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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Geschichte</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Afghanistan aus der Perspektive seines Wirtschaftsministers</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia.
Sicherlich können Sie sich vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem <strong>afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia</strong>.</p>
<p>Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass der Landwirtschaftsminister in Afghanistan ganz andere Dinge zu tun hat, als etwa der deutsche Horst Seehofer. Für Afghanistan spielt unter anderem der Kampf gegen den Opiumanbau eine herausragende Rolle. Mohammad Ehsan Zia sieht darin sogar einen der &#8220;Hauptgründe für die Instabilität in Afghanistan&#8221;. Auch, wenn der Opiumanbau in Afghanistan noch so lukrativ aussehen mag, so bringt er dem Land am Hindukusch eben nicht das, was es besonders dringend benötigt: Sicherheit.</p>
<p>Doch der Landwirtschaftsminister von Afghanistan schätzt die Chancen, den Kampf gegen den Anbau und den Handel von Opium zu gewinnen, als realistisch ein. Insbesondere, weil er den Menschen in dem Land, den Bauern von Afghanistan, weniger zu Gute kommt, als man denkt. Das meiste Geld, so Mohammad Ehsan Zia, werde schließlich nicht dem Anbau, sondern mit dem weltweiten Handel gemacht.</p>
<h3><strong>Landwirtschaft und Viehzucht in Afghanistan</strong></h3>
<p>Stattdessen möchte der Landwirtschaftsminister von Afghanistan in die Landwirtschaft, etwa den Anbau von Äpfeln, investieren, aber auch in die Viehzucht und in den Gartenbau. Das Problem sind dabei seiner Meinung nach die geringen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und Konservierung. In diese Richtung müssten demnach mehr Gelder fließen, um die Erträge aus Landwirtschaft, Viehzucht und Gartenbau anzuheben.</p>
<p>Auch, wenn der <a title="Interview mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-583/i.html" target="_blank">afghanische Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia fest daran glaubt</a>, erfolgreich für bessere Bedingungen in seinem Ressort und gegen den Opiumanbau kämpfen zu können,  möchte er die Erwartungen durchaus bremsen: So geht er davon aus, dass Afghanistan erst die Infrastrukturprobleme in den Griff bekommen muss. Erst dann könne man die weiteren Probleme, wie den Opiumanbau, langfristig lösen.</p>
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		<title>Mehr Sicherheit in Afghanistan durch besser ausgebildete Polizei</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 07:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<description><![CDATA[Der amtierende US-Präsident Barack Obama kündigte bereits zu Beginn seiner Amtszeit an, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden &#8211; wie sich jüngst herausstellte, nicht nur zu reinen Absicherung des Landes am Hindukusch, sondern auch zur Ausbildung des afghanischen Militärs.
In Deutschland sprechen sich viele Gegner dafür aus, keine weiteren Truppen mehr nach Afghanistan zu senden. Dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der amtierende US-Präsident Barack Obama kündigte bereits zu Beginn seiner Amtszeit an, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden &#8211; wie sich jüngst herausstellte, nicht nur zu reinen Absicherung des Landes am Hindukusch, sondern auch zur Ausbildung des afghanischen Militärs.</p>
<p>In Deutschland sprechen sich viele Gegner dafür aus, keine weiteren Truppen mehr nach Afghanistan zu senden. Dieses Ziel soll langfristig auch erreicht werden, indem Afghanistan eine eigene, funktionierende Polizei hat, welche die Herausforderung in dem Land zu bewältigen kann. Gleichzeitig muss auch das afghanische Militär ausgebildet werden, um den Terrorismus zu bekämpfen.</p>
<p>Der erst kürzlich gescholtene Präsident von Afghanistan, Hamid Karzai, lobte die US-Strategie für das Land am Hindukusch. Tatsächlich muss es darum gehen, dass Truppen langfristig abgezogen werden. Polizei und Militär werden aber auch in den kommenden Jahren notwendig sein, um beispielsweise auch bei Naturkatastrophen entsprechend reagieren zu können.</p>
<h3><strong>Ein Zeichen für mehr Selbsthilfe in Afghanistan </strong></h3>
<p>Vor diesem Hintergrund stellt die Strategie des US-Präsidenten für Afghanistan die dringend benötigte Hilfe zur Selbsthilfe dar. Nicht nur der Lebensunterhalt, die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, sanitären Einrichtungen etc. müssen letztlich durch die Menschen in Afghanistan selbst gewährleistet werden, sondern auch die Sicherheit des eigenen Landes.</p>
<p>Ob man der US-Strategie nun kritisch gegenüber steht oder nicht &#8211; zu den großen Herausforderungen in Afghanistan gehört es, dass die Menschen die Freiheit gewinnen, selbstständig für sich zu sorgen. Tatsächlich findet der Wiederaufbau der afghanischen Polizei seit 2002 statt; bislang offenbar jedoch nicht mit ausreichenden Mitteln und Einsatzkräften, wie die Marschrichtung des US-amerikanischen Präsidenten deutlich macht. Insbesondere der Aufbau der Polizei muss den Menschen am Hindukuschgebirge mehr Sicherheit im eigenen Land ermöglichen &#8211; wie etwa bei der Wahrung von Menschenrechten im Allgemeinen, und der Frauenrechte im Besonderen.</p>
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		<title>Afghanistan zwischen Theorie und Praxis</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 06:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Burka]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Frauen in Afghanistan&#8220; ist nicht nur ein wichtiges Thema, das in diesem Magazin immer wieder behandelt wird, sondern auch in der Politik des Landes am Hindukusch. Eine Demonstration von über tausend Frauen in Afghanistan hat jüngst wieder für weltweites Aufsehen gesorgt. Auch, wenn ihnen die Gesetzgebung immer mehr Freiheiten einräumt, ist eine Gleichberechtigung zwischen Mann und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Frauen in Afghanistan</strong><strong>&#8220;</strong> ist nicht nur ein wichtiges Thema, das in diesem Magazin immer wieder behandelt wird, sondern auch in der Politik des Landes am Hindukusch. Eine <a title="Demonstration Frauen Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauen-in-afghanistan-protestieren-vor-universitaet-gegen-ehegesetz/" target="_self">Demonstration von über tausend Frauen in Afghanistan</a> hat jüngst wieder für weltweites Aufsehen gesorgt. Auch, wenn ihnen die Gesetzgebung immer mehr Freiheiten einräumt, ist eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Afghanistan längst noch nicht erreicht.</p>
<p>Während dieser Protest-Aktion der Frauen gegen ein neues Ehegesetz, das jedoch ausschließlich für die schiitische Bevölkerung des Landes gelten soll, zeigte sich, dass die Herausforderungen auch und gerade innerhalb der Gesellschaft Afghanistans zu suchen sind. Auf der einen Seite scheint sich ein Teil der Bevölkerung, allen voran die jüngere Generation, zu liberalisieren, wohingegen Werte und Traditionen vorrangig von den Alten aufrecht erhalten werden.</p>
<p>Diese Entwicklung ist eine echte Herausforderung, prallen auf diese Weise zwei Fronten aufeinander, die durch eine tiefe Kluft voneinander abgeschnitten zu sein scheinen. Dieser Widerstand hängt auch von der Lebensqualität ab &#8211; je stärker sie sich im Zuge der Entwicklung in Afghanistan zu einem funktionierenden Staat steigert, desto eher werden die Neuerungen auch von allen Seiten akzeptiert werden.</p>
<p>Das Festhalten an dem Bestehenden führt ebenfalls dazu, dass Gesetzesänderungen nicht immer angewendet werden. Hier besteht also eine Diskrepanz zwischen &#8220;Theorie und gelebter Praxis&#8221;; inwieweit Gesetzesübertretungen überhaupt verfolgt und geahndet werden, ist zudem mehr als fraglich.</p>
<h3><strong>Umbruch in Afghanistan in langsamen Schritten</strong></h3>
<p>Ein Umbruch, wie er in Afghanistan in langsamen Schritten stattfindet, zeichnet sich daher immer auch durch Diskrepanzen, Kluften und leider auch durch Widerstände unterschiedlichster Art und Weise aus -  für ein krisengebeuteltes Land wie Afghanistan, das ohnehin von politischen wie gesellschaftlichen Brüchen durchzogen ist, bedeutet dies einen langen, beschwerlichen Weg, dessen Ziele Unabhängigkeit, Freiheit und Wohlstand sind. Indem diese Herausforderungen gestemmt werden, erhält die Entwicklung in dem Land am Hindukusch somit weiteres Saatgut für eine positive Entwicklung.</p>
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		<title>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/das-nord-sued-gefaelle-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch.
Es geht unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer <a title="ARD Umfrage über Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/" target="_self">Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch</a>.</p>
<p>Es geht unter anderem um die Frage nach Sicherheit, aber auch um die Zukunft der Kinder. Hier zeichnen die Menschen im Norden ein überwiegend positives Bild, während die Bevölkerung in den südlichen Gebieten von Afghanistan vermehrt zu einem gegenteiligen Urteil kommt. 70 Prozent der Befragten im  Nordosten bewerten beispielsweise die Sicherheitslage als positiv, während im Südwesten <a title="Umfrage ARD Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan92.html" target="_blank">laut Umfrageergebnissen</a> beinahe die gleiche Mehrheit zu einem entgegengesetzten Urteil kommt.</p>
<p>Ähnlich wie bei der Globalisierung, ist die unsichtbare Grenze zwischen Norden und Osten in Afghanistan keineswegs in der Mitte zu ziehen, sondern verläuft asymmetrisch. Während vorrangig die Provinzen im Südwesten und Osten umkämpft sind, sind die Gebiete im Nordosten vergleichsweise ruhig.</p>
<h3><strong>Unterschiedliche Lebenswelten in Afghanistan </strong></h3>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage von ARD, ABC und BBC reflektieren natürlich die Lage in Afghanistan, jedoch in einer unterschiedlichen Komplexität, da hier mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Kein Wunder, schließlich werden die Antworten unweigerlich vor dem Hintergrund der Situation in den eigenen Lebensräumen getroffen. Sicherlich wäre es in diesem Zusammenhang interessant, die Antworten geografisch einzuordnen. Gibt es beispielsweise Regionen, in denen eine größere Deckungsgleichheit zwischen der Zukunftsprognose für die Kinder und der Sicherheitslage?</p>
<p>Diese tektonischen, weil überlappenden regionalen Schichten skizzieren somit womöglich ein genaueres Bild  der Situation in Afghanistan, zumal sie helfen, die Herausforderungen vor einem  geografischen Kontext zu interpretieren. </p>
<p>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan ist demgemäß keineswegs so  eindeutig abgrenzbar wie es das Schlagwort vermuten lässt. Dies ist selbstredend auch bei der Globalisierung der Fall; interessant ist dieser Vergleich jedoch auch deshalb, weil es auch in Afghanistan zu Wechselwirkungen zwischen diesen Gebieten kommt.</p>
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		<title>Die Situation der Tiere im Kabuler Zoo</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/die-situation-der-tiere-im-kabuler-zoo/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, wussten Sie, dass es in Kabul einen Zoo gibt? Gut, warum auch nicht. Schließlich ist die Stadt mit über drei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Dennoch verwundert es, wie wenig Informationen es über den Kabuler Zoo gibt. Daher die berechtigte Frage: Wie geht es den Tieren eigentlich, die in Afghanistan in Gefangenschaft leben?
Eröffnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mal ehrlich, wussten Sie, dass es in Kabul einen Zoo gibt?</strong> Gut, warum auch nicht. Schließlich ist die Stadt mit über drei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Dennoch verwundert es, wie wenig Informationen es über den Kabuler Zoo gibt. Daher die berechtigte Frage: <strong>Wie geht es den Tieren eigentlich, die in Afghanistan in Gefangenschaft leben?</strong></p>
<p>Eröffnet wurde der Kabuler Zoo 1967 am Ufer des Flusses Kabul, um zu Beginn der 1970er Jahre 116 Tiere zu beherbergen. Aufgrund der langanhaltenden Gefechte in Afghanistan hat auch der Zoo gelitten. Wie <a title="Bericht über Kabuler Zoo 2007" href="http://www.focus.de/panorama/welt/tiere_aid_122624.html" target="_blank">der Fokus 2007 berichtete</a>, bangten die Betreiber während des damals harten Winters um das Überleben der dortigen Tiere. </p>
<h3>Auch die harten Winter in Afghanistan haben den Tieren im Kabuler Zoo zugesetzt</h3>
<p>Extreme Winter sind in Afghanistan jedoch nicht Ungewöhnliches &#8211; sowohl 2008 als auch 2009 wurde Afghanistan vom Winter hart erwischt. Auch für den <strong>Kabuler Zoo </strong>dürfte sich die Situation daher nicht entspannt haben. </p>
<p>Eine Website des Zoos in Kabul sucht man in den Weiten des Internets leider vergeblich; aktuelle Informationen sind daher praktisch nicht zu bekommen. <strong>Wer dem Zoo in Kabul also jüngst einen Besuch abgestattet hat, ist herzlich willkommen, seine Eindrücke an dieser Stelle zu schildern.</strong></p>
<p>Sicher ist jedoch, dass der <strong>Kabuler Zoo</strong> bereits in den vergangenen Jahren in einem erbärmlichen Zustand war. Artgerechte Tierhaltung ist sicherlich etwas vollkommen anderes. Was aber soll man tun, wenn die Mittel fehlen?</p>
<p>Im Wiederaufbau von Afghanistan ist der Zoo in Kabul offensichtlich auf der Strecke geblieben. Auch, wenn es selbstverständlich weitaus größere Herausforderungen zu bewältigen gibt, ist der Aufbau des traditionsreichen Zoos in Afghanistan von großer Bedeutung für die Kultur der Stadt Kabul, für die Menschen in Afghanistan, und letztlich vor allem für die dort lebenden Tiere.</p>
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		<title>Afghanistan bei den olympischen Spielen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele. Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele.</strong> Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der eigenen Sportlerkarriere; und wenn schon nicht mit einer Medaille, dann wenigstens mit unvergesslichen Erinnerungen den Weg zurück in die Heimat antreten.</p>
<h2>Wenn der Wettkampf zur Nebensache wird</h2>
<p>Das ist der Wunsch Millionen Sportler auf der ganzen Welt. Wie sie träumen auch viele Wettkämpfer aus Afghanistan diesen Traum. Für viele bleibt es ein Traum, dem harten Alltag auf diesem Weg eine Zeit lang entfliehen zu können. Einige wenige konnten ihn jedoch Realität werden lassen. Die olympischen Sommerspiele 2004 waren der Zeitpunkt, an dem sich Afghanistans Blick nach Athen richtete. Erstmals seit dem Regime der Taliban nahmen dort eine handvoll afghanischer Wettkämpfer wieder an den historischen Spielen teil.</p>
<h3>Geschichte schreiben nicht die Ergebnisse, sondern die Gesten</h3>
<p>Obwohl sie kein denkwürdiges Ergebnis erzielten, bleibt das Auftreten der afghanischen Sportler doch geschichtsträchtig. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Friba Razayee im Judo und der Leichtathletin Robina Muqimyar, die als erste afghanische Frauen für ihr Land an den Start gingen. Muqimyar wurde sogar die Ehre zuteil, ihr Land als Fahnenträgerin in das Olympia-Stadion Athen zu führen.</p>
<p>Die olympischen Spiele haben in diesem Jahr zudem etwas weiteres gezeigt: Sport verbindet. Das bewies der friedliche Einlauf Nord- und Südkoreas nebeneinander und das haben auch die beiden Sportlerinnen Natalia Paderina aus Russland und Nino Salukvadza aus Georgien bewiesen. Trotz Krieges zwischen ihren Heimatländern demonstrierten beide 2008 auf dem Siegerpodest Einigkeit.</p>
<h3>Sport überwindet kulturelle und geografische Grenzen</h3>
<p>Diese Botschaft hat auch <a title="Rohulla Nikpai" href="http://www.rohullahnikpai.com" target="_blank">Rohulla Nikpai</a> verstanden. Der erste und einzige Medaillengewinner Afghanistans appelliert dabei nicht an das Überwinden geografischer Grenzen, sondern den Umgang seines eigenen Volkes miteinander. Er hoffte, dass seine Medaille &#8220;ein Zeichen des Friedens in Afghanistan&#8221; sein kann. Trotz seines noch jugendhaften Alters von 21 Jahren zeigt Rohulla, dass er das olympische Motto verinnerlicht hat: &#8220;Eine Welt, ein Traum&#8221; hieß das im letzten Jahr &#8211; und diese Geschlossenheit beginnt in jedem einzelnen Land.</p>
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		<title>Es gibt Hoffnung für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 07:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.
Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Aussage stammt von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel</strong>, die sie während ihrer Stippvisite in Afghanistan Anfang des Monats getätigt hat. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte die Kanzlerin überraschend das Feldlager Kundus im Norden des Landes.</p>
<p>Das Fazit, das Bundeskanzlerin Merkel mit diesem Satz unter ihren Besuch in dem Land am Hindukusch gezogen hatte, wird jedoch von einem großen &#8220;<strong>allerdings</strong>&#8221; begleitet. Schließlich herrschen in Afghanistan nach wie vor Unruhen, die auch während des Aufenthaltes der Kanzlerin zu stattfanden. Wichtig sei es, so die Merkel, das die Bundesregierung auch dann weiterhin mit der Regierung Afghanistans zusammenarbeiten wollte, wenn der amtierende Präsident Karsai die bevorstehende Wahl gewinnen sollte.</p>
<p>Karsai war in letzter Zeit immer mehr in Ungnade gefallen, nicht nur bei den Amerikanern. Da es jedoch darum geht, die Situation des Landes insgesamt zu verbessern, ist eine Zusammenarbeit unumgänglich.</p>
<h3>Eine Signalwirkung für Afghanistan?</h3>
<p>Eine Signalwirkung kam auch den Worten des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama beim diesjährigen NATO-Gipfel zu, der Europa aufforderte, mehr Truppen nach Afghanistan zu senden. Sicherheit in dem Land am Hindukusch ist eine, wenn auch wichtige Voraussetzung dafür, das eigentliche, höhere Ziel zu erreichen: Es geht um den wirtschaftlichen Fortschritt, und darum, dass dieser auch und gerade bei der Zivilbevölkerung ankommt.</p>
<p><strong>&#8220;Es gibt Hoffnung für Afghanistan.&#8221;</strong> Es bleibt zu wünschen, dass das Wort &#8220;Hoffnung&#8221; in absehbarer Zeit  durch andere Wörter ersetzt werden kann. Wie wäre es mit &#8220;Unabhängigkeit&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;Aufschwung&#8221;, &#8220;Fortschritt&#8221; oder  &#8220;Chancengleichheit&#8221;. Fallen Ihnen noch andere, positive Begriffe ein, die für eine bessere Zukunft in Afghanistan stehen?</p>
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		<title>Das afghanische Märchen von den Guten und den Bösen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221; &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221;</strong> &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl bekanntesten Märchenerzähler, deren Geschichten Groß und Klein, Alt und Jung auch heute noch faszinieren. Märchen gibt es allerdings nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan:</p>
<h2>Von denen, die auszogen, die Welt zu retten</h2>
<p>Es war einmal eine Welt, in der war leider nicht alles perfekt. Die Menschen führten Kriege, ohne dass sie wussten, weshalb. Es war nicht so einfach, zwischen den &#8220;Guten&#8221; und den &#8220;Bösen&#8221; zu unterscheiden und zu sagen, was richtig und was falsch war. Inmitten dieser Welt lag das kleine Land Afghanistan. Seine Bewohner waren nicht sehr reich, aber sie versuchten trotzdem ein erkleckliches Leben zu führen. Sie hatten ihr Land aber nicht für sich, sondern mussten es mit anderen Menschen teilen.</p>
<p>Diese kamen aus fernen Ländern, jenseits des Ozeans. Sie sagten, sie seien die &#8220;Guten&#8221; und müssten das Land und die Welt vor einem Teil seiner Bewohner, den &#8220;Bösen&#8221;, beschützen. Überall im Land gab es Krieg, unter dem die Bewohner von Afghanistan litten und viele von ihnen starben. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben, das ihrer Familien, Verwandten und Freunde. Doch obwohl die &#8220;Guten&#8221; der Meinung waren, dass sie diesen Krieg gewonnen hätten, blieben sie weiter im Land.</p>
<p>In Afghanistan kehrte also trotz allem keine Ruhe ein, denn den übrig gebliebenen &#8220;Bösen&#8221; gefiel das gar nicht. Sie griffen die &#8220;Guten&#8221; weiterhin an, weil sie diese nicht in ihrem Land duldeten. Dabei wollten die Bewohner des Landes eigentlich gar nichts mit diesen Streitereien zu tun haben. Sie wollten lediglich ihr eigenes bescheidenes Leben führen und sich vor nichts fürchten müssen. Doch so wie es aussieht, wird es noch lange dauern, bis zu dem Tag, an dem die Menschen in Afghanistan glücklich und zufrieden und ohne Angst bis an ihr Lebensende sein können.</p>
<h3>Das Ende der Geschichte ist in Afghanistan noch nicht abzusehen</h3>
<p>Gesammelt hat diese Märchen <a title="Afghanische Märchen" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_self">der afghanische Dolmetscher Dr. Mir Hafizuddin Sadri</a> &#8211; und damit einen wichtigen Beitrag für die Kultur seines Landes geleistet. Denn damit zwischen all dem Krieg und Leid das Schöne und Fabelhafte nicht verloren geht, werden Märchen seit Generationen zusammengetragen und weiter gegeben. Ohne den sorgfältigen Umgang mit Sagen und Volksmärchen wären auch die Märchensammler Grimm nicht so berühmt geworden. </p>
<p>Es ist die Lehre, die die Märchen so besonders macht und die uns im Gedächtnis haften bleibt. Sie mahnt uns an, nicht aus niederen Beweggründen wie Neid, Hass und Gier zu handeln. Und es ist hoffentlich auch die Lehre, die die Verantwortlichen für Afghanistans Leiden und das seiner Bewohner verfolgt. Denn auch wenn die Geschichte des Landes eines Tages gut ausgeht, vergessen werden wird sie dennoch nicht.</p>
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		<title>Das erste Museum in Afghanistan im Jahre 1919</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe.
Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem armen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es begann im Jahre 1910 in Baghram, 60 Kilometer nördlich von Kabul entfernt</strong>, als ein Bauer seinen Acker pflügte und der Ochse (nein, nicht der Bauer) schließlich im Boden einbrach. Die Entdeckung: In einer Höhle befanden sich brahmanische Skulpturen und buddhistische Köpfe.</p>
<p>Was ein Archäologe in Afghanistan als Aufsehen erregenden Fund erkannt hätte, jagte dem armen Bauern jedoch einen gehörigen Schrecken ein. Die schnell versammelten Landwirte aus der Umgebung machten sich alsbald auch daran, das &#8220;Hexenwerk&#8221; zu zerstören. Unzählige Schädel wurden somit mit Äxten und Pickeln zerstört.</p>
<h2>Zerstörung und Plünderung in Afghanistan</h2>
<p>Doch ein Teil der Skulpturen blieb erhalten. In den nächsten Jahren folgten Ausgrabungen in weiteren Dörfern in der Umgebung von Baghram. 1919 schließlich wurde das erste Museum in Afghanistan in Kabul eröffnet, das die Funde im Schloss Baghe Bala zur Schau stellte. Zu sehen waren neben brahmanische Skulpturen unter anderem auch Schriftstücke, Waffen und nicht zuletzt Schmuck. Das Museum hatte damals die größte Münzsammlung der Welt &#8211; über 40.000 Münzen konnten damals in Afghanistan besichtigt werden &#8211; eine unglaubliche Schatzkammer.</p>
<p>Doch im Mai 1993 kam es durch die Mudjahedin-Führer Hekmatyar  und Sayyaf zu einem Raketenbeschuss in Kabul. Teile des Museums wurden auf diese Weise zerstört. In der Folge fanden Plünderungen statt &#8212; noch heute können Stücke aus dem damaligen Bestand des Museums, wie etwa alte Shiwa-Köpfe, in Afghanistan gekauft werden.</p>
<p>Immerhin waren die Museumsstücke für viele Jahre für die Menschen in Afghanistan eine wahre Goldgrube &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das erste Museum in Afghanistan fiel leider den Raketen und Plünderungen zum Opfer. Für die Kultur des Landes am Hindukusch ist dies natürlich bis heute ein herber Verlust.</p>
<p><em>Nachzulesen in &#8220;</em><a title="Die Geschichte Afghanistans" href="http://books.google.de/books?id=jdDPuiWQYeEC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=%22br+hmten+Afghanen%22&amp;source=gbs_summary_s&amp;cad=0" target="_blank"><em>Die Geschichte Afghanistans</em></a><em>&#8221; (Habibo Brechna)</em></p>
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		<title>Mehr positive Meldungen über Afghanistan, bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.
Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellen Sie sich vor:</strong> Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.</p>
<p>Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser &#8220;Team&#8221;, d.h. die Soldaten der Bundeswehr, <a title="Bundeswehr aufgestockt" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1779" target="_self">das jüngst wieder um 600 Mann aufgestockt wurde</a>, hat offenbar nichts Positives zu vermelden. Würden wir in den Medien nicht immer wieder deutsche oder US-Soldaten erblicken, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass in Wahrheit gar niemand vor Ort ist.</p>
<p>Sicherlich würde man den Soldaten, die in ihren Einsatzgebieten Ihr Leben riskieren, damit Unrecht tun. Gefragt ist also die Politik, die uns schlichtweg im Unklaren über den Erfolg der in Afghanistan durchgeführten Operationen lässt.</p>
<h3>Die Bundesregierung schweigt sich zu Afghanistan nach wie vor aus</h3>
<p>Was allerdings verwundert &#8211; schließlich scheint die Strategie doch aufzugehen: Oder warum werden die Bemühungen, weitere Truppen nach Afghanistan zu senden, nun wieder forciert? Die Bundesregierung um Angela Merkel hüllt sich zu diesem Thema in Schweigen &#8211; die Frage ist nur, was uns diese mangelnde Redseligkeit verrät: Hat die Bundesregierung schlicht keinen &#8220;brauchbaren&#8221; Plan für den Wiederaufbau und die Sicherung in Afghanistan oder möchte sie in ihren zielgerichteten, und damit langfristigen Bemühungen keine (kurzfristige) Kritik aufkommen lassen?  </p>
<p>Kurios ist zudem: Erfolgsmeldungen der Taliban bekommen wir förmlich auf einem Silbertablett serviert. Die PR &#8220;in diese Falsche Richtung&#8221; funktioniert also prächtig; schließlich verschaffen wir den Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen (und das schon über so viele Jahre hinweg).</p>
<p>Fakt ist, dass die ewigen, negativen Schlagzeilen häufig nur noch beiläufig wahrgenommen werden. Viele Bundesbürger haben einfach den Eindruck gewonnen, dass sich Afghanistan in einer Endlosschleife befindet. Warum also nicht einfach mal eine Positiv-Schlagzeile? <strong>Dass es diese Meldungen gibt, ist unstreitig &#8211; seit rund einem Jahre berichten wir schließlich über &#8220;das andere, positive Afghanistan&#8221;.</strong></p>
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		<title>Wenn Pressefreiheit ein Fremdwort bleibt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: </strong>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes Leben riskieren. Für sie ist es fast unmöglich, frei und unabhängig zu berichten.</p>
<h2>Rangliste zur Pressefreiheit: Afghanistan am Ende des Feldes</h2>
<p>Auch Afghanistan reiht sich in Liste jener Länder ein, in denen die Arbeit von Journalisten im Allgemeinen und von Frauen im Speziellen erschwert wird. In der 2008 von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; veröffentlichten <a title="Rangliste der Pressefreiheit 2008" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2008.html" target="_self">Rangliste zur Pressefreiheit belegt Afghanistan einen der hinteren Plätze</a>. Gerade in der westlichen Provinz Herat gab es vermehrt Übergriffe auf Journalistinnen. Taliban, Warlords und lokale Politiker wollten die Frauen dazu zwingen, ihre Arbeit aufzugeben.</p>
<p>Für viele von ihnen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeit; sie legen ihre Arbeit aus Angst um das eigene Leben nieder oder zensieren sich selbst. Andere, wie die pakistanische Journalistin Meera Jamal, flüchten nach Deutschland. Sie erhielt mehrfach Morddrohungen, nachdem sie über Themen wie das Recht der Frau auf Scheidung oder staatliche Hilfe bei Vergewaltigung berichtet hatte. Wie ihr erging es zahlreichen anderen Frauen, die über Tabuthemen berichten. Vor allem Beiträge über Frauenrechte oder religiösen Fundamentalismus <a title="Reporter ohne Grenzen Kampagnen" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagnen-aktionen/internationaler-frauentag-2009.html" target="_self">werden mit Drohungen und Verfolgung bedacht</a>.<strong> </strong></p>
<h3>Frauen geben aus Angst um ihr Leben die Arbeit auf oder fügen sich der Zensur</h3>
<p>Das traurige Barometer von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; wächst auch 2009 weiter: bisher führt es zwölf getötete und 145 inhaftierte Journalisten auf. Auch Shahnaz Gholami aus dem Iran verbrachte aufgrund ihrer Artikel bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Sie lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und engagiert sich bei der &#8220;Vereinigung der Journalistinnen&#8221; (ARZ). Für ihre Kampagne &#8220;Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit&#8221; wurde sie mit dem &#8220;Prix Simone de Beauvoir pour la Liberté des Femmes 2009&#8243; ausgezeichnet. Trotzdem müssen Frauen, die sich der Kampagne anschließen, und tausende Journalistinnen jeden Tag um ihre Sicherheit und um ihr Leben bangen.</p>
<p><strong>Wie froh wir doch sein können, in Deutschland im Zeichen der Presse- und Meinungsfreiheit auch zu schwierigen Themen Stellung beziehen zu können. In diesen Situationen wird einem dieses Vorrecht wieder neu bewusst.</strong></p>
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		<title>Löwe Marjan: Spiegelbild afghanischer Hoffnung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg. Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marjan war einer von 19. Außer ihm überlebten nur ein Bär, einige Vögel und Hasen den Krieg.</strong> Er war das Symbol für Hoffnung und Frieden in Afghanistan, hatte die Invasion der Sowjetunion, den Bürgerkrieg, die Taliban und zahlreiche US-Bombenangriffe überstanden. Marjan hatte seine eigenen Kriegsverletzungen davon getragen und genauso gelitten, wie das afghanische Volk. Im Januar 2002 <a title="Löwe Marjan stirbt 2002" href="http://www.tigerfreund.de/2/zoo_und_krieg/zoo_und_krieg.htm#Tiere%20im%20Zoo" target="_blank">starb der tapfere Löwe</a> im Kabuler Zoo an Nierenversagen.</p>
<h3>In Kabul spielte sich die Geschichte Afghanistans auf eine besondere Weise ab</h3>
<p>Marjans Lebensgeschichte ist lang und begann in Deutschland. 1976 wurde er im Zoo in Köln geboren und zwei Jahre später als Geschenk nach Kabul gebracht. Dort lebte er mit seiner Partnerin Chucha. 1993 kletterte ein Taliban-Krieger in Marjans Gehege, um seinen Mut zu beweisen. Der Mann verließ das Gehege nicht mehr lebend. Einen Tag später kam sein Bruder und schmiss aus Rache eine Granate auf den Löwen. Marjan überlebte den Anschlag schwer verletzt. Er verlor sein linkes Auge, seine Zähne und wurde taub. Trotzdem lebte er weiter und wurde damit zum <a title="Marjan als Symbol für Leben in Afghanistan" href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/1785005.stm" target="_blank">Symbol für den Überlebenswillen der afghanischen Bevölkerung</a>.</p>
<p>Obwohl Marjans Schicksal tragisch ist &#8211; die meisten anderen Zootiere überlebten das Regime der Taliban nicht. Viele wurden Opfer von Bombenanschlägen oder zur Zielscheibe ihrer Schießübungen. Hathi, der letzte Elefant, wurde bei einem Raketenangriff getötet. Als die US-Truppen in Afghanistan einmarschierten, kamen mit ihnen Hilfsorganisationen, die sich um die wenigen noch übrig gebliebenen Zootiere kümmerten. Unter ihnen auch die WSPA, die <em>World Society for the Protection of Animals</em>, welche sich in seinen letzten Jahren um den Löwen kümmerte.</p>
<h3>Durchhaltevermögen und der Wille zu Leben kennzeichneten nicht nur Marjan</h3>
<p>Sein Tod war für viele Afghanen ein Schock. &#8212; Schockierend war und ist allerdings auch der Zustand das Kabuler Zoos. Zwar konnte der durch den Bürgerkrieg fast auf Null dezimierte Tierbestand wieder auf 222 Tiere aufgestockt werden, diese leben jedoch größtenteils unter unwürdigen Bedingungen. So streiten sich sechs Wölfe im gerade einmal fünf Quadratmeter großen Gehege um die karge Mahlzeit. Im Winter 2007, als eine Kältewelle Afghanistan erfasste, war die Not groß. Heizungen und Elektrizität gab es nur für wenige Gehege, die anderen musste bei nächtlichen Temperaturen von bis zu -17 Grad <a title="Kälte im Zoo Kabul" href="http://www.focus.de/panorama/welt/tiere_aid_122624.html" target="_blank">provisorisch mit Plastikplanen geschützt werden</a>.</p>
<h3>Schicksal des Löwen Marjan brachte Afghanistan die Anteilnahme vieler Länder ein</h3>
<p>Auch wenn es um den Zoo in Kabul nicht gut steht, gibt es doch noch Hoffnungsschimmer. Mittlerweile bewohnt wieder ein Löwenpärchen das große Raubkatzengehege. Zhuangzhuang und Canny sind ein Geschenk der chinesischen Regierung als &#8220;Zeichen der Freundschaft&#8221;. Eine Reaktion auf Marjans Tod, der nicht nur <a title="Marjans Tod bewegt die Menschen" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,188173,00.html" target="_blank">die Menschen in Afghanistan bewegte</a>, sondern weltweit.</p>
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		<title>Bildung in Afghanistan &#8211; Stand der Dinge?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 07:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hilfe zur Selbsthilfe &#8211; dieses Konzept stellt auch in Afghanistan die Weichen für die Zukunft. Ein wichtiger Eckpfeiler ist natürlich die Bildung: Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in dem Land am Hindukusch langfristig vorangetrieben wird. Wie aber sieht es in Afghanistan heute, im Jahre 2009, aus? Nach unzähligen Berichten und Bildern aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hilfe zur Selbsthilfe &#8211; dieses Konzept stellt auch <strong>in Afghanistan</strong> die Weichen für die Zukunft. Ein wichtiger Eckpfeiler ist natürlich die <strong>Bildung</strong>: Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in dem Land am Hindukusch langfristig vorangetrieben wird. Wie aber sieht es in Afghanistan heute, im Jahre 2009, aus? Nach unzähligen Berichten und Bildern aus Afghanistan kommen endlich diejenigen zu Wort, die es am besten wissen müssten &#8211; die dort lebenden Menschen.</p>
<p>Insgesamt wurden <strong>in der <a title="Studie zur Lebensqualität in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/" target="_self">Studie der ARD, ABC und BBC</a></strong>, die <strong>direkt in Afghanistan</strong> durchgeführt wurde, 1534 Menschen befragt. <a title="Ergebnisse der ARD-Umfrage zu Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/static/pdf/Afghanistan_2009.pdf" target="_blank">Die Antworten überraschten zum Teil</a>, zum Teil deckten sie sich natürlich auch mit den Erwartungen.</p>
<h3>Die Bildung in Afghanistan hat sich verbessert</h3>
<p>In punkto Bildung waren sich immerhin <strong>77 Prozent der Befragten aus Afghanistan</strong> einig, dass die lokalen Schulen sehr gut bis gut einzuschätzen sind. Ein Ergebnis, dass durchaus Mut für die Zukunft macht.</p>
<p>Interessant ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass es sich um keine repräsentative Studie handelt; dies bedeutet, dass <strong>Afghanen</strong> in allen 34 Provinzen befragt wurden. Dies involviert notwendig auch kleinere Orte &#8211; schließlich existieren <strong>neben Kabul und Herat</strong> kaum größere Städte, als vielmehr „Mini-Städte&#8221; und kleinere Dörfer.</p>
<p>Es stellt sich natürlich die Frage, inwieweit diese Einschätzung <strong>der Menschen in Afghanistan</strong> auch tatsächlich zutrifft, d.h. objektivierbar ist. So ist zu erwarten, dass die Bildung in dem Land internationalen Standards nicht zu genügen vermag. <strong>Doch ein Trend, der in Afghanistan in die richtige Richtung weist, lässt sich aus diesem Ergebnis sicherlich abzeichnen.</strong></p>
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		<title>ARD-Umfrage zur Lebensqualität in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir allen sind uns wohl darüber im Klaren, dass die Lebensqualität in Afghanistan bei weitem nicht den an deutsche Maßstäbe heranreicht. Dennoch zeichnen die Medien ein recht einseitiges Bild, in dem Elend und Verderben zu sehen sind. Was aber ist dran, an der Berichterstattung, die uns permanent von einem zerrütteten, kriegsgebeutelten Land am Hindukusch erzählt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir allen sind uns wohl darüber im Klaren, dass die <strong>Lebensqualität in Afghanistan</strong> bei weitem nicht den an deutsche Maßstäbe heranreicht. Dennoch zeichnen die Medien ein recht einseitiges Bild, in dem Elend und Verderben zu sehen sind. Was aber ist dran, an der Berichterstattung, die uns permanent von einem zerrütteten, kriegsgebeutelten Land am Hindukusch erzählt?</p>
<p>Grund genug für die <strong>ARD, zusammen mit der der ABC und BBC</strong> eine <a title="Umfrage in Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan772.html" target="_blank">landesweite <strong>Umfrage in Afghanistan</strong></a> zu starten: Wenig verwunderlich ist hier sicherlich, dass viele der dort lebenden Menschen immer stärker am zweifeln sind, ob die Entwicklung des Landes in die richtige Richtung geht; schließlich ging nach dem Krieg zunächst ein <strong>Ruck durch Afghanistan</strong>. Die Tatsache, dass Jahre später immer noch so vieles im Argen liegt, führt verständlicherweise zu neuer Frustration.</p>
<h3>Wie ist es um die Lebensqualität in Afghanistan wirklich bestellt?</h3>
<p>Und tatsächlich: Auf den ersten Blick gibt es immer noch viele Missstände: Eine hohe Arbeitslosigkeit, die damit verbundene Armut sowie hygienische Mängel zeigen, dass <strong>Afghanistan</strong> nach wie vor auf Hilfe angewiesen ist. Dabei ist sicher, dass die Menschen sich langfristig selber versorgen können müssen. „Hilfe zu Selbsthilfe&#8221; ist das große Motto, das über einer jeden Aktion für die Menschen in Afghanistan schweben muss.</p>
<p>Landesweit sehen die <strong>Menschen in Afghanistan</strong> die größten Probleme in der fehlenden Sicherheit des Landes und in der Armut bzw. der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt. Offensichtlich ist es in <strong>dem Land am Hindukusch</strong> an der Zeit, ein neues Zeichen zu setzen, das den Menschen in Afghanistan Mut macht.</p>
<p>Denn wie die <strong>Umfrage der ARD, ABC und BBC</strong> zeigt, sind die Menschen dort mit den Entwicklung in ihrem Land nicht so recht glücklich &#8211; und das zu Recht. Afghanistan: Ein Land, das trotz positiver Meldungen nach wie vor auf Unterstützung angewiesen ist.</p>
<p><em>In weiteren Artikeln werden wir auf Teilaspekte der ARD-Umfrage noch konkreter eingehen.</em></p>
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		<title>Wahlen in Afghanistan im Herbst 2009</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit - ein neuer Präsident wird gewählt. Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit &#8211; ein neuer Präsident wird gewählt.</strong> Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?</p>
<h3>Wahlen in Afghanistan. Was bedeutet dies für das Land am Hindukusch?</h3>
<p>Afghanistan, das Land am Hindukusch, zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die von der Antike bis zu Neuzeit reicht. Dieses großartige Erbe rückt in den Medien jedoch angesichts der politischen und militärischen Ereignisse der vergangenen 30 Jahren stark in den Hintergrund.</p>
<p><strong>Seit 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik </strong>- seitdem ist Hamid Karzai Präsident; 2009 geht seine Amtszeit von fünf Jahren zu Ende. In dieser Zeit setzte sich der 1957 in Karz, Afghanistan geborene Präsident dafür ein, dass Taliban-Regime zu stürzen und um eine neue Regierung aufzubauen. Im April 2008 überlebte er einen Anschlag unverletzt.</p>
<h3>Präsidentschaftswahlen 2009 &#8211; neue Chance für Afghanistan?</h3>
<p>Die Chancen und Perspektiven haben sich für Afghanistan in den letzten Jahren verbessert &#8211; auch wenn Kritiker in Karzai einen Spielball der Amerikaner sehen. Auch zahlreiche Hilfsorganisationen (darunter auch <a title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a>) setzen sich dafür ein, den Menschen in Afghanistan in Zukunft ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, das ihnen abseits aller politischen Querelen Sicherheit und einen angemesseneren Lebensstandard sichert.</p>
<p><strong>Aber welche Eigenschaften muss ein Präsident in Afghanistan besitzen? </strong>Sicherlich muss er sich in erster Linie für die Belange der Menschen in Afghanistan einsetzen; gleichzeitig muss er offen nach außen hin sein und internationale Politik betreiben. Es wird also vermutlich zu den Herausforderungen des neuen Präsidenten von Afghanistan gehören, im positiven Sinne zwischen den Menschen seines Landes und den übrigen Nationen (Deutschland, den USA etc.) zu vermitteln.</p>
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		<title>Afghanistan und seine Nachbarn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.map-generator.net/extmap.php?name=Afghanistan&amp;address=Afghanistan&amp;width=605&amp;height=400&amp;maptype=hybrid&amp;zoom=5&amp;hl=de&amp;t=1233503047" width="605" height="400" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0" scrolling="no"></iframe> </p>
<p><strong>Eine gute Nachbarschaft kann äußert wichtig sein. </strong>Was wir im Kleinen dadurch kennen, dass wir uns von unseren Nachbarn mal etwas ausleihen oder um Rat und Tat gebeten werden, findet auch auf dem internationalen Parkett statt. <strong>Wie aber sieht es in der Nachbarschaft um Afghanistan aus? </strong></p>
<h3>Die sechs Nachbarländer von Afghanistan</h3>
<p>Afghanistan hat sechs Nachbarländern. Neben dem Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan grenzt auch China an das Land am Hindukusch. Letzteres zählt nicht nur zu den größten Ländern der Erde, sondern auch zu den wirtschaftsstärksten in der Region. Für China ist das Land am Hindukusch ein wichtiges Nachbarland, da die Volksrepublik an einer Stabilität <strong>an den Grenzen zu Afghanistan</strong> interessiert ist. Daher ist China auch an dem  dortigen Wiederaufbau beteiligt und unterhält eine Botschaft in Kabul.</p>
<p>Die Beziehungen zu Pakistan und dem Iran weisen eine lange Geschichte auf, die leider von einem über hundert Jahre währenden Konflikt durchzogen ist. Inhalt der Streitigkeiten ist der Abfluss des 1.125 Kilometer langen Hilmend, dem längst Fluss in Afghanistan.</p>
<p>Am 6. Januar 2009 hat der <strong>Präsident von Afghanistan, Hamid Karsai</strong>, von einer neuen Beziehung zu Pakistan gesprochen, die in dem Kampf gegen den Terrorismus bestehen soll. Diese Wendung ist keineswegs selbstverständlich, schließlich ist die <strong>Afghanistan-Pakistan-Beziehung</strong> doch von einer langen Geschichte geprägt, die deutlich problembehaftet ist.</p>
<p><strong>Dennoch wird sich  die Situation in Afghanistan wohl auch 2009 noch nicht entspannen; die Hilfe in dem Land am Hindukusch muss als weiter gehen. Große Hoffnung setzen viele sicherlich in Barack Obama, der in diesen Tagen seine Arbeit als Präsident der vereinigten Staaten von Amerika aufnimmt. Doch auch von ihm sind keine Wunder zu erwarten &#8211; aber eine vielleicht eine weitere Chance für die Menschen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Ein frohes neues Jahr – auch in Afghanistan?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 17:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstverständlich wünschen wir den Menschen in Afghanistan alles Gutes für das Jahr 2009 – auch wenn es dort streng genommen, zumindest nach dem Bahai-Kalender, noch gar nicht begonnen hat. Neben den Kurden, und Ländern wie Usbekistan, Kirgisistan oder Turkmenistan feiert das auch das Land am Hindukusch den Jahreswechsel erst am 21. März. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstverständlich wünschen wir den Menschen in Afghanistan alles Gutes für das Jahr 2009 – auch wenn es dort streng genommen, zumindest nach dem Bahai-Kalender, noch gar nicht begonnen hat. Neben den Kurden, und Ländern wie Usbekistan, Kirgisistan oder Turkmenistan feiert das auch das Land am Hindukusch den Jahreswechsel erst am 21. März.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-374" title="Frohes neues Jahr - auch in Afghanistan?" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/frohes-neues-jahr-in-afghanistan.jpg" alt="Frohes neues Jahr - auch in Afghanistan?" width="605" height="200" /></p>
<h2>Kalendersysteme in Afghanistan</h2>
<p>Dass wir nicht alle gleichzeitig in das neue Jahr starten, ist allgemein bekannt; in China beträgt die Zeitverschiebung beispielsweise sieben Stunden. In Afghanistan würde das neue Jahr etwa ein Stunde später beginnen, wenn das Jahr dem Kalendersystem unterliegen würde, wie es beispielsweise auch in Deutschland gilt.</p>
<p>Während bei uns, ebenso wie in den meisten Teilen der Welt, der gregorianische Kalander gilt, folgt Afghanistan dem Bahai-Kalender; hierbei handelt es sich um einen Sonnenkalender, der  &#8211; anstelle von 12 Monaten – in 19 Monate eingeteilt ist. Feiertage werden in Afghanistan nach dem Dschalāli-Kalender gefeiert, auch iranischer Kalender genannt,  während der Vielvölkerstaat an der Schnittstelle von Zentralasien und Südasien bei religiösen Feierlichkeiten nach dem islamischen Mondkalender geht.</p>
<h3>Ein Feuerwerk in Afghanistan?</h3>
<p>Wie aber feiern die Menschen in Afghanistan den Umbruch eines Jahres? Traditionell wird das islamische Neujahr  mit einem Fest gewürdigt, dass jedoch – anders als etwa in Deutschland – nicht mit einem Feuerwerk beginnt. Die Geschäfte bleiben an diesem Festtag weitgehend geschlossen, die Stimmung ist auch auf den Straßen zu spüren, und kann sich dort schon mal in einem ambitionierten Hup-Konzert entladen.</p>
<p>In diesem Sinne feiert Afghanistan den Jahreswechsel durchaus ähnlich, vielleicht mit etwas mehr Besonnenheit. Ein wesentlicher Unterschied besteht sicherlich in dem Zeitpunkt, der laut Bahai-Kalender auf den 21. März fällt. <strong>Dennoch wünscht ADRA den Menschen sowohl in Deutschland, als auch in Afghanistan ein frohes neues Jahr &#8212; auch wenn dies, wenigstens zum Teil, noch etwas verfrüht sein mag</strong>.</p>
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		<title>Globalisierung – Chancen in der Entwicklung von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Chancen]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schlagwort der Globalisierung wird zumeist in einen Zusammenhang mit der Öffnung der Weltmärkte und einem globalen Nord-Südgefälle zwischen den reichen Industrienationen und den armen Regionen dieser Erde verbunden. Letztlich ist diese weltumspannende Vernetzung jedoch ein Prozess, der sich insbesondere auf die Kommunikation von Völkern, Kulturen und der Wirtschaft bezieht. Für Afghanistan bietet die Globalisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Schlagwort der Globalisierung</strong> wird zumeist in einen Zusammenhang mit der Öffnung der Weltmärkte und einem globalen Nord-Südgefälle zwischen den reichen Industrienationen und den armen Regionen dieser Erde verbunden. Letztlich ist diese weltumspannende Vernetzung jedoch ein Prozess, der sich insbesondere auf die Kommunikation von Völkern, Kulturen und der Wirtschaft bezieht. <strong>Für Afghanistan bietet die Globalisierung</strong> – trotz  der vorhandenen Schwierigkeiten, die Chance, zu einem fest integrierten Bestandteil der Weltgesellschaft zu werden.</p>
<h2>Afghanistan in den Medien</h2>
<p>In den Medien wird zumeist ein äußert einseitiges, unvollständiges Bild von Afghanistan, dem Land am Hindukusch, skizziert. Krieg, Unterdrückung, Elend und Armut – das alles sind sicher Aspekte, die dem Vielvölkerstaat zugeschrieben werden müssen. Tradition, Gastfreundlichkeit, kulturelle Vielfalt, und nicht zuletzt positive Entwicklungen zeugen jedoch davon, dass Afghanistan auch ein strahlendes, lächelndes Gesicht hat.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/afghanistan_globalisierung_chancen.jpg" alt="Die Globalisierung bietet Afghanistan viele Chancen" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der junge Mann hat gut Lachen: Die Globalisierung bietet Afghanistan viele Chancen</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Dafür, dass die Globalisierung eine weitere positive Entwicklung in Afghanistan durchaus auch begünstigen kann, gibt es einige Gründe: So hat sich der Lebensstandard in einigen ärmeren Ländern aufgrund der weltweiten Vernetzung erhöht. Ihren Einfluss, dem die so genannten Binnenstaaten und Entwicklungsländer auf die Industrienationen geltend machen, zeigte sich beispielsweise im Jahre 2003 während der Verhandlungen auf dem WTO-Gipfel im mexikanischen Cancún – wie beispielsweise bei dem Streit um die Importzölle zu beobachten war.</p>
<h3>Weltweiter Austausch mit Afghanistan</h3>
<p>In politischer wie kultureller Hinsicht steht eine, durch die <strong>Globalisierung</strong> bedingte Öffnung für einen erleichterten Austausch von wirtschaftlichen, kulturellen und geistigen Gütern. Die Vielzahl an Internetseiten beispielsweise, die aus Afghanistan sowohl in der offiziellen Landessprache Paschtu als auch in Englisch berichten, schaffen eine höhere Transparenz für die Menschen in und außerhalb des Landes am Hindukusch.</p>
<p>Diese Entwicklung, über die andere, positive Seite von Afghanistan zu erzählen, schlägt sich letztlich weltweit in Form von Büchern, Zeitschriftenartikeln und Internetseiten wie dem <a title="Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de">Afghanistan-Magazin</a> der <a title="Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">Hilfsorganisation ADRA</a> nieder. <strong>Die Globalisierung hat somit auch ein Bewusstsein für die Interdependenz geschaffen; dieses Wissen von der gegenseitigen Abhängigkeit führt zu einem verstärkten Austausch untereinander und kann die Verhandlungen in Afghanistan Verhandlungen positiv beeinflussen.</strong></p>
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		<title>Herat, Afghanistan: Das Reisebüro lässt bitten</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 05:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herat]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Würdevolle, Hochgeistige von Herat verleiht dieser etwas abseits liegenden Stadt ein ganz anderes Gepräge als dem übrigen Afghanistan.&#8221; So blumig beschreibt das afghanische Reisebüro &#8220;Great Game Travel&#8221;, was etwa &#8220;Großes Abenteuer Reisen&#8221; bedeutet, die Millionenmetropole Herat. Wenn es Geld zu verdienen gibt, gerät die Werbung auch in Afghanistan ins Schwärmen.
Im Hochglanzprospekt, das mir an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das Würdevolle, Hochgeistige von Herat verleiht dieser etwas abseits liegenden Stadt ein ganz anderes Gepräge als dem übrigen Afghanistan.&#8221;</strong> So blumig beschreibt das afghanische Reisebüro &#8220;Great Game Travel&#8221;, was etwa &#8220;Großes Abenteuer Reisen&#8221; bedeutet, die Millionenmetropole Herat. Wenn es Geld zu verdienen gibt, gerät die Werbung auch in Afghanistan ins Schwärmen.</p>
<p>Im Hochglanzprospekt, das mir an Bord einer Maschine der Ariana Afghan Airlines in die Hände fällt, lese ich weiter: &#8220;Berühmt für die Dichter und Musiker, sind die Heratis auch besonders stolz darauf, dass sie ein gepflegtes und schönes Persisch sprechen. Von der Zitadelle Alexander des Großen hoch über der Stadt bis zu den Moscheen und Minaretten eines Tamerlan werden Besucher von den mittelalterlichen Denkmälern bezaubert sein, die über ganz Herat verstreut sind. Von Bäumen gesäumte Boulevards und großzügige Parks vollenden den Charme dieser Oase am Rande der Wüste.&#8221;</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/herat_afghanistan_da-reisebuero-laesst-bitten_01.jpg" alt="Das Reisebüro lässt bitten: Die Stadt Herat in Afghanistan gilt es zu entdecken." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Das Reisebüro lässt bitten: Die Stadt Herat in Afghanistan gilt es zu entdecken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Dass in der erzkonservativen Provinz Herat auch ohne Taliban besonders viele junge Frauen versuchen, Selbstmord zu begehen, weil ihre Familien sie wie Sklavinnen halten, passt nicht in dieses Bild und wird natürlich auch nicht erwähnt. Es spricht für den unternehmerischen Wagemut der Afghanen, dass sie ihr Land wieder für den Tourismus erschließen wollen, obwohl Ausländer in manchen Provinzen äußerst gefährdet sind. Der Süden und der Südosten Afghanistans werden in den Reiseprogrammen ausgespart. Alle Touren beginnen und enden am Flughafen von Kabul, wo es von Militär und Sicherheitsleuten wimmelt.</p>
<p>Das Reiseprospekt garantiert auf der Zehntagetour für 1995 US-Dollar ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit. Wer bisher nur in Ägypten oder in der Karibik unterwegs war, muss sich hier auf Ungewöhnliches einstellen. &#8220;Unsere Mitarbeiter sind mit den Nuancen afghanischer Kultur vertraut&#8221;, heißt es. &#8220;Sie wissen, was man tun muss, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden.&#8221;</p>
<p><strong>Um in Afghanistan sicher zu reisen, muss man stets die neuesten Informationen über die Lage vor Ort haben, um dann schnell reagieren zu können.</strong> Die Reiseführer sind mit Funkgeräten, Mobil- und Satellitentelefonen ausgestattet und lassen sich vor Reisebeginn bestätigen, eine Route &#8220;im letzten Augenblick&#8221; aufgrund der jeweiligen Situation und zur Sicherheit der Reisenden ändern zu können.</p>
<p><strong><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
<p></strong></p>
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		<title>Der Afghane – ein Hund aus Afghanistan?</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 05:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghane]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>
		<category><![CDATA[Zucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Tatsächlich soll der Afghanische Windhund ursprünglich aus dem Hochland Hinduschku in Afghanistan stammen. Die Nomaden Afghanistans züchteten bereits ca. 4000 v. Christus eine Hunderasse, die als Vorfahren der Afghanischen Windhunde gilt. Diese wiesen allerdings eine Ähnlichkeit, speziell bei der Kopfform, zum Persischen Windhund auf. Die ursprüngliche Herkunft des Afghanischen Windhundes ist also doch nicht genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tatsächlich soll der Afghanische Windhund ursprünglich aus dem Hochland Hinduschku in Afghanistan stammen. </strong>Die Nomaden Afghanistans züchteten bereits ca. 4000 v. Christus eine Hunderasse, die als Vorfahren der Afghanischen Windhunde gilt. Diese wiesen allerdings eine Ähnlichkeit, speziell bei der Kopfform, zum Persischen Windhund auf. Die ursprüngliche Herkunft des Afghanischen Windhundes ist also doch nicht genau nachvollziehbar. Fakt ist jedoch, dass die Hunde in Afghanistan einst sehr geschätzt wurden und sogar als Kostbarkeit galten, da sie meist als Jagdhund eingesetzt wurden und damit das Überleben ihrer Besitzer sicherten.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/09/afghane_windhund-afghanistan.jpg" alt="Der Afghane ist ein Windhund, der tatsächlich aus Afghanistan stammt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Afghane ist ein Windhund, der tatsächlich aus Afghanistan stammt.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/pedrosimoes7/416579107/" title="Der Afghane ist ein Windhund, der tatsächlich aus Afghanistan stammt">Flickr</a> (CC)</span></div></p>
<p>Britische Soldaten, die im Krieg in Afghanistan kämpften, schmuggelten die ersten Hunde dieser Rasse nach Europa. Hier musste der Status des Jagdhundes immer mehr dem eines Ausstellungstiers weichen. Das Haarkleid wurde für Ausstellungen immer länger und dichter und sie waren somit auch für die Rennbahn nicht mehr tauglich.</p>
<p>Mittlerweile haben sich jedoch zwei ganz unterschiedliche Arten des Windhundes entwickelt. Zum einen der Rennafghane, dessen Fell deutlich kürzer ist und zum anderen der Showafghane mit langem und üppigem Fell, sodass für jeden Liebhaber dieser Hunderasse das richtige Tier dabei ist.</p>
<p>In einigen Punkten sind sich die beiden Arten aber dennoch sehr ähnlich. Mit ihrem Erscheinungsbild soll Stolz, Würde und Eleganz ausgestrahlt werden, aber auch die Kraft und Schnelligkeit ist bei beiden noch gut erkennbar. Wenn sie auch im Haus eher sanft und unauffällig sind, kann sich draußen ihre Jagdleidenschaft noch durchsetzten. Sie sind sehr kinderlieb und sensibel und können sich Fremden gegenüber daher auch schon mal misstrauisch zeigen.</p>
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