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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Fußball</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Frauenfußball aus Afghanistan schreibt in Pakistan Geschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 07:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird.
Bis vor einigen Jahren, zu Zeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder</strong> – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird.</p>
<p>Bis vor einigen Jahren, zu Zeiten des Taliban-Regime, war der Frauenfußball in Afghanistan tatsächlich noch verboten – obwohl der afghanische Fußball eine lange Tradition hat.  Diese langjährige Geschichte, die bis auf die 1930er Jahre zurückreicht,  wurde von den Frauen jüngst mit einem Paukenschlag fortgeführt.</p>
<h2>Unerwartete Finalteilnahme der Fußball-Damen aus Afghanistan</h2>
<p>Als die Frauenmannschaft aus Afghanistan vom 16. Bis 24. August im Nachbarland Pakistan an der dritten nationalen Fußballmeisterschaft der Damen teilnahm, hätte vermutlich niemand auf Anhieb an eine Finalteilnahme geglaubt. Austragungsort war das Jinnah Stadium, einem der ältesten Stadien in Pakistan, das Platz für bis zu 20.000 Zuschauer bietet. Hier sahen die Anhänger des Frauenfußballs ein bewegtes Spiel, das letztlich jedoch bereits in der 21. Minute entschieden wurde.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/frauen_fussball_afghanistan.jpg" alt="Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Zu den 16 Teams zählten, neben der Mannschaft aus Afghanistan,  unter anderem die Teams aus der Hauptstadt Islamabad, der Region Balochistan im Ost-Iran und Vorderindien sowie zwei Mannschaften aus Lahore, der zweitgrößten Stadt in Pakistan. Der Lahore’s Sports Sciences Club war es, der letztlich das Turnier in Pakistan für sich entscheiden konnte.</p>
<h3>Ein Sieg für die Frauen in Afghanistan</h3>
<p>Viel entscheidender, als der Endstand des Finalspiels in der pakistanischen Stadt Sialkot, nahe der Grenze zu Indien, war jedoch die Tatsache, dass die 18 Spielerinnen mit der Finalteilnahme vor allem den <strong>Frauen in Afghanistan</strong> einen Dienst erwiesen haben  – und so war es insbesondere ein großer Schritt für den Frauenfußball, <strong>und doch immerhin kleiner Schritt für die Frauen insgesamt in Afghanistan.</strong></p>
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