Edelstein Lapislazuli kommt aus Afghanistan
Kategorien: Geschichte
Tags: Afghanistan, Bergbau, Edelstein, Export, Handel, Mineral
Wunderschön blau glänzt und schimmert er in der Sonne. Der Lapislazuli (auch “Lapis Lazuli”, “Lasurstein” oder kurz “Lapis”) ist ein besonderer Edelstein. Er übt für viele Menschen eine hohe Anziehungskraft aus, obwohl er im Grunde nur ein Gemisch aus verschiedenen Mineralen ist (Lasurit, Pyrit, Calcit sowie kleinen Mengen anderer Stoffe).
Das lateinische Wort “Lapis” bedeutet “Stein”. “Lazuli” kommt ursprünglich aus dem Arabischen und wurde als Genitiv von “lazulum” (= “blau”) ebenfalls ins Lateinische übernommen. Seinen Namen verdankt dieser Edelstein seiner sehr intensiven, ultramarineblauen Farbe. Je leuchtend blauer der Lapis Lazuli ist, umso reiner und damit wertvoller ist er.

Im afghanischen Bürgerkrieg spielte die Beherrschung des Pandschir-Tals, neben seiner strategischen Bedeutung, als Lieferant des teuren Lapislazulis eine wichtige Rolle als Einnahmequelle zum Kauf von Waffen. Die Mine in Badakhshan, in der noch heute Lapislazuli gewonnen wird, war schon zu Zeiten des alten Ägypten in Betrieb. Um den Stein zu gewinnen, wurde er in der Mine mit Feuer gesprengt: Man erhitzte die Steine durch örtliche intensive Holzfeuer und kühlte sie dann mit Wasser plötzlich ab, worauf sie Risse bekamen und herausgeklopft werden konnten. Heute wird in Badakhshan mit Sprengstoff gearbeitet.
Weitere Fundorte des Lapis Lazuli sind neben Afghanistan noch Ovalle in Chile, Malobystrinskoye am Baikalsee in Russland, sowie Kalifornien in den USA.
Als Edel- oder besser Schmuckstein hat Lapislazuli eine Geschichte, die etwa 7.000 Jahre zurückreicht. Lapislazuli war das Kostbarste, was die alten Ägypter besaßen und ihren Pharaonen auf die Reise in das Jenseits mitgaben. Da Lapislazuli allerdings bereits in dieser Zeit zu den teuersten Edelsteinen gehörte, gehörten die Ägypter auch zu den ersten, die neben Türkis auch den Lapis unter anderem mit blau gefärbtem Glas imitierten.





