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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Computer</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Bogol Bazi und andere Kinderspiele in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland haben wir eine ganze Reihe von Spielen, die man zwischendurch spielen kann. Egal ob zu Hause oder während der Autofahrt auf der Rückbank &#8211; insbesondere  für Kinder  sind die Möglichkeiten schier grenzenlos. In Afghanistan ist die Anzahl der Spiele, die für die nötige Abwechslung und Entspannung sorgen, ungleich geringer. Dennoch hat sich auch im Land am Hindukusch eine Tradition aus Brett- und Gesellschaftsspielen herausgebildet, deren Erwähnung sich lohnt.</p>
<p>Natürlich können die Menschen in Afghanistan nicht einfach in den Spielzeugwarenladen gehen und sich das neueste Spiel aus dem Regal ziehen. An Computerspiele ist in weiten Teilen des Landes erst recht nicht zu denken &#8211; schließlich sind nicht einmal Computer vorrätig.</p>
<p>Not macht bekanntlich erfinderisch &#8211; schon aus diesem Grunde darf man davon ausgehen, dass sich die Menschen aus Afghanistan eine Menge haben einfallen lassen, um sich den Alltag zu versüßen. Einige dieser Spiele mögen aus unserer Sicht recht befremdlich erscheinen &#8211; was zum einen an der doch verschiedenartigen Kultur und den Traditionen liegt, zum anderen aber auch daran, dass  wir hierzulande einfach verwöhnt sind und mit Spielen förmlich überschüttet werden.</p>
<h3><strong>Wurf- und Würfelspiele in Afghanistan</strong></h3>
<p>Auch in Afghanistan gibt es Wurf- und Würfelspiele &#8211; anders als bei dem hier so beliebten Spiel <em>Kniffel</em> werfen die Menschen am Hindukusch im Falle von <em>Bogol Bazi</em> jedoch keine Würfel, sondern Knöchel von Kamelen oder Schafen. Anstelle von Zahlen kommen bei diesem Spiel Pferd, Esel, Tschak und Pok zum Einsatz; gespielt wird mit zwei Knöcheln, wobei nur ganz bestimmte Kombinationen gewinnen.</p>
<p>Vom  Prinzip her unterscheidet sich das Spiel <em>Bogol Bazi</em> somit gar nicht so den einfacheren Gesellschaftspielen, die in Deutschland tagtäglich gespielt werden. Auch <em>Zanjier</em> (Kette) ist ein Spiel, bei dem Kinder eine Kette bilden, um schließlich nacheinander trommelnd oder Schalmei spielend unter den Armen der anderen Kinder durchzulaufen (so  die stark verkürzte Anleitung des traditionsreichen Spiels in Afghanistan).</p>
<p>In Afghanistan gibt  es eine ganze Reihe weiterer Kinderspiele, die in Schulen und in der Freizeit der Kinder Anwendung finden. Trotz der vorhandenen Unterschiede stellt man auch bei diesen Spiele häufig fest, wie ähnlich sie der deutschen Spielmentalität durchaus sind. Es lohnt sich also, auch hier auf Entdeckungsreise zu gehen und das eine oder andere Spiel vielleicht einmal selbst auszuprobieren.</p>
<p><strong>Weitere Kinderspiele aus Afghanistan finden Sie auf </strong><a href="http://www.afghan-aid.de/index.htm"><strong>www.afghan-aid.de</strong></a><strong>.</strong></p>
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		<title>Studium und Wissenschaft in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 08:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl Afghanistan nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt ist, ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass das Land am Hindukusch in technologischer wie wissenschaftlicher Hinsicht nichts zu bieten hat. Bestes Beispiel hierfür ist die ACSA (die „Afghan Computer Science Association“), die sich in der Hautstadt Kabul befindet. Eines der Hauptziele der ACSA besteht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Obwohl Afghanistan nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt ist</strong>, ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass das Land am Hindukusch in technologischer wie wissenschaftlicher Hinsicht nichts zu bieten hat. Bestes Beispiel hierfür ist die ACSA (die „<a target="_blank" href="http://www.acsa.org.af/" title="Afghan Computer Science Association">Afghan Computer Science Association</a>“), die sich in der Hautstadt Kabul befindet.</p>
<p>Eines der Hauptziele der ACSA besteht darin, Software Applikationen in den offiziellen Sprachen des Landes Paschtu und Dari zu entwickeln, um sie so einem Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/internet-cafe-kabul.jpg" alt="Internet Café in Kabul, Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Internetcafé in der Afghanischen Hauptstadt Kabul</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Die Nutzung dieser Computer-Tools für die breite Masse ist angesichts des geringen Bildungsstandes, aber auch aufgrund der beschränkten Möglichkeiten zur Nutzung des Internets, noch weitgehend Zukunftsmusik. Immerhin wurde im April 2002 das erste Internetcafé eröffnet.</p>
<p>Nur wenige Menschen wissen hierzulande zudem, dass die größte Stadt Afghanistans gleichzeitig eine Universitätsstadt ist. Auch wenn Universität infolge des Krieges vollständig zerstört wurde, so blieb das geistige Potential der Menschen erhalten. Und so bietet die neue „American University of Afghanistan“ jungen Menschen die Möglichkeit, sich die Expertise über Informationstechnologien und Wirtschaft anzueignen, die sie international konkurrenzfähig macht.</p>
<p><strong>Sowohl die „Afghan Computer Science Association“ als auch die Studenten des Landes sind eindrucksvolle Beweise dafür, dass Talent, Intelligenz und Bildung Güter sind, die Afghanistan in den nächsten Jahren fit für eine bessere Zukunft machen könnten.</strong></p>
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		<title>Cyber Café Kabul &#8211; Aufbruch in die Moderne</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 05:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internetcafé in Kabul, das ich gelegentlich besuche, scheint besonderen Wert auf die Privatsphäre seiner Kunden zu legen. Die Computer sind so geschickt aufgestellt, dass man nahezu unbeobachtet surfen kann. Und das aus gutem Grund: Die meist männlichen Kunden nutzen das Internetcafé in erster Linie, um auf Partnersuche zu gehen oder auf erotischen Seiten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Internetcafé in Kabul, das ich gelegentlich besuche, scheint besonderen Wert auf die Privatsphäre seiner Kunden zu legen.</strong> Die Computer sind so geschickt aufgestellt, dass man nahezu unbeobachtet surfen kann. Und das aus gutem Grund: Die meist männlichen Kunden nutzen das Internetcafé in erster Linie, um auf Partnersuche zu gehen oder auf erotischen Seiten zu surfen.</p>
<p>Doch etwa ein Viertel der Internetnutzer in Kabul sind inzwischen Frauen, die meisten von ihnen Studentinnen. Sie recherchieren für Seminare und pflegen Kontakte zu Verwandten und Freunden im Ausland. In den Cafés sitzen Frauen und Männer ganz selbstverständlich nebeneinander an den Computern. Die Frauen tragen meist einfache Kopftücher. Die traditionellen Schranken zwischen Mann und Frau in Afghanistan vermochte aber auch das World Wide Web nicht ganz zu überwinden, was an den Poststellen Kabuls deutlich wird. Weil viele Kunden noch nicht wissen, wie man einen Computer bedient, hält die Post zwei Berater für den Kundendienst bereit, eine Frau für die Frauen und einen Mann für die Männer.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/internet-cafe-kabul.jpg" alt="Seminar für Textverarbeitung an der Uni Kabul: 25 Studentinnen teilen sich fünf Computer." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Seminar für Textverarbeitung an der Uni Kabul: 25 Studentinnen teilen sich fünf Computer.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Dass das World Wide Web so schnell nach Afghanistan kam, ist einem in New York lebenden afghanischen Geschäftsmann zu verdanken. Gleich nach der Vertreibung der Taliban aus Kabul, gründete er die Afghan Wireless Communication Company und bot dem Ministerium für Kommunikation eine 20-prozentige Beteiligung an. Der Vertrag über 15 Jahre wurde erstaunlich schnell unterzeichnet und bereits im Juli 2002 eröffnete Bennet Bayer im Intercontinental Hotel in Kabul das erste Internetcafé.</p>
<p>Inzwischen gibt es in Kabul und anderen größeren Städten zahlreiche Internetcafés unterschiedlicher Betreiber. Die günstigeren nehmen umgerechnet einen US-Dollar für eine Stunde. Bei einem durchschnittlichen Tageseinkommen von unter zwei US-Dollar ist Surfen für Afghanen also Luxus. Dennoch ist der Andrang groß und die Kunden warten gern auf Holzbänken vor den Cafés.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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