Stadtportrait: Kundus, Landwirtschaft im Norden Afghanistans
Kategorien: Landschaft
Tags: Afghanistan, Gebirge, Hindukusch, Kabul, Krieg, Kundus, Landschaft, Landwirtschaft, Stadt, Taliban, Terror, Wirtschaft
Kundus befindet sich im Nordosten von Afghanistan, im so genannten Kundustal, nahe der tadschikischen Grenze. Die Stadt mit rund 98.000 Einwohnern (2003) liegt rund 250 Kilometer nördlich von Kabul und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Der kleine Flughafen von Kundus wurde durch heftige Kampfhandlungen leider sehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielen ist Kundus leider auch heute noch durch den grausamen Selbstmordanschlag der Taliban im Mai 2007 bekannt, bei dem auf einem Teemarkt drei deutsche Bundeswehrsoldaten und mehrere Zivilisten starben. Fünf weitere deutsche Soldaten wurden schwer verletzt.
In dieser Region ist es für afghanische Verhältnisse äußerst grün und fruchtbar. Das Tal ist fast völlig von hohen Bergen umgeben; den Ausläufern des Hindukusch. Die Melonen aus dieser Provinz, die hier neben Baumwolle, Reis, Weizen und Mais angebaut werden, haben den Ruf, die besten des Landes zu sein und sind daher auch im ganzen Land beliebt. Bei einer Reise nach Afghanistan sollten die Melonen auf jeden Fall einmal probiert werden. Leider ist die Landwirtschaft auch in Kundus noch auf einem eher “mittelalterlichen Niveau”, wo die Äcker noch mit Ochsengespannen bearbeitet werden und nicht selten auch Menschen statt Traktoren die Pflüge ziehen.





