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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Kultur</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Märchen aus Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 06:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wir all wissen, ist das Märchen von Afghanistan leider noch nicht wahr geworden. Die internationale Gemeinschaft arbeitet gemeinsam mit den Menschen im Land am Hindukusch daran, dass dieses Ziel in der Zukunft erreicht wird. Aus diesem Grund ist an dieser Stelle auch nicht vom Märchen in Afghanistan die Rede, sondern gleich von mehreren Märchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wir all wissen, ist das Märchen von Afghanistan leider noch nicht wahr geworden.</strong> Die internationale Gemeinschaft arbeitet gemeinsam mit den Menschen im Land am Hindukusch daran, dass dieses Ziel in der Zukunft erreicht wird.</p>
<p>Aus diesem Grund ist an dieser Stelle auch nicht vom Märchen <strong>in</strong> Afghanistan die Rede, sondern gleich von mehreren Märchen <strong>aus</strong> Afghanistan. Wir alle kennen die Geschichten der Gebrüder Grimm aus unserer Kindheit. Außerhalb der uns bekannten Welt der Sagen und Märchen existieren natürlich noch anderen faszinierende Themen und Figuren, denen Sie sich durchaus einmal widmen sollten.</p>
<p>Die <strong>Märchen aus Afghanistan</strong> etwa bieten genau den Stoff, aus dem Märchen aus <em>Tausend und einer Nacht </em>geschnitzt sind. Auch wenn sich die Geschichten aus dem Land am Hindukusch natürlich anderer Motive bedienen und sich auch in  ihrer Handlung von den Märchen etwa der Gebrüder Grimm unterscheiden, so beinhalten auch sie eine Botschaft, von der Kinder etwas lernen können.</p>
<h3><strong>Entdecken Sie die faszinierende Märchenwelt von Afghanistan</strong></h3>
<p>Ebenso wenig, wie an dieser Stelle die Märchen der Gebrüder Grimm gedeutet werden, finden Sie im folgenden Interpretationen der Märchen aus Afghanistan. Schließlich soll es darum gehen, den Hintersinn der Handlungen gemeinsam mit den eigenen Kindern herauszufinden. Tatsächlich können wir als Erwachsene noch etwas von Märchen lernen, mindestens aber wiederentdecken &#8211; seien sie nun von den Gebrüdern Grimm oder aus Afghanistan.</p>
<p>Einige Beispiele <a title="Märchen aus Afghanistan" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_blank">besonders schöner Märchen aus Afghanistan</a> sollen jedoch erwähnt werden; &#8220;Das chinesische Zicklein&#8221; etwa, oder aber &#8220;Das schöne Mädchen und der Riese&#8221;. Auch im Märchen &#8220;Der Prinz und der reife Apfel&#8221; taucht ein Motiv auf, das wir in unserer Märchenkultur natürlich kennen &#8211; welches, muss Ihnen wohl kaum gesagt werden&#8230;</p>
<p>Zwischen den Märchen der Gebrüder Grimm und den faszinierenden Geschichten aus Afghanistan lassen sich also durchaus einige Gemeinsamkeiten entdecken. Doch auch die Unterschiede sorgen ganz bestimmt für staunende Gesichter Ihrer Kinder &#8211; und wer weiß, vielleicht auch bei Ihnen. <strong>Viel Spaß auf Ihrer Entdeckungsreise durch die Märchenwelt aus Afghanistan!</strong></p>
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		<title>Bogol Bazi und andere Kinderspiele in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Deutschland haben wir eine ganze Reihe von Spielen, die man zwischendurch spielen kann. Egal ob zu Hause oder während der Autofahrt auf der Rückbank &#8211; insbesondere  für Kinder  sind die Möglichkeiten schier grenzenlos. In Afghanistan ist die Anzahl der Spiele, die für die nötige Abwechslung und Entspannung sorgen, ungleich geringer. Dennoch hat sich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland haben wir eine ganze Reihe von Spielen, die man zwischendurch spielen kann. Egal ob zu Hause oder während der Autofahrt auf der Rückbank &#8211; insbesondere  für Kinder  sind die Möglichkeiten schier grenzenlos. In Afghanistan ist die Anzahl der Spiele, die für die nötige Abwechslung und Entspannung sorgen, ungleich geringer. Dennoch hat sich auch im Land am Hindukusch eine Tradition aus Brett- und Gesellschaftsspielen herausgebildet, deren Erwähnung sich lohnt.</p>
<p>Natürlich können die Menschen in Afghanistan nicht einfach in den Spielzeugwarenladen gehen und sich das neueste Spiel aus dem Regal ziehen. An Computerspiele ist in weiten Teilen des Landes erst recht nicht zu denken &#8211; schließlich sind nicht einmal Computer vorrätig.</p>
<p>Not macht bekanntlich erfinderisch &#8211; schon aus diesem Grunde darf man davon ausgehen, dass sich die Menschen aus Afghanistan eine Menge haben einfallen lassen, um sich den Alltag zu versüßen. Einige dieser Spiele mögen aus unserer Sicht recht befremdlich erscheinen &#8211; was zum einen an der doch verschiedenartigen Kultur und den Traditionen liegt, zum anderen aber auch daran, dass  wir hierzulande einfach verwöhnt sind und mit Spielen förmlich überschüttet werden.</p>
<h3><strong>Wurf- und Würfelspiele in Afghanistan</strong></h3>
<p>Auch in Afghanistan gibt es Wurf- und Würfelspiele &#8211; anders als bei dem hier so beliebten Spiel <em>Kniffel</em> werfen die Menschen am Hindukusch im Falle von <em>Bogol Bazi</em> jedoch keine Würfel, sondern Knöchel von Kamelen oder Schafen. Anstelle von Zahlen kommen bei diesem Spiel Pferd, Esel, Tschak und Pok zum Einsatz; gespielt wird mit zwei Knöcheln, wobei nur ganz bestimmte Kombinationen gewinnen.</p>
<p>Vom  Prinzip her unterscheidet sich das Spiel <em>Bogol Bazi</em> somit gar nicht so den einfacheren Gesellschaftspielen, die in Deutschland tagtäglich gespielt werden. Auch <em>Zanjier</em> (Kette) ist ein Spiel, bei dem Kinder eine Kette bilden, um schließlich nacheinander trommelnd oder Schalmei spielend unter den Armen der anderen Kinder durchzulaufen (so  die stark verkürzte Anleitung des traditionsreichen Spiels in Afghanistan).</p>
<p>In Afghanistan gibt  es eine ganze Reihe weiterer Kinderspiele, die in Schulen und in der Freizeit der Kinder Anwendung finden. Trotz der vorhandenen Unterschiede stellt man auch bei diesen Spiele häufig fest, wie ähnlich sie der deutschen Spielmentalität durchaus sind. Es lohnt sich also, auch hier auf Entdeckungsreise zu gehen und das eine oder andere Spiel vielleicht einmal selbst auszuprobieren.</p>
<p><strong>Weitere Kinderspiele aus Afghanistan finden Sie auf </strong><a href="http://www.afghan-aid.de/index.htm"><strong>www.afghan-aid.de</strong></a><strong>.</strong></p>
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		<title>&#8220;Servus Kabul&#8221;, oder: Wenn Bayern in Afghanistan läge</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 06:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Servus Kabul&#8221; lautet der Titel eines Theaterstücks, in dem ein Bayern nach Afghanistan auswandert, um dort ein Wirtshaus zu eröffnen. Das Unternehmen gelingt nicht nur beruflich, auch privat kann er sich einen lang gehegten Traum erfüllen. Der Wunsch des Bayern in Afghanistan, sich der Vielweiberei hinzugeben, geht endlich in Erfüllung. Sie merken sicherlich schon, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Servus Kabul&#8221; lautet der Titel eines Theaterstücks, in dem ein Bayern nach Afghanistan auswandert, um dort ein Wirtshaus zu eröffnen. Das Unternehmen gelingt nicht nur beruflich, auch privat kann er sich einen lang gehegten Traum erfüllen.</strong></p>
<p>Der Wunsch des Bayern in Afghanistan, sich der Vielweiberei hinzugeben, geht endlich in Erfüllung. Sie merken sicherlich schon, dass die Rahmenhandlung unbedingt mit Humor genommen werden muss &#8211; politisch korrekt ist dieses Volkstheaterstück mit Sicherheit nicht. Natürlich geht es um Klischees, die aus beiden Welten stammen und freilich aufs Korn genommen und auf die Spitze getrieben werden.</p>
<p>Hier wird fröhlich kombiniert, was man eigentlich nicht kombinieren darf. So wird das bayerische Dirndl mal eben durch ein Kopftuch komplettiert. Interkulturell mal anders &#8211; das passt zu der gesamten Familie, die sich auf sonderbaren und überraschenden Pfaden zischen den Kulturen Deutschlands und in Afghanistan bewegt. Nur die Mutter hat nicht so recht Lust dazu, sich diesem Treiben der restlichen Familie hinzugeben.</p>
<h3><strong>Kasperle-Theater: Bayern meets Afghanistan</strong></h3>
<p>Interessant dürfte auch das Kasperle-Theater sein, das Franz Xaver Kroetz nach dem Vorbild von Graser inszeniert hat &#8211; vor allem deshalb, weil sich durch Puppen so manches noch derber in Szene zu setzen. In dieser anonymen, ent-personifizierten Form können die Gegensätze zwischen Afghanistan  und Deutschland in einer kruden Satire  gipfeln, um letztlich doch die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.</p>
<p><strong><em>Servus Kabul</em></strong>, das 2008 <a title="Servus Kabul" href="http://theater.ulm.de/content/view/997/223/" target="_blank">in Ulm aufgeführt wurde</a>, hätte sicherlich auch 2009 wider eine Chance, nicht nur das bayerische Publikum zu begeistern. Auch die Menschen aus  Afghanistan und aus Rest-Deutschland hätten sicherlich ihre Freude daran &#8211; sofern sie die Sprache dieser andersartigen, fremden Bayern überhaupt verstehen&#8230;</p>
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		<title>Sind keine Nachrichten aus Afghanistan wirklich gute Nachrichten?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Des Öfteren wurde an dieser Stelle über die einseitige Berichterstattung in den Medien geschrieben. Dieser Tage hat uns die Schweinegrippe fest im Griff &#8211; jedoch ist sie hierzulande mehr medial als leibhaftig zu spüren. Dennoch fragt man sich, ob es zurzeit wirklich keine anderen Themen gibt.  Keine Meldungen aus Afghanistan  &#8211; angesichts der Negativ-Berichterstattung kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Des Öfteren wurde an dieser Stelle über die einseitige Berichterstattung in den Medien geschrieben. Dieser Tage hat uns die Schweinegrippe fest im Griff &#8211; jedoch ist sie hierzulande mehr medial als leibhaftig zu spüren. Dennoch fragt man sich, ob es zurzeit wirklich keine anderen Themen gibt. </p>
<p>Keine Meldungen aus Afghanistan  &#8211; angesichts der Negativ-Berichterstattung kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass keine Nachrichten in diesem Fall wirklich gute Nachrichten sind. Dabei gäbe es vermutlich so einiges zu berichten; schließlich ist ja Wahljahr in Afghanistan, und mit mehr als 20 Herausforderungen bekommt Präsident Karzai einige Konkurrenz. Im selben Atemzug stellt sich die Frage, wie schwierig die zweite Wahl in dem Land am Hindukusch dieses Jahr wirklich wird &#8211; auch die Frage, ob sie mit rechten Dingen zugehen wird und man dem Wahlergebnis auch wirklich trauen darf, ließe sich vorab vortrefflich diskutieren.</p>
<h3><strong>Das Wetter in Afghanistan: Heiter bis sonnig &#8211; und wie ist die Stimmung im Land am Hindukusch?</strong></h3>
<p>Und wem das alles noch zu negativ ist, der darf sich auch gerne auch die Sonnenseiten im Land am Hindukusch stürzen &#8211; wie etwa das Wetter: In Afghanistan herrschen derzeit Temperaturen zwischen 17 und 32 Grad. Diese Werte werden hierzulande ja teilweise auch schon erreicht, wenn auch noch nicht ganz die oberen Werte. Fast könnte man also vermuten, es handle sich um das Sommerloch, das uns so verfrüht schon erreicht hat.</p>
<p>Sicherlich wäre das Wetter in Afghanistan ein zu seichtes Thema, um in den Medien wirklich erwähnt zu werden. Solche Themen sind nur dann relevant, wenn sie direkt vor der Haustür liegen. Doch zwischen den Schreckensmeldungen in Afghanistan und dem Wetter liegen so  viele Möglichkeiten, über das Land am Hindukusch zu berichten.</p>
<p><strong>Beispiele gefällig? </strong>Neben der bereits erwähnten Wahl in diesem Jahr liefert das Afghanistan Magazin von ADRA Deutschland sicherlich genug Möglichkeiten, um das Bild von Afghanistan zu vervollständigen. Der Neglect, den sich die Medien vorwerfen lassen müssen, könnte in dieser Weise leicht ausgeräumt werden.</p>
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		<title>Afghanistan bei den olympischen Spielen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele. Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dabei sein ist alles &#8211; dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele.</strong> Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der eigenen Sportlerkarriere; und wenn schon nicht mit einer Medaille, dann wenigstens mit unvergesslichen Erinnerungen den Weg zurück in die Heimat antreten.</p>
<h2>Wenn der Wettkampf zur Nebensache wird</h2>
<p>Das ist der Wunsch Millionen Sportler auf der ganzen Welt. Wie sie träumen auch viele Wettkämpfer aus Afghanistan diesen Traum. Für viele bleibt es ein Traum, dem harten Alltag auf diesem Weg eine Zeit lang entfliehen zu können. Einige wenige konnten ihn jedoch Realität werden lassen. Die olympischen Sommerspiele 2004 waren der Zeitpunkt, an dem sich Afghanistans Blick nach Athen richtete. Erstmals seit dem Regime der Taliban nahmen dort eine handvoll afghanischer Wettkämpfer wieder an den historischen Spielen teil.</p>
<h3>Geschichte schreiben nicht die Ergebnisse, sondern die Gesten</h3>
<p>Obwohl sie kein denkwürdiges Ergebnis erzielten, bleibt das Auftreten der afghanischen Sportler doch geschichtsträchtig. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Friba Razayee im Judo und der Leichtathletin Robina Muqimyar, die als erste afghanische Frauen für ihr Land an den Start gingen. Muqimyar wurde sogar die Ehre zuteil, ihr Land als Fahnenträgerin in das Olympia-Stadion Athen zu führen.</p>
<p>Die olympischen Spiele haben in diesem Jahr zudem etwas weiteres gezeigt: Sport verbindet. Das bewies der friedliche Einlauf Nord- und Südkoreas nebeneinander und das haben auch die beiden Sportlerinnen Natalia Paderina aus Russland und Nino Salukvadza aus Georgien bewiesen. Trotz Krieges zwischen ihren Heimatländern demonstrierten beide 2008 auf dem Siegerpodest Einigkeit.</p>
<h3>Sport überwindet kulturelle und geografische Grenzen</h3>
<p>Diese Botschaft hat auch <a title="Rohulla Nikpai" href="http://www.rohullahnikpai.com" target="_blank">Rohulla Nikpai</a> verstanden. Der erste und einzige Medaillengewinner Afghanistans appelliert dabei nicht an das Überwinden geografischer Grenzen, sondern den Umgang seines eigenen Volkes miteinander. Er hoffte, dass seine Medaille &#8220;ein Zeichen des Friedens in Afghanistan&#8221; sein kann. Trotz seines noch jugendhaften Alters von 21 Jahren zeigt Rohulla, dass er das olympische Motto verinnerlicht hat: &#8220;Eine Welt, ein Traum&#8221; hieß das im letzten Jahr &#8211; und diese Geschlossenheit beginnt in jedem einzelnen Land.</p>
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		<title>Die Küche Afghanistans</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Deutschland genießen wir mittlerweile auch die internationale Küche in vollen Zügen. Immerhin haben sich unter anderem unzählige italienische, griechische und chinesische Restaurants etabliert &#8211; und auch türkische oder indische Spezialitäten sind mittlerweile in praktisch jeder größeren Stadt zu verkosten. Von der afghanischen Küche ist jedoch noch nicht allzu viel zu sehen&#8230; Tischlein, deck dich! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland genießen wir mittlerweile auch die internationale Küche in vollen Zügen. </strong>Immerhin haben sich unter anderem unzählige italienische, griechische und chinesische Restaurants etabliert &#8211; und auch türkische oder indische Spezialitäten sind mittlerweile in praktisch jeder größeren Stadt zu verkosten. Von der <strong>afghanischen Küche</strong> ist jedoch noch nicht allzu viel zu sehen&#8230;</p>
<h2>Tischlein, deck dich! &#8211; Wie aus Tausend und einer Nacht</h2>
<p>Was nicht heißt, dass Sie die <strong>afghanische Küche</strong> nicht auch in Deutschland genießen können. In einigen Städten haben mittlerweile auch <strong>afghanische Restaurants</strong> ihre Pforten geöffnet. Wer nicht zufällig in der Nähe wohnt, kann sich natürlich behelfen und einfach selbst ein original afghanisches Gericht zubereiten.  </p>
<p>So mancher unter Ihnen wird über die <strong>Esskultur in Afghanistan</strong> vermutlich überrascht sein: Die Gerichte sind nämlich vertrauter, als Sie es vielleicht vermutet hätten. Kartoffeln, Hähnchen und Kotelett gehören ebenso auf den Speiseplan wie Frikadellen und Pudding.</p>
<h3>Rezepte aus Afghanistan</h3>
<p>Auch, wenn sich die Art der Zubereitung freilich von der hiesigen unterscheidet, so dürfte sich der deutsche Magen an die <strong>vielfältige Küche aus Afghanistan</strong> schnell gewöhnen. Gefüllte Paprika, Milchreis, brauner Reis und Fladenbrot dürften ganz nach Ihrem Geschmack sein &#8211; insbesondere, wenn Sie der griechischen, indischen oder türkischen Küche nicht ganz abgeneigt sind.</p>
<p>Wenn Sie Lust und Appetit haben, einmal selbst Hand anzulegen, können Sie sich Ihr original afghanisches Gericht natürlich auch eigenhändig zubereiten. Praktische Rezepte aus Afghanistan finden Sie unter der Internet-Adresse <a href="http://www.jaghoori.de/afghanistan/kueche">http://www.jaghoori.de/afghanistan/kueche</a>.</p>
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		<title>Das afghanische Märchen von den Guten und den Bösen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221; &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Es war einmal&#8230;&#8221;</strong> &#8211; Der typische Beginn eines Märchens, das den Leser oder Zuhörer in eine wunderbare, eben märchenhafte Welt entführt, in der das Gute über das Böse siegt und an dessen Schluss alle Beteiligten &#8220;glücklich und zufrieden sind, bis an ihr Lebensende&#8221;. Die Gebrüder Grimm und der Däne Hans Christian Andersen sind die wohl bekanntesten Märchenerzähler, deren Geschichten Groß und Klein, Alt und Jung auch heute noch faszinieren. Märchen gibt es allerdings nicht nur in Europa, sondern auch in Afghanistan:</p>
<h2>Von denen, die auszogen, die Welt zu retten</h2>
<p>Es war einmal eine Welt, in der war leider nicht alles perfekt. Die Menschen führten Kriege, ohne dass sie wussten, weshalb. Es war nicht so einfach, zwischen den &#8220;Guten&#8221; und den &#8220;Bösen&#8221; zu unterscheiden und zu sagen, was richtig und was falsch war. Inmitten dieser Welt lag das kleine Land Afghanistan. Seine Bewohner waren nicht sehr reich, aber sie versuchten trotzdem ein erkleckliches Leben zu führen. Sie hatten ihr Land aber nicht für sich, sondern mussten es mit anderen Menschen teilen.</p>
<p>Diese kamen aus fernen Ländern, jenseits des Ozeans. Sie sagten, sie seien die &#8220;Guten&#8221; und müssten das Land und die Welt vor einem Teil seiner Bewohner, den &#8220;Bösen&#8221;, beschützen. Überall im Land gab es Krieg, unter dem die Bewohner von Afghanistan litten und viele von ihnen starben. Sie hatten Angst um ihr eigenes Leben, das ihrer Familien, Verwandten und Freunde. Doch obwohl die &#8220;Guten&#8221; der Meinung waren, dass sie diesen Krieg gewonnen hätten, blieben sie weiter im Land.</p>
<p>In Afghanistan kehrte also trotz allem keine Ruhe ein, denn den übrig gebliebenen &#8220;Bösen&#8221; gefiel das gar nicht. Sie griffen die &#8220;Guten&#8221; weiterhin an, weil sie diese nicht in ihrem Land duldeten. Dabei wollten die Bewohner des Landes eigentlich gar nichts mit diesen Streitereien zu tun haben. Sie wollten lediglich ihr eigenes bescheidenes Leben führen und sich vor nichts fürchten müssen. Doch so wie es aussieht, wird es noch lange dauern, bis zu dem Tag, an dem die Menschen in Afghanistan glücklich und zufrieden und ohne Angst bis an ihr Lebensende sein können.</p>
<h3>Das Ende der Geschichte ist in Afghanistan noch nicht abzusehen</h3>
<p>Gesammelt hat diese Märchen <a title="Afghanische Märchen" href="http://www.afghan-aid.de/index.htm" target="_self">der afghanische Dolmetscher Dr. Mir Hafizuddin Sadri</a> &#8211; und damit einen wichtigen Beitrag für die Kultur seines Landes geleistet. Denn damit zwischen all dem Krieg und Leid das Schöne und Fabelhafte nicht verloren geht, werden Märchen seit Generationen zusammengetragen und weiter gegeben. Ohne den sorgfältigen Umgang mit Sagen und Volksmärchen wären auch die Märchensammler Grimm nicht so berühmt geworden. </p>
<p>Es ist die Lehre, die die Märchen so besonders macht und die uns im Gedächtnis haften bleibt. Sie mahnt uns an, nicht aus niederen Beweggründen wie Neid, Hass und Gier zu handeln. Und es ist hoffentlich auch die Lehre, die die Verantwortlichen für Afghanistans Leiden und das seiner Bewohner verfolgt. Denn auch wenn die Geschichte des Landes eines Tages gut ausgeht, vergessen werden wird sie dennoch nicht.</p>
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		<title>Afghanistan ist ein überraschend naturverbundenes Land</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 06:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir alle kennen die Elendsbilder, die uns über die Nachrichten stets kompakt serviert werden. Über die Einseitigkeit dieser Meldungen wurde an dieser Stelle schon oft berichtet. Kaum vermutet hätte man angesichts der Bilder, dass die Menschen in Afghanistan tatsächlich äußerst naturverbunden sind. Karla Schefter erzählt in dem Interview mit Greenpeace von der Liebe der Afghanen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen die Elendsbilder, die uns über die Nachrichten stets kompakt serviert werden. Über die Einseitigkeit dieser Meldungen wurde an dieser Stelle schon oft berichtet. Kaum vermutet hätte man angesichts der Bilder, dass die Menschen in Afghanistan tatsächlich äußerst naturverbunden sind.</p>
<p><a title="Karla Schefter Interview Greenpeace" href="http://www.chak-hospital.info/de/downloads/Greenpeace_Magazin_1_03.pdf" target="_blank">Karla Schefter erzählt in dem Interview mit Greenpeace</a> von der Liebe der Afghanen zu Blumen, zur Natur insgesamt, aber auch über den ausgeprägten Familiensinn. Diese Eigenschaften sind es, warum die Deutsche, Leiterin eines Krankenhauses in Kabul, nach wie vor in Afghanistan bleibt &#8211; den widrigen Bedingungen zum Trotz.</p>
<h3>Blumen in Afghanistan: So zeigen die Afghanen, wie viel Freude in ihnen steckt</h3>
<p>&#8220;Niemals zuvor habe sie so viele Blumen bekommen, wie in Afghanistan&#8221;, sagt sie. Keine Frage, die Deutsche hat die Liebenswürdigkeit der Menschen im Land am Hindukusch schon oft erfahren und weiß sie zu schätzen. Umso trauriger ist es, wieviel den Menschen in Afghanistan genommen wurde &#8211; nicht nur an Besitz, Lebensstandard, an Gesundheit, sondern auch an Lebensqualität: Gerade die Taliban haben ihrer Ansicht nach so viel &#8220;Freudlosigkeit&#8221; über Afghanistan gebracht; &#8220;Keine Musik, was ist das für ein Leben?&#8221;, findet Karla Schefter.</p>
<p>Doch die Deutsche bleibt &#8211; einfach, weil die Menschen in Afghanistan so viel Freude in sich tragen und es die Sache einfach wert ist. Nach Deutschland reist sie, um Spenden zu sammeln, und um zu berichten. <strong>Auch hier ist noch viel zu tun; es mangelt schlicht und ergreifend an Wissen über Afghanistan, das Land und seine Menschen.</strong></p>
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		<title>Peter Maffay und Farhad Darya: Musik überwindet die Grenzen zwischen Deutschland und Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 07:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten. Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter Maffay ist nicht nur für seine Musik berühmt, sondern auch für seine Leidenschaft, mit Menschen und Musikern aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten.</strong> Mit Farhad Darya, einem international bekannten Pop-Star aus Afghanistan, sind die beiden ins Land am Hindukusch gereist. Wieder einmal dient Musik dazu, Grenzen zu überwinden und Menschen zu verbinden.</p>
<p>Eigentlich gibt es keinen Kampf der Kulturen, jedenfalls nicht zwischen Deutschland und Afghanistan. Dennoch unterscheiden sich die deutsche und afghanische Kultur in vielen Punkten &#8211; trotz einiger Gemeinsamkeiten. Dies betrifft auch und gerade die Musikkultur &#8211; so dürfte die (Pop-)Musik aus Afghanistan für deutsche Ohren nur allzu fremd, andersartig und allenfalls durch eine gewisse Faszination eben für das Fremde entfachen.</p>
<p>Doch im Falle Maffay-Darya ist eine Einigung in der Musik schnell gefunden. Kein Wunder, schließlich versorgte der Vater des Künstlers aus Afghanistan, der als Geschäftsmann vielfach in Europa unterwegs war, seinen Sohn stets mit Musik von den Beatles, Elvis Presley , Tom Jones und Frank Sinatra und Pink Floyd.</p>
<h3>Begegnungen &#8211; das &#8220;Schlüsselwort&#8221;, um Deutschland und Afghanistan in Zukunft einander näher zu bringen</h3>
<p>&#8220;Begegnungen&#8221;, so heißt das Album, auf dem die beiden Künstler zusammen wirken; die Begegnung zwischen den beiden Musikern fand jedoch nicht nur in Deutschland statt. Gemeinsam fuhren Peter Maffay und Farhad Darya nach Afghanistan, um dort gemeinsam umher zu reisen.</p>
<p>Schließlich geht es beiden Künstlern darum, den persönlichen Kontakt zu den Menschen zu pflegen, aber auch um (inter-)kulturellen Austausch &#8211; in diesem Sinne suchen die beiden Künstler das Gespräch, in dem sie ungezwungen, ja ohne Beschränkungen über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der interkulturellen Begegnung, etwa zwischen Deutschland und Afghanistan sprechen &#8211; so auch <a title="Interview Peter Maffay Afghanistan" href="http://blutpudding.u2site.com/steven-geyer/maffay.pdf" target="_blank">im Interview für die Frankfurter Rundschau</a>.</p>
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		<title>Studenten in Kabul: Deutsch-afghanische Freundschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 20:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welche Gemeinsamkeiten würden Sie in einem Vergleich zwischen Afghanistan und Deutschland entdecken? Keine? Denken Sie noch einmal scharf nach. Wirklich keine? Wenn die Antwort immer noch &#8220;Ja&#8221; lautet, dann wird es Zeit, in den mannigfaltigen Unterschieden nach den doch vorhandenen Gemeinsamkeiten zwischen Afghanistan und Deutschland zu fahnden. Eine Gruppe aus afghanischen Deutschstudenten zeigt die Berührungsstellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Gemeinsamkeiten würden Sie in einem Vergleich zwischen Afghanistan und Deutschland entdecken? Keine? Denken Sie noch einmal scharf nach. Wirklich keine? Wenn die Antwort immer noch &#8220;Ja&#8221; lautet, dann wird es Zeit, in den mannigfaltigen Unterschieden nach den doch vorhandenen Gemeinsamkeiten zwischen Afghanistan und Deutschland zu fahnden. Eine Gruppe aus afghanischen Deutschstudenten zeigt die Berührungsstellen zweier scheinbar so unterschiedlicher Nationen auf.</p>
<p>Deutschstudenten in Afghanistan? Mal ehrlich, hätten Sie erwartet, dass es an der Universität in Kabul eine Germanistikabteilung gibt? Doch genau hier haben es sich zwölf Filmemacher zum Ziel gesetzt, deutschen Studenten <a title="Lebenswelt afghanischer Studenten" href="http://www.goethe.de/ins/af/prj/fil/deindex.htm" target="_self">in die Lebenswelten ihrer afghanischen &#8220;Kommilitonen&#8221;  blicken zu lassen</a>.</p>
<p>Umgekehrt entstand in Deutschland, am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover, eine Dokumentation über das hiesige Campusleben. Das gemeinsame Interesse für die Wissenschaft, ja der Wissenshunger, verbindet die jungen Menschen aus den doch so anderen Welten.</p>
<h3>Doch wie anders ist das Leben in Afghanistan? Eine Einschätzung der jungen Studenten in Kabul</h3>
<p>Nargis Daschti, die zum Team der zwölf Studenten in Kabul gehört, hat ihre ganz eigene Meinung sowohl zu der Beziehung zwischen Mann und Frau, als auch innerhalb der Familie: In Afghanistan, sagt sie, ist es wohl so ähnlich wie in Deutschland, nur eben vor dem ersten Weltkrieg. Ansonsten interessiert sie sich für Filme, Theater und Tradition.</p>
<p>Djaber Taheryan, der gerade im vierten Studienjahr in der Deutschabteilung der Kabul Universität ist, steht mit den deutschen Soldaten in Afghanistan in direktem Kontakt: Nachmittags arbeitet er im deutschen Camp Warehouse im Sportzentrum. Er wünscht sich, in Zukunft mehr Kontakt zu weiteren Deutschen zu haben.</p>
<p>Mohammad Erfan Ghafari hofft, dass sich die Beziehungen zu den deutschen Studenten in Zukunft weiter intensivieren. Mit diesem Ziel vor Augen, möchte er in Zukunft weitere (und wie er sagt, noch bessere) Filme drehen, um das Leben der Studenten in Afghanistan einem größeren deutschen (studentischen) Publikum nahe zu bringen.</p>
<p>Das Ziel des Filmprojekts in Afghanistan, so fasst Erfan Ghafari zusammen, besteht darin, insbesondere die positiven Aspekte über das Leben der Studenten herauszustellen. Das Bedürfnis, sich bewusst von der Masse an Negativ-Meldungen zu distanzieren, ist offensichtlich genauso groß wie der Wunsch, mit den deutschen Studenten in Kontakt zu treten. <strong>Eine Grundlage, auf der sich eine deutsch-afghanische Freundschaft mit Sicherheit aufbauen lässt.</strong></p>
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		<title>Bilder aus einer anderen Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer im Internet nach Beiträgen und Bildern über Afghanistan sucht, wird schnell fündig. Auch im Radio oder Fernsehen ist das Thema allgegenwärtig. Jedoch beschäftigen sich diese Darstellungen Afghanistans mit der kriegerischen Seite des Landes und den andauernden Anschlägen. Dass es im &#8220;Land der Afghanen&#8221; noch so etwas wie einen Alltag jenseits der Zerstörung gibt, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Internet nach Beiträgen und Bildern über Afghanistan sucht, wird schnell fündig. Auch im Radio oder Fernsehen ist das Thema allgegenwärtig. Jedoch beschäftigen sich diese Darstellungen Afghanistans mit der kriegerischen Seite des Landes und den andauernden Anschlägen. Dass es im &#8220;Land der Afghanen&#8221; noch so etwas wie einen Alltag jenseits der Zerstörung gibt, ist vielen nicht bewusst. Erst Fotografen vermitteln uns eine Vorstellung von dem <em>anderen</em> Afghanistan.</p>
<h2>Fotografen zeigen Afghanistan aus einer völlig neuen Perspektive</h2>
<p>Einer von ihnen ist Massoud Hossain aus Kabul. Sein Weg zum Fotografen der französischen Nachrichten Agentur AFP war alles andere als einfach. Unter den Taliban war Fotografie verboten. Nach ihrer Herrschaft ließ sich Massoud bei der Medien-Initiative „Aina&#8221; ausbilden, denn eine fachliche Hochschulausbildung gibt es noch immer nicht. Er fotografiert unter widrigsten Bedingungen, ist täglich mit Bildern von Selbstmordanschlägen konfrontiert. Trotzdem versucht er, gerade das Geschehen abseits dieser Ereignisse <a title="Massoud Hossain" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-551/i.html" target="_blank">in seinen Bildern festzuhalten</a>. </p>
<h3>Schrecken und Leid prägen die Medien, aber auch die unbeteiligte Bevölkerung</h3>
<p>Im Jahr 2008 war Massoud Teil der Ausstellung &#8220;Unfinished Business &#8211; Afghanistan aus dem Blick des Anderen&#8221; in Berlin. Gemeinsam mit drei anderen Fotografen aus Deutschland, Amerika und Afghanistan warf er mit seinen Bildern einen Blick hinter die Kulissen des Trugbildes, das westliche Medien im Bezug auf Afghanistan oft bemühen: Ein explosives <a title="Ausstellung von Massoud Hossain" href="http://www.ksta.de/html/artikel/1211234455041.shtml" target="_blank">Gemisch aus Hass, Tod und (Selbst-)Zerstörung</a>.</p>
<p>Massoud Hossain ist nicht der einzige, der gegen dieses Bild ankämpft. Auch zahlreiche <a title="Helmut R. Schulze" href="http://www.unibw.de/praes/universitaet/aktuelles/fotoafghanistan" target="_blank">deutsche Fotojournalisten wie Helmut R. Schulze</a> präsentieren den Zuschauern ein <em>anderes</em> Afghanistan als das, welches sie aus der täglichen Berichterstattung gewohnt sind. Aktuell findet in Berlin eine Fotoausstellung mit Blickpunkt Afghanistan statt. Der <a title="Romano Martinis" href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/top-bmlive/article1051180/Blickpunkt_Afghanistan.html" target="_blank">italienische Fotograf Romano Martinis</a> hält darin das Leben der Menschen abseits des Krieges fest. </p>
<p><strong>Eine Tatsache, die bei all dem Leid den uns die Medien vermitteln, schnell vergessen wird: Dass es abseits des Terrors eine afghanische Bevölkerung gibt, die versucht, ihr Leben inmitten des Schreckens irgendwie weiter zu leben.</strong></p>
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		<title>Afghanistan im Mittelpunkt der Wiener FrauenFilmTage</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 06:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 26. Februar war es wieder soweit: Die sechsten FrauenFilmTage in der österreichischen Hauptstadt Wien wurden eröffnet. Länderschwerpunkt im Jahr 2009 war Afghanistan. Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats, knüpfte an diese Entscheidung die Hoffnung, die besondere Situation von Frauen in den Konflikt- und Krisenregionen zu thematisieren, sowie diese gleichzeitig mit der Perspektive eines selbstbestimmten und diskriminierungsfreien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Februar war es wieder soweit: Die sechsten <a title="FrauenFilmTage" href="http://www.frauenfilmtage.at/de/2009/index.html" target="_blank">FrauenFilmTage</a> in der österreichischen Hauptstadt Wien wurden eröffnet. Länderschwerpunkt im Jahr 2009 war Afghanistan. Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats, knüpfte an diese Entscheidung die Hoffnung, die besondere Situation von Frauen in den Konflikt- und Krisenregionen zu thematisieren, sowie diese gleichzeitig mit der Perspektive eines selbstbestimmten und diskriminierungsfreien Lebens zu verknüpfen.</p>
<h3>Die Rolle der afghanischen Frau in der Gesellschaft </h3>
<p>Insgesamt wurden 19 Spielfilme und Dokumentationen aus aller Welt im Verlauf des Festivals gezeigt. Darunter auch Werke  anerkannter afghanischer Regisseure wie Siddiq Barmak, Bahareh Hosseini und Eva Mulvad.</p>
<p><a title="Siddiq Barmak - Opium War" href="http://afghanistan.adra.de/opium-war-die-suche-nach-dem-menschen-im-krieg/" target="_self">Siddiq Barmak</a> thematisiert in dem unter anderem mit einem Golden Globe ausgezeichneten Film &#8220;Obama&#8221; das Leben eines Mädchens, das als Junge verkleidet wird, um so den Lebensunterhalt seiner Familie zu verdienen. Als die Verkleidung auffliegt, wird sie vom Gericht mit einem alten Mullah verheiratet.</p>
<h3>Zahlreiche prämierte Filme aus aller Welt laden zu Diskussionen und Gesprächen ein</h3>
<p>&#8220;Afghan Girls Can Kick&#8221;, ein Dokumentarfilm von Bahareh Hosseini, widmet sich einem ungewöhnlichen Hobby afghanischer Mädchen: Fußball. Die Mädchen, die während der Zeit der Taliban aufwuchsen, sehen im Fußballspielen eine Möglichkeit, ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Auch nach dem Fall der Taliban leben sie in unsicheren Verhältnissen und müssen gesellschaftliche Repressionen fürchten. Obwohl der Film erst 2007 gedreht wurde, hat sich das Bild vom Frauenfußball in Afghanistan zum Positiven entwickelt. <a title="Nationalmannschaft Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Mittlerweile besteht sogar eine Nationalmannschaft</a>, deren Erfolg es jungen Mädchen einfacher macht, ihr Hobby gegenüber der Gesellschaft zu rechtfertigen. </p>
<p>Einer der bekanntesten Filme, der im Zuge der <strong>FrauenFilmTage</strong> gezeigt wird, ist sicherlich &#8220;Enemies Of Happiness&#8221;. Die von Regisseurin Eva Mulvad gedrehte und vielfach ausgezeichnete Dokumentation widmet sich dem Wahlkampf von Malalai Joya, der jüngsten Parlamentarierin Afghanistans. Sie forderte 2003 vor der großen Ratsversammlung, der Loya Jirga, die Strafverfolgung der im Parlament befindlichen Warlords und Drogenschmuggler. Trotz zahlreicher Morddrohungen und vier überlebter Anschlägen auf ihre Person, setzt Malalai Joya ihren Weg im Parlament mutig fort &#8211; leider keine Selbstverständlichkeit für eine afghanische Frau.</p>
<p>Das Rahmenprogramm der FrauenFilmTage bot zudem die Möglichkeit, sich mit der Vorsitzenden des Deutsch-Afghanischen Frauenforums, Nabila Karimi-Alekozai, und Shimin Moshref, Vorsitzender der <em>Afghanistan Women and Children Rights Association</em>, über die Rolle von Malalai Joya auszutauschen. Regisseurin Bahareh Hosseini war sogar persönlich für ein Publikumsgespräch anwesend. <strong>Eine Woche lang stand die afghanische Frau im Mittelpunkt des Festivals, das damit vielleicht dazu beitragen konnte, den Blick für ihre Rolle in der Gesellschaft zu schärfen.</strong></p>
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		<title>Opium War &#8211; die Suche nach dem Menschen im Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum gibt es Gott?&#8221; &#8211; Manchmal möchte man sich diese Frage stellen, wann man an die Situation in Afghanistan denkt. Fast täglich kommen dort Menschen bei Anschlägen ums Leben, nicht nur Afghanen, auch amerikanische und andere internationale Streitkräfte. Die politische Situation ist nicht weniger dramatisch. Da erscheint es nur verständlich, wenn ein afghanischer Mann in seiner Hoffnungslosigkeit über die Rolle Gottes sinniert.</p>
<p><strong>Siddiq Barmaks Film erschüttert und fasziniert gleichermaßen</strong></p>
<p>Grotesk wird es dann, wenn es sich bei dieser Situation um eine Aufnahme aus Siddiq Barmaks Film &#8220;<a title="Opium War" href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-635/i.html" target="_blank">Opium War</a>&#8221; handelt. Der zitierte Mann liegt in der Szene rauchend mit seinen amerikanischen Kollegen im Mohnfeld und philosophiert über den Weltuntergang. &#8220;<strong>Opium War</strong>&#8221; erzählt die eigentlich tragische Geschichte Afghanistans mit einer gehörigen Priese schwarzen Humors. So werden die ersten demokratischen Wahlen vor einer Art Zirkustruppe auf Drogen abgehalten, als Anspielung auf den eigentlichen Abnehmer des in Afghanistan hergestellten Opiums: Das Ausland. Barmak will dem Ausland, das der Produktion in der Öffentlichkeit kritisch gegenübersteht, vor Augen halten, warum und für wen die Drogen produziert werden. </p>
<p><strong>Afghanistans Kriege setzen nicht nur seinen Bewohnern zu, auch den Soldaten</strong></p>
<p>Der Opium-Konsum ist allerdings nur ein Aspekt des tiefsinnigen Films. Im Vordergrund steht die Schwäche des Menschen inmitten der Kriege und des Leides. Zwei US-Soldaten und ihr afghanischer Adjutant stürzen mit ihrem Hubschrauber in einem Schlafmohnfeld ab. Sie überleben den Absturz knapp, das Hubschrauberwrack wird von ansässigen Bauern besetzt. Absurd: Die anscheinend so mächtigen Soldaten können sich der Frauen und Kinder nicht erwehren, die da auf sie zugestürzt kommen. </p>
<p>Siddiq Barmak sinniert nicht nur in dieser Szene über das Unmögliche &#8211; und lässt damit die Realität umso drastischer auf den Zuschauer wirken. Die dargestellte Hoffnungslosigkeit wirkt beklemmend, man fühlt mit den Bauern und Soldaten, die ihre Verzweiflung mit dem Konsum von Opium zu betäuben versuchen. Wirkliche Linderung verspricht es nicht. Trotzdem ist das Opium für Afghanistan von zweifelhaftem Nutzen: Ds ist die größte Einnahmequelle des Landes. <a title="Opium Export" href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/123520/index.html" target="_blank">Mehr als vier Milliarden Dollar</a> wurden durch seinen Export im Jahr 2007 eingenommen.</p>
<p>Der Regisseur verpackt seine Kritik an der gegenwärtigen Situation in Afghanistan gekonnt in groteskem Humor. Für den aufwändigsten afghanischen Film seit 30 Jahren wurde er im Oktober 2008 mit dem &#8220;Goldenen Marc Aurel&#8221; <a title="Filmfest in Rom" href="http://zukunftwissen.apa.at/cms/zukunft-wissen/zukunft-wissen-meldung.pdf;jsessionid=aRVndwkR-_G7?id=ZUK_20081031_ZUK0126" target="_blank">beim Filmfest in Rom bedacht</a>. Ob und wann der Film auch in deutschen Kinos zu sehen sein wird, ist nicht bekannt.</p>
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		<title>Afghanistan sorgt für taube Ohren</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 07:00:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen. Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwie muss es an dem Wort &#8220;Unruhe&#8221; liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen.</strong> Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land am Hindukusch riesengroß. Glaubt man jedoch den Medien, würde ein ganzer Film über Afghanistan die Zuschauer in Deutschland regelrecht vergraulen.</p>
<p>Der Film &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der nach einem Einsatz in Afghanistan in sein Heimatdorf zurückkehrt und mit Hilfe einer Ärztin versucht, das Erlebte zu verarbeiten. Thematisiert wird also die Bewältigung der oftmals schrecklichen Erlebnisse in Afghanistan. Ein brisantes Thema, das in der Öffentlichkeit so bislang noch nicht stattgefunden hat.</p>
<h3>Afghanistan zieht offenbar nur, wenn es sich um ein Länderspiel gegen Deutschland handeln würde</h3>
<p>Doch <a title="Willkommen zu Hause" href="http://www.moviepilot.de/content/filmspot/articles/afghanistan-film-findet-keinen-sendeplatz-101163" target="_blank">die ARD verschiebt die Ausstrahlung des Films immer wieder</a>; nur warum? Befürchtet der Sender, dass das mutige Machwerk nicht gegen UEFA-Cup und andere &#8220;Ereignisse&#8221; im TV ankommt? Oder ist es vielmehr die Befürchtung, den Zuschauern ein solch gewagtes Thema nicht zumuten zu können?</p>
<p>Sicher ist jedoch, dass die Medien seit Jahren ein höchst einseitiges Bild der Geschehnisse in Afghanistan zeichnen. Ein Film wie &#8220;Willkommen zu Hause&#8221; wäre hier eine nur allzu willkommene Abwechslung &#8211; auch wenn es mal nicht um &#8220;leichte&#8221; Unterhaltung geht, sondern vielleicht sogar um schwer verdauliche Kost.</p>
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		<title>Tee-Kultur in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das, was wir als so britisches Nationalgetränk kennen, erfreut sich auch in Afghanistan äußerst großer Beliebtheit - das Heißgetränk ist sogar so beliebt, dass es mit Fug und Recht als inoffizielles Nationalgetränk im Land am Hindukusch bezeichnet werden kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das, was wir als so britisches Nationalgetränk kennen, erfreut sich auch in <strong>Afghanistan </strong>äußerst großer Beliebtheit &#8211; das Heißgetränk ist sogar so beliebt, dass es mit Fug und Recht als inoffizielles Nationalgetränk im <strong>Land am Hindukusch</strong> bezeichnet werden kann.</p>
<h3>Tea Time &#8211; very britisch? Auch in Afghanistan ist Tee äußerst beliebt!</h3>
<p>Auch in Deutschland ist bekannt, dass Tee im Sommer viel gesünder ist, als die hierzulande zumeist favorisierten Kaltgetränke. Sind die <strong>Menschen in Afghanistan</strong> einfach schlauer? Vermutlich liegt es wohl daran, dass die dort lebenden Menschen ganz andere Temperaturen gewöhnt sind und der Hitze nicht so einfach entfliehen können. Da ist es geradezu ein Muss, den Körper optimal zu regulieren. Tee  bietet hier einige Vorzüge, die andere Getränke in der Regel nicht bieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-458" title="Tee-Kultur in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/02/tee-kultur-in-afghanistan_01.jpg" alt="Tee-Kultur in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Tee ist in Afghanistan das beliebteste Getränk</span><span class="ImageTextC">© <a title="Tee in Afghanistan" href="http://www.sxc.hu/profile/PaulMT" target="_blank">sxc.hu/PaulMt</a></span></div></p>
<p>Ein anderer Grund mag daran liegen, dass sauberes Wasser häufig Mangelware ist, so dass sein Erhitzen sicherlich gesundheitsfördernd  sein dürfte. Doch auch der Geschmack zählt selbstverständlich &#8211; ansonsten wäre dieses <strong>Heißgetränk in Afghanistan</strong> sicherlich nicht so beliebt.</p>
<h3>Tee in Afghanistan &#8211; über 40 Tonnen werden jährlich importiert</h3>
<p>Insgesamt 42 Tonnen Tee wurden im Jahre <strong>2008 nach Afghanistan importiert</strong> &#8211; <a title="Tee in Afghanistan" href="http://www.afghannews.net/index.php?action=show&amp;type=news&amp;id=3223" target="_blank">mit rund 30 Tonnen</a> ist es der schwarze Tee, der hier am häufigsten getrunken wird. Daneben erfreut sich jedoch auch Kaffee einer großen Beliebtheit; etwa in dem <a title="Kabul City Center" href="http://afghanistan.adra.de/shoppen-in-afghanistan-das-kabul-city-center/" target="_self">Kabul City Center</a> haben sich dortige Ketten etabliert und bieten das Getränk in allen nur erdenklichen Variationen an.</p>
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		<title>Ahmad Zahir &#8211; Afghanistans Nachtigall</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 07:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gesang]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Es heißt, die Nachtigall erkenne jeder an ihrem Gesang. Auch Ahmad Zahir, der als afghanische Nachtigall bezeichnet wurde, kennt in Afghanistan jedes Kind. Mittlerweile ist sein Tod 30 Jahre her – doch die Wirkung seines Schaffens verhallt auch heute noch beinahe wie der Ruf einer Nachtigall. Ahmad Zahir ist und bleibt einer der beliebtesten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es heißt, die Nachtigall erkenne jeder an ihrem Gesang.</strong> Auch <a title="Ahmed Zahir" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Zahir" target="_self">Ahmad Zahir</a>, der als afghanische Nachtigall bezeichnet wurde, kennt in Afghanistan jedes Kind. Mittlerweile ist sein Tod 30 Jahre her – doch die Wirkung seines Schaffens verhallt auch heute noch beinahe wie der Ruf einer Nachtigall.</p>
<p><strong>Ahmad Zahir</strong> ist und bleibt einer der beliebtesten und bekanntesten afghanischen Musiker. Nachdem er seine Schullaufbahn an dem Habibia-Gymnasium erfolgreich beendete, ging es in seiner musikalischen Laufbahn steil bergauf. Von 1967 an veröffentlichte er insgesamt 27 Alben. Neben seiner musikalischen Karriere widmete sich <em>Ahmed Zahir</em> auch der Politik. Er kritisierte die Regierungen in Afghanistan unter Daud und Taraki in seinen Liedern und begrüßte das Ende der Monarchie in Afghanistan.</p>
<h2>Der Tod des gesanglichenHelden Ahmed Zahir in Afghanistan</h2>
<p>Als <strong>Ahmed Zahir</strong> am 13. Juni 1979 im Alter von nur 33 Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückte, kamen Tausende zu seiner Bestattung. Seine Popularität war und ist auch außerhalb von Afghanistan so groß, dass sein Grab in den folgenden Jahren zur Wallfahrtsstätte geworden ist. Sein Grabmal – von den Taliban zerstört – wurde von Fans anlässlich seines 26. Todestages im Jahr 2005 wieder aufgebaut.</p>
<p>Ihm zu Ehren wurde an diesem Tage auf dem Kabuler Friedhof Shuada-i-Salihin, unter anderem in Anwesenheit des Kultusministers, eine Andacht gehalten; der krönende Abschluss bestand in einem Konzert, zu dem nicht nur eingefleischte Fans des musikalischen Helden in Afghanistan erschienen.</p>
<p>Bis heute hat <strong>Ahmad Zahir</strong> nichts von seiner Berühmtheit verloren. Noch immer begeistert er mit seiner Musik Generationen, hat <a title="Ahmed Zahir" href="http://www.ahmadzahir.com" target="_self">eine eigene Website</a>, Fanclubs – sogar ein Dokumentarfilm wurde über sein Leben gedreht. Der afghanische &#8220;Elvis&#8221; lebt noch immer. <strong>Denn wie der unverkennbare Gesang der Nachtigall bleibt auch die Musik von Ahmad Zahir weiter bestehen.</strong></p>
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		<title>Wie sieht es in den Städten in Afghanistan aus?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben. Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bilder aus dem Fernsehen, die uns eine bruchstückhafte Geschichte von Krieg, Gewalt und Elend skizzieren, projizieren ein nur allzu einseitiges Bild von Afghanistans auf unsere Mattscheiben.</strong> Wie aber sieht es wirklich aus, wenn Soldaten einfach mal aus dem Bild gehen oder der Kameramann nach links oder rechts schwenkt? Auch in den Städten von Afghanistan gibt sie, die Geschäfte, Cafés und das bunte Treiben.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Pqdi7g3eX60" /></object><br />
[Video "<a title="Video Studenten in Kabul" href="http://www.youtube.com/watch?v=Pqdi7g3eX60" target="_blank">Im Gespräch mit Studenten in Kabul</a>" (engl.) / Youtube]</p>
<p><strong>Shopping in Afghanistan?</strong> Ist das möglich? Diese Frage ist angesichts der Eindrücke, die von den Land am Hindukusch fast schon unweigerlich haben müssen, nur allzu berechtigt. Dabei vergessen wir, dass sich die Medien zumeist ausschließlich auf die Schattenseiten stürzen, die es in Afghanistan selbstverständlich nach wie vor gibt. Um jedoch ein vollständigeres, ja realistischeres Bild von dieser Schnittstelle von Zentralasien und Südasien zu zeichnen, muss verdeutlicht werden, dass viele Menschen ein vergleichsweise normales Leben führen oder es zumindest versuchen.</p>
<p>In Kabul beispielsweise leben rund 2,5 Millionen Menschen; sicherlich &#8211; die Arbeitslosigkeit in Afghanistan nimmt mit knapp 40 Prozent ein erschreckendes Ausmaß an. Doch die arbeitende Bevölkerung hat gerade in den größeren Städten, allen voran Kabul, mobil gemacht und bietet mit zahlreichen Geschäften für jeden Geschmack etwas an.</p>
<h3>Afghanistan und sein neu gewonnenes Selbstbewusstsein</h3>
<p>Viele der Frauen in Kabul haben nicht nur ihren Schleier gelüftet, sondern streben nach etwas mehr Luxus und Schönheit. Ein Schönheitssalon mitten in Kabul ist ihnen da gerade recht, um mit Make-up und lackierten Fingernägeln das neu gewonnene Bewusstsein zur Schau zu tragen.</p>
<p>Um passend gekleidet zu sein, finden sich mittlerweile sogar einige Boutiquen; viele der insbesondere jüngeren Menschen in Afghanistan unterscheiden sich daher oftmals nur marginal von dem Erscheinungsbild junger Menschen in Deutschland. Jeans, T-Shirts oder schnittige Anzügen &#8211; so schlendern die Jugendlichen über die Straßen von Kabul. Insgesamt ist es eine Mischung aus traditionellen Gewändern (insbesondere bei den Frauen) und moderner Kleidung.</p>
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		<title>Shoppen in Afghanistan: Das Kabul City Center</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Paris. Mailand, Berlin - wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Paris. Mailand, Berlin &#8211; wer an Shoppen denkt, dem fällt zumindest nicht sofort Afghanistan ein. </strong>Kein Wunder, schließlich haben sich die Negativ-Bilder von Krieg und Terror, sicher aber nicht von fröhlichen Shopping-Erlebnissen in unseren Köpfen eingebrannt. Es wird also Zeit, dass wir ein anderes, warum nicht auch innovatives Bild von Afghanistan kreieren.<strong> </strong></p>
<p>Die <strong>Metropole in Afghanistan</strong>, in der sich eine Shopping-Tour durchaus lohnt, ist natürlich Kabul. Schließlich wollen die 2.5 Millionen Einwohner, von denen immerhin rund 60 Prozent berufstätig sind, nach Feierabend etwas erleben. Auch wenn sich viele der Menschen in Afghanistan bei weitem nicht den Luxus leisten können, den wir in Deutschland gewohnt sind.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/kabul_afghanistan_familienausflug-ins-city-center_01.jpg" alt="Ein Familienausflug ins neue City-Center in Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten." /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Das Shooping-Erlebnis im City-Center Kabul ist nur wohlhabenden Afghanen vorbehalten.</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p>Aber gibt es in Kabul überhaupt so etwas wie eine Einkaufszone? Oh ja, und was für eine: Das <strong>Kabul City Center</strong> wurde im Jahr 2003, nach dem Krieg, gebaut und ist mittlerweile zum Symbol für die <strong>Zukunft in Afghanistan</strong>, mindestens aber von Kabul geworden.</p>
<h3>Luxus und Unabhängigkeit in Afghanistan</h3>
<p>Nicht nur die große Halle mit riesiger Rolltreppe zeugt von einem modernen, ja innovativen Flair. Während Cafés und Bars sämtlichen Standards spielend genügen und in Coffee Store-Manier alle Variationen des beliebten Heißgetränks zu bieten haben, können Fanartikel von Kinostars aus Bollywood und Hollywood erstanden werden. Mode ist selbstverständlich ein Thema, das auch und gerade im Kabul City Center eine wichtige Rolle spielt. </p>
<p>Kleidung, Kino und Kaffeekultur &#8211; die <strong>islamische Kultur </strong>vermischt sich immer mehr mit dem Westen &#8211; oftmals ist dieser Wandel natürlich nicht unproblematisch. Doch gerade für die wohlhabenden <strong>Frauen in Afghanistan</strong> ist das Kabul Shopping Center ein beliebter Zufluchtsort, der ihnen die Freiheit ermöglicht, die sie auf den Straßen in Afghanistan sonst (noch) nicht haben.</p>
<p><strong>Der neue Reichtum in Kabul spaltet die Stadt in arm und reich auf &#8211; die Entwicklung zu mehr finanzieller Unabhängigkeit wird jedoch irgendwann auch beim kleinen Mann landen. So wie der Islam diese Entwicklung (an)erkennen sollte, so muss auch der Westen begreifen, dass es sich lohnt, über diese neue Seite von Afghanistan zu berichten.</strong></p>
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		<title>Feiertage in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 08:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Deutsche wissen häufig gar nicht, welche Feiertage sie warum feiern. Die Erfolung von der Arbeit, vielleicht auch ein kleiner Kurzurlaub; das ist es, was für viele Bundesbürger zählt. Auch in Afghanistan werden einige Feiertage zelebriert. Aber welche sind es und warum werden sie gefeiert? Hier einige Antworten. Ashoura-Fest in Afghanistan hat wenig zu tun mit deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Deutsche wissen häufig gar nicht, welche Feiertage sie warum feiern.</strong> Die Erfolung von der Arbeit, vielleicht auch ein kleiner Kurzurlaub; das ist es, was für viele Bundesbürger zählt. Auch in <strong>Afghanistan</strong> werden einige Feiertage zelebriert. Aber welche sind es und warum werden sie gefeiert? Hier einige Antworten.</p>
<h3>Ashoura-Fest in Afghanistan hat wenig zu tun mit deutschen Festivitäten</h3>
<p>Den Anfang macht das so genannte <em>Ashoura-Fest</em>, zum Angedenken an Mohammeds Enkel Imam Hussein, der im Jahr 680 in der Schlacht bei Kerbela (Irak) fiel. Dienen Feiertage hierzulande zumeist der Entspannung, geht es an diesem Tag in Afghanistan, dem 7. Januar, deutlich härter zur Sache: Die Selbstgeißelung junger Männer ist fester Bestandteil eines Rituals der Ashoura-Feierlichkeiten.</p>
<p>Der <em>Geburtstag des Propheten Muhammad</em> schließlich wird am 9. März gefeiert. Hierbei handelt es sich um ein äußerst wichtiges Fest, das von Muslimen weltweit zelebriert wird. So feierten beispielsweise über 10.000 Muslime 2008 in der Wiener Stadthalle diesen Feiertag.</p>
<p>Anders als in Deutschland beginnt der <em>Jahreswechsel in Afghanistan </em>erst am 21. März. Begrüßt wird das neue Jahr jedoch ohne Feuerwerk, dennoch aber weitgehend ausgelassen &#8211; und gerne auch laut (wie etwa mit einem Hupkonzert).</p>
<h3>Ende des Fastenmonats Ramadan</h3>
<p>Neben weiteren Feiertagen wird Ende September schließlich das Ende von <a title="Ramadan in Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ramadan-in-afghanistan-ein-fest-der-besinnung/" target="_self">Ramadan</a>, dem Fastenmonat, gefeiert. Die Zeit des Fasten ist weltweit zentraler Bestandteil des muslimischen Galubens, und wird daher nicht nur in Afghanistan, sondern weltweit zelebriert.</p>
<p><em>Weitere <a title="Feiertage in Afghanistan" href="http://www.weltzeituhr.com/laender/feiertage/004_next.shtml" target="_blank">Feiertage in Afghanistan</a>&#8230;</em></p>
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		<title>Die Augen von Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf Steve McCurry gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Fotografie eines kleinen Mädchens aus Afghanistan, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ähnlich wie Malerei hat sich auch Fotografie längst als Kunstform etabliert, mit denen der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen von uns, ein Spiegel vor die Augen gehalten wird. Der amerikanische Fotograf <strong>Steve McCurry</strong> gehört zu diesen Künstlern, deren Arbeiten uns fesseln und zum Nachdenken anregen. Sein wohl bekanntestes Werk ist die <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">Fotografie eines jungen Mädchens</a> aus <strong>Afghanistan</strong>, dessen Augen den geneigten Betrachter in den Bann zieht.</p>
<h2>Ein Portrait auch von Afghanistan</h2>
<p>Das Portrait des Künstlers zeigt <a title="Mädchen in Afghanistan" href="http://fokussiert.com/2008/12/05/steve-mccurry-diese-leuchtenden-augen/" target="_blank">ein Mädchen in Afghanistan</a> &#8211; obwohl es in Lumpen eingehüllt ist, wirkt der purpurfarbene Stoff, ja die gesamte Erscheinung erhaben. Stolz und Erhabenheit sind jedoch auch hier nur die eine Seite der Medaille; die leuchtend grünen Augen des Mädchens, die den Betrachter förmlich zu durchbohren scheinen, zeugen auch von einer tiefen Trauer und einer Last, die das Kind kauf seinen schmalen Schultern zu tragen hat.</p>
<p>Sharbat Gula, so fand McCurry später den Namen <strong>des Mädchens aus Afghanistan</strong> heraus, befand sich damals, 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan. Der Künstler legt großen Wert darauf, dass auch an diesem Foto nichts gestellt oder inszeniert ist &#8211; es ist die Realität dieses Kindes, sich in Ansehung der Not und des damit verbundenen Elends dennoch seine Würde, oder vielleicht einfach nur Haltung zu bewahren.</p>
<h3>Ein Bild von einem Mädchen aus Afghanistan, das mehr als tausend Worte spricht</h3>
<p>Gleichzeitig spricht dieses Bild mehr als tausend Worte; die stechend leuchtenden Augen des Mädchens aus Afghanistan scheinen uns zu durchbohren, lassen uns aber eigentlich einen Blick in unser Innerstes werden.</p>
<p>Wir, die im Überfluss leben, können uns so vieles kaufen &#8211; wie sieht es aber in uns aus? Können wir noch in den Spiegel oder in die Augen des Mädchens auf dem Foto von <strong>Steve McCurry</strong> schauen, wenn wir nur für uns selbst sorgen und die Probleme anderer dabei aus den Augen verlieren?</p>
<p><strong>Das Foto von McCurry repräsentiert die zwei Seiten, die sich in den Menschen aus Afghanistan immer wieder zeigen. Zum einen ist es der Stolz, den die Menschen am Hindukusch zu Recht in sich tragen, zum anderen die Angst angesichts einer doch nach wie vor ungewissen Zukunft. Weitere Werke, die von McCurry im Laufe der Jahre entstanden sind, präsentiert der <a title="Steve McCurry" href="http://www.stevemccurry.com" target="_blank">US-amerikanische Fotojournalist</a> auf seiner Homepage</strong><strong>.</strong></p>
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