Sind keine Nachrichten aus Afghanistan wirklich gute Nachrichten?

Artikel geschrieben von Fritz Neuberg am 6. Mai 2009
Kategorien: Kultur
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Des Öfteren wurde an dieser Stelle über die einseitige Berichterstattung in den Medien geschrieben. Dieser Tage hat uns die Schweinegrippe fest im Griff – jedoch ist sie hierzulande mehr medial als leibhaftig zu spüren. Dennoch fragt man sich, ob es zurzeit wirklich keine anderen Themen gibt. 

Keine Meldungen aus Afghanistan  – angesichts der Negativ-Berichterstattung kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass keine Nachrichten in diesem Fall wirklich gute Nachrichten sind. Dabei gäbe es vermutlich so einiges zu berichten; schließlich ist ja Wahljahr in Afghanistan, und mit mehr als 20 Herausforderungen bekommt Präsident Karzai einige Konkurrenz. Im selben Atemzug stellt sich die Frage, wie schwierig die zweite Wahl in dem Land am Hindukusch dieses Jahr wirklich wird – auch die Frage, ob sie mit rechten Dingen zugehen wird und man dem Wahlergebnis auch wirklich trauen darf, ließe sich vorab vortrefflich diskutieren.

Das Wetter in Afghanistan: Heiter bis sonnig – und wie ist die Stimmung im Land am Hindukusch?

Und wem das alles noch zu negativ ist, der darf sich auch gerne auch die Sonnenseiten im Land am Hindukusch stürzen – wie etwa das Wetter: In Afghanistan herrschen derzeit Temperaturen zwischen 17 und 32 Grad. Diese Werte werden hierzulande ja teilweise auch schon erreicht, wenn auch noch nicht ganz die oberen Werte. Fast könnte man also vermuten, es handle sich um das Sommerloch, das uns so verfrüht schon erreicht hat.

Sicherlich wäre das Wetter in Afghanistan ein zu seichtes Thema, um in den Medien wirklich erwähnt zu werden. Solche Themen sind nur dann relevant, wenn sie direkt vor der Haustür liegen. Doch zwischen den Schreckensmeldungen in Afghanistan und dem Wetter liegen so  viele Möglichkeiten, über das Land am Hindukusch zu berichten.

Beispiele gefällig? Neben der bereits erwähnten Wahl in diesem Jahr liefert das Afghanistan Magazin von ADRA Deutschland sicherlich genug Möglichkeiten, um das Bild von Afghanistan zu vervollständigen. Der Neglect, den sich die Medien vorwerfen lassen müssen, könnte in dieser Weise leicht ausgeräumt werden.



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