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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Frauen</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Allein gegen alle &#8211; Überlebenskampf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 06:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, auf der Straße stehen, können wir nur ungläubig den Kopf schütteln.</p>
<p>Wie soll das Leben nun weiter gehen? Auch in Afghanistan stellen sich jeden Tag unzählige Menschen diese Frage. Das Schicksal eines jungen Mädchens, dem es genau so ergangen ist, <a title="Bücher von Deborah Ellis" href="http://www.rga-online.de/xray/index.php?red=2&amp;artikel=109108696&amp;rubrik=xray" target="_self">beschreibt die Autorin Deborah Ellis in ihren Büchern</a>. </p>
<h3><strong>Der Afghanistankrieg macht Shauzia zum Waisen und Flüchtling, raubt ihr aber nicht ihre Hoffnung</strong></h3>
<p>Alles, was Shauzia nach dem Ausbruch des Krieges in Afghanistan bleibt, ist ihr Hund Jasper. Mit ihm zusammen rettet sie sich zunächst in ein Flüchtlingslager in Pakistan. Bald aber muss sie erkennen, dass sie von nun an völlig auf sich allein gestellt ist. Das Mädchen stellt sich seinem schwierigen Schicksal und kämpft für seine Freiheit &#8211; all dies wird von Ellis so eindringlich und überzeugend dargestellt, dass sich der Leser Shauzias täglichen Kampf ums Überleben nicht entziehen kann.</p>
<p>Deborah Ellis reflektiert in &#8220;<strong>Am Meer wird es kühl sein</strong>&#8221; auch ihre eigenen Erlebnisse: Ihrer eindringlichen Schilderung von Shauzias Überlebenskampf liegt die Erfahrung zugrunde, die die Autorin selbst in Flüchtlingslagern in Afghanistan gemacht hat. Sie verbrachte viele Monate in verschiedenen Flüchtlingslagern und ließ sich die Situation dort selbst von betroffenen Frauen und Kindern schildern. Mit ihrem Buch leistet sie jetzt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Lage dieser Menschen und regt durch die von ihr geschaffenen  intensiven Gefühlswelten <a title="Nachdenken über Lage der Flüchtlinge" href="http://www.frieden-fragen.de/10330.html" target="_self">zum Nachdenken an</a>.</p>
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		<title>Afghanische Frauen erfahren grenzübergreifende Hilfe</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; und beschlossen, etwas dagegen zu tun.</p>
<p>Um die Lage der Frauen in Afghanistan besser verstehen zu können, wandten sie sich an die kanadische Schriftstellerin Deborah Ellis. Diese hatte sich bereits <a title="Flüchtlinge Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ansiedlungsprogramm-von-fluechtlingen-in-bariquab/" target="_self">in verschiedenen Flüchtlingscamps</a> ein Bild von der Situation machen können, in der afghanische Frauen leben. Beeindruckt von ihren Schilderungen gründeten Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher die Organisation &#8220;<a title="Canadian Women for Women in Afghanistan" href="http://www.cw4wafghan.ca" target="_blank">Canadian Women for Women in Afghanistan</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Bildung = Frieden: Eine Rechnung, die jedes Schulkind versteht </strong></p>
<p>Die Organisation hat sich dem Ziel verschrieben, die Rechte der Frauen in Afghanistan zu sichern und Frauen und Kinder zu fördern. Dies bezieht sich besonders auf die Sicherung einer schulischen Ausbildung, durch die den Aufbau der Schule, der Übernahme von Lehrergehältern oder beispielsweise durch die Errichtung von Bibliotheken. Fast ein Dutzend Projekte betreut CW4WAfghan zur Zeit &#8211; ein Ende des Engagements ist nicht in Sicht.</p>
<p>Und weil die Rechnung „Bildung = Frieden&#8221; eigentlich ganz einfach ist, unterstützt die Organisation zudem die Initiative &#8220;<a title="Little Women" href="http://www.littlewomenforlittlewomen.com" target="_blank">Little Women for Little Women in Afghanistan</a>&#8220;, die die Bildung junger Mädchen in Afghanistan fördert. Was persönliches Engagement also alles bewirken kann, das zeigt sich am Beispiel der beiden kanadischen Frauen, die die Situation afghanischer Frauen nicht mehr tatenlos mit ansehen wollten, sondern selbst aktiv geworden sind &#8211; und uns vor Augen führen, dass menschliche Hilfe nicht an der eigenen Türschwelle oder einer Ländergrenze endet.</p>
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		<title>Nadia Qani: Eine Tasche voller Hoffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 06:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen. Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht - und wurde zur "Frankfurterin des Jahres 2005" ernannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nadia Qani hat trotz Flucht aus Afghanistan ihr Heimatland nicht vergessen</strong><strong>.</strong> Mehr als eine Tasche hatte Nadia Qani nicht dabei, als sie mit 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland floh. Sie hätte sich damals ihrem Schicksal ergeben können, hätte von staatlicher Hilfe leben und sich zuhause verschanzen können. Doch sie tat es nicht &#8211; und wurde zur &#8220;<a title="Frankfurterin des Jahres" href="http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EDC3122F4B0404C838644F496CCC2C3A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frankfurterin des Jahres 2005</a>&#8221; ernannt.</p>
<h3><strong>Vom Flüchtling zur erfolgreichen Unternehmerin &#8211; Nadia Qani hat sich nie unterkriegen lassen</strong></h3>
<p>Die junge Frau hatte ihren Lebenswillen nicht verloren, sie besuchte nach ihrer Ankunft in Deutschland eine Sprachschule, arbeitete als Kassiererin und gründete sogar einen eigenen Pflegedienst. Mittlerweile ist sie erfolgreiche Unternehmerin und wurde kürzlich sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, weil sie insbesondere <a href="http://www.together-in-hessen.de/pdf/presse/ihk_wirtschaftsforum36-37.pdf">ältere und ausländische Angestellte beschäftigt</a>, um ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.</p>
<p><a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/05/nadia-qani.jpg" alt="Nadia Qani erhält Bundesverdienstkreuz" width="605" height="250" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nadia Qani erhält das Bundesverdienstkreuz</span><span class="ImageTextC">© Bundesministerium für Arbeit und Soziales</span></div></p>
<p>Obwohl sie sich auch in Deutschland behauptet hat, wollte Nadia Qani ihre Heimat Afghanistan eigentlich nie verlassen. Für ein Mädchen ihrer Zeit war sie erstaunlich gut gebildet, besuchte das einzige Mädchengymnasium Afghanistans, Lycée Jamhuriat, und begann ihre Arbeit als <a href="http://www.afghan-german.de/Admin_DE/Lauftext/n_qane_Rede_IHK.pdf" target="_blank">Chefsekretärin der Exportabteilung des Wirtschaftsministeriums</a>.</p>
<h3><strong>Zan e. V. setzt sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein</strong></h3>
<p>Bis heute hat Nadia Qani ihr Heimatland nicht vergessen. In dem von ihr gegründeten <a title="Zan e. V." href="http://www.zanev.de/" target="_blank">gemeinnützigen Verein</a><strong> Zan e.V. </strong>setzt sie sich für die Rechte afghanischer und muslimischer Frauen ein und organisiert beispielsweise die Ausstellung &#8220;Frauenleben in Afghanistan&#8221;.</p>
<p>&#8220;Zan&#8221;, das ist der persische Begriff für Frau, und eine solche, starke, Frau ist auch <strong>Nadia Qani</strong>, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben behauptet hat und ihre Weg gegangen ist &#8211; und damit vielleicht ein Vorbild sein kann für andere afghanische Mädchen und Frauen.</p>
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		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/teufelskreis-analphabetismus-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
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		<title>Afghanistan zwischen Theorie und Praxis</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 06:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Frauen in Afghanistan&#8220; ist nicht nur ein wichtiges Thema, das in diesem Magazin immer wieder behandelt wird, sondern auch in der Politik des Landes am Hindukusch. Eine Demonstration von über tausend Frauen in Afghanistan hat jüngst wieder für weltweites Aufsehen gesorgt. Auch, wenn ihnen die Gesetzgebung immer mehr Freiheiten einräumt, ist eine Gleichberechtigung zwischen Mann und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Frauen in Afghanistan</strong><strong>&#8220;</strong> ist nicht nur ein wichtiges Thema, das in diesem Magazin immer wieder behandelt wird, sondern auch in der Politik des Landes am Hindukusch. Eine <a title="Demonstration Frauen Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauen-in-afghanistan-protestieren-vor-universitaet-gegen-ehegesetz/" target="_self">Demonstration von über tausend Frauen in Afghanistan</a> hat jüngst wieder für weltweites Aufsehen gesorgt. Auch, wenn ihnen die Gesetzgebung immer mehr Freiheiten einräumt, ist eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Afghanistan längst noch nicht erreicht.</p>
<p>Während dieser Protest-Aktion der Frauen gegen ein neues Ehegesetz, das jedoch ausschließlich für die schiitische Bevölkerung des Landes gelten soll, zeigte sich, dass die Herausforderungen auch und gerade innerhalb der Gesellschaft Afghanistans zu suchen sind. Auf der einen Seite scheint sich ein Teil der Bevölkerung, allen voran die jüngere Generation, zu liberalisieren, wohingegen Werte und Traditionen vorrangig von den Alten aufrecht erhalten werden.</p>
<p>Diese Entwicklung ist eine echte Herausforderung, prallen auf diese Weise zwei Fronten aufeinander, die durch eine tiefe Kluft voneinander abgeschnitten zu sein scheinen. Dieser Widerstand hängt auch von der Lebensqualität ab &#8211; je stärker sie sich im Zuge der Entwicklung in Afghanistan zu einem funktionierenden Staat steigert, desto eher werden die Neuerungen auch von allen Seiten akzeptiert werden.</p>
<p>Das Festhalten an dem Bestehenden führt ebenfalls dazu, dass Gesetzesänderungen nicht immer angewendet werden. Hier besteht also eine Diskrepanz zwischen &#8220;Theorie und gelebter Praxis&#8221;; inwieweit Gesetzesübertretungen überhaupt verfolgt und geahndet werden, ist zudem mehr als fraglich.</p>
<h3><strong>Umbruch in Afghanistan in langsamen Schritten</strong></h3>
<p>Ein Umbruch, wie er in Afghanistan in langsamen Schritten stattfindet, zeichnet sich daher immer auch durch Diskrepanzen, Kluften und leider auch durch Widerstände unterschiedlichster Art und Weise aus -  für ein krisengebeuteltes Land wie Afghanistan, das ohnehin von politischen wie gesellschaftlichen Brüchen durchzogen ist, bedeutet dies einen langen, beschwerlichen Weg, dessen Ziele Unabhängigkeit, Freiheit und Wohlstand sind. Indem diese Herausforderungen gestemmt werden, erhält die Entwicklung in dem Land am Hindukusch somit weiteres Saatgut für eine positive Entwicklung.</p>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Frauen in Afghanistan protestieren vor Universität gegen Ehegesetz</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Glaube versetzt Berge, heißt es &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer Demonstration von über 200 Frauen gegen das afghanische Ehegesetz für Schiiten geworfen wurden. Dieses Ehegesetz verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Glaube versetzt Berge, heißt es</strong> &#8211; doch manchmal sind es leider Steine, wie sie in Kabul während einer <strong><a title="Demonstration Frauen in Afghanistan Ehegesetz" href="http://www.zeit.de/online/2009/16/ehegesetz-kabul-zusammenstoesse" target="_blank">Demonstration von über 200 Frauen</a> gegen das afghanische Ehegesetz</strong> für Schiiten geworfen wurden. Dieses <strong>Ehegesetz</strong> verpflichtet Frauen in Afghanistan zum wöchentlichen Beischlaf mit ihren Männern, sofern keine triftigen Gründe für eine Verweigerung vorliegen. Gegner sehen dies jedoch als Legitimation für Vergewaltigung in der Ehe ab. Gelten soll das Gesetz jedoch nur für die schiitische Minderheit in Afghanistan. Nach heftigem internationalen Protest will Hamid Karsai das Gesetz erneut überprüfen. </p>
<p>Der Protest bedeutet eine weitere Etappe in dem Kampf um mehr Rechte für <strong>Frauen in Afghanistan</strong>. Die Barrieren, die es dabei zu überwinden gilt, liegen zum einen in den lang geschürten, festen Traditionen begründet, zum anderen in der Ablehnung westlicher Werte.</p>
<p>Hier ist es geradezu von symbolischem Wert, dass die Proteste vor der Kabuler Universität stattfanden, einem Ort, der für Fortschritt und Wandel in Afghanistan steht. Geradezu erstaunlich ist es daher, dass etwa 1000 Befürworter des Gesetzes aus dieser &#8220;Festung geitigen Wandels&#8221; strömten, <a title="Gegendemonstration vor Universität" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=2075" target="_blank">um die rund 200 Demostrantinnen zu umringen</a>. </p>
<h3>Langsam bröckelnde Mauern in Afghanistan</h3>
<p>Der Protest der Frauen in Afghanistan ist, trotz aller Widerstände, zugleich ein Symbol der Freiheit. Zum einen ist er ein mutiger Schritt, für die eigenen Rechte einzutreten, zum anderen zeigt die öffentliche, weltweite Diskussion, dass Afghanistan langsam, aber sich zu einem Teil der Weltgemeinschaft wird. Diesmal wird weniger über Hass, Gewalt und Autobomben diskutiert; vielmehr zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit solidarisch für die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>einsetzen.</p>
<p>Die <strong>Frauen in Afghanistan </strong>setzen damit ein Zeichen, nicht nur in dem eigenen Land, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft. Die Mauern in Afghanistan, die symbolisch für die vielen Beschränkungen und Barrieren in dem Land stehen, bröckeln damit weiter. <strong>Ebenso symbolisch stehen die vereinzelt geworfenen Steine jedoch auch für einen beschwerlichen, ja steinigen Weg, auf dem sich Afghanistan nach wie vor befindet.</strong></p>
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		<title>Computerkurse mit MS Office für Frauen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. </strong>Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in Afghanistan statt.</p>
<p>Bildung ist nach dem Taliban-Regime wieder zu einem Gut geworden, das den Menschen in Afghanistan wieder zugänglich ist. Immer mehr Männer und auch Frauen möchten sich mit der eigenen Situation und den Verhältnissen in ihrem Land nicht mehr abfinden. Die Ziele sind hoch gesteckt; die ersten Schritte fallen freilich noch klein aus und müssen doch gegangen werden.</p>
<p>In der Universität von Kabul <a title="Computerkurse für Frauen in Afghanistan" href="http://www2.gtz.de/dokumente/akz/deu/AKZ_2003_3/Afgh_Frauen.pdf" target="_blank">finden die Computerkurse für Frauen statt</a>. Ziel ist es, den Umgang mit MS Office zu erlernen. Gelehrt werden hier Word, Excel, aber auch AutoCad, ein System zur Erstellung von technischen Zeichnungen. Letzteres wird von Ingenieuren und Architekten eingesetzt. Keine Frage, in Afghanistan gibt es vieles, was noch aufgebaut oder erst noch entworfen werden muss.</p>
<h2>Frauen in Afghanistan fürs Berufsleben fit machen</h2>
<p>Fit fürs Berufsleben &#8211; so lautet das ehrgeizige Ziel. Doch die Frauen in Afghanistan sind stets hoch motiviert und möchten ihre Ziele unbedingt erreichen. Es geht nicht nur um die Partizipation an der Wirtschaft, um das eigens verdiente Geld, sondern auch und gerade um das Recht und die Freiheit, sich zu entfalten.</p>
<p>Strukturhilfe für Afghanistan bedeutet für die Frauen in Afghanistan Hilfe zur Selbsthilfe. Es zeigt sich, dass die Menschen im Land am Hindukusch für Veränderungen bereit sind, ja geradezu darauf drängen. <strong>Das Erlernen von gängigen Windows-Anwendungen ist daher ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit.</strong></p>
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		<title>Der Frauenpark in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren hoffentlich auch in aller Öffentlichkeit möglich sein wird.</p>
<p>Hier dürfen sie sich unverschleiert zeigen, sich weiterbilden und gemeinsam die Freizeit verbringen. Hierzu wurden Unterrichtsräume bereitgestellt sowie ein kleiner Teeladen. Fließend Wasser war zuvor nicht vorhanden und musste daher eigens für die Frauen in Afghanistan gelegt werden.</p>
<h2>Der Frauenpark ist eine wichtige Begegnungsstätte in Afghanistan</h2>
<p>Doch damit nicht genug: Bildung und Entwicklung bedarf auch des Einsatzes moderner Technologien. Aus diesem Grunde wurde im Frauenpark in Afghanistan ein Rechenzentrum eingerichtet. Die Begegnungstätte in Kabul ist somit ein Hort der Freiheit, der Bildung, aber auch der Entwicklung. In all diesen Bereichen sind die Frauen in Afghanistan während des Taliban-Regimes und auch noch danach zu kurz gekommen.</p>
<p>Doch auch wenn der <a title="Frauenpark in Kabul Afghanistan" href="http://www.thw.bund.de/nn_1047806/DE/content/meldungen/thw__international/projektgebiete/Afghanistan/Dokumente/meldung__009__projekt__afghanistan.html" target="_blank">Frauenpark in Afghanistan</a> ein wichtiger Platz für die Frauen ist, so bleibt er doch nur eine Oase der Freiheit. Ziel ist es, die Frauen von solchen Zentren aus zu stärken, um so ihre Unabhängigkeit und Eigenständigkeit im ganzen Land zu verbreiten. Gerade der Frauenpark in Kabul hat hier eine herausragende Bedeutung, ähnlich wie die Universität der Hauptstadt Afghanistans.</p>
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		<title>Skaten in Afghanistan &#8211; die Bretter, die die Welt bedeuten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. Eigentlich hat Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. <span style="font-weight: normal;">Eig</span><span style="font-weight: normal;">entlich hat der Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten<strong>.</strong></span></strong></p>
<h3><strong>Verständnis und Respekt &#8211; was sich wie ein Märchen anhört, soll jetzt in Kabul Wirklichkeit werden</strong></h3>
<p>Seit dem ist der mittlerweile 34 Jährige sesshaft geworden in Afghanistan. Er hat die Bitte der Jungen nicht abgelehnt, sondern ihnen sein Board geliehen und ihnen das skaten beigebracht. Was afghanische Jugendliche bisher höchstens aus dem Fernsehen kannten, wurde auf Kabuls Straßen  Realität: Mittlerweile kommen fast drei Dutzend Kinder regelmäßig zu Travis&#8217; Unterrichtsstunden. Aus dem Weltenbummler ist ein Lehrer geworden. Gemeinsam mit seinen Freunden hat er <a title="Skateistan" href="http://skateistan.org">„Skateistan&#8221;</a> erschaffen &#8211; eine Art Entwicklungseinrichtung für afghanische Jugendliche.</p>
<p>In Skateistan ist jeder willkommen, egal welche Hautfarbe er hat, welchen ethnischen Hintergrund und welches Geschlecht. Dass mittlerweile die Hälfte aller Teilnehmer Mädchen und junge Frauen sind, freut Travis besonders. Da der Sport in Afghanistan vollkommen unbekannt ist und keine geschlechtsspezifischen Stereotype vorhanden sind, kann Skateboarden durchaus auch ein Frauensport sein. Die Jugendlichen, egal ob Mädchen oder Jungen, sollen kulturübergreifende Kontakte knüpfen, Verständnis und Respekt spielerisch erlernen und eine Plattform zum Austausch und einen gewaltfreien Umgang miteinander haben. Symbolisch dafür zerbricht ein Skater auf dem Logo von Skateistan <a title="Logo Skateistan" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/623/314522/text/">mit seinem Board ein Maschinengewehr.</a></p>
<h3><strong>Australier geben afghanischen Jugendlichen Skateunterricht und überwinden damit kulturelle Grenzen</strong></h3>
<p>Natürlich könnten die Jugendlichen Übungsstunden bei Travis Beard und seinen Freunden nicht bezahlen. Die Australier leihen den Schülern deshalb ihre Skateboards und Ausrüstungen während dieser Zeit aus. Trotzdem haben sie sich große Ziele gesetzt: Sie wollen die Möglichkeit, zu skaten, im ganzen Land schaffen und den Jugendlichen andere Anreize für ihre Zukunft geben als Krieg und Waffengewalt. Viele Kinder und Jugendliche müssten sonst hart arbeiten oder betteln, um ihre Familie mit zu ernähren &#8211; ihre verlorene Kindheit nachzuholen ist ein weiteres Ziel von Skateistan. Den Anfang soll ein großer <a title="Indoor-Skatepark" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,563856,00.html">Indoor-Skatepark</a> in Kabul machen.</p>
<p>Um ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, sind Travis und seine Freunde allerdings noch auf Hilfe von Außen angewiesen. So bitten sie beispielsweise Skater in anderen Ländern um deren gebrauchte Ausrüstung. Obwohl es für sie schwierig ist, finanzielle Unterstützung der Regierungen zu bekommen &#8211; ihr Entwicklungsprojekt entspricht schließlich nicht der gängigen Vorstellung von Auslandshilfe &#8211; haben die Australier schon einen großen Partner für ihr Ziel gewinnen können: die DHL will die gesammelte Ausrüstung kostenfrei nach Afghanistan schiffen.</p>
<h3><strong>Auch „Titus&#8221; unterstützt das Projekt Skateistan mit einer Sammelaktion</strong></h3>
<p>Der Aufruf zeigt Wirkung: Titus Dittmann, Gründer des weltgrößten Herstellers für Skaterbekleidung, ist „elektrisiert&#8221; von Skateistan und beteiligt sich aktiv an der <a title="Titus sammelt für Skateistan" href="http://www.titus.de/screen.phtml?screen=ne_showentry&amp;ForumID=330&amp;MainPostingID=7957171">Umsetzung des ehrgeizigen Projektes</a>. Im Skatepark in Münster sammelten er und seine zahlreichen Schützlinge alles, was den Jugendlichen in Afghanistan zu Gute kommen kann. Über 150 Boards und kistenweise Material und Ausrüstung kamen so zusammen. Die insgesamt zwei Tonnen Material gingen bereits im Januar <a title="Reportage Skateistan" href="http://www.n24.de/news/newsitem_4871346.html">unter der persönlichen Begleitung von Titus und dem Sender n24 nach Kabul</a>. <strong>Ein Hoffnungsschimmer für die Jugendlichen in Kabul und den Rest des Landes &#8211; denn sie sind Afghanistans Zukunft.</strong></p>
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		<title>Studenten in Kabul: Deutsch-afghanische Freundschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 20:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welche Gemeinsamkeiten würden Sie in einem Vergleich zwischen Afghanistan und Deutschland entdecken? Keine? Denken Sie noch einmal scharf nach. Wirklich keine? Wenn die Antwort immer noch &#8220;Ja&#8221; lautet, dann wird es Zeit, in den mannigfaltigen Unterschieden nach den doch vorhandenen Gemeinsamkeiten zwischen Afghanistan und Deutschland zu fahnden. Eine Gruppe aus afghanischen Deutschstudenten zeigt die Berührungsstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Gemeinsamkeiten würden Sie in einem Vergleich zwischen Afghanistan und Deutschland entdecken? Keine? Denken Sie noch einmal scharf nach. Wirklich keine? Wenn die Antwort immer noch &#8220;Ja&#8221; lautet, dann wird es Zeit, in den mannigfaltigen Unterschieden nach den doch vorhandenen Gemeinsamkeiten zwischen Afghanistan und Deutschland zu fahnden. Eine Gruppe aus afghanischen Deutschstudenten zeigt die Berührungsstellen zweier scheinbar so unterschiedlicher Nationen auf.</p>
<p>Deutschstudenten in Afghanistan? Mal ehrlich, hätten Sie erwartet, dass es an der Universität in Kabul eine Germanistikabteilung gibt? Doch genau hier haben es sich zwölf Filmemacher zum Ziel gesetzt, deutschen Studenten <a title="Lebenswelt afghanischer Studenten" href="http://www.goethe.de/ins/af/prj/fil/deindex.htm" target="_self">in die Lebenswelten ihrer afghanischen &#8220;Kommilitonen&#8221;  blicken zu lassen</a>.</p>
<p>Umgekehrt entstand in Deutschland, am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover, eine Dokumentation über das hiesige Campusleben. Das gemeinsame Interesse für die Wissenschaft, ja der Wissenshunger, verbindet die jungen Menschen aus den doch so anderen Welten.</p>
<h3>Doch wie anders ist das Leben in Afghanistan? Eine Einschätzung der jungen Studenten in Kabul</h3>
<p>Nargis Daschti, die zum Team der zwölf Studenten in Kabul gehört, hat ihre ganz eigene Meinung sowohl zu der Beziehung zwischen Mann und Frau, als auch innerhalb der Familie: In Afghanistan, sagt sie, ist es wohl so ähnlich wie in Deutschland, nur eben vor dem ersten Weltkrieg. Ansonsten interessiert sie sich für Filme, Theater und Tradition.</p>
<p>Djaber Taheryan, der gerade im vierten Studienjahr in der Deutschabteilung der Kabul Universität ist, steht mit den deutschen Soldaten in Afghanistan in direktem Kontakt: Nachmittags arbeitet er im deutschen Camp Warehouse im Sportzentrum. Er wünscht sich, in Zukunft mehr Kontakt zu weiteren Deutschen zu haben.</p>
<p>Mohammad Erfan Ghafari hofft, dass sich die Beziehungen zu den deutschen Studenten in Zukunft weiter intensivieren. Mit diesem Ziel vor Augen, möchte er in Zukunft weitere (und wie er sagt, noch bessere) Filme drehen, um das Leben der Studenten in Afghanistan einem größeren deutschen (studentischen) Publikum nahe zu bringen.</p>
<p>Das Ziel des Filmprojekts in Afghanistan, so fasst Erfan Ghafari zusammen, besteht darin, insbesondere die positiven Aspekte über das Leben der Studenten herauszustellen. Das Bedürfnis, sich bewusst von der Masse an Negativ-Meldungen zu distanzieren, ist offensichtlich genauso groß wie der Wunsch, mit den deutschen Studenten in Kontakt zu treten. <strong>Eine Grundlage, auf der sich eine deutsch-afghanische Freundschaft mit Sicherheit aufbauen lässt.</strong></p>
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		<title>Wenn Pressefreiheit ein Fremdwort bleibt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalistinnen werden im Nahen Osten nach wie vor massiv bedroht: </strong>Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machte die Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; auf die Situation weiblicher Journalisten aufmerksam und fordert bessere Schutzmaßnahmen der Regierungen. Besonders Frauen im Nahen Osten werden häufig zur Zielscheibe von Drohungen und können ihren Beruf nur ausüben, weil sie ihr eigenes Leben riskieren. Für sie ist es fast unmöglich, frei und unabhängig zu berichten.</p>
<h2>Rangliste zur Pressefreiheit: Afghanistan am Ende des Feldes</h2>
<p>Auch Afghanistan reiht sich in Liste jener Länder ein, in denen die Arbeit von Journalisten im Allgemeinen und von Frauen im Speziellen erschwert wird. In der 2008 von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; veröffentlichten <a title="Rangliste der Pressefreiheit 2008" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2008.html" target="_self">Rangliste zur Pressefreiheit belegt Afghanistan einen der hinteren Plätze</a>. Gerade in der westlichen Provinz Herat gab es vermehrt Übergriffe auf Journalistinnen. Taliban, Warlords und lokale Politiker wollten die Frauen dazu zwingen, ihre Arbeit aufzugeben.</p>
<p>Für viele von ihnen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeit; sie legen ihre Arbeit aus Angst um das eigene Leben nieder oder zensieren sich selbst. Andere, wie die pakistanische Journalistin Meera Jamal, flüchten nach Deutschland. Sie erhielt mehrfach Morddrohungen, nachdem sie über Themen wie das Recht der Frau auf Scheidung oder staatliche Hilfe bei Vergewaltigung berichtet hatte. Wie ihr erging es zahlreichen anderen Frauen, die über Tabuthemen berichten. Vor allem Beiträge über Frauenrechte oder religiösen Fundamentalismus <a title="Reporter ohne Grenzen Kampagnen" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagnen-aktionen/internationaler-frauentag-2009.html" target="_self">werden mit Drohungen und Verfolgung bedacht</a>.<strong> </strong></p>
<h3>Frauen geben aus Angst um ihr Leben die Arbeit auf oder fügen sich der Zensur</h3>
<p>Das traurige Barometer von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; wächst auch 2009 weiter: bisher führt es zwölf getötete und 145 inhaftierte Journalisten auf. Auch Shahnaz Gholami aus dem Iran verbrachte aufgrund ihrer Artikel bereits mehrere Jahre im Gefängnis. Sie lässt sich trotzdem nicht einschüchtern und engagiert sich bei der &#8220;Vereinigung der Journalistinnen&#8221; (ARZ). Für ihre Kampagne &#8220;Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit&#8221; wurde sie mit dem &#8220;Prix Simone de Beauvoir pour la Liberté des Femmes 2009&#8243; ausgezeichnet. Trotzdem müssen Frauen, die sich der Kampagne anschließen, und tausende Journalistinnen jeden Tag um ihre Sicherheit und um ihr Leben bangen.</p>
<p><strong>Wie froh wir doch sein können, in Deutschland im Zeichen der Presse- und Meinungsfreiheit auch zu schwierigen Themen Stellung beziehen zu können. In diesen Situationen wird einem dieses Vorrecht wieder neu bewusst.</strong></p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Afghanistan im Mittelpunkt der Wiener FrauenFilmTage</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 06:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 26. Februar war es wieder soweit: Die sechsten FrauenFilmTage in der österreichischen Hauptstadt Wien wurden eröffnet. Länderschwerpunkt im Jahr 2009 war Afghanistan. Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats, knüpfte an diese Entscheidung die Hoffnung, die besondere Situation von Frauen in den Konflikt- und Krisenregionen zu thematisieren, sowie diese gleichzeitig mit der Perspektive eines selbstbestimmten und diskriminierungsfreien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Februar war es wieder soweit: Die sechsten <a title="FrauenFilmTage" href="http://www.frauenfilmtage.at/de/2009/index.html" target="_blank">FrauenFilmTage</a> in der österreichischen Hauptstadt Wien wurden eröffnet. Länderschwerpunkt im Jahr 2009 war Afghanistan. Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats, knüpfte an diese Entscheidung die Hoffnung, die besondere Situation von Frauen in den Konflikt- und Krisenregionen zu thematisieren, sowie diese gleichzeitig mit der Perspektive eines selbstbestimmten und diskriminierungsfreien Lebens zu verknüpfen.</p>
<h3>Die Rolle der afghanischen Frau in der Gesellschaft </h3>
<p>Insgesamt wurden 19 Spielfilme und Dokumentationen aus aller Welt im Verlauf des Festivals gezeigt. Darunter auch Werke  anerkannter afghanischer Regisseure wie Siddiq Barmak, Bahareh Hosseini und Eva Mulvad.</p>
<p><a title="Siddiq Barmak - Opium War" href="http://afghanistan.adra.de/opium-war-die-suche-nach-dem-menschen-im-krieg/" target="_self">Siddiq Barmak</a> thematisiert in dem unter anderem mit einem Golden Globe ausgezeichneten Film &#8220;Obama&#8221; das Leben eines Mädchens, das als Junge verkleidet wird, um so den Lebensunterhalt seiner Familie zu verdienen. Als die Verkleidung auffliegt, wird sie vom Gericht mit einem alten Mullah verheiratet.</p>
<h3>Zahlreiche prämierte Filme aus aller Welt laden zu Diskussionen und Gesprächen ein</h3>
<p>&#8220;Afghan Girls Can Kick&#8221;, ein Dokumentarfilm von Bahareh Hosseini, widmet sich einem ungewöhnlichen Hobby afghanischer Mädchen: Fußball. Die Mädchen, die während der Zeit der Taliban aufwuchsen, sehen im Fußballspielen eine Möglichkeit, ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Auch nach dem Fall der Taliban leben sie in unsicheren Verhältnissen und müssen gesellschaftliche Repressionen fürchten. Obwohl der Film erst 2007 gedreht wurde, hat sich das Bild vom Frauenfußball in Afghanistan zum Positiven entwickelt. <a title="Nationalmannschaft Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Mittlerweile besteht sogar eine Nationalmannschaft</a>, deren Erfolg es jungen Mädchen einfacher macht, ihr Hobby gegenüber der Gesellschaft zu rechtfertigen. </p>
<p>Einer der bekanntesten Filme, der im Zuge der <strong>FrauenFilmTage</strong> gezeigt wird, ist sicherlich &#8220;Enemies Of Happiness&#8221;. Die von Regisseurin Eva Mulvad gedrehte und vielfach ausgezeichnete Dokumentation widmet sich dem Wahlkampf von Malalai Joya, der jüngsten Parlamentarierin Afghanistans. Sie forderte 2003 vor der großen Ratsversammlung, der Loya Jirga, die Strafverfolgung der im Parlament befindlichen Warlords und Drogenschmuggler. Trotz zahlreicher Morddrohungen und vier überlebter Anschlägen auf ihre Person, setzt Malalai Joya ihren Weg im Parlament mutig fort &#8211; leider keine Selbstverständlichkeit für eine afghanische Frau.</p>
<p>Das Rahmenprogramm der FrauenFilmTage bot zudem die Möglichkeit, sich mit der Vorsitzenden des Deutsch-Afghanischen Frauenforums, Nabila Karimi-Alekozai, und Shimin Moshref, Vorsitzender der <em>Afghanistan Women and Children Rights Association</em>, über die Rolle von Malalai Joya auszutauschen. Regisseurin Bahareh Hosseini war sogar persönlich für ein Publikumsgespräch anwesend. <strong>Eine Woche lang stand die afghanische Frau im Mittelpunkt des Festivals, das damit vielleicht dazu beitragen konnte, den Blick für ihre Rolle in der Gesellschaft zu schärfen.</strong></p>
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		<title>Wie sieht es in den Städten in Afghanistan aus?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben. Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben.</strong> Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" /></object><br />
[Video "<a title="Video Studenten in Kabul" href="http://www.youtube.com/watch?v=Pqdi7g3eX60" target="_blank">Im Gespräch mit Studenten in Kabul</a>" (engl.) / Youtube]</p>
<p><strong>Shopping in Afghanistan?</strong> Ist das möglich? Diese Frage ist angesichts der Eindrücke, die von den Land am Hindukusch fast schon unweigerlich haben müssen, nur allzu berechtigt. Dabei vergessen wir, dass sich die Medien zumeist ausschließlich auf die Schattenseiten stürzen, die es in Afghanistan selbstverständlich nach wie vor gibt. Um jedoch ein vollständigeres, ja realistischeres Bild von dieser Schnittstelle von Zentralasien und Südasien zu zeichnen, muss verdeutlicht werden, dass viele Menschen ein vergleichsweise normales Leben führen oder es zumindest versuchen.</p>
<p>In Kabul beispielsweise leben rund 2,5 Millionen Menschen; sicherlich &#8211; die Arbeitslosigkeit in Afghanistan nimmt mit knapp 40 Prozent ein erschreckendes Ausmaß an. Doch die arbeitende Bevölkerung hat gerade in den größeren Städten, allen voran Kabul, mobil gemacht und bietet mit zahlreichen Geschäften für jeden Geschmack etwas an.</p>
<h3>Afghanistan und sein neu gewonnenes Selbstbewusstsein</h3>
<p>Viele der Frauen in Kabul haben nicht nur ihren Schleier gelüftet, sondern streben nach etwas mehr Luxus und Schönheit. Ein Schönheitssalon mitten in Kabul ist ihnen da gerade recht, um mit Make-up und lackierten Fingernägeln das neu gewonnene Bewusstsein zur Schau zu tragen.</p>
<p>Um passend gekleidet zu sein, finden sich mittlerweile sogar einige Boutiquen; viele der insbesondere jüngeren Menschen in Afghanistan unterscheiden sich daher oftmals nur marginal von dem Erscheinungsbild junger Menschen in Deutschland. Jeans, T-Shirts oder schnittige Anzügen &#8211; so schlendern die Jugendlichen über die Straßen von Kabul. Insgesamt ist es eine Mischung aus traditionellen Gewändern (insbesondere bei den Frauen) und moderner Kleidung.</p>
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		<title>Afghanistan sucht den Superstar 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 17:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anders als in Deutschland geht es in Afghanistan nicht einfach nur darum, aus dem gut behüteten Elternhaus in die große weite Welt der internationalen Popstars zu entfliehen. Um das Fliehen geht es bei &#8220;ASDS&#8220;, dem Pendant in Afghanistan zu „Deutschland sucht den Superstar&#8221; auch &#8211; nur ist es hier die Flucht in ein Leben ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anders als in Deutschland geht es in Afghanistan nicht einfach nur darum, aus dem gut behüteten Elternhaus in die große weite Welt der internationalen Popstars zu entfliehen. Um das Fliehen geht es bei &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-sucht-den-superstar/">ASDS</a>&#8220;, dem Pendant in Afghanistan zu „Deutschland sucht den Superstar&#8221; auch &#8211; nur ist es hier die Flucht in ein Leben ohne Armut, Unruhen und einem Leben ohne Perspektive.</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.afghanstar.tv" title="Afghanstar.TV Superstar Fernsehen"><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/afghanstar-logo.gif" alt="Afghanstar.TV" style="float: right; margin-left: 10px" /></a>Machen wir uns nichts vor &#8211; die Wahrscheinlichkeit, <strong>in Afghanistan</strong> seinen Traumberuf zu finden, ist auch heute noch äußerst gering. 60 Prozent der Menschen im Land am Hindukusch sind arbeitslos. Da ist es umso verständlicher, dass auch in Afghanistan unzählige &#8220;Menderes&#8221; ihr Glück versuchen, und doch an der harten Jury scheitern.</p>
<p><object classid="clsid:22D6f312-B0F6-11D0-94AB-0080C74C7E95" codebase="http://activex.microsoft.com/activex/controls/mplayer/en/nsmp2inf.cab#Version=6,4,7,1112" width="432" height="324" type="application/x-oleobject"><param name="filename" value="http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/090124_hosny_hjo.asx" /><param name="autostart" value="false" /><param name="showcontrols" value="true" /><!--[if !IE]> <--><object data="http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/090124_hosny_hjo.asx" width="432" height="324" type="application/x-mplayer2"><param name="pluginurl" value="http://www.microsoft.com/Windows/MediaPlayer/" /><param name="ShowControls" value="true" /><param name="ShowStatusBar" value="true" /><param name="ShowDisplay" value="true" /><param name="Autostart" value="0" /></object><!--> <![endif]--></object><br /> </p>
<p>Jury-Mitglied Monessa Hassan, <strong>Dichterin aus Afghanistan</strong>, heute in Deutschland lebend, kennt die Bedeutung von &#8220;<a title="Afghanistan sucht den Superstar" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1529" target="_blank">Afghanistan sucht den Superstar</a>&#8221; genau: Für sie ist die Fernsehsendung, die von dem privaten Fernsehsender Tolo TV ausgestrahlt wird, die richtige Show zum richtigen Zeitpunkt.</p>
<h3>ASDS  &#8211; so weit kam noch keine Frau aus Afghanistan</h3>
<p>Weshalb dies so ist, erfährt man auch von Ellaha Soroor, der ersten Frau im Finale des Pendants zu &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221;. Für Sie ist die Teilnahme an der Fernsehsendung in Afghanistan eine große Chance &#8211; gleichzeitig muss sie ihre Ehre vor der Familie und weiten Teilen der Gesellschaft stellen. Auch heute denken noch viele Leute wie die Taliban &#8211; eine Frau, die in einer so progressiven Sendung zu sehen ist, <a href="http://www.afghanstardocumentary.com/" target="_blank">passt da einfach nicht ins Bild</a>.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/DentE2ydnMI" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DentE2ydnMI" /></object></p>
<p><strong>Wie auch Ellaha Soroor, glaubten während dieser Staffel Tausende an ihre Chance auf den internationalen Durchbruch und auf 3000 Dollar Siegprämie. Doch viel wichtiger als die Karriere eines Popstars ist es sicherlich, überhaupt die Möglichkeit zu haben, ein Stück Unabhängigkeit zu genießen. Und so versucht viele Jugendliche aus Afghanistan ihr Glück &#8211; viele sicherlich auch in dem Bewusstsein, dass es für sie am Ende vermutlich leider doch nicht reichen wird.</strong></p>
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		<title>Shoppen in Afghanistan: Das Kabul City Center</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Paris. Mailand, Berlin - wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Paris. Mailand, Berlin &#8211; wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. </strong>Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren.<strong> </strong></p>
<p>Die <strong>Metropole in Afghanistan</strong>, in der sich eine Shopping-Tour durchaus lohnt, ist natürlich Kabul. Schließlich wollen die 2.5 Millionen Einwohner, von denen immerhin rund 60 Prozent berufstätig sind, nach Feierabend etwas erleben. Auch wenn sich viele der Menschen in Afghanistan bei weitem nicht den Luxus leisten können, den wir in Deutschland gewohnt sind.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/kabul_afghanistan_familienausflug-ins-city-center_01.jpg" alt="Ein Familienausflug ins neue City-Center in Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Das Shooping-Erlebnis im City-Center Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Aber gibt es in Kabul überhaupt so etwas wie eine Einkaufszone? Oh ja, und was für eine: Das <strong>Kabul City Center</strong> wurde im Jahr 2003, nach dem Krieg, gebaut und ist mittlerweile zum Symbol für die <strong>Zukunft in Afghanistan</strong>, mindestens aber von Kabul geworden.</p>
<h3>Luxus und Unabhängigkeit in Afghanistan</h3>
<p>Nicht nur die große Halle mit riesiger Rolltreppe zeugt von einem modernen, ja innovativen Flair. Während Cafés und Bars sämtlichen Standards spielend genügen und in Coffee Store-Manier alle Variationen des beliebten Heißgetränks zu bieten haben, können Fanartikel von Kinostars aus Bollywood und Hollywood erstanden werden. Mode ist selbstverständlich ein Thema, das auch und gerade im Kabul City Center eine wichtige Rolle spielt. </p>
<p>Kleidung, Kino und Kaffeekultur &#8211; die <strong>islamische Kultur </strong>vermischt sich immer mehr mit dem Westen &#8211; oftmals ist dieser Wandel natürlich nicht unproblematisch. Doch gerade für die wohlhabenden <strong>Frauen in Afghanistan</strong> ist das Kabul Shopping Center ein beliebter Zufluchtsort, der ihnen die Freiheit ermöglicht, die sie auf den Straßen in Afghanistan sonst (noch) nicht haben.</p>
<p><strong>Der neue Reichtum in Kabul spaltet die Stadt in arm und reich auf &#8211; die Entwicklung zu mehr finanzieller Unabhängigkeit wird jedoch irgendwann auch beim kleinen Mann landen. So wie der Islam diese Entwicklung (an)erkennen sollte, so muss auch der Westen begreifen, dass es sich lohnt, über diese neue Seite von Afghanistan zu berichten.</strong></p>
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		<title>Frauen-Boxen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Burka]]></category>
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		<description><![CDATA[Frauen-Boxen genießt nach wie vor nicht das Ansehen, das dieser Sport eigentlich verdient. In Deutschland kämpfen jedoch einige Damen äußerst erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz und damit auch für das Frauen-Boxen. Es kann sogar sein, dass sie es in ein paar Jahren mit Frauen aus Afghanistan zu tun bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen-Boxen genießt nach wie vor nicht das Ansehen, das dieser Sport eigentlich verdient. In Deutschland kämpfen jedoch einige Damen äußerst erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz und damit auch für das <strong>Frauen-Boxen</strong>. Es kann sogar sein, dass sie es in ein paar Jahren mit Frauen aus Afghanistan zu tun bekommen, wie <a title="Boxerinnen von Kabul Afghanistan" href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=63" target="_blank">dieser Artikel in der ZEIT</a> berichtet.</p>
<h3>Vielleicht sind Profikämpfe im Frauen-Boxen schon bald Realität</h3>
<p>Vor einigen Jahren wäre es sicherlich überhaupt nicht vorstellbar gewesen, dass Frauen aus Afghanistan mit Boxhandschuhen im Ring stehen und sich gegenseitig bekämpfen. Mittlerweile jedoch ist Afghanistan liberaler, ja freier geworden. Viele Frauen haben ihren Schleier abgenommen, arbeiten oder studieren &#8211; insbesondere die <a title="Studium in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/studium-und-wissenschaft-in-afghanistan/" target="_blank">Universitäten in Afghanistan</a> (etwa in Kabul) sind nicht nur ein Ort, um sich den Wissenschaften hinzugeben, sondern auch sportlichen Aktivitäten, wie etwa dem Boxsport.</p>
<h3>Frauen-Boxen in Afghanistan; auch ein Kampf gegen alte Werte</h3>
<p>Das Erbe, das der Krieg in Afghanistan hinterlassen hat, ist zwar nach wie vor zu spüren &#8211; doch für viele der jungen Menschen ist es der Krieg der älteren Generation, nicht der ihre. Viele blicken nach vorn, um ihre Chancen zu zu nutzen und neue, früher nicht einmal denkbare Wege zu beschreiten. <strong>Frauen-Boxen</strong>, wenn möglich sogar im Profi-Bereich, ist für einige junge Damen aus Afghanistan nicht nur eine Herausforderung, sondern auch und gerade eine lukrative Alternative.</p>
<p>Der Kampf im Ring ist für weibliche Jugendlichen in Afghanistan auch ein Kampf gegen die eigenen Eltern, die ihre Kinder mit einigem Misstrauen und nur mit Widerwillen unterstützen. Doch auch sie scheinen zu erkennen, dass dieser Mut keine Schande ist, sondern mit Ehre und Erfolg belohnt wird.</p>
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		<title>Die Augen von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Foto]]></category>
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		<description><![CDATA[Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf Steve McCurry gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Fotografie eines kleinen Mädchens aus Afghanistan, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf <strong>Steve McCurry</strong> gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">Fotografie eines jungen Mädchens</a> aus <strong>Afghanistan</strong>, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.</p>
<h2>Ein Portrait auch von Afghanistan</h2>
<p>Das Portrait des Künstlers zeigt <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">ein Mädchen in Afghanistan</a> &#8211; obwohl es in Lumpen eingehüllt ist, wirkt der purpurfarbene Stoff, ja die gesamte Erscheinung erhaben. Stolz und Erhabenheit sind jedoch auch hier nur die eine Seite der Medaille; die leuchtend grünen Augen des Mädchens, die den Betrachter förmlich zu durchbohren scheinen, zeugen auch von einer tiefen Trauer und einer Last, die das Kind kauf seinen schmalen Schultern zu tragen hat.</p>
<p>Sharbat Gula, so fand McCurry später den Namen <strong>des Mädchens aus Afghanistan</strong> heraus, befand sich damals, 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan. Der Künstler legt großen Wert darauf, dass auch an diesem Foto nichts gestellt oder inszeniert ist &#8211; es ist die Realität dieses Kindes, sich in Ansehung der Not und des damit verbundenen Elends dennoch seine Würde, oder vielleicht einfach nur Haltung zu bewahren.</p>
<h3>Ein Bild von einem Mädchen aus Afghanistan, das mehr als tausend Worte spricht</h3>
<p>Gleichzeitig spricht dieses Bild mehr als tausend Worte; die stechend leuchtenden Augen des Mädchens aus Afghanistan scheinen uns zu durchbohren, lassen uns aber eigentlich einen Blick in unser Innerstes werden.</p>
<p>Wir, die im Überfluss leben, können uns so vieles kaufen &#8211; wie sieht es aber in uns aus? Können wir noch in den Spiegel oder in die Augen des Mädchens auf dem Foto von <strong>Steve McCurry</strong> schauen, wenn wir nur für uns selbst sorgen und die Probleme anderer dabei aus den Augen verlieren?</p>
<p><strong>Das Foto von McCurry repräsentiert die zwei Seiten, die sich in den Menschen aus Afghanistan immer wieder zeigen. Zum einen ist es der Stolz, den die Menschen am Hindukusch zu Recht in sich tragen, zum anderen die Angst angesichts einer doch nach wie vor ungewissen Zukunft. Weitere Werke, die von McCurry im Laufe der Jahre entstanden sind, präsentiert der <a title="Steve McCurry" href="http://www.stevemccurry.com" target="_blank">US-amerikanische Fotojournalist</a> auf seiner Homepage</strong><strong>.</strong></p>
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		<title>Soap-Opera im Fernsehen spaltet ganz Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 06:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland sind Seifenopern kaum noch aus der Fernsehlandschaft wegzudenken. Serien wie &#8220;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8221;, &#8220;Unter uns&#8221;, und wie sie auch alle heißen, locken die Massen täglich vor die Flimmerkiste. Doch eine Seifenoper, die in Afghanistan jeden Freitag ausgestrahlt wird, toppt den Erfolg der hiesigen, durchgestylten Produktionen um Längen  &#8211; und zieht damit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland sind Seifenopern kaum noch aus der Fernsehlandschaft wegzudenken.</strong> Serien wie &#8220;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8221;, &#8220;Unter uns&#8221;, und wie sie auch alle heißen, locken die Massen täglich vor die Flimmerkiste. Doch eine Seifenoper, die in Afghanistan jeden Freitag ausgestrahlt wird, toppt den Erfolg der hiesigen, durchgestylten Produktionen um Längen  &#8211; und zieht damit den Unmut der Mullahs auf sich.</p>
<h2>Der Freitag ist in Afghanistan ein wichtiger islamischer Tag</h2>
<p>Der Freitag ist in Afghanistan nicht einfach nur ein Tag, der das Wochenende einläutet. Bei den Mullahs, den islamischen Geistlichen, ist dieser Tag heilig; in Gottesdiensten treffen sich die Menschen zum Gebet – oder besser gesagt, sie trafen sich. Schuld daran ist eine Soap-Opera, die den ungewöhnlichen Namen &#8220;Die Schwiegermutter war auch einmal eine Schwiegertochter&#8221; trägt. Bis zu 90 Prozent der Menschen in den Städten Afghanistans versammeln sich vor den Fernsehern; die Gottesdienste bleiben immer häufiger leer.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/afghanistan_fernsehen_satellitenschuessel.jpg" alt="Sogar wie hier in der Region Bamiyan haben die Häuser Satellitenschüsseln auf dem Dach." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Viele Häuser haben Satellitenschüsseln auf dem Dach</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Nachdem bereits einige Gottesdienste verschoben werden mussten, liefen die Geistlichen in Afghanistan jüngst gegen die Fernsehserie Sturm, die von den Fernsehsendern Tolo und Afghan TV ausgestrahlt wird. Seiher ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Fernsehstationen.</p>
<h2>Kultur und Freiheit in Afghanistan</h2>
<p>In Wahrheit geht das Problem natürlich tiefer – die Freiheiten, die sich die Menschen in Afghanistan, aber auch das Fernsehen und der Journalismus herausnehmen, rütteln an den Grundfesten von Moral und Anstand. Internationale Beziehungen zu Nachbarländern, vorsichtige Anflüge von Sexualität faszinieren, ja befreien die Menschen. Das wird vor allem von den religiösen Führern des Landes nicht gern gesehen.</p>
<p>Tatsächlich scheint sich eine Öffnung hin zum Westen nicht aufhalten zu lassen. So strahlt der Fernsehsender Togo mittlerweile die weltweit erfolgreiche Serie &#8220;twenty four&#8221; aus, in der Hauptrolle Hollywood-Star Kiefer Sutherland. <strong>Zur großen Herausforderung der Menschen in Afghanistan zählt offensichtlich der Spagat, sich zwischen Moderne, dem Neuen und der eigenen Tradition zu positionieren.</strong></p>
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