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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Bundeswehr</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Mehr positive Meldungen über Afghanistan, bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum. Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellen Sie sich vor:</strong> Sie sind Unternehmer (vielleicht sind Sie das ja auch) und entsenden Ihr  bestes Team, um im Ausland ein Projekt durchzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Würden Sie es akzeptieren, wenn immer wieder nur Negativmeldungen auf Sie einprasseln? Wohl kaum.</p>
<p>Doch genau dies passiert seit nunmehr fünf Jahren in Afghanistan. Unser &#8220;Team&#8221;, d.h. die Soldaten der Bundeswehr, <a title="Bundeswehr aufgestockt" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1779" target="_self">das jüngst wieder um 600 Mann aufgestockt wurde</a>, hat offenbar nichts Positives zu vermelden. Würden wir in den Medien nicht immer wieder deutsche oder US-Soldaten erblicken, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass in Wahrheit gar niemand vor Ort ist.</p>
<p>Sicherlich würde man den Soldaten, die in ihren Einsatzgebieten Ihr Leben riskieren, damit Unrecht tun. Gefragt ist also die Politik, die uns schlichtweg im Unklaren über den Erfolg der in Afghanistan durchgeführten Operationen lässt.</p>
<h3>Die Bundesregierung schweigt sich zu Afghanistan nach wie vor aus</h3>
<p>Was allerdings verwundert &#8211; schließlich scheint die Strategie doch aufzugehen: Oder warum werden die Bemühungen, weitere Truppen nach Afghanistan zu senden, nun wieder forciert? Die Bundesregierung um Angela Merkel hüllt sich zu diesem Thema in Schweigen &#8211; die Frage ist nur, was uns diese mangelnde Redseligkeit verrät: Hat die Bundesregierung schlicht keinen &#8220;brauchbaren&#8221; Plan für den Wiederaufbau und die Sicherung in Afghanistan oder möchte sie in ihren zielgerichteten, und damit langfristigen Bemühungen keine (kurzfristige) Kritik aufkommen lassen?  </p>
<p>Kurios ist zudem: Erfolgsmeldungen der Taliban bekommen wir förmlich auf einem Silbertablett serviert. Die PR &#8220;in diese Falsche Richtung&#8221; funktioniert also prächtig; schließlich verschaffen wir den Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen (und das schon über so viele Jahre hinweg).</p>
<p>Fakt ist, dass die ewigen, negativen Schlagzeilen häufig nur noch beiläufig wahrgenommen werden. Viele Bundesbürger haben einfach den Eindruck gewonnen, dass sich Afghanistan in einer Endlosschleife befindet. Warum also nicht einfach mal eine Positiv-Schlagzeile? <strong>Dass es diese Meldungen gibt, ist unstreitig &#8211; seit rund einem Jahre berichten wir schließlich über &#8220;das andere, positive Afghanistan&#8221;.</strong></p>
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		<title>Interview mit Afghanistan-Kenner Boris Barschow</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits vor einigen Wochen haben wir ZDF-Journalist und Reporter Boris Barschow (41) hier im Afghanistan-Magazin vorgestellt. Er ist Mitglied der Jury des Fotowettbewerbs und - ebenso wie Fotojournalistin Ursula Meissner - vielgereister Experte und Autor über Afghanistan. Heute gibt uns Barschow einige Antworten auf seine Sicht über "das andere Afghanistan".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bereits vor einigen Wochen haben wir ZDF-Journalist und Reporter Boris Barschow (41) <a title="Boris Barschow - Kabul, ich komme wieder" href="http://afghanistan.adra.de/boris-barschow-in-afghanistan-kabul-ich-komme-wieder/">hier im Afghanistan-Magazin vorgestellt</a>.</strong> Er ist Mitglied der <a title="Jury Afghanistan-Fotowettbewerb" href="http://afghanistan.adra.de/die-jury-des-afghanistan-fotowettbewerbs/">Jury unseres Fotowettbewerbs</a> und &#8211; ebenso wie <a title="Fotojournalistin Ursula Meissner" href="http://afghanistan.adra.de/buch/ursula-meissner/">Fotojournalistin Ursula Meissner</a> &#8211; vielgereister Experte und Autor über Afghanistan. Heute gibt uns <strong>Boris Barschow</strong> einige Antworten auf seine Sicht über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/09/boris-barschow_kabul-ich-komme-wieder_afghanistan_01.jpg" alt="Boris Barschow in Afghanistan: Kabul, ich komme wieder" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Boris Barschow in Afghanistan: Kabul, ich komme wieder</span><span class="ImageTextC">© Christoph Schieder</span></div></p>
<p><strong>Im Buch &#8220;Kabul, ich komme wieder&#8221; beschreiben Sie ja Ihre Erfahrungen aus Ihrer Zeit in Afghanistan. Was waren für Sie die prägendsten Erlebnisse?</strong></p>
<p>Die prägendsten Momente waren die vielen Begegnungen mit Afghanen. Eine sympathische Herzlichkeit, die ich hier in Deutschland selten finde. Ich habe zusammen mit einem Afghanen in Kabul eine Firma gegründet, damit mein afghanischer Freund eine bessere Zukunft bekommt. Als wir die Ämter in Kabul aufsuchten, um diese Firma gründen zu können, war das der schönste Tag meines Einsatzes &#8211; als wir unsere Behördengänge machten. Niemand beschwerte sich, dass jemand in Uniform in einer Behörde aufschlägt &#8211; es war so selbstverständlich für die Afghanen, das hätte ich nie gedacht. Ich habe wirkliche Freunde gefunden in Afghanistan und ich kann es kaum erwarten, sie in Afghanistan wieder zu treffen. Einer von ihnen hatte mich schon in Deutschland besucht. Das war richtig klasse, aber auch traurig, weil ihn die Eindrücke hier erschlagen haben &#8211; vor allem, dass man auf der Straße nicht um sein Leben bangen muss.</p>
<p><strong>Welche Tätigkeitsschwerpunkte hatten Sie bei Ihrem Aufenthalt? Wie sah Ihr Alltag aus?</strong></p>
<p>Ich war in zwei Einsätzen insgesamt sieben Monate Chefredakteur der ISAF Zeitung <a title="Sada-e-Azadi" href="http://www.sada-e-azadi.net/en/index.htm" target="_blank">Sada-e-Azadi</a>, die in einer Auflage von mittlerweile 400.000 Stück, die alle zwei Wochen erscheint. Ein Wochenblatt für die Afghanen &#8211; die hochwertigste Zeitung, die in Afghanistan erscheint, mit der wir informieren, aber auch Aufmerksamkeit schenken wollen. Für mich ein Schlüssel zum &#8220;Erfolg&#8221; in Afghanistan. Ich hatte westliche zivile Journalisten und afghanische Kollegen zu führen, dazu noch die Kameraden der Bundeswehr &#8211; die waren und sind immer noch verantwortlich für die vielen Billboards und andere Informationskampagnen. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, aus dem Feldlager herauszukommen, um Afghanen, Land und Kultur kennenzulernen. Diese zwei Einsätze haben mein Leben komplett verändert&#8230; und für diese Erfahrung bin ich sehr sehr dankbar.</p>
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<p><strong>Was können Sie uns über Afghanistan erzählen, was den Menschen in Deutschland vielleicht noch unbekannt ist?</strong></p>
<p>Dass die Menschen die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Sie glauben an uns, davon konnte ich mich selber überzeugen, weil ich eben da war in diesem Land und mit den Menschen geredet habe. Viele so genannte Experten, die immer wieder in den einschlägigen Talkshows auftreten, kennen Afghanistan meist nur von den heimischen Konferenztischen. Am Hindukusch herrscht ein Krieg der Bildung, ein Krieg der Worte&#8230; trotz allem geben die Menschen nicht auf und stecken all ihre Energie in ihre Kinder, die irgendwann einmal die Geschicke ihres eigenen Landes leiten sollen. Viele Afghanen haben mir aufgetragen, in Deutschland &#8220;Danke&#8221; zu sagen. Mit unserer <a title="Melmapalena" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=544" target="_blank">Veranstaltung &#8220;Melmapalena&#8221; am 13.12.08 in Frankfurt</a> möchte ich zusammen mit <a title="Orientpalace" href="http://www.orientpalace.de" target="_blank">Khalid A. Dayani</a> zeigen, dass dieser Dank angekommen ist.</p>
<p><strong>Wie können wir das Verständnis für Afghanistan und die Menschen in Afghanistan noch weiter fördern?</strong></p>
<p>Indem wir Aufmerksamkeit hierzulande schaffen, indem wir die motivieren, diejenigen für Afghanistan zu interessieren, die sich bisher noch nicht betroffen fühlten. Dieses Land geht uns alle an, nur haben das noch nicht viele verstanden. Deshalb habe ich auch &#8220;Kabul, ich komme wieder&#8221; geschrieben und deshalb ist auch das <a title="Afghanistan-Weblog von Boris Barschow" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan" target="_blank">PHOENIX Afghanistan-Blog</a> entstanden.</p>
<p><strong>Was wünschen Sie sich für Afghanistan? </strong></p>
<p>Eine friedliche Zukunft, eine hoffnungsvolle Perspektive &#8211; damit das Land nicht mehr das ärmste Land der Welt bleibt.</p>
<p><strong>Wie können wir in Deutschland für Afghanistan aktiv werden? </strong></p>
<p>Schöne Frage. Erstens: Sich interessieren, sich dann eine eigene Meinung bilden und dann seinen Worten Taten folgen lassen. Das Internet ist voll von Ideen, wie man Afghanistan helfen kann. Ich sammle beispielsweise für <a href="http://www.aktion-cash.de/">www.aktion-cash.de</a>. 5.000 Euro hatten wir in zwei Schulen investiert. Das war gar nicht so schwer, wie ich vorher dachte, man muss es einfach nur tun.</p>
<p><strong>Ein Wort zum Schluss?</strong></p>
<p>Vergesst Afghanistan nicht&#8230;!</p>
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		<title>Boris Barschow in Afghanistan: Kabul, ich komme wieder!</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 06:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA[Boris Barschow ist ein besonderer Mann: Er ist ZDF-Journalist und Reporter. Und er ist zeitgleich Reservist bei der Bundeswehr – ohne vorher gedient zu haben. Als Journalist bekommt er vor allem die Schattenseiten Afghanistans zu Gesicht. Und als Reservist ist Afghanistan sicherlich nicht das geeignete Land, um sich für einen ersten Einsatz zu melden.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/09/boris-barschow_kabul-ich-komme-wieder_afghanistan_01.jpg" alt="Boris Barschow in Afghanistan: Kabul, ich komme wieder" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Boris Barschow in Afghanistan: Kabul, ich komme wieder</span><span class="ImageTextC">© Christoph Schieder</span></div></p>
<p><strong>Boris Barschow ist ein besonderer Mann:</strong> Er ist ZDF-Journalist und Reporter. Und er ist zeitgleich Reservist bei der Bundeswehr – ohne vorher gedient zu haben. Als Journalist bekommt er vor allem die Schattenseiten Afghanistans zu Gesicht. Und als Reservist ist Afghanistan sicherlich nicht das geeignete Land, um sich für einen ersten Einsatz zu melden.</p>
<p><strong>Boris Barschow tut es trotzdem.</strong> Er wird als Redakteur der Zeitschrift &#8220;<a target="_blank" href="http://www.sada-e-azadi.net/en/index.htm" title="Sada-e-Azadi">Sada-e-Azadi</a>&#8221; (Stimme der Freiheit) nach Afghanistan berufen – und er nimmt an. &#8220;Sada-e-Azadi&#8221; ist die auflagenstärkste Zeitung in Afghanistan, eine gern gelesene Zeitung, die in einer Auflage von 390.000 Stück alle zwei Wochen erscheint und mit Unterstützung der NATO herausgegeben wird.</p>
<p>Als Chefredakteur dieser Zeitschrift geht <strong>Boris Barschow</strong> nach Afghanistan – neugierig und doch mit einer Menge Angst. In Kabul angekommen, taucht er zuerst in die Welt der Soldaten ein, um später in die Welt eines (afghanischen) Journalisten zu wechseln und zuletzt als interessierter Beobachter das &#8220;andere Afghanistan&#8221; zu entdecken. Er ist so fasziniert von Land und Leute, dass er verspricht: &#8220;Kabul, ich komme wieder&#8221;, der Titel seines gleichnamigen Buches.</p>
<p>Barschow erzählt in &#8220;<strong>Kabul, ich komme wieder</strong>&#8221; von seinen afghanischen Kollegen, die ihm ans Herz wachsen, den Schwierigkeiten, die Zeitung in Paschtu und Dari herauszugeben – jeder Übersetzer will den Text anders interpretieren – und von der Herausforderung, ein Zeichen in einer Zeitung zu erklären, das Leben retten kann: &#8220;STOPP – Nicht weiterfahren&#8221;. Der Journalist zeigt sich vor allem als sensibler Beobachter, der sich schnell mit den Afghanen anfreundet, den aber eines von diesen freundlichen und stolzen Menschen trennt: Seine Uniform.</p>
<p>Trotzdem wagt sich Barschow unter die Menschen, besucht eine Schule. &#8220;Es zerbricht mir fast das Herz, wenn ich in die großen strahlenden Augen der Kinder sehe. Ihre Blicke sind voll Hoffnung und Freude. Ihre Hände – so geschunden von harter Arbeit daheim. Diese Kinder sind der ganze Stolz ihrer Eltern. Sie ernten die Kraft und den Mut ihrer Väter und Mütter, dürfen auf eine bessere Zukunft hoffen. Die, die keine Kinder haben, scheinen gleichweise verloren. Ich stelle mich vor die Klasse und begrüße sie.&#8221;</p>
<p>Barschow zeigt uns Afghanistan auf seine ganz bestimmte Art, als Journalist und Soldat in Afghanistan. Vor allem aber zeigt sein Buch die einfühlende Wertschätzung für die Menschen und ihr Land. Ein Buch, das jeder Afghanistan-Interessent lesen sollte.</p>
<p><strong>Boris Barschow: Kabul, ich komme wieder. vive!verlag, Lüneburg,  ISBN 987-3-9399 12-01-9</strong></p>
<p><strong>Das Afghanistan-Weblog von Boris Barschow:<br />
</strong><a href="http://blog.phoenix.de/afghanistan"><strong>http://blog.phoenix.de/afghanistan</strong></a></p>
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