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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Bamiyan</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Urlaub in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriositäten]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kabul]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Urlaub und Afghanistan sind sicherlich zwei Wörter, die die meisten von uns wohl kaum in einem Satz, mindestens aber mit einem "nicht" oder "niemals" nennen würden. Doch warum eigentlich nicht? Schließlich hat das Land, neben einer langen Tradition, eine Menge an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Urlaub und Afghanistan</strong> sind sicherlich zwei Wörter, die die meisten von uns wohl kaum in einem Satz, mindestens aber mit einem &#8220;nicht&#8221; oder &#8220;niemals&#8221; nennen würden. Doch warum eigentlich nicht? Schließlich hat das Land, neben einer langen Tradition, eine Menge an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten.</p>
<h2>Die Schönheit des Landes ist ein gutes Argument</h2>
<p>Kabul, die <strong><a title="Kabul, Hauptstadt von Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_self">Hauptstadt von Afghanistan</a>, </strong>kommt vielleicht auch Ihnen am ehesten in den Sinn, wenn Sie sich einmal zu diesem Gedankenexperiment hinreißen lassen. Immerhin ist diese größte Stadt zugleich das ökonomische und kulturelle Zentrum des Landes am Hindukusch &#8211; wer hier einen kürzeren oder längeren Aufenthalt plant, findet sogar einige Hotels, die auch für Ausländer geöffnet sind.</p>
<h3>Seenlandschaft in Afghanistan</h3>
<p>Neben Kabul sind es jedoch insbesondere die <strong>Band-e-Amir-Seen</strong> bei Bamiyan, die für den Tourismus eine herausragende Rolle spielen. Insgesamt sechs Seen bieten den Menschen aus Afghanistan, und immer wieder auch Urlaubern aus der ganzen Welt,  eine eindrucksvolle Kulisse und einen Hort der Entspannung. Hier baden Sie in saphirblauem Wasser oder gönnen sich einen entspannten Ausflug mit dem Tretboot. </p>
<p><img class="size-full wp-image-390" title="Urlaub in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/urlaub_in_afghanistan01.jpg" alt="Urlaub in Afghanistan" width="605" height="350" /><br />
<div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Urlaub in Afghanistan &#8211; Badeidylle in der Nähe von Bamiyan</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Umringt sind die Seen von riesigen Gebirgen, die zum Teil von begrünten Tälern durchzogen sind. Ein wahres Naturwunder, das sich einem <strong>im Herzen von Afghanistan</strong> erschließt. Was bereits in den 60er und 70er Jahren ein beliebtes Reiseziel war, wird heute aufgrund der Unruhen im Lande deutlich weniger frequentiert. Zu Unrecht, wie die Urlauber vor Ort immer wieder betonen.</p>
<h3>Kultur in Afghanistan</h3>
<p>Auch für diejenigen, die sich nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen mögen, hat die Region einiges zu bieten. Obwohl die Buddha-Statuen (<a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/">http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/</a>) von Bamiyan im März 2001 durch die Taliban zerstört wurden, sind ihre Überreste nach wie vor eine Reise wert und ziehen den Betrachter noch heute in den Bann. Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.</p>
<p><img class="size-full wp-image-391" title="Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/zerstoerte-buddha-statuen-in-bamiyan_afghanistan.jpg" alt="Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan" width="605" height="300" /><br />
<div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Kultur in Afghanistan &#8211; Zerstörte Buddha-Statuen in Bamiyan</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Eines steht wohl außer Frage: Je mehr Sicherheit wieder für die Menschen aus dem In- und Ausland gewährleistet werden kann, desto stärker werden die gesamte Region um Bamiyan vom Tourismus profitieren.</p>
<p><strong>Ob die Band-e-Amir-Seen in Afghanistan schon heute mit aller Sicherheit eine Reise wert sind, müssen Sie für sich entscheiden. Eine erste Anlaufstelle ist sicherlich das Reisebüro, das Auskünfte über die Sicherheit in Afghanistan und speziell in der Urlaubsregion erteilt.  </strong></p>
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		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
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		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Buddha-Statuen – Zerstörung und Wiederaufbau in Bamiyan</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 06:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Relgion]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Buddha-Statuen von Bamiyan wurden im März 2001 durch die Taliban zerstört. Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.
Die Entstehung der kleine Statue (ca. 34,5 Meter) wird auf das Jahr 500 und die der großen Statue (ca. 55 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Buddha-Statuen von Bamiyan wurden im März 2001 durch die Taliban zerstört.</strong> Bis zur Zerstörung befanden sie sich im 2500 Meter hoch gelegenen Tal von Bamiyan in Afghanistan und waren die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.</p>
<p>Die Entstehung der kleine Statue (ca. 34,5 Meter) wird auf das Jahr 500 und die der großen Statue (ca. 55 Meter) auf das Jahr 550 geschätzt. Beide sind aus rotem Sandstein gemeißelt und wurden bald das Ziel von Gelehrten und buddhistischen Pilgern.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/zerstoerte-buddha-statuen-in-bamiyan_afghanistan.jpg" alt="Die zerstörten Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, werden nun wieder aufgebaut" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die zerstörten Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner, Erich Lischek</span></div></p>
<p>Durch die Verdrängung des Buddhismus vom Islam war die Darstellung von menschlichen Figuren nicht mehr erwünscht und so sind die Statuen schon sehr früh der ersten Zerstörung zum Opfer gefallen. Trotzdem war Bamiyan bis zur Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion ein internationales Touristenziel. Während der Kriege war der Standort der Statuen ein immer wieder umkämpfter und strategisch wichtiger Ort, an dem die Höhlen als Munitionsdepots verwendet wurden. Am 21. März 2001 wurden die Statuen, nach mehreren vergeblichen Versuchen durch Panzer, Raketen und Geschützten, letztlich von Taliban-Milizen gesprengt.</p>
<p>Seit März 2004 ermöglicht das Deutsche Auswärtige Amt durch eine Finanzierung die Restauration der Statuen. Ein Restauratorenteam des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) arbeitet seitdem an der Bergung und Dokumentation der Felsfragmente. Dabei konnten die Experten den Entstehungszeitraum zwischen 500 und 550 bestätigen. In einer Lagerhalle vor der Nische des großen Buddhas werden die Felsstücke mit skulpierten Oberflächen gelagert.</p>
<p><strong>Von ihrer Reise nach Bamiyan im April 2008 haben Fotojournalistin Ursula Meissner und ADRA-Geschäftsführer Erich Lischek eindrucksvolle Aufnahmen von den zerstörthen Buddha-Statuen mitgebracht, die wir in einer Fotogalerie präsentieren:</strong></p><div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-5"><div id="ngg-image-68" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/10.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="10.jpg" alt="10.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_10.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
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	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/01.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="01.jpg" alt="01.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_01.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-70" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/02.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="02.jpg" alt="02.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_02.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-71" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/03.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="03.jpg" alt="03.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_03.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-72" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/04.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="04.jpg" alt="04.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_04.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-73" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/05.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="05.jpg" alt="05.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_05.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-74" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/06.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="06.jpg" alt="06.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_06.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-75" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/07.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="07.jpg" alt="07.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_07.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-76" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/08.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="08.jpg" alt="08.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_08.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
<div id="ngg-image-77" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
	<div class="ngg-gallery-thumbnail"  >
	<a href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/09.jpg" title="" rel="lightbox[buddha-statuen]" ><img title="09.jpg" alt="09.jpg" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/gallery/buddha-statuen/thumbs/thumbs_09.jpg" style="width:100px; height:75px;" /></a>
</div>
</div>
</div>
<div class='ngg-clear'></div>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan. Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).
 
Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. © Erich Lischek 
Das Krankenhaus in Panjab verfügt über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Krankenhaus in Panjab ist Teil des ADRA Projektes in der Provinz Bamiyan.</strong> Panjab als Ort hat etwa 10.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Bedeutung von Panjab ist &#8220;Fünf Wasser&#8221; (oder &#8220;Fünf Flüsse&#8221;).</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra01.jpg" alt="Im “Büro” des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Im &#8220;Büro&#8221; des Krankenhauses in Panjab erfahren wir mehr über die Gesundheitsarbeit. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Das Krankenhaus in Panjab verfügt über 31 Betten und hat eine Chirurgische Abteilung, eine Abteilung für allgemeine Krankheiten für Männer und eine Abteilung für Frauen und Kinder. Außerdem Entbindungsklinik, Ambulanzklinik für Männer, Frauen und Kinder, Impfabteilung, Röntgenanlage, ein Labor und zwei Apotheken: Eine fürs Krankenhaus und eine weitere für die Ambulanzen. Zum Komplex gehören außerdem eine Reparaturwerkstatt für die Krankenfahrzeuge und eine Wäscherei.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra03.jpg" alt="Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Einrichtung des Krankenhauses in Panjab ist sehr einfach. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Insgesammt arbeiten im Krankenhaus und den Ambulatorien 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich versorgen sie 2500 Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Allein in der Ambulanz für Frauen sind es von Sonntag bis Donnerstag noch einmal 40-50 Patientinnen täglich. Monatlich werden etwa 25 Kinder in der Klinik geboren.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/panjab-klinik-adra02.jpg" alt="Ursula Meissner bereitet sich auf ihre “Operation” vor." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner bereitet sich auf ihre &#8220;Operation&#8221; vor. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen. Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.
ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der abenteuerlichen Reise in die Provinz Bamiyan waren wir nun in der Stadt Panjab angekommen.</strong> Das Treffen mit Rebecca de Graaf, unserer Mitarbeiterin vor Ort, war herzlich und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.</p>
<p>ADRA hat die Aufgabe, das Gesundheitsystem in den Provinzen Varas und Bamiyan aufzubauen und weiter zu betreuen. In beiden Provinzen gibt es mittlerweile neun so genannte &#8220;Basic Health Center&#8221;. Dort sind jeweile eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, eine Hebamme und ein &#8220;Community Health Supervisor&#8221; tätig, außerdem zwei Impfärzte (&#8221;Vaccinators&#8221;) &#8211; einer an der Klinik und einer im mobilen Dienst.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan03.jpg" alt="Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ein Gesundheitszentrum in der Provinz Bamiyan, das von ADRA betrieben wird. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In jeder Provinz gibt es außerdem noch ein &#8220;Community Health Center&#8221;. Dort gibt es neben den bereits genannten Berufen jeweils zusätzlich noch einen weiteren Arzt. Außerdem gibt es in Panjab und in Varras noch jeweils ein Krankenhaus, über das ich im dritten Teil berichten werde.</p>
<p>Eine hervorragende Arbeit machen auch die so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221;. Pro Gesundheitszentrum gibt es 9 bis 20 Personen, die in Erste Hilfe ausgebildet sind. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter hängt von der Anzahl der Dörfer ab, die zum Einzugsgebiet der Gesundheitszentren gehören. Die Ausbildung dieser &#8220;Ersthelfer&#8221;, wie wir sie nennen würden, findet im Rahmen des Gesundheitsprogrammes in der Provinz Bamiyan statt, um bei kleineren Krankheiten Erste Hilfe leisten zu können. Sie haben z.B. Schmerztabletten, Durchfallmittel und andere Medikamente im Gepäck.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan01.jpg" alt="Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Behandlungsdaten werden von den Community Health Workers ans Gesundheitszentrum gemeldet. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Wie sie den Patienten behandelt haben, schreiben sie auf und geben diese Information an die Gesundheitszentren weiter. Die Patienten kommen dann in diese Einrichtung und werden dort weiter behandelt. Können sie dort nicht ausreichend versorgt werden, weil der Krankenpfleger oder die anderen Mitarbeiter nicht helfen können, werden diese dann an ein Krankenhaus in der Provinz oder ans Krankenhaus in Kabul überwiesen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/gesundheitsprojekt-adra-bamiyan02.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit Mitarbeitern eines Gesundheitszentrums. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Neben der Ausbildung der Community Health Workers gehören noch die Ausbildung von Hebammen sowie die Durchführung von Schulungen zum Thema Familienplanung, Mutter-Kind-Ausbildung u.a. zum Gesundheitsprogramm von ADRA. Auch die Arbeit der Impfärzte gehört mit zum Umfang des Programms, die Mütter und ihre Kinder entsprechend gegen Krankheiten impfen.</p>
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		<title>Besuch der Gesundheitsprojekte in Bamiyan (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer. Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reise zu den ADRA Gesundheitsprojekten in der Provinz Bamiyan war ein echtes Abenteuer.</strong> Nach zwölf Stunden Autofahrt über fünf Pässe um die 3500 Meter haben wir schließlich die Stadt Panjab erreicht. Am Saobarg Pass war ein LKW vom Weg abgekommen und versperrte uns den Weg. Erst musste der Weg freigeschaufelt werden, bevor wir weiterkonnten. Danach kam der Kharqol Pass und der Nargiss Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan.jpg" alt="Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der Weg nach Panjab in die Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>In einem &#8220;Hotel&#8221; in der Stadt Kharquol  haben wir geschlafen, weil der Fahrer nicht mehr konnte. Außerdem hatten wir noch mindestens drei Stunden Autofahrt vor uns, buchstäblich durchs Gelände, um ins zentrale Hochland zu kommen. &#8212; Die Schotterpiste &#8220;Straße&#8221; zu nennen, wäre ein Beleidigung für unser Feldwege! </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan02.jpg" alt="In diesem “Hotel” haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In diesem &#8220;Hotel&#8221; haben wir geschlafen, weil unser Fahrer zu müde war. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Projektleiterin Rebecca de Graaf hatte ja damit gerechnet, dass wir noch am Abend ankommen. Sie waren alle in Sorge und fragten bei Vinod Nelson, dem Direktor von ADRA Afghanistan, an, was los sei. Zu uns gab es keine Handy-Verbindung. Wir fahren weiter durch eine Landschaft, wie im Hochland der Anden oder des Himalaya. Wild und karg, dabei doch bezaubernd schön.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/weg-nach-panjab-bamiyan04.jpg" alt="Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Landschaft ist hier im Hochland wirklich beeindruckend. </span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek </span></div></p>
<p>Die Bewohner des zentralen Hochlandes – so erzählen uns die Mitarbeiter aus Afghanistan während der Fahrt – fühlen sich von der Welt vernachlässigt. &#8220;Das ganze Geld geht dorthin, wo sich die Leute bekriegen. Hier leben die Menschen unter der Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag.&#8221; sagen sie. Die Menschen haben bisher kaum Chancen, Lebensmittel haltbar zu machen. Die Hauptproduktion liegt auf Getreide. Es gibt Äpfel, aber kaum andere Obst- oder Gemüsesorten. In dieser Gegend baut auch niemand Mohn an. Honig wäre ein Produkt, das Einnahmen bringen könnte. Jedenfalls zeigt sich eine sehr starke Offenheit dafür.</p>
<p>Das Gespräch über die Nachhaltigkeit des Gesundheitsprojektes war für mich interessant. Der Projektkoordinator meinte, dass die kostenlose Behandlung durch die Ärzte auf die Dauer nicht möglich ist: &#8220;Woher soll ständig das Geld kommen? Die Betroffenen sollten in der Lage sein, dafür zu bezahlen. Dazu müssten sie aber über mehr Einkommen verfügen. Oder es muss ein &#8216;Versicherungssystem&#8217; aufgebaut werden.&#8221; Gute Überlegungen, denke ich bei mir.</p>
<p>Wir erreichen schließlich Panjab, einen Ort mit 10.000 Einwohnern und zugleich Hauptstadt des Distriktes Panjab in der Provinz Bamiyan.</p>
<p>Das Gesundheitsprojekt von ADRA hat etwa zwanzig Mitarbeiter. Sie unterhalten ein Krankenhaus, vier Kliniken, fünf Gesundheitszentren und drei Ambulanzfahrzeuge. Diese Einrichtungen darf man sich in Größe und Einrichtung bei Weitem nicht so vorstellen, wie bei uns in Deutschland. <strong>Im zweiten und dritten Teil meines Berichts werde ich die Arbeit der so genannten &#8220;Community Health Workers&#8221; vorstellen und über das Krankenhaus in Panjab berichten.</strong></p>
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		<title>Interview mit Erich Lischek zur Afghanistan-Reise</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom "anderen Afghanistan".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 26. März bis 7. April 2008 ist ADRA Geschäftsführer Erich Lischek zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner nach Afghanistan gereist. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und schildert seinen persönlichen Eindruck vom &#8220;anderen Afghanistan&#8221;.</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan01.jpg" alt="Interview mit Erich Lischek von ADRA zur Afghanistan-Reise" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner und Erich Lischek bei einer Mittagspause in der Provinz Bamiyan. </span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Herr Lischek, Sie sind nun zum zweiten Mal nach Afghanistan gereist. Was war der Anlass Ihrer Reise?</strong></p>
<p>Dafür gab es mehrere Gründe: Zunächst wollte ich mir erneut einen Überblick über den Stand und die Entwicklung der verschiedenen ADRA-Projekte in Afghanistan verschaffen. ADRA Afghanistan ist ja gewissermaßen ein Kind von ADRA Deutschland. Durch Verbindungen zu &#8220;ARDA&#8221;, einer einheimischen Organisation, die schon vor und während der Talibanzeit bestand, konnte ADRA Afghanistan 2001 aufgebaut werden.</p>
<p>Bis heute arbeiten ADRA und die in RARA umbenannte einheimische Organisation eng zusammen. Die Hilfsprojekte werden dabei neben privaten Spenden durch das Auswärtige Amt der Bundesregierung Deutschland und von USAID unterstützt.</p>
<p>Ein Ziel der Reise war das ADRA Gesundheitsprojekt in der Provinz Bamiyan sowie die natürlich auch damit verbundenen offiziellen Besuche bei den zuständigen Ministerien. Ein wesentlicher weiterer Grund der Reise in die Provinz, in dem die Buddha-Statuen als Weltkulturerbe von den Taliban zerstört worden sind, war die Einführung des <a href="http://afghanistan.adra.de/buch" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Buches von Frau Meissner</a> über das andere Afghanistan (&#8221;Afghanistan &#8212; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221;).</p>
<p><strong>Was waren für Sie die &#8220;Highlights&#8221; dieser Reise?</strong></p>
<p>Neben der abenteuerlichen 14-stündigen Autofahrt von Bamiyan nach Panjab über fünf Pässe, war ein weiteres Highlight sicher die Begegnung mit dem 33-jährigen Eigentümer des Zuhak Hotels. Natürlich auch die Begegnung mit der Projektleiterin Rebecca de Graaff, die als einzige Ausländerin seit Januar dieses Jahres in Panjab hingebungsvoll ihren Dienst verrichtet. Aber auch das Treffen mit der <a href="http://afghanistan.adra.de/afghanistans-frauen-draengen-in-die-politik/" title="Afghanistans Frauen in der Politik">einzigen Gouverneurin von Afghanistan</a>, die in der Provinz Bamiyan gewählt worden ist.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan03.jpg" alt="Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Besuch in einem Flüchtlingsdorf in Bariquab, 60 Km außerhalb von Kabul. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Eigentlich waren es so viele Höhepunkte, dass ich keinen missen möchte: Die spielerischen Drachenspiele oder das Gespräch mit Dr. Ihsan Ullah Shahir, dem Gesunheitsminister der Provinz Bamiyan, der uns erklärte, dass wir die Welt verändern könnten, wenn wir uns in Liebe begegnen würden. Oder auch der Besuch in der Botshaft und dem Goethe Institut, wo wir mit unserem Buch und der Arbeit von ADRA auf offene Ohren gestoßen sind.</p>
<p><strong>Sie sind ja gemeinsam mit der Fotojournalistin Ursula Meisser nach Afghanistan gereist, die in ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; die unbekannte Seite von Afghanistan zeigt. Haben Sie bei Ihrer Reise selbst noch neue Eindrücke bekommen? Was war für Sie noch unbekannt?</strong></p>
<p>Erstaunt hat mich die Provinz Bamiyan, wo Menschen auf der einen Seite den Boden noch mit mittelaterlich anmutenden Holzpflügen bearbeitet haben, aber wo ich andererseits doch relativ viele &#8220;Sateliten-Schüsseln&#8221; auf den Dächern sehen konnte. In manchen Bereichen scheinen die Menschen plötzlich im  21. Jahrhundert angekommen zu sein.</p>
<p>Enttäuschend für mich war es zu sehen, dass vielerorts nicht mehr die Initiative und Eigenbeteiligung der Menschen gefördert wird. Die Kritik ist auch verständlich: Es wurde so viel Geld nach Afghanistan geschickt und dennoch stellt sich die Frage, wo die Hilfe angekommen ist. Trotzdem gibt es Hotels und Einkaufszentren, die auch in jedem entwickelten Land stehen könnten.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p><strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<p>Ein großes Missverständnis ist, dass es angeblich keine Entwicklung in Afghanistan gibt. Ein weiteres, bedingt durch die Nachrichten, die uns täglich erreichen, dass an jeder Ecke eine Selbstmordattentäter stehen könnte.</p>
<p>Sicher, die Entwicklung könnte ein gutes Stück weiter sein, weil wirklich sehr viel Geld ins Land geschickt wurde. Vielleicht ist auch einiges wieder auf Konten außerhalb von Afghanistan gegangen. Trotzdem gibt es, neben der Mittel über die UN-Organisationen, ECHO oder NGO’s auch erstaunlich viele private Investitionen. Was häufig übersehen wird, ist, dass Afghanistan ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichen Sprachgruppen ist – auch das ist eine der großen Herausforderungen des Landes. Auch in Europa haben wir über Jahrhunderte damit zu tun gehabt, uns zu verständigen.</p>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Trotz unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind es Menschen, die freundlich und offen sind. Wie überall gibt es auch hier extreme Gruppierungen. Bedingt durch die Berichterstattung hat man den Eindruck, dass sie in der Mehrheit sind. Aber das stimmt nicht. Ähnlich wie ich nach den Demonstrationen der Rechtsextremen gefragt wurde: &#8220;Wann werden die Nazis wieder die Macht in Deutschland ergreifen?&#8221; Wir müssen die moderaten Kräfte unterstützen, damit den Extremisten der Nährboden entzogen wird. So wie das Dr. Ihsan Ullah Shahir formuliert hat: &#8220;In Liebe aufeinander zugehen.&#8221;</p>
<p>Das sehen wir auch als Aufgabe für ADRA. Dazu gehört Bildung und die Möglichkeit für Menschen mit ihrem Einkommen auszukommen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/05/interview_erich-lischek_afghanistan02.jpg" alt="Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Erich Lischek begegnet auf seiner Reise in Afghanistan vielen Menschen. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Meine nächste Reise nach Afghanistan steht noch nicht fest. Jetzt gilt es erstmal, die Projekte von Deutschland aus weiter zu stärken und die Öffentlichkeit über die Arbeit von ADRA in Afghanistan zu informieren. Insofern freut es mich, dass wir mit dem Online Magazin &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; eine Plattform geschaffen haben, mit der sich diese Themen an Interessierte weitergeben lassen. Ich freue mich vor allem auf den Austausch in der <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="XING Gruppe Das andere Afghanistan">gleichnamigen XING-Gruppe</a>, wo ich ja als Co-Moderator ebenfalls regelmäßig die Diskussionen verfolge.</p>
<p><strong>Herr Lischek, wir danken Ihnen für das Gespräch!</strong> </p>
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		<title>Afghanistans Frauen drängen in die Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Hartmut Wilfert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Habiba Sarabi regiert als erste Gouverneurin die Provinz Bamiyan</h3>
<p><strong>Sie hat sich viel vorgenommen, die ehemalige Frauenministerin, die seit drei Jahren in einer der schönsten Provinzen Afghanistans die politischen Geschicke in die Hand genommen hat. Die Buddha – Statuen möchte sie gerne mit Hilfe der UNESCO wieder herstellen lassen. Die Straßen, die Häuser, Schulen und Kliniken all dies soll möglichst schnell seine ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen. Die 52- Jährige wirkt entschlossen und zuversichtlich und wer über das herrlich grüne Tal blickt, beginnt ihren Optimismus zu teilen.</strong></p>
<p>Habiba Sarabi gehört zum Volk der Hazara und Bamiyan ist das angestammte Gebiet dieses turkmenischen Volkes – eine glückliche Fügung, die das Regierungsgeschäft in den schwierigen Zeiten wesentlich erleichtert.</p>
<p>Erleichternd wirkt auch die Arbeit der Hilfsorganisationen, die sich bevorzugt um den Aufbau von Schulen und Kliniken kümmern. ADRA Deutschland unterhält hier insgesamt neun Kliniken, die mit medizinischem Fachpersonal ausgestattet sind. In schwierigen Fällen werden die Patienten an die drei großen Krankenhäuser weiter geleitet, die ebenfalls von ADRA unterstützt werden.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_01.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi, empfängt Erich Lischek. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner </span></div></p>
<p><strong>So war es für Frau Sarabi selbstverständlich, den Geschäftsführer von ADRA Deutschland, Erich Lischek, in ihrem Amtssitz zu empfangen.</strong> Das positive Gespräch war von Offenheit und Vertrauen geprägt, wobei Frau Habiba Sarabi ihre große Dankbarkeit ausdrückte. Sie hatte soeben eine Abschlussklasse von Hebammen verabschiedet und bemerkte, dass jede ADRA-Klinik eine dieser neuen Mitarbeiterinnen erhalten würde.</p>
<p>Wörtlich sagte sie: „Durch die gute Arbeit der Hilfsorganisationen wie ADRA ginge es den Menschen in der Provinz schon viel besser. Durch die Zusammenarbeit zwischen internationalen Nichtregierungs-Organisationen und der Direktion des Gesundheitsamtes der Provinz ist es gelungen, ein gut funktionierendes System zu entwickeln.“</p>
<p>Weiter meinte sie, dass diese Aufgabe gerade in den Distrikten Panjab und Warras, in denen ADRA arbeitet, nicht leicht zu lösen gewesen sei. Es sei einfach schwer im zentralen Hochland, wo die Menschen so verstreut wohnen, ein System zu installieren, das alle erreichen könne. Die bisherigen großen Fortschritte machten sie voll zufrieden und zuversichtlich, diese Strukturen weiter auszubauen, denn man sei hier auf dem richtigen Weg.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/gouverneurin-bamiyan_habiba-sarabi_02.jpg" alt="Gouverneurin der Provinz Bamiyan, Habiba Sarabi mit Erich Lischek und Ursula Meissner" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Gouverneurin Habiba Sarabi nach dem Gespräch mit Lischek und Meissner.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Für die Zukunft ihres Landes wünscht sie sich, dass mehr Menschen Afghanistan besuchen. Sie wolle für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur sorgen. Doch jetzt sei wichtig, dass die Menschen hier anpacken. Mit Schulen, Ausbildungsangeboten für Jungen und Mädchen müssten die eigenen Kräfte geweckt und gefördert werden. Dazu zähle sie aber auch die Erwachsenenbildung, damit Menschen in der Lage sind, sich ihr eigenes Einkommen zu erarbeiten. Um Handel, Austausch und Kommunikation zu fördern bleibe noch viel zu tun übrig – vor allem müssten die Straßen endlich ausgebaut werden.</p>
<p><div id="HighlightBoxBig" class="HbLeftBig clearfix"><div id="HbTopBig"><span class="HbHlBig">Autor Heinz-Hartmut Wilfert</span></div><div id="HbBtmBig">Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. </div></div></p>
<p><strong>ADRA wird sich in Afghanistan weiter im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit abgestimmten Projekten einbringen. Und wenn erst einmal die zerstörten Buddha-Statuen wieder restauriert sind, werden auch die Touristenströme wieder ins Land kommen – so die am Ende des Besuches gemeinsam ausgedrückte Hoffnung auf ein friedliches Afghanistan.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mudschaheddin ist nun stolzer Hotelbesitzer</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/mudschaheddin-ist-nun-stolzer-hotelbesitzer/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 13:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Bamiyan]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Mudschaheddin]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem "Echo-Flug" von Kabul in Bamiyan an. Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zuhak Hotel in Bamiyan &#8212; Treffen mit Sultan Alie </h3>
<p><strong>Wir kommen am Samstag, 29. März 2008 mit dem &#8220;Echo-Flug&#8221; von Kabul in Bamiyan an.</strong> Diese Stadt liegt ca. 150 Kilometer Luftlinie im Westen der Afghanischen Hauptstadt. Weil das Auto Probleme hat, werden wir zunächst zum Zuhak Hotel gebracht, um dort zu essen. Zuhak ist der Name eines Persischen Herrschers aus dem 6. Jahrhundert, um den sich verschiedene Mythen ranken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak01.jpg" alt="Sultan Alie im Zuhak Hotel" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hotelbesitzer Sultan Alie im Zuhak Hotel in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Der Inhaber des Hotels ist<strong> Sultan Alie</strong>, Sohn von Gurban Alie. Er gesellt sich zu uns und fragt uns, woher wir kommen &#8212; Deutschland. Die Augen Leuchten. Natürlich kennt er Hitler. Er erzählt, dass er in Kabul zur Schule gegangen ist und starkes Interesse an Deutscher Geschichte habe.</p>
<p><strong>Wie alt er ist, frage ich.</strong> 32 Jahre. Er zeigt er uns seinen Pass.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak03.jpg" alt="Sultan Alie zeigt seinen Pass" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Sultan Alie zeigt uns seinen Pass. Er war bei den Mudschaheddin. </span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Stolz berichtet er:</strong> &#8220;Ich war bei den <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mudschaheddin&amp;redirect=no" title="Mudschaheddin bei Wikipedia">Mudschaheddin</a>.&#8221; Ursula Meissner erzählt, wie sie bei einem früheren Besuch in Afghanistan mit den Mudschaheddin über Land gezogen ist. Das Eis ist gebrochen.</p>
<p>Ob er Familie hat, will ich wissen. Mit traurigem Blick erzählt er, den Tränen nahe: <em>&#8220;Meine Frau und meine beiden Kinder sind bei einem Raketenangriff in Kabul ums Leben gekommen. Mein Haus wurde schwer getroffen. Ich selbst kam mit dem Leben davon. Hand und Fuß waren gebrochen und ich hatte eine Verletzung am Hals. Meine Frau war clever – ich habe sie sehr lieb gehabt.&#8221;</em> Er wirkt sehr traurig.</p>
<p><strong>Sultan erzählt, dass sein Vater auch clever war.</strong> Er hat drei Geschäfte aufgebaut: In Herat und in Kabul. Dabei konnte er weder lesen, noch schreiben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/04/sultan_zuhak02.jpg" alt="Sultan Alie auf dem Dach seines Hotels" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Auf dem Dach des Zuhak Hotels in Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Wir sind auf dem Dach des Hotels.</strong> Er zeigt mir auf  der gegenüberliegenden Seite ein Ausbildungszentrum  für Frauen: Sie lernen Lesen und Schreiben, Nähen und andere Dinge. Daneben befindet sich eine kleine Werkstatt für Motorräder: Dort werden Jugendliche ausgebildet – finanziert von einer Japanischen Hilfsorganisation.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autor Erich Lischek</span></div><div id="HbBtm">Erich Lischek ist der Geschäftsführer von ADRA Deutschland und leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation. Er war bereits mehrfach in Afghanistan, zuletzt im März 2008 zusammen mit Fotojournalistin Ursula Meissner. </div></div></p>
<p>Er findet es schade, dass es keine Produktionsstätten gibt, die Fahrräder oder Motorräder herstellen, damit die Menschen Arbeit bekommen. Auch für Frauen. Er sagt: &#8220;Sie müssen nicht nur zu Hause herumsitzen!&#8221;</p>
<p><strong>Sultan Alie beteiligt sich aktiv am Aufbau Afghanistans:</strong> Er hat einen Kredit von einer amerikanischen NGO (&#8221;Non-Governmental Organisation&#8221;) bekommen &#8212; 20.000 $ und bildet &#8220;Kellner&#8221; und &#8220;Köche&#8221; aus.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit weist er auf seinen Shop hin. Er hat nicht nur ein Hotel, das ab und zu Touristen aufnimmt, sondern nebenbei auch einen Laden eingerichtet. Die Touristen führt er dorthin, damit sie Artikel kaufen, die von einheimischen Frauen, aber auch anderen Handwerkern hergestellt werden.</p>
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