Die Situation der Tiere im Kabuler Zoo

Artikel geschrieben von am 4. Mai 2009
Kategorien: Geschichte
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Mal ehrlich, wussten Sie, dass es in Kabul einen Zoo gibt? Gut, warum auch nicht. Schließlich ist die Stadt mit über drei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Dennoch verwundert es, wie wenig Informationen es über den Kabuler Zoo gibt. Daher die berechtigte Frage: Wie geht es den Tieren eigentlich, die in Afghanistan in Gefangenschaft leben?

Eröffnet wurde der Kabuler Zoo 1967 am Ufer des Flusses Kabul, um zu Beginn der 1970er Jahre 116 Tiere zu beherbergen. Aufgrund der langanhaltenden Gefechte in Afghanistan hat auch der Zoo gelitten. Wie der Fokus 2007 berichtete, bangten die Betreiber während des damals harten Winters um das Überleben der dortigen Tiere. 

Auch die harten Winter in Afghanistan haben den Tieren im Kabuler Zoo zugesetzt

Extreme Winter sind in Afghanistan jedoch nicht Ungewöhnliches – sowohl 2008 als auch 2009 wurde Afghanistan vom Winter hart erwischt. Auch für den Kabuler Zoo dürfte sich die Situation daher nicht entspannt haben. 

Eine Website des Zoos in Kabul sucht man in den Weiten des Internets leider vergeblich; aktuelle Informationen sind daher praktisch nicht zu bekommen. Wer dem Zoo in Kabul also jüngst einen Besuch abgestattet hat, ist herzlich willkommen, seine Eindrücke an dieser Stelle zu schildern.

Sicher ist jedoch, dass der Kabuler Zoo bereits in den vergangenen Jahren in einem erbärmlichen Zustand war. Artgerechte Tierhaltung ist sicherlich etwas vollkommen anderes. Was aber soll man tun, wenn die Mittel fehlen?

Im Wiederaufbau von Afghanistan ist der Zoo in Kabul offensichtlich auf der Strecke geblieben. Auch, wenn es selbstverständlich weitaus größere Herausforderungen zu bewältigen gibt, ist der Aufbau des traditionsreichen Zoos in Afghanistan von großer Bedeutung für die Kultur der Stadt Kabul, für die Menschen in Afghanistan, und letztlich vor allem für die dort lebenden Tiere.



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