title="Afghanistan bei Google">Afghanistan</a>&#8221; auf die zweite Seite bei Google vorgearbeitet (Platz 14). Auch dadurch sind die Besucherzahlen weiter angestiegen, täglich sind es etwa 150 Personen (Unique Visits), die sich über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; informieren. Das Afghanistan-Magazin hat bei Google mittlerweile einen Pagerank von &#8220;5&#8243; erhalten (Skala 1-10) und mehr als 2000 Backlinks verweisen auf dieses Angebot.</p>
<p>Neben dem Online-Magazin hat ADRA Deutschland auch eine <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="Afghanistan-Gruppe bei XING">Gruppe für Afghanistan-Interessierte</a> auf der Business-Plattform XING eingerichtet. Dort tauschen sich über 150 Personen über Afghanistan aus und erhalten einen monatlichen Newsletter mit weiterführenden Informationen.</p>
<p><strong>Wir hoffen, dass sich der Zuspruch zu den Themen des Afghanistan-Magazins weiter verstärkt. Auch durch den <a href="http://afghanistan.adra.de/offizieller-start-des-afghanistan-fotowettbewerbs/" title="Afghanistan-Fotowettbewerb">Afghanistan-Fotowettbewerb</a> wollen wir weitere Aufmerksamkeit für die bisher unbekannte Seite Afghanistans erzeugen. Über Ihre Rückmeldungen freuen wir uns sehr.</strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/interview-mit-ursula-meissner-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 3)</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/besuch-der-gesundheitsprojekte-in-bamiyan-teil-3/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan. Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).   Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. © Erich Lischek  Das Krankenhaus in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan.</strong> Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra01.jpg" alt="Im “Büro” des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Das Krankenhaus in Panjab verfügt über 31 Betten und hat eine Chirurgische Abteilung, eine Abteilung für allgemeine Krankheiten für Männer und eine Abteilung für Frauen und Kinder. Außerdem Entbindungsklinik, Ambulanzklinik für Männer, Frauen und Kinder, Impfabteilung, Röntgenanlage, ein Labor und zwei Apotheken: Eine fürs Krankenhaus und eine weitere für die Ambulanzen. Zum Komplex gehören außerdem eine Reparaturwerkstatt für die Krankenfahrzeuge und eine Wäscherei.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra03.jpg" alt="Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Insgesammt arbeiten im Krankenhaus und den Ambulatorien 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich versorgen sie 2500 Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Allein in der Ambulanz für Frauen sind es von Sonntag bis Donnerstag noch einmal 40-50 Patientinnen täglich. Monatlich werden etwa 25 Kinder in der Klinik geboren.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra02.jpg" alt="Ursula Meissner bereitet sich auf ihre “Operation” vor." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner bereitet sich auf ihre &#8220;Operation&#8221; vor. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 2)</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/besuch-der-gesundheitsprojekte-in-bamiyan-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen. Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen. ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen.</strong> Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.</p>
<p>ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt es mittlerweile neun so genannte &#8220;Basic Health Center&#8221;. Dort sind jeweile eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, eine Hebamme und ein &#8220;Community Health Supervisor&#8221; tätig, außerdem zwei Impfärzte (&#8220;Vaccinators&#8221;) &#8211; einer an der Klinik und einer im mobilen Dienst.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan03.jpg" alt="Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In jeder Provinz gibt es außerdem noch ein &#8220;Community Health Center&#8221;. Dort gibt es neben den bereits genannten Berufen jeweils zusätzlich noch einen weiteren Arzt. Außerdem gibt es in Panjab und in Varras noch jeweils ein Krankenhaus, über das ich im dritten Teil berichten werde.</p>
<p>Eine hervorragende Arbeit machen auch die so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221;. Pro Gesundheitszentrum gibt es 9 bis 20 Personen, die in Erste Hilfe ausgebildet sind. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter hängt von der Anzahl der Dörfer ab, die zum Einzugsgebiet der Gesundheitszentren gehören. Die Ausbildung dieser &#8220;Ersthelfer&#8221;, wie wir sie nennen würden, findet im Rahmen des Gesundheitsprogrammes in der Provinz Bamiyan statt, um bei kleineren Krankheiten Erste Hilfe leisten zu können. Sie haben z.B. Schmerztabletten, Durchfallmittel und andere Medikamente im Gepäck.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan01.jpg" alt="Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Wie sie den Patienten behandelt haben, schreiben sie auf und geben diese Information an die Gesundheitszentren weiter. Die Patienten kommen dann in diese Einrichtung und werden dort weiter behandelt. Können sie dort nicht ausreichend versorgt werden, weil der Krankenpfleger oder die anderen Mitarbeiter nicht helfen können, werden diese dann an ein Krankenhaus in der Provinz oder ans Krankenhaus in Kabul überwiesen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan02.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Neben der Ausbildung der Community Health Workers gehören noch die Ausbildung von Hebammen sowie die Durchführung von Schulungen zum Thema Familienplanung, Mutter-Kind-Ausbildung u.a. zum Gesundheitsprogramm von ADRA. Auch die Arbeit der Impfärzte gehört mit zum Umfang des Programms, die Mütter und ihre Kinder entsprechend gegen Krankheiten impfen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer. Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer.</strong> Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. Danach kam der Kharqol Pass und der Nargiss Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan.jpg" alt="Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In einem &#8220;Hotel&#8221; in der Stadt Kharquol  haben wir geschlafen, weil der Fahrer nicht mehr konnte. Außerdem hatten wir noch mindestens drei Stunden Autofahrt vor uns, buchstäblich durchs Gelände, um ins zentrale Hochland zu kommen. &#8212; Die Schotterpiste &#8220;Straße&#8221; zu nennen, wäre ein Beleidigung für unser Feldwege! </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan02.jpg" alt="In diesem “Hotel” haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In diesem &#8220;Hotel&#8221; haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Projektleiterin Rebecca de Graaf hatte ja damit gerechnet, dass wir noch am Abend ankommen. Sie waren alle in Sorge und fragten bei Vinod Nelson, dem Direktor von ADRA Afghanistan, an, was los sei. Zu uns gab es keine Handy-Verbindung. Wir fahren weiter durch eine Landschaft, wie im Hochland der Anden oder des Himalaya. Wild und karg, dabei doch bezaubernd schön.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan04.jpg" alt="Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Bewohner des zentralen Hochlandes – so erzählen uns die Mitarbeiter aus Afghanistan während der Fahrt – fühlen sich von der Welt vernachlässigt. &#8220;Das ganze Geld geht dorthin, wo sich die Leute bekriegen. Hier leben die Menschen unter der Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag.&#8221; sagen sie. Die Menschen haben bisher kaum Chancen, Lebensmittel haltbar zu machen. Die Hauptproduktion liegt auf Getreide. Es gibt Äpfel, aber kaum andere Obst- oder Gemüsesorten. In dieser Gegend baut auch niemand Mohn an. Honig wäre ein Produkt, das Einnahmen bringen könnte. Jedenfalls zeigt sich eine sehr starke Offenheit dafür.</p>
<p>Das Gespräch über die Nachhaltigkeit des Gesundheitsprojektes war für mich interessant. Der Projektkoordinator meinte, dass die kostenlose Behandlung durch die Ärzte auf die Dauer nicht möglich ist: &#8220;Woher soll ständig das Geld kommen? Die Betroffenen sollten in der Lage sein, dafür zu bezahlen. Dazu müssten sie aber über mehr Einkommen verfügen. Oder es muss ein &#8216;Versicherungssystem&#8217; aufgebaut werden.&#8221; Gute Überlegungen, denke ich bei mir.</p>
<p>Wir erreichen schließlich Panjab, einen Ort mit 10.000 Einwohnern und zugleich Hauptstadt des Distriktes Panjab in der Provinz Bamiyan.</p>
<p>Das Gesundheitsprojekt von ADRA hat etwa zwanzig Mitarbeiter. Sie unterhalten ein Krankenhaus, vier Kliniken, fünf Gesundheitszentren und drei Ambulanzfahrzeuge. Diese Einrichtungen darf man sich in Größe und Einrichtung bei Weitem nicht so vorstellen, wie bei uns in Deutschland. <strong>Im zweiten und dritten Teil meines Berichts werde ich die Arbeit der so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221; vorstellen und über das Krankenhaus in Panjab berichten.</strong></p>
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		<title>Interview mit Erich Lischek zur Afghanistan-Reise</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/interview-mit-erich-lischek-zur-afghanistan-reise/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom "anderen Afghanistan".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom &#8220;anderen Afghanistan&#8221;.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan01.jpg" alt="Interview mit Erich Lischek von ADRA zur Afghanistan-Reise" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner und Erich Lischek bei einer Mittagspause in der Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Herr Lischek, Sie sind nun zum zweiten Mal nach Afghanistan gereist. Was war der Anlass Ihrer Reise?</strong></p>
<p>Dafür gab es mehrere Gründe: Zunächst wollte ich mir erneut einen Überblick über den Stand und die Entwicklung der verschiedenen ADRA-Projekte in Afghanistan verschaffen. ADRA Afghanistan ist ja gewissermaßen ein Kind von ADRA Deutschland. Durch Verbindungen zu &#8220;ARDA&#8221;, einer einheimischen Organisation, die schon vor und während der Talibanzeit bestand, konnte ADRA Afghanistan 2001 aufgebaut werden.</p>
<p>Bis heute arbeiten ADRA und die in RARA umbenannte einheimische Organisation eng zusammen. Die Hilfsprojekte werden dabei neben privaten Spenden durch das Auswärtige Amt der Bundesregierung Deutschland und von USAID unterstützt.</p>
<p>Ein Ziel der Reise war das ADRA Gesundheitsprojekt in der Provinz Bamiyan sowie die natürlich auch damit verbundenen offiziellen Besuche bei den zuständigen Ministerien. Ein wesentlicher weiterer Grund der Reise in die Provinz, in dem die Buddha-Statuen als Weltkulturerbe von den Taliban zerstört worden sind, war die Einführung des <a href="http://afghanistan.adra.de/buch" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Buches von Frau Meissner</a> über das andere Afghanistan (&#8220;Afghanistan &#8212; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221;).</p>
<p><strong>Was waren für Sie die &#8220;Highlights&#8221; dieser Reise?</strong></p>
<p>Neben der abenteuerlichen 14-stündigen Autofahrt von Bamiyan nach Panjab über fünf Pässe, war ein weiteres Highlight sicher die Begegnung mit dem 33-jährigen Eigentümer des Zuhak Hotels. Natürlich auch die Begegnung mit der Projektleiterin Rebecca de Graaff, die als einzige Ausländerin seit Januar dieses Jahres in Panjab hingebungsvoll ihren Dienst verrichtet. Aber auch das Treffen mit der <a href="http://afghanistan.adra.de/afghanistans-frauen-draengen-in-die-politik/" title="Afghanistans Frauen in der Politik">einzigen Gouverneurin von Afghanistan</a>, die in der Provinz Bamiyan gewählt worden ist.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan03.jpg" alt="Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Eigentlich waren es so viele Höhepunkte, dass ich keinen missen möchte: Die spielerischen Drachenspiele oder das Gespräch mit Dr. Ihsan Ullah Shahir, dem Gesunheitsminister der Provinz Bamiyan, der uns erklärte, dass wir die Welt verändern könnten, wenn wir uns in Liebe begegnen würden. Oder auch der Besuch in der Botshaft und dem Goethe Institut, wo wir mit unserem Buch und der Arbeit von ADRA auf offene Ohren gestoßen sind.</p>
<p><strong>Sie sind ja gemeinsam mit der Fotojournalistin Ursula Meisser nach Afghanistan gereist, die in ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; die unbekannte Seite von Afghanistan zeigt. Haben Sie bei Ihrer Reise selbst noch neue Eindrücke bekommen? Was war für Sie noch unbekannt?</strong></p>
<p>Erstaunt hat mich die Provinz Bamiyan, wo Menschen auf der einen Seite den Boden noch mit mittelaterlich anmutenden Holzpflügen bearbeitet haben, aber wo ich andererseits doch relativ viele &#8220;Sateliten-Schüsseln&#8221; auf den Dächern sehen konnte. In manchen Bereichen scheinen die Menschen plötzlich im  21. Jahrhundert angekommen zu sein.</p>
<p>Enttäuschend für mich war es zu sehen, dass vielerorts nicht mehr die Initiative und Eigenbeteiligung der Menschen gefördert wird. Die Kritik ist auch verständlich: Es wurde so viel Geld nach Afghanistan geschickt und dennoch stellt sich die Frage, wo die Hilfe angekommen ist. Trotzdem gibt es Hotels und Einkaufszentren, die auch in jedem entwickelten Land stehen könnten.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<p>Ein großes Missverständnis ist, dass es angeblich keine Entwicklung in Afghanistan gibt. Ein weiteres, bedingt durch die Nachrichten, die uns täglich erreichen, dass an jeder Ecke eine Selbstmordattentäter stehen könnte.</p>
<p>Sicher, die Entwicklung könnte ein gutes Stück weiter sein, weil wirklich sehr viel Geld ins Land geschickt wurde. Vielleicht ist auch einiges wieder auf Konten außerhalb von Afghanistan gegangen. Trotzdem gibt es, neben der Mittel über die UN-Organisationen, ECHO oder NGO’s auch erstaunlich viele private Investitionen. Was häufig übersehen wird, ist, dass Afghanistan ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichen Sprachgruppen ist – auch das ist eine der großen Herausforderungen des Landes. Auch in Europa haben wir über Jahrhunderte damit zu tun gehabt, uns zu verständigen.</p>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Trotz unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind es Menschen, die freundlich und offen sind. Wie überall gibt es auch hier extreme Gruppierungen. Bedingt durch die Berichterstattung hat man den Eindruck, dass sie in der Mehrheit sind. Aber das stimmt nicht. Ähnlich wie ich nach den Demonstrationen der Rechtsextremen gefragt wurde: &#8220;Wann werden die Nazis wieder die Macht in Deutschland ergreifen?&#8221; Wir müssen die moderaten Kräfte unterstützen, damit den Extremisten der Nährboden entzogen wird. So wie das Dr. Ihsan Ullah Shahir formuliert hat: &#8220;In Liebe aufeinander zugehen.&#8221;</p>
<p>Das sehen wir auch als Aufgabe für ADRA. Dazu gehört Bildung und die Möglichkeit für Menschen mit ihrem Einkommen auszukommen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan02.jpg" alt="Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Meine nächste Reise nach Afghanistan steht noch nicht fest. Jetzt gilt es erstmal, die Projekte von Deutschland aus weiter zu stärken und die Öffentlichkeit über die Arbeit von ADRA in Afghanistan zu informieren. Insofern freut es mich, dass wir mit dem Online Magazin &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; eine Plattform geschaffen haben, mit der sich diese Themen an Interessierte weitergeben lassen. Ich freue mich vor allem auf den Austausch in der <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING Gruppe Das andere Afghanistan">gleichnamigen XING-Gruppe</a>, wo ich ja als Co-Moderator ebenfalls regelmäßig die Diskussionen verfolge.</p>
<p><strong>Herr Lischek, wir danken Ihnen für das Gespräch!</strong> </p>
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		<title>Afghanistans Frauen drängen in die Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Habiba Sarabi regiert als erste Gouverneurin die Provinz Bamiyan</h3>
<p><strong>Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.</strong></p>
<p>Habiba Sarabi gehört zum Volk der Hazara und Bamiyan ist das angestammte Gebiet dieses turkmenischen Volkes – eine glückliche Fügung, die das Regierungsgeschäft in den schwierigen Zeiten wesentlich erleichtert.</p>
<p>Erleichternd wirkt auch die Arbeit der Hilfsorganisationen, die sich bevorzugt um den Aufbau von Schulen und Kliniken kümmern. ADRA Deutschland unterhält hier insgesamt neun Kliniken, die mit medizinischem Fachpersonal ausgestattet sind. In schwierigen Fällen werden die Patienten an die drei großen Krankenhäuser weiter geleitet, die ebenfalls von ADRA unterstützt werden.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_01.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi, empfängt Erich Lischek. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>So war es für Frau Sarabi selbstverständlich, den Geschäftsführer von ADRA Deutschland, Erich Lischek, in ihrem Amtssitz zu empfangen.</strong> Das positive Gespräch war von Offenheit und Vertrauen geprägt, wobei Frau Habiba Sarabi ihre große Dankbarkeit ausdrückte. Sie hatte soeben eine Abschlussklasse von Hebammen verabschiedet und bemerkte, dass jede ADRA-Klinik eine dieser neuen Mitarbeiterinnen erhalten würde.</p>
<p>Wörtlich sagte sie: „Durch die gute Arbeit der Hilfsorganisationen wie ADRA ginge es den Menschen in der Provinz schon viel besser. Durch die Zusammenarbeit zwischen internationalen Nichtregierungs-Organisationen und der Direktion des Gesundheitsamtes der Provinz ist es gelungen, ein gut funktionierendes System zu entwickeln.“</p>
<p>Weiter meinte sie, dass diese Aufgabe gerade in den Distrikten Panjab und Warras, in denen ADRA arbeitet, nicht leicht zu lösen gewesen sei. Es sei einfach schwer im zentralen Hochland, wo die Menschen so verstreut wohnen, ein System zu installieren, das alle erreichen könne. Die bisherigen großen Fortschritte machten sie voll zufrieden und zuversichtlich, diese Strukturen weiter auszubauen, denn man sei hier auf dem richtigen Weg.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_02.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek und Ursula Meissner" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Gouverneurin Habiba Sarabi nach dem Gespräch mit Lischek und Meissner.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Für die Zukunft ihres Landes wünscht sie sich, dass mehr Menschen Afghanistan besuchen. Sie wolle für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur sorgen. Doch jetzt sei wichtig, dass die Menschen hier anpacken. Mit Schulen, Ausbildungsangeboten für Jungen und Mädchen müssten die eigenen Kräfte geweckt und gefördert werden. Dazu zähle sie aber auch die Erwachsenenbildung, damit Menschen in der Lage sind, sich ihr eigenes Einkommen zu erarbeiten. Um Handel, Austausch und Kommunikation zu fördern bleibe noch viel zu tun übrig – vor allem müssten die Straßen endlich ausgebaut werden.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Heinz-Hartmut Wilfert</span></div><div id="HbBtmBig">Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. </div></div></p>
<p><strong>ADRA wird sich in Afghanistan weiter im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit abgestimmten Projekten einbringen. Und wenn erst einmal die zerstörten Buddha-Statuen wieder restauriert sind, werden auch die Touristenströme wieder ins Land kommen – so die am Ende des Besuches gemeinsam ausgedrückte Hoffnung auf ein friedliches Afghanistan.</strong></p>
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