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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Neues Lächeln für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei. In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei.</p>
<p>In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. Dabei gibt es sich auch heute noch, die positiven, nennenswerten Taten &#8211; wie etwa jüngst an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).  In diesem Jahr (genauer gesagt am 19. Februar 2009) hat ein Ärzteteam <a title="Operation in Hannover" href="http://www.mh-hannover.de/46.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[pS]=1230764400&amp;tx_ttnews[pL]=31535999&amp;tx_ttnews[arc]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1089&amp;tx_ttnews[backPid]=50&amp;cHash=c8e2d06500" target="_blank">die achtjährige Karimah aus Afghanistan operiert</a>, die an einer  Lippen-Kiefer-Gaumenspalte litt.</p>
<p>Mit Erfolg: Der kleinen Karimah aus Afghanistan wurde durch die Operation in Hannover buchstäblich ein neues Lächeln geschenkt. 10.000 Euro war es allen Beteiligten wert, um dem Mädchen ein normales Leben zu ermöglichen.</p>
<h3><strong>Kinder aus Afghanistan in Hannover</strong></h3>
<p>Die achtjährige Karimah war jedoch nicht das einzige Kind aus Afghanistan, das an der Medizinischen Hochschule Hannover  ärztlich behandelt wurde. Noch immer ist die medizinische Versorgung in dem Land am Hindukusch bei Weitem nicht an den Standard angepasst, den wir in Wohlstandsländern wie Deutschland gewohnt  sind. Nicht nur die Geräte fehlen, auch Medikamente und ausgebildetes Personal sind vielerorts Mangelware.</p>
<p>Der Aufenthalt der Kinder aus Afghanistan in Deutschland wäre sicherlich eine Meldung wert gewesen &#8211; angeblich leiden die Medien doch ohnehin dieser Tage unter dem Sommerloch, und damit an Nachrichtenmangel. Leider dringen solch positive Ergebnisse, wie es zu Beginn des Jahres an der Medizinischen Hochschule Hannover wurde, nicht bis an die breite Öffentlichkeit hervor. Der kleinen Karimah jedoch kann das natürlich egal sein &#8211; sie hat ihr Lächeln zurück gewonnen und kann hoffentlich ein unbeschwertes Leben in Afghanistan führen.</p>
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		<title>WHO veröffentlich neue Statistik: Afghanistan Schlusslicht</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen.</p>
<p>Fakt ist, dass in die Bevölkerung in Deutschland im Durchschnitt 80 Jahre alt wird &#8211; Tendenz steigend. Ähnlich sieht es in den anderen Industrienationen aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in aktuellen Statistiken allerdings <a title="WHO Statistiken 2009" href="http://www.who.int/whosis/whostat/2009/en/index.html" target="_self">zu erschreckenden Ergebnissen</a>, was die Lebenserwartung im Rest der Welt angeht.</p>
<h3><strong>Lebenserwartung in Afghanistan nicht einmal halb so hoch wie beim Spitzenreiter</strong></h3>
<p>Trauriges Schlusslicht dieser Statistik ist Afghanistan. Die Bevölkerung Afghanistans wird im Schnitt nur halb so alt wie die deutsche; genau 42 Jahre. Zum Vergleich: die höchste Lebenserwartung haben japanische Frauen, die im Durchschnitt 86 Jahre alt werden. Zudem besitzt Afghanistan eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, während sich Deutschland erwartungsgemäß in der Spitzengruppe wiederfindet.</p>
<p>Zwar ist laut WHO die Kindersterblichkeit weltweit zurückgegangen &#8211; seit 1990 konnte sie um rund ein Drittel gesenkt werden &#8211; die Kluft zwischen Entwicklungs- und Industrienationen <a title="Kluft im Gesundheitsbereich" href="http://derstandard.at/?url=/?id=1242316417101" target="_blank">ist allerdings omnipräsent</a>. Ob das ehrgeizige Millenniumsziel erreicht wird, dass die Statistik bis 2015 um ein weiteres Drittel reduziert werden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Ein wichtiger Faktor wird sein, wie sich die wirtschaftliche Lage in Nationen wir Afghanistan bis dahin entwickelt.</p>
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		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
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		<title>Die Küche Afghanistans</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Deutschland genießen wir mittlerweile auch die internationale Küche in vollen Zügen. Immerhin haben sich unter anderem unzählige italienische, griechische und chinesische Restaurants etabliert &#8211; und auch türkische oder indische Spezialitäten sind mittlerweile in praktisch jeder größeren Stadt zu verkosten. Von der afghanischen Küche ist jedoch noch nicht allzu viel zu sehen&#8230; Tischlein, deck dich! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland genießen wir mittlerweile auch die internationale Küche in vollen Zügen. </strong>Immerhin haben sich unter anderem unzählige italienische, griechische und chinesische Restaurants etabliert &#8211; und auch türkische oder indische Spezialitäten sind mittlerweile in praktisch jeder größeren Stadt zu verkosten. Von der <strong>afghanischen Küche</strong> ist jedoch noch nicht allzu viel zu sehen&#8230;</p>
<h2>Tischlein, deck dich! &#8211; Wie aus Tausend und einer Nacht</h2>
<p>Was nicht heißt, dass Sie die <strong>afghanische Küche</strong> nicht auch in Deutschland genießen können. In einigen Städten haben mittlerweile auch <strong>afghanische Restaurants</strong> ihre Pforten geöffnet. Wer nicht zufällig in der Nähe wohnt, kann sich natürlich behelfen und einfach selbst ein original afghanisches Gericht zubereiten.  </p>
<p>So mancher unter Ihnen wird über die <strong>Esskultur in Afghanistan</strong> vermutlich überrascht sein: Die Gerichte sind nämlich vertrauter, als Sie es vielleicht vermutet hätten. Kartoffeln, Hähnchen und Kotelett gehören ebenso auf den Speiseplan wie Frikadellen und Pudding.</p>
<h3>Rezepte aus Afghanistan</h3>
<p>Auch, wenn sich die Art der Zubereitung freilich von der hiesigen unterscheidet, so dürfte sich der deutsche Magen an die <strong>vielfältige Küche aus Afghanistan</strong> schnell gewöhnen. Gefüllte Paprika, Milchreis, brauner Reis und Fladenbrot dürften ganz nach Ihrem Geschmack sein &#8211; insbesondere, wenn Sie der griechischen, indischen oder türkischen Küche nicht ganz abgeneigt sind.</p>
<p>Wenn Sie Lust und Appetit haben, einmal selbst Hand anzulegen, können Sie sich Ihr original afghanisches Gericht natürlich auch eigenhändig zubereiten. Praktische Rezepte aus Afghanistan finden Sie unter der Internet-Adresse <a href="http://www.jaghoori.de/afghanistan/kueche">http://www.jaghoori.de/afghanistan/kueche</a>.</p>
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		<title>Baburs Garten &#8211; Quell neuer Hoffnung für Kabuls Bewohner</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/baburs-garten-quell-neuer-hoffnung-fuer-kabuls-bewohner/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; Baburs Garten &#8211; wieder an. Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Oase in der Wüste ist das Paradies des erschöpften Wanderers. </strong>Sie ist, inmitten der trostlosen, todbringenden Wüste, der lang ersehnte Zufluchtsort, der neue Kraft, Hoffnung und Lebensmut schenkt. Wie eine Oase in Afghanistans Hauptstadt Kabul mutet nun auch Bagh-e-Babur &#8211; <strong>Baburs Garten</strong> &#8211; wieder an.</p>
<p>Die weitläufige Parkanlage, benannt nach seinem Schöpfer, dem Kaiser Babur, beinhaltet noch immer die Grabstätte des Begründers der Mongolendynastie. 1528 legte Zahir ad-Din Muhammad Babur den Park an, der im Laufe der nächsten 500 Jahre erweitert und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Nach einem schweren Erdbeben 1842 ließ der damalige Herrscher Amir Abdur Rahman die Gärten mühsam wieder aufbauen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts werden unter König Mohammed Nadir Schah zudem Restaurants und ein Schwimmbad in der Parkanlage eröffnet.</p>
<h3>In Afghanistans Hauptstadt hält ein Fleckchen Normalität Einzug</h3>
<p>Während der sowjetischen Invasion und des Talibanregimes wurde der Park vernachlässigt und zerstört, auch Baburs Grabstätte blieb nicht unbeschädigt. Die elf Hektar blühende Landschaft wurden zum Teil gerodet und das Holz als Brennstoff benutzt. Ab 2002 begann, unter Mithilfe des Deutschen Archäologischen Instituts, der Wiederaufbau von Baburs Garten. Hunderte neuer Bäume wurden gepflanzt, Wege neu angelegt und das Kanalsystem repariert. Auf über fünf Millionen Euro <a title="Kosten für Wiederaufbau" href="http://www.n-tv.de/1041476.html" target="_blank">beliefen sich die Kosten</a> nach Abschluss der Arbeiten.</p>
<p>Geld, das sich für die Menschen in Kabul lohnen soll, denn in der afghanischen Hauptstadt entsteht erneut eine Oase, fernab der sie umgebenden Trostlosigkeit. Durch eine hohe Mauer wird Baburs Garten geschützt, und betreten darf die Welt dahinter nur, wer zunächst einige Afghani Eintritt entrichtet hat. <strong>Doch auch dies hält die Bewohner der Stadt nicht davon ab, für einige Stunden dem Alltag zu entfliehen und einzutauchen in ein farbenfrohes, ruhiges und gänzlich friedvolles Universum.</strong></p>
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		<title>Afghanistan sorgt für taube Ohren</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/afghanistan-sorgt-fuer-taube-ohren/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 07:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen. Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen.</strong> Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land am Hindukusch riesengroß. Glaubt man jedoch den Medien, würde ein ganzer Film über Afghanistan die Zuschauer in Deutschland regelrecht vergraulen.</p>
<p>Der Film &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der nach einem Einsatz in Afghanistan in sein Heimatdorf zurückkehrt und mit Hilfe einer Ärztin versucht, das Erlebte zu verarbeiten. Thematisiert wird also die Bewältigung der oftmals schrecklichen Erlebnisse in Afghanistan. Ein brisantes Thema, das in der Öffentlichkeit so bislang noch nicht stattgefunden hat.</p>
<h3>Afghanistan zieht offenbar nur, wenn es sich um ein Länderspiel gegen Deutschland handeln würde</h3>
<p>Doch <a title="Willkommen zu Hause" href="http://www.moviepilot.de/content/filmspot/articles/afghanistan-film-findet-keinen-sendeplatz-101163" target="_blank">die ARD verschiebt die Ausstrahlung des Films immer wieder</a>; nur warum? Befürchtet der Sender, dass das mutige Machwerk nicht gegen UEFA-Cup und andere &#8220;Ereignisse&#8221; im TV ankommt? Oder ist es vielmehr die Befürchtung, den Zuschauern ein solch gewagtes Thema nicht zumuten zu können?</p>
<p>Sicher ist jedoch, dass die Medien seit Jahren ein höchst einseitiges Bild der Geschehnisse in Afghanistan zeichnen. Ein Film wie &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; wäre hier eine nur allzu willkommene Abwechslung &#8211; auch wenn es mal nicht um &#8220;leichte&#8221; Unterhaltung geht, sondern vielleicht sogar um schwer verdauliche Kost.</p>
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		<title>Tee-Kultur in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das, was wir als so britisches Nationalgetränk kennen, erfreut sich auch in Afghanistan äußerst großer Beliebtheit - das Heißgetränk ist sogar so beliebt, dass es mit Fug und Recht als inoffizielles Nationalgetränk im Land am Hindukusch bezeichnet werden kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das, was wir als so britisches Nationalgetränk kennen, erfreut sich auch in <strong>Afghanistan </strong>äußerst großer Beliebtheit &#8211; das Heißgetränk ist sogar so beliebt, dass es mit Fug und Recht als inoffizielles Nationalgetränk im <strong>Land am Hindukusch</strong> bezeichnet werden kann.</p>
<h3>Tea Time &#8211; very britisch? Auch in Afghanistan ist Tee äußerst beliebt!</h3>
<p>Auch in Deutschland ist bekannt, dass Tee im Sommer viel gesünder ist, als die hierzulande zumeist favorisierten Kaltgetränke. Sind die <strong>Menschen in Afghanistan</strong> einfach schlauer? Vermutlich liegt es wohl daran, dass die dort lebenden Menschen ganz andere Temperaturen gewöhnt sind und der Hitze nicht so einfach entfliehen können. Da ist es geradezu ein Muss, den Körper optimal zu regulieren. Tee  bietet hier einige Vorzüge, die andere Getränke in der Regel nicht bieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-458" title="Tee-Kultur in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/tee-kultur-in-afghanistan_01.jpg" alt="Tee-Kultur in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Tee ist in Afghanistan das beliebteste Getränk</span><span class="ImageTextC">© <a title="Tee in Afghanistan" href="http://www.sxc.hu/profile/PaulMT" target="_blank">sxc.hu/PaulMt</a></span></div></p>
<p>Ein anderer Grund mag daran liegen, dass sauberes Wasser häufig Mangelware ist, so dass sein Erhitzen sicherlich gesundheitsfördernd  sein dürfte. Doch auch der Geschmack zählt selbstverständlich &#8211; ansonsten wäre dieses <strong>Heißgetränk in Afghanistan</strong> sicherlich nicht so beliebt.</p>
<h3>Tee in Afghanistan &#8211; über 40 Tonnen werden jährlich importiert</h3>
<p>Insgesamt 42 Tonnen Tee wurden im Jahre <strong>2008 nach Afghanistan importiert</strong> &#8211; <a title="Tee in Afghanistan" href="http://www.afghannews.net/index.php?action=show&amp;type=news&amp;id=3223" target="_blank">mit rund 30 Tonnen</a> ist es der schwarze Tee, der hier am häufigsten getrunken wird. Daneben erfreut sich jedoch auch Kaffee einer großen Beliebtheit; etwa in dem <a title="Kabul City Center" href="http://afghanistan.adra.de/shoppen-in-afghanistan-das-kabul-city-center/" target="_self">Kabul City Center</a> haben sich dortige Ketten etabliert und bieten das Getränk in allen nur erdenklichen Variationen an.</p>
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		</item>
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		<title>Es gibt keine ADAC-Hubschrauber in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/es-gibt-keine-adac-hubschrauber-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände. Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände.</strong> Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in den Bergen, um Dörfer zu besuchen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.</p>
<p>Kurze Zeit später erreichen wir die Landstraße, endlich wieder eine normale Fahrbahn. Nur die Scheinwerfer unseres UAZ beleuchten die Straße vor uns, sonst ist nichts zu sehen.</p>
<p><strong>Plötzlich erkennen wir ein schwach beleuchtetes Fahrzeug auf der Straße stehen.</strong> Mein Fahrer hält an und steigt aus, mein Übersetzer und ich folgen ihm. Es hat einen schweren Unfall gegeben. Ein Fahrzeug war unbeleuchtet, der andere Fahrer hat es zu spät gesehen. Auf der Straße liegt ein Mädchen, ich schätze, es 14 Jahre alt. Es wimmert und stöhnt vor sich hin, schreit auf, als Männer sie aufheben wollen.</p>
<p>Die Männer wissen nicht, wie sie das Mädchen transportieren sollen. Das nächste Krankenhaus mit Arzt und Operationssaal ist in Mazar-e-Sharif. Das sind ungefähr hundert Kilometer. Um uns herum stehen nur einfache PKWs, man könnte das Mädchen nur auf die Rücksitzbank legen. Aber bei ihrem Zustand? Ich biete an, sie in unserem Geländewagen zu transportieren. Hier kann sie sich wenigstens auf den Boden legen. Ob sie die Fahrt übersteht, wage ich gar nicht zu denken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/adac-hubschrauber_hilfe-in-afghanistan_01.jpg" alt="In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/gabesk/" title="Flickr/gabesk - Vielen Dank!">Flickr/gabesk</a></span></div></p>
<p><strong>&#8220;Wo ist bloß der ADAC-Hubschrauber?&#8221;</strong>, denke ich mir. In Deutschland sind in solchen Fällen Polizei und Rettungsdienst sofort zur Stelle. Ein Notarzt kommt mit Blaulicht angefahren, der Rettungshubschrauber wird geholt. Hier liegt ein Mädchen, dass in Deutschland vielleicht ohne Luftrettung überlebt hätte. Hier stirbt sie, weil es weit und breit keinen Arzt, keine Klinik, kein Krankenhaus gibt – nicht einmal einen Rettungswagen. In diesem Moment wird mir wieder einmal die Gefahr bewusst, in der ich hier in Afghanistan lebe.</p>
<p>Plötzlich raunt mein junger Übersetzer - er ist erst zwanzig Jahre alt - zu uns: &#8220;Dangerous, dangerous, lets go, lets go!&#8221; &#8212; &#8220;Es ist gefährlich hier, lass uns gehen!&#8221; Ich nehme die Worte ernst, mein Übersetzer muss die Situation als Einheimischer um vieles besser kennen. Ausländer haben sich immer wieder über Ratschläge der Einheimischen besserwisserisch hinweggesetzt. Nicht immer ging das für die Ausländer gut aus. Mit einem unguten Gefühl versuche ich, mich höflich zu verabschieden, versuche zu erklären, warum wir nicht helfen können. Schnell gehen wir zum Fahrzeug.</p>
<p>Wir setzen uns in Bewegung und erst nach einigen Minuten kann ich meinen Übersetzer fragen, was denn so gefährlich gewesen wäre. &#8220;I was afraid&#8221; – Ich hatte Angst. Mühsam entlocke ich ihm den Grund, warum wir uns so schnell entfernt haben. Er hatte nicht Angst vor einem Überfall, sondern das Unfallgeschehen, das Blut, das weinende Mädchen, das Chaos machte ihm Angst.</p>
<p>Ich bin wütend, ich ärgere mich. Minutenlang sitze ich da, sage kein Wort, bin einfach nur sauer. Da liegt ein Mädchen auf der Straße und kämpft um sein Leben und mein Übersetzer &#8220;hat nichts Besseres zu tun, als aus egoistischen Gründen zu verschwinden&#8221;. Erst nach einiger Zeit beruhige ich mich, &#8220;vielleicht wäre die Situation für uns schwierig geworden&#8221;, sage ich mir, &#8220;wenn das Mädchen in unserem Fahrzeug gestorben wäre. Vielleicht hatte mein Übersetzer doch recht.&#8221; Ich weiß es nicht.</p>
<p>Als wir kurz vor Robatäk sind, regnet es. Der Scheibenwischer versucht mehr schlecht als recht, den Regen von der Scheibe zu wischen. Durch die verschwommene Windschutzscheibe sehe ich einen Rettungswagen, der an uns vorbeifährt. Sie haben also doch noch einen Rettungswagen aufgetrieben. Aber es werden mehr als zwei Stunden vergehen, bis das Mädchen in einem Krankenhaus liegt.</p>
<p>Wir haben uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz an ein gut funktionierendes Rettungswesen gewöhnt, vertrauen auf hochprofessionelle Ärzte und ein zuverlässiges Krankenhaussystem. Das ist gut so. <strong>Afghanistan ist noch Jahre davon entfernt – helfen Sie mit, damit es besser wird.</strong></p>
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		<title>Krankenhaus für Opfer von Anschlägen in Kabul</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8220;Wazir Akbar Khan Hospital&#8221; ist ein Gesundheitszentrum für Opfer von Anschlägen</h3>
<p><strong>Der gesamte medizinische Dienst des staatlichen Krankenhauses &#8220;Wazir Akbar Khan&#8221; wird zur Zeit unter der Assistenz der Loma Linda Universitätsklinik in Kalifornien betrieben. Ihre Arbeit hat die Klinik bereits 1996 während der Zeit der Taliban aufgenommen.  Die Loma Linda Universität, die sich durch spektakuläre Herzoperationen einen Namen machte, ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und arbeitet engstens mit ADRA in Afghanistan zusammen.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan02.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner im Gespräch mit Patienten im Kabuler Krankenhaus.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Wir haben auf unserer Reise bei einem Besuch des Krankenhauses die Gelegenheit, mit dem Chirurgen Thomas Kraner einige Abteilungen anzuschauen, in denen nicht nur allgemeine Unfallpatienten eingewiesen werden, sondern alle diejenigen, die bei einem Bombenanschlag innerhalb von Afghanistan verletzt werden.</p>
<p>Dr. Kraner ist bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Projektes in Kabul. Mit gebrochenem Farsi versucht er, die Patienten zu ermuntern. Er beklagt, dass sich manche Menschen in Afghanistan aus religiöser Überzeugung ihrem Schicksal fügen und oft ohne medizinische Hilfe sterben müssen, die ohne Weiteres hätten gerettet werden können. Er berichtet über heftige Diskussionen im Ärztekreis des Krankenhauses zu diesem Thema.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/wazir-akbar-khan-hospital_kabul-afghanistan01.jpg" alt="Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Dr. Thomas Kraner vor dem ADRA Büro in Kabul.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p>Hinzu kommt, dass die Krankenversorgung in Afghanistan kostenlos ist. Das führt nach Meinung vieler Ausländer dazu, dass weder die Ärzte, noch die Krankenpfleger sich für ihre Patienten einsetzen. Bevorzugt behandelt werden diejenigen, die dem Arzt zusätzliches Geld zustecken. Oder der Arzt lässt sie in seine &#8220;Privatpraxis&#8221; kommen. Dort erfährt der Patient die entsprechende Aufmerksamkeit.</p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan. Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).   Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. © Erich Lischek  Das Krankenhaus in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan.</strong> Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra01.jpg" alt="Im “Büro” des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Das Krankenhaus in Panjab verfügt über 31 Betten und hat eine Chirurgische Abteilung, eine Abteilung für allgemeine Krankheiten für Männer und eine Abteilung für Frauen und Kinder. Außerdem Entbindungsklinik, Ambulanzklinik für Männer, Frauen und Kinder, Impfabteilung, Röntgenanlage, ein Labor und zwei Apotheken: Eine fürs Krankenhaus und eine weitere für die Ambulanzen. Zum Komplex gehören außerdem eine Reparaturwerkstatt für die Krankenfahrzeuge und eine Wäscherei.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra03.jpg" alt="Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Insgesammt arbeiten im Krankenhaus und den Ambulatorien 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich versorgen sie 2500 Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Allein in der Ambulanz für Frauen sind es von Sonntag bis Donnerstag noch einmal 40-50 Patientinnen täglich. Monatlich werden etwa 25 Kinder in der Klinik geboren.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra02.jpg" alt="Ursula Meissner bereitet sich auf ihre “Operation” vor." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner bereitet sich auf ihre &#8220;Operation&#8221; vor. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen. Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen. ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen.</strong> Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.</p>
<p>ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt es mittlerweile neun so genannte &#8220;Basic Health Center&#8221;. Dort sind jeweile eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, eine Hebamme und ein &#8220;Community Health Supervisor&#8221; tätig, außerdem zwei Impfärzte (&#8220;Vaccinators&#8221;) &#8211; einer an der Klinik und einer im mobilen Dienst.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan03.jpg" alt="Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In jeder Provinz gibt es außerdem noch ein &#8220;Community Health Center&#8221;. Dort gibt es neben den bereits genannten Berufen jeweils zusätzlich noch einen weiteren Arzt. Außerdem gibt es in Panjab und in Varras noch jeweils ein Krankenhaus, über das ich im dritten Teil berichten werde.</p>
<p>Eine hervorragende Arbeit machen auch die so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221;. Pro Gesundheitszentrum gibt es 9 bis 20 Personen, die in Erste Hilfe ausgebildet sind. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter hängt von der Anzahl der Dörfer ab, die zum Einzugsgebiet der Gesundheitszentren gehören. Die Ausbildung dieser &#8220;Ersthelfer&#8221;, wie wir sie nennen würden, findet im Rahmen des Gesundheitsprogrammes in der Provinz Bamiyan statt, um bei kleineren Krankheiten Erste Hilfe leisten zu können. Sie haben z.B. Schmerztabletten, Durchfallmittel und andere Medikamente im Gepäck.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan01.jpg" alt="Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Wie sie den Patienten behandelt haben, schreiben sie auf und geben diese Information an die Gesundheitszentren weiter. Die Patienten kommen dann in diese Einrichtung und werden dort weiter behandelt. Können sie dort nicht ausreichend versorgt werden, weil der Krankenpfleger oder die anderen Mitarbeiter nicht helfen können, werden diese dann an ein Krankenhaus in der Provinz oder ans Krankenhaus in Kabul überwiesen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan02.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Neben der Ausbildung der Community Health Workers gehören noch die Ausbildung von Hebammen sowie die Durchführung von Schulungen zum Thema Familienplanung, Mutter-Kind-Ausbildung u.a. zum Gesundheitsprogramm von ADRA. Auch die Arbeit der Impfärzte gehört mit zum Umfang des Programms, die Mütter und ihre Kinder entsprechend gegen Krankheiten impfen.</p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer. Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer.</strong> Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. Danach kam der Kharqol Pass und der Nargiss Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan.jpg" alt="Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In einem &#8220;Hotel&#8221; in der Stadt Kharquol  haben wir geschlafen, weil der Fahrer nicht mehr konnte. Außerdem hatten wir noch mindestens drei Stunden Autofahrt vor uns, buchstäblich durchs Gelände, um ins zentrale Hochland zu kommen. &#8212; Die Schotterpiste &#8220;Straße&#8221; zu nennen, wäre ein Beleidigung für unser Feldwege! </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan02.jpg" alt="In diesem “Hotel” haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In diesem &#8220;Hotel&#8221; haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Projektleiterin Rebecca de Graaf hatte ja damit gerechnet, dass wir noch am Abend ankommen. Sie waren alle in Sorge und fragten bei Vinod Nelson, dem Direktor von ADRA Afghanistan, an, was los sei. Zu uns gab es keine Handy-Verbindung. Wir fahren weiter durch eine Landschaft, wie im Hochland der Anden oder des Himalaya. Wild und karg, dabei doch bezaubernd schön.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan04.jpg" alt="Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Bewohner des zentralen Hochlandes – so erzählen uns die Mitarbeiter aus Afghanistan während der Fahrt – fühlen sich von der Welt vernachlässigt. &#8220;Das ganze Geld geht dorthin, wo sich die Leute bekriegen. Hier leben die Menschen unter der Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag.&#8221; sagen sie. Die Menschen haben bisher kaum Chancen, Lebensmittel haltbar zu machen. Die Hauptproduktion liegt auf Getreide. Es gibt Äpfel, aber kaum andere Obst- oder Gemüsesorten. In dieser Gegend baut auch niemand Mohn an. Honig wäre ein Produkt, das Einnahmen bringen könnte. Jedenfalls zeigt sich eine sehr starke Offenheit dafür.</p>
<p>Das Gespräch über die Nachhaltigkeit des Gesundheitsprojektes war für mich interessant. Der Projektkoordinator meinte, dass die kostenlose Behandlung durch die Ärzte auf die Dauer nicht möglich ist: &#8220;Woher soll ständig das Geld kommen? Die Betroffenen sollten in der Lage sein, dafür zu bezahlen. Dazu müssten sie aber über mehr Einkommen verfügen. Oder es muss ein &#8216;Versicherungssystem&#8217; aufgebaut werden.&#8221; Gute Überlegungen, denke ich bei mir.</p>
<p>Wir erreichen schließlich Panjab, einen Ort mit 10.000 Einwohnern und zugleich Hauptstadt des Distriktes Panjab in der Provinz Bamiyan.</p>
<p>Das Gesundheitsprojekt von ADRA hat etwa zwanzig Mitarbeiter. Sie unterhalten ein Krankenhaus, vier Kliniken, fünf Gesundheitszentren und drei Ambulanzfahrzeuge. Diese Einrichtungen darf man sich in Größe und Einrichtung bei Weitem nicht so vorstellen, wie bei uns in Deutschland. <strong>Im zweiten und dritten Teil meines Berichts werde ich die Arbeit der so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221; vorstellen und über das Krankenhaus in Panjab berichten.</strong></p>
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		<title>Rebecca engagiert sich in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 08:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Rebecca de Graaff ist seit August 2007 für ein Gesundheitsprojekt in Bamiyan verantwortlich. Sie ist seit dem Wintereinbruch und dem Abzug der PTA (eine paramilitärische Organisation aus Neuseeland) Anfang Dezember 2007 die einzige ausländische Vertreterin im Distrikt von Panjab und Warras, dem zentralen Hochland von Afghanistan.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan01.jpg" alt="Eine nachdenkliche Rebecca in Bamiyan (zentrales Hochland von Afghanistan)" /></strong></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine nachdenkliche Rebecca in Bamiyan (zentrales Hochland von Afghanistan). </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Rebecca de Graaff ist seit August 2007 für ein Gesundheitsprojekt in Bamiyan verantwortlich.</strong> Die 36-jährige Amerikanerin hat einen Holländischen Vater und eine Indonesische Mutter. Sie ist seit dem Wintereinbruch und dem Abzug der PTA (eine paramilitärische Organisation aus Neuseeland) Anfang Dezember 2007 die einzige ausländische Vertreterin im Distrikt von Panjab und Warras, dem zentralen Hochland von Afghanistan.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan02.jpg" alt="Rebecca beim Frühstück in Afghanistan — Brotaufstrich aus Deutschland" style="float: left; margin-right: 10px" /></p>
<p>Bei einem Besuch des ADRA Gesundheitsprojektes fragen Fotojournalistin Ursula Meisser und ich, wie sie als junge Frau und zudem als Ausländerin in dieser unwirtlichen Gegend klarkommt.</p>
<p><em>&#8220;Ich bin zwar alleine hier, aber ich habe keine Angst. Ich fühle mich sicher. Ich gehe alleine in die Berge ohne Begleitung, aber ich fühle mich doch oft einsam, so allein in dieser rauen und trotzdem sehr wildromantischen Landschaft.&#8221;</em></p>
<p>Ein Strahlen huscht über ihr Gesicht: <em>&#8220;Ich freue mich, dass ich mit Euch mal jemanden habe, mit dem ich auf ähnlicher Wellenlänge bin und über die Dinge sprechen und lachen kann. Das kann ich ja sonst nicht mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.&#8221;</em></p>
<p>Und dann erzählt sie von den Menschen, für die sie hier arbeitet: <em>&#8220;Die Menschen hier gehören zum Volksstamm  Hasara, die sich schon seit jeher vernachlässigt fühlen. Sie sind unheimlich freundlich und gastfrei. Das Einkommen der überwiegend  ländlichen Bevölkerung liegt unter der Armutsgrenze.&#8221;</em></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/rebecca_afghanistan03.jpg" alt="Rebecca mit ihrem Assistenten sowie dem Leiter für Logistik bei ADRA in Panjab" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD"> Rebecca mit ihrem Assistenten sowie dem Leiter für Logistik bei ADRA in Panjab. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Sie berichtet, dass die Menschen trotz ihrer Armut nicht bereit waren, den landwirtschaftlichen Rat von Oxfam anzunehmen, neben Kartoffeln und Weizen auch noch Gemüse wie Blumenkohl, Kraut, Gurken, Karotten und Tomaten anzubauen. Daher gab die NGO ihre Pläne in dieser Gegend auf und hat die Region verlassen – so ein Vertreter von FAO (&#8220;<em>Food and Agriculture Organization</em>&#8221; der Vereinten Nationen), den ich vor dem Abflug in Bamiyan getroffen habe.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtmBig">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><strong>Trotzdem hat ADRA die Arbeit auf dem Gebiet der Gesundheit aufgegriffen, die zurzeit von Rebecca als einziger „Ausländerin“ vor Ort geleitet wird. Eine nicht leichte Aufgabe.</strong></p>
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		<title>Was Ein-Euro-Jobs in Afghanistan bedeuten</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 14:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Afghanen liegt nach Schätzungen der Vereinten Nationen bei 44,5 Jahren; Tod als Kriegsfolge nicht berücksichtigt. Mädchen und Jungen, die heute in Deutschland geboren werden, können davon ausgehen, dass sie 80 Jahre und älter werden. Studenten der Universität in der Stadt Herat wollten mir das erst glauben, als ich es mit Einzelheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/tageloehner.jpg" title="Kinder als Tagelöhner in Afghanistan"></a>Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Afghanen liegt nach Schätzungen der Vereinten Nationen bei 44,5 Jahren</strong>; Tod als Kriegsfolge nicht berücksichtigt. Mädchen und Jungen, die heute in Deutschland geboren werden, können davon ausgehen, dass sie 80 Jahre und älter werden. Studenten der Universität in der Stadt Herat wollten mir das erst glauben, als ich es mit Einzelheiten der unterschiedlichen Lebensverhältnisse in unseren beiden Ländern erkläre.</p>
<p>Die für Afghanistan angenommenen Zahlen beruhen zwar, wie die meisten Statistiken in Afghanistan, auf Schätzungen, sie kommen der Wirklichkeit aber sehr nahe. Dafür, dass bei uns die Lebenserwartung ständig steigt, werden eine immer bessere medizinische Versorgung, bessere Ernährung und ständig verbesserte Arbeitsbedingungen angeführt.</p>
<p><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/tageloehner.jpg" title="Kinder als Tagelöhner in Afghanistan"></a><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/tageloehner2.jpg" alt="Kinder holen Trinkwasser aus dem Fluss" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Kinder holen Trinkwasser aus dem Fluss.</span><span class="ImageTextC">© Bucher Verlag</span></div>In Deutschland praktizieren derzeit rund 300 000 Ärzte. In Afghanistan sind es etwa 3000. Auf die Bevölkerung umgerechnet, müsste in Afghanistan ein Mediziner fast 8000 Einwohner versorgen. Erschwerend kommt hinzu, dass etwa achtzig Prozent der afghanischen Ärzte in der Hauptstadt Kabul leben. In den Dörfern gibt es normalerweise nicht einmal Krankenschwestern. Seuchen wie etwa Cholera breiten sich nur deshalb nicht aus, weil das Klima dafür ungünstig ist.</p>
<p>Von der besseren Ernährung der Deutschen haben die Herater Studenten gehört. &#8220;Stimmt es wirklich, dass jeder zweite Deutsche Übergewicht hat?&#8221;, erkundigen sie sich. In Afghanistan ist die große Mehrheit der Bevölkerung unterernährt. Ohne Lebensmittelhilfen aus dem Ausland, besonders aus Europa, müssten die Afghanen ständig hungern.</p>
<p>Von einer mit der deutschen vergleichbaren Lebensqualität können sie nicht einmal träumen, und auf bessere Arbeitsbedingungen wird man in Afghanistan sicher noch lange warten müssen. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit etwa vierzig Prozent. Wer eine Arbeit findet, nimmt sie an. Die Bedingungen spielen dabei keine Rolle.</p>
<p><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/tageloehner.jpg" title="Kinder als Tagelöhner in Afghanistan"></a><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/tageloehner.jpg" alt="Kinder als Tagelöhner in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Für die meisten Kinder ist es selbstverständlich, dass sie arbeiten müssen.</span><span class="ImageTextC">© Bucher Verlag</span></div>Die meisten Arbeitslosen gehören der Dorfbevölkerung an, sie bleiben unsichtbar, leben im Schutz der Großfamilie. In den Städten ist die Arbeitslosigkeit sehr viel sichtbarer. Immer mehr Arbeit suchende Männer stellen sich frühmorgens an die Straßen. Fast alle tragen weit geschnittene, vom vielen Waschen grau gewordene lange Hosen, ein Hemd ohne Kragen und darüber eine zerschlissene Jacke. Hält ein Kombi, ein Taxi oder gar ein Lkw bei ihnen, gibt es ein kurzes Gespräch mit dem Fahrer, und dann wird einer oder werden mehrere mitgenommen. Sie verdingen sich meistens für einen Tag und nehmen die schmutzigste Arbeit an.</p>
<p><strong>Umgerechnet etwa ein Euro wird den Tagelöhnern bezahlt. Viele von ihnen sind zurückgekehrte Flüchtlinge, die lieber in der Stadt bleiben, und Afghanen, die ihre Dörfer verlassen, weil sie dort keine Perspektiven sehen. Ihre wachsende Zahl zwingt die Regierung, über eine Sozialgesetzgebung wenigstens nachzudenken.</strong></p>
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