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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hilfsprojekt</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Das andere Afghanistan verabschiedet sich&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation ADRA Deutschland durch dieses Internet-Magazin über "das andere Afghanistan". Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum Afghanistan-Buch der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. Leider mussten wir die Arbeit am Afghanistan-Magazin sowie der gleichnamigen XING-Gruppe - wie bereits angekündigt - zum 30. Juni 2009 beenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation <a title="ADRA Deutschland e. V." href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a> durch dieses Internet-Magazin über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum <a title="Afghanistan-Buch" href="http://afghanistan.adra.de/buch/" target="_self">Afghanistan-Buch</a> der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. <strong>Leider mussten wir die Arbeit am Afghanistan-Magazin sowie der </strong><a title="XING-Gruppe Afghanistan" href="https://www.xing.com/net/afg" target="_blank"><strong>gleichnamigen XING-Gruppe</strong></a><strong> - wie bereits </strong><a title="Beendigung des Afghanistan-Magazins" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-magazin-wird-zum-30-juni-beendet/" target="_self"><strong>angekündigt</strong></a><strong> &#8211; zum 30. Juni 2009 beenden.</strong></p>
<p><img class="alignnone" title="Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/afghanistan-buch1.jpg" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland ist eine der wenigen Quellen (wenn nicht gar die einzige) im Internet, in der es sich hauptsächlich um positive Meldungen aus Afghanistan dreht, die eine vielen bisher unbekannte Seite des Landes am Hindukusch zeigen. Deshalb werden die veröffentlichten Beiträge im Afghanistan-Magazin natürlich auch in Zukunft online zu finden sein. Aber es kommen eben keine neuen Berichte mehr dazu.</p>
<p><strong>Stöbern Sie doch in unserem Archiv noch einmal durch die Highlights aus insgesamt rund 200 Beiträgen rund um &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. </strong>Die meistgelesenen Berichte finden Sie hier:</p>
<ul>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_blank">Stadtportrait: Kabul, die Hauptstadt von Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/?p=357" target="_blank">Glückwunsch an die Gewinner des Afghanistan-Fotowettbewerbs</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-mazar-e-sharif-im-norden-von-afghanistan/" target="_blank">Stadtportrait: Mazar-e-Sharif im Norden von Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/salang-ein-nadeloehr-in-3400-metern-hoehe/" target="_blank">Salang – Ein Nadelöhr in 3400 Metern Höhe</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/zuhar-schenkt-frauen-in-afghanistan-neue-hoffnung/" target="_blank">Zuhar schenkt Frauen in Afghanistan neue Hoffnung</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/kopftuch-und-burka-in-afghanistan-ja-oder-nein/" target="_blank">Kopftuch und Burka in Afghanistan &#8211; ja oder nein?</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/musik-in-afghanistan/" target="_blank">Musik in Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" target="_blank">Buddha-Statuen – Zerstörung und Wiederaufbau in Bamiyan</a></li>
</ul>
<p>Oder Sie durchsuchen die Berichte <strong>anhand verschiedener Kategorien:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Alle unter Fotowettbewerb abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/fotowettbewerb/">Fotowettbewerb</a></li>
<li><a title="Alle unter Geschichte abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/geschichte/">Geschichte</a></li>
<li><a title="Alle unter Hilfsprojekte abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/hilfsprojekte/">Hilfsprojekte</a></li>
<li><a title="Alle unter Kultur abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/kultur/">Kultur</a></li>
<li><a title="Alle unter Kuriositäten abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/kuriositaeten/">Kuriositäten</a></li>
<li><a title="Alle unter Landschaft abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/landschaft/">Landschaft</a></li>
<li><a title="Alle unter Leitartikel abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/leitartikel/">Leitartikel</a></li>
<li><a title="Alle unter Menschen abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/menschen/">Menschen</a></li>
<li><a title="Alle unter Website abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/website/">Website</a></li>
</ul>
<p>Vielleicht ist durch einen Sponsor zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Fortsetzung möglich, was uns sehr freuen würde. Schließlich hat es Afghanistan verdient, dass auch positive Meldungen über Projekte der Hoffnung, interessante Berichte über die Menschen, Tradition und Kultur aus diesem Land Erwähnung finden. Was die Hilfsprojekte von ADRA Deutschland angeht, können Sie sich unter <a title="ADRA Deutschland" href="http://www.adra.de" target="_blank">www.adra.de</a> auch über unseren Einsatz in Afghanistan informieren. <strong>Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!</strong></p>
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		<title>Afghanische Frauen erfahren grenzübergreifende Hilfe</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; und beschlossen, etwas dagegen zu tun.</p>
<p>Um die Lage der Frauen in Afghanistan besser verstehen zu können, wandten sie sich an die kanadische Schriftstellerin Deborah Ellis. Diese hatte sich bereits <a title="Flüchtlinge Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ansiedlungsprogramm-von-fluechtlingen-in-bariquab/" target="_self">in verschiedenen Flüchtlingscamps</a> ein Bild von der Situation machen können, in der afghanische Frauen leben. Beeindruckt von ihren Schilderungen gründeten Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher die Organisation &#8220;<a title="Canadian Women for Women in Afghanistan" href="http://www.cw4wafghan.ca" target="_blank">Canadian Women for Women in Afghanistan</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Bildung = Frieden: Eine Rechnung, die jedes Schulkind versteht </strong></p>
<p>Die Organisation hat sich dem Ziel verschrieben, die Rechte der Frauen in Afghanistan zu sichern und Frauen und Kinder zu fördern. Dies bezieht sich besonders auf die Sicherung einer schulischen Ausbildung, durch die den Aufbau der Schule, der Übernahme von Lehrergehältern oder beispielsweise durch die Errichtung von Bibliotheken. Fast ein Dutzend Projekte betreut CW4WAfghan zur Zeit &#8211; ein Ende des Engagements ist nicht in Sicht.</p>
<p>Und weil die Rechnung „Bildung = Frieden&#8221; eigentlich ganz einfach ist, unterstützt die Organisation zudem die Initiative &#8220;<a title="Little Women" href="http://www.littlewomenforlittlewomen.com" target="_blank">Little Women for Little Women in Afghanistan</a>&#8220;, die die Bildung junger Mädchen in Afghanistan fördert. Was persönliches Engagement also alles bewirken kann, das zeigt sich am Beispiel der beiden kanadischen Frauen, die die Situation afghanischer Frauen nicht mehr tatenlos mit ansehen wollten, sondern selbst aktiv geworden sind &#8211; und uns vor Augen führen, dass menschliche Hilfe nicht an der eigenen Türschwelle oder einer Ländergrenze endet.</p>
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		<title>Afghanistan-Magazin wird zum 30. Juni beendet</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation ADRA Deutschland durch dieses Internet-Magazin über "das andere Afghanistan". Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum Afghanistan-Buch der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. Leider müssen wir nun die Beendigung des Afghanistan-Magazins zum 30. Juni 2009 bekannt geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation </strong><a title="ADRA Deutschland e. V." href="http://www.adra.de" target="_blank"><strong>ADRA Deutschland</strong></a><strong> durch dieses Internet-Magazin über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</strong> Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum <a title="Afghanistan-Buch" href="http://afghanistan.adra.de/buch/" target="_self">Afghanistan-Buch</a> der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. <strong>Leider müssen wir nun die Beendigung des Afghanistan-Magazins zum 30. Juni 2009 bekannt geben.</strong></p>
<p>Geplant war die redaktionelle Berichterstattung über &#8220;<strong>das andere Afghanistan</strong>&#8220;, das in den Medien meist zu kurz kommt, zunächst für ein halbes Jahr, wurde dann für weitere sechs Monate verlängert. Im Anschluss sollte eine Finanzierung der redaktionellen Arbeiten und der Website-Pflege durch öffentliche Zuschüsse im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildung sicher gestellt werden. Leider hatte ein entsprechender Antrag auf Fördermittel durch die EU keinen Erfolg. Deshalb ist ADRA Deutschland gezwungen, den Betrieb des Online-Angebots sowie <a title="XING-Gruppe Afghanistan" href="https://www.xing.com/net/afg" target="_blank">der gleichnamigen XING-Gruppe</a> zum 30. Juni zu beenden.</p>
<p><img class="alignnone" title="Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/afghanistan-buch1.jpg" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland ist eine der wenigen Quellen (wenn nicht gar die einzige) im Internet, in der es sich hauptsächlich um positive Meldungen aus Afghanistan dreht, die eine vielen bisher unbekannte Seite des Landes am Hindukusch zeigen. Deshalb werden die veröffentlichten Beiträge im Afghanistan-Magazin natürlich auch in Zukunft online zu finden sein. Aber es kommen eben keine neuen Berichte mehr dazu.</p>
<p>Vielleicht ist durch einen Sponsor zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Fortsetzung möglich, was uns sehr freuen würde. Schließlich hat es Afghanistan verdient, dass auch positive Meldungen über Projekte der Hoffnung, interessante Berichte über die Menschen, Tradition und Kultur aus diesem Land Erwähnung finden. <strong>In diesem Sinne stürzen wir uns auf sechs weitere Wochen rund um &#8220;das andere Afghanistan&#8221; und freuen uns auf einen positiven Endspurt mit Ihnen!</strong></p>
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		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
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		<title>Erdbeben in Afghanistan: Was kann man tun?</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/erdbeben-in-afghanistan-was-kann-man-tun/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 06:00:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die nicht übersehen werden dürfen.  </p>
<p>So macht etwa die Natur dem Wiederaufbau immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Während die Bevölkerung unter den extremen Temperaturschwankungen leidet (insbesondere unter der Kälte im Winter), führen Naturkatastrophen immer wieder zu zerstörten Häusern, und leider auch Toten. Wie jüngst bei einem Erdbeben in Afghanistan, dem offenbar <a title="Erdbeben in Afghanistan" href="http://www.die-newsblogger.de/erdbeben-afghanistan-zahl-der-todesopfer-steigt-auf-40-714832" target="_blank">40 Menschen zum Opfer fielen</a>.</p>
<h3><strong>Erdbebenprävention in Afghanistan</strong></h3>
<p>Hier stellt sich zum einen die Frage, inwieweit die Zahl der Opfer durch erhöhte Bedingungen an die Statik der Häuser (insbesondere bei Neubauten) niedrig gehalten werden kann, aber auch, was eine geeignete <a title="Erdbebenprävention in Afghanistan" href="http://www.iep-ev.de/projekte-afghanistan.html" target="_blank">Erdbebenprävention in Afghanistan</a> leisten kann.</p>
<p>Unter einer <strong>Erdbebenprävention</strong> ist selbstverständlich nicht zu verstehen, dass das Erdbeben verhindert wird. Frühwarnsysteme, wie sie etwa im Haus der Welthungerhilfe in Afghanistan eingesetzt werden, könnten auch die Bevölkerung rechtzeitig warnen. Auf diese Weise ließen sich Privathäuser und öffentliche Einrichtungen rechtzeitig evakuieren, um so die Auswirkungen von Erdbeben in Afghanistan wenigstens für Leib und Leben so gering wie nur möglich zu halten.</p>
<p>Die Zahl der Opfer bei einem Erdbeben in Afghanistan lässt sich auf diese Weise also sicherlich minimieren, auch wenn bei einem solchen Naturereignis leider immer wieder Tote (auch in höherer Zahl) zu erwarten sind. Für jeden Menschen, der durch ein solches Erdbebenvorwarnsystem gerettet wird, hat sich die Maßnahme jedoch gelohnt.</p>
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		</item>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Computerkurse mit MS Office für Frauen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 07:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. </strong>Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in Afghanistan statt.</p>
<p>Bildung ist nach dem Taliban-Regime wieder zu einem Gut geworden, das den Menschen in Afghanistan wieder zugänglich ist. Immer mehr Männer und auch Frauen möchten sich mit der eigenen Situation und den Verhältnissen in ihrem Land nicht mehr abfinden. Die Ziele sind hoch gesteckt; die ersten Schritte fallen freilich noch klein aus und müssen doch gegangen werden.</p>
<p>In der Universität von Kabul <a title="Computerkurse für Frauen in Afghanistan" href="http://www2.gtz.de/dokumente/akz/deu/AKZ_2003_3/Afgh_Frauen.pdf" target="_blank">finden die Computerkurse für Frauen statt</a>. Ziel ist es, den Umgang mit MS Office zu erlernen. Gelehrt werden hier Word, Excel, aber auch AutoCad, ein System zur Erstellung von technischen Zeichnungen. Letzteres wird von Ingenieuren und Architekten eingesetzt. Keine Frage, in Afghanistan gibt es vieles, was noch aufgebaut oder erst noch entworfen werden muss.</p>
<h2>Frauen in Afghanistan fürs Berufsleben fit machen</h2>
<p>Fit fürs Berufsleben &#8211; so lautet das ehrgeizige Ziel. Doch die Frauen in Afghanistan sind stets hoch motiviert und möchten ihre Ziele unbedingt erreichen. Es geht nicht nur um die Partizipation an der Wirtschaft, um das eigens verdiente Geld, sondern auch und gerade um das Recht und die Freiheit, sich zu entfalten.</p>
<p>Strukturhilfe für Afghanistan bedeutet für die Frauen in Afghanistan Hilfe zur Selbsthilfe. Es zeigt sich, dass die Menschen im Land am Hindukusch für Veränderungen bereit sind, ja geradezu darauf drängen. <strong>Das Erlernen von gängigen Windows-Anwendungen ist daher ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit.</strong></p>
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		<title>Der Frauenpark in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren hoffentlich auch in aller Öffentlichkeit möglich sein wird.</p>
<p>Hier dürfen sie sich unverschleiert zeigen, sich weiterbilden und gemeinsam die Freizeit verbringen. Hierzu wurden Unterrichtsräume bereitgestellt sowie ein kleiner Teeladen. Fließend Wasser war zuvor nicht vorhanden und musste daher eigens für die Frauen in Afghanistan gelegt werden.</p>
<h2>Der Frauenpark ist eine wichtige Begegnungsstätte in Afghanistan</h2>
<p>Doch damit nicht genug: Bildung und Entwicklung bedarf auch des Einsatzes moderner Technologien. Aus diesem Grunde wurde im Frauenpark in Afghanistan ein Rechenzentrum eingerichtet. Die Begegnungstätte in Kabul ist somit ein Hort der Freiheit, der Bildung, aber auch der Entwicklung. In all diesen Bereichen sind die Frauen in Afghanistan während des Taliban-Regimes und auch noch danach zu kurz gekommen.</p>
<p>Doch auch wenn der <a title="Frauenpark in Kabul Afghanistan" href="http://www.thw.bund.de/nn_1047806/DE/content/meldungen/thw__international/projektgebiete/Afghanistan/Dokumente/meldung__009__projekt__afghanistan.html" target="_blank">Frauenpark in Afghanistan</a> ein wichtiger Platz für die Frauen ist, so bleibt er doch nur eine Oase der Freiheit. Ziel ist es, die Frauen von solchen Zentren aus zu stärken, um so ihre Unabhängigkeit und Eigenständigkeit im ganzen Land zu verbreiten. Gerade der Frauenpark in Kabul hat hier eine herausragende Bedeutung, ähnlich wie die Universität der Hauptstadt Afghanistans.</p>
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		<title>Löwe Marjan: Spiegelbild afghanischer Hoffnung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg. Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg.</strong> Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im Januar 2002 <a title="Löwe Marjan stirbt 2002" href="http://www.tigerfreund.de/2/zoo_und_krieg/zoo_und_krieg.htm#Tiere%20im%20Zoo" target="_blank">starb der tapfere Löwe</a> im Kabuler Zoo an Nierenversagen.</p>
<h3>In Kabul spielte sich die Geschichte Afghanistans auf eine besondere Weise ab</h3>
<p>Marjans Lebensgeschichte ist lang und begann in Deutschland. 1976 wurde er im Zoo in Köln geboren und zwei Jahre später als Geschenk nach Kabul gebracht. Dort lebte er mit seiner Partnerin Chucha. 1993 kletterte ein Taliban-Krieger in Marjans Gehege, um seinen Mut zu beweisen. Der Mann verließ das Gehege nicht mehr lebend. Einen Tag später kam sein Bruder und schmiss aus Rache eine Granate auf den Löwen. Marjan überlebte den Anschlag schwer verletzt. Er verlor sein linkes Auge, seine Zähne und wurde taub. Trotzdem lebte er weiter und wurde damit zum <a title="Marjan als Symbol für Leben in Afghanistan" href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/1785005.stm" target="_blank">Symbol für den Überlebenswillen der afghanischen Bevölkerung</a>.</p>
<p>Obwohl Marjans Schicksal tragisch ist &#8211; die meisten anderen Zootiere überlebten das Regime der Taliban nicht. Viele wurden Opfer von Bombenanschlägen oder zur Zielscheibe ihrer Schießübungen. Hathi, der letzte Elefant, wurde bei einem Raketenangriff getötet. Als die US-Truppen in Afghanistan einmarschierten, kamen mit ihnen Hilfsorganisationen, die sich um die wenigen noch übrig gebliebenen Zootiere kümmerten. Unter ihnen auch die WSPA, die <em>World Society for the Protection of Animals</em>, welche sich in seinen letzten Jahren um den Löwen kümmerte.</p>
<h3>Durchhaltevermögen und der Wille zu Leben kennzeichneten nicht nur Marjan</h3>
<p>Sein Tod war für viele Afghanen ein Schock. &#8212; Schockierend war und ist allerdings auch der Zustand das Kabuler Zoos. Zwar konnte der durch den Bürgerkrieg fast auf Null dezimierte Tierbestand wieder auf 222 Tiere aufgestockt werden, diese leben jedoch größtenteils unter unwürdigen Bedingungen. So streiten sich sechs Wölfe im gerade einmal fünf Quadratmeter großen Gehege um die karge Mahlzeit. Im Winter 2007, als eine Kältewelle Afghanistan erfasste, war die Not groß. Heizungen und Elektrizität gab es nur für wenige Gehege, die anderen musste bei nächtlichen Temperaturen von bis zu -17 Grad <a title="Kälte im Zoo Kabul" href="http://www.focus.de/panorama/welt/tiere_aid_122624.html" target="_blank">provisorisch mit Plastikplanen geschützt werden</a>.</p>
<h3>Schicksal des Löwen Marjan brachte Afghanistan die Anteilnahme vieler Länder ein</h3>
<p>Auch wenn es um den Zoo in Kabul nicht gut steht, gibt es doch noch Hoffnungsschimmer. Mittlerweile bewohnt wieder ein Löwenpärchen das große Raubkatzengehege. Zhuangzhuang und Canny sind ein Geschenk der chinesischen Regierung als &#8220;Zeichen der Freundschaft&#8221;. Eine Reaktion auf Marjans Tod, der nicht nur <a title="Marjans Tod bewegt die Menschen" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,188173,00.html" target="_blank">die Menschen in Afghanistan bewegte</a>, sondern weltweit.</p>
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		<title>Video über Melmapalena &#8211; kein Slogan, sondern ein Signal für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt. Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;Melmapalena&#8221; ein (ADRA berichtete). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen. Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt.</strong> Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;<a title="Melmapalena" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1777" target="_blank">Melmapalena</a>&#8221; ein (<a title="Melmapalena im Afghanistan-Magazin" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-sagt-danke-kultur-gastfreundlichkeit/" target="_self">ADRA berichtete</a>). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen.</p>
<p>Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der Einladung. Viele von ihnen waren bereits selbst in Afghanistan und haben das Land und seine Bewohner kennengelernt. Sie wollten <strong>das andere Afghanistan</strong> hautnah erleben. Bei landesüblichen Speisen und Getränken, Verkaufsständen und vielen interessanten Gesprächen konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Projekte angeregt werden.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" /></object></p>
<h3>Afghanische Gastfreundschaft hautnah erleben</h3>
<p>Gastgeber Boris Barschow war selbst für 7 Monate in Afghanistan. Für ihn war es wichtig, mit der Veranstaltung grundlegende Werte wie den Austausch oder gegenseitigen Respekt zu vermitteln. Denn diese, so findet er, würden vieles in der Welt einfacher machen. Khalid Dayani, Besitzer von Golden Palace, floh mit 15 Jahren aus Afghanistan. Er möchte den Besuchern sein Heimatland mitsamt seiner Gastfreundschaft näher bringen, um Verständnis und Zusammenarbeit zu fördern und „Brücken bauen&#8221; zu können.</p>
<p>Brücken können nun schon mit den Einnahmen gebaut werden. Über 1000 Euro fließen direkt in Projekte, die den Wiederaufbau in Afghanistan unterstützen, beispielsweise in ein Kinderkrankenhaus in Paymonar. Melmapalena war ein voller Erfolg für alle Beteiligten. <strong>Es war ein Zeichen für den menschlichen Zusammenhalt über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Ein Zeichen, wie es die Welt in diesen schwierigen Zeiten braucht.</strong></p>
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		<title>Deckmantel Afghanistan – Projekt gegen Kälte und Armut</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt. Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer - das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt.</strong> Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer &#8211; das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.</p>
<h3>Hilfsprojekt gegen die Kälte in Afghanistan</h3>
<p><img class="size-full wp-image-397" title="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Decken werden an Flüchtlinge und Hilfsbedürftige verteilt</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt, das von ADRA Deutschland für Afghanistan ins Leben gerufen wurde, ist denkbar einfach: Hilfe ist besonders dann wirkungsvoll, wenn sie als Selbsthilfe begriffen werden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert es auch hier; gerade in dieser kalten Jahreszeit dürfen sich Flüchtlinge und Vertriebene in ganz Afghanistan über die Arbeit vieler Frauen in Kabul freuen. Ihr Anteil an diesem Projekt macht in der Tat den Löwenanteil aus &#8211; schließlich nähen diese Damen, was das Zeug hält.</p>
<h3>Das ADRA Deckenprojekt &#8211; Decken für Afghanistan</h3>
<p>Die Steppdecken, die aus dieser Arbeit hervorgehen, werden nicht etwa in andere Länder exportiert, um dort als Billigware verscherbelt zu werden; vielmehr dienen sie dem Zweck, Hilfsbedürftigen zugute zu kommen, um ihnen so den harten Winter zu erleichtern.</p>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><img class="size-full wp-image-398" title="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_afghanistan01.jpg" alt="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" width="605" height="250" /></div>
<div class="mceTemp"><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Decken werden von Frauen in Kabul genäht</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></div>
</div>
<p>Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen &#8211; das Konzept von ADRA, das hinter dem Deckenprojekt geht, scheint aufzugehen. Weit über 40.000 Decken wurden auf diese Weise bereits an den Mann, die Frau und viele hilfsbedürftige Kinder gebracht. Gleichzeitig bietet die Hilfsorganisation den Frauen aus Kabul so die Möglichkeit, zu arbeiten und sich so etwas Geld hinzu verdienen zu können.</p>
<p>Auch im Jahre 2009 wird das Deckenprojekt in Afghanistan fortgeführt. Um diesen guten Weg, den Weg zur Selbsthilfe, auch Zukunft weitergehen zu können, freut sich die Hilfsorganisation ADRA natürlich immer über <a title="Spenden für ADRA" href="http://www.adra.de/spenden.html" target="_blank">Spenden</a>. <strong>Wir freuen uns auf eine weiterhin angenehme Arbeit, um zusammen mit den Menschen in Afghanistan auch im neuen Jahr viel zu erreichen.</strong></p>
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		<title>Miriam sorgt für ein ganzes Dorf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen. Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen</strong>, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen.</p>
<p>Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele Familien flüchteten, weil sie in den Ruinen nicht mehr leben konnten und ihnen die Mittel fehlten, die Häuser wieder aufzubauen. Ihr Schicksal erregte sogar in der Hauptstadt Aufmerksamkeit, die selbst schwer vom Krieg gezeichnet war.</p>
<p><strong>Einer, der davon hörte, ließ es nicht bei Mitgefühl bewenden. Er beschloss sofort zu helfen. Dr. Peter Jaggi und seine Frau Verena waren gerade für die </strong><a target="_blank" href="http://www.adra.de" title="Hilfsorganisation ADRA"><strong>Hilfsorganisation ADRA</strong></a><strong> nach Afghanistan gekommen.</strong> Wie man Menschen selbst in aussichtslos scheinenden Situationen wieder Hoffnung macht, hatten sie vorher für ADRA drei Jahre lang in den armseligen Bergdörfern in Nepal am Himalaja und zwischen den Bambushütten von Malawi im subtropischen Afrika gezeigt.</p>
<p>ADRA und seine Mitarbeiter helfen den Menschen in mehr als 120 Ländern. In Afghanistan hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt in der Provinz Bamiyan mit dem Einsatz mobiler Sanitätsteams verhindert, dass sich Tuberkulose, eine tückische Infektionskrankheit der Atemwege, ausbreiten konnte. In der Provinz Djuzdjan bohrten sie mit den Bauern achtzig neue Brunnen und richteten die Handpumpen dafür ein.</p>
<p>Verena Jaggi hatte Waisenkindern mit Teddybären von Spendern aus den USA und aus Europa zum ersten Mal in deren Leben ein Spielzeug verschaffen können. Jetzt gelang es dem Ehepaar Jaggi über ADRA und unterstützt von anderen Spendern, unbürokratisch mehrere Lkws mit Zeltplanen, Decken und Säcken mit Mehl zu den verzweifelten Menschen in die zerstörten Dörfer zu bringen.</p>
<p>Die Hilfe wurde erst mit ungläubigem Staunen, dann mit lautem Jubel und Händeklatschen empfangen. Idee der Unterstützung für die Ärmsten der Armen ist aber nicht nur, einmalig Linderung zu verschaffen,sondern gleichzeitig dafür zu sorgen, dass durch Hilfe zur Selbsthilfe langfristig das Auskommen gesichert wird.</p>
<p>Für das Dorf Istalis und die umliegenden Dörfer heißt das Rezept: Die Frauen werden von der Hilfsorganisation kostenlos mit Material versorgt und lernen, wie man wärmende Decken macht. Die Decken werden dann an andere Bedürftige verschenkt. Die Hilfsorganisation zahlt den Frauen einen bescheidenen Arbeitslohn, der den Familien genügt, um wieder die Tätigkeit aufzunehmen, von der sie früher lebten.</p>
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<p>  <br />
Istalis und Umgebung war früher bis nach Kabul für seine Töpferei bekannt. <strong>Miriam, die Bäckerin, ist für den Neuanfang im Dorf besonders wichtig. Sie ist eine strahlende junge Frau mit besonders feinen Gesichtszügen.</strong> Als ich ihr das erste Mal begegnete, konnte ich kaum glauben, dass sie schon sechs Kinder hat und täglich acht Stunden lang in einem kleinen, verqualmten Lehmhaus sitzt und Teig knetet. Von ihrem Brot, das sie mich probieren lässt und das ganz sicher das beste ist, das ich in ganz Afghanistan gegessen habe, werden heute 500 Menschen satt. Sie verkauft es sehr billig, aber doch so, dass sie neues Mehl kaufen kann und ein bisschen daran verdient.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 05:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Legale Landwirtschaft mit Rosen und Rosenöl Afghanistan hat schwer unter den Folgen der jahrelangen Kriege zu kämpfen. Der Niedergang der landwirtschaftlichen Produktion wirft dabei die wohl größten Schatten auf das Leben der afghanischen Bevölkerung, denn rund 90 Prozent der Menschen in Afghanistan leben von der Landwirtschaft. In Nangarhar, einer östlichen Provinz Afghanistans, leben hauptsächlich zurückgekehrte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Legale Landwirtschaft mit Rosen und Rosenöl</h3>
<p><strong>Afghanistan hat schwer unter den Folgen der jahrelangen Kriege zu kämpfen. </strong>Der Niedergang der landwirtschaftlichen Produktion wirft dabei die wohl größten Schatten auf das Leben der afghanischen Bevölkerung, denn rund 90 Prozent der Menschen in Afghanistan leben von der Landwirtschaft.</p>
<p>In Nangarhar, einer östlichen Provinz Afghanistans, leben hauptsächlich zurückgekehrte Flüchtlinge aus Pakistan oder dem Iran. Um von durchschnittlich einem Viertel Hektar Land ihre sechs- bis achtköpfige Familien ernähren zu können, bauen viele der Bauern hier Schlafmohn an. Das ist zwar illegal, weil Opium und Heroin daraus gewonnen werden, bringt aber einen bis zu zwanzigfach höheren Ertrag ein, als beispielsweise der Anbau von Weizen.</p>
<p>Ein <a target="_blank" href="http://www.welthungerhilfe.de/hilfsprojekt-afghanistan-rosen.html" title="Hilfsprojekt Rosen der Welthungerhilfe">Hilfsprojekt der &#8220;Welthungerhilfe&#8221;</a> unterstützt die Bauern in dieser Region jetzt dabei, <strong>Rosen</strong> anzubauen, um daraus <strong>Rosenöl</strong> zu gewinnen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/rosen_rosenoel_statt-schlafmohn-anbau-afghanistan_01.jpg" alt="Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Rosenöl</strong> erzielt auf dem Weltmarkt – je nach Qualität – zwischen vier- und fünftausend Euro je Kilogramm. Das ist zwar nicht so viel, wie mit dem Anbau von Schlafmohn zu erzielen ist, aber doch mehr als mit der mühselige Bewirtschaftung von Weizenfeldern. Auch die Weiterverarbeitung der Rosenblüten findet, dank des Einsatzes der Welthungerhilfe, weitestgehend in Afghanistan (Dare-Noor und Achin) statt. Dadurch können viel höhere Erträge beim Verkauf erzielt werden, als wenn die Weiterverarbeitung zu höheren Preisen im Ausland durchgeführt würde.</p>
<p>Bisher konnten in Dare-Noor, Achin und Nazian 266 Bauern für den Rosenanbau und damit gegen die Illegalität gewonnen werden.</p>
<p><strong>Fotojournalistin Ursula Meissner berichtet in ihrem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; ebenfalls von diesem Projekt, von ihr stammt auch das Foto in diesem Artikel. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Hindukusch ist nicht nur ein Gebirge in Zentralasien, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein. Die Mitglieder von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben. Die Website des Vereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hindukusch ist nicht nur ein <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch - mächtiges Gebirge in Afghanistan">Gebirge in Zentralasien</a>, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein.</strong> Die Mitglieder von &#8220;<a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/index.html" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</a>&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V."><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/hindukusch_zukunft-fuer-afghanistan.jpg" alt="Die Website des Vereins “Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.”" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Website des Vereins &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221;</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch</a> </span></div></p>
<p>Lange durften Frauen in Afghanistan das Haus nur in männlicher Begleitung verlassen. Es war nicht erlaubt, außer Haus zu arbeiten, so dass die Frauen keine Chance hatten, ihre Kinder alleine zu ernähren. Um der Familie trotzdem Essen und Kleidung zu besorgen, mussten viele der Kinder arbeiten gehen.</p>
<p>Der Verein &#8220;Hindukusch&#8221; hat ein im Krieg halb zerstörtes Mutter-Kind-Heim wieder aufgebaut, in dem diese Familien wohnen können. Die Mütter haben dort die Möglichkeit zu arbeiten und die Kinder können, mit zusätzlicher Hilfe durch Patenschaften, wieder zur Schule gehen. Sie erhalten dadurch wenigstens eine Chance zu einer Berufsausbildung.</p>
<p>Auch nach Abschluss des Projekts wird das Heim von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; weiter betreut. Spenden werden gesammelt und der Verein sorgt dafür, dass diese auch genau da ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.</p>
<p><strong>Die Aktivitäten des Vereins sind rein humanitär. &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; gehört keiner politischen Gruppe an und ist mit seiner Finanzierung auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.</strong></p>
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		<title>Es war die Lerche und nicht die Nachtigall!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 05:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein herrliches Erwachen heute! Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein herrliches Erwachen heute!</strong> Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, ob es in Afghanistan überhaupt Lerchen gibt. Aber ich habe das Lied verstanden: &#8220;Die Welt ist schön, ich bin glücklich, ich habe wieder Futter, ich habe wieder grüne Bäume. Diese Dankbarkeit möchte ich mit der ganzen Welt teilen.&#8221; Und wie ich sein Glück teilte! Solche Momente sind rar, besonders im jetzigen Afghanistan. Es ist wie das Lächeln in einem Kindergesicht oder das Aufleuchten in den Augen einer Frau, die an einem Kurs teilnehmen darf.<br />
 <br />
Unsere Büsche im Garten sind ein Spatzenparadies. Im Frühjahr schwatzen sie uns die Ohren voll, jegliche Morgenruhe ist dahin. Ich kenne auch das Glucksen unserer Hennen, alles bekannte und alltägliche Geräusche. Aber dieses einzigartige Morgenlied war wie ein Hoffnungsschimmer, dass es in jeder Spezies immer wieder einmalige Aussenseiter gibt, die den Mut haben, etwas Außergewöhnliches zu tun. Sie tun es nicht, um aufzufallen oder weil sie ein Lob suchen. Sie tun es, weil sie nicht anders können, als das zu tun, was ihnen ihre innere Kraft eingibt.</p>
<p>Ich bewundere solche Vögel, solche Blumen und vor allem solche Menschen. Ich habe hier in Afghanistan viele kennengelernt, eine von ihnen ist ein kleines Mädchen. Sie sind den &#8220;Lerchengesang&#8221; ebenfalls, ohne es zu wissen. <strong>Das Mädchen ist nur elf Jahre alt. Seit drei Jahren geht es zur Schule.</strong></p>
<p>Alles normal denkt Ihr vielleicht. Lasst mich die Schule beschreiben: Wenn man von Kabul 8-10 Stunden mit dem Vierradantrieb über Holperstrassen in die Berge schottert, dann kommt man ins Zentrale Hochland. Dort muss man nochmals mindestens 4-5 Stunden mit einem 6-Rad Antrieb durch einen Fluss fahren, über Dämme und kleine Stauwehrs, dann hört die Flussstrasse auf. Dort angekommen, muss man auf einen Esel umsteigen oder 2-3 Stunden über Berg und Tal bis zum Schulhaus gehen. Diesen Schulweg macht das elfjährige Mädchen jeden Tag, seit drei Jahren. Jeden Tag fünf Stunden Schulweg, bei größter Hitze, bei jedem Wetter.</p>
<p><strong>Die Schule hat ein blaues Himmeldach und die Wände bestehen aus Sonnenschein.</strong> Die Lehrerin selber ist sechs Jahre zur Schule gegangen, kann nur weitergeben, was ihr Lehrer sie damals lehrte. Didaktik und Methodik sind unbekannte Laute einer unbekannten Welt. Hier baut ADRA ein Schulhaus, mit Hilfe der Eltern der 500 Schulkinder. Es wird &#8220;ihre Schule&#8221; sein. Sie freuen sich unglaublich. Endlich sind sie nicht mehr das vergessene Volk in den Bergen, jemand hilft ihnen, die Flügel zu öffnen!</p>
<p>Sie leben in kleinen grünen Oasen, die mitten in den grauen Felszerklüftungen des Zentralen Hochlandes verstreut liegen, dort wo Wasser ein kärgliches Überleben erlaubt. Nur die Stärksten überleben – wie mein kleines Mädchen, das so tapfer um seine Bildung kämpft. Jeden Tage eine neue Heldentat – den langen Schulweg, ohne Wasser oder Vespertäschchen, mit Tee und Nan zum Frühstück und Reis und Bohnen zum Abendessen. Eine kleine, heldenhafte Lerche im Gebirge des Hindukush.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/schule-in-den-bergen_afghanistan01.jpg" alt="Eine Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine neue Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Wie hat Erich Kästner so schön gesagt: &#8220;Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!&#8221;</strong> Wir freuen uns, dass wir Geld für diese Schule bekommen haben. Heute senden wir den zweiten Lastwagen mit notwendigem Baumaterial auf den Weg. Die letzten zwei Stunden muss alles auf den Lastesel umgeladen werden und dann marschieren die Tiere 3 Stunden in der brütenden Sonne. Es ist ein enormes Unterfangen, aber es bringt eine riesige Freude, einen Stolz, dass das neue Schulhaus ein richtiges Dach und richtige Wände haben wird, dass sie nun schon eine Wandtafel besitzen, dass wir einen Lehrer-Weiterbildungskurs veranstalten werden. <strong>Die Lerche breitet ihre Flügel aus – bald wird sie fliegen!</strong></p>
<p>Vergangene Woche habe ich das Projekt besucht, wo wir Waisenkinder in Fahrrad-Mechanik ausbilden. Leider hatte ich die Kamera nicht bei mir – es war ein herrliches Bild! In der Morgenfrische saßen etwa fünfzehn Jungen um den Lehrer, der ihnen beibrachte, wie man die Speichen am Rad anzieht, sie müssen nämlich 45 Fahrräder aus den einzelnen Teilen zusammensetzen. Sie waren ernsthaft bei der Sache und zählten voller Stolz die Namen der einzelnen Teile auf, sie wollten gar die Mechanik des Rades erklären – ich habe nichts verstanden, aber ich habe das Leuchten ihrer Augen gesehen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Früher hatten sie die Aufseher im Waisenhaus dazu angeleitet, ein paar Dinge aus den Vorratskammern zu stehlen – für den Aufseher. Jetzt eignen sie sich ein Wissen an, auf das sie stolz sind, denn sie sind keine gewöhlichen &#8220;Spatzen&#8221; mehr, sie haben ein Spezialwissen, das lässt sie aus der Masse herausragen.</p>
<p>Bald werden wir eine neue Gruppe haben. Sie wird Geflügelzucht erlernen &#8211; ermöglicht durch eine großzügige Spende aus Deutschland. Sie werden lernen, wie man ein Huhn impft, wie man Erkrankungen erkennt, wie man Hygiene an sich selber anwendet, wie man sich gesund ernährt, wie man mit Abfällen Recycling macht, wie man einen kleinen Handel beginnt, wie man Verantwortung übernimmt – alles kindgerecht vorbereitet, damit Lernen Spaß macht und alles, um die Kräfte ihrer Flügel zu vergrössern.</p>
<p><strong>Jeden Tag entdecke ich neue Menschen, die bereit sind, einen Flug anzutreten.</strong> Letzte Woche war ich in einem dreitägigen Kurs, wo Trainer ausgebildet wurden, um den Frauen beizubringen, wie man ein kleines Geschäft aufzieht, was es alles zu beachten gilt und welche Marktstrategien man tätigen sollte. Große Worte für ein &#8220;Small Business&#8221;, aber es hilft, die Flügel auszubreiten. Und es zaubert ein Licht in die Augen der Frauen. Sie werden ernst genommen, man befasst sich mit ihnen.</p>
<p><strong>Sie realisieren: es ist nicht wichtig, was ich habe, sondern was ich bin. Ich habe die Kraft, etwas aufzubauen, auch wenn ich noch nicht lesen und schreiben kann. Ich kann es lernen, ich kann sogar lernen, wie man ein einfaches Kassenbuch führt – ich habe Kraft und den Willen, etwas zu tun. Ich freue mich auf den Gesang der Lerchen – auch wenn es anfänglich wie ein Spatzengeschwirr tönt- Hauptsache sie öffnen die Flügel!</strong></p>
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		<title>Wie ein Frosch im Brunnen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 06:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit drei Tagen regnet es in Kabul. Der graue Staub auf den Strassen hat sich in eine dicke Schlickmasse verwandelt. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. In dieser glitschigen Masse möchte man nicht ausrutschen. Solch einen drei Tage anhaltenden Regenguss erlebe ich zum ersten Mal in Afghanistan. Es ist kalt und ungemütlich. Unsere Angestellten haben beschlossen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit drei Tagen regnet es in Kabul.</strong> Der graue Staub auf den Strassen hat sich in eine dicke Schlickmasse verwandelt. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. In dieser glitschigen Masse möchte man nicht ausrutschen. Solch einen drei Tage anhaltenden Regenguss erlebe ich zum ersten Mal in Afghanistan. Es ist kalt und ungemütlich. Unsere Angestellten haben beschlossen, die &#8220;Doppelverglasung&#8221; für den Winter an unseren Fenstern anzubringen. Dieser Winterschutz besteht aus einer Plastikfolie, die man außen an die Fenster nagelt. Es hilft wirklich, die Wärme im Raum zu halten.</p>
<p>Der Kindergarten, den ich heute besuche, hat keine solche Doppelverglasung. Dennoch erwartet mich eine fröhliche Kinderschar mit ihren Lehrerinnen. Ich rutsche mehr über den lehmigen Pausenplatz der Schule, als dass ich gehe. Aber schon vom Hof kann ich die strahlenden Augen sehen, die mich freudig begrüßen.</p>
<p><strong>Sie haben ein Kasperle-Theaterstück für mich vorbereitet.</strong> Die Bühne besteht aus einem alten, bunt bemalten Leintuch mit ausgeschnittenen Fenstern. Letztes Mal waren es unser Übersetzer und ich, die hinter der Bühne standen. Mühsam hatte ich mich an die Dari-Sätze zu erinnern versucht. Heute stehen zwei kleine Jungen auf einem Stuhl und winken eifrig mit ihren Tieren aus den Bühnen-Fensterlöchern. Den Text haben sie aus einem Tiergeschichtenbuch, das wir ihnen letztes Mal mitgebracht hatten. Welch ein Lichtstrahl im Novemberregentag! Unser Unterricht hatte also Früchte getragen. Wenn es doch immer so schnell und einfach ginge! Ich fühle mich reichlich belohnt. Vielleicht bleibt ein kleines Samenkörnchen von dem, was ich weitergeben wollte, doch in Afghanistan hängen. Das wäre schön!</p>
<p>ADRA Afghanistan hat in Kabul ein Projekt durchgeführt, das – von ADRA Österreich unterstützt und vom afghanischen Erziehungsministerium akzeptiert – Kindergärtnerinnen eine Aus- und Weiterbildung ermöglicht. Es ist ein Projekt, das Lehrern und Teilnehmern gleich viel Spass macht. Auf dem Stundenplan stehen nebst &#8220;Entwicklung des Kindes mit Spiel und Spass fördern&#8221; auch &#8220;Stundenplanvorbereitung&#8221;, &#8220;Musikspiele&#8221;, &#8220;Spielsachen selber herstellen&#8221;, &#8220;Erste Hilfe&#8221; und außerdem noch &#8220;Lernen mit dem Kasperle-Theater&#8221;.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/frosch-im-brunnen.jpg" alt="Wie ein Frosch im Brunnen" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Viele Frauen in Afghanistan fühlen sich wie ein Frosch im Brunnen.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.sxc.hu/photo/933680" title="sxc.hu/petovy">sxc.hu</a>/petovy</span></div></p>
<p>Während die Kinder auf den Stühlen hinter der Bühne ihre Rollen tauschen, wandern meine Gedanken zu einem Thema erster Priorität in Afghanistan: zur Frauenfrage. Bei einer Umfrage in der Proviz Badakshan hatte eine Frau gesagt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wir Frauen sind doch wie ein Frosch im Brunnen, wir sitzen ganz unten im dunkeln Wasserloch und haben keine Ahnung, was auf dieser Welt passiert. Man spricht nicht mit uns, wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen, die in der Familie gefällt werden, wir sind nicht mehr wert als Schafe und Kühe.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Wie ein Frosch im Brunnen.</strong> Ein kleiner Frosch, der im 15-40 Meter tiefen, düsterfeuchten Ziehbrunnenschacht geboren wird, hat wenig Chance, auch nur das Tageslicht zu erahnen. Wie soll er 40 Meter hüpfen oder hochklettern? Er lebt und stirbt im Dunkeln.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich denke an die 260 Frauen und jungen Mädchen, die im Moment in Kapisa in den Alphabetisierungskursen von ADRA sitzen und mit derselben Begeisterung lesen, schreiben und rechnen lernen und sich ihr Horizont mit Geographiekenntnissen erweitert. Nach sechs Wochen können sie ohne Stottern lesen und sämtliche Provinzen Afghanistans aufsagen. Sie haben den Sprung aus dem Brunnen gewagt. Trotz des Mullahs, der in der Moschee gegen die Kurse gewettert hatte – sie haben nicht aufgegeben. ADRA steht hinter ihnen, das macht sie stark. Inzwischen hat sich der Mullah beruhigt – er wartet jetzt auf unseren Englischkurs! <strong>Ob er wohl trotzdem kommt, auch wenn der Kurs von einer Frau unterrichtet wird?</strong></p>
<p>Bei diesen Gedanken beschliesse ich – trotz Regenwetters – am nächsten Tag nach Kapisa zu fahren. Ich muss sowieso die sechs Lehrerinnen ausbezahlen, die warmen Decken, Schuhe und Kleider ins Waisenhaus bringen. Ich will noch Maß nehmen, damit der kleine Waisenmädchenchor eine Uniform kriegt – und auch noch andere Dinge mehr, bevor ich in die Ferien fahren kann.</p>
<p>Ferien –  wie kann ich nur davon träumen, wenn viele Frauen hier dieses Wort gar nicht kennen –  ich kriege beinahe ein schlechtes Gewissen bei diesem Gedanken. Aber meine Frauen im Kindergarten kennen das Wort – sie haben drei Tage Ferien nächste Woche! Und deshalb bin ich ja auch hier im Kindergarten, denn sie kriegen ein kleines Geschenk von ADRA zu &#8220;Eid&#8221; (das Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan). Sie freuen sich beinahe kindlich über dieses Eid Geschenk. Sie sagen mir vielmals  tashakor und versichern mir, sie würden beten, dass Allah mich behüten sollte.</p>
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		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
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		<title>Der Bettler auf dem Skateboard (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir den Mann mit dem Skateboard immer wieder an der gleichen Kreuzung trafen, beschlossen wir, dass sich etwas ändern musste. Peter Jaggi, der damalige Direktor von ADRA Afghanistan, fragte bei allen Mitarbeitern nach, ob sie bereit wären, gemeinsam ein Dreirad für Erwachsene zu kaufen. Im Prinzip ist es ein Fahrrad, das auf der Hinterachse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem wir den Mann mit dem Skateboard immer wieder an der gleichen Kreuzung trafen</strong>, beschlossen wir, dass sich etwas ändern musste. Peter Jaggi, der damalige Direktor von ADRA Afghanistan, fragte bei allen Mitarbeitern nach, ob sie bereit wären, gemeinsam ein Dreirad für Erwachsene zu kaufen. Im Prinzip ist es ein Fahrrad, das auf der Hinterachse zwei Räder hat, einen richtigen Sitz und mit einer Hand angetrieben wird.</p>
<p>Baudin, einer unserer Angestellten, kannte eine Firma im Norden Kabuls, die solche Dreiräder herstellte. Am nächsten Tag teilte Baudin uns mit, dass das Dreirad nächste Woche fertig wäre.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/bettler-in-kabul-mit-skateboard_04.jpg" alt="Der Bettler erhält von ADRA ein Dreirad für Erwachsene" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Bettler erhält von ADRA ein Dreirad für Erwachsene.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Einen Tag vor der Übergabe fuhr unser Mitarbeiter Masood zu der Kreuzung und informierte den Mann mit dem Skateboard, dass er sich am nächsten Tag ein neues Gefährt abholen könne. Am nächsten Tag waren wir gespannt und glücklich, diesem Mann das neue Dreirad zu übergeben. Vreni Jaggi, die Frau des damaligen ADRA Direktors, packte noch Lebensmittel und andere Dinge ein und verstaute sie auf der kleinen Ladefläche des Dreirads.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/bettler-in-kabul-mit-skateboard_03.jpg" alt="Glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Auch in den Augen des behinderten Mannes konnte man die Freude sehen, glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause.</p>
<p>Am nächsten Tag saß er mit seinem Skateboard wieder an der gleichen Kreuzung. Auf die Frage, warum er das Dreirad nicht verwenden würde, antwortete er: &#8220;Mit dem Dreirad bekomme ich kein Geld, nur mit meinem Skateboard sind die Leute bereit zu spenden.&#8221;</p>
<p><strong>Manchmal zwingen Umstände Menschen zu Entscheidungen, die sie eigentlich nicht umsetzen wollen.</strong></p>
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		<title>Krankenhaus für Opfer von Anschlägen in Kabul</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen</h3>
<p><strong>Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen Namen machte, ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und arbeitet engstens mit ADRA in Afghanistan zusammen.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan02.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Wir haben auf unserer Reise bei einem Besuch des Krankenhauses die Gelegenheit, mit dem Chirurgen Thomas Kraner einige Abteilungen anzuschauen, in denen nicht nur allgemeine Unfallpatienten eingewiesen werden, sondern alle diejenigen, die bei einem Bombenanschlag innerhalb von Afghanistan verletzt werden.</p>
<p>Dr. Kraner ist bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Projektes in Kabul. Mit gebrochenem Farsi versucht er, die Patienten zu ermuntern. Er beklagt, dass sich manche Menschen in Afghanistan aus religiöser Überzeugung ihrem Schicksal fügen und oft ohne medizinische Hilfe sterben müssen, die ohne Weiteres hätten gerettet werden können. Er berichtet über heftige Diskussionen im Ärztekreis des Krankenhauses zu diesem Thema.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan01.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Hinzu kommt, dass die Krankenversorgung in Afghanistan kostenlos ist. Das führt nach Meinung vieler Ausländer dazu, dass weder die Ärzte, noch die Krankenpfleger sich für ihre Patienten einsetzen. Bevorzugt behandelt werden diejenigen, die dem Arzt zusätzliches Geld zustecken. Oder der Arzt lässt sie in seine &#8220;Privatpraxis&#8221; kommen. Dort erfährt der Patient die entsprechende Aufmerksamkeit.</p>
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		<title>Rebecca engagiert sich in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 08:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>

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		<description><![CDATA[Rebecca de Graaff ist seit August 2007 für ein Gesundheitsprojekt in Bamiyan verantwortlich. Sie ist seit dem Wintereinbruch und dem Abzug der PTA (eine paramilitärische Organisation aus Neuseeland) Anfang Dezember 2007 die einzige ausländische Vertreterin im Distrikt von Panjab und Warras, dem zentralen Hochland von Afghanistan.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan01.jpg" alt="Eine nachdenkliche Rebecca in Bamiyan (zentrales Hochland von Afghanistan)" /></strong></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine nachdenkliche Rebecca in Bamiyan (zentrales Hochland von Afghanistan). </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Rebecca de Graaff ist seit August 2007 für ein Gesundheitsprojekt in Bamiyan verantwortlich.</strong> Die 36-jährige Amerikanerin hat einen Holländischen Vater und eine Indonesische Mutter. Sie ist seit dem Wintereinbruch und dem Abzug der PTA (eine paramilitärische Organisation aus Neuseeland) Anfang Dezember 2007 die einzige ausländische Vertreterin im Distrikt von Panjab und Warras, dem zentralen Hochland von Afghanistan.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan02.jpg" alt="Rebecca beim Frühstück in Afghanistan — Brotaufstrich aus Deutschland" style="float: left; margin-right: 10px" /></p>
<p>Bei einem Besuch des ADRA Gesundheitsprojektes fragen Fotojournalistin Ursula Meisser und ich, wie sie als junge Frau und zudem als Ausländerin in dieser unwirtlichen Gegend klarkommt.</p>
<p><em>&#8220;Ich bin zwar alleine hier, aber ich habe keine Angst. Ich fühle mich sicher. Ich gehe alleine in die Berge ohne Begleitung, aber ich fühle mich doch oft einsam, so allein in dieser rauen und trotzdem sehr wildromantischen Landschaft.&#8221;</em></p>
<p>Ein Strahlen huscht über ihr Gesicht: <em>&#8220;Ich freue mich, dass ich mit Euch mal jemanden habe, mit dem ich auf ähnlicher Wellenlänge bin und über die Dinge sprechen und lachen kann. Das kann ich ja sonst nicht mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.&#8221;</em></p>
<p>Und dann erzählt sie von den Menschen, für die sie hier arbeitet: <em>&#8220;Die Menschen hier gehören zum Volksstamm  Hasara, die sich schon seit jeher vernachlässigt fühlen. Sie sind unheimlich freundlich und gastfrei. Das Einkommen der überwiegend  ländlichen Bevölkerung liegt unter der Armutsgrenze.&#8221;</em></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan03.jpg" alt="Rebecca mit ihrem Assistenten sowie dem Leiter für Logistik bei ADRA in Panjab" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD"> Rebecca mit ihrem Assistenten sowie dem Leiter für Logistik bei ADRA in Panjab. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Sie berichtet, dass die Menschen trotz ihrer Armut nicht bereit waren, den landwirtschaftlichen Rat von Oxfam anzunehmen, neben Kartoffeln und Weizen auch noch Gemüse wie Blumenkohl, Kraut, Gurken, Karotten und Tomaten anzubauen. Daher gab die NGO ihre Pläne in dieser Gegend auf und hat die Region verlassen – so ein Vertreter von FAO (&#8220;<em>Food and Agriculture Organization</em>&#8221; der Vereinten Nationen), den ich vor dem Abflug in Bamiyan getroffen habe.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtmBig">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><strong>Trotzdem hat ADRA die Arbeit auf dem Gebiet der Gesundheit aufgegriffen, die zurzeit von Rebecca als einziger „Ausländerin“ vor Ort geleitet wird. Eine nicht leichte Aufgabe.</strong></p>
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