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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hilfsorganisation</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Sägen Sie bitte nicht an Granaten!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das? &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund. In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das?</strong> &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.</p>
<p>In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist das wichtigste Thema. Die Gesundheit und das Leben jedes einzelnen Mitarbeiters ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt. Deshalb bedarf es ständiger Kontrolle, Schulung und Motivation (das Bewusstsein für Gefahren geht manchmal verloren), um den Sicherheitsstandard hochzuhalten. Die meisten verbinden die Gefahren meist mit Anschlägen und Entführungen, aber in einem Land wie Afghanistan kann ein Verkehrsunfall, eine Erkrankung, unvorsichtiges Herumgehen auf einem Grundstück oder Gelände (Minen!) sehr schnell lebensgefährlich werden. Und gute medizinische Versorgung ist manchmal erst nach Tagen zu bekommen, wenn man sich in den Bergen befindet und weit und breit keine vernünftige Straße in eine der großen Städte vorhanden ist.</p>
<p>Die meisten ausländischen Hilfsorganisationen in Afghanistan haben einen Mitarbeiter, der &#8211; wie ich &#8211; für das Thema Sicherheit zuständig ist. Einmal in der Woche gab es Treffen der Organisation ANSO, einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt, bei dem sich diese Mitarbeiter der Hilfsorganisationen trafen. ANSO-Mitarbeiter hatten einen polizeilichen oder militärischen Hintergrund und versorgten die Hilfsorganistionen wöchentlich mit Informationen über die Lage in den verschiedenen Provinzen. Sie gaben Tipps und sprachen auch mal Empfehlungen aus, eine Gegend zu meiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen angesagt war.</p>
<p>Fast jeden Tag erhielt auch ich eine Email von ANSO, in der zusätzliche Informationen mitgeteilt wurden. Eines Tages erhielt ich die Meldung, dass das Haus einer Familie im Norden Kabuls in die Luft geflogen sei. Natürlich fragt man sich sofort, was der Grund dafür sei: Waren es die Taliban? Ein Racheakt? Ein krimineller Hintergrund?</p>
<p><strong>Am nächsten Tag erhielt ich die traurige &#8220;Auflösung&#8221; des Rätsels.</strong> Ein Familienvater hatte eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Granate war nicht explodiert und so dachte er sich, dass er den Sprengstoff innerhalb der Metallhülle gut gebrauchen könnte. Und er fing an, die Granate aufzusägen. Die Granate explodierte sofort.</p>
<p>Die ganz Familie war auf der Stelle tot, das Haus zerstört. Man mag sich wundern. Wer aber – wie viele arme Familienväter in Afghanistan &#8211; nicht weiß, wie man seine Familie über den Tag bringt und wie man seine Kinder versorgen soll, der wird erfinderisch und versucht alles zu vermarkten. Selbst den Inhalt einer Granate.</p>
<p>Leider ist das Sicherheitsempfinden, das Bewusstsein und die Kenntnis von Gefahren durch 30 Jahre Krieg bei einigen Menschen verloren gegangen. Manche begeben sich aber auch bewusst in Gefahren. Wenn man nachfragt, warum sie dies tun, so hört man die traurige Antwort: &#8220;Was soll ich tun, ich habe keine andere Chance, meinen Lebensunterhalt zu verdienen!&#8221;</p>
<p><strong>Deshalb ist es wichtig, dieses Land und seine Menschen zu unterstützen, damit auch sie in Sicherheit und Frieden leben können. <a href="http://afghanistan.adra.de/adra/" title="ADRA Projekte in Afghanistan unterstützen!">Helfen auch Sie mit</a>!</strong></p>
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		<title>Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Hindukusch ist nicht nur ein Gebirge in Zentralasien, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein. Die Mitglieder von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben. Die Website des Vereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hindukusch ist nicht nur ein <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch - mächtiges Gebirge in Afghanistan">Gebirge in Zentralasien</a>, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein.</strong> Die Mitglieder von &#8220;<a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/index.html" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</a>&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V."><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/hindukusch_zukunft-fuer-afghanistan.jpg" alt="Die Website des Vereins “Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.”" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Website des Vereins &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221;</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch</a> </span></div></p>
<p>Lange durften Frauen in Afghanistan das Haus nur in männlicher Begleitung verlassen. Es war nicht erlaubt, außer Haus zu arbeiten, so dass die Frauen keine Chance hatten, ihre Kinder alleine zu ernähren. Um der Familie trotzdem Essen und Kleidung zu besorgen, mussten viele der Kinder arbeiten gehen.</p>
<p>Der Verein &#8220;Hindukusch&#8221; hat ein im Krieg halb zerstörtes Mutter-Kind-Heim wieder aufgebaut, in dem diese Familien wohnen können. Die Mütter haben dort die Möglichkeit zu arbeiten und die Kinder können, mit zusätzlicher Hilfe durch Patenschaften, wieder zur Schule gehen. Sie erhalten dadurch wenigstens eine Chance zu einer Berufsausbildung.</p>
<p>Auch nach Abschluss des Projekts wird das Heim von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; weiter betreut. Spenden werden gesammelt und der Verein sorgt dafür, dass diese auch genau da ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.</p>
<p><strong>Die Aktivitäten des Vereins sind rein humanitär. &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; gehört keiner politischen Gruppe an und ist mit seiner Finanzierung auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.</strong></p>
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