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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Armut</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>WHO veröffentlich neue Statistik: Afghanistan Schlusslicht</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen.
Fakt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 65 Jahren ist es in Deutschland an der Zeit, sich nach dem mehr oder weniger erfüllten Arbeitsleben mit der Rentenversicherung zu beschäftigen. 65 Jahre sind für viele Menschen dennoch ein ausgesprochen hohes Alter, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Was viele allerdings vergessen ist: Ein Großteil der Weltbevölkerung wird dieses Alter niemals erreichen.</p>
<p>Fakt ist, dass in die Bevölkerung in Deutschland im Durchschnitt 80 Jahre alt wird &#8211; Tendenz steigend. Ähnlich sieht es in den anderen Industrienationen aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in aktuellen Statistiken allerdings <a title="WHO Statistiken 2009" href="http://www.who.int/whosis/whostat/2009/en/index.html" target="_self">zu erschreckenden Ergebnissen</a>, was die Lebenserwartung im Rest der Welt angeht.</p>
<h3><strong>Lebenserwartung in Afghanistan nicht einmal halb so hoch wie beim Spitzenreiter</strong></h3>
<p>Trauriges Schlusslicht dieser Statistik ist Afghanistan. Die Bevölkerung Afghanistans wird im Schnitt nur halb so alt wie die deutsche; genau 42 Jahre. Zum Vergleich: die höchste Lebenserwartung haben japanische Frauen, die im Durchschnitt 86 Jahre alt werden. Zudem besitzt Afghanistan eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, während sich Deutschland erwartungsgemäß in der Spitzengruppe wiederfindet.</p>
<p>Zwar ist laut WHO die Kindersterblichkeit weltweit zurückgegangen &#8211; seit 1990 konnte sie um rund ein Drittel gesenkt werden &#8211; die Kluft zwischen Entwicklungs- und Industrienationen <a title="Kluft im Gesundheitsbereich" href="http://derstandard.at/?url=/?id=1242316417101" target="_blank">ist allerdings omnipräsent</a>. Ob das ehrgeizige Millenniumsziel erreicht wird, dass die Statistik bis 2015 um ein weiteres Drittel reduziert werden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Ein wichtiger Faktor wird sein, wie sich die wirtschaftliche Lage in Nationen wir Afghanistan bis dahin entwickelt.</p>
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		<title>Allein gegen alle &#8211; Überlebenskampf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 06:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss für uns unvorstellbar sein, was tausenden Menschen auf der Welt täglich passiert: Alles zu verlieren, was man hat. Egal ob Familie, Freunde, liebgewonnene Haustiere, Hab und Gut &#8211; wenn anderen Menschen innerhalb von Sekunden die gesamte Existenz unter den Füßen fortgerissen wird und sie wortwörtlich nur mit dem, was sie am Leibe tragen, auf der Straße stehen, können wir nur ungläubig den Kopf schütteln.</p>
<p>Wie soll das Leben nun weiter gehen? Auch in Afghanistan stellen sich jeden Tag unzählige Menschen diese Frage. Das Schicksal eines jungen Mädchens, dem es genau so ergangen ist, <a title="Bücher von Deborah Ellis" href="http://www.rga-online.de/xray/index.php?red=2&amp;artikel=109108696&amp;rubrik=xray" target="_self">beschreibt die Autorin Deborah Ellis in ihren Büchern</a>. </p>
<h3><strong>Der Afghanistankrieg macht Shauzia zum Waisen und Flüchtling, raubt ihr aber nicht ihre Hoffnung</strong></h3>
<p>Alles, was Shauzia nach dem Ausbruch des Krieges in Afghanistan bleibt, ist ihr Hund Jasper. Mit ihm zusammen rettet sie sich zunächst in ein Flüchtlingslager in Pakistan. Bald aber muss sie erkennen, dass sie von nun an völlig auf sich allein gestellt ist. Das Mädchen stellt sich seinem schwierigen Schicksal und kämpft für seine Freiheit &#8211; all dies wird von Ellis so eindringlich und überzeugend dargestellt, dass sich der Leser Shauzias täglichen Kampf ums Überleben nicht entziehen kann.</p>
<p>Deborah Ellis reflektiert in &#8220;<strong>Am Meer wird es kühl sein</strong>&#8221; auch ihre eigenen Erlebnisse: Ihrer eindringlichen Schilderung von Shauzias Überlebenskampf liegt die Erfahrung zugrunde, die die Autorin selbst in Flüchtlingslagern in Afghanistan gemacht hat. Sie verbrachte viele Monate in verschiedenen Flüchtlingslagern und ließ sich die Situation dort selbst von betroffenen Frauen und Kindern schildern. Mit ihrem Buch leistet sie jetzt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Lage dieser Menschen und regt durch die von ihr geschaffenen  intensiven Gefühlswelten <a title="Nachdenken über Lage der Flüchtlinge" href="http://www.frieden-fragen.de/10330.html" target="_self">zum Nachdenken an</a>.</p>
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		<title>Afghanistan aus der Perspektive seines Wirtschaftsministers</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia.
Sicherlich können Sie sich vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem <strong>afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia</strong>.</p>
<p>Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass der Landwirtschaftsminister in Afghanistan ganz andere Dinge zu tun hat, als etwa der deutsche Horst Seehofer. Für Afghanistan spielt unter anderem der Kampf gegen den Opiumanbau eine herausragende Rolle. Mohammad Ehsan Zia sieht darin sogar einen der &#8220;Hauptgründe für die Instabilität in Afghanistan&#8221;. Auch, wenn der Opiumanbau in Afghanistan noch so lukrativ aussehen mag, so bringt er dem Land am Hindukusch eben nicht das, was es besonders dringend benötigt: Sicherheit.</p>
<p>Doch der Landwirtschaftsminister von Afghanistan schätzt die Chancen, den Kampf gegen den Anbau und den Handel von Opium zu gewinnen, als realistisch ein. Insbesondere, weil er den Menschen in dem Land, den Bauern von Afghanistan, weniger zu Gute kommt, als man denkt. Das meiste Geld, so Mohammad Ehsan Zia, werde schließlich nicht dem Anbau, sondern mit dem weltweiten Handel gemacht.</p>
<h3><strong>Landwirtschaft und Viehzucht in Afghanistan</strong></h3>
<p>Stattdessen möchte der Landwirtschaftsminister von Afghanistan in die Landwirtschaft, etwa den Anbau von Äpfeln, investieren, aber auch in die Viehzucht und in den Gartenbau. Das Problem sind dabei seiner Meinung nach die geringen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und Konservierung. In diese Richtung müssten demnach mehr Gelder fließen, um die Erträge aus Landwirtschaft, Viehzucht und Gartenbau anzuheben.</p>
<p>Auch, wenn der <a title="Interview mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-583/i.html" target="_blank">afghanische Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia fest daran glaubt</a>, erfolgreich für bessere Bedingungen in seinem Ressort und gegen den Opiumanbau kämpfen zu können,  möchte er die Erwartungen durchaus bremsen: So geht er davon aus, dass Afghanistan erst die Infrastrukturprobleme in den Griff bekommen muss. Erst dann könne man die weiteren Probleme, wie den Opiumanbau, langfristig lösen.</p>
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		<title>Afghanische Frauen erfahren grenzübergreifende Hilfe</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; und beschlossen, etwas dagegen zu tun.</p>
<p>Um die Lage der Frauen in Afghanistan besser verstehen zu können, wandten sie sich an die kanadische Schriftstellerin Deborah Ellis. Diese hatte sich bereits <a title="Flüchtlinge Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ansiedlungsprogramm-von-fluechtlingen-in-bariquab/" target="_self">in verschiedenen Flüchtlingscamps</a> ein Bild von der Situation machen können, in der afghanische Frauen leben. Beeindruckt von ihren Schilderungen gründeten Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher die Organisation &#8220;<a title="Canadian Women for Women in Afghanistan" href="http://www.cw4wafghan.ca" target="_blank">Canadian Women for Women in Afghanistan</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Bildung = Frieden: Eine Rechnung, die jedes Schulkind versteht </strong></p>
<p>Die Organisation hat sich dem Ziel verschrieben, die Rechte der Frauen in Afghanistan zu sichern und Frauen und Kinder zu fördern. Dies bezieht sich besonders auf die Sicherung einer schulischen Ausbildung, durch die den Aufbau der Schule, der Übernahme von Lehrergehältern oder beispielsweise durch die Errichtung von Bibliotheken. Fast ein Dutzend Projekte betreut CW4WAfghan zur Zeit &#8211; ein Ende des Engagements ist nicht in Sicht.</p>
<p>Und weil die Rechnung „Bildung = Frieden&#8221; eigentlich ganz einfach ist, unterstützt die Organisation zudem die Initiative &#8220;<a title="Little Women" href="http://www.littlewomenforlittlewomen.com" target="_blank">Little Women for Little Women in Afghanistan</a>&#8220;, die die Bildung junger Mädchen in Afghanistan fördert. Was persönliches Engagement also alles bewirken kann, das zeigt sich am Beispiel der beiden kanadischen Frauen, die die Situation afghanischer Frauen nicht mehr tatenlos mit ansehen wollten, sondern selbst aktiv geworden sind &#8211; und uns vor Augen führen, dass menschliche Hilfe nicht an der eigenen Türschwelle oder einer Ländergrenze endet.</p>
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		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
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		<title>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/das-nord-sued-gefaelle-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch.
Es geht unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Redet man von Globalisierung, spricht man in diesem Zusammenhang auch häufig vom Nord-Südgefälle, da die reicheren Ländern insbesondere in der oberen Hälfte der Erde zu finden sind. Aber auch in Afghanistan zeigt sich ein Gefälle zwischen Norden und Süden, glaubt man einer <a title="ARD Umfrage über Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ard-umfrage-zur-lebensqualitaet-in-afghanistan/" target="_self">Befragung der ARD, ABC und BBC im Land am Hindukusch</a>.</p>
<p>Es geht unter anderem um die Frage nach Sicherheit, aber auch um die Zukunft der Kinder. Hier zeichnen die Menschen im Norden ein überwiegend positives Bild, während die Bevölkerung in den südlichen Gebieten von Afghanistan vermehrt zu einem gegenteiligen Urteil kommt. 70 Prozent der Befragten im  Nordosten bewerten beispielsweise die Sicherheitslage als positiv, während im Südwesten <a title="Umfrage ARD Afghanistan" href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan92.html" target="_blank">laut Umfrageergebnissen</a> beinahe die gleiche Mehrheit zu einem entgegengesetzten Urteil kommt.</p>
<p>Ähnlich wie bei der Globalisierung, ist die unsichtbare Grenze zwischen Norden und Osten in Afghanistan keineswegs in der Mitte zu ziehen, sondern verläuft asymmetrisch. Während vorrangig die Provinzen im Südwesten und Osten umkämpft sind, sind die Gebiete im Nordosten vergleichsweise ruhig.</p>
<h3><strong>Unterschiedliche Lebenswelten in Afghanistan </strong></h3>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage von ARD, ABC und BBC reflektieren natürlich die Lage in Afghanistan, jedoch in einer unterschiedlichen Komplexität, da hier mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Kein Wunder, schließlich werden die Antworten unweigerlich vor dem Hintergrund der Situation in den eigenen Lebensräumen getroffen. Sicherlich wäre es in diesem Zusammenhang interessant, die Antworten geografisch einzuordnen. Gibt es beispielsweise Regionen, in denen eine größere Deckungsgleichheit zwischen der Zukunftsprognose für die Kinder und der Sicherheitslage?</p>
<p>Diese tektonischen, weil überlappenden regionalen Schichten skizzieren somit womöglich ein genaueres Bild  der Situation in Afghanistan, zumal sie helfen, die Herausforderungen vor einem  geografischen Kontext zu interpretieren. </p>
<p>Das Nord-Süd-Gefälle in Afghanistan ist demgemäß keineswegs so  eindeutig abgrenzbar wie es das Schlagwort vermuten lässt. Dies ist selbstredend auch bei der Globalisierung der Fall; interessant ist dieser Vergleich jedoch auch deshalb, weil es auch in Afghanistan zu Wechselwirkungen zwischen diesen Gebieten kommt.</p>
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		<title>Die Situation der Tiere im Kabuler Zoo</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, wussten Sie, dass es in Kabul einen Zoo gibt? Gut, warum auch nicht. Schließlich ist die Stadt mit über drei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Dennoch verwundert es, wie wenig Informationen es über den Kabuler Zoo gibt. Daher die berechtigte Frage: Wie geht es den Tieren eigentlich, die in Afghanistan in Gefangenschaft leben?
Eröffnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mal ehrlich, wussten Sie, dass es in Kabul einen Zoo gibt?</strong> Gut, warum auch nicht. Schließlich ist die Stadt mit über drei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Dennoch verwundert es, wie wenig Informationen es über den Kabuler Zoo gibt. Daher die berechtigte Frage: <strong>Wie geht es den Tieren eigentlich, die in Afghanistan in Gefangenschaft leben?</strong></p>
<p>Eröffnet wurde der Kabuler Zoo 1967 am Ufer des Flusses Kabul, um zu Beginn der 1970er Jahre 116 Tiere zu beherbergen. Aufgrund der langanhaltenden Gefechte in Afghanistan hat auch der Zoo gelitten. Wie <a title="Bericht über Kabuler Zoo 2007" href="http://www.focus.de/panorama/welt/tiere_aid_122624.html" target="_blank">der Fokus 2007 berichtete</a>, bangten die Betreiber während des damals harten Winters um das Überleben der dortigen Tiere. </p>
<h3>Auch die harten Winter in Afghanistan haben den Tieren im Kabuler Zoo zugesetzt</h3>
<p>Extreme Winter sind in Afghanistan jedoch nicht Ungewöhnliches &#8211; sowohl 2008 als auch 2009 wurde Afghanistan vom Winter hart erwischt. Auch für den <strong>Kabuler Zoo </strong>dürfte sich die Situation daher nicht entspannt haben. </p>
<p>Eine Website des Zoos in Kabul sucht man in den Weiten des Internets leider vergeblich; aktuelle Informationen sind daher praktisch nicht zu bekommen. <strong>Wer dem Zoo in Kabul also jüngst einen Besuch abgestattet hat, ist herzlich willkommen, seine Eindrücke an dieser Stelle zu schildern.</strong></p>
<p>Sicher ist jedoch, dass der <strong>Kabuler Zoo</strong> bereits in den vergangenen Jahren in einem erbärmlichen Zustand war. Artgerechte Tierhaltung ist sicherlich etwas vollkommen anderes. Was aber soll man tun, wenn die Mittel fehlen?</p>
<p>Im Wiederaufbau von Afghanistan ist der Zoo in Kabul offensichtlich auf der Strecke geblieben. Auch, wenn es selbstverständlich weitaus größere Herausforderungen zu bewältigen gibt, ist der Aufbau des traditionsreichen Zoos in Afghanistan von großer Bedeutung für die Kultur der Stadt Kabul, für die Menschen in Afghanistan, und letztlich vor allem für die dort lebenden Tiere.</p>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/textilien-aus-afghanistan-sorgen-fuer-aufschwung/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Video über Melmapalena &#8211; kein Slogan, sondern ein Signal für Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/video-ueber-melmapalena-kein-slogan-sondern-ein-signal-fuer-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt. Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;Melmapalena&#8221; ein (ADRA berichtete). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen.
Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der Einladung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt.</strong> Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;<a title="Melmapalena" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1777" target="_blank">Melmapalena</a>&#8221; ein (<a title="Melmapalena im Afghanistan-Magazin" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-sagt-danke-kultur-gastfreundlichkeit/" target="_self">ADRA berichtete</a>). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen.</p>
<p>Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der Einladung. Viele von ihnen waren bereits selbst in Afghanistan und haben das Land und seine Bewohner kennengelernt. Sie wollten <strong>das andere Afghanistan</strong> hautnah erleben. Bei landesüblichen Speisen und Getränken, Verkaufsständen und vielen interessanten Gesprächen konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Projekte angeregt werden.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" /></object></p>
<h3>Afghanische Gastfreundschaft hautnah erleben</h3>
<p>Gastgeber Boris Barschow war selbst für 7 Monate in Afghanistan. Für ihn war es wichtig, mit der Veranstaltung grundlegende Werte wie den Austausch oder gegenseitigen Respekt zu vermitteln. Denn diese, so findet er, würden vieles in der Welt einfacher machen. Khalid Dayani, Besitzer von Golden Palace, floh mit 15 Jahren aus Afghanistan. Er möchte den Besuchern sein Heimatland mitsamt seiner Gastfreundschaft näher bringen, um Verständnis und Zusammenarbeit zu fördern und „Brücken bauen&#8221; zu können.</p>
<p>Brücken können nun schon mit den Einnahmen gebaut werden. Über 1000 Euro fließen direkt in Projekte, die den Wiederaufbau in Afghanistan unterstützen, beispielsweise in ein Kinderkrankenhaus in Paymonar. Melmapalena war ein voller Erfolg für alle Beteiligten. <strong>Es war ein Zeichen für den menschlichen Zusammenhalt über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Ein Zeichen, wie es die Welt in diesen schwierigen Zeiten braucht.</strong></p>
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		<title>Opium War &#8211; die Suche nach dem Menschen im Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in seiner Hoffnungslosigkeit über die Rolle Gottes sinniert.</p>
<p><strong>Siddiq Barmaks Film erschüttert und fasziniert gleichermaßen</strong></p>
<p>Grotesk wird es dann, wenn es sich bei dieser Situation um eine Aufnahme aus Siddiq Barmaks Film &#8220;<a title="Opium War" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-635/i.html" target="_blank">Opium War</a>&#8221; handelt. Der zitierte Mann liegt in der Szene rauchend mit seinen amerikanischen Kollegen im Mohnfeld und philosophiert über den Weltuntergang. &#8220;<strong>Opium War</strong>&#8221; erzählt die eigentlich tragische Geschichte Afghanistans mit einer gehörigen Priese schwarzen Humors. So werden die ersten demokratischen Wahlen vor einer Art Zirkustruppe auf Drogen abgehalten, als Anspielung auf den eigentlichen Abnehmer des in Afghanistan hergestellten Opiums: Das Ausland. Barmak will dem Ausland, das der Produktion in der Öffentlichkeit kritisch gegenübersteht, vor Augen halten, warum und für wen die Drogen produziert werden. </p>
<p><strong>Afghanistans Kriege setzen nicht nur seinen Bewohnern zu, auch den Soldaten</strong></p>
<p>Der Opium-Konsum ist allerdings nur ein Aspekt des tiefsinnigen Films. Im Vordergrund steht die Schwäche des Menschen inmitten der Kriege und des Leides. Zwei US-Soldaten und ihr afghanischer Adjutant stürzen mit ihrem Hubschrauber in einem Schlafmohnfeld ab. Sie überleben den Absturz knapp, das Hubschrauberwrack wird von ansässigen Bauern besetzt. Absurd: Die anscheinend so mächtigen Soldaten können sich der Frauen und Kinder nicht erwehren, die da auf sie zugestürzt kommen. </p>
<p>Siddiq Barmak sinniert nicht nur in dieser Szene über das Unmögliche &#8211; und lässt damit die Realität umso drastischer auf den Zuschauer wirken. Die dargestellte Hoffnungslosigkeit wirkt beklemmend, man fühlt mit den Bauern und Soldaten, die ihre Verzweiflung mit dem Konsum von Opium zu betäuben versuchen. Wirkliche Linderung verspricht es nicht. Trotzdem ist das Opium für Afghanistan von zweifelhaftem Nutzen: Ds ist die größte Einnahmequelle des Landes. <a title="Opium Export" href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/123520/index.html" target="_blank">Mehr als vier Milliarden Dollar</a> wurden durch seinen Export im Jahr 2007 eingenommen.</p>
<p>Der Regisseur verpackt seine Kritik an der gegenwärtigen Situation in Afghanistan gekonnt in groteskem Humor. Für den aufwändigsten afghanischen Film seit 30 Jahren wurde er im Oktober 2008 mit dem &#8220;Goldenen Marc Aurel&#8221; <a title="Filmfest in Rom" href="http://zukunftwissen.apa.at/cms/zukunft-wissen/zukunft-wissen-meldung.pdf;jsessionid=aRVndwkR-_G7?id=ZUK_20081031_ZUK0126" target="_blank">beim Filmfest in Rom bedacht</a>. Ob und wann der Film auch in deutschen Kinos zu sehen sein wird, ist nicht bekannt.</p>
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		<title>Wie sieht es in den Städten in Afghanistan aus?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben. Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben.</strong> Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" /></object><br />
[Video "<a title="Video Studenten in Kabul" href="http://www.youtube.com/watch?v=Pqdi7g3eX60" target="_blank">Im Gespräch mit Studenten in Kabul</a>" (engl.) / Youtube]</p>
<p><strong>Shopping in Afghanistan?</strong> Ist das möglich? Diese Frage ist angesichts der Eindrücke, die von den Land am Hindukusch fast schon unweigerlich haben müssen, nur allzu berechtigt. Dabei vergessen wir, dass sich die Medien zumeist ausschließlich auf die Schattenseiten stürzen, die es in Afghanistan selbstverständlich nach wie vor gibt. Um jedoch ein vollständigeres, ja realistischeres Bild von dieser Schnittstelle von Zentralasien und Südasien zu zeichnen, muss verdeutlicht werden, dass viele Menschen ein vergleichsweise normales Leben führen oder es zumindest versuchen.</p>
<p>In Kabul beispielsweise leben rund 2,5 Millionen Menschen; sicherlich &#8211; die Arbeitslosigkeit in Afghanistan nimmt mit knapp 40 Prozent ein erschreckendes Ausmaß an. Doch die arbeitende Bevölkerung hat gerade in den größeren Städten, allen voran Kabul, mobil gemacht und bietet mit zahlreichen Geschäften für jeden Geschmack etwas an.</p>
<h3>Afghanistan und sein neu gewonnenes Selbstbewusstsein</h3>
<p>Viele der Frauen in Kabul haben nicht nur ihren Schleier gelüftet, sondern streben nach etwas mehr Luxus und Schönheit. Ein Schönheitssalon mitten in Kabul ist ihnen da gerade recht, um mit Make-up und lackierten Fingernägeln das neu gewonnene Bewusstsein zur Schau zu tragen.</p>
<p>Um passend gekleidet zu sein, finden sich mittlerweile sogar einige Boutiquen; viele der insbesondere jüngeren Menschen in Afghanistan unterscheiden sich daher oftmals nur marginal von dem Erscheinungsbild junger Menschen in Deutschland. Jeans, T-Shirts oder schnittige Anzügen &#8211; so schlendern die Jugendlichen über die Straßen von Kabul. Insgesamt ist es eine Mischung aus traditionellen Gewändern (insbesondere bei den Frauen) und moderner Kleidung.</p>
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		<title>Shoppen in Afghanistan: Das Kabul City Center</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Paris. Mailand, Berlin - wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Paris. Mailand, Berlin &#8211; wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. </strong>Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren.<strong> </strong></p>
<p>Die <strong>Metropole in Afghanistan</strong>, in der sich eine Shopping-Tour durchaus lohnt, ist natürlich Kabul. Schließlich wollen die 2.5 Millionen Einwohner, von denen immerhin rund 60 Prozent berufstätig sind, nach Feierabend etwas erleben. Auch wenn sich viele der Menschen in Afghanistan bei weitem nicht den Luxus leisten können, den wir in Deutschland gewohnt sind.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/kabul_afghanistan_familienausflug-ins-city-center_01.jpg" alt="Ein Familienausflug ins neue City-Center in Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Das Shooping-Erlebnis im City-Center Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Aber gibt es in Kabul überhaupt so etwas wie eine Einkaufszone? Oh ja, und was für eine: Das <strong>Kabul City Center</strong> wurde im Jahr 2003, nach dem Krieg, gebaut und ist mittlerweile zum Symbol für die <strong>Zukunft in Afghanistan</strong>, mindestens aber von Kabul geworden.</p>
<h3>Luxus und Unabhängigkeit in Afghanistan</h3>
<p>Nicht nur die große Halle mit riesiger Rolltreppe zeugt von einem modernen, ja innovativen Flair. Während Cafés und Bars sämtlichen Standards spielend genügen und in Coffee Store-Manier alle Variationen des beliebten Heißgetränks zu bieten haben, können Fanartikel von Kinostars aus Bollywood und Hollywood erstanden werden. Mode ist selbstverständlich ein Thema, das auch und gerade im Kabul City Center eine wichtige Rolle spielt. </p>
<p>Kleidung, Kino und Kaffeekultur &#8211; die <strong>islamische Kultur </strong>vermischt sich immer mehr mit dem Westen &#8211; oftmals ist dieser Wandel natürlich nicht unproblematisch. Doch gerade für die wohlhabenden <strong>Frauen in Afghanistan</strong> ist das Kabul Shopping Center ein beliebter Zufluchtsort, der ihnen die Freiheit ermöglicht, die sie auf den Straßen in Afghanistan sonst (noch) nicht haben.</p>
<p><strong>Der neue Reichtum in Kabul spaltet die Stadt in arm und reich auf &#8211; die Entwicklung zu mehr finanzieller Unabhängigkeit wird jedoch irgendwann auch beim kleinen Mann landen. So wie der Islam diese Entwicklung (an)erkennen sollte, so muss auch der Westen begreifen, dass es sich lohnt, über diese neue Seite von Afghanistan zu berichten.</strong></p>
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		<title>Deckmantel Afghanistan – Projekt gegen Kälte und Armut</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt. Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer - das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt.</strong> Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer &#8211; das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.</p>
<h3>Hilfsprojekt gegen die Kälte in Afghanistan</h3>
<p><img class="size-full wp-image-397" title="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Decken werden an Flüchtlinge und Hilfsbedürftige verteilt</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt, das von ADRA Deutschland für Afghanistan ins Leben gerufen wurde, ist denkbar einfach: Hilfe ist besonders dann wirkungsvoll, wenn sie als Selbsthilfe begriffen werden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert es auch hier; gerade in dieser kalten Jahreszeit dürfen sich Flüchtlinge und Vertriebene in ganz Afghanistan über die Arbeit vieler Frauen in Kabul freuen. Ihr Anteil an diesem Projekt macht in der Tat den Löwenanteil aus &#8211; schließlich nähen diese Damen, was das Zeug hält.</p>
<h3>Das ADRA Deckenprojekt &#8211; Decken für Afghanistan</h3>
<p>Die Steppdecken, die aus dieser Arbeit hervorgehen, werden nicht etwa in andere Länder exportiert, um dort als Billigware verscherbelt zu werden; vielmehr dienen sie dem Zweck, Hilfsbedürftigen zugute zu kommen, um ihnen so den harten Winter zu erleichtern.</p>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><img class="size-full wp-image-398" title="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_afghanistan01.jpg" alt="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" width="605" height="250" /></div>
<div class="mceTemp"><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Decken werden von Frauen in Kabul genäht</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></div>
</div>
<p>Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen &#8211; das Konzept von ADRA, das hinter dem Deckenprojekt geht, scheint aufzugehen. Weit über 40.000 Decken wurden auf diese Weise bereits an den Mann, die Frau und viele hilfsbedürftige Kinder gebracht. Gleichzeitig bietet die Hilfsorganisation den Frauen aus Kabul so die Möglichkeit, zu arbeiten und sich so etwas Geld hinzu verdienen zu können.</p>
<p>Auch im Jahre 2009 wird das Deckenprojekt in Afghanistan fortgeführt. Um diesen guten Weg, den Weg zur Selbsthilfe, auch Zukunft weitergehen zu können, freut sich die Hilfsorganisation ADRA natürlich immer über <a title="Spenden für ADRA" href="http://www.adra.de/spenden.html" target="_blank">Spenden</a>. <strong>Wir freuen uns auf eine weiterhin angenehme Arbeit, um zusammen mit den Menschen in Afghanistan auch im neuen Jahr viel zu erreichen.</strong></p>
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		<title>Die Augen von Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/die-augen-von-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf Steve McCurry gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Fotografie eines kleinen Mädchens aus Afghanistan, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf <strong>Steve McCurry</strong> gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">Fotografie eines jungen Mädchens</a> aus <strong>Afghanistan</strong>, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.</p>
<h2>Ein Portrait auch von Afghanistan</h2>
<p>Das Portrait des Künstlers zeigt <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">ein Mädchen in Afghanistan</a> &#8211; obwohl es in Lumpen eingehüllt ist, wirkt der purpurfarbene Stoff, ja die gesamte Erscheinung erhaben. Stolz und Erhabenheit sind jedoch auch hier nur die eine Seite der Medaille; die leuchtend grünen Augen des Mädchens, die den Betrachter förmlich zu durchbohren scheinen, zeugen auch von einer tiefen Trauer und einer Last, die das Kind kauf seinen schmalen Schultern zu tragen hat.</p>
<p>Sharbat Gula, so fand McCurry später den Namen <strong>des Mädchens aus Afghanistan</strong> heraus, befand sich damals, 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan. Der Künstler legt großen Wert darauf, dass auch an diesem Foto nichts gestellt oder inszeniert ist &#8211; es ist die Realität dieses Kindes, sich in Ansehung der Not und des damit verbundenen Elends dennoch seine Würde, oder vielleicht einfach nur Haltung zu bewahren.</p>
<h3>Ein Bild von einem Mädchen aus Afghanistan, das mehr als tausend Worte spricht</h3>
<p>Gleichzeitig spricht dieses Bild mehr als tausend Worte; die stechend leuchtenden Augen des Mädchens aus Afghanistan scheinen uns zu durchbohren, lassen uns aber eigentlich einen Blick in unser Innerstes werden.</p>
<p>Wir, die im Überfluss leben, können uns so vieles kaufen &#8211; wie sieht es aber in uns aus? Können wir noch in den Spiegel oder in die Augen des Mädchens auf dem Foto von <strong>Steve McCurry</strong> schauen, wenn wir nur für uns selbst sorgen und die Probleme anderer dabei aus den Augen verlieren?</p>
<p><strong>Das Foto von McCurry repräsentiert die zwei Seiten, die sich in den Menschen aus Afghanistan immer wieder zeigen. Zum einen ist es der Stolz, den die Menschen am Hindukusch zu Recht in sich tragen, zum anderen die Angst angesichts einer doch nach wie vor ungewissen Zukunft. Weitere Werke, die von McCurry im Laufe der Jahre entstanden sind, präsentiert der <a title="Steve McCurry" href="http://www.stevemccurry.com" target="_blank">US-amerikanische Fotojournalist</a> auf seiner Homepage</strong><strong>.</strong></p>
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		<title>Angelina Jolie – Veränderungen für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 08:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen. Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei Angelina Jolie, die im Oktober als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen.</strong> Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei <strong>Angelina Jolie</strong>, die im Oktober als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR  nach Afghanistan reiste.</p>
<h2>Angelina Jolie als selbstlose Botschafterin für Afghanistan</h2>
<p>Deutlich bewegt zeigte sich der Hollywood-Star, als sie ein Flüchtlingslager in Afghanistan besuchte. Echte Anteilnahme oder schauspielerisches Können zwecks eigener Vermarktung? Wie jüngst in einem Interview – als Jolie über ihre Mutter sprach – deutlich wurde, ist die 33-jährige Schauspielerin ein tief emotionaler Mensch. Die Reisen nach Afghanistan birgen zudem eine hohe Gefahr in sich; keine Frage, die Gründe für die Übernahme der Aufgaben einer Botschafterin spiegeln - zumindest zum Teil - eine innere, persönliche Bereitschaft wider.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie weint um Afghanistan"><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/angelina-jolie_schauspielerin-weint-um-afghanistan.jpg" alt="Angelina Jolie - die Hollywood-Schauspielerin in Afghanistan" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Angelina Jolie weint um Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Bild.de</span></div></p>
<p>Das <a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie in Afghanistan">Video zeigt Hollywood-Star Angelina Jolie</a> im Gespräch mit Menschen in Afghanistan. Im Hintergrund spricht sie über ihre Eindrücke der derzeitigen Lage:</p>
<blockquote><p><em>Seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 sind mehr als fünf Millionen Afghanen in ihre Heimat zurückgekehrt. Unter ihnen mehr als 4,3 Millionen mit Unterstützung des UNHCR (Hohes Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen). Afghanistan hatte schwer mit den Massen an Heimkehrern zu kämpfen. Das ist verständlich, handelt es sich um eine der größten Bevölkerungs-Bewegungen in der jünsten Geschichte. Diese Familien wurden für fast 30 Jahre vertrieben. Nun stehen viele Rückkehrer vor Wiedereingliederungs-Schwierigkeiten, einschließlich dem Mangel an Land, Unterkunft, Wasser und Grundleistungen wie Gesundheitsfürsorge für ihre Kinder. Sie sind auch von Dürre und einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen. </em></p>
<p><em>Wenn man sie fragt, was sie brauchen, dann lächeln sie und sagen: &#8220;Alles&#8221;. Wenn man sie fragt, welche Art von Arbeit sie wollen, dann sagen sie: &#8220;Jede&#8221;. Sie haben so viel gelitten und doch bleibt das afghanische Volk weiterhin gnädig und offen. Sie haben eine stille Würde. Als ich sie traf, fragten sie mich nur nach Hilfe, damit sie den Winter überleben können und nach Bildung für ihre Kinder so bald wie möglich. Und sie sagen: &#8220;Bitte erzieht unsere Kinder &#8211; sie sind unsere Zukunft.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Äußerst interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass <strong>Angelina Jolie</strong> in Afghanistan nicht mit Ihrem Mann Brad Pitt in Erscheinung trat; immerhin ist das Paar doch dafür bekannt, sich quasi als siamesischer Zwilling, als Brangelina eben, in der Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<h3>Angelina Jolie über die Menschen in Afghanistan</h3>
<p>Mit ernster, tiefer Stimme sprach <strong>Angelina Jolie</strong> den Menschen in Afghanistan eine düsteren Zukunft zu; hohe Preise für Lebensmittel, und natürlich die Armut, eine unzureichende gesundheitliche Versorgung und nicht zuletzt der mangelnde Bildungsstand  – dies sind die negativen Facetten, die der Hollywood-Star bei seinem zweitägigen Besuch in Kabul entdeckte.</p>
<p>Gleichzeitig findet Jolie in den Gesichtern der Menschen trotz aller widrigen Umstände ein Lächeln wieder. Neben dieser Einstellung darf jedoch nicht verschwiegen werden, was sich in den letzten Jahren auch in Afghanistan, insbesondere in den größeren Städten, wie etwa in Kabul oder Herat, getan hat. Einige wenige Schritte auf dem Weg in ein besseres Afghanistan wurden dort bereits getan; das Gesicht der Angelina  Jolie, das sie so medienwirksam gebraucht, um auf die vorherrschende Missstände, aber auch auf die Gütigkeit der dort lebenden Menschen aufmerksam zu machen, kann weniger für das Land am Hindukusch neue Impulse geben, <strong>als vielmehr das Denken der Menschen insbesondere in Amerika und Europa positiv beeinflussen.</strong></p>
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		<title>Globalisierung – Chancen in der Entwicklung von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Chancen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Schlagwort der Globalisierung wird zumeist in einen Zusammenhang mit der Öffnung der Weltmärkte und einem globalen Nord-Südgefälle zwischen den reichen Industrienationen und den armen Regionen dieser Erde verbunden. Letztlich ist diese weltumspannende Vernetzung jedoch ein Prozess, der sich insbesondere auf die Kommunikation von Völkern, Kulturen und der Wirtschaft bezieht. Für Afghanistan bietet die Globalisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Schlagwort der Globalisierung</strong> wird zumeist in einen Zusammenhang mit der Öffnung der Weltmärkte und einem globalen Nord-Südgefälle zwischen den reichen Industrienationen und den armen Regionen dieser Erde verbunden. Letztlich ist diese weltumspannende Vernetzung jedoch ein Prozess, der sich insbesondere auf die Kommunikation von Völkern, Kulturen und der Wirtschaft bezieht. <strong>Für Afghanistan bietet die Globalisierung</strong> – trotz  der vorhandenen Schwierigkeiten, die Chance, zu einem fest integrierten Bestandteil der Weltgesellschaft zu werden.</p>
<h2>Afghanistan in den Medien</h2>
<p>In den Medien wird zumeist ein äußert einseitiges, unvollständiges Bild von Afghanistan, dem Land am Hindukusch, skizziert. Krieg, Unterdrückung, Elend und Armut – das alles sind sicher Aspekte, die dem Vielvölkerstaat zugeschrieben werden müssen. Tradition, Gastfreundlichkeit, kulturelle Vielfalt, und nicht zuletzt positive Entwicklungen zeugen jedoch davon, dass Afghanistan auch ein strahlendes, lächelndes Gesicht hat.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/afghanistan_globalisierung_chancen.jpg" alt="Die Globalisierung bietet Afghanistan viele Chancen" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Der junge Mann hat gut Lachen: Die Globalisierung bietet Afghanistan viele Chancen</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Dafür, dass die Globalisierung eine weitere positive Entwicklung in Afghanistan durchaus auch begünstigen kann, gibt es einige Gründe: So hat sich der Lebensstandard in einigen ärmeren Ländern aufgrund der weltweiten Vernetzung erhöht. Ihren Einfluss, dem die so genannten Binnenstaaten und Entwicklungsländer auf die Industrienationen geltend machen, zeigte sich beispielsweise im Jahre 2003 während der Verhandlungen auf dem WTO-Gipfel im mexikanischen Cancún – wie beispielsweise bei dem Streit um die Importzölle zu beobachten war.</p>
<h3>Weltweiter Austausch mit Afghanistan</h3>
<p>In politischer wie kultureller Hinsicht steht eine, durch die <strong>Globalisierung</strong> bedingte Öffnung für einen erleichterten Austausch von wirtschaftlichen, kulturellen und geistigen Gütern. Die Vielzahl an Internetseiten beispielsweise, die aus Afghanistan sowohl in der offiziellen Landessprache Paschtu als auch in Englisch berichten, schaffen eine höhere Transparenz für die Menschen in und außerhalb des Landes am Hindukusch.</p>
<p>Diese Entwicklung, über die andere, positive Seite von Afghanistan zu erzählen, schlägt sich letztlich weltweit in Form von Büchern, Zeitschriftenartikeln und Internetseiten wie dem <a title="Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de">Afghanistan-Magazin</a> der <a title="Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">Hilfsorganisation ADRA</a> nieder. <strong>Die Globalisierung hat somit auch ein Bewusstsein für die Interdependenz geschaffen; dieses Wissen von der gegenseitigen Abhängigkeit führt zu einem verstärkten Austausch untereinander und kann die Verhandlungen in Afghanistan Verhandlungen positiv beeinflussen.</strong></p>
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		<title>Armut in Afghanistan: Eine Garage als Zuhause</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 10:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Zuerst hatte ich es nicht bemerkt. Wer schenkt einer Garage, die scheinbar immer verschlossen ist, schon besondere Aufmerksamkeit! Ich war erst seit einigen Tagen in Kabul und so war die Garage auf dem Grundstück von ADRA Afghanistan nichts besonderes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zuerst hatte ich es nicht bemerkt.</strong> Wer schenkt einer Garage, die scheinbar immer verschlossen ist, schon besondere Aufmerksamkeit?! Ich war erst seit einigen Tagen in Kabul und so war die Garage auf dem Grundstück von ADRA Afghanistan nichts besonderes.</p>
<p>Als ich eines Tages zu einem Meeting gehen musste und auf das Taxi wartete, stand die Garagentür offen und Kinder rannten aus der Garage auf die Straße. Als sie mich sahen, konnte man ihren kleinen grauen Zellen entnehmen, dass sie bei mir Süßigkeiten oder irgendetwas anderes Leckeres vermuteten, das ich ihnen geben würde. Leider war ich nicht darauf vorbereitet und so gingen sie leer aus.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/armut-in-afghanistan_die-garage-als-zuhause01.jpg" alt="Armut in Afghanistan: Eine Garage als Zuhause" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Armut in Afghanistan: Eine Garage als Zuhause</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p><strong>In der Garage lebte eine ganze Familie, Großeltern, Eltern, Kinder.</strong> In der Mitte hing ein Vorhang, hinter dem man sich umziehen konnte und &#8211; wie man mir sagte &#8211; in der Nachts die Frauen schliefen. ADRA Afghanistan hatte das Grundstück zwar gemietet, aber der Vermieter hatte auch die Garage &#8220;geschäftstüchtig&#8221; zusätzlich an eine Familie vergeben.</p>
<p>Durch die ungeheure Armut in Afghanistan spielt sich auch in Kabul ein Phänomen ab, dass man in allen Ländern beobachten kann, die unter Armut leiden: Die Armen ziehen in die großen Städte auf der Suche nach Arbeit. Afghanistan hat durch den Krieg alles verloren. Auf dem Land gibt es kaum Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Der einzige Ort, wo man sich noch Einkommen erhofft, sind die Städte.</p>
<p>So ziehen diese Arbeitssuchenden samt Familie unter anderem in die <a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" title="Kabul, Hauptstadt von Afghanistan">afghanische Hauptstadt Kabul</a>. Viele von ihnen sind Tagelöhner, die sich in der Frühe an bestimmten Punkten in der Stadt aufstellen – meist einem Kreisverkehr – und dort auf Leute warten, die ihnen Arbeit anbieten. Glücklich, wer da noch eine Garage als &#8220;Wohnung&#8221; erhaschen kann. Trotzdem versucht mancher Vermieter trotz dieser schwierigsten Umstände noch den letzten Tropfen Geld aus den Mietern &#8220;herauszupressen&#8221;.</p>
<p>In den nächsten Tagen hatte ich immer etwas in meiner Tasche, wenn ich aus dem Haus ging. Meist waren es Süßigkeiten, ein anderes Mal ein Kugelschreiber, ein Block. Für mich nichts Außergewöhnliches, für die Kinder aber ein kleines Fest der Freude.</p>
<p><strong>Eines Tages war die Familie verschwunden.</strong> Es hatte etwas mit dem Vermieter zu tun, sagte man mir. Genaueres wusste man nicht. Die Garage blieb leer. Ich war traurig und frustriert. Es war die Ohnmacht, dass man ohne finanzielle Unterstützung zusehen muss, wie die Ärmsten der Armen immer wieder Opfer werden.</p>
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		<title>Zum Betteln sind Afghanen zu stolz</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 06:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht ist es nicht die typisch afghanische Bauernfamilie, aber ganz bestimmt gibt es viele ähnliche Familien wie die von Bibi und ihrem Mann Mohammed, der mit seiner ersten Frau auf dem Markt Gemüse und Getreide verkauft, während sich Bibi zu Hause um die Kinder kümmern muss und nebenbei Pistazienkerne knackt. Das Sprichwort &#8220;Ohne Fleiß kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht ist es nicht die typisch afghanische Bauernfamilie</strong>, aber ganz bestimmt gibt es viele ähnliche Familien wie die von Bibi und ihrem Mann Mohammed, der mit seiner ersten Frau auf dem Markt Gemüse und Getreide verkauft, während sich Bibi zu Hause um die Kinder kümmern muss und nebenbei Pistazienkerne knackt. Das Sprichwort &#8220;Ohne Fleiß kein Preis&#8221; kennt man so ähnlich auch in Afghanistan und wenn nicht, müsste es hier erfunden werden. Mit fünf Kindern, alle von der zweiten Frau Bibi, wohnt die Familie in einem Haus aus Lehm und Holz, um das eine brüchige Lehmmauer errichtet ist. Ein Ziehbrunnen gehört auch dazu.</p>
<p>Bibi ist 34, ihr Mann Mohammed ist über sechzig. Seine erste Frau, mit der er keine Kinder haben konnte, ist etwa fünfzig. Viele Afghanen wissen nicht genau, wie alt sie sind. Bibi wurde Mohammed schon als Kind versprochen und sie war bei der Zwangsheirat, gegen die sie sich heftig, aber vergeblich gesträubt hatte, nur 14 Jahre alt. Ihre fünf Kinder, drei Mädchen und zwei Jungen, kamen in den folgenden fünf Jahren auf die Welt. Sie gehen alle noch in die Schule, was seit dem Ende der Talibanherrschaft auch für die drei Mädchen möglich ist. Der Vater erwartet von den Kindern, dass auch sie Geld verdienen, weil die umgerechnet etwa vierzig Euro im Monat, die er auf dem Markt einnimmt, nur für ein Hungerdasein ausreichen würden. Seine erste Frau, die der Tradition folgend auch nach der Heirat mit Bibi bei Mohammed blieb, hilft auf dem Acker. Bibi soll zum Haushalt beisteuern und darf wie die Kinder auf keinen Fall betteln gehen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/zum-betteln-sind-afghanen-zu-stolz.jpg" alt="Zum Betteln sind Afghanen zu stolz, Bibi mit ihren Kindern." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Zum Betteln sind Afghanen zu stolz, Bibi mit ihren Kindern.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Eine Frau, die keinen Beruf erlernt hat und keine Schule besuchen konnte, tut sich überall in Afghanistan schwer, wenn sie auch nur ein paar Cent verdienen will. Bibi hatte die Idee, sich mit den Kindern nach der Schule in der nahen Stadt an den Straßenrand zu setzen und Pistazienkerne zu verkaufen. Pistazien sind äußerst beliebt in Afghanistan, sie werden in unterschiedlichen Süßigkeiten verarbeitet oder so geknabbert. Bis zu dreißig Kilo Pistazien täglich knacken Bibi und die Kinder mit Steinen oder einem kleinen Hammer.</p>
<p><strong>Ich habe Bibi in einer Schule für Frauen kennengelernt.</strong> Die Schule befindet sich in einem Privathaus, wo sich die Frauen zunächst nur zu einem Nähkurs trafen, dann aber auch begannen, lesen und schreiben zu lernen. Bibi fiel mir auf, weil sie der Lehrerin die meisten Fragen stellte und die Antworten immer sofort in ein Heft eintrug. Ich durfte sie nach Hause begleiten, um ihren Alltag mit der Kamera festzuhalten, was keinesfalls selbstverständlich war.</p>
<p>Bibi erzählt mir die Geschichte ihres mühevollen Lebens, oft von Tränen unterbrochen: &#8220;Ich bin ein ganz anderer Mensch, seit ich schreiben und lesen kann. Das kann ja nicht einmal Mohammed, mein Ehemann. Ich finde es wunderbar, dass jetzt auch meine Töchter zur Schule gehen. Die Mädchenschulen wurden von euch Deutschen eingerichtet.&#8221;</p>
<p>Ihrem Ehemann erzählte Bibi zunächst nichts von ihren Schulbesuchen. Er war froh, wenn er von ihr den üblichen Geldbetrag bekam und kümmerte sich nicht darum, wie sie ihre Zeit verbrachte. Alles, was sie zusätzlich verdienen konnte, legte sie zur Seite und kaufte davon Schulmaterial für die Kinder. Ich fragte sie, wie sie das alles bewältigt und ob die Zeit, die sie in der Schule verbringt, keinen Verdienstausfall für sie bedeutet? <strong>&#8220;Nein, das nicht&#8221;, sagt sie, &#8220;ich habe dann eben nachts, wenn Mohammed schlief, beim Licht der Petroleumlampe Pistazien geknackt.&#8221;</strong></p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
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		<title>Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 11:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den “Executive Minister” für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/afghanistan-ministerium-fluchtlingsangelegenheiten.jpg" alt="Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></p>
<p><strong>Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den &#8220;Executive Minister&#8221; für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.</strong></p>
<h2>Pläne des Ministeriums für Flüchtlinge</h2>
<p>Gemeinsam mit Vinod Nelson war ich gespannt darauf, im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten in Kabul von den Plänen zur Rückführung von Flüchtlingen zu hören. Der &#8220;Executive Minister&#8221; Herr Ahadi gab zunächst einen Überblick über die Situation der Flüchtlinge in Pakisten, wo nach Angaben des UNHCR rund 1,5 Millionen Flüchtlinge in Lagern untergebracht sind. </p>
<p>Weitere 1,5 Millionen Menschen leben &#8220;illegal&#8221; im Nachbarland von Afghanistan. Es handelt sich um Flüchtlinge, die bereits seit mehr als 15 Jahre dort leben und wiederum Familien gegründet haben. Bei Gesprächen zwischen Vertretern der Regierung in Pakistan, den Vertretern der Regierung in Afghanistan und dem UNHCR konnte zwar keine endgültige Lösung für die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan gefunden werden, aber die anfängliche Forderung, 500.000 Flüchtlinge in diesem Jahr noch in Afghanistan unterzubringen, wurde auf 110.000 reduziert.</p>
<p>Etwa die gleiche Zahl von Flüchtlingen lebt im Iran. Die Forderung der iranische Regierung sei im Grunde nicht erfüllbar. Sie stimme zwar zu, dass die Flüchtlinge, die im Iran die Anerkennung als Flüchtlinge hätten und die einer Arbeit nachgingen, im Iran bleiben könnten, aber die rund 1,5 Millionen Flüchtlinge doch schnellstens nach Afghanistan zurückkehren müssten. Sie wollen 500.000 ausweisen.</p>
<p>Die Afghanische Regierung habe zwar Land, aber keine Möglichkeit diese Menschen in der großen Zahl unterzubringen. Das vor allem deshalb, weil die Flüchtlinge in der Regel alles aufgegeben haben. Größtenteils sind es auch Menschen, die aus Städten geflohen sind und von daher keine eigenen Besitztümer hatten.</p>
<p>Die Anfrage an ADRA war daher, beim Bau von Unterkünften sowie Wasser- und Abwasserversorgung in Bariquab, etwa 60 Kilometer von Kabul entfernt, behilflich zu sein. 15.000 Flüchtlinge oder 3500 Familien - überwiegend aus Pakistan - sollen dort eine neue Existenz aufbauen können.  Das bedeutet mehr als nur Unterkünfte. Das bedeutet auch Arbeitsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung und vieles mehr.</p>
<p><strong>Nach Aussage von Vinod Nelson, dem ADRA Direktor von Afghanistan, will ADRA 1000 Familien oder rund 6000 Flüchtlinge mit Unterkunft, Wasser und Abwasser versorgen. Ein entsprechender Antrag wird von ADRA Afghanistan vorbereitet. Nelson hofft, dass ein ADRA Partner in Europa einen entsprechenden Geldgeber findet.  Die Kosten belaufen sich auf rund 1 Million Euro.</strong></p>
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