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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; ADRA</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Das andere Afghanistan verabschiedet sich&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation ADRA Deutschland durch dieses Internet-Magazin über "das andere Afghanistan". Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum Afghanistan-Buch der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. Leider müssen wir die Arbeit am Afghanistan-Magazin sowie der gleichnamigen XING-Gruppe - wie bereits angekündigt - zum 30. Juni 2009 beenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation <a title="ADRA Deutschland e. V." href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a> durch dieses Internet-Magazin über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum <a title="Afghanistan-Buch" href="http://afghanistan.adra.de/buch/" target="_self">Afghanistan-Buch</a> der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. <strong>Leider müssen wir die Arbeit am Afghanistan-Magazin sowie der </strong><a title="XING-Gruppe Afghanistan" href="https://www.xing.com/net/afg" target="_blank"><strong>gleichnamigen XING-Gruppe</strong></a><strong> - wie bereits </strong><a title="Beendigung des Afghanistan-Magazins" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-magazin-wird-zum-30-juni-beendet/" target="_self"><strong>angekündigt</strong></a><strong> &#8211; zum 30. Juni 2009 beenden.</strong></p>
<p><img class="alignnone" title="Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/afghanistan-buch1.jpg" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland ist eine der wenigen Quellen (wenn nicht gar die einzige) im Internet, in der es sich hauptsächlich um positive Meldungen aus Afghanistan dreht, die eine vielen bisher unbekannte Seite des Landes am Hindukusch zeigen. Deshalb werden die veröffentlichten Beiträge im Afghanistan-Magazin natürlich auch in Zukunft online zu finden sein. Aber es kommen eben keine neuen Berichte mehr dazu.</p>
<p><strong>Stöbern Sie doch in unserem Archiv noch einmal durch die Highlights aus insgesamt rund 200 Beiträgen rund um &#8220;das andere Afghanistan&#8221;. </strong>Die meistgelesenen Berichte finden Sie hier:</p>
<ul>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-kabul-die-hauptstadt-von-afghanistan/" target="_blank">Stadtportrait: Kabul, die Hauptstadt von Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/?p=357" target="_blank">Glückwunsch an die Gewinner des Afghanistan-Fotowettbewerbs</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/stadtportrait-mazar-e-sharif-im-norden-von-afghanistan/" target="_blank">Stadtportrait: Mazar-e-Sharif im Norden von Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/salang-ein-nadeloehr-in-3400-metern-hoehe/" target="_blank">Salang – Ein Nadelöhr in 3400 Metern Höhe</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/zuhar-schenkt-frauen-in-afghanistan-neue-hoffnung/" target="_blank">Zuhar schenkt Frauen in Afghanistan neue Hoffnung</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/kopftuch-und-burka-in-afghanistan-ja-oder-nein/" target="_blank">Kopftuch und Burka in Afghanistan &#8211; ja oder nein?</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/musik-in-afghanistan/" target="_blank">Musik in Afghanistan</a></li>
<li><a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" target="_blank">Buddha-Statuen – Zerstörung und Wiederaufbau in Bamiyan</a></li>
</ul>
<p>Oder Sie durchsuchen die Berichte <strong>anhand verschiedener Kategorien:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Alle unter Fotowettbewerb abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/fotowettbewerb/">Fotowettbewerb</a></li>
<li><a title="Alle unter Geschichte abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/geschichte/">Geschichte</a></li>
<li><a title="Alle unter Hilfsprojekte abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/hilfsprojekte/">Hilfsprojekte</a></li>
<li><a title="Alle unter Kultur abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/kultur/">Kultur</a></li>
<li><a title="Alle unter Kuriositäten abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/kuriositaeten/">Kuriositäten</a></li>
<li><a title="Alle unter Landschaft abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/landschaft/">Landschaft</a></li>
<li><a title="Alle unter Leitartikel abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/leitartikel/">Leitartikel</a></li>
<li><a title="Alle unter Menschen abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/menschen/">Menschen</a></li>
<li><a title="Alle unter Website abgelegten Artikel ansehen" href="http://afghanistan.adra.de/category/website/">Website</a></li>
</ul>
<p>Vielleicht ist durch einen Sponsor zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Fortsetzung möglich, was uns sehr freuen würde. Schließlich hat es Afghanistan verdient, dass auch positive Meldungen über Projekte der Hoffnung, interessante Berichte über die Menschen, Tradition und Kultur aus diesem Land Erwähnung finden. Was die Hilfsprojekte von ADRA Deutschland angeht, können Sie sich unter <a title="ADRA Deutschland" href="http://www.adra.de" target="_blank">www.adra.de</a> auch über unseren Einsatz in Afghanistan informieren. <strong>Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!</strong></p>
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		<title>Afghanistan-Magazin wird zum 30. Juni beendet</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation ADRA Deutschland durch dieses Internet-Magazin über "das andere Afghanistan". Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum Afghanistan-Buch der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. Leider müssen wir nun die Beendigung des Afghanistan-Magazins zum 30. Juni 2009 bekannt geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit März 2008 informiert Sie die Hilfsorganisation </strong><a title="ADRA Deutschland e. V." href="http://www.adra.de" target="_blank"><strong>ADRA Deutschland</strong></a><strong> durch dieses Internet-Magazin über &#8220;das andere Afghanistan&#8221;.</strong> Gestartet wurde das Portal als redaktionelle Begleitung zum <a title="Afghanistan-Buch" href="http://afghanistan.adra.de/buch/" target="_self">Afghanistan-Buch</a> der Fotojournalistin Ursula Meissner, das der Bucher-Verlag zusammen mit ADRA herausgegeben hatte. Darüber hinaus sollte über Hilfsprojekte in Afghanistan berichtet werden. <strong>Leider müssen wir nun die Beendigung des Afghanistan-Magazins zum 30. Juni 2009 bekannt geben.</strong></p>
<p>Geplant war die redaktionelle Berichterstattung über &#8220;<strong>das andere Afghanistan</strong>&#8220;, das in den Medien meist zu kurz kommt, zunächst für ein halbes Jahr, wurde dann für weitere sechs Monate verlängert. Im Anschluss sollte eine Finanzierung der redaktionellen Arbeiten und der Website-Pflege durch öffentliche Zuschüsse im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildung sicher gestellt werden. Leider hatte ein entsprechender Antrag auf Fördermittel durch die EU keinen Erfolg. Deshalb ist ADRA Deutschland gezwungen, den Betrieb des Online-Angebots sowie <a title="XING-Gruppe Afghanistan" href="https://www.xing.com/net/afg" target="_blank">der gleichnamigen XING-Gruppe</a> zum 30. Juni zu beenden.</p>
<p><img class="alignnone" title="Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/03/afghanistan-buch1.jpg" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland ist eine der wenigen Quellen (wenn nicht gar die einzige) im Internet, in der es sich hauptsächlich um positive Meldungen aus Afghanistan dreht, die eine vielen bisher unbekannte Seite des Landes am Hindukusch zeigen. Deshalb werden die veröffentlichten Beiträge im Afghanistan-Magazin natürlich auch in Zukunft online zu finden sein. Aber es kommen eben keine neuen Berichte mehr dazu.</p>
<p>Vielleicht ist durch einen Sponsor zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Fortsetzung möglich, was uns sehr freuen würde. Schließlich hat es Afghanistan verdient, dass auch positive Meldungen über Projekte der Hoffnung, interessante Berichte über die Menschen, Tradition und Kultur aus diesem Land Erwähnung finden. <strong>In diesem Sinne stürzen wir uns auf sechs weitere Wochen rund um &#8220;das andere Afghanistan&#8221; und freuen uns auf einen positiven Endspurt mit Ihnen!</strong></p>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Wahlen in Afghanistan im Herbst 2009</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/wahlen-in-afghanistan-im-herbst-2009/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit - ein neuer Präsident wird gewählt. Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Herbst 2009 ist es in Afghanistan soweit &#8211; ein neuer Präsident wird gewählt.</strong> Ein Jahr später, 2010, finden schließlich die Parlamentswahlen statt. Die berechtigte Frage also: Was wird sich für die Menschen in Afghanistan verändern, ja vielleicht sogar verbessern?</p>
<h3>Wahlen in Afghanistan. Was bedeutet dies für das Land am Hindukusch?</h3>
<p>Afghanistan, das Land am Hindukusch, zeichnet sich durch eine lange Tradition aus, die von der Antike bis zu Neuzeit reicht. Dieses großartige Erbe rückt in den Medien jedoch angesichts der politischen und militärischen Ereignisse der vergangenen 30 Jahren stark in den Hintergrund.</p>
<p><strong>Seit 2004 ist Afghanistan eine islamische Republik </strong>- seitdem ist Hamid Karzai Präsident; 2009 geht seine Amtszeit von fünf Jahren zu Ende. In dieser Zeit setzte sich der 1957 in Karz, Afghanistan geborene Präsident dafür ein, dass Taliban-Regime zu stürzen und um eine neue Regierung aufzubauen. Im April 2008 überlebte er einen Anschlag unverletzt.</p>
<h3>Präsidentschaftswahlen 2009 &#8211; neue Chance für Afghanistan?</h3>
<p>Die Chancen und Perspektiven haben sich für Afghanistan in den letzten Jahren verbessert &#8211; auch wenn Kritiker in Karzai einen Spielball der Amerikaner sehen. Auch zahlreiche Hilfsorganisationen (darunter auch <a title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation" href="http://www.adra.de" target="_blank">ADRA Deutschland</a>) setzen sich dafür ein, den Menschen in Afghanistan in Zukunft ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, das ihnen abseits aller politischen Querelen Sicherheit und einen angemesseneren Lebensstandard sichert.</p>
<p><strong>Aber welche Eigenschaften muss ein Präsident in Afghanistan besitzen? </strong>Sicherlich muss er sich in erster Linie für die Belange der Menschen in Afghanistan einsetzen; gleichzeitig muss er offen nach außen hin sein und internationale Politik betreiben. Es wird also vermutlich zu den Herausforderungen des neuen Präsidenten von Afghanistan gehören, im positiven Sinne zwischen den Menschen seines Landes und den übrigen Nationen (Deutschland, den USA etc.) zu vermitteln.</p>
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		<title>Ursula Meissner im Video über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/ursula-meissner-im-video-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 08:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Meissner]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit dem Bucher-Verlag hat die Hilfsorganisation ADRA Deutschland im Frühjahr 2008 das Buch "Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg" von Ursula Meissner herausgebracht. In einem Video beschreibt die Fotojournalistin, die bereits 16 Mal in Afghanistan war, wie das Buch entstanden ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Zusammenarbeit mit dem Bucher-Verlag hat die Hilfsorganisation ADRA Deutschland im Frühjahr 2008 das Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; von Ursula Meissner herausgebracht. In einem Video beschreibt die Fotojournalistin, die bereits 16 Mal in Afghanistan war, wie das Buch entstanden ist.</p>
<p> <object type="application/x-shockwave-flash" data="http://sevenload.de/pl/0Lxi4In/380x313/swf" width="380" height="313"><param name="movie" value="http://sevenload.de/pl/0Lxi4In/380x313/swf" /></object></p>
<p>(Quelle: <a title="Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg" href="http://www.video4pr.de/meissner" target="_blank">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>, <em>mit freundlicher Genehmigung</em>)</p>
<h3>Über das Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221;</h3>
<p>Afghanistan mit seinen überwältigenden Landschaften und den faszinierenden, stolzen Menschen könnte längst ein begehrtes Reiseland sein. Doch der seit fast drei Jahrzehnten währende Krieg mit den täglichen Nachrichten von Gewalt, Hunger und Elend lässt eine solche Entwicklung nicht zu. Die Zukunft des Landes wird wohl auch in den nächsten Jahren von blutigen Auseinandersetzungen geprägt bleiben.</p>
<p>Dieses Buch mit seinen einfühlsamen Bildern und sorgfältig recherchierten Reportagen zeigt das andere, weithin unbekannte Afghanistan, das sich nach außen abschirmt und sich unserem Blick entzieht. Es handelt vom harten Alltag, aber auch von vielen Fortschritten, dem bewundernswerten Mut der Menschen und dem immer wieder durchschimmernden Zauber des Landes. Ein Buch, das für Afghanistan hoffen lässt.</p>
<p>Mit dem Kauf dieses Buches (29,95 Euro) direkt über ADRA ermöglichen Sie die Herstellung und Verteilung einer Steppdecke in Afghanistan. <strong>&gt;&gt;&gt; </strong><a title="Afghanistan Buch bestellen" href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" target="_self"><strong>JETZT BESTELLEN</strong></a><strong>!</strong></p>
<h3>Über Ursula Meissner</h3>
<p>Ihre journalistische Laufbahn begann Ursula Meissner 1984 als Assistentin im ZDF Studio Südostasien. 1989 tauschte sie die Schreibmaschine gegen die Kamera ein und begann eine Ausbildung zur Fotojournalistin, die sie zunächst durch die ZDF Landesstudios und bald wieder ins Ausland führte. Nach mehreren kleineren Projekten veröffentlichte sie ihre erste eigene Fotoreportage 1992 über die Belagerung der Stadt Sarajewo.</p>
<p><a title="Ursula Meissner" href="http://www.ursulameissner.de" target="_blank">Ursula Meissner</a> ist seit 15 Jahren als freie Fotografin in allen Kriegs- und Krisengebieten der Welt unterwegs. Von Afghanistan bis Sierra Leone, vom Kosovo bis in den Irak, gibt sie den Opfern kriegerischer Konflikte und humanitärer Katastrophen ein Gesicht. <strong>Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und werden weltweit publiziert.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Weihnachten in Afghanistan &#8211; Wir machen Pause!</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/weihnachten-in-afghanistan-wir-machen-pause/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 08:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreswechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wünschen unseren Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ab dem 5. Januar melden wir uns wieder zurück, mit hoffentlich für Sie interessanten und informativen Artikeln von einem anderen, positiven Afghanistan. Welche Rolle Weihnachten in Afghanistan spielt, lesen Sie in diesem Artikel...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-365" title="Weihnachten in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/12/weihnachten-in-afghanistan_01.jpg" alt="" width="605" height="250" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Wir wünschen Ihnen frohe Festtage!</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>     </p>
<h3>Weihnachten in  Afghanistan – wie wird es gefeiert, wenn es gefeiert wird?</h3>
<p>Kaum jemand in Deutschland kann sich auch nur annähernd vorstellen, wie sich die Menschen in Afghanistan auf die besinnliche Zeit vorbereiten. Vermutlich werden sich die meisten von uns darüber einig sein, dass Weihnachten eher eine geringfügige Rolle spielen wird. Denn obwohl es mit 0,1 Prozent der Bevölkerung zumindest einen geringen Teil an Christen in Afghanistan gibt, ist der Islam doch die vorherrschende Religion.</p>
<p>Die Relevanz des christlichen Fests in Afghanistan ist demnach bereits statistisch eher als gering einzuschätzen. Dort wo es gefeiert wird, muss man sich von hiesigen Brauchtümern verabschieden; einen Weihnachtsbaum dürfte man unter den christlichen Einheimischen ebenso wenig finden wie Rentiere im Garten. Vielmehr ist es ein Fest, das im Stillen gefeiert und in der Öffentlichkeit kaum stattfindet.</p>
<p>  </p>
<h3>Die Rolle von Jesus im Islam</h3>
<p>Kaum einer weiß jedoch, dass Jesus im Koran eine wichtige Rolle spielt - &#8221;er gilt im Koran als echter Nachkomme Ibrahims (Abrahams) und zugleich als sündloser Mensch mit außergewöhnlichem Charakter und besonderen Fähigkeiten.&#8221; (Wikipedia).</p>
<p>Die Geburt Jesu Christi durch die Jungfrau Maria wird in der Religion der Muslime sehr ausführlich geschildert; die Jungfrau Maria wird demnach auch im Islam verehrt. Die Distanz zwischen dem Christentum und dem Islam ist dementsprechend deutlich geringer als vielleicht erwartet.</p>
<p>Auch wenn Weihnachten selbst von den Muslimen nicht gefeiert wird, so ist sich die islamische Bevölkerung in Afghanistan seiner Bedeutung sicher bewusst. Daher erscheint es wenig abwegig, das Fest der Christen als eine Chance zu begreifen, den christlichen Teil der Welt mit den Menschen in Afghanistan näher zusammen zu bringen. </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-364" title="Weihnachten in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/12/weihnachten-in-afghanistan_02.jpg" alt="" width="605" height="400" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier haben die ADRA-Mitarbeiter im Büro in Kabul Weihnachten gefeiert.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p><strong>In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ab dem 5. Januar melden wir uns wieder zurück, mit hoffentlich für Sie interessanten und informativen Artikeln von einem anderen, positiven Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Miriam sorgt für ein ganzes Dorf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen.
Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele Familien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen</strong>, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen.</p>
<p>Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele Familien flüchteten, weil sie in den Ruinen nicht mehr leben konnten und ihnen die Mittel fehlten, die Häuser wieder aufzubauen. Ihr Schicksal erregte sogar in der Hauptstadt Aufmerksamkeit, die selbst schwer vom Krieg gezeichnet war.</p>
<p><strong>Einer, der davon hörte, ließ es nicht bei Mitgefühl bewenden. Er beschloss sofort zu helfen. Dr. Peter Jaggi und seine Frau Verena waren gerade für die </strong><a target="_blank" href="http://www.adra.de" title="Hilfsorganisation ADRA"><strong>Hilfsorganisation ADRA</strong></a><strong> nach Afghanistan gekommen.</strong> Wie man Menschen selbst in aussichtslos scheinenden Situationen wieder Hoffnung macht, hatten sie vorher für ADRA drei Jahre lang in den armseligen Bergdörfern in Nepal am Himalaja und zwischen den Bambushütten von Malawi im subtropischen Afrika gezeigt.</p>
<p>ADRA und seine Mitarbeiter helfen den Menschen in mehr als 120 Ländern. In Afghanistan hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt in der Provinz Bamiyan mit dem Einsatz mobiler Sanitätsteams verhindert, dass sich Tuberkulose, eine tückische Infektionskrankheit der Atemwege, ausbreiten konnte. In der Provinz Djuzdjan bohrten sie mit den Bauern achtzig neue Brunnen und richteten die Handpumpen dafür ein.</p>
<p>Verena Jaggi hatte Waisenkindern mit Teddybären von Spendern aus den USA und aus Europa zum ersten Mal in deren Leben ein Spielzeug verschaffen können. Jetzt gelang es dem Ehepaar Jaggi über ADRA und unterstützt von anderen Spendern, unbürokratisch mehrere Lkws mit Zeltplanen, Decken und Säcken mit Mehl zu den verzweifelten Menschen in die zerstörten Dörfer zu bringen.</p>
<p>Die Hilfe wurde erst mit ungläubigem Staunen, dann mit lautem Jubel und Händeklatschen empfangen. Idee der Unterstützung für die Ärmsten der Armen ist aber nicht nur, einmalig Linderung zu verschaffen,sondern gleichzeitig dafür zu sorgen, dass durch Hilfe zur Selbsthilfe langfristig das Auskommen gesichert wird.</p>
<p>Für das Dorf Istalis und die umliegenden Dörfer heißt das Rezept: Die Frauen werden von der Hilfsorganisation kostenlos mit Material versorgt und lernen, wie man wärmende Decken macht. Die Decken werden dann an andere Bedürftige verschenkt. Die Hilfsorganisation zahlt den Frauen einen bescheidenen Arbeitslohn, der den Familien genügt, um wieder die Tätigkeit aufzunehmen, von der sie früher lebten.</p><div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-8"><div id="ngg-image-136" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
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<p>  <br />
Istalis und Umgebung war früher bis nach Kabul für seine Töpferei bekannt. <strong>Miriam, die Bäckerin, ist für den Neuanfang im Dorf besonders wichtig. Sie ist eine strahlende junge Frau mit besonders feinen Gesichtszügen.</strong> Als ich ihr das erste Mal begegnete, konnte ich kaum glauben, dass sie schon sechs Kinder hat und täglich acht Stunden lang in einem kleinen, verqualmten Lehmhaus sitzt und Teig knetet. Von ihrem Brot, das sie mich probieren lässt und das ganz sicher das beste ist, das ich in ganz Afghanistan gegessen habe, werden heute 500 Menschen satt. Sie verkauft es sehr billig, aber doch so, dass sie neues Mehl kaufen kann und ein bisschen daran verdient.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Die Jury des Afghanistan-Fotowettbewerbs</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 06:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotowettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Bis zum 30. November 2008 haben Sie Zeit, jeweils bis zu drei Fotos in den Kategorien “Menschen in Afghanistan“, “Afghanische Kultur” und “Lanschaft Afghanistans” einzusenden und damit am Fotowettbewerb über &#8220;Das andere Afghanistan&#8221; teilzunehmen.
Bis zum 14. Dezember wird die Jury eine Entscheidung über die Siegerfotos treffen und anschließend hier im Afghanistan-Magazin prämieren. Die Gewinner erhalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis zum 30. November 2008 haben Sie Zeit</strong>, jeweils bis zu drei Fotos in den Kategorien “<strong>Menschen in Afghanistan</strong>“, “<strong>Afghanische Kultur</strong>” und “<strong>Lanschaft Afghanistans</strong>” einzusenden und damit am <a href="http://afghanistan.adra.de/offizieller-start-des-afghanistan-fotowettbewerbs/" title="Fotowettbewerb über das andere Afghanistan">Fotowettbewerb über &#8220;Das andere Afghanistan&#8221;</a> teilzunehmen.</p>
<p>Bis zum 14. Dezember wird die Jury eine Entscheidung über die Siegerfotos treffen und anschließend hier im Afghanistan-Magazin prämieren. Die Gewinner erhalten ihren Preis noch vor dem Weihnachtsfest zugeschickt.</p>
<p>Zur Jury gehören Fotojournalistin <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/ursula-meissner/" title="Fotojournalistin Ursula Meissner">Ursula Meissner</a>, ZDF-Redakteur und Autor <a target="_blank" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan" title="Afghanistan Weblog">Boris Barschow</a>, ADRA Geschäftsführer <a target="_blank" href="http://www.adra.de/" title="ADRA Deutschland e.V.">Erich Lischek</a>, ADRA-Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation Fritz Neuberg sowie der Webmaster des Afghanistan-Magazins, Agenturleiter <a target="_blank" href="http://www.thoxan.com/" title="Werbeagentur Thomas Kilian">Thomas Kilian</a>.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/afg_jury-fuer-fotowettbewerb_01.jpg" alt="Jury für Afghanistan Fotowettbewerb" /></p>
<p>Gerne stellen wir Ihnen die Mitglieder der Jury noch ein wenig ausführlicher vor:</p>
<h3>Ursula Meissner</h3>
<p><strong>Ursula Meissner</strong> (44) lebt in der Nähe von Mainz und hat Fotojournalistin ihr Hobby zum Beruf gemacht. Ihr Schwerpunkt liegt auf Reportagen in Kriegs- und Krisengebieten.</p>
<p><em>“Ich war seit 1986 insgesamt 16 Mal in Afghanistan, hatte dort meine ersten Kriegserlebnisse und war Gefahren ausgesetzt, die mich fast umgebracht hätten. Mit meinem Buch über Afghanistan will ich Verständnis für Afghanistan wecken. Ich zeige ein Afghanistan, das den meisten Menschen noch fremd ist.”</em></p>
<h3>Boris Barschow</h3>
<p><strong>Boris Barschow </strong>ist ZDF-Journalist und Reporter. Und er ist zeitgleich Reservist bei der Bundeswehr – ohne vorher gedient zu haben. Als Journalist bekommt er vor allem die Schattenseiten Afghanistans zu Gesicht. Und als Reservist ist Afghanistan sicherlich nicht das geeignete Land, um sich für einen ersten Einsatz zu melden. (<a target="_blank" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan" title="Afghanistan Weblog von Boris Barschow">Afghanistan-Blog von Boris Barschow</a>)</p>
<p><em>&#8220;Es zerbricht mir fast das Herz, wenn ich in die großen strahlenden Augen der Kinder sehe. Ihre Blicke sind voll Hoffnung und Freude. Ihre Hände – so geschunden von harter Arbeit daheim. Diese Kinder sind der ganze Stolz ihrer Eltern. Sie ernten die Kraft und den Mut ihrer Väter und Mütter, dürfen auf eine bessere Zukunft hoffen.&#8221;</em></p>
<h3>Erich Lischek</h3>
<p><strong>Erich Lischek</strong> ist der Geschäftsführer von <a target="_blank" href="http://www.adra.de/" title="ADRA Deutschland Hilfsorganisation">ADRA Deutschland</a>. Der Pastor und Kaufmann Erich Lischek leitet seit 1986 die Geschicke der Hilfsorganisation.</p>
<p><em>“Die Menschen in Afghanistan brauchen unsere Hilfe. Das Buch über ‘das andere Afghanistan’ ist ein entwicklungspolitischer Beitrag zum Wiederaufbau des Landes. Dieses Online-Magazin soll diese Thematik auch über das Internet ins Gespräch bringen.”</em></p>
<h3>Fritz Neuberg</h3>
<p><strong>Fritz Neuberg</strong> (47) ist bei ADRA als Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation zuständig. Der gebürtige Wiener ist seit 2003 bei ADRA Deutschland beschäftigt und war für die Hilfsorganisation bereits in Afghanistan, im Iran und in Sri Lanka tätig. Zu seinen Hobbies gehören Lesen, Reisen und Fußball.</p>
<p><em>“Ich habe sechs Monate lang in Kabul gelebt, bevor ich als Leiter des Auslandsbüros von ADRA Deutschland in den Iran gegangen bin. Ich möchte meine Kenntnisse über die Lage in Afganistan, über die Kultur und Geschichte gerne anderen weitergeben.”</em></p>
<h3>Thomas Kilian</h3>
<p><strong>Thomas Kilian</strong> (29) leitet eine <a target="_blank" href="http://www.thoxan.com/" title="Werbeagentur Thoxan">Fullservice-Werbeagentur</a> für Neue Medien in Ostwestfalen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Online-Marketing und bringt seine <a target="_blank" href="http://www.neukunden-magnet.de/" title="Neukunden-Magnet Weblog">Erfahrung als Blogger</a> auch bei der redaktionellen Gestaltung des Afghanistan-Magazins mit ein.</p>
<p><em>“Online-Magazine, auch ‘Weblogs’ genannt, bieten hervorragende Möglichkeiten zur Kommunikation und zum Dialog mit der Leserschaft. Die Arbeit der Hilfsorganisation ADRA in Afghanistan ist ausgezeichnet und muss auch den Menschen in Deutschland vermittelt werden. Dazu bietet sich eine thematisch ausgerichtete Plattform im Internet sehr gut an.”</em></p>
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		<title>Sägen Sie bitte nicht an Granaten!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das? &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.
In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das?</strong> &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.</p>
<p>In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist das wichtigste Thema. Die Gesundheit und das Leben jedes einzelnen Mitarbeiters ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt. Deshalb bedarf es ständiger Kontrolle, Schulung und Motivation (das Bewusstsein für Gefahren geht manchmal verloren), um den Sicherheitsstandard hochzuhalten. Die meisten verbinden die Gefahren meist mit Anschlägen und Entführungen, aber in einem Land wie Afghanistan kann ein Verkehrsunfall, eine Erkrankung, unvorsichtiges Herumgehen auf einem Grundstück oder Gelände (Minen!) sehr schnell lebensgefährlich werden. Und gute medizinische Versorgung ist manchmal erst nach Tagen zu bekommen, wenn man sich in den Bergen befindet und weit und breit keine vernünftige Straße in eine der großen Städte vorhanden ist.</p>
<p>Die meisten ausländischen Hilfsorganisationen in Afghanistan haben einen Mitarbeiter, der &#8211; wie ich &#8211; für das Thema Sicherheit zuständig ist. Einmal in der Woche gab es Treffen der Organisation ANSO, einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt, bei dem sich diese Mitarbeiter der Hilfsorganisationen trafen. ANSO-Mitarbeiter hatten einen polizeilichen oder militärischen Hintergrund und versorgten die Hilfsorganistionen wöchentlich mit Informationen über die Lage in den verschiedenen Provinzen. Sie gaben Tipps und sprachen auch mal Empfehlungen aus, eine Gegend zu meiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen angesagt war.</p>
<p>Fast jeden Tag erhielt auch ich eine Email von ANSO, in der zusätzliche Informationen mitgeteilt wurden. Eines Tages erhielt ich die Meldung, dass das Haus einer Familie im Norden Kabuls in die Luft geflogen sei. Natürlich fragt man sich sofort, was der Grund dafür sei: Waren es die Taliban? Ein Racheakt? Ein krimineller Hintergrund?</p>
<p><strong>Am nächsten Tag erhielt ich die traurige &#8220;Auflösung&#8221; des Rätsels.</strong> Ein Familienvater hatte eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Granate war nicht explodiert und so dachte er sich, dass er den Sprengstoff innerhalb der Metallhülle gut gebrauchen könnte. Und er fing an, die Granate aufzusägen. Die Granate explodierte sofort.</p>
<p>Die ganz Familie war auf der Stelle tot, das Haus zerstört. Man mag sich wundern. Wer aber – wie viele arme Familienväter in Afghanistan &#8211; nicht weiß, wie man seine Familie über den Tag bringt und wie man seine Kinder versorgen soll, der wird erfinderisch und versucht alles zu vermarkten. Selbst den Inhalt einer Granate.</p>
<p>Leider ist das Sicherheitsempfinden, das Bewusstsein und die Kenntnis von Gefahren durch 30 Jahre Krieg bei einigen Menschen verloren gegangen. Manche begeben sich aber auch bewusst in Gefahren. Wenn man nachfragt, warum sie dies tun, so hört man die traurige Antwort: &#8220;Was soll ich tun, ich habe keine andere Chance, meinen Lebensunterhalt zu verdienen!&#8221;</p>
<p><strong>Deshalb ist es wichtig, dieses Land und seine Menschen zu unterstützen, damit auch sie in Sicherheit und Frieden leben können. <a href="http://afghanistan.adra.de/adra/" title="ADRA Projekte in Afghanistan unterstützen!">Helfen auch Sie mit</a>!</strong></p>
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		<title>Zahlen, Daten und Fakten zum Afghanistan-Magazin</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einem guten halben Jahr ist das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland nun online. Es ist Zeit für einen Bericht &#8220;in eigener Sache&#8221; sowie einige Zahlen, Daten und Fakten zu unserem Online-Portal. Ein Team von verschiedenen Autoren liefert Ihnen Berichte und Erfahrungen über die bisher unbekannte Seite von Afghanistan. Damit begleiten wir die Herausgabe des Afghanistan-Buchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit einem guten halben Jahr ist das Afghanistan-Magazin von ADRA Deutschland nun online.</strong> Es ist Zeit für einen Bericht &#8220;in eigener Sache&#8221; sowie einige Zahlen, Daten und Fakten zu unserem Online-Portal. Ein Team von verschiedenen <a href="http://afghanistan.adra.de/autoren" title="Autoren Afghanistan Magazin von ADRA">Autoren</a> liefert Ihnen Berichte und Erfahrungen über die bisher unbekannte Seite von Afghanistan. Damit begleiten wir die Herausgabe des <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch Ursula Meissner">Afghanistan-Buchs</a> der Fotojournalistin <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/ursula-meissner/" title="Ursula Meissner">Ursula Meissner</a>, das im April 2008 im Bucher-Verlag erschienen ist. Darüber hinaus stellt ADRA Deutschland verschiedene <a href="http://afghanistan.adra.de/category/hilfsprojekte/" title="Hilfsprojekte ADRA in Afghanistan">Hilfsprojekte</a> vor, die den Menschen in Afghanistan zu Gute kommen.</p>
<p>Seit dem Start des Afghanistan-Magazins wurden bis heute (24. Oktober 2008) über <strong>100 Berichte</strong> veröffentlicht und mit über <strong>60 Leserbriefen</strong> (Kommentaren) versehen. Viele unserer Besucher finden das Afghanistan-Magazin über Suchmaschinen, allen voran Google. Ein Querschnitt der letzten 30 Suchergebnisse zeigt, wonach gesucht wurde:</p>
<ul>
<li>hellblauer edelstein</li>
<li>afghanistan</li>
<li>Moderne Frau in Afghanistan</li>
<li>kabul city 2008</li>
<li>Frauen in Afghanistan</li>
<li>afghanische landschaft</li>
<li>kabul</li>
<li>Mazar E sharif</li>
<li>Afghanistan-Konferenz London 2008</li>
<li>afghanistan entwicklungsland</li>
<li>&#8220;Hans-Ulrich Seidt&#8221; Botschafter </li>
<li>decken nähen</li>
<li>landwirtschaft afghanistan</li>
<li>afghanische republik</li>
<li>der drachenläufer hintergrund</li>
<li>botschafterin zulfacar</li>
<li>frauen afganistan</li>
<li>betteln</li>
<li>kabul city center</li>
<li>lapis lazuli Badakhshan</li>
<li>die buddha statuen von bamiyan</li>
<li>verkehr kabul</li>
<li>landschaft afghanistan</li>
<li>film über afghanistan</li>
<li>fotos aus Afghanistan</li>
<li>afghanische musik</li>
<li>minen in afghanistan</li>
<li>kinder in not afghanistan</li>
<li>Kabul neue moderne Bilder</li>
</ul>
<p>Seit einigen Wochen haben wir uns mit dem Suchbegriff &#8220;<a target="_blank" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=afghanistan&amp;start=10" title="Afghanistan bei Google">Afghanistan</a>&#8221; auf die zweite Seite bei Google vorgearbeitet (Platz 14). Auch dadurch sind die Besucherzahlen weiter angestiegen, täglich sind es etwa 150 Personen (Unique Visits), die sich über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; informieren. Das Afghanistan-Magazin hat bei Google mittlerweile einen Pagerank von &#8220;5&#8243; erhalten (Skala 1-10) und mehr als 2000 Backlinks verweisen auf dieses Angebot.</p>
<p>Neben dem Online-Magazin hat ADRA Deutschland auch eine <a target="_blank" href="https://www.xing.com/net/afg" title="Afghanistan-Gruppe bei XING">Gruppe für Afghanistan-Interessierte</a> auf der Business-Plattform XING eingerichtet. Dort tauschen sich über 150 Personen über Afghanistan aus und erhalten einen monatlichen Newsletter mit weiterführenden Informationen.</p>
<p><strong>Wir hoffen, dass sich der Zuspruch zu den Themen des Afghanistan-Magazins weiter verstärkt. Auch durch den <a href="http://afghanistan.adra.de/offizieller-start-des-afghanistan-fotowettbewerbs/" title="Afghanistan-Fotowettbewerb">Afghanistan-Fotowettbewerb</a> wollen wir weitere Aufmerksamkeit für die bisher unbekannte Seite Afghanistans erzeugen. Über Ihre Rückmeldungen freuen wir uns sehr.</strong></p>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ursula Meissner über Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/interview-mit-ursula-meissner-ueber-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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		<description><![CDATA["Das andere Afghanistan" ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, das begleitend zur Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das andere Afghanistan&#8221; ist das zentrale Thema des Online-Magazins von ADRA Deutschland, </strong>das begleitend zur <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan-Buch von Ursula Meissner">Veröffentlichung eines Buches der Fotojournalistin Ursula Meissner</a> im März 2008 gestartet ist. Wir sprechen mit der Autorin über die bisherigen Reaktionen auf ihr Buch sowie ihre letzte Reise nach Afghanistan im Frühjahr dieses Jahres.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_01.jpg" alt="Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Fotojournalistin Ursula Meissner (rechts) bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Frau Meissner, Sie waren nun insgesamt 16 Mal in Afghanistan, zuletzt im April dieses Jahres. Aus welchem Grund haben Sie diese Reise unternommen?</strong></p>
<p>Ich besuche Afghanistan immer wieder, weil ich mich davon überzeugen möchte, was in diesem Land nach und nach geschieht. Bei der letzten Reise habe ich es endlich geschafft, die Provinzen Panjab und Bamiyan zu erkunden, die ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte. </p>
<p><strong>Was waren dabei besondere Erlebnisse für Sie?</strong></p>
<p>Panjab ist eine der ärmsten Provinzen in Afghanistan. Da gehen die Bauern noch mit dem Holzpflug aufs Feld. Es gibt jetzt aber viele Lehmhütten, die tatsächlich Satelliten-Antennen auf dem Strohdach haben. Am Abend sehen die Familien eine Fernsehserie aus Indien, in der eine Schwiegertochter den Haushalt führt. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich für eine Provinz, von der wir sagen würden, dass sie noch im Mittelalter lebt. </p>
<p>Ein weiteres Highlight war Bamiyan. Da konnte ich endlich fotografieren, was von den berühmten, in Fels gehauenen <a href="http://afghanistan.adra.de/buddha-statuen-zerstoerung-und-wiederaufbau-in-bamiyan/" title="Buddha-Statuen in Bamiyan">Buddha-Statuen</a> übrig geblieben ist; die Taliban hatten sie ja 2001 gesprengt. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_02.jpg" alt="Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner mit ADRA Geschäftsführer Erich Lischek bei einer Rast.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>In Ihrem Buch &#8220;Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; erleben wir eine weithin unbekannte Seite von Afghanistan. Haben Sie bei Ihrer letzten Reise selbst noch neue Eindrücke gesammelt? Etwas für Sie bisher noch unbekanntes entdeckt?</strong></p>
<p>Das zwar nicht, aber manche Eindrücke von früheren Reisen haaben sich bestätigt. Afghanistan kommt nur sehr mühsam voran. Es gibt zwar Fernsehantennen auf Bauernhütten, aber wegen der schlechten Sicherheitslage kommen keine neuen großen Hilfsprojekte in Gang. Eine Ausnahme macht das <a href="http://afghanistan.adra.de/krankenhaus-fuer-opfer-von-anschlaegen-in-kabul/" title="Krankenhaus von ADRA in Kabul">Krankenhaus von ADRA</a>, das ich in Kabul besuchen konnte. Die Bauern werden immer unzufriedener, weil so viel von Hilfe geredet wird, sie aber keine Hilfe erreicht. Häufig ist das in abgelegenen Gebieten aber aufgrund der nicht vorhandenen Sicherheit auch unmöglich.</p>
<p>Wir haben einmal einen Pass oder Pässe überquert und waren dazu fast 14 Stunden unterwegs. Wir mussten wegen Schneeverwehungen im Gebirge in einer nicht sehr gemütlichen Hütte übernachten.</p>
<p>Bamiyan war aber wirklich eindrucksvoll, in jeder Hinsicht. Wir hatten einen Reiseführer, der uns für die Besichtigung der zerstörten Buddhastatuen 15 Dollar abnahm. Selbst das Wenige, das von den Statuen übrig geblieben ist, fasziniert noch immer jeden Besucher. Ich hoffe, dass möglichst bald mehr Menschen dort hinreisen könnten, denn der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass die Statuen einmal eine Art Wallfahrtsort für die Afghanen und ein absolutes &#8220;Muss&#8221; für alle ausländischen Touristen werden. </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_03.jpg" alt="Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner im Gespräch mit der Gouverneurin von Bamiyan.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div><br />
 <br />
<strong>Was sind in Ihren Augen die drei größten Missverständnisse über Afghanistan?</strong></p>
<ol>
<li>Dass derzeit überall und ständig geschossen wird. Vom normalen Leben der Afghanen, das ja vielerorts weitergeht, erfahren wir nichts. Es ist wohl zu wenig spektakulär für die internationalen Medien. Leider wird in der Regel nur aus Afghanistan berichtet, wenn es wieder einmal einen Bombenanschlag gegeben hat, wenn Militäreinsätze gemeldet werden, wenn deutsche Soldaten verwundet werden oder gar beim Einsatz am Hindukusch sterben.</li>
<li>Es wird immer vom &#8220;Wiederaufbau Afghanistans&#8221; gesprochen, als ob es darum ginge, einem ehemals hochentwickelten und nach 30 Kriegsjahren zerstörten Land eine neue Chance zu geben. Die bedauerliche Wahrheit ist, dass Afghanistan ein Entwicklungsland ist, ohne Industrie, ohne Infrastruktur und mit einer Bevölkerung, von der die meisten Erwachsenen Analphabeten sind. Das macht die Hilfe für Afghanistan doppelt schwierig.</li>
<li>Afghanistan ist kein Land mit einer homogenen Bevölkerung. Tatsache ist, dass in Afghanistan zahlreiche unterschiedlich geprägte Volksstämme leben, von denen jeder unter seinem eigenen Stammesfürsten auf die größtmögliche Unabhängigkeit pocht. Jede zentrale Regierung in Afghanistan hat sich deshalb bisher mit dem Regieren schwer getan. Die jetzige stellt keine Ausnahme dar.</li>
</ol>
<p><strong>Was können Sie über die Menschen in Afghanistan sagen?</strong></p>
<p>Die Menschen in Afghanistan sind fleißig, ganz besonders gastfreundlich, unglaublich stolz und an ein Leben in zerklüfteten Bergregionen fast wie ihre Bergziegen gewöhnt, wenn ich das so burschikos sagend darf &#8211; aber Afghanistan besteht ja nicht nur aus Bergen. Wir werden als Deutsche immer noch sehr verehrt.  </p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/interview_ursula-meissner_afghanistan-2008_04.jpg" alt="Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Ursula Meissner hat zu jeder Zeit die Kamera griffbereit</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Welche Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung Ihres Buches über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; erhalten?</strong></p>
<p>Bisher fast nur positive. Dass es so ein Buch vorher nicht gab und dass es wichtig ist, um Verständnis für die Afghanen zu wecken. Das war auch, was ich wollte. Die einzige Kritik, die ich bisher lesen konnte, war, dass vielleicht zu viele Bilder im Buch verwendet wurden und man den einzelnen Bildern hätte mehr Platz einräumen sollen.</p>
<p><strong>Wann werden Sie wieder nach Afghanistan reisen?</strong></p>
<p>Ich hoffe bald, aber ich suche noch einen Auftraggeber.</p>
<p><strong>Frau Meissner, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Einsatz in und um Afghanistan.</strong></p>
<p><em>Wer Ursula Meissner einmal persönlich treffen möchte, hat dazu Gelegenheit am 17. Oktober ab 14 Uhr bei der Frankfurter Buchmesse (am Stand des </em><a target="_blank" href="http://www.bucher-verlag.de/" title="Bucher-Verlag Afghanistan"><em>Bucher-Verlags</em></a><em>). Über aktuelle Ausstellungen, Lesungen und Projekte der Fotojournalistin, informiert die </em><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Ursula Meissner Afghanistan"><em>Website von Ursula Meissner</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Es war die Lerche und nicht die Nachtigall!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 05:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein herrliches Erwachen heute! Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein herrliches Erwachen heute!</strong> Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, ob es in Afghanistan überhaupt Lerchen gibt. Aber ich habe das Lied verstanden: &#8220;Die Welt ist schön, ich bin glücklich, ich habe wieder Futter, ich habe wieder grüne Bäume. Diese Dankbarkeit möchte ich mit der ganzen Welt teilen.&#8221; Und wie ich sein Glück teilte! Solche Momente sind rar, besonders im jetzigen Afghanistan. Es ist wie das Lächeln in einem Kindergesicht oder das Aufleuchten in den Augen einer Frau, die an einem Kurs teilnehmen darf.<br />
 <br />
Unsere Büsche im Garten sind ein Spatzenparadies. Im Frühjahr schwatzen sie uns die Ohren voll, jegliche Morgenruhe ist dahin. Ich kenne auch das Glucksen unserer Hennen, alles bekannte und alltägliche Geräusche. Aber dieses einzigartige Morgenlied war wie ein Hoffnungsschimmer, dass es in jeder Spezies immer wieder einmalige Aussenseiter gibt, die den Mut haben, etwas Außergewöhnliches zu tun. Sie tun es nicht, um aufzufallen oder weil sie ein Lob suchen. Sie tun es, weil sie nicht anders können, als das zu tun, was ihnen ihre innere Kraft eingibt.</p>
<p>Ich bewundere solche Vögel, solche Blumen und vor allem solche Menschen. Ich habe hier in Afghanistan viele kennengelernt, eine von ihnen ist ein kleines Mädchen. Sie sind den &#8220;Lerchengesang&#8221; ebenfalls, ohne es zu wissen. <strong>Das Mädchen ist nur elf Jahre alt. Seit drei Jahren geht es zur Schule.</strong></p>
<p>Alles normal denkt Ihr vielleicht. Lasst mich die Schule beschreiben: Wenn man von Kabul 8-10 Stunden mit dem Vierradantrieb über Holperstrassen in die Berge schottert, dann kommt man ins Zentrale Hochland. Dort muss man nochmals mindestens 4-5 Stunden mit einem 6-Rad Antrieb durch einen Fluss fahren, über Dämme und kleine Stauwehrs, dann hört die Flussstrasse auf. Dort angekommen, muss man auf einen Esel umsteigen oder 2-3 Stunden über Berg und Tal bis zum Schulhaus gehen. Diesen Schulweg macht das elfjährige Mädchen jeden Tag, seit drei Jahren. Jeden Tag fünf Stunden Schulweg, bei größter Hitze, bei jedem Wetter.</p>
<p><strong>Die Schule hat ein blaues Himmeldach und die Wände bestehen aus Sonnenschein.</strong> Die Lehrerin selber ist sechs Jahre zur Schule gegangen, kann nur weitergeben, was ihr Lehrer sie damals lehrte. Didaktik und Methodik sind unbekannte Laute einer unbekannten Welt. Hier baut ADRA ein Schulhaus, mit Hilfe der Eltern der 500 Schulkinder. Es wird &#8220;ihre Schule&#8221; sein. Sie freuen sich unglaublich. Endlich sind sie nicht mehr das vergessene Volk in den Bergen, jemand hilft ihnen, die Flügel zu öffnen!</p>
<p>Sie leben in kleinen grünen Oasen, die mitten in den grauen Felszerklüftungen des Zentralen Hochlandes verstreut liegen, dort wo Wasser ein kärgliches Überleben erlaubt. Nur die Stärksten überleben – wie mein kleines Mädchen, das so tapfer um seine Bildung kämpft. Jeden Tage eine neue Heldentat – den langen Schulweg, ohne Wasser oder Vespertäschchen, mit Tee und Nan zum Frühstück und Reis und Bohnen zum Abendessen. Eine kleine, heldenhafte Lerche im Gebirge des Hindukush.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/schule-in-den-bergen_afghanistan01.jpg" alt="Eine Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine neue Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Wie hat Erich Kästner so schön gesagt: &#8220;Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!&#8221;</strong> Wir freuen uns, dass wir Geld für diese Schule bekommen haben. Heute senden wir den zweiten Lastwagen mit notwendigem Baumaterial auf den Weg. Die letzten zwei Stunden muss alles auf den Lastesel umgeladen werden und dann marschieren die Tiere 3 Stunden in der brütenden Sonne. Es ist ein enormes Unterfangen, aber es bringt eine riesige Freude, einen Stolz, dass das neue Schulhaus ein richtiges Dach und richtige Wände haben wird, dass sie nun schon eine Wandtafel besitzen, dass wir einen Lehrer-Weiterbildungskurs veranstalten werden. <strong>Die Lerche breitet ihre Flügel aus – bald wird sie fliegen!</strong></p>
<p>Vergangene Woche habe ich das Projekt besucht, wo wir Waisenkinder in Fahrrad-Mechanik ausbilden. Leider hatte ich die Kamera nicht bei mir – es war ein herrliches Bild! In der Morgenfrische saßen etwa fünfzehn Jungen um den Lehrer, der ihnen beibrachte, wie man die Speichen am Rad anzieht, sie müssen nämlich 45 Fahrräder aus den einzelnen Teilen zusammensetzen. Sie waren ernsthaft bei der Sache und zählten voller Stolz die Namen der einzelnen Teile auf, sie wollten gar die Mechanik des Rades erklären – ich habe nichts verstanden, aber ich habe das Leuchten ihrer Augen gesehen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Früher hatten sie die Aufseher im Waisenhaus dazu angeleitet, ein paar Dinge aus den Vorratskammern zu stehlen – für den Aufseher. Jetzt eignen sie sich ein Wissen an, auf das sie stolz sind, denn sie sind keine gewöhlichen &#8220;Spatzen&#8221; mehr, sie haben ein Spezialwissen, das lässt sie aus der Masse herausragen.</p>
<p>Bald werden wir eine neue Gruppe haben. Sie wird Geflügelzucht erlernen &#8211; ermöglicht durch eine großzügige Spende aus Deutschland. Sie werden lernen, wie man ein Huhn impft, wie man Erkrankungen erkennt, wie man Hygiene an sich selber anwendet, wie man sich gesund ernährt, wie man mit Abfällen Recycling macht, wie man einen kleinen Handel beginnt, wie man Verantwortung übernimmt – alles kindgerecht vorbereitet, damit Lernen Spaß macht und alles, um die Kräfte ihrer Flügel zu vergrössern.</p>
<p><strong>Jeden Tag entdecke ich neue Menschen, die bereit sind, einen Flug anzutreten.</strong> Letzte Woche war ich in einem dreitägigen Kurs, wo Trainer ausgebildet wurden, um den Frauen beizubringen, wie man ein kleines Geschäft aufzieht, was es alles zu beachten gilt und welche Marktstrategien man tätigen sollte. Große Worte für ein &#8220;Small Business&#8221;, aber es hilft, die Flügel auszubreiten. Und es zaubert ein Licht in die Augen der Frauen. Sie werden ernst genommen, man befasst sich mit ihnen.</p>
<p><strong>Sie realisieren: es ist nicht wichtig, was ich habe, sondern was ich bin. Ich habe die Kraft, etwas aufzubauen, auch wenn ich noch nicht lesen und schreiben kann. Ich kann es lernen, ich kann sogar lernen, wie man ein einfaches Kassenbuch führt – ich habe Kraft und den Willen, etwas zu tun. Ich freue mich auf den Gesang der Lerchen – auch wenn es anfänglich wie ein Spatzengeschwirr tönt- Hauptsache sie öffnen die Flügel!</strong></p>
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		<title>Er&#246;ffnung der Vernissage über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; von Ursula Meissner</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/eroeffnung-der-vernissage-ueber-das-andere-afghanistan-von-ursula-meissner/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 12:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Meissner]]></category>
		<category><![CDATA[Petersberg]]></category>
		<category><![CDATA[Vernissage]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Petersberg - das ehemalige Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland - gehört heute zur Hotelgruppe Steigenberger, wird aber von der Bundesregierung noch immer genutzt; wie etwa bei den Afghanistan-Konferenzen 2001 und 2002. Daher bot sich dieser geschichtlich interessante Ort für die Eröffnung der Wanderausstellung "Afghanistan – Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg" von Fotojournalistin Ursula Meissner bestens an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/afghanistan-vernissage_ursula-meissner01.jpg" alt="Eröffnung der Fotoausstellung von Ursula Meissner mit einer Podiumsdiskussion." /></strong></p>
<p><strong>Der Petersberg &#8211; das ehemalige Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland &#8211; gehört heute zur Hotelgruppe Steigenberger, wird aber von der Bundesregierung noch immer genutzt; wie etwa bei den Afghanistan-Konferenzen 2001 und 2002. Daher bot sich dieser geschichtlich interessante Ort für die Eröffnung der Wanderausstellung &#8220;Afghanistan – Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner bestens an.</strong></p>
<p>Eröffnet wurde die Vernissage am 9. August durch eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Afghanistan&#8221;, an der neben der Autorin Frau Meissner auch Professor Horst Schuh, Dozent der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (Fachbereich Öffentliche Sicherheit), sowie der Islamwissenschaftler und Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr, Joachim Engel, teilnahmen. 160 Gäste verfolgten die Podiumsdiskussion, die von der bekannten WDR-Journalistin und Moderatorin Bettina Böttinger souverän moderiert wurde.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/afghanistan-vernissage_ursula-meissner02.jpg" alt="Eröffnung der Fotoausstellung von Ursula Meissner mit einer Podiumsdiskussion." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eröffnung der Fotoausstellung von Ursula Meissner mit einer Podiumsdiskussion.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Böttinger ging in ihrer Fragestellung auf die Diskrepanz zwischen den Medienberichten (Afghanistan als Land von &#8220;Krieg, Opium und Warlords&#8221;) und dem Buch von Frau Meissner (Afghanistan mit seinen schönen und bisher unbekannten Seiten) ein: <strong>&#8220;Wie passt das zusammen?&#8221;</strong></p>
<p>Auf Grundlage verschiedener Berichte und Erlebnisse zeigte Meissner auf, dass in Afghanistan trotz der realen Problematik auch Menschen wie &#8220;du und ich&#8221; leben und dass Veränderungen spürbar sind. Ihrer Meinung nach liegt das Problem des langsamen Wandlungsprozesses darin, dass noch immer ein Großteil der internationalen Ausgaben für Afghanistan militäischen Zwecken zu Gute kommt und nur ein geringer Prozentsatz der Entwicklungshilfe. Das amerikanische Militär gibt gemäß dem <a target="_blank" href="http://www.acbar.org" title="ACBAR-Report">ACBAR-Report</a> <strong>täglich (!)</strong> 100 Millionen Dollar aus, <strong>für die gesamte Entwicklungshilfe</strong> stehen nur 7 Millionen Dollar pro Tag zur Verfügung (<a target="_blank" href="http://www.acbar.org/ACBAR%20Publications/ACBAR%20Aid%20Effectiveness%20(25%20Mar%2008).pdf" title="ACBAR Report herunterladen (PDF)">Report als PDF herunterladen</a>). Die meisten Afghanen leiden deshalb noch immer unter Hunger und Armut.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/afghanistan-vernissage_ursula-meissner03.jpg" alt="Nach dem Programm wurden Bücher von Ursula Meissner am ADRA-Stand signiert." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Nach dem Programm wurden Bücher von Ursula Meissner am ADRA-Stand signiert.</span><span class="ImageTextC">© Diverse</span></div></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.adra.de" title="ADRA Deutschland e.V. engagiert sich für Afghanistan">ADRA Deutschland</a> war mit zwei Mitarbeitern vertreten: Thomas Petracek, verantwortlicher Projektleiter für Afghanistan, und Fritz Neuberg, Bereichsleiter für Kommunikation und Marketing. Petracek besucht Afghanistan regelmäßig, Neuberg hat 2003 in Afghanistan gearbeitet und danach mehrmals in Kabul. Im Anschluß an das Programm konnten Gäste am ADRA-Stand das Afghanistan-Buch von Ursula Meissner erwerben und von ihr signieren lassen. Außerdem waren die Original-Decken des <a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/ueber-die-solidaritaet-der-aermsten/" title="Winterhilfe-Projekt von ADRA Deutschland">Winterhilfe-Projekts von ADRA Deutschland</a> sowie afghanische Kleidung zu sehen.</p>
<p><strong>Die Foto-Ausstellung von Frau Meissner ist bis Ende August auf dem Petersberg im </strong><a target="_blank" href="http://www.grandhotel-petersberg.steigenberger.de" title="Grandhotel Steigenberger Petersberg"><strong>Grandhotel Steigenberger</strong></a><strong> zu sehen. Anschließend in Berlin in der Galerie Kuckucksnest (ab 3. September) und im Oktober im Paul Löbe Haus in</strong> <strong>Berlin. Weitere Termine und Details finden Sie auf der Website von </strong><a target="_blank" href="http://www.ursulameissner.de" title="Fotojournalistin Ursula Meissner"><strong>Ursula Meissner</strong></a><strong>.</strong></p>
<p><strong>&gt;&gt;&gt; Fotogalerie von der Eröffnung der Vernissage auf dem Petersberg am 9. August 2008:</strong></p>
<p><strong><div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-4"><div id="ngg-image-45" class="ngg-gallery-thumbnail-box ">
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		<title>Foto-Präsentation über das andere Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kilian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Bewegende Impressionen aus Afghanistan
Afghanistan ist ein besonderes Land voller Geheimnisse, schöner Menschen, einer vielfältigen Kultur und einer langen Geschichte. Durch die Medien wird uns ein ganz anderes Bild gezeigt. Deshalb stellen wir im Afghanistan-Magazin neben vielen Texten auch Bild- und Tondokumente zur Verfügung.
Aus Bildern der Fotojournalistin Ursula Meissner sowie von ADRA Deutschland haben wir für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Bewegende Impressionen aus Afghanistan</h3>
<p><strong>Afghanistan ist ein besonderes Land voller Geheimnisse, schöner Menschen, einer vielfältigen Kultur und einer langen Geschichte. Durch die Medien wird uns ein ganz anderes Bild gezeigt. Deshalb stellen wir im Afghanistan-Magazin neben vielen Texten auch Bild- und Tondokumente zur Verfügung.</strong></p>
<p>Aus Bildern der Fotojournalistin Ursula Meissner sowie von ADRA Deutschland haben wir für Sie eine <a href="http://afghanistan.adra.de/fotogalerie/foto-praesentation/" title="Foto-Präsentation ">Foto-Präsentation</a> über &#8220;das andere Afghanistan&#8221; vorbereitet. Tauchen Sie mit uns in eine vielleicht noch unbekannte Seite von Afghanistan ein:</p>
<p><script type="text/javascript" src="http://de.sevenload.com/pl/dHwx1MI/500x408"></script></p>
<p>Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/dHwx1MI-Das-andere-Afghanistan" title="Das andere Afghanistan">sevenload.com</a></p>
<p><strong>Sie können diese Fotopräsentation auch als Video-Datei (WMV, abspielbar mit jedem Windows Media Player) in drei verschiedenen Formaten herunterladen:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/video/das-andere-afghanistan_adra_04_full.wmv" title="Foto-Präsentation ">Volle Auflösung</a> (ca. 32 MB, WMV)</li>
<li><a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/video/das-andere-afghanistan_adra_04_medium.wmv" title="Foto-Präsentation ">Halbe Auflösung</a> (ca. 10 MB, WMV)</li>
<li><a target="_blank" href="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/video/das-andere-afghanistan_adra_04_small.wmv" title="Foto-Präsentation ">Geringe Auflösung</a> (ca. 2,3 MB, WMV)</li>
</ul>
<p><strong>Leiten Sie die Präsentation gerne an Freunde, Bekannte und andere Afghanistan-Interessierte weiter, damit noch mehr Menschen diese unbekannte Seite von Afghanistan kennen lernen!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Voller Einsatz f&#252;r die Sache der Frauen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leise fallen die Flocken auf die afghanische Landschaft und verhüllen das graue, trostlose Aschenbrödel in eine strahlend weisse Braut! Dieses unberührte Brautkleid in unserem kleinen Garten erinnert mich an meinen eigenen grossen Tag. Ich trete nicht auf den Schnee, ich möchte dieses glückliche Strahlen so lange wie möglich unzerstört erhalten. Auf zu vielen weißen Brautkleidern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Leise fallen die Flocken auf die afghanische Landschaft und verhüllen das graue, trostlose Aschenbrödel in eine strahlend weisse Braut! </strong>Dieses unberührte Brautkleid in unserem kleinen Garten erinnert mich an meinen eigenen grossen Tag. Ich trete nicht auf den Schnee, ich möchte dieses glückliche Strahlen so lange wie möglich unzerstört erhalten. Auf zu vielen weißen Brautkleidern wurde grob herumgetrampelt und was blieb, war ein Wesen, das nie zu dem erblühen konnte, was im Keime vorhanden war.</p>
<p><strong>Eigentlich war ich nie eine Verfechterin für Frauenrechte gewesen. </strong>Ich bin in eine Welt hineingewachsen, wo man sogar in der Schweiz schon Frauenstimmrecht hatte. Jegliche Berufsbildung war möglich für Mädchen und Frauen. Auch bin ich keine Kämpfernatur, ich wollte kein Held sein, aber ich wollte mein Leben bewusst erleben und sinnvoll leben. Ich hatte nie Filmhelden-Idole, wie andere Mädchen das hatten. Erst viel später im Leben habe ich gemerkt, wie meine Mutter immer mein grosses Vorbild gewesen ist und meinen Charakter geprägt hat. Eine tatkräftige, begabte Frau, die im kleinen Dorf eine Eigenständigkeit entwickelt hat, die von Allen bewundert wurde. Eine Frau, die trotz harter Arbeit im eigenen Geschäft, einen Frohmut und eine immerwährend gebende Hand und feine Seele bewahrt hat.</p>
<p>Diese Helden des Alltags erscheinen nicht in den Medien, aber sie formen unser Leben. Und das tun alle Begegnungen im Leben, solange wir offen sind dafür. Offenheit für das Neue bedingt, dass wir Altes loslassen können. Nur leere Hände können Neues anpacken, volle Seelen können weitergeben. Mutige Weltoffenheit der Eltern erleichtern den Kindern das Leben.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/voller-einsatz-fuer-die-sache-der-frauen.jpg" alt="Vreny Jaggi gibt vollen Einsatz für die Sache der Frauen" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Vreny Jaggi gibt vollen Einsatz für die Sache der Frauen.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Als mein Mann Peter in mein Leben trat, hat sich mein Vater folgendermassen geäussert: &#8220;Er ist ein so netter junger Mann, wenn er nur nicht diese verrückten Ideen hätte.&#8221; Aber gerade wegen dieser verrückten Ideen liebte ich ihn – sie waren auch die meinen. Mein Vater, im Gegensatz zu meiner Mutter, hat nie verstanden, dass jemand auch außerhalb der Heimat glücklich sein kann. Den Begriff Heimat hat er anders verstanden als wir. Uns sind viele Orte zur Heimat geworden – nämlich immer dort, wo wir gleichdenkende Menschen gefunden haben. Ich habe oftmals gespürt, dass den Menschen aus starken Wurzeln im Elternhaus Flügel wachsen. Vater gab mir Wurzeln, Mutter die Flügel.</p>
<p><strong>Jedes Ding hat seine Zeit in unserem Leben.</strong> Als junge Frau habe ich mich kaum mit Frauenfragen beschäftigt. Hingegen verschlang ich buchstäblich alles, was mit Kindererziehung zu tun hatte. In kleinen Kindern war noch so viel Potential vorhanden, das wollte ich fördern, diese Psyche wollte ich verstehen. Da sah ich meine Aufgabe im Leben. Das war auch so in unserem ersten Missionseinsatz in Nepal. Ich betrieb einen Kindergarten und ging in meiner Erziehungsarbeit auf. Wohl hat mich das Schicksal der Frauen berührt, aber Kinderschicksale haben mich aufgewühlt und da wollte ich etwas Gutes tun.</p>
<p>Wieder zurück in der Schweiz verstand ich die Frauen vollends nicht mehr. Was wollten sie eigentlich? Sie hatten doch so viel mehr, als das, was ich bei den Frauen in Asien gesehen hatte. Schlagwörter wie &#8220;Selbstverwirklichung&#8221; füllten die Frauenzeitschriften. Bei unserem ersten Missionseinsatz in Nepal wurde ein wichtiger Grundstein für die Lebens-Einstellung unserer ganzen Familie gelegt. Ich wünschte mir, jede junge Familie hätte die Gelegenheit, einige Zeit in einem sogenannten Dritt-Welt-Land zu leben. Ohne die ganzen Absicherungen der sogenannten ersten Welt.</p>
<p><strong>Wenn ich Frauen in Afghanistan beobachte, wenn ich mit ihnen spreche, sie unterrichte, dann sind ihre Grundbedürfnisse gar nicht so verschieden von den unseren: </strong>Beruf, Familie, Kinder, Erziehung, Religion. Frauen in dieser Kultur können durchaus glückliche Frauen werden, sie werden oft mehr verwöhnt, als wir emanzipierten Frauen uns vorstellen können. Ich bin noch nie mit Geschenken so überhäuft worden, wie hier in Afghanistan, aber nicht nur mit materiellen Gütern, sondern mit Warmherzigkeit, Gastfreundschaft und Ehrwürdigkeit meinem Alter gegenüber.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Diese menschliche Wärme ist es, die mich dieser Gesellschaft so nahe verbunden fühlen lässt. Ist das nur die gute Erziehung oder kommt das aus einem tiefen menschlichen Bedürfnis heraus? Und woher kommt diese dunkle Seite im afghanischen  Volk? Ist es die alttestamentliche Ansicht &#8220;Aug’ um Auge, Zahn um Zahn&#8221;? Und weshalb werden von allen Geldgebern und Hilfswerken nur die Frauenprojekte so stark unterstützt? Wie müssen sich die Männer fühlen, die auch nicht lesen und schreiben können? Müssten wir unsere Projekte nicht doch oder ebenfalls bei den Männern ansetzen?</p>
<p>Fragen über Fragen, wir diskutieren oft im Team, in lokalen so genannten &#8220;Gender Groups&#8221;, mit unseren lokalen Angestellten – wir finden nicht auf alle Fragen eine Antwort. Aber Diskussionen sind sehr wichtig, um das Erlebte zu verarbeiten und neue Anstösse zu bekommen. Wut und Tränen der Anfangszeit kämpfen nicht mehr in mir. Wenn ich in den Augen eines Mitmenschen wieder das Leuchten der Lebensfreude entdecke, wenn ich ein scheues Lächeln auf ein Gesicht zaubern kann, dann ist mir das jedesmal eine grosse Genugtuung.</p>
<p>Meine Eltern leben nicht mehr, sie haben jedoch noch erlebt, dass die &#8220;verrückten Ideen des jungen Mannes&#8221; zu einem erfüllten, glücklichen Leben geführt haben, auch wenn es von Verzicht und harter Arbeit gezeichnet war. Mit Freuden habe ich festgestellt, dass ich aus der schäbigsten Unterkunft ein gemütliches Heim machen kann, dass ich Heimweh mit Tatendrang verdrängen kann, dass Kräfte in mir schlummern, die unter einfacheren Umständen nie zum Tragen gekommen wären. Befriedigtes Leben hat viele Formen, wichtig ist nur, dass ich zu meiner Aufgabe  voll &#8220;ja&#8221; sage.</p>
<p><strong>Ich habe noch ein Stück Wegs zu gehen in meinem Leben. Ob hier oder in Europa, ich möchte es in dem Bewusstsein gehen, dass, was immer ich auch tue, einen Sinn hat – ob leben oder sterben. Ich war keine Kämpferin für die Frauenrechte – in Afghanistan wachse ich zur Kämpferin in Sachen Mit-mensch und Mit-frau heran. Ich habe mein ganzes Leben nie aufgehört, mich mit neuen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ich werde weiterhin jede Stufe mit neuem Interesse anpacken.</strong></p>
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		<title>Finstere Mathematik und die Hilfe der Kinder</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 05:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn Dein Vater drei Männer erschiesst und Dein Nachbar fünf, wieviele Tote liegen dann auf der Strasse vor Deinem Haus?&#8221; 
Wie haben die Eltern während der Talibanzeit auf solche Hausaufgaben ihrer Kinder reagiert? Was konnte eine einfache afghanische Frau gegen einen solchen Terror überhaupt tun? Eine Frau die weder lesen, schreiben noch rechnen konnte?  87 Prozent der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Wenn Dein Vater drei Männer erschiesst und Dein Nachbar fünf, wieviele Tote liegen dann auf der Strasse vor Deinem Haus?&#8221; </strong></p>
<p>Wie haben die Eltern während der Talibanzeit auf solche Hausaufgaben ihrer Kinder reagiert? Was konnte eine einfache afghanische Frau gegen einen solchen Terror überhaupt tun? Eine Frau die weder lesen, schreiben noch rechnen konnte?  87 Prozent der Frauen in Afghanistan sind auch heute noch analphabetisiert und ohne jegliches Mitbestimmungsrecht. Ich sehe sie vor meinem inneren Auge, die lebhaften, lernbegierigen Schwarzschöpfe und ihre erstaunten, kopfschüttelnden Mütter.</p>
<p>Haben die Mütter gar nicht geahnt, was da in die Seelen ihrer jungen Söhne eingegraben wurde? Haben sie auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder gehofft, wie die meisten Eltern? Karriere, Ehre, Macht, Reichtum – und genügend Essen für die ganze Familie. Die Ärmsten der Armen hatten kein Geld, um dieser Terrorausbildung zu entfliehen. Mich schaudert.</p>
<p><strong>Diese Woche haben wir einen Container von ADRA Dänemark bekommen</strong>, der so schnell wie möglich entladen werden musste – wir waren nur 4 Leute – hin und her, rauf und runter rannten wir. Die Schweisstropfen brannten uns in den Augen und perlten den Rücken hinunter. Doch plötzlich schwirrten ein Dutzend kleiner Heinzelmännchen zwischen unseren Beinen hindurch und schleppte Schachtel um Schachtel in unseren Ablageraum. Ich kam kaum nach, die Pakete ordentlich zu stapeln.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/kinder-helfen-in-afghanistan-beim-ausladen.jpg" alt="Die Kinder helfen uns beim Ausladen des Containers" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die kleinen &#8220;Heinzelmännchen&#8221; helfen uns beim Ausladen des Containers.</span><span class="ImageTextC">© Vreny Jaggi</span></div></p>
<p>Die ganze Kinderschar unserer Strasse hatte sich eingefunden und half mit Begeisterung, den Container zu entladen. Afghanische Kinder sind wirklich sehr lebhaft und begeisterungsfähig und ein kleiner Funke genügt, um aus ihnen entweder eine frohe Helferschar zu machen oder eine Horde wilder Kämpfer. Ich bin froh, dass sie noch nicht zur Schule gingen, als man im Mathematikunterricht noch mit Toten rechnete!</p>
<p>Sie schleppten die grössten Schachteln herbei, riefen mir jedesmal ein fröhliches &#8220;How are you?&#8221; zu und lachten wie kleine Spitzbuben, wenn ich auf Dari antwortete. Welch unglaubliches Potential da vorhanden is! Ich hoffe, dass ihre jungen Herzen noch nicht zu viele Leidensspuren haben.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p><strong>Die größte Bedeutung in der Erziehung messen afghanische Eltern dem guten Benehmen zu.</strong> Darunter verstehen sie Höflichkeit, Respekt, Gastfreundschaft. Das sind die drei Hauptpfeiler der Erziehung. An zweiter Stelle stehen Mut und dann kommen in folgender Reihenfolge religiöses Wissen und Glaube, Verantwortlichkeit, Gesundheit, Reinlichkeit, dann Gefühle wie Glück und Hoffnung und positive Beziehungen, speziell innerhalb der Familie.</p>
<p>Es ist interessant zu sehen, dass die Religion eine zentral Stellung einnimmt. Kindern bringt man bestimmte Gebete bei, die sie als wichtiges Werkzeug benutzen, um mit Gefahrmomenten umgehen zu können, wie Gespenstern auf dem Friedhof oder Bombenanschlägen. Seit frühester Kindheit wird ihnen eingeprägt, dass Leiden, Risiken und Gefahren einen unausweichlichen Teil des Lebens ausmachen und man ermuntert die Kinder, diese mutig zu akzeptieren und als herausfordernden Teil des Lebens anzunehmen.</p>
<p><strong>&#8220;Starke Eltern haben starke Kinder&#8221; sagen die Afghanen, und &#8220;Neue Sorgen vertreiben die alten.&#8221; Es ist wohl diese absolut positive Einstellung zum Leben, die die Afghanen immer wieder dazu treibt, neu zu beginnen, ob nun das Ziel in unseren Augen erstrebenswert erscheint oder nicht.</strong></p>
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		<title>Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Kabul]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die haben einen sechsten Sinn für das richtige Geschenk im rechten Augenblick. Ich beneide sie darum. Da hat mir meine Schwester zum Umzug nach Afrika das Gedicht &#8220;Stufen&#8221; von Hermann Hesse mitgegeben. Ein wunderbares Geschenk, leicht und immer geniessbar. Wie oft habe ich das Gedicht schon gelesen, wenn wieder einmal ein Augenblick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt Menschen, die haben einen sechsten Sinn für das richtige Geschenk im rechten Augenblick. </strong>Ich beneide sie darum. Da hat mir meine Schwester zum Umzug nach Afrika das Gedicht &#8220;Stufen&#8221; von Hermann Hesse mitgegeben. Ein wunderbares Geschenk, leicht und immer geniessbar. Wie oft habe ich das Gedicht schon gelesen, wenn wieder einmal ein Augenblick der Trennung auf unsere Familie zukam und jedesmal habe ich es getröstet wieder in seine Schutzhülle zurückgeschoben.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230;es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne&#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Oft habe ich mir diese Zeilen in Erinnerung gerufen, seit ich in Afghanistan lebe. Vor einem Jahr habe ich erstmals mit Erstaunen dieses Land unter der Sommerstaubschicht versucht hervorzukratzen und mich gefragt, wie man damit fertig wird.</p>
<p>&#8220;Das Herz bereit zum Neubeginne&#8221; &#8212; dieser Satz war der Schlüssel, um Abschiedstränen wieder wegzuwischen oder mit Widerwärtigkeiten fertig zu werden. Nächtlich knabbernde Mäuse und Badezimmer voller Kakerlaken. Sie sind jedenfalls verschwunden im Haus – ich habe sie überlebt!</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230;und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben&#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das Unbekannte ist immer verführerisch und man möchte mehr davon wissen – nach einem Jahr hat Kabul vollends die Burka abgeworfen und die Spannung ist dem Wissen um das Alltagsgesicht gewichen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne_afghanistan.jpg" alt="Eine Straße in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Alltag: Eine Straße in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans.</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Der Anfangszauber ist wirklich ein Schutz, denn man kennt die Gefahren noch nicht. Inzwischen hat man mich gelehrt, immer die Umgebung genau zu beobachten, ob nicht jemand eine kleine Bombe an das Auto hängen möchte, ob nicht jemand plötzlich eine Waffe aus dem Ärmel hervorzieht oder ob man mich kidnappen möchte. In diesem neuen Wissen liegt kein Zauber, sondern ein neuer Alltag mit seinen Freuden und Sorgen und dem starken Willen zu überleben.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;…wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten…&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Heiterkeit ist auch die Gabe eines Künstlers – des Überlebenskünstlers! Wer nicht lachen kann, verpasst viel im Leben! Zum Beispiel in einem Kinderheim in Kabul: ADRA macht dort ein Projekt zur Ausbildung der Jungen in der Schreinerwerkstatt und der Schuhmacherei. Ein anderes Hilfswerk hat die Toiletten saniert – aber als die Jungen die Toiletten benutzen wollten, hat man gemerkt, dass keine Sickergrube vorhanden war. So hat ein anderes Hilfswerk die Grube gebaut – aber die Verbindung von diesen zwei wichtigen Bestandteilen war noch immer nicht da! Wenn das nicht zum Lachen ist, dann ist es wirklich zum Weinen! Die Jungen gehen immer noch auf das alte Plumpsklo.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrere Zeit und darf nicht ewig dauern&#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Ich bin froh, dass ich nach dem Zauber des Neubeginns nun auch das Alltagsgesicht von Afghanistan sehen kann und ich danke Hermann Hesse, dass seine &#8220;Stufen&#8221; mir  helfen, den Sinn und die Hände frei zu machen für einen Neubeginn. Jede Stufe hat mir seine eigenen, das Leben interessant machenden Blüten auf den Weg gestreut!</strong></p>
<h2>Stufen</h2>
<p><em>Wie jede Blüte welkt und jede Jugend<br />
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,<br />
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend<br />
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.<br />
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe<br />
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,<br />
Um sich in Tapferkeit und ohne trauern<br />
In andre, neue Bindungen zu geben.<br />
Und jdem Anfang wohnt ein Zauber inne,<br />
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.</em></p>
<p><em>Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,<br />
An keinem wie an einer Heimat hängen,<br />
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,<br />
Es will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.<br />
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise<br />
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;<br />
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,<br />
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.</em></p>
<p><em>Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde<br />
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,<br />
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden&#8230;<br />
Wohland denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.</em></p>
<p><em>(Hermann Hesse)<br />
</em></p>
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		<title>Wie ein Frosch im Brunnen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 06:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit drei Tagen regnet es in Kabul. Der graue Staub auf den Strassen hat sich in eine dicke Schlickmasse verwandelt. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. In dieser glitschigen Masse möchte man nicht ausrutschen. Solch einen drei Tage anhaltenden Regenguss erlebe ich zum ersten Mal in Afghanistan. Es ist kalt und ungemütlich. Unsere Angestellten haben beschlossen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit drei Tagen regnet es in Kabul.</strong> Der graue Staub auf den Strassen hat sich in eine dicke Schlickmasse verwandelt. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. In dieser glitschigen Masse möchte man nicht ausrutschen. Solch einen drei Tage anhaltenden Regenguss erlebe ich zum ersten Mal in Afghanistan. Es ist kalt und ungemütlich. Unsere Angestellten haben beschlossen, die &#8220;Doppelverglasung&#8221; für den Winter an unseren Fenstern anzubringen. Dieser Winterschutz besteht aus einer Plastikfolie, die man außen an die Fenster nagelt. Es hilft wirklich, die Wärme im Raum zu halten.</p>
<p>Der Kindergarten, den ich heute besuche, hat keine solche Doppelverglasung. Dennoch erwartet mich eine fröhliche Kinderschar mit ihren Lehrerinnen. Ich rutsche mehr über den lehmigen Pausenplatz der Schule, als dass ich gehe. Aber schon vom Hof kann ich die strahlenden Augen sehen, die mich freudig begrüßen.</p>
<p><strong>Sie haben ein Kasperle-Theaterstück für mich vorbereitet.</strong> Die Bühne besteht aus einem alten, bunt bemalten Leintuch mit ausgeschnittenen Fenstern. Letztes Mal waren es unser Übersetzer und ich, die hinter der Bühne standen. Mühsam hatte ich mich an die Dari-Sätze zu erinnern versucht. Heute stehen zwei kleine Jungen auf einem Stuhl und winken eifrig mit ihren Tieren aus den Bühnen-Fensterlöchern. Den Text haben sie aus einem Tiergeschichtenbuch, das wir ihnen letztes Mal mitgebracht hatten. Welch ein Lichtstrahl im Novemberregentag! Unser Unterricht hatte also Früchte getragen. Wenn es doch immer so schnell und einfach ginge! Ich fühle mich reichlich belohnt. Vielleicht bleibt ein kleines Samenkörnchen von dem, was ich weitergeben wollte, doch in Afghanistan hängen. Das wäre schön!</p>
<p>ADRA Afghanistan hat in Kabul ein Projekt durchgeführt, das – von ADRA Österreich unterstützt und vom afghanischen Erziehungsministerium akzeptiert – Kindergärtnerinnen eine Aus- und Weiterbildung ermöglicht. Es ist ein Projekt, das Lehrern und Teilnehmern gleich viel Spass macht. Auf dem Stundenplan stehen nebst &#8220;Entwicklung des Kindes mit Spiel und Spass fördern&#8221; auch &#8220;Stundenplanvorbereitung&#8221;, &#8220;Musikspiele&#8221;, &#8220;Spielsachen selber herstellen&#8221;, &#8220;Erste Hilfe&#8221; und außerdem noch &#8220;Lernen mit dem Kasperle-Theater&#8221;.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/frosch-im-brunnen.jpg" alt="Wie ein Frosch im Brunnen" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Viele Frauen in Afghanistan fühlen sich wie ein Frosch im Brunnen.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.sxc.hu/photo/933680" title="sxc.hu/petovy">sxc.hu</a>/petovy</span></div></p>
<p>Während die Kinder auf den Stühlen hinter der Bühne ihre Rollen tauschen, wandern meine Gedanken zu einem Thema erster Priorität in Afghanistan: zur Frauenfrage. Bei einer Umfrage in der Proviz Badakshan hatte eine Frau gesagt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wir Frauen sind doch wie ein Frosch im Brunnen, wir sitzen ganz unten im dunkeln Wasserloch und haben keine Ahnung, was auf dieser Welt passiert. Man spricht nicht mit uns, wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen, die in der Familie gefällt werden, wir sind nicht mehr wert als Schafe und Kühe.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Wie ein Frosch im Brunnen.</strong> Ein kleiner Frosch, der im 15-40 Meter tiefen, düsterfeuchten Ziehbrunnenschacht geboren wird, hat wenig Chance, auch nur das Tageslicht zu erahnen. Wie soll er 40 Meter hüpfen oder hochklettern? Er lebt und stirbt im Dunkeln.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich denke an die 260 Frauen und jungen Mädchen, die im Moment in Kapisa in den Alphabetisierungskursen von ADRA sitzen und mit derselben Begeisterung lesen, schreiben und rechnen lernen und sich ihr Horizont mit Geographiekenntnissen erweitert. Nach sechs Wochen können sie ohne Stottern lesen und sämtliche Provinzen Afghanistans aufsagen. Sie haben den Sprung aus dem Brunnen gewagt. Trotz des Mullahs, der in der Moschee gegen die Kurse gewettert hatte – sie haben nicht aufgegeben. ADRA steht hinter ihnen, das macht sie stark. Inzwischen hat sich der Mullah beruhigt – er wartet jetzt auf unseren Englischkurs! <strong>Ob er wohl trotzdem kommt, auch wenn der Kurs von einer Frau unterrichtet wird?</strong></p>
<p>Bei diesen Gedanken beschliesse ich – trotz Regenwetters – am nächsten Tag nach Kapisa zu fahren. Ich muss sowieso die sechs Lehrerinnen ausbezahlen, die warmen Decken, Schuhe und Kleider ins Waisenhaus bringen. Ich will noch Maß nehmen, damit der kleine Waisenmädchenchor eine Uniform kriegt – und auch noch andere Dinge mehr, bevor ich in die Ferien fahren kann.</p>
<p>Ferien –  wie kann ich nur davon träumen, wenn viele Frauen hier dieses Wort gar nicht kennen –  ich kriege beinahe ein schlechtes Gewissen bei diesem Gedanken. Aber meine Frauen im Kindergarten kennen das Wort – sie haben drei Tage Ferien nächste Woche! Und deshalb bin ich ja auch hier im Kindergarten, denn sie kriegen ein kleines Geschenk von ADRA zu &#8220;Eid&#8221; (das Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan). Sie freuen sich beinahe kindlich über dieses Eid Geschenk. Sie sagen mir vielmals  tashakor und versichern mir, sie würden beten, dass Allah mich behüten sollte.</p>
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		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vreny Jaggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Kälte]]></category>

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		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
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		<title>Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 11:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erich Lischek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[ADRA]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den “Executive Minister” für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/afghanistan-ministerium-fluchtlingsangelegenheiten.jpg" alt="Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Shams Uddin Sarhadi, Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten für die Provinz Kabul</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></p>
<p><strong>Bei unserer Reise nach Afghanistan im April 2008 machten wir in Kabul auch einen Besuch im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten. Wir trafen den &#8220;Executive Minister&#8221; für Flüchtlinge und Rückkehrer, Abdul Qader Ahadi, sowie den Leiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der Provinz Kabul, Shams Uddin Sarhadi.</strong></p>
<h2>Pläne des Ministeriums für Flüchtlinge</h2>
<p>Gemeinsam mit Vinod Nelson war ich gespannt darauf, im Ministerium für Flüchtlingsangelegenheiten in Kabul von den Plänen zur Rückführung von Flüchtlingen zu hören. Der &#8220;Executive Minister&#8221; Herr Ahadi gab zunächst einen Überblick über die Situation der Flüchtlinge in Pakisten, wo nach Angaben des UNHCR rund 1,5 Millionen Flüchtlinge in Lagern untergebracht sind. </p>
<p>Weitere 1,5 Millionen Menschen leben &#8220;illegal&#8221; im Nachbarland von Afghanistan. Es handelt sich um Flüchtlinge, die bereits seit mehr als 15 Jahre dort leben und wiederum Familien gegründet haben. Bei Gesprächen zwischen Vertretern der Regierung in Pakistan, den Vertretern der Regierung in Afghanistan und dem UNHCR konnte zwar keine endgültige Lösung für die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan gefunden werden, aber die anfängliche Forderung, 500.000 Flüchtlinge in diesem Jahr noch in Afghanistan unterzubringen, wurde auf 110.000 reduziert.</p>
<p>Etwa die gleiche Zahl von Flüchtlingen lebt im Iran. Die Forderung der iranische Regierung sei im Grunde nicht erfüllbar. Sie stimme zwar zu, dass die Flüchtlinge, die im Iran die Anerkennung als Flüchtlinge hätten und die einer Arbeit nachgingen, im Iran bleiben könnten, aber die rund 1,5 Millionen Flüchtlinge doch schnellstens nach Afghanistan zurückkehren müssten. Sie wollen 500.000 ausweisen.</p>
<p>Die Afghanische Regierung habe zwar Land, aber keine Möglichkeit diese Menschen in der großen Zahl unterzubringen. Das vor allem deshalb, weil die Flüchtlinge in der Regel alles aufgegeben haben. Größtenteils sind es auch Menschen, die aus Städten geflohen sind und von daher keine eigenen Besitztümer hatten.</p>
<p>Die Anfrage an ADRA war daher, beim Bau von Unterkünften sowie Wasser- und Abwasserversorgung in Bariquab, etwa 60 Kilometer von Kabul entfernt, behilflich zu sein. 15.000 Flüchtlinge oder 3500 Familien - überwiegend aus Pakistan - sollen dort eine neue Existenz aufbauen können.  Das bedeutet mehr als nur Unterkünfte. Das bedeutet auch Arbeitsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung und vieles mehr.</p>
<p><strong>Nach Aussage von Vinod Nelson, dem ADRA Direktor von Afghanistan, will ADRA 1000 Familien oder rund 6000 Flüchtlinge mit Unterkunft, Wasser und Abwasser versorgen. Ein entsprechender Antrag wird von ADRA Afghanistan vorbereitet. Nelson hofft, dass ein ADRA Partner in Europa einen entsprechenden Geldgeber findet.  Die Kosten belaufen sich auf rund 1 Million Euro.</strong></p>
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