<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hilfe</title>
	<atom:link href="http://afghanistan.adra.de/tag/hilfe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://afghanistan.adra.de</link>
	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Jul 2011 12:40:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Neues Lächeln für Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/neues-laecheln-fuer-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/neues-laecheln-fuer-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=660</guid>
		<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei. In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei.</p>
<p>In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. Dabei gibt es sich auch heute noch, die positiven, nennenswerten Taten &#8211; wie etwa jüngst an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).  In diesem Jahr (genauer gesagt am 19. Februar 2009) hat ein Ärzteteam <a title="Operation in Hannover" href="http://www.mh-hannover.de/46.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[pS]=1230764400&amp;tx_ttnews[pL]=31535999&amp;tx_ttnews[arc]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1089&amp;tx_ttnews[backPid]=50&amp;cHash=c8e2d06500" target="_blank">die achtjährige Karimah aus Afghanistan operiert</a>, die an einer  Lippen-Kiefer-Gaumenspalte litt.</p>
<p>Mit Erfolg: Der kleinen Karimah aus Afghanistan wurde durch die Operation in Hannover buchstäblich ein neues Lächeln geschenkt. 10.000 Euro war es allen Beteiligten wert, um dem Mädchen ein normales Leben zu ermöglichen.</p>
<h3><strong>Kinder aus Afghanistan in Hannover</strong></h3>
<p>Die achtjährige Karimah war jedoch nicht das einzige Kind aus Afghanistan, das an der Medizinischen Hochschule Hannover  ärztlich behandelt wurde. Noch immer ist die medizinische Versorgung in dem Land am Hindukusch bei Weitem nicht an den Standard angepasst, den wir in Wohlstandsländern wie Deutschland gewohnt  sind. Nicht nur die Geräte fehlen, auch Medikamente und ausgebildetes Personal sind vielerorts Mangelware.</p>
<p>Der Aufenthalt der Kinder aus Afghanistan in Deutschland wäre sicherlich eine Meldung wert gewesen &#8211; angeblich leiden die Medien doch ohnehin dieser Tage unter dem Sommerloch, und damit an Nachrichtenmangel. Leider dringen solch positive Ergebnisse, wie es zu Beginn des Jahres an der Medizinischen Hochschule Hannover wurde, nicht bis an die breite Öffentlichkeit hervor. Der kleinen Karimah jedoch kann das natürlich egal sein &#8211; sie hat ihr Lächeln zurück gewonnen und kann hoffentlich ein unbeschwertes Leben in Afghanistan führen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/neues-laecheln-fuer-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WHO veröffentlich neue Statistik: Afghanistan Schlusslicht</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/who-veroeffentlich-neue-statistik-afghanistan-schlusslicht/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/who-veroeffentlich-neue-statistik-afghanistan-schlusslicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserwartung]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=657</guid>
		<description><![CDATA[Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen.</p>
<p>Fakt ist, dass in die Bevölkerung in Deutschland im Durchschnitt 80 Jahre alt wird &#8211; Tendenz steigend. Ähnlich sieht es in den anderen Industrienationen aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in aktuellen Statistiken allerdings <a title="WHO Statistiken 2009" href="http://www.who.int/whosis/whostat/2009/en/index.html" target="_self">zu erschreckenden Ergebnissen</a>, was die Lebenserwartung im Rest der Welt angeht.</p>
<h3><strong>Lebenserwartung in Afghanistan nicht einmal halb so hoch wie beim Spitzenreiter</strong></h3>
<p>Trauriges Schlusslicht dieser Statistik ist Afghanistan. Die Bevölkerung Afghanistans wird im Schnitt nur halb so alt wie die deutsche; genau 42 Jahre. Zum Vergleich: die höchste Lebenserwartung haben japanische Frauen, die im Durchschnitt 86 Jahre alt werden. Zudem besitzt Afghanistan eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, während sich Deutschland erwartungsgemäß in der Spitzengruppe wiederfindet.</p>
<p>Zwar ist laut WHO die Kindersterblichkeit weltweit zurückgegangen &#8211; seit 1990 konnte sie um rund ein Drittel gesenkt werden &#8211; die Kluft zwischen Entwicklungs- und Industrienationen <a title="Kluft im Gesundheitsbereich" href="http://derstandard.at/?url=/?id=1242316417101" target="_blank">ist allerdings omnipräsent</a>. Ob das ehrgeizige Millenniumsziel erreicht wird, dass die Statistik bis 2015 um ein weiteres Drittel reduziert werden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Ein wichtiger Faktor wird sein, wie sich die wirtschaftliche Lage in Nationen wir Afghanistan bis dahin entwickelt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/who-veroeffentlich-neue-statistik-afghanistan-schlusslicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/teufelskreis-analphabetismus-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/teufelskreis-analphabetismus-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=605</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/teufelskreis-analphabetismus-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erdbeben in Afghanistan: Was kann man tun?</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/erdbeben-in-afghanistan-was-kann-man-tun/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/erdbeben-in-afghanistan-was-kann-man-tun/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 06:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=603</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die nicht übersehen werden dürfen.  </p>
<p>So macht etwa die Natur dem Wiederaufbau immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Während die Bevölkerung unter den extremen Temperaturschwankungen leidet (insbesondere unter der Kälte im Winter), führen Naturkatastrophen immer wieder zu zerstörten Häusern, und leider auch Toten. Wie jüngst bei einem Erdbeben in Afghanistan, dem offenbar <a title="Erdbeben in Afghanistan" href="http://www.die-newsblogger.de/erdbeben-afghanistan-zahl-der-todesopfer-steigt-auf-40-714832" target="_blank">40 Menschen zum Opfer fielen</a>.</p>
<h3><strong>Erdbebenprävention in Afghanistan</strong></h3>
<p>Hier stellt sich zum einen die Frage, inwieweit die Zahl der Opfer durch erhöhte Bedingungen an die Statik der Häuser (insbesondere bei Neubauten) niedrig gehalten werden kann, aber auch, was eine geeignete <a title="Erdbebenprävention in Afghanistan" href="http://www.iep-ev.de/projekte-afghanistan.html" target="_blank">Erdbebenprävention in Afghanistan</a> leisten kann.</p>
<p>Unter einer <strong>Erdbebenprävention</strong> ist selbstverständlich nicht zu verstehen, dass das Erdbeben verhindert wird. Frühwarnsysteme, wie sie etwa im Haus der Welthungerhilfe in Afghanistan eingesetzt werden, könnten auch die Bevölkerung rechtzeitig warnen. Auf diese Weise ließen sich Privathäuser und öffentliche Einrichtungen rechtzeitig evakuieren, um so die Auswirkungen von Erdbeben in Afghanistan wenigstens für Leib und Leben so gering wie nur möglich zu halten.</p>
<p>Die Zahl der Opfer bei einem Erdbeben in Afghanistan lässt sich auf diese Weise also sicherlich minimieren, auch wenn bei einem solchen Naturereignis leider immer wieder Tote (auch in höherer Zahl) zu erwarten sind. Für jeden Menschen, der durch ein solches Erdbebenvorwarnsystem gerettet wird, hat sich die Maßnahme jedoch gelohnt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/erdbeben-in-afghanistan-was-kann-man-tun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Computerkurse mit MS Office für Frauen in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/computerkurse-mit-ms-office-fuer-frauen-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/computerkurse-mit-ms-office-fuer-frauen-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Burka]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=538</guid>
		<description><![CDATA[Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. </strong>Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in Afghanistan statt.</p>
<p>Bildung ist nach dem Taliban-Regime wieder zu einem Gut geworden, das den Menschen in Afghanistan wieder zugänglich ist. Immer mehr Männer und auch Frauen möchten sich mit der eigenen Situation und den Verhältnissen in ihrem Land nicht mehr abfinden. Die Ziele sind hoch gesteckt; die ersten Schritte fallen freilich noch klein aus und müssen doch gegangen werden.</p>
<p>In der Universität von Kabul <a title="Computerkurse für Frauen in Afghanistan" href="http://www2.gtz.de/dokumente/akz/deu/AKZ_2003_3/Afgh_Frauen.pdf" target="_blank">finden die Computerkurse für Frauen statt</a>. Ziel ist es, den Umgang mit MS Office zu erlernen. Gelehrt werden hier Word, Excel, aber auch AutoCad, ein System zur Erstellung von technischen Zeichnungen. Letzteres wird von Ingenieuren und Architekten eingesetzt. Keine Frage, in Afghanistan gibt es vieles, was noch aufgebaut oder erst noch entworfen werden muss.</p>
<h2>Frauen in Afghanistan fürs Berufsleben fit machen</h2>
<p>Fit fürs Berufsleben &#8211; so lautet das ehrgeizige Ziel. Doch die Frauen in Afghanistan sind stets hoch motiviert und möchten ihre Ziele unbedingt erreichen. Es geht nicht nur um die Partizipation an der Wirtschaft, um das eigens verdiente Geld, sondern auch und gerade um das Recht und die Freiheit, sich zu entfalten.</p>
<p>Strukturhilfe für Afghanistan bedeutet für die Frauen in Afghanistan Hilfe zur Selbsthilfe. Es zeigt sich, dass die Menschen im Land am Hindukusch für Veränderungen bereit sind, ja geradezu darauf drängen. <strong>Das Erlernen von gängigen Windows-Anwendungen ist daher ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/computerkurse-mit-ms-office-fuer-frauen-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deckmantel Afghanistan – Projekt gegen Kälte und Armut</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Decken]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/?p=396</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt. Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer - das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt.</strong> Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer &#8211; das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.</p>
<h3>Hilfsprojekt gegen die Kälte in Afghanistan</h3>
<p><img class="size-full wp-image-397" title="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Decken werden an Flüchtlinge und Hilfsbedürftige verteilt</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt, das von ADRA Deutschland für Afghanistan ins Leben gerufen wurde, ist denkbar einfach: Hilfe ist besonders dann wirkungsvoll, wenn sie als Selbsthilfe begriffen werden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert es auch hier; gerade in dieser kalten Jahreszeit dürfen sich Flüchtlinge und Vertriebene in ganz Afghanistan über die Arbeit vieler Frauen in Kabul freuen. Ihr Anteil an diesem Projekt macht in der Tat den Löwenanteil aus &#8211; schließlich nähen diese Damen, was das Zeug hält.</p>
<h3>Das ADRA Deckenprojekt &#8211; Decken für Afghanistan</h3>
<p>Die Steppdecken, die aus dieser Arbeit hervorgehen, werden nicht etwa in andere Länder exportiert, um dort als Billigware verscherbelt zu werden; vielmehr dienen sie dem Zweck, Hilfsbedürftigen zugute zu kommen, um ihnen so den harten Winter zu erleichtern.</p>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><img class="size-full wp-image-398" title="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_afghanistan01.jpg" alt="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" width="605" height="250" /></div>
<div class="mceTemp"><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Decken werden von Frauen in Kabul genäht</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></div>
</div>
<p>Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen &#8211; das Konzept von ADRA, das hinter dem Deckenprojekt geht, scheint aufzugehen. Weit über 40.000 Decken wurden auf diese Weise bereits an den Mann, die Frau und viele hilfsbedürftige Kinder gebracht. Gleichzeitig bietet die Hilfsorganisation den Frauen aus Kabul so die Möglichkeit, zu arbeiten und sich so etwas Geld hinzu verdienen zu können.</p>
<p>Auch im Jahre 2009 wird das Deckenprojekt in Afghanistan fortgeführt. Um diesen guten Weg, den Weg zur Selbsthilfe, auch Zukunft weitergehen zu können, freut sich die Hilfsorganisation ADRA natürlich immer über <a title="Spenden für ADRA" href="http://www.adra.de/spenden.html" target="_blank">Spenden</a>. <strong>Wir freuen uns auf eine weiterhin angenehme Arbeit, um zusammen mit den Menschen in Afghanistan auch im neuen Jahr viel zu erreichen.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Miriam sorgt für ein ganzes Dorf in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/miriam-sorgt-fuer-ein-ganzes-dorf-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/miriam-sorgt-fuer-ein-ganzes-dorf-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/miriam-sorgt-fuer-ein-ganzes-dorf-in-afghanistan/</guid>
		<description><![CDATA[Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen. Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen</strong>, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen.</p>
<p>Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele Familien flüchteten, weil sie in den Ruinen nicht mehr leben konnten und ihnen die Mittel fehlten, die Häuser wieder aufzubauen. Ihr Schicksal erregte sogar in der Hauptstadt Aufmerksamkeit, die selbst schwer vom Krieg gezeichnet war.</p>
<p><strong>Einer, der davon hörte, ließ es nicht bei Mitgefühl bewenden. Er beschloss sofort zu helfen. Dr. Peter Jaggi und seine Frau Verena waren gerade für die </strong><a target="_blank" href="http://www.adra.de" title="Hilfsorganisation ADRA"><strong>Hilfsorganisation ADRA</strong></a><strong> nach Afghanistan gekommen.</strong> Wie man Menschen selbst in aussichtslos scheinenden Situationen wieder Hoffnung macht, hatten sie vorher für ADRA drei Jahre lang in den armseligen Bergdörfern in Nepal am Himalaja und zwischen den Bambushütten von Malawi im subtropischen Afrika gezeigt.</p>
<p>ADRA und seine Mitarbeiter helfen den Menschen in mehr als 120 Ländern. In Afghanistan hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt in der Provinz Bamiyan mit dem Einsatz mobiler Sanitätsteams verhindert, dass sich Tuberkulose, eine tückische Infektionskrankheit der Atemwege, ausbreiten konnte. In der Provinz Djuzdjan bohrten sie mit den Bauern achtzig neue Brunnen und richteten die Handpumpen dafür ein.</p>
<p>Verena Jaggi hatte Waisenkindern mit Teddybären von Spendern aus den USA und aus Europa zum ersten Mal in deren Leben ein Spielzeug verschaffen können. Jetzt gelang es dem Ehepaar Jaggi über ADRA und unterstützt von anderen Spendern, unbürokratisch mehrere Lkws mit Zeltplanen, Decken und Säcken mit Mehl zu den verzweifelten Menschen in die zerstörten Dörfer zu bringen.</p>
<p>Die Hilfe wurde erst mit ungläubigem Staunen, dann mit lautem Jubel und Händeklatschen empfangen. Idee der Unterstützung für die Ärmsten der Armen ist aber nicht nur, einmalig Linderung zu verschaffen,sondern gleichzeitig dafür zu sorgen, dass durch Hilfe zur Selbsthilfe langfristig das Auskommen gesichert wird.</p>
<p>Für das Dorf Istalis und die umliegenden Dörfer heißt das Rezept: Die Frauen werden von der Hilfsorganisation kostenlos mit Material versorgt und lernen, wie man wärmende Decken macht. Die Decken werden dann an andere Bedürftige verschenkt. Die Hilfsorganisation zahlt den Frauen einen bescheidenen Arbeitslohn, der den Familien genügt, um wieder die Tätigkeit aufzunehmen, von der sie früher lebten.</p>
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-8-314">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://afghanistan.adra.de/miriam-sorgt-fuer-ein-ganzes-dorf-in-afghanistan/?show=slide">
			[Show as slideshow]		</a>
	</div>

	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-136" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/winterhilfe_afghanistan_adra_01.jpg" title=" " rel="lightbox[set_8]" >
								<img title="winterhilfe_afghanistan_adra_01.jpg" alt="winterhilfe_afghanistan_adra_01.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/thumbs/thumbs_winterhilfe_afghanistan_adra_01.jpg" width="100" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-137" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/winterhilfe_afghanistan_adra_02.jpg" title=" " rel="lightbox[set_8]" >
								<img title="winterhilfe_afghanistan_adra_02.jpg" alt="winterhilfe_afghanistan_adra_02.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/thumbs/thumbs_winterhilfe_afghanistan_adra_02.jpg" width="100" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-138" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/winterhilfe_afghanistan_adra_03.jpg" title=" " rel="lightbox[set_8]" >
								<img title="winterhilfe_afghanistan_adra_03.jpg" alt="winterhilfe_afghanistan_adra_03.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/thumbs/thumbs_winterhilfe_afghanistan_adra_03.jpg" width="100" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-139" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/winterhilfe_afghanistan_adra_04.jpg" title=" " rel="lightbox[set_8]" >
								<img title="winterhilfe_afghanistan_adra_04.jpg" alt="winterhilfe_afghanistan_adra_04.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/thumbs/thumbs_winterhilfe_afghanistan_adra_04.jpg" width="100" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-140" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/winterhilfe_afghanistan_adra_05.jpg" title=" " rel="lightbox[set_8]" >
								<img title="winterhilfe_afghanistan_adra_05.jpg" alt="winterhilfe_afghanistan_adra_05.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/winterhilfe-afghanistan/thumbs/thumbs_winterhilfe_afghanistan_adra_05.jpg" width="100" height="75" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class='ngg-clear'></div>
 	
</div>

<p>  <br />
Istalis und Umgebung war früher bis nach Kabul für seine Töpferei bekannt. <strong>Miriam, die Bäckerin, ist für den Neuanfang im Dorf besonders wichtig. Sie ist eine strahlende junge Frau mit besonders feinen Gesichtszügen.</strong> Als ich ihr das erste Mal begegnete, konnte ich kaum glauben, dass sie schon sechs Kinder hat und täglich acht Stunden lang in einem kleinen, verqualmten Lehmhaus sitzt und Teig knetet. Von ihrem Brot, das sie mich probieren lässt und das ganz sicher das beste ist, das ich in ganz Afghanistan gegessen habe, werden heute 500 Menschen satt. Sie verkauft es sehr billig, aber doch so, dass sie neues Mehl kaufen kann und ein bisschen daran verdient.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/miriam-sorgt-fuer-ein-ganzes-dorf-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es gibt keine ADAC-Hubschrauber in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/es-gibt-keine-adac-hubschrauber-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/es-gibt-keine-adac-hubschrauber-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahr]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/es-gibt-keine-adac-hubschrauber-in-afghanistan/</guid>
		<description><![CDATA[Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände. Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände.</strong> Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in den Bergen, um Dörfer zu besuchen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.</p>
<p>Kurze Zeit später erreichen wir die Landstraße, endlich wieder eine normale Fahrbahn. Nur die Scheinwerfer unseres UAZ beleuchten die Straße vor uns, sonst ist nichts zu sehen.</p>
<p><strong>Plötzlich erkennen wir ein schwach beleuchtetes Fahrzeug auf der Straße stehen.</strong> Mein Fahrer hält an und steigt aus, mein Übersetzer und ich folgen ihm. Es hat einen schweren Unfall gegeben. Ein Fahrzeug war unbeleuchtet, der andere Fahrer hat es zu spät gesehen. Auf der Straße liegt ein Mädchen, ich schätze, es 14 Jahre alt. Es wimmert und stöhnt vor sich hin, schreit auf, als Männer sie aufheben wollen.</p>
<p>Die Männer wissen nicht, wie sie das Mädchen transportieren sollen. Das nächste Krankenhaus mit Arzt und Operationssaal ist in Mazar-e-Sharif. Das sind ungefähr hundert Kilometer. Um uns herum stehen nur einfache PKWs, man könnte das Mädchen nur auf die Rücksitzbank legen. Aber bei ihrem Zustand? Ich biete an, sie in unserem Geländewagen zu transportieren. Hier kann sie sich wenigstens auf den Boden legen. Ob sie die Fahrt übersteht, wage ich gar nicht zu denken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/adac-hubschrauber_hilfe-in-afghanistan_01.jpg" alt="In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/gabesk/" title="Flickr/gabesk - Vielen Dank!">Flickr/gabesk</a></span></div></p>
<p><strong>&#8220;Wo ist bloß der ADAC-Hubschrauber?&#8221;</strong>, denke ich mir. In Deutschland sind in solchen Fällen Polizei und Rettungsdienst sofort zur Stelle. Ein Notarzt kommt mit Blaulicht angefahren, der Rettungshubschrauber wird geholt. Hier liegt ein Mädchen, dass in Deutschland vielleicht ohne Luftrettung überlebt hätte. Hier stirbt sie, weil es weit und breit keinen Arzt, keine Klinik, kein Krankenhaus gibt – nicht einmal einen Rettungswagen. In diesem Moment wird mir wieder einmal die Gefahr bewusst, in der ich hier in Afghanistan lebe.</p>
<p>Plötzlich raunt mein junger Übersetzer - er ist erst zwanzig Jahre alt - zu uns: &#8220;Dangerous, dangerous, lets go, lets go!&#8221; &#8212; &#8220;Es ist gefährlich hier, lass uns gehen!&#8221; Ich nehme die Worte ernst, mein Übersetzer muss die Situation als Einheimischer um vieles besser kennen. Ausländer haben sich immer wieder über Ratschläge der Einheimischen besserwisserisch hinweggesetzt. Nicht immer ging das für die Ausländer gut aus. Mit einem unguten Gefühl versuche ich, mich höflich zu verabschieden, versuche zu erklären, warum wir nicht helfen können. Schnell gehen wir zum Fahrzeug.</p>
<p>Wir setzen uns in Bewegung und erst nach einigen Minuten kann ich meinen Übersetzer fragen, was denn so gefährlich gewesen wäre. &#8220;I was afraid&#8221; – Ich hatte Angst. Mühsam entlocke ich ihm den Grund, warum wir uns so schnell entfernt haben. Er hatte nicht Angst vor einem Überfall, sondern das Unfallgeschehen, das Blut, das weinende Mädchen, das Chaos machte ihm Angst.</p>
<p>Ich bin wütend, ich ärgere mich. Minutenlang sitze ich da, sage kein Wort, bin einfach nur sauer. Da liegt ein Mädchen auf der Straße und kämpft um sein Leben und mein Übersetzer &#8220;hat nichts Besseres zu tun, als aus egoistischen Gründen zu verschwinden&#8221;. Erst nach einiger Zeit beruhige ich mich, &#8220;vielleicht wäre die Situation für uns schwierig geworden&#8221;, sage ich mir, &#8220;wenn das Mädchen in unserem Fahrzeug gestorben wäre. Vielleicht hatte mein Übersetzer doch recht.&#8221; Ich weiß es nicht.</p>
<p>Als wir kurz vor Robatäk sind, regnet es. Der Scheibenwischer versucht mehr schlecht als recht, den Regen von der Scheibe zu wischen. Durch die verschwommene Windschutzscheibe sehe ich einen Rettungswagen, der an uns vorbeifährt. Sie haben also doch noch einen Rettungswagen aufgetrieben. Aber es werden mehr als zwei Stunden vergehen, bis das Mädchen in einem Krankenhaus liegt.</p>
<p>Wir haben uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz an ein gut funktionierendes Rettungswesen gewöhnt, vertrauen auf hochprofessionelle Ärzte und ein zuverlässiges Krankenhaussystem. Das ist gut so. <strong>Afghanistan ist noch Jahre davon entfernt – helfen Sie mit, damit es besser wird.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/es-gibt-keine-adac-hubschrauber-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/hindukusch-zukunft-fuer-afghanistan-ev/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/hindukusch-zukunft-fuer-afghanistan-ev/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Waisen]]></category>
		<category><![CDATA[Witwen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/hindukusch-zukunft-fuer-afghanistan-ev/</guid>
		<description><![CDATA[Der Hindukusch ist nicht nur ein Gebirge in Zentralasien, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein. Die Mitglieder von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben. Die Website des Vereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hindukusch ist nicht nur ein <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch - mächtiges Gebirge in Afghanistan">Gebirge in Zentralasien</a>, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein.</strong> Die Mitglieder von &#8220;<a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/index.html" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</a>&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V."><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/hindukusch_zukunft-fuer-afghanistan.jpg" alt="Die Website des Vereins “Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.”" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Website des Vereins &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221;</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch</a> </span></div></p>
<p>Lange durften Frauen in Afghanistan das Haus nur in männlicher Begleitung verlassen. Es war nicht erlaubt, außer Haus zu arbeiten, so dass die Frauen keine Chance hatten, ihre Kinder alleine zu ernähren. Um der Familie trotzdem Essen und Kleidung zu besorgen, mussten viele der Kinder arbeiten gehen.</p>
<p>Der Verein &#8220;Hindukusch&#8221; hat ein im Krieg halb zerstörtes Mutter-Kind-Heim wieder aufgebaut, in dem diese Familien wohnen können. Die Mütter haben dort die Möglichkeit zu arbeiten und die Kinder können, mit zusätzlicher Hilfe durch Patenschaften, wieder zur Schule gehen. Sie erhalten dadurch wenigstens eine Chance zu einer Berufsausbildung.</p>
<p>Auch nach Abschluss des Projekts wird das Heim von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; weiter betreut. Spenden werden gesammelt und der Verein sorgt dafür, dass diese auch genau da ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.</p>
<p><strong>Die Aktivitäten des Vereins sind rein humanitär. &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; gehört keiner politischen Gruppe an und ist mit seiner Finanzierung auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/hindukusch-zukunft-fuer-afghanistan-ev/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es war die Lerche und nicht die Nachtigall!</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/es-war-die-lerche-und-nicht-die-nachtigall/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/es-war-die-lerche-und-nicht-die-nachtigall/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 05:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/es-war-die-lerche-und-nicht-die-nachtigall/</guid>
		<description><![CDATA[Ein herrliches Erwachen heute! Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein herrliches Erwachen heute!</strong> Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, ob es in Afghanistan überhaupt Lerchen gibt. Aber ich habe das Lied verstanden: &#8220;Die Welt ist schön, ich bin glücklich, ich habe wieder Futter, ich habe wieder grüne Bäume. Diese Dankbarkeit möchte ich mit der ganzen Welt teilen.&#8221; Und wie ich sein Glück teilte! Solche Momente sind rar, besonders im jetzigen Afghanistan. Es ist wie das Lächeln in einem Kindergesicht oder das Aufleuchten in den Augen einer Frau, die an einem Kurs teilnehmen darf.<br />
 <br />
Unsere Büsche im Garten sind ein Spatzenparadies. Im Frühjahr schwatzen sie uns die Ohren voll, jegliche Morgenruhe ist dahin. Ich kenne auch das Glucksen unserer Hennen, alles bekannte und alltägliche Geräusche. Aber dieses einzigartige Morgenlied war wie ein Hoffnungsschimmer, dass es in jeder Spezies immer wieder einmalige Aussenseiter gibt, die den Mut haben, etwas Außergewöhnliches zu tun. Sie tun es nicht, um aufzufallen oder weil sie ein Lob suchen. Sie tun es, weil sie nicht anders können, als das zu tun, was ihnen ihre innere Kraft eingibt.</p>
<p>Ich bewundere solche Vögel, solche Blumen und vor allem solche Menschen. Ich habe hier in Afghanistan viele kennengelernt, eine von ihnen ist ein kleines Mädchen. Sie sind den &#8220;Lerchengesang&#8221; ebenfalls, ohne es zu wissen. <strong>Das Mädchen ist nur elf Jahre alt. Seit drei Jahren geht es zur Schule.</strong></p>
<p>Alles normal denkt Ihr vielleicht. Lasst mich die Schule beschreiben: Wenn man von Kabul 8-10 Stunden mit dem Vierradantrieb über Holperstrassen in die Berge schottert, dann kommt man ins Zentrale Hochland. Dort muss man nochmals mindestens 4-5 Stunden mit einem 6-Rad Antrieb durch einen Fluss fahren, über Dämme und kleine Stauwehrs, dann hört die Flussstrasse auf. Dort angekommen, muss man auf einen Esel umsteigen oder 2-3 Stunden über Berg und Tal bis zum Schulhaus gehen. Diesen Schulweg macht das elfjährige Mädchen jeden Tag, seit drei Jahren. Jeden Tag fünf Stunden Schulweg, bei größter Hitze, bei jedem Wetter.</p>
<p><strong>Die Schule hat ein blaues Himmeldach und die Wände bestehen aus Sonnenschein.</strong> Die Lehrerin selber ist sechs Jahre zur Schule gegangen, kann nur weitergeben, was ihr Lehrer sie damals lehrte. Didaktik und Methodik sind unbekannte Laute einer unbekannten Welt. Hier baut ADRA ein Schulhaus, mit Hilfe der Eltern der 500 Schulkinder. Es wird &#8220;ihre Schule&#8221; sein. Sie freuen sich unglaublich. Endlich sind sie nicht mehr das vergessene Volk in den Bergen, jemand hilft ihnen, die Flügel zu öffnen!</p>
<p>Sie leben in kleinen grünen Oasen, die mitten in den grauen Felszerklüftungen des Zentralen Hochlandes verstreut liegen, dort wo Wasser ein kärgliches Überleben erlaubt. Nur die Stärksten überleben – wie mein kleines Mädchen, das so tapfer um seine Bildung kämpft. Jeden Tage eine neue Heldentat – den langen Schulweg, ohne Wasser oder Vespertäschchen, mit Tee und Nan zum Frühstück und Reis und Bohnen zum Abendessen. Eine kleine, heldenhafte Lerche im Gebirge des Hindukush.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/schule-in-den-bergen_afghanistan01.jpg" alt="Eine Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine neue Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Wie hat Erich Kästner so schön gesagt: &#8220;Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!&#8221;</strong> Wir freuen uns, dass wir Geld für diese Schule bekommen haben. Heute senden wir den zweiten Lastwagen mit notwendigem Baumaterial auf den Weg. Die letzten zwei Stunden muss alles auf den Lastesel umgeladen werden und dann marschieren die Tiere 3 Stunden in der brütenden Sonne. Es ist ein enormes Unterfangen, aber es bringt eine riesige Freude, einen Stolz, dass das neue Schulhaus ein richtiges Dach und richtige Wände haben wird, dass sie nun schon eine Wandtafel besitzen, dass wir einen Lehrer-Weiterbildungskurs veranstalten werden. <strong>Die Lerche breitet ihre Flügel aus – bald wird sie fliegen!</strong></p>
<p>Vergangene Woche habe ich das Projekt besucht, wo wir Waisenkinder in Fahrrad-Mechanik ausbilden. Leider hatte ich die Kamera nicht bei mir – es war ein herrliches Bild! In der Morgenfrische saßen etwa fünfzehn Jungen um den Lehrer, der ihnen beibrachte, wie man die Speichen am Rad anzieht, sie müssen nämlich 45 Fahrräder aus den einzelnen Teilen zusammensetzen. Sie waren ernsthaft bei der Sache und zählten voller Stolz die Namen der einzelnen Teile auf, sie wollten gar die Mechanik des Rades erklären – ich habe nichts verstanden, aber ich habe das Leuchten ihrer Augen gesehen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Früher hatten sie die Aufseher im Waisenhaus dazu angeleitet, ein paar Dinge aus den Vorratskammern zu stehlen – für den Aufseher. Jetzt eignen sie sich ein Wissen an, auf das sie stolz sind, denn sie sind keine gewöhlichen &#8220;Spatzen&#8221; mehr, sie haben ein Spezialwissen, das lässt sie aus der Masse herausragen.</p>
<p>Bald werden wir eine neue Gruppe haben. Sie wird Geflügelzucht erlernen &#8211; ermöglicht durch eine großzügige Spende aus Deutschland. Sie werden lernen, wie man ein Huhn impft, wie man Erkrankungen erkennt, wie man Hygiene an sich selber anwendet, wie man sich gesund ernährt, wie man mit Abfällen Recycling macht, wie man einen kleinen Handel beginnt, wie man Verantwortung übernimmt – alles kindgerecht vorbereitet, damit Lernen Spaß macht und alles, um die Kräfte ihrer Flügel zu vergrössern.</p>
<p><strong>Jeden Tag entdecke ich neue Menschen, die bereit sind, einen Flug anzutreten.</strong> Letzte Woche war ich in einem dreitägigen Kurs, wo Trainer ausgebildet wurden, um den Frauen beizubringen, wie man ein kleines Geschäft aufzieht, was es alles zu beachten gilt und welche Marktstrategien man tätigen sollte. Große Worte für ein &#8220;Small Business&#8221;, aber es hilft, die Flügel auszubreiten. Und es zaubert ein Licht in die Augen der Frauen. Sie werden ernst genommen, man befasst sich mit ihnen.</p>
<p><strong>Sie realisieren: es ist nicht wichtig, was ich habe, sondern was ich bin. Ich habe die Kraft, etwas aufzubauen, auch wenn ich noch nicht lesen und schreiben kann. Ich kann es lernen, ich kann sogar lernen, wie man ein einfaches Kassenbuch führt – ich habe Kraft und den Willen, etwas zu tun. Ich freue mich auf den Gesang der Lerchen – auch wenn es anfänglich wie ein Spatzengeschwirr tönt- Hauptsache sie öffnen die Flügel!</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/es-war-die-lerche-und-nicht-die-nachtigall/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Voller Einsatz f&#252;r die Sache der Frauen</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen/</guid>
		<description><![CDATA[Leise fallen die Flocken auf die afghanische Landschaft und verhüllen das graue, trostlose Aschenbrödel in eine strahlend weisse Braut! Dieses unberührte Brautkleid in unserem kleinen Garten erinnert mich an meinen eigenen grossen Tag. Ich trete nicht auf den Schnee, ich möchte dieses glückliche Strahlen so lange wie möglich unzerstört erhalten. Auf zu vielen weißen Brautkleidern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Leise fallen die Flocken auf die afghanische Landschaft und verhüllen das graue, trostlose Aschenbrödel in eine strahlend weisse Braut! </strong>Dieses unberührte Brautkleid in unserem kleinen Garten erinnert mich an meinen eigenen grossen Tag. Ich trete nicht auf den Schnee, ich möchte dieses glückliche Strahlen so lange wie möglich unzerstört erhalten. Auf zu vielen weißen Brautkleidern wurde grob herumgetrampelt und was blieb, war ein Wesen, das nie zu dem erblühen konnte, was im Keime vorhanden war.</p>
<p><strong>Eigentlich war ich nie eine Verfechterin für Frauenrechte gewesen. </strong>Ich bin in eine Welt hineingewachsen, wo man sogar in der Schweiz schon Frauenstimmrecht hatte. Jegliche Berufsbildung war möglich für Mädchen und Frauen. Auch bin ich keine Kämpfernatur, ich wollte kein Held sein, aber ich wollte mein Leben bewusst erleben und sinnvoll leben. Ich hatte nie Filmhelden-Idole, wie andere Mädchen das hatten. Erst viel später im Leben habe ich gemerkt, wie meine Mutter immer mein grosses Vorbild gewesen ist und meinen Charakter geprägt hat. Eine tatkräftige, begabte Frau, die im kleinen Dorf eine Eigenständigkeit entwickelt hat, die von Allen bewundert wurde. Eine Frau, die trotz harter Arbeit im eigenen Geschäft, einen Frohmut und eine immerwährend gebende Hand und feine Seele bewahrt hat.</p>
<p>Diese Helden des Alltags erscheinen nicht in den Medien, aber sie formen unser Leben. Und das tun alle Begegnungen im Leben, solange wir offen sind dafür. Offenheit für das Neue bedingt, dass wir Altes loslassen können. Nur leere Hände können Neues anpacken, volle Seelen können weitergeben. Mutige Weltoffenheit der Eltern erleichtern den Kindern das Leben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen.jpg" alt="Vreny Jaggi gibt vollen Einsatz für die Sache der Frauen" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Vreny Jaggi gibt vollen Einsatz für die Sache der Frauen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Als mein Mann Peter in mein Leben trat, hat sich mein Vater folgendermassen geäussert: &#8220;Er ist ein so netter junger Mann, wenn er nur nicht diese verrückten Ideen hätte.&#8221; Aber gerade wegen dieser verrückten Ideen liebte ich ihn – sie waren auch die meinen. Mein Vater, im Gegensatz zu meiner Mutter, hat nie verstanden, dass jemand auch außerhalb der Heimat glücklich sein kann. Den Begriff Heimat hat er anders verstanden als wir. Uns sind viele Orte zur Heimat geworden – nämlich immer dort, wo wir gleichdenkende Menschen gefunden haben. Ich habe oftmals gespürt, dass den Menschen aus starken Wurzeln im Elternhaus Flügel wachsen. Vater gab mir Wurzeln, Mutter die Flügel.</p>
<p><strong>Jedes Ding hat seine Zeit in unserem Leben.</strong> Als junge Frau habe ich mich kaum mit Frauenfragen beschäftigt. Hingegen verschlang ich buchstäblich alles, was mit Kindererziehung zu tun hatte. In kleinen Kindern war noch so viel Potential vorhanden, das wollte ich fördern, diese Psyche wollte ich verstehen. Da sah ich meine Aufgabe im Leben. Das war auch so in unserem ersten Missionseinsatz in Nepal. Ich betrieb einen Kindergarten und ging in meiner Erziehungsarbeit auf. Wohl hat mich das Schicksal der Frauen berührt, aber Kinderschicksale haben mich aufgewühlt und da wollte ich etwas Gutes tun.</p>
<p>Wieder zurück in der Schweiz verstand ich die Frauen vollends nicht mehr. Was wollten sie eigentlich? Sie hatten doch so viel mehr, als das, was ich bei den Frauen in Asien gesehen hatte. Schlagwörter wie &#8220;Selbstverwirklichung&#8221; füllten die Frauenzeitschriften. Bei unserem ersten Missionseinsatz in Nepal wurde ein wichtiger Grundstein für die Lebens-Einstellung unserer ganzen Familie gelegt. Ich wünschte mir, jede junge Familie hätte die Gelegenheit, einige Zeit in einem sogenannten Dritt-Welt-Land zu leben. Ohne die ganzen Absicherungen der sogenannten ersten Welt.</p>
<p><strong>Wenn ich Frauen in Afghanistan beobachte, wenn ich mit ihnen spreche, sie unterrichte, dann sind ihre Grundbedürfnisse gar nicht so verschieden von den unseren: </strong>Beruf, Familie, Kinder, Erziehung, Religion. Frauen in dieser Kultur können durchaus glückliche Frauen werden, sie werden oft mehr verwöhnt, als wir emanzipierten Frauen uns vorstellen können. Ich bin noch nie mit Geschenken so überhäuft worden, wie hier in Afghanistan, aber nicht nur mit materiellen Gütern, sondern mit Warmherzigkeit, Gastfreundschaft und Ehrwürdigkeit meinem Alter gegenüber.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Diese menschliche Wärme ist es, die mich dieser Gesellschaft so nahe verbunden fühlen lässt. Ist das nur die gute Erziehung oder kommt das aus einem tiefen menschlichen Bedürfnis heraus? Und woher kommt diese dunkle Seite im afghanischen  Volk? Ist es die alttestamentliche Ansicht &#8220;Aug’ um Auge, Zahn um Zahn&#8221;? Und weshalb werden von allen Geldgebern und Hilfswerken nur die Frauenprojekte so stark unterstützt? Wie müssen sich die Männer fühlen, die auch nicht lesen und schreiben können? Müssten wir unsere Projekte nicht doch oder ebenfalls bei den Männern ansetzen?</p>
<p>Fragen über Fragen, wir diskutieren oft im Team, in lokalen so genannten &#8220;Gender Groups&#8221;, mit unseren lokalen Angestellten – wir finden nicht auf alle Fragen eine Antwort. Aber Diskussionen sind sehr wichtig, um das Erlebte zu verarbeiten und neue Anstösse zu bekommen. Wut und Tränen der Anfangszeit kämpfen nicht mehr in mir. Wenn ich in den Augen eines Mitmenschen wieder das Leuchten der Lebensfreude entdecke, wenn ich ein scheues Lächeln auf ein Gesicht zaubern kann, dann ist mir das jedesmal eine grosse Genugtuung.</p>
<p>Meine Eltern leben nicht mehr, sie haben jedoch noch erlebt, dass die &#8220;verrückten Ideen des jungen Mannes&#8221; zu einem erfüllten, glücklichen Leben geführt haben, auch wenn es von Verzicht und harter Arbeit gezeichnet war. Mit Freuden habe ich festgestellt, dass ich aus der schäbigsten Unterkunft ein gemütliches Heim machen kann, dass ich Heimweh mit Tatendrang verdrängen kann, dass Kräfte in mir schlummern, die unter einfacheren Umständen nie zum Tragen gekommen wären. Befriedigtes Leben hat viele Formen, wichtig ist nur, dass ich zu meiner Aufgabe  voll &#8220;ja&#8221; sage.</p>
<p><strong>Ich habe noch ein Stück Wegs zu gehen in meinem Leben. Ob hier oder in Europa, ich möchte es in dem Bewusstsein gehen, dass, was immer ich auch tue, einen Sinn hat – ob leben oder sterben. Ich war keine Kämpferin für die Frauenrechte – in Afghanistan wachse ich zur Kämpferin in Sachen Mit-mensch und Mit-frau heran. Ich habe mein ganzes Leben nie aufgehört, mich mit neuen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ich werde weiterhin jede Stufe mit neuem Interesse anpacken.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Finstere Mathematik und die Hilfe der Kinder</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/finstere-mathematik-und-die-hilfe-der-kinder/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/finstere-mathematik-und-die-hilfe-der-kinder/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 05:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/finstere-mathematik-und-die-hilfe-der-kinder/</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Wenn Dein Vater drei Männer erschiesst und Dein Nachbar fünf, wieviele Tote liegen dann auf der Strasse vor Deinem Haus?&#8221; Wie haben die Eltern während der Talibanzeit auf solche Hausaufgaben ihrer Kinder reagiert? Was konnte eine einfache afghanische Frau gegen einen solchen Terror überhaupt tun? Eine Frau die weder lesen, schreiben noch rechnen konnte?  87 Prozent der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Wenn Dein Vater drei Männer erschiesst und Dein Nachbar fünf, wieviele Tote liegen dann auf der Strasse vor Deinem Haus?&#8221; </strong></p>
<p>Wie haben die Eltern während der Talibanzeit auf solche Hausaufgaben ihrer Kinder reagiert? Was konnte eine einfache afghanische Frau gegen einen solchen Terror überhaupt tun? Eine Frau die weder lesen, schreiben noch rechnen konnte?  87 Prozent der Frauen in Afghanistan sind auch heute noch analphabetisiert und ohne jegliches Mitbestimmungsrecht. Ich sehe sie vor meinem inneren Auge, die lebhaften, lernbegierigen Schwarzschöpfe und ihre erstaunten, kopfschüttelnden Mütter.</p>
<p>Haben die Mütter gar nicht geahnt, was da in die Seelen ihrer jungen Söhne eingegraben wurde? Haben sie auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder gehofft, wie die meisten Eltern? Karriere, Ehre, Macht, Reichtum – und genügend Essen für die ganze Familie. Die Ärmsten der Armen hatten kein Geld, um dieser Terrorausbildung zu entfliehen. Mich schaudert.</p>
<p><strong>Diese Woche haben wir einen Container von ADRA Dänemark bekommen</strong>, der so schnell wie möglich entladen werden musste – wir waren nur 4 Leute – hin und her, rauf und runter rannten wir. Die Schweisstropfen brannten uns in den Augen und perlten den Rücken hinunter. Doch plötzlich schwirrten ein Dutzend kleiner Heinzelmännchen zwischen unseren Beinen hindurch und schleppte Schachtel um Schachtel in unseren Ablageraum. Ich kam kaum nach, die Pakete ordentlich zu stapeln.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/kinder-helfen-in-afghanistan-beim-ausladen.jpg" alt="Die Kinder helfen uns beim Ausladen des Containers" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die kleinen &#8220;Heinzelmännchen&#8221; helfen uns beim Ausladen des Containers.</span><span class="ImageTextC">© Vreny Jaggi</span></div></p>
<p>Die ganze Kinderschar unserer Strasse hatte sich eingefunden und half mit Begeisterung, den Container zu entladen. Afghanische Kinder sind wirklich sehr lebhaft und begeisterungsfähig und ein kleiner Funke genügt, um aus ihnen entweder eine frohe Helferschar zu machen oder eine Horde wilder Kämpfer. Ich bin froh, dass sie noch nicht zur Schule gingen, als man im Mathematikunterricht noch mit Toten rechnete!</p>
<p>Sie schleppten die grössten Schachteln herbei, riefen mir jedesmal ein fröhliches &#8220;How are you?&#8221; zu und lachten wie kleine Spitzbuben, wenn ich auf Dari antwortete. Welch unglaubliches Potential da vorhanden is! Ich hoffe, dass ihre jungen Herzen noch nicht zu viele Leidensspuren haben.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p><strong>Die größte Bedeutung in der Erziehung messen afghanische Eltern dem guten Benehmen zu.</strong> Darunter verstehen sie Höflichkeit, Respekt, Gastfreundschaft. Das sind die drei Hauptpfeiler der Erziehung. An zweiter Stelle stehen Mut und dann kommen in folgender Reihenfolge religiöses Wissen und Glaube, Verantwortlichkeit, Gesundheit, Reinlichkeit, dann Gefühle wie Glück und Hoffnung und positive Beziehungen, speziell innerhalb der Familie.</p>
<p>Es ist interessant zu sehen, dass die Religion eine zentral Stellung einnimmt. Kindern bringt man bestimmte Gebete bei, die sie als wichtiges Werkzeug benutzen, um mit Gefahrmomenten umgehen zu können, wie Gespenstern auf dem Friedhof oder Bombenanschlägen. Seit frühester Kindheit wird ihnen eingeprägt, dass Leiden, Risiken und Gefahren einen unausweichlichen Teil des Lebens ausmachen und man ermuntert die Kinder, diese mutig zu akzeptieren und als herausfordernden Teil des Lebens anzunehmen.</p>
<p><strong>&#8220;Starke Eltern haben starke Kinder&#8221; sagen die Afghanen, und &#8220;Neue Sorgen vertreiben die alten.&#8221; Es ist wohl diese absolut positive Einstellung zum Leben, die die Afghanen immer wieder dazu treibt, neu zu beginnen, ob nun das Ziel in unseren Augen erstrebenswert erscheint oder nicht.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/finstere-mathematik-und-die-hilfe-der-kinder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Decken]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/</guid>
		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Bettler auf dem Skateboard (Teil 2)</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/der-bettler-auf-dem-skateboard-teil-2/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/der-bettler-auf-dem-skateboard-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bettler]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kabul]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/der-bettler-auf-dem-skateboard-teil-2/</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem wir den Mann mit dem Skateboard immer wieder an der gleichen Kreuzung trafen, beschlossen wir, dass sich etwas ändern musste. Peter Jaggi, der damalige Direktor von ADRA Afghanistan, fragte bei allen Mitarbeitern nach, ob sie bereit wären, gemeinsam ein Dreirad für Erwachsene zu kaufen. Im Prinzip ist es ein Fahrrad, das auf der Hinterachse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem wir den Mann mit dem Skateboard immer wieder an der gleichen Kreuzung trafen</strong>, beschlossen wir, dass sich etwas ändern musste. Peter Jaggi, der damalige Direktor von ADRA Afghanistan, fragte bei allen Mitarbeitern nach, ob sie bereit wären, gemeinsam ein Dreirad für Erwachsene zu kaufen. Im Prinzip ist es ein Fahrrad, das auf der Hinterachse zwei Räder hat, einen richtigen Sitz und mit einer Hand angetrieben wird.</p>
<p>Baudin, einer unserer Angestellten, kannte eine Firma im Norden Kabuls, die solche Dreiräder herstellte. Am nächsten Tag teilte Baudin uns mit, dass das Dreirad nächste Woche fertig wäre.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/bettler-in-kabul-mit-skateboard_04.jpg" alt="Der Bettler erhält von ADRA ein Dreirad für Erwachsene" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Bettler erhält von ADRA ein Dreirad für Erwachsene.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Einen Tag vor der Übergabe fuhr unser Mitarbeiter Masood zu der Kreuzung und informierte den Mann mit dem Skateboard, dass er sich am nächsten Tag ein neues Gefährt abholen könne. Am nächsten Tag waren wir gespannt und glücklich, diesem Mann das neue Dreirad zu übergeben. Vreni Jaggi, die Frau des damaligen ADRA Direktors, packte noch Lebensmittel und andere Dinge ein und verstaute sie auf der kleinen Ladefläche des Dreirads.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/bettler-in-kabul-mit-skateboard_03.jpg" alt="Glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Auch in den Augen des behinderten Mannes konnte man die Freude sehen, glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause.</p>
<p>Am nächsten Tag saß er mit seinem Skateboard wieder an der gleichen Kreuzung. Auf die Frage, warum er das Dreirad nicht verwenden würde, antwortete er: &#8220;Mit dem Dreirad bekomme ich kein Geld, nur mit meinem Skateboard sind die Leute bereit zu spenden.&#8221;</p>
<p><strong>Manchmal zwingen Umstände Menschen zu Entscheidungen, die sie eigentlich nicht umsetzen wollen.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/der-bettler-auf-dem-skateboard-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Afghanistan-Konferenz am 12. Juni 2008 in Paris</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-konferenz-am-12-juni-2008-in-paris/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-konferenz-am-12-juni-2008-in-paris/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 07:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/afghanistan-konferenz-am-12-juni-2008-in-paris/</guid>
		<description><![CDATA[Die Afghanistan-Konferenz ist eine seit dem Jahr 2001 unregelmäßig stattfindende Zusammenkunft einiger Staaten der Erde, die die Koordinierung des politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus Afghanistans zum Ziel hat. (Quelle: Wikipedia) Die erste Afghanistan-Konferenz fand vom 27. November bis 5. Dezember 2001 in der Nähe von Bonn auf dem Petersberg statt. Sie endete mit der Verabschiedung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Afghanistan-Konferenz</strong> ist eine seit dem Jahr 2001 unregelmäßig stattfindende Zusammenkunft einiger Staaten der Erde, die die Koordinierung des politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus Afghanistans zum Ziel hat. <em>(Quelle: </em><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan-Konferenz" title="Afghanistan-Konferenz"><em>Wikipedia</em></a><em>)</em></p>
<p>Die erste Afghanistan-Konferenz fand vom 27. November bis 5. Dezember 2001 in der Nähe von Bonn auf dem Petersberg statt. Sie endete mit der Verabschiedung des so genannten &#8220;Petersberger Abkommens&#8221;, das die Einsetzung einer demokratisch legitimierten Regierung vorsah. Mit dem &#8220;<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Petersberg-Prozess" title="Petersberg-Prozess für Afghanistan">Petersberg-Prozess</a>&#8221; wurde auf dem Papier eine Grundlage für eine Demokratisierung und Befriedung des Landes geschaffen.</p>
<p>Einige Wochen später, am 21. und 22. Januar 2002 tagte eine Geberkonferenz in Tokio, bei der Wiederaufbauhilfen in Höhe von 4,5 Mrd. US$ zugesagt wurden. Die dritte Zusammenkunft im Dezember 2002 legte die Struktur und Größe einer afghanischen Armee fest.</p>
<p>Die vierte Afghanistan-Konferenz mit mehr als 60 Delegationen fand am 31. März und 1. April 2004 in Berlin statt. Weitere Hilfszusagen wurde abgegeben. 2006 wurde bei der fünften Afghanistan-Konferenz in London (31. Januar &#8211; 1. Februar) der erfolgreiche Abschluss des Petersberg-Prozesses festgestellt.</p>
<p>Am <strong>12. Juni 2008</strong> findet nun die<strong> sechste Afghanistan-Konferenz in Paris</strong> statt. Neben dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem afghanischen Staatspräsidenten Hamed Karzai nehmen auch ca. 60 bis 80 Delegationen aus verschiedenen Ländern auf Außenminister-Ebene an dem Treffen teil. Es geht wiederum um die Sammlung von Finanzhilfen, um die Entwicklung in Afghanistan voranzubringen.</p>
<p>Vorangegangen ist dieser Konferenz ein Treffen von rund 40 NGO&#8217;s (&#8220;Nicht-Regierungs Organisationen&#8221;) am 23. Mai 2008, ebenfalls in Paris. Laut einem <a target="_blank" href="http://de.news.yahoo.com/afp/20080523/tts-frankreich-afghanistan-hilfen-c1b2fc3.html" title="Afghanistan-Konferenz Vorbereitung Paris">Bericht von Yahoo!-Nachrichten</a> diente diese Versammlung als Vorbereitung der Geberkonferenz am 12. Juni:</p>
<p><em>&#8220;Nach Angaben von Hilfsorganisationen leidet auch sieben Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban die Hälfte der Bevölkerung unter Lebensmittelknappheit. Bisher sind von den westlichen Staatengemeinschaften erst 15 Milliarden Dollar der zugesagten 25 Milliarden Dollar an Hilfen nach Afghanistan geflossen.&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-konferenz-am-12-juni-2008-in-paris/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich werde Afghanistan immer zu Dank verpflichtet sein!</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 May 2008 07:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/</guid>
		<description><![CDATA[Vinod Nelson ist der Geschäftsführer von ADRA Afghanistan. Er kommt ursprünglich aus Indien und lebt seit 2004 mit seiner Frau in Kabul, die für das Ministerium für Wiederaufbau und Entwicklung arbeitet. Zuvor hat sich Nelson für ADRA im Kosovo engagiert. Im Kurzinterview erzählt er, was aus seiner Sicht "das andere Afghanistan" ausmacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vinod Nelson ist der Geschäftsführer von ADRA Afghanistan. </strong>Er kommt ursprünglich aus Indien und lebt seit 2004 mit seiner Frau in Kabul, die für das MRRD (&#8220;Ministerium für Wiederaufbau und Entwicklung&#8221;) arbeitet. Zuvor hat sich Vinod Nelson für ADRA im Kosovo engagiert. Im Kurzinterview erzählt er, was aus seiner Sicht &#8220;das andere Afghanistan&#8221; ausmacht.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/vinod-nelson_adra-afghanistan02.jpg" alt="Geschäftsführer von ADRA Afghanistan: Vinod Nelson" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Geschäftsführer von ADRA Afghanistan: Vinod Nelson </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>Herr Nelson, was ist der Schwerpunkt Ihrer Arbeit in Afghanistan?</strong></p>
<p>Afghanistan hat für drei Dekaden in Ignoranz und Isolation vor dem Rest der Welt gelebt. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt darin, die Bevölkerung in Afghanistan zu unterstützen und ihr zu einer positiven Veränderung zu verhelfen. Durch meine Anwesenheit und meine Arbeit in diesem Land will ich die Werte und Ziele der Organisation widerspiegeln, der ich diene und an die ich glaube.</p>
<p>ADRA Afghanistan arbeitet in den folgenden Bereichen und bringt Nothilfe und Entwicklungsprojekte für diejenigen, die am schwersten zu leiden haben:</p>
<ol>
<li>Gesundheit (Basis Ausstattung an Gesundheitsvorsorge und Reproduktionsmedizin)</li>
<li>Wasser und Kanalisation (Brunnen mit Handpumpen)</li>
<li>Bildung (Kurse zum Lesen &amp; Schreiben)</li>
<li>Berufsausbildung</li>
<li>Winterhilfe (Nothilfe)</li>
</ol>
<p><strong>Viele Menschen hier in Deutschland kennen Afghanistan nur aus den Nachrichten und hören viel über Krieg und Terror. Was können Sie uns über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erzählen?</strong></p>
<p>Afghanistan ist eins der bedauerlichsten Länder in der Welt. Seine geographische Lage hat Afghanistan immer auf einer &#8220;Kriegskarte&#8221; eingezeichnet. Dazu kommt die unglückliche Lage der Menschen, die in den harten Bedingungen der Natur überleben müsen. Die Topographie von Afghanistan reicht von halb-trockenen Wüstengebieten bis hin zu Bergen, die den Himmel berühren. Die gewaltigen Berge des zentralen Hochlandes stehen unbezwungen und unberührt, während die trockenen und staubigen flachen Landstriche jeden unruhig machen.</p>
<p>Aber es gibt noch eine andere Seite in Afghanistan, die nur wenige erlebt und lieben gelernt haben: Die Täler, die vom Wasser der Berghänge gespeist werden, ermöglichen es der Natur, in Myriaden von üppigen grünen Schattierungen zu erblühen. Dazu gibt es viele Früchte und Nüsse, unerreicht in Geschmack und Qualität. Nicht zu vergessen ist, dass Afghanistan in den 60er Jahren führender Exporteuer von Trockenfrüchten in der ganzen Welt war.</p>
<p>Aber der faszinierendste Aspekt des Landes sind seine Menschen. Bedauerlicherweise bekommt der Rest der Welt ein sehr düsteres Bild von Afghanistan zu sehen und eine ganze Nation wird in einen &#8220;dreckigen alten Topf&#8221; geworfen. Die Medien zeichnen und ununterbrochen ein Bild, das nicht die ganze Geschichte erzählt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/vinod-nelson_adra-afghanistan03.jpg" alt="Vinod Nelson im Gespräch mit Einheimischen in Afghanistan" /></p>
<p>Die Afghanen im Allgemeinen sind friedliebend und zeigen Charakteristika wie jede andere ethnische Gruppe oder Rasse. Und wie alle anderen sind sie entschlossen, ihre Werte, Religion und Nation zu verteidigen. Aber das einzigartige und besondere an der Afghanischen Gesellschaft ist ihre unvergleichliche Gastfreundschaft und ihr Sinn für gemeinschaftlichen Lebensstil.</p>
<p><strong>Bitte erzählen Sie uns noch ein wenig mehr über die Menschen, die in Afghanistan leben!</strong></p>
<p>Die Afghanen sind vornehme, gastfreundliche und herzliche Menschen&#8230; sogar die ärmsten der Armen würden Dir zunächst etwas anbieten, bevor sie selbst über ihre Probleme und Bedürfnisse sprechen.</p>
<p><strong>Was ist Ihre außergewöhnlichste Erfahrung in Afghanistan?</strong></p>
<p>Meine außergewöhnlichste Erfahrung, während ich in Afghanistan lebe und arbeite, die ich immer wieder und wieder erlebe, unter meinen Afghanischen Kollegen und mit den Menschen, für die ADRA sich engagiert, ist das Gefühl, willkommen zu sein, geschätzt und respektiert. Ich werde dieser Nation immer zu Dank verpflichtet sein.</p>
<p><strong>Wie können wir in Deutschland den Menschen in Afghanistan am meisten helfen?</strong></p>
<p>Zunächst, indem wir den Afghanischen Kontext (die Lebensbedingungen, die Werte, die Geschichte) verstehen, und dann, indem wir die Grundbedürfnisse des menschenlichen Lebens und der Entwicklung stillen. Dieses Land benötigt alles, angefangen von öffentlicher Infrastruktur (Straßen, Transportwesen, Wasserversorgung, Kommunikation, Kanalisation, Elektrizität etc.) bis hin zu qualitativer Ausbildung, Aufbau der heimischen Wirtschaft, Einkommen für die Menschen, Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung usw. Dafür sind natürlich Gelder nötig, aber auch Menschen, die wie ADRA gemeinsam mit einheimischen Kräften für den Wiederaufbau sorgen.</p>
<p><strong>Noch ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Es gibt viel, was die Internationale Gemeinschaft tun kann, um Frieden und Sicherheit ins Land zu bringen. Und es gibt viel, was die Regierung in Afghanistan tun muss, um Sicherheit und Wohlstand zu ermöglichen. Die Geschichte hat gezeigt, dass jedes sozio-politische Umfeld, das Radikalismus fördert, schlechte Gesetze erzwingt und Vetternwirtschaft ermöglicht, der Stabilität und der Entwicklung einer Gesellschaft im Wege steht.</p>
<p><strong>Herr Nelson, ich danke Ihnen herzlich für dieses Interview. Alles Gute für Ihre Arbeit für ADRA Afghanistan!</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/ich-werde-afghanistan-immer-zu-dank-verpflichtet-sein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine neue Bettdecke für Nafisa</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/eine-neue-bettdecke-fuer-nafisa/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/eine-neue-bettdecke-fuer-nafisa/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 07:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Masood Krami</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/eine-bettdecke-fuer-nafisa/</guid>
		<description><![CDATA[Dies ist die Geschichte von Nafisa, die ich bei meinem letzten Aufenthalt in Afghanistan in ihrem Haus besucht habe. Nafisa ist 55 Jahre alt und hat ihren Ehemann während des Bürgerkrieges in Afghanistan verloren. Auch ihr Haus wurde im Krieg zerstört. Nafisa lebt jetzt in den Ruinen im Sha Shahed Distrikt in der Provinz Kabul. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dies ist die Geschichte von Nafisa,</strong> die ich bei meinem letzten Aufenthalt in Afghanistan in ihrem Haus besucht habe. Nafisa ist 55 Jahre alt und hat ihren Ehemann während des Bürgerkrieges in Afghanistan verloren. Auch ihr Haus wurde im Krieg zerstört. Nafisa lebt jetzt in den Ruinen im Sha Shahed Distrikt in der Provinz Kabul.</p>
<p>Auf dem Flur steht nichts anderes als vier bis fünf leeren Plastiktüten, die sie als Bettdecke benutzt. Nafisa hat drei Kinder. Ihre älteste Tochter ist gehbehindert. Nafisas Lebensgeschichte stimmt mich traurig. Sie ist eine mutige afghanische Frau und gibt ihr bestes, um die Kinder und sich selbst mit Essen zu versorgen. Da sie nicht lesen und schreiben kann, findet sie keine Arbeit. Ihre einzige Verdienstmöglichkeit besteht darin, <strong>auf der Straße betteln zu gehen.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/nafisa.jpg" alt="Nafisa erhält eine Bettdecke und warme Kleidung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nafisa bekommt von Masood Krami eine Bettdecke und warme Kleidung.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div><br />
Als Nafisa krank wurde, konnte sie drei Tage nicht das Bett verlassen. Ohne erbetteltes Geld konnte sie keine Lebensmittel kaufen. Die älteste Tochter lag sich aufgrund ihrer Behinderung wund, Nafisa war zu krank, um sie umzubetten. Eines der jüngeren Kinder sah den Zustand ihrer älteren Schwester und lief weinend zu den Nachbarn.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Der Autor: Masood Krami</span></div><div id="HbBtm">Masood Krami (31) stammt aus Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan. Seit drei Jahren studiert er Internationale Sozial-wissenschaften in Magdeburg. Nach dem Ende seines Studiums in Deutschland wird er wieder nach Afghanistan zurückkehren, um dort als Entwicklungshelfer zu arbeiten.</div></div>Als die Nachbarn kamen und sahen, wie schlecht es Nafisa und ihrer älteren Tochter ging, holte eine Nachbarin Essen für die Familie. Doch die bettwunde Tochter konnte das Essen nicht schlucken und begann stattdessen aus dem Mund zu bluten. Sie verstarb in der Nacht darauf. Die Nachbarin weinte: <em>&#8220;Als Nafisas Tochter starb, kam ihr ein Stück Leber mit Blut aus dem Mund und sie lag auf einer leeren Tüte mit einer anderen Tüte als Kissen.&#8221;</em></p>
<p><strong>So wie Nafisa ergeht es tausenden Familien in Afghanistan. </strong>Es fehlt ihnen an Nahrung und anderen Dingen zum Leben. Nach sechs Jahren der neuen Regierung gibt es noch immer lebensbedrohende Armut. Im Falle von Nafisa konnte ich mit Hilfe von ADRA einiges unternehmen, damit ihre Not gelindert wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/eine-neue-bettdecke-fuer-nafisa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ADRA baut Brunnen im Norden Afghanistans</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/adra-baut-brunnen-im-norden-afghanistans/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/adra-baut-brunnen-im-norden-afghanistans/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 14:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/adra-baut-brunnen-im-norden-afghanistans/</guid>
		<description><![CDATA[Die Lage der Menschen in der Provinz Jowzjan im Norden von Afghanistan ist ernst. Auf dem Land beträgt die Arbeitslosigkeit bei Männern im erwerbsfähigen Alter bis zu 90 Prozent. Die wenigen, die Arbeit haben, sind in der Landwirtschaft tätig, viele ziehen mit ihren Familien in die Städte. Das Projektgebiet von ADRA Deutschland zeichnet sich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Lage der Menschen in der Provinz Jowzjan im Norden von Afghanistan ist ernst.</strong> Auf dem Land beträgt die Arbeitslosigkeit bei Männern im erwerbsfähigen Alter bis zu 90 Prozent. Die wenigen, die Arbeit haben, sind in der Landwirtschaft tätig, viele ziehen mit ihren Familien in die Städte. Das Projektgebiet von ADRA Deutschland zeichnet sich durch große Armut aus. Bisher sind Hilfsorganisationen in diesem Gebiet kaum vertreten.</p>
<p>Auch die Sicherheitslage ist prekär. Obwohl der Norden eigentlich als relativ ruhig gilt, hat sich die Lage zunehmend verschäft. Zerstörter Besitzt, die aussichtslose Lage und die Arbeitslosigkeit vieler Männer führen zu gehäufter Kriminalität. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sind immer wieder Opfer von Raubüberfällen und Entführungen. Ein Mitarbeiter vor Ort berichtet:</p>
<blockquote><p><em>Die Häuser, die wir besuchen, sind äußerst notdürftig eingerichtet und es fehlen grundlegende Dinge zum Leben. Die wenigsten Häuser verfügten über einen Herd oder Ofen. In kaum einem Haus gibt es Waschmöglichkeiten oder Toiletten. Zur täglichen Verpflegung einer Familie gehören Fladenbrot und Zwiebeln, dazu Tee.</em></p></blockquote>
<p>Eins der größten Probleme der Menschen stellt die Versorgung mit frischem und sauberem Trinkwasser dar. Es gibt zu wenige Quellen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Frauen transportieren das Trinkwasser über weite Strecken mit Kesseln oder Schubkarren zu ihren Familien. Teilweise müssen sie eine halbe Stunde bis zur nächsten Quelle wandern. Oft finden sie nur schmutziges Wasser vor, das sie und ihre Familien krank macht. Cholera und Dehydration sind die Hauptursachen, dass jedes vierte Kind noch vor dem fünften Lebensjahr stirbt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/brunnenbau2.jpg" alt="Brunnenbau in Afghanistan" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">ADRA baut 80 Grundwasserbrunnen in Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div>ADRA Deutschland hat in einem Hilfsprojekt 80 Grundwasserbrunnen gebaut, um die Wasserversorgung und die Hygiene der Menschen zu verbessern. Alle bisher gegrabenen Brunnen waren zu diesem Zeitpunkt ausgetrocknet. Bei den neuen Brunnen wurde darauf geachtet, dass die Tiefe dem niedrigen Grundwasserspiegel im Sommer entspricht, so dass sie lange Zeit nutzbar sein werden. Auch die Instandhaltung des Brunnens hat ADRA bedacht: Aus jedem Dorf wurde eine Person ausgewählt, die für den Brunnen zuständig ist. Sie wird für ihren Einsatz von der Dorfgemeinschaft bezahlt.</p>
<p> <img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/brunnenbau.jpg" alt="ADRA baut Brunnen in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Kids freuen sich über frisches und sauberes Trinkwasser aus dem ADRA-Brunnen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div>Die neuen Brunnen sind für Kinder und Frauen nun einfacher zu erreichen. Jeweils 200-300 Menschen haben nun in den der Provinz Jowzjan Zugang zu einer Quelle.</p>
<p>Uwe Zorn, Leiter der Deutschen Botschaft in Kabul, besichtigte die von ADRA gebauten Brunnen und zeigte sich von der geleisteten Arbeit beeindruckt. Insgesamt hat das Projekt 2.500 Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Ihre Freude und die Hoffnung, dass sich ihre Gesundheitssituation im Projektgebiet verbessern wird, waren aller Mühen wert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/adra-baut-brunnen-im-norden-afghanistans/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Engel in der kalten Nacht</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ein-engel-in-der-kalten-nacht/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/ein-engel-in-der-kalten-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 11:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/ein-engel-in-der-kalten-nacht/</guid>
		<description><![CDATA[Farzin Karim ist eine junge Lehrerin in der Provinz Jawzja im Norden Afghanistans. Eines Abends macht sich Farzin auf den Weg ins Nachbardorf, um ihre Mutter zu besuchen. Die Kinder hat sie bereits ins Bett gebracht. Sie ist froh, die beiden in den warmen Betten zu wissen. Trotz mehrerer Schichten Kleidung spürt sie die bittere Kälte. Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Farzin Karim ist eine junge Lehrerin in der Provinz Jawzja im Norden Afghanistans. </strong>Eines Abends macht sich Farzin auf den Weg ins Nachbardorf, um ihre Mutter zu besuchen. Die Kinder hat sie bereits ins Bett gebracht. Sie ist froh, die beiden in den warmen Betten zu wissen. Trotz mehrerer Schichten Kleidung spürt sie die bittere Kälte. Dieser Winter in Afghanistan ist deutlich kälter als sonst. Auch die Gebiete, die davon sonst nicht so stark betroffen sind, bekommen die Ausmaße der starken Kälte zu spüren. Temperaturen um 20 Grad minus haben viele Dorfbewohner überrascht.  </p>
<p>Als Farzin über den harten Winter nachdenkt, läuft sie plötzlich in einen Nachbarn hinein. Sie unterhalten sich kurz miteinander. Er erzählt von einer anderen Familie, die unter den kalten Temperaturen besonders zu leiden hat und der es sehr schlecht geht. Farzin hat in der Zeitung gelesen, dass schon mehr als 500 Menschen an der eisigen Kälte gestorben sind. Auch große Viehherden sind den Temperaturen zum Opfer gefallen. Als sie vom Leid der Nachbarn erfährt, ändert sie spontan ihre Entscheidung, die Mutter zu besuchen und macht sich auf den Weg zum Haus der armen Familie.</p>
<p>Was sie dort sieht, rührt sie zu Tränen. Auf dem kalten Boden sitzt eine hochschwangere Frau, umgeben von ihren drei kleinen Kindern. Alle vier tragen zu wenig Kleidung, als dass diese sie vor den Temperaturen hätte schützen können. Die Kinder kuscheln sich aneinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Die Frau reagiert kaum noch auf Farins Fragen. Die Kälte und der Hunger haben sie zu sehr geschwächt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/farzin-karim-mitte.jpg" alt="Die Familie von Adila und Qudratullah" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Familie von Adila und Qudratullah. Die Finger des Jungen sind vor Kälte geschwollen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div>Sofort macht sich Farzin auf den Heimweg, um kurz darauf mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und etwas Holz zurückzukehren. Dank der Hilfe anderer Nachbarn hat sie alles schnell zusammen und kann der Familie an diesem Abend direkt helfen. Am warmen Feuer kommt wieder Farbe in die Wangen der schwangeren Adila. Sie ist Farzin von ganzem Herzen dankbar: <em>&#8220;Du bist ein Engel! Wenn Du nicht gewesen wärst, hätten wir diese Nacht nicht überlebt.&#8221;</em> Sie erzählt, dass ihr Mann Qudratullah weit reisen musste, um Arbeit zu finden. Nun versperren ihm Schneemassen den Weg nach Hause.</p>
<p>Später erzählt Farzin ihrem Mann von den Ereignissen. Er arbeitet für ADRA Afghanistan und setzt sich am nächsten Tag mit dem Büro vor Ort in Verbindung. ADRA ist in der Lage, die arme Familie mit einem Monatsvorrat an Essen, Holz und Kerosin zum Heizen zu versorgen. Als Ehemann Qudratullah nach einer Woche zu Hause eintrifft, ist er voller Dankbarkeit gegenüber ADRA und Farzin Karim: <em>&#8220;Wenn ihr nicht gewesen wärt, hätte ich meine Frau und Kinder wohl nicht mehr lebend gesehen!&#8221;</em> Heute kann er sich über seinen jüngsten Sohn freuen, den Adila gesund zur Welt gebracht hat.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/ein-engel-in-der-kalten-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Lage der Frauen in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/die-lage-der-frauen-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://afghanistan.adra.de/die-lage-der-frauen-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Decken]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afghanistan.adra.de/die-lage-der-frauen-in-afghanistan/</guid>
		<description><![CDATA[Auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft durch die Taliban werden Frauen in Afghanistan stark unterdrückt. Ist eine Frau nicht verheiratet oder stirbt ihr Mann, gibt es für sie keine staatliche Absicherung. Hat sie keine familiäre Unterstützung, bleibt ihr nur das Schicksal als Tagelöhnerin. ADRA bietet Frauen in Afghanistan eine Perspektive und verbessert ihre soziale Stellung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft durch die Taliban werden Frauen in Afghanistan stark unterdrückt.</strong> Ist eine Frau nicht verheiratet oder stirbt ihr Mann, gibt es für sie keine staatliche Absicherung. Hat sie keine familiäre Unterstützung, bleibt ihr nur das Schicksal als Tagelöhnerin. ADRA bietet Frauen in Afghanistan eine Perspektive und verbessert ihre soziale Stellung.</p>
<p>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2008 informiert eine Sonderausgabe des ADRA DIREKT über die Situation der Frauen in Afghanistan. Verschiedene Projekte von ADRA helfen den Menschen, ihre Lage zu verbessern.</p>
<p>
<p id="embedded_flash" style="text-align: center;"><a href="http://www.scribd.com">Scribd</a></p>
<script type="text/javascript">iPaper("2327505", '"key-21wtyyvpgufhu5xeqvm7"', "550", "600");</script>
</p>
<p><strong></p>
<h2>Dreifache Hilfe, die ankommt</h2>
<p><strong>Eines dieser Projekte stellt die Sonderausgabe des ADRA DIREKT im Detail vor. Es kommt den Menschen auf dreifache Weise zu Gute und unterstützt vor allem die bedürftigen Frauen in Afghanistan.</strong></p>
<p></strong></p>
<h2>Decken für den Winter</h2>
<p>Nicht nur der Krieg und seine Folgen setzen den Menschen in Afghanistan schwer zu, auch die extremen klimatischen Bedingungen sind eine Bedrohung für die Bevölkerung. Viele haben nicht die nötigen<br />
Mittel, um sich ausreichend auf den Winter vorzubereiten. Bei eisigen Temperaturen von bis zu -30° C frieren die Menschen und haben nicht genügend Vorräte, um sich ausreichend zu ernähren.</p>
<p>Ein Projekt von ADRA besteht darin, die bedürftigsten Menschen im Norden des Landes für den Winter zu rüsten. Seit 2002 erhalten vor allem Flüchtlinge und die verarmte Landbevölkerung warme Decken, Planen und Schuhe. Regelmäßig wird das Projekt jedes Jahr weiter verlängert. Die Rohstoffe kommen vom heimischen Markt und unterstützen damit gleichzeitig die lokale Wirtschaft.</p>
<h2>263 Frauen nähen für nachhaltige Hilfe</h2>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Dreifache Hilfe</span></div><div id="HbBtm"><em>- Rohstoffe vom lokalen Markt<br />
- Herstellung durch arme Witwen<br />
- Schutz gegen die Kälte</em></div></div>ADRA hatte außerdem die Idee, die Decken von der mittellosen Bevölkerungsschicht im Land herstellen zu lassen, um einen noch größeren Kreis von Bedürftigen zu erreichen. Die Arbeit verhilft vielen Witwen und mittellosen Familien zu einem Einkommen, wodurch sie sich besser auf den Winter vorbereiten können.</p>
<p>Für das Projekt wurden 263 Personen in der Umgebung von Kabul angestellt, um Tausende von Decken zu nähen. Der größte Teil der Frauen ist durch eine Umfrage im Jahr 2002 ermittelt worden und hat seither in ähnlichen Projekten gearbeitet. Die Frauen wurden durch ARDA auswählt und gehören zur Gruppe derer, die sehr wenig oder überhaupt kein Einkommen haben.</p>
<p>Der Nähvorgang und das Zusammenhalten des Stoffes mit der Baumwollfüllung wurde den Frauen vorab erklärt, um einen gleichbleibenden Qualitätsstandard der Decken zu erzielen. ADRA hat diesen Prozess von der Übergabe des Rohmaterials bis zur fertigen Decke kontinuierlich begleitet.</p>
<p><strong>Die verteilten Hilfsgüter garantieren den begünstigten Familien einen besseren Schutz gegen die Kälte: Plastikfolien dienen als „zweites Fenster“ im Haus und tragen maßgeblich zur Isolation bei. Gefütterte Schuhe halten die Füße warm, so dass niemand mehr barfuß auf dem gefrorenen Boden gehen muss und die Decken wärmen des Nachts ihre Körper.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://afghanistan.adra.de/die-lage-der-frauen-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

