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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Freiheit</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Frauen in Afghanistan protestieren vor Universität gegen Ehegesetz</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Glaube versetzt Berge, heißt es &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer Demonstration von über 200 Frauen gegen das afghanische Ehegesetz für Schiiten geworfen wurden. Dieses Ehegesetz verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Glaube versetzt Berge, heißt es</strong> &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer <strong><a title="Demonstration Frauen in Afghanistan Ehegesetz" href="http://www.zeit.de/online/2009/16/ehegesetz-kabul-zusammenstoesse" target="_blank">Demonstration von über 200 Frauen</a> gegen das afghanische Ehegesetz</strong> für Schiiten geworfen wurden. Dieses <strong>Ehegesetz</strong> verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch als Legitimation für Vergewaltigung in der Ehe ab. Gelten soll das Gesetz jedoch nur für die schiitische Minderheit in Afghanistan. Nach heftigem internationalen Protest will Hamid Karsai das Gesetz erneut überprüfen. </p>
<p>Der Protest bedeutet eine weitere Etappe in dem Kampf um mehr Rechte für <strong>Frauen in Afghanistan</strong>. Die Barrieren, die es dabei zu überwinden gilt, liegen zum einen in den lang geschürten, festen Traditionen begründet, zum anderen in der Ablehnung westlicher Werte.</p>
<p>Hier ist es geradezu von symbolischem Wert, dass die Proteste vor der Kabuler Universität stattfanden, einem Ort, der für Fortschritt und Wandel in Afghanistan steht. Geradezu erstaunlich ist es daher, dass etwa 1000 Befürworter des Gesetzes aus dieser &#8220;Festung geitigen Wandels&#8221; strömten, <a title="Gegendemonstration vor Universität" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=2075" target="_blank">um die rund 200 Demostrantinnen zu umringen</a>. </p>
<h3>Langsam bröckelnde Mauern in Afghanistan</h3>
<p>Der Protest der Frauen in Afghanistan ist, trotz aller Widerstände, zugleich ein Symbol der Freiheit. Zum einen ist er ein mutiger Schritt, für die eigenen Rechte einzutreten, zum anderen zeigt die öffentliche, weltweite Diskussion, dass Afghanistan langsam, aber sich zu einem Teil der Weltgemeinschaft wird. Diesmal wird weniger über Hass, Gewalt und Autobomben diskutiert; vielmehr zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit solidarisch für die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>einsetzen.</p>
<p>Die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>setzen damit ein Zeichen, nicht nur in dem eigenen Land, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft. Die Mauern in Afghanistan, die symbolisch für die vielen Beschränkungen und Barrieren in dem Land stehen, bröckeln damit weiter. <strong>Ebenso symbolisch stehen die vereinzelt geworfenen Steine jedoch auch für einen beschwerlichen, ja steinigen Weg, auf dem sich Afghanistan nach wie vor befindet.</strong></p>
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		<title>Frauenfußball aus Afghanistan schreibt in Pakistan Geschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 07:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird. Bis vor einigen Jahren, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele Menschen hierzulande passen Frauen einfach nicht zum Sport mit dem runden Leder</strong> – dem Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Damen im Jahre 2003 zum Trotz. In Afghanistan, so würde man vermuten, hat der Frauenfußball ungleich geringere Chancen, wenn ihm die Existenzberichtigung nicht gar durch ein Verbot abgesprochen wird.</p>
<p>Bis vor einigen Jahren, zu Zeiten des Taliban-Regime, war der Frauenfußball in Afghanistan tatsächlich noch verboten – obwohl der afghanische Fußball eine lange Tradition hat.  Diese langjährige Geschichte, die bis auf die 1930er Jahre zurückreicht,  wurde von den Frauen jüngst mit einem Paukenschlag fortgeführt.</p>
<h2>Unerwartete Finalteilnahme der Fußball-Damen aus Afghanistan</h2>
<p>Als die Frauenmannschaft aus Afghanistan vom 16. Bis 24. August im Nachbarland Pakistan an der dritten nationalen Fußballmeisterschaft der Damen teilnahm, hätte vermutlich niemand auf Anhieb an eine Finalteilnahme geglaubt. Austragungsort war das Jinnah Stadium, einem der ältesten Stadien in Pakistan, das Platz für bis zu 20.000 Zuschauer bietet. Hier sahen die Anhänger des Frauenfußballs ein bewegtes Spiel, das letztlich jedoch bereits in der 21. Minute entschieden wurde.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/frauen_fussball_afghanistan.jpg" alt="Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Für viele Frauen in Afghanistan ist an Fußball gar nicht zu denken.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Zu den 16 Teams zählten, neben der Mannschaft aus Afghanistan,  unter anderem die Teams aus der Hauptstadt Islamabad, der Region Balochistan im Ost-Iran und Vorderindien sowie zwei Mannschaften aus Lahore, der zweitgrößten Stadt in Pakistan. Der Lahore’s Sports Sciences Club war es, der letztlich das Turnier in Pakistan für sich entscheiden konnte.</p>
<h3>Ein Sieg für die Frauen in Afghanistan</h3>
<p>Viel entscheidender, als der Endstand des Finalspiels in der pakistanischen Stadt Sialkot, nahe der Grenze zu Indien, war jedoch die Tatsache, dass die 18 Spielerinnen mit der Finalteilnahme vor allem den <strong>Frauen in Afghanistan</strong> einen Dienst erwiesen haben  – und so war es insbesondere ein großer Schritt für den Frauenfußball, <strong>und doch immerhin kleiner Schritt für die Frauen insgesamt in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Fatmas Spiel mit der Burka</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 18:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ursula Meissner berichtet von einer ihrer schönsten Begegnungen in Afghanistan. Im November 2001 besucht sie Fatma und ihre Familie, kurz nachdem die Taliban von der Nordallianz aus Kabul vertrieben wurden. Es war nicht leicht, die Witwe Fatma zusammen mit ihren sechs Töchtern für ein Gruppenbild vor die Kamera zu bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine meiner schönsten Begegnungen war die mit Fatma und ihrer Familie im November 2001, kurz nachdem die Taliban von der Nordallianz aus Kabul vertrieben wurden. Es war nicht leicht, die Witwe Fatma zusammen mit ihren sechs Töchtern für ein Gruppenbild vor die Kamera zu bekommen, eine fehlte immer.</strong></p>
<p>Kein Wunder, denn nach der Schreckensherrschaft der Taliban dürfen alle Frauen endlich wieder ohne männliche Begleitung aus dem Haus gehen und einkaufen – was sie leidenschaftlich gerne tun. Es gibt viele neue Dinge zu entdecken, Dinge wie Videoclips, Musik, die es früher auf dem Markt nicht gab.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/fatma-burka-freiheit.jpg" alt="Fatma und ihre Familie feiert die neue Freiheit" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fatma und ihre Töchter feiern die neue Freiheit ohne Burka.</span><span class="ImageTextC">© Bucher Verlag</span></div><strong>»Die fünf Jahre unter den Taliban waren wie im Gefängnis«,</strong> sagt Fatma. Und Freshta, ihre Jüngste, fügt hinzu: »Wir hatten nicht nur Angst. Du weißt gar nicht, wie langweilig das war. Fünf Jahre lang durften wir gar nichts tun!«</p>
<p>Endlich, nach dem vierten Anlauf, sitzen alle im Wohnzimmer zum Fototermin, wie selbstverständlich verhüllt in ihren Burkas. Das einzig sichtbare Gesicht ist des verstorbenen Vaters auf dem Foto, das über dem Sofa hängt. Als ich sie darum bitte, legen sie die Burka ohne zu zögern ab. Die Älteste steckt sie auf einen Besen und trägt sie durch die Zimmertür. – Alle lachen.</p>
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