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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Flüchtlinge</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Allein gegen alle &#8211; Überlebenskampf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 06:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, auf der Straße stehen, können wir nur ungläubig den Kopf schütteln.</p>
<p>Wie soll das Leben nun weiter gehen? Auch in Afghanistan stellen sich jeden Tag unzählige Menschen diese Frage. Das Schicksal eines jungen Mädchens, dem es genau so ergangen ist, <a title="Bücher von Deborah Ellis" href="http://www.rga-online.de/xray/index.php?red=2&amp;artikel=109108696&amp;rubrik=xray" target="_self">beschreibt die Autorin Deborah Ellis in ihren Büchern</a>. </p>
<h3><strong>Der Afghanistankrieg macht Shauzia zum Waisen und Flüchtling, raubt ihr aber nicht ihre Hoffnung</strong></h3>
<p>Alles, was Shauzia nach dem Ausbruch des Krieges in Afghanistan bleibt, ist ihr Hund Jasper. Mit ihm zusammen rettet sie sich zunächst in ein Flüchtlingslager in Pakistan. Bald aber muss sie erkennen, dass sie von nun an völlig auf sich allein gestellt ist. Das Mädchen stellt sich seinem schwierigen Schicksal und kämpft für seine Freiheit &#8211; all dies wird von Ellis so eindringlich und überzeugend dargestellt, dass sich der Leser Shauzias täglichen Kampf ums Überleben nicht entziehen kann.</p>
<p>Deborah Ellis reflektiert in &#8220;<strong>Am Meer wird es kühl sein</strong>&#8221; auch ihre eigenen Erlebnisse: Ihrer eindringlichen Schilderung von Shauzias Überlebenskampf liegt die Erfahrung zugrunde, die die Autorin selbst in Flüchtlingslagern in Afghanistan gemacht hat. Sie verbrachte viele Monate in verschiedenen Flüchtlingslagern und ließ sich die Situation dort selbst von betroffenen Frauen und Kindern schildern. Mit ihrem Buch leistet sie jetzt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Lage dieser Menschen und regt durch die von ihr geschaffenen  intensiven Gefühlswelten <a title="Nachdenken über Lage der Flüchtlinge" href="http://www.frieden-fragen.de/10330.html" target="_self">zum Nachdenken an</a>.</p>
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		<title>Angelina Jolie – Veränderungen für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 08:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen. Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei Angelina Jolie, die im Oktober als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen.</strong> Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei <strong>Angelina Jolie</strong>, die im Oktober als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR  nach Afghanistan reiste.</p>
<h2>Angelina Jolie als selbstlose Botschafterin für Afghanistan</h2>
<p>Deutlich bewegt zeigte sich der Hollywood-Star, als sie ein Flüchtlingslager in Afghanistan besuchte. Echte Anteilnahme oder schauspielerisches Können zwecks eigener Vermarktung? Wie jüngst in einem Interview – als Jolie über ihre Mutter sprach – deutlich wurde, ist die 33-jährige Schauspielerin ein tief emotionaler Mensch. Die Reisen nach Afghanistan birgen zudem eine hohe Gefahr in sich; keine Frage, die Gründe für die Übernahme der Aufgaben einer Botschafterin spiegeln - zumindest zum Teil - eine innere, persönliche Bereitschaft wider.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie weint um Afghanistan"><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/angelina-jolie_schauspielerin-weint-um-afghanistan.jpg" alt="Angelina Jolie - die Hollywood-Schauspielerin in Afghanistan" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Angelina Jolie weint um Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Bild.de</span></div></p>
<p>Das <a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie in Afghanistan">Video zeigt Hollywood-Star Angelina Jolie</a> im Gespräch mit Menschen in Afghanistan. Im Hintergrund spricht sie über ihre Eindrücke der derzeitigen Lage:</p>
<blockquote><p><em>Seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 sind mehr als fünf Millionen Afghanen in ihre Heimat zurückgekehrt. Unter ihnen mehr als 4,3 Millionen mit Unterstützung des UNHCR (Hohes Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen). Afghanistan hatte schwer mit den Massen an Heimkehrern zu kämpfen. Das ist verständlich, handelt es sich um eine der größten Bevölkerungs-Bewegungen in der jünsten Geschichte. Diese Familien wurden für fast 30 Jahre vertrieben. Nun stehen viele Rückkehrer vor Wiedereingliederungs-Schwierigkeiten, einschließlich dem Mangel an Land, Unterkunft, Wasser und Grundleistungen wie Gesundheitsfürsorge für ihre Kinder. Sie sind auch von Dürre und einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen. </em></p>
<p><em>Wenn man sie fragt, was sie brauchen, dann lächeln sie und sagen: &#8220;Alles&#8221;. Wenn man sie fragt, welche Art von Arbeit sie wollen, dann sagen sie: &#8220;Jede&#8221;. Sie haben so viel gelitten und doch bleibt das afghanische Volk weiterhin gnädig und offen. Sie haben eine stille Würde. Als ich sie traf, fragten sie mich nur nach Hilfe, damit sie den Winter überleben können und nach Bildung für ihre Kinder so bald wie möglich. Und sie sagen: &#8220;Bitte erzieht unsere Kinder &#8211; sie sind unsere Zukunft.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Äußerst interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass <strong>Angelina Jolie</strong> in Afghanistan nicht mit Ihrem Mann Brad Pitt in Erscheinung trat; immerhin ist das Paar doch dafür bekannt, sich quasi als siamesischer Zwilling, als Brangelina eben, in der Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<h3>Angelina Jolie über die Menschen in Afghanistan</h3>
<p>Mit ernster, tiefer Stimme sprach <strong>Angelina Jolie</strong> den Menschen in Afghanistan eine düsteren Zukunft zu; hohe Preise für Lebensmittel, und natürlich die Armut, eine unzureichende gesundheitliche Versorgung und nicht zuletzt der mangelnde Bildungsstand  – dies sind die negativen Facetten, die der Hollywood-Star bei seinem zweitägigen Besuch in Kabul entdeckte.</p>
<p>Gleichzeitig findet Jolie in den Gesichtern der Menschen trotz aller widrigen Umstände ein Lächeln wieder. Neben dieser Einstellung darf jedoch nicht verschwiegen werden, was sich in den letzten Jahren auch in Afghanistan, insbesondere in den größeren Städten, wie etwa in Kabul oder Herat, getan hat. Einige wenige Schritte auf dem Weg in ein besseres Afghanistan wurden dort bereits getan; das Gesicht der Angelina  Jolie, das sie so medienwirksam gebraucht, um auf die vorherrschende Missstände, aber auch auf die Gütigkeit der dort lebenden Menschen aufmerksam zu machen, kann weniger für das Land am Hindukusch neue Impulse geben, <strong>als vielmehr das Denken der Menschen insbesondere in Amerika und Europa positiv beeinflussen.</strong></p>
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		<title>Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 11:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den “Executive Minister” für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/afghanistan-ministerium-fluchtlingsangelegenheiten.jpg" alt="Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></p>
<p><strong>Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den &#8220;Executive Minister&#8221; für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.</strong></p>
<h2>Pläne des Ministeriums für Flüchtlinge</h2>
<p>Gemeinsam mit Vinod Nelson war ich gespannt darauf, im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten in Kabul von den Plänen zur Rückführung von Flüchtlingen zu hören. Der &#8220;Executive Minister&#8221; Herr Ahadi gab zunächst einen Überblick über die Situation der Flüchtlinge in Pakisten, wo nach Angaben des UNHCR rund 1,5 Millionen Flüchtlinge in Lagern untergebracht sind. </p>
<p>Weitere 1,5 Millionen Menschen leben &#8220;illegal&#8221; im Nachbarland von Afghanistan. Es handelt sich um Flüchtlinge, die bereits seit mehr als 15 Jahre dort leben und wiederum Familien gegründet haben. Bei Gesprächen zwischen Vertretern der Regierung in Pakistan, den Vertretern der Regierung in Afghanistan und dem UNHCR konnte zwar keine endgültige Lösung für die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan gefunden werden, aber die anfängliche Forderung, 500.000 Flüchtlinge in diesem Jahr noch in Afghanistan unterzubringen, wurde auf 110.000 reduziert.</p>
<p>Etwa die gleiche Zahl von Flüchtlingen lebt im Iran. Die Forderung der iranische Regierung sei im Grunde nicht erfüllbar. Sie stimme zwar zu, dass die Flüchtlinge, die im Iran die Anerkennung als Flüchtlinge hätten und die einer Arbeit nachgingen, im Iran bleiben könnten, aber die rund 1,5 Millionen Flüchtlinge doch schnellstens nach Afghanistan zurückkehren müssten. Sie wollen 500.000 ausweisen.</p>
<p>Die Afghanische Regierung habe zwar Land, aber keine Möglichkeit diese Menschen in der großen Zahl unterzubringen. Das vor allem deshalb, weil die Flüchtlinge in der Regel alles aufgegeben haben. Größtenteils sind es auch Menschen, die aus Städten geflohen sind und von daher keine eigenen Besitztümer hatten.</p>
<p>Die Anfrage an ADRA war daher, beim Bau von Unterkünften sowie Wasser- und Abwasserversorgung in Bariquab, etwa 60 Kilometer von Kabul entfernt, behilflich zu sein. 15.000 Flüchtlinge oder 3500 Familien - überwiegend aus Pakistan - sollen dort eine neue Existenz aufbauen können.  Das bedeutet mehr als nur Unterkünfte. Das bedeutet auch Arbeitsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung und vieles mehr.</p>
<p><strong>Nach Aussage von Vinod Nelson, dem ADRA Direktor von Afghanistan, will ADRA 1000 Familien oder rund 6000 Flüchtlinge mit Unterkunft, Wasser und Abwasser versorgen. Ein entsprechender Antrag wird von ADRA Afghanistan vorbereitet. Nelson hofft, dass ein ADRA Partner in Europa einen entsprechenden Geldgeber findet.  Die Kosten belaufen sich auf rund 1 Million Euro.</strong></p>
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		<title>Ansiedlungsprogramm von Flüchtlingen in Bariquab</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 07:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herr Zahir, Ursula Meissner und ich sind auf dem Weg nach Bariquab, einem Gebiet 60 Kilometer von Kabul entfernt. ADRA führt dort mit Hilfe des Auswärtigen Amtes ein Winterhilfsprojekt für angesiedelte Flüchtlinge durch. Wir wollen das Gebiet besuchen, weil ADRA weitere Maßnahmen plant, um den Menschen nachhaltig zu helfen. In Absprache mit dem Ministerium für Flüchtlings- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Zahir, Ursula Meissner und ich sind auf dem Weg nach Bariquab</strong>, einem Gebiet 60 Kilometer von Kabul entfernt. ADRA führt dort mit Hilfe des Auswärtigen Amtes ein Winterhilfsprojekt für angesiedelte Flüchtlinge durch. Wir wollen das Gebiet besuchen, weil ADRA weitere Maßnahmen plant, um den Menschen nachhaltig zu helfen. In Absprache mit dem Ministerium für Flüchtlings- und Wiederansiedlungsprogramme geht es darum, mehr als 5000 Menschen zu einer Unterkunft zu verhelfen und ihnen Zugang zu Wasser, Toiletten und Abwasser zu ermöglichen. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/bariquab-fluechtlinge01.jpg" alt="Flüchtingsdorf in Bariquab, 60 Kilometer von Kabul entfernt" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Flüchtingsdorf in Bariquab, 60 Kilometer von Kabul entfernt. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wir fahren in Richtung Westen von Kabul</strong>, vorbei an großen Bauunternehmen mit großem Fuhrpark, an Speditionen und Lagerhäusern von Importeuren, die Dinge des täglichen Gebrauchs, aber auch Obst, Hühnchen,  Gemüse aus Pakistan und Iran importieren. Vorbei an einer Unzahl von Tankstellen und den weit von der Straße entfernten &#8220;US und ISAF- Kasernen&#8221;.</p>
<p>Unser Fahrer deutet mit seinem Finger auf großflächige Anlagen und meint: &#8220;Hier soll ein neues Kabul entstehen!&#8221; Ob, wie und wann das wirklich realisiert werden kann? Kaum einer hat darauf eine Antwort. Auf der wüstenähnlichen Landschaft fallen uns verschieden große Zelt auf, davor einige Kamele und natürlich Schaf- und Ziegenherden. &#8220;Nomaden?&#8221; frage ich. Der Fahrer nickt.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/bariquab-fluechtlinge02.jpg" alt="Trostlos liegt das Dorf der Flüchtlinge im Nebel" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Trostlos liegt das Dorf der Flüchtlinge im Nebel. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Schließlich sehen wir &#8211; etwa einen Kilometer vom Straßenrand entfernt &#8211; eine Ansiedlung von Hütten, die auf den ersten Blick wie ein altes Dorf wirkt. Wir sind in Bariquab. Ein öder Landstrich ohne Baum oder Strauch. Der Regen, den das Land so dringend braucht, hatte am Abend zuvor begonnen und macht die Landschaft nun noch trostloser. </p>
<p><strong>Es gibt keine Straße die direkt ins Dorf führt, nur Trampelpfade.</strong> Dem allradgetriebenen Fahrzeug wäre der Zugang schon möglich gewesen. Wir verzichten darauf und lassen uns von den herbeieilenden Dorfbewohnern über ihre Nöte aufklären. Sie sind von Pakistan, wo sie teilweise seit 20 Jahren lebten, mit ihren Familien zurück nach Afghanistan gekommen. Einige von ihnen mussten zunächst in den Ruinen von öffentlichen Gebäuden unterkommen. Jetzt haben sie, und das ist ja positiv, ein Stück Land bekommen. Außerdem Material, um ihre Häuser mit einer Latrine zu bauen. Auch ein Brunnen wurde für die rund 8000 Menschen errichtet.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/bariquab-fluechtlinge04.jpg" alt="Die Ältesten in Bariquab beklagen ihre Situation, keine Arbeit - kein Einkommen." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Ältesten in Bariquab beklagen ihre Situation. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Die sechs Ältesten beklagen sich darüber, dass weder eine Straße, noch eine Schule oder eine Krankenstation zur Verfügung stehen.</strong> Das größte Problem für sie ist jedoch die Frage, wie sie in dieser trostlosen Gegend überleben sollen, wo sie keine Arbeitsmöglichkeit haben. Gut für den, der einer Arbeit als Tagelöhner in Kabul nachgehen kann. 60 Kilometer entfernt liegt die Afghanische Hauptstadt. Die wöchentlichen Einnahmen eines solchen Glücklichen, der Arbeit gefunden hat, liegt bei 10 US $ die Woche. Und wenn &#8220;nur&#8221; Mädchen in der Familie sind &#8211; wer ist dann in der Lage, soviel Einnahmen zu haben, um zu überleben?</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtmBig">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/bariquab-fluechtlinge03.jpg" alt="Zwei Flüchtlingsjungen erzählen uns von ihrer Situation." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Zwei Flüchtlingsjungen erzählen uns von ihrer Lage. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Plötzlich rauscht ein amerikanischer Armeekonvoi vorbei. Gepanzerte Fahrzeuge, die hier patrolieren. Ich frage mich: <strong>&#8220;Wird dieses Land Afghanistan durch Militäreinsätze oder eher durch den Einsatz von NGO&#8217;s wie uns als ADRA eine Chance haben? Werden die beiden Jungen eine Chance bekommen? Werden sie bessere Zeiten erleben?&#8221;</strong></p>
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