Der Bettler auf dem Skateboard (Teil 2)
Kategorien: Menschen
Tags: ADRA, Afghanistan, Arbeit, Armut, Bettler, Hilfe, Hilfsprojekt, Kabul, Krieg, Verletzung
Nachdem wir den Mann mit dem Skateboard immer wieder an der gleichen Kreuzung trafen, beschlossen wir, dass sich etwas ändern musste. Peter Jaggi, der damalige Direktor von ADRA Afghanistan, fragte bei allen Mitarbeitern nach, ob sie bereit wären, gemeinsam ein Dreirad für Erwachsene zu kaufen. Im Prinzip ist es ein Fahrrad, das auf der Hinterachse zwei Räder hat, einen richtigen Sitz und mit einer Hand angetrieben wird.
Baudin, einer unserer Angestellten, kannte eine Firma im Norden Kabuls, die solche Dreiräder herstellte. Am nächsten Tag teilte Baudin uns mit, dass das Dreirad nächste Woche fertig wäre.
Einen Tag vor der Übergabe fuhr unser Mitarbeiter Masood zu der Kreuzung und informierte den Mann mit dem Skateboard, dass er sich am nächsten Tag ein neues Gefährt abholen könne. Am nächsten Tag waren wir gespannt und glücklich, diesem Mann das neue Dreirad zu übergeben. Vreni Jaggi, die Frau des damaligen ADRA Direktors, packte noch Lebensmittel und andere Dinge ein und verstaute sie auf der kleinen Ladefläche des Dreirads.
Auch in den Augen des behinderten Mannes konnte man die Freude sehen, glücklich fuhr er zum ersten Mal mit seinem neuen Fahrzeug nach Hause.
Am nächsten Tag saß er mit seinem Skateboard wieder an der gleichen Kreuzung. Auf die Frage, warum er das Dreirad nicht verwenden würde, antwortete er: “Mit dem Dreirad bekomme ich kein Geld, nur mit meinem Skateboard sind die Leute bereit zu spenden.”
Manchmal zwingen Umstände Menschen zu Entscheidungen, die sie eigentlich nicht umsetzen wollen.






[...] Wie wir dem Mann helfen konnten und warum sich die Menschen manchmal gegen ihren Willen entscheiden müssen, lesen Sie im zweiten Teil “Der Bettler auf dem Skateboard“. [...]
[...] eisernen Besen. Probleme und Unfreundlichkeit waren bei denen Standard, solange ich mit ihnen zu tun hatte. > die telekom ist immer schuld. Hier geht’s nicht um die Telekom. Mit dem DSL über [...]