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	<title>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner &#187; Hilfsprojekte</title>
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	<description>Das andere Afghanistan &#124; Online-Magazin von ADRA zum Buch von Ursula Meissner</description>
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		<title>Neues Lächeln für Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei. In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Jahren wurde in den Boulevard-Magazinen der hiesigen Fernsehanstalten immer wieder darüber berichtet, wie Kinder  aus ärmeren Ländern in Deutschland operiert werden. Ganz bestimmt war auch Afghanistan das eine oder andere Mal dabei.</p>
<p>In letzter Zeit wurden diesen Themen jedoch kaum noch Beachtung geschenkt &#8211; weder Afghanistan, noch kranken Kindern aus benachteiligten Ländern. Dabei gibt es sich auch heute noch, die positiven, nennenswerten Taten &#8211; wie etwa jüngst an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).  In diesem Jahr (genauer gesagt am 19. Februar 2009) hat ein Ärzteteam <a title="Operation in Hannover" href="http://www.mh-hannover.de/46.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[pS]=1230764400&amp;tx_ttnews[pL]=31535999&amp;tx_ttnews[arc]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1089&amp;tx_ttnews[backPid]=50&amp;cHash=c8e2d06500" target="_blank">die achtjährige Karimah aus Afghanistan operiert</a>, die an einer  Lippen-Kiefer-Gaumenspalte litt.</p>
<p>Mit Erfolg: Der kleinen Karimah aus Afghanistan wurde durch die Operation in Hannover buchstäblich ein neues Lächeln geschenkt. 10.000 Euro war es allen Beteiligten wert, um dem Mädchen ein normales Leben zu ermöglichen.</p>
<h3><strong>Kinder aus Afghanistan in Hannover</strong></h3>
<p>Die achtjährige Karimah war jedoch nicht das einzige Kind aus Afghanistan, das an der Medizinischen Hochschule Hannover  ärztlich behandelt wurde. Noch immer ist die medizinische Versorgung in dem Land am Hindukusch bei Weitem nicht an den Standard angepasst, den wir in Wohlstandsländern wie Deutschland gewohnt  sind. Nicht nur die Geräte fehlen, auch Medikamente und ausgebildetes Personal sind vielerorts Mangelware.</p>
<p>Der Aufenthalt der Kinder aus Afghanistan in Deutschland wäre sicherlich eine Meldung wert gewesen &#8211; angeblich leiden die Medien doch ohnehin dieser Tage unter dem Sommerloch, und damit an Nachrichtenmangel. Leider dringen solch positive Ergebnisse, wie es zu Beginn des Jahres an der Medizinischen Hochschule Hannover wurde, nicht bis an die breite Öffentlichkeit hervor. Der kleinen Karimah jedoch kann das natürlich egal sein &#8211; sie hat ihr Lächeln zurück gewonnen und kann hoffentlich ein unbeschwertes Leben in Afghanistan führen.</p>
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		<title>Afghanische Frauen erfahren grenzübergreifende Hilfe</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 06:00:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt Menschen dazu, anderen, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden, aktiv zu helfen? In der Regel sind es einschneidende persönliche Erfahrungen. Auch Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher haben diese Erfahrungen gemacht. Während ihres Studiums in Kanada kamen die jungen Frauen mit den strengen Gesetzen und der Unterdrückung afghanischer Frauen in Berührung &#8211; und beschlossen, etwas dagegen zu tun.</p>
<p>Um die Lage der Frauen in Afghanistan besser verstehen zu können, wandten sie sich an die kanadische Schriftstellerin Deborah Ellis. Diese hatte sich bereits <a title="Flüchtlinge Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/ansiedlungsprogramm-von-fluechtlingen-in-bariquab/" target="_self">in verschiedenen Flüchtlingscamps</a> ein Bild von der Situation machen können, in der afghanische Frauen leben. Beeindruckt von ihren Schilderungen gründeten Janice Eisenhauer und Carolyn Reicher die Organisation &#8220;<a title="Canadian Women for Women in Afghanistan" href="http://www.cw4wafghan.ca" target="_blank">Canadian Women for Women in Afghanistan</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Bildung = Frieden: Eine Rechnung, die jedes Schulkind versteht </strong></p>
<p>Die Organisation hat sich dem Ziel verschrieben, die Rechte der Frauen in Afghanistan zu sichern und Frauen und Kinder zu fördern. Dies bezieht sich besonders auf die Sicherung einer schulischen Ausbildung, durch die den Aufbau der Schule, der Übernahme von Lehrergehältern oder beispielsweise durch die Errichtung von Bibliotheken. Fast ein Dutzend Projekte betreut CW4WAfghan zur Zeit &#8211; ein Ende des Engagements ist nicht in Sicht.</p>
<p>Und weil die Rechnung „Bildung = Frieden&#8221; eigentlich ganz einfach ist, unterstützt die Organisation zudem die Initiative &#8220;<a title="Little Women" href="http://www.littlewomenforlittlewomen.com" target="_blank">Little Women for Little Women in Afghanistan</a>&#8220;, die die Bildung junger Mädchen in Afghanistan fördert. Was persönliches Engagement also alles bewirken kann, das zeigt sich am Beispiel der beiden kanadischen Frauen, die die Situation afghanischer Frauen nicht mehr tatenlos mit ansehen wollten, sondern selbst aktiv geworden sind &#8211; und uns vor Augen führen, dass menschliche Hilfe nicht an der eigenen Türschwelle oder einer Ländergrenze endet.</p>
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		<title>Teufelskreis Analphabetismus in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mama, liest du mir etwas vor?&#8221; &#8211; &#8220;Papa, was heißt das, was da steht?&#8221; Kinder haben viele Fragen, sei es nach einer Gute-Nacht-Geschichte oder nach der Aufschrift des großen Plakates an der Straße. Doch wenn sowohl Mutter als auch Vater nicht auf die Fragen und Bitten des Kindes reagieren können, ist das nicht immer Zeichen mangelnden Wissens. Es kann auch ein Zeichen von Analphabetismus sein.</p>
<h3><strong>Aktionswochen fordern zum &#8220;Großen Lesen&#8221; auf</strong></h3>
<p>Ein Problem, das in den Industrienationen wie beispielsweise Deutschland, keines ist &#8211; in Staaten wie Afghanistan aber für einen Teufelskreis sorgt, aus dem es ohne entsprechende Bildung kein Entkommen gibt. Die Globale Bildungskampagne veranstaltet daher in diesen Wochen wiederholt Aktionswochen zum &#8220;Großen Lesen&#8221; und macht auf das Recht eines jeden Menschen <a title="Bildungskampagne gegen Analphabetismus" href="http://www.bildungskampagne.org/Aktionen_2009.htm" target="_blank">auf freie Bildung aufmerksam</a>.</p>
<p>Dass das Projekt weltweiten Anklang findet, zeigt sich auch im vom <strong>Analphabetismus</strong> besonders betroffenen Afghanistan: Hier nehmen rund 100 Schulen an einem <a title="Lese- und Schreibwettbewerb" href="http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/kultur/art617,543482" target="_blank">Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktion teil</a>. Fast drei Viertel der afghanischen Bevölkerung können weder lesen noch schreiben &#8211; unabhänging vom Alter. Dass besonders Mädchen und Frauen keine schulische Ausbildung erfahren haben, überrascht schon nicht mehr.</p>
<h3><strong>Das Recht auf Bildung hat jeder Mensch &#8211; aber nicht jeder kann oder will es nutzen</strong></h3>
<p>Umso erstaunlicher mutet der Bericht einer Frau an, die es geschafft hat, dem Teufelskreis zu entfliehen: Shirin ist 28 und leitet eine kleine Schule in Afghanistan. Sie setzt sich dafür ein, dass auch andere Mädchen und Frauen zur Schule gehen können und bewegt Familien mit zum Teil großer Überzeugungsarbeit dazu, <a title="Recht auf Bildung braucht Überzeugungsarbeit" href="http://www.bildungskampagne.org/documents/UMAktion2009_Das_grosse_Lesen_Webformat.pdf" target="_blank">ihre Töchter zur Schule zu schicken</a>. Auch ihr Einsatz trägt dazu bei, dass ein Schritt aus dem Strudel des Analphabetismus heraus getan werden kann &#8211; und sei er noch so klein.</p>
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		<title>Erdbeben in Afghanistan: Was kann man tun?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 06:00:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Truppen für Afghanistan&#8221; &#8211; kaum eine Aussage ist häufiger zu vernehmen, wenn es um den Wiederaufbau in Land am Hindukusch geht. Was aber tut die internationale Gemeinschaft, um das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig zu verbessern? Um sich dieser Frage zu stellen, muss Sicherheit selbstverständlich ins Zentrum gestellt werden. Dennoch sind auch anderen Faktoren entscheidend, die nicht übersehen werden dürfen.  </p>
<p>So macht etwa die Natur dem Wiederaufbau immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Während die Bevölkerung unter den extremen Temperaturschwankungen leidet (insbesondere unter der Kälte im Winter), führen Naturkatastrophen immer wieder zu zerstörten Häusern, und leider auch Toten. Wie jüngst bei einem Erdbeben in Afghanistan, dem offenbar <a title="Erdbeben in Afghanistan" href="http://www.die-newsblogger.de/erdbeben-afghanistan-zahl-der-todesopfer-steigt-auf-40-714832" target="_blank">40 Menschen zum Opfer fielen</a>.</p>
<h3><strong>Erdbebenprävention in Afghanistan</strong></h3>
<p>Hier stellt sich zum einen die Frage, inwieweit die Zahl der Opfer durch erhöhte Bedingungen an die Statik der Häuser (insbesondere bei Neubauten) niedrig gehalten werden kann, aber auch, was eine geeignete <a title="Erdbebenprävention in Afghanistan" href="http://www.iep-ev.de/projekte-afghanistan.html" target="_blank">Erdbebenprävention in Afghanistan</a> leisten kann.</p>
<p>Unter einer <strong>Erdbebenprävention</strong> ist selbstverständlich nicht zu verstehen, dass das Erdbeben verhindert wird. Frühwarnsysteme, wie sie etwa im Haus der Welthungerhilfe in Afghanistan eingesetzt werden, könnten auch die Bevölkerung rechtzeitig warnen. Auf diese Weise ließen sich Privathäuser und öffentliche Einrichtungen rechtzeitig evakuieren, um so die Auswirkungen von Erdbeben in Afghanistan wenigstens für Leib und Leben so gering wie nur möglich zu halten.</p>
<p>Die Zahl der Opfer bei einem Erdbeben in Afghanistan lässt sich auf diese Weise also sicherlich minimieren, auch wenn bei einem solchen Naturereignis leider immer wieder Tote (auch in höherer Zahl) zu erwarten sind. Für jeden Menschen, der durch ein solches Erdbebenvorwarnsystem gerettet wird, hat sich die Maßnahme jedoch gelohnt.</p>
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		<title>Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 06:00:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" besonders wichtig. Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Entwicklungshilfe für Afghanistan ist die &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221; besonders wichtig.</strong> Insbesondere für die Frauen im Land am Hindukusch ist es eine über weite Strecken unbekannte Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen. Mit der Herstellung von Textilien können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten, sowohl für das eigene Land, als auch für sich und den eigenen Geldbeutel.</p>
<p>Wir haben an dieser Stelle bereits über die Frauen in Afghanistan geschrieben, die im Rahmen des <a title="Deckenprojekt von ADRA Deutschland" href="http://afghanistan.adra.de/deckmantel-afghanistan-projekt-gegen-kaelte-und-armut/" target="_self">Deckenprojektes von ADRA</a> für Hilfsbedürftige im eigenen Land Decken anfertigen. Ein etwas anderes Konzept verbirgt sich hinter dem <a title="AZANA-Projekt" href="http://www.azana.net" target="_blank">AZANA-Projekt</a>. Ziel ist es, die Arbeiten der Frauen in Afghanistan für den europäischen Markt zu nutzen und in Geschäften, z.B. Boutiquen, zum Verkauf anzubieten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/04/textilien-aus-afghanistan_lead.jpg" alt="Textilien aus Afghanistan sorgen für Aufschwung" width="605" height="200" /></p>
<p>Immerhin entstehen Seidenschals aus Handarbeit, die als echte Unikate von hoher Qualität gelten. Um diese tatsächlich für sämtliche Erzeugnisse gewährleisten zu können, werden in Afghanistan Schulungen durchgeführt, um die Frauen vor allem in der Seidenweberei auszubilden.</p>
<h3>Handgewebte Seidenschals aus Afghanistan im eigenen Ladenlokal</h3>
<p>Um die Textilen im eigenen Geschäft anzubieten, kann man einfach über die Website von AZANA mit den Verantwortlichen in Kontakt treten. Das Angebot macht soweit einen seriösen Eindruck. Interessant wäre es jedoch sicherlich, wenn  &#8211; neben die aussagekräftigen Fotos &#8211; weitere Einblicke in das Projekt ermöglicht werden. Zudem fehlt bislang eine Zertifizierung von offizieller Seite; dies würde die Seriosität des Projektes untermauern.</p>
<p>Von der Idee her ist das AZANA-Projekt in jedem Falle wert, nachgeahmt zu werden. Afghanistan ist ein Land, das auf dem Weltmarkt eine größere Rolle spielen muss. <strong>Was mit den Frauen in Afghanistan im Kleinen beginnt, kann für die Zukunft des Landes sicherlich weitere Früchte tragen und sich so zu einem kleinen Wirtschaftswunder ausweiten &#8211; mindestens aus persönlicher Sicht der Frauen in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Computerkurse mit MS Office für Frauen in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 07:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus- und Weiterbildung hat in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. </strong>Zu den Maßnahmen zählen in aller Regel auch Computerkurse, in denen Frauen auf das Berufsleben in einem Büro vorbereitet werden. MS Office, d.h. Word, Excel und weitere Programme werden hier eingesetzt und von den Teilnehmerinnen erlernt. Ebenso, wie in Deutschland, finden solche Computerkurse auch in Afghanistan statt.</p>
<p>Bildung ist nach dem Taliban-Regime wieder zu einem Gut geworden, das den Menschen in Afghanistan wieder zugänglich ist. Immer mehr Männer und auch Frauen möchten sich mit der eigenen Situation und den Verhältnissen in ihrem Land nicht mehr abfinden. Die Ziele sind hoch gesteckt; die ersten Schritte fallen freilich noch klein aus und müssen doch gegangen werden.</p>
<p>In der Universität von Kabul <a title="Computerkurse für Frauen in Afghanistan" href="http://www2.gtz.de/dokumente/akz/deu/AKZ_2003_3/Afgh_Frauen.pdf" target="_blank">finden die Computerkurse für Frauen statt</a>. Ziel ist es, den Umgang mit MS Office zu erlernen. Gelehrt werden hier Word, Excel, aber auch AutoCad, ein System zur Erstellung von technischen Zeichnungen. Letzteres wird von Ingenieuren und Architekten eingesetzt. Keine Frage, in Afghanistan gibt es vieles, was noch aufgebaut oder erst noch entworfen werden muss.</p>
<h2>Frauen in Afghanistan fürs Berufsleben fit machen</h2>
<p>Fit fürs Berufsleben &#8211; so lautet das ehrgeizige Ziel. Doch die Frauen in Afghanistan sind stets hoch motiviert und möchten ihre Ziele unbedingt erreichen. Es geht nicht nur um die Partizipation an der Wirtschaft, um das eigens verdiente Geld, sondern auch und gerade um das Recht und die Freiheit, sich zu entfalten.</p>
<p>Strukturhilfe für Afghanistan bedeutet für die Frauen in Afghanistan Hilfe zur Selbsthilfe. Es zeigt sich, dass die Menschen im Land am Hindukusch für Veränderungen bereit sind, ja geradezu darauf drängen. <strong>Das Erlernen von gängigen Windows-Anwendungen ist daher ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit.</strong></p>
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		<title>Der Frauenpark in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 07:00:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Frauen in Afghanistan ist es noch ein weiter Weg hin zur Unabhängigkeit. Die ersten Schritte sind freilich gegangen; dennoch ist es nach wie vor schwierig, sich frei und ungezwungen in der Öffentlichkeit zu bewegen. Im traditionellen Frauenpark in Kabul haben sie dazu die Möglichkeit, sich untereinander so auszutauschen, wie es in einigen Jahren hoffentlich auch in aller Öffentlichkeit möglich sein wird.</p>
<p>Hier dürfen sie sich unverschleiert zeigen, sich weiterbilden und gemeinsam die Freizeit verbringen. Hierzu wurden Unterrichtsräume bereitgestellt sowie ein kleiner Teeladen. Fließend Wasser war zuvor nicht vorhanden und musste daher eigens für die Frauen in Afghanistan gelegt werden.</p>
<h2>Der Frauenpark ist eine wichtige Begegnungsstätte in Afghanistan</h2>
<p>Doch damit nicht genug: Bildung und Entwicklung bedarf auch des Einsatzes moderner Technologien. Aus diesem Grunde wurde im Frauenpark in Afghanistan ein Rechenzentrum eingerichtet. Die Begegnungstätte in Kabul ist somit ein Hort der Freiheit, der Bildung, aber auch der Entwicklung. In all diesen Bereichen sind die Frauen in Afghanistan während des Taliban-Regimes und auch noch danach zu kurz gekommen.</p>
<p>Doch auch wenn der <a title="Frauenpark in Kabul Afghanistan" href="http://www.thw.bund.de/nn_1047806/DE/content/meldungen/thw__international/projektgebiete/Afghanistan/Dokumente/meldung__009__projekt__afghanistan.html" target="_blank">Frauenpark in Afghanistan</a> ein wichtiger Platz für die Frauen ist, so bleibt er doch nur eine Oase der Freiheit. Ziel ist es, die Frauen von solchen Zentren aus zu stärken, um so ihre Unabhängigkeit und Eigenständigkeit im ganzen Land zu verbreiten. Gerade der Frauenpark in Kabul hat hier eine herausragende Bedeutung, ähnlich wie die Universität der Hauptstadt Afghanistans.</p>
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		<title>Skaten in Afghanistan &#8211; die Bretter, die die Welt bedeuten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 07:00:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. Eigentlich hat Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entwicklungshilfe mal anders: Skateistan lädt zum friedlichen Miteinander ein. <span style="font-weight: normal;">Eig</span><span style="font-weight: normal;">entlich hat der Travis Beard nur das getan, was er sonst auch tut: Skateboard fahren. Seit seinem sechsten Lebensjahr steht der Australier auf den Bretter, die für ihn die Welt bedeuten. Und seit vielen Jahren reist er mit zwei Freunden um den Globus, sein Skateboard immer mit dabei. Doch dieses Mal war irgendwas anders. Travis und seine Freunde fuhren durch Afghanistans Hauptstadt Kabul, als sie von den afghanischen Jungen angesprochen wurden mit der Bitte, sie zu unterrichten<strong>.</strong></span></strong></p>
<h3><strong>Verständnis und Respekt &#8211; was sich wie ein Märchen anhört, soll jetzt in Kabul Wirklichkeit werden</strong></h3>
<p>Seit dem ist der mittlerweile 34 Jährige sesshaft geworden in Afghanistan. Er hat die Bitte der Jungen nicht abgelehnt, sondern ihnen sein Board geliehen und ihnen das skaten beigebracht. Was afghanische Jugendliche bisher höchstens aus dem Fernsehen kannten, wurde auf Kabuls Straßen  Realität: Mittlerweile kommen fast drei Dutzend Kinder regelmäßig zu Travis&#8217; Unterrichtsstunden. Aus dem Weltenbummler ist ein Lehrer geworden. Gemeinsam mit seinen Freunden hat er <a title="Skateistan" href="http://skateistan.org">„Skateistan&#8221;</a> erschaffen &#8211; eine Art Entwicklungseinrichtung für afghanische Jugendliche.</p>
<p>In Skateistan ist jeder willkommen, egal welche Hautfarbe er hat, welchen ethnischen Hintergrund und welches Geschlecht. Dass mittlerweile die Hälfte aller Teilnehmer Mädchen und junge Frauen sind, freut Travis besonders. Da der Sport in Afghanistan vollkommen unbekannt ist und keine geschlechtsspezifischen Stereotype vorhanden sind, kann Skateboarden durchaus auch ein Frauensport sein. Die Jugendlichen, egal ob Mädchen oder Jungen, sollen kulturübergreifende Kontakte knüpfen, Verständnis und Respekt spielerisch erlernen und eine Plattform zum Austausch und einen gewaltfreien Umgang miteinander haben. Symbolisch dafür zerbricht ein Skater auf dem Logo von Skateistan <a title="Logo Skateistan" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/623/314522/text/">mit seinem Board ein Maschinengewehr.</a></p>
<h3><strong>Australier geben afghanischen Jugendlichen Skateunterricht und überwinden damit kulturelle Grenzen</strong></h3>
<p>Natürlich könnten die Jugendlichen Übungsstunden bei Travis Beard und seinen Freunden nicht bezahlen. Die Australier leihen den Schülern deshalb ihre Skateboards und Ausrüstungen während dieser Zeit aus. Trotzdem haben sie sich große Ziele gesetzt: Sie wollen die Möglichkeit, zu skaten, im ganzen Land schaffen und den Jugendlichen andere Anreize für ihre Zukunft geben als Krieg und Waffengewalt. Viele Kinder und Jugendliche müssten sonst hart arbeiten oder betteln, um ihre Familie mit zu ernähren &#8211; ihre verlorene Kindheit nachzuholen ist ein weiteres Ziel von Skateistan. Den Anfang soll ein großer <a title="Indoor-Skatepark" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,563856,00.html">Indoor-Skatepark</a> in Kabul machen.</p>
<p>Um ihre ehrgeizigen Ziele zu verwirklichen, sind Travis und seine Freunde allerdings noch auf Hilfe von Außen angewiesen. So bitten sie beispielsweise Skater in anderen Ländern um deren gebrauchte Ausrüstung. Obwohl es für sie schwierig ist, finanzielle Unterstützung der Regierungen zu bekommen &#8211; ihr Entwicklungsprojekt entspricht schließlich nicht der gängigen Vorstellung von Auslandshilfe &#8211; haben die Australier schon einen großen Partner für ihr Ziel gewinnen können: die DHL will die gesammelte Ausrüstung kostenfrei nach Afghanistan schiffen.</p>
<h3><strong>Auch „Titus&#8221; unterstützt das Projekt Skateistan mit einer Sammelaktion</strong></h3>
<p>Der Aufruf zeigt Wirkung: Titus Dittmann, Gründer des weltgrößten Herstellers für Skaterbekleidung, ist „elektrisiert&#8221; von Skateistan und beteiligt sich aktiv an der <a title="Titus sammelt für Skateistan" href="http://www.titus.de/screen.phtml?screen=ne_showentry&amp;ForumID=330&amp;MainPostingID=7957171">Umsetzung des ehrgeizigen Projektes</a>. Im Skatepark in Münster sammelten er und seine zahlreichen Schützlinge alles, was den Jugendlichen in Afghanistan zu Gute kommen kann. Über 150 Boards und kistenweise Material und Ausrüstung kamen so zusammen. Die insgesamt zwei Tonnen Material gingen bereits im Januar <a title="Reportage Skateistan" href="http://www.n24.de/news/newsitem_4871346.html">unter der persönlichen Begleitung von Titus und dem Sender n24 nach Kabul</a>. <strong>Ein Hoffnungsschimmer für die Jugendlichen in Kabul und den Rest des Landes &#8211; denn sie sind Afghanistans Zukunft.</strong></p>
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		<title>Warum der Fußball in Afghanistan Berge versetzen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf. Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz&#8221;, singen die Fans deutscher Fußballclubs oder der Nationalelf.</strong> Für die Anhänger bedeutet der Sport mehr als das bloße Spiel von 22 Menschen und einem Ball. Es ist eine Ablenkung vom Alltag, eine ganz andere Welt mit eigenen Regeln. Nur zu gern würden sich auch viele Afghanen wieder von den Emotionen eines Fußballspiels mitreißen lassen. Für sie ist es aber häufig ein Spiel mit der Angst.</p>
<h3>Afghanistans populärste Sportart befindet sich auf dem Wege der Besserung</h3>
<p>Als Vorsichtsmaßnahme werden fast alle Heimspiele der afghanischen Nationalmannschaft im Ausland ausgetragen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, denn die Angst vor einer Granate im Publikum ist zu groß. Eine Ausnahme gab es 2003. Dort fand in Kabul das Rückspiel in der WM-Qualifikation gegen Turkmenistan statt. Dass das Spiel erwartungsgemäß verloren ging, war damals nicht so wichtig. Viel wichtiger war, dass der afghanische Fußball seitdem kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Nachdem das kommunistische Regime und die Taliban eine Entwicklung des Sports 18 Jahre lang verhinderten, konnte sich im Land endlich wieder ein <a title="Fußball Afghanistan" href="http://www.welt.de/sport/article1505333/Fussball_in_Afghanistan_Doppelpass_mit_der_Angst.html" target="_blank">Bewusstsein für den Fußball entwickeln</a>. </p>
<h3>Der erste Sieg einer afghanischen Nationalmannschaft gelang im Jahr 2003</h3>
<p>&#8220;Schuld&#8221; daran war auch Deutschland. Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden zahlreiche Förderprojekte ins Leben gerufen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beteiligten sich unter anderem <a title="Fußball Afghanistan Projekt" href="http://www.fussball24.de/fussball/4/57/58/71550-deutsche-aufbauarbeit-in-afghanistan-endet" target="_blank">an einem sechsjährigen Projekt</a>. Geleitet wurde dieses von den Deutschen Holger Obermann, Klaus Stärk und dem ehemaligen afghanischen Nationalspieler Ali Askar Laki, dem &#8220;Beckenbauer&#8221; Afghanistans.</p>
<p>Die Entwicklungshelfer haben unter schwierigen Umständen viel erreicht. Besonders im <a title="Frauenfußball Afghanistan" href="http://afghanistan.adra.de/frauenfussball-aus-afghanistan-schreibt-in-pakistan-geschichte/" target="_self">Frauenfußball in Afghanistan</a> ist dies zu erkennen. Acht Mädchen spielten vor ihrem Einsatz Fußball, mittlerweile sind es 6 000. Sogar die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz kam für einen Lehrgang vorbei. Trotzdem sehen sie ihren Einsatz erst als einen Anfang. Ob die jahrelange Arbeit Früchte trägt, wird sich allerdings erst herausstellen, wenn der afghanische Fußball auf seinen eigenen Beinen stehen muss.</p>
<h3>Förderprojekte helfen, aber den letzten Schritt muss das Land selbst gehen</h3>
<p>Denn, und das bedauert Askar Laki, gerade die Regierung begreift die Kraft, die der Sport entwickeln kann, nicht. <strong>Die Bedeutung des Fußballs, durch den Lakis Jugendspieler neuen Lebensmut entwickeln in Zeiten von allgegenwärtiger Angst um das eigene Leben, muss sich erst noch einen Weg zurück in die Köpfe und besonders in die Herzen der afghanischen Bevölkerung bahnen.</strong></p>
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		<title>Video über Melmapalena &#8211; kein Slogan, sondern ein Signal für Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/video-ueber-melmapalena-kein-slogan-sondern-ein-signal-fuer-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt. Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;Melmapalena&#8221; ein (ADRA berichtete). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen. Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 13. Dezember 2008 fand im Orient Palace in Frankfurt am Main eine so noch nie dagewesene Veranstaltung statt.</strong> Boris Barschow und Khalid Dayani luden zu &#8220;<a title="Melmapalena" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=1777" target="_blank">Melmapalena</a>&#8221; ein (<a title="Melmapalena im Afghanistan-Magazin" href="http://afghanistan.adra.de/afghanistan-sagt-danke-kultur-gastfreundlichkeit/" target="_self">ADRA berichtete</a>). Melmapalena bedeutet &#8220;Gastfreundschaft&#8221; und ist ein Dankeschön Afghanistans an alle Helfer, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen.</p>
<p>Über 200 Besucher verschiedenster Nationen folgten der Einladung. Viele von ihnen waren bereits selbst in Afghanistan und haben das Land und seine Bewohner kennengelernt. Sie wollten <strong>das andere Afghanistan</strong> hautnah erleben. Bei landesüblichen Speisen und Getränken, Verkaufsständen und vielen interessanten Gesprächen konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Projekte angeregt werden.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/K-6-B1O_V5E" /></object></p>
<h3>Afghanische Gastfreundschaft hautnah erleben</h3>
<p>Gastgeber Boris Barschow war selbst für 7 Monate in Afghanistan. Für ihn war es wichtig, mit der Veranstaltung grundlegende Werte wie den Austausch oder gegenseitigen Respekt zu vermitteln. Denn diese, so findet er, würden vieles in der Welt einfacher machen. Khalid Dayani, Besitzer von Golden Palace, floh mit 15 Jahren aus Afghanistan. Er möchte den Besuchern sein Heimatland mitsamt seiner Gastfreundschaft näher bringen, um Verständnis und Zusammenarbeit zu fördern und „Brücken bauen&#8221; zu können.</p>
<p>Brücken können nun schon mit den Einnahmen gebaut werden. Über 1000 Euro fließen direkt in Projekte, die den Wiederaufbau in Afghanistan unterstützen, beispielsweise in ein Kinderkrankenhaus in Paymonar. Melmapalena war ein voller Erfolg für alle Beteiligten. <strong>Es war ein Zeichen für den menschlichen Zusammenhalt über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Ein Zeichen, wie es die Welt in diesen schwierigen Zeiten braucht.</strong></p>
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		<title>Deckmantel Afghanistan – Projekt gegen Kälte und Armut</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt. Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer - das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Januar. Auch in Deutschland ist es bitterkalt und die Straßen sind mit einer weißen Pracht bedeckt.</strong> Neben dem Ärger, der bei vielen Bundesbürgen aus verkehrstechnischer Sicht obsiegt, können wir es uns leisten, auch die Schönheiten dieser Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Den Menschen in Afghanistan fällt dies angesichts der dort herrschenden Bedingungen häufig deutlich schwerer &#8211; das Deckenprojekt von ADRA soll Abhilfe verschaffen.</p>
<h3>Hilfsprojekt gegen die Kälte in Afghanistan</h3>
<p><img class="size-full wp-image-397" title="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Deckenprojekt von ADRA für Menschen in Afghanistan" width="605" height="200" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Decken werden an Flüchtlinge und Hilfsbedürftige verteilt</span><span class="ImageTextC">© Fritz Neuberg</span></div></p>
<p>Die Idee hinter diesem Projekt, das von ADRA Deutschland für Afghanistan ins Leben gerufen wurde, ist denkbar einfach: Hilfe ist besonders dann wirkungsvoll, wenn sie als Selbsthilfe begriffen werden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert es auch hier; gerade in dieser kalten Jahreszeit dürfen sich Flüchtlinge und Vertriebene in ganz Afghanistan über die Arbeit vieler Frauen in Kabul freuen. Ihr Anteil an diesem Projekt macht in der Tat den Löwenanteil aus &#8211; schließlich nähen diese Damen, was das Zeug hält.</p>
<h3>Das ADRA Deckenprojekt &#8211; Decken für Afghanistan</h3>
<p>Die Steppdecken, die aus dieser Arbeit hervorgehen, werden nicht etwa in andere Länder exportiert, um dort als Billigware verscherbelt zu werden; vielmehr dienen sie dem Zweck, Hilfsbedürftigen zugute zu kommen, um ihnen so den harten Winter zu erleichtern.</p>
<div class="mceTemp">
<div class="mceTemp"><img class="size-full wp-image-398" title="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2009/01/decken_afghanistan01.jpg" alt="Frauen in Kabul nähen Decken für Afghanistan" width="605" height="250" /></div>
<div class="mceTemp"><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Decken werden von Frauen in Kabul genäht</span><span class="ImageTextC">© Erich Lischek</span></div></div>
</div>
<p>Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen &#8211; das Konzept von ADRA, das hinter dem Deckenprojekt geht, scheint aufzugehen. Weit über 40.000 Decken wurden auf diese Weise bereits an den Mann, die Frau und viele hilfsbedürftige Kinder gebracht. Gleichzeitig bietet die Hilfsorganisation den Frauen aus Kabul so die Möglichkeit, zu arbeiten und sich so etwas Geld hinzu verdienen zu können.</p>
<p>Auch im Jahre 2009 wird das Deckenprojekt in Afghanistan fortgeführt. Um diesen guten Weg, den Weg zur Selbsthilfe, auch Zukunft weitergehen zu können, freut sich die Hilfsorganisation ADRA natürlich immer über <a title="Spenden für ADRA" href="http://www.adra.de/spenden.html" target="_blank">Spenden</a>. <strong>Wir freuen uns auf eine weiterhin angenehme Arbeit, um zusammen mit den Menschen in Afghanistan auch im neuen Jahr viel zu erreichen.</strong></p>
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		<title>Afghanistan sagt Danke &#8211; ein Abend voller Kultur und Gastfreundlichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 09:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Zusammenrücken der Kulturen fördert das Verständnis und den gegenseitigen Respekt – der Abend „Melmapalena“ am 13. Dezember 20008 zeigt Ihnen ein anderes, kultur- und geistvolles Afghanistan, das Ihnen mit Gastfreundlichkeit begegnet.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img title="afghanistan-sagt-danke_menepalema_teaser" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/12/afghanistan-sagt-danke_menepalema_teaser.jpg" alt="" width="605" height="250" /></strong></p>
<p><strong>Die Zukunft von Afghanistan hängt auch und insbesondere vom Denken und Fühlen jenseits von politischen Lösungsansätzen ab.</strong> Wiederaufbau und militärisches Engagement sind nicht der einzige Schlüssel zu einer besseren Zukunft der Menschen am Hindukusch. Ein Zusammenrücken der Kulturen fördert das Verständnis und den gegenseitigen Respekt – der Abend „Melmapalena“ zeigt Ihnen ein anderes, kultur- und geistvolles Afghanistan, das Ihnen mit Gastfreundlichkeit begegnet.</p>
<p><strong>Innere Werte als dritter Weg – dies soll das Motto der Veranstaltung „Melmapalena“ am 13. Dezember 2008 sein. Der </strong><a title="Orientpalace" href="http://www.orientpalace.de" target="_blank"><strong>Orientpalace</strong></a><strong> in Frankfurt lädt ein: Ab 17 Uhr in der Vilbeler Landstraße 36. Der Eintritt ist frei.</strong></p>
<p>&#8220;Genießen Sie afghanische Gastfreundlichkeit mitten in Deutschland, die dazu beitragen soll, dass die Menschen in Afghanistan nicht vergessen werden. Gemeinsam sind wir stark, damit aus Hoffnung eine bessere Zukunft wird. Wir laden Sie zu einem Abend ein, an dem sich beide Kulturen in einem Dialog begegnen.&#8221; So beschreiben es die Veranstalter (<em>Weitere Infos </em><a title="Afghanistan Weblog" href="http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=544" target="_blank"><em>hier</em></a><em> und </em><a title="Afghanistan " href="http://soldatenglueck.de/2008/11/28/1574/melmapalena-afghanistan-sagt-danke-seien-sie-unsere-gaeste/" target="_blank"><em>hier</em></a>).</p>
<p><strong>Melmapalena:</strong> auf Deutsch einfach Gastfreundlichkeit. Lassen Sie sich überraschen und verzaubern. Neben einem attraktiven Bazar sowie traditioneller Live-Musik erwartet Sie eine Kunstausstellung, auf der Künstler aus Afghanistan Ihre Werke präsentieren. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: Entdecken  Sie die Spezialitäten aus Afghanistan an unserem reichhaltigen Buffet. </p>
<p><img title="afghanistan-sagt-danke_menepalema_02" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/12/afghanistan-sagt-danke_menepalema_02.jpg" alt="" width="605" height="250" /></p>
<p><strong>Melmapalena </strong>– erleben Sie die afghanische Gastfreundlichkeit in Frankfurt als Dank an all diejenigen, die in Afghanistan helfen. Sei es als ziviler Aufbauhelfer, oder ganz einfach als Freund des Landes. Dieser Abend soll ‚Begegnung‘ schaffen. Seien Sie dabei und mittendrin im Austausch der Kulturen.</p>
<p><strong>Denn: „Aufmerksamkeit schenken“ ist der Schlüssel für ein gegenseitiges Verständnis und ein Miteinander, damit Afghanistan in eine hoffnungsvolle Zukunft schauen kann. Seien Sie dabei, einen weiteren Grundstein für eine Brücke zu legen, die beide Kulturen nachhaltig verbindet.</strong></p>
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		<title>Angelina Jolie – Veränderungen für Afghanistan</title>
		<link>http://afghanistan.adra.de/angelina-jolie-veraenderungen-fuer-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 08:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen. Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei Angelina Jolie, die im Oktober als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder nutzen öffentliche Personen ihren Status, um auf Missstände rund um den Globus hinzuweisen.</strong> Das derzeit berühmteste Beispiel ist sicherlich Bono Vox, der charismatische Sänger der irischen Rockband U2. Doch nicht selten werden auch kritische Stimmen laut, die eine deutliche Profilierungssucht hinter dem Engagement vermuten. So auch bei <strong>Angelina Jolie</strong>, die im Oktober als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR  nach Afghanistan reiste.</p>
<h2>Angelina Jolie als selbstlose Botschafterin für Afghanistan</h2>
<p>Deutlich bewegt zeigte sich der Hollywood-Star, als sie ein Flüchtlingslager in Afghanistan besuchte. Echte Anteilnahme oder schauspielerisches Können zwecks eigener Vermarktung? Wie jüngst in einem Interview – als Jolie über ihre Mutter sprach – deutlich wurde, ist die 33-jährige Schauspielerin ein tief emotionaler Mensch. Die Reisen nach Afghanistan birgen zudem eine hohe Gefahr in sich; keine Frage, die Gründe für die Übernahme der Aufgaben einer Botschafterin spiegeln - zumindest zum Teil - eine innere, persönliche Bereitschaft wider.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie weint um Afghanistan"><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/11/angelina-jolie_schauspielerin-weint-um-afghanistan.jpg" alt="Angelina Jolie - die Hollywood-Schauspielerin in Afghanistan" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Angelina Jolie weint um Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© Bild.de</span></div></p>
<p>Das <a target="_blank" href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/leute/2008/10/26/angelina-afghanistan.html" title="Angelina Jolie in Afghanistan">Video zeigt Hollywood-Star Angelina Jolie</a> im Gespräch mit Menschen in Afghanistan. Im Hintergrund spricht sie über ihre Eindrücke der derzeitigen Lage:</p>
<blockquote><p><em>Seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 sind mehr als fünf Millionen Afghanen in ihre Heimat zurückgekehrt. Unter ihnen mehr als 4,3 Millionen mit Unterstützung des UNHCR (Hohes Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen). Afghanistan hatte schwer mit den Massen an Heimkehrern zu kämpfen. Das ist verständlich, handelt es sich um eine der größten Bevölkerungs-Bewegungen in der jünsten Geschichte. Diese Familien wurden für fast 30 Jahre vertrieben. Nun stehen viele Rückkehrer vor Wiedereingliederungs-Schwierigkeiten, einschließlich dem Mangel an Land, Unterkunft, Wasser und Grundleistungen wie Gesundheitsfürsorge für ihre Kinder. Sie sind auch von Dürre und einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen. </em></p>
<p><em>Wenn man sie fragt, was sie brauchen, dann lächeln sie und sagen: &#8220;Alles&#8221;. Wenn man sie fragt, welche Art von Arbeit sie wollen, dann sagen sie: &#8220;Jede&#8221;. Sie haben so viel gelitten und doch bleibt das afghanische Volk weiterhin gnädig und offen. Sie haben eine stille Würde. Als ich sie traf, fragten sie mich nur nach Hilfe, damit sie den Winter überleben können und nach Bildung für ihre Kinder so bald wie möglich. Und sie sagen: &#8220;Bitte erzieht unsere Kinder &#8211; sie sind unsere Zukunft.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Äußerst interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass <strong>Angelina Jolie</strong> in Afghanistan nicht mit Ihrem Mann Brad Pitt in Erscheinung trat; immerhin ist das Paar doch dafür bekannt, sich quasi als siamesischer Zwilling, als Brangelina eben, in der Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<h3>Angelina Jolie über die Menschen in Afghanistan</h3>
<p>Mit ernster, tiefer Stimme sprach <strong>Angelina Jolie</strong> den Menschen in Afghanistan eine düsteren Zukunft zu; hohe Preise für Lebensmittel, und natürlich die Armut, eine unzureichende gesundheitliche Versorgung und nicht zuletzt der mangelnde Bildungsstand  – dies sind die negativen Facetten, die der Hollywood-Star bei seinem zweitägigen Besuch in Kabul entdeckte.</p>
<p>Gleichzeitig findet Jolie in den Gesichtern der Menschen trotz aller widrigen Umstände ein Lächeln wieder. Neben dieser Einstellung darf jedoch nicht verschwiegen werden, was sich in den letzten Jahren auch in Afghanistan, insbesondere in den größeren Städten, wie etwa in Kabul oder Herat, getan hat. Einige wenige Schritte auf dem Weg in ein besseres Afghanistan wurden dort bereits getan; das Gesicht der Angelina  Jolie, das sie so medienwirksam gebraucht, um auf die vorherrschende Missstände, aber auch auf die Gütigkeit der dort lebenden Menschen aufmerksam zu machen, kann weniger für das Land am Hindukusch neue Impulse geben, <strong>als vielmehr das Denken der Menschen insbesondere in Amerika und Europa positiv beeinflussen.</strong></p>
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		<title>Miriam sorgt für ein ganzes Dorf in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Meissner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen. Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier im Dorf Istalis nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul mussten die Menschen in jüngster Zeit im Winter nicht nur mit der Kälte kämpfen</strong>, sie hatten oft auch tagelang nichts zu essen.</p>
<p>Vor dem Rückzug aus dieser Gegend brannten die Taliban mehrere Dörfer nieder, verschleppten junge Männer und nahmen alles mit, was ihnen brauchbar schien. Viele Familien flüchteten, weil sie in den Ruinen nicht mehr leben konnten und ihnen die Mittel fehlten, die Häuser wieder aufzubauen. Ihr Schicksal erregte sogar in der Hauptstadt Aufmerksamkeit, die selbst schwer vom Krieg gezeichnet war.</p>
<p><strong>Einer, der davon hörte, ließ es nicht bei Mitgefühl bewenden. Er beschloss sofort zu helfen. Dr. Peter Jaggi und seine Frau Verena waren gerade für die </strong><a target="_blank" href="http://www.adra.de" title="Hilfsorganisation ADRA"><strong>Hilfsorganisation ADRA</strong></a><strong> nach Afghanistan gekommen.</strong> Wie man Menschen selbst in aussichtslos scheinenden Situationen wieder Hoffnung macht, hatten sie vorher für ADRA drei Jahre lang in den armseligen Bergdörfern in Nepal am Himalaja und zwischen den Bambushütten von Malawi im subtropischen Afrika gezeigt.</p>
<p>ADRA und seine Mitarbeiter helfen den Menschen in mehr als 120 Ländern. In Afghanistan hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt in der Provinz Bamiyan mit dem Einsatz mobiler Sanitätsteams verhindert, dass sich Tuberkulose, eine tückische Infektionskrankheit der Atemwege, ausbreiten konnte. In der Provinz Djuzdjan bohrten sie mit den Bauern achtzig neue Brunnen und richteten die Handpumpen dafür ein.</p>
<p>Verena Jaggi hatte Waisenkindern mit Teddybären von Spendern aus den USA und aus Europa zum ersten Mal in deren Leben ein Spielzeug verschaffen können. Jetzt gelang es dem Ehepaar Jaggi über ADRA und unterstützt von anderen Spendern, unbürokratisch mehrere Lkws mit Zeltplanen, Decken und Säcken mit Mehl zu den verzweifelten Menschen in die zerstörten Dörfer zu bringen.</p>
<p>Die Hilfe wurde erst mit ungläubigem Staunen, dann mit lautem Jubel und Händeklatschen empfangen. Idee der Unterstützung für die Ärmsten der Armen ist aber nicht nur, einmalig Linderung zu verschaffen,sondern gleichzeitig dafür zu sorgen, dass durch Hilfe zur Selbsthilfe langfristig das Auskommen gesichert wird.</p>
<p>Für das Dorf Istalis und die umliegenden Dörfer heißt das Rezept: Die Frauen werden von der Hilfsorganisation kostenlos mit Material versorgt und lernen, wie man wärmende Decken macht. Die Decken werden dann an andere Bedürftige verschenkt. Die Hilfsorganisation zahlt den Frauen einen bescheidenen Arbeitslohn, der den Familien genügt, um wieder die Tätigkeit aufzunehmen, von der sie früher lebten.</p>
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<p>  <br />
Istalis und Umgebung war früher bis nach Kabul für seine Töpferei bekannt. <strong>Miriam, die Bäckerin, ist für den Neuanfang im Dorf besonders wichtig. Sie ist eine strahlende junge Frau mit besonders feinen Gesichtszügen.</strong> Als ich ihr das erste Mal begegnete, konnte ich kaum glauben, dass sie schon sechs Kinder hat und täglich acht Stunden lang in einem kleinen, verqualmten Lehmhaus sitzt und Teig knetet. Von ihrem Brot, das sie mich probieren lässt und das ganz sicher das beste ist, das ich in ganz Afghanistan gegessen habe, werden heute 500 Menschen satt. Sie verkauft es sehr billig, aber doch so, dass sie neues Mehl kaufen kann und ein bisschen daran verdient.</p>
<p><strong>Dieser Artikel entstammt dem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; von Fotojournalistin Ursula Meissner. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Sägen Sie bitte nicht an Granaten!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das? &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund. In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Na hören sie mal, das weiß doch jedes Kind! Was soll denn das?</strong> &#8220;Es ist doch logisch&#8221;, werden die meisten sagen, &#8220;dass man einen Sprengkörper nicht aufsägt!&#8221; Dieser Aufruf &#8220;Sägen Sie bitte nicht an Granaten!&#8221; hat aber einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund.</p>
<p>In Kabul war ich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zuständig. Sicherheit ist das wichtigste Thema. Die Gesundheit und das Leben jedes einzelnen Mitarbeiters ist das höchste Gut, das es zu bewahren gilt. Deshalb bedarf es ständiger Kontrolle, Schulung und Motivation (das Bewusstsein für Gefahren geht manchmal verloren), um den Sicherheitsstandard hochzuhalten. Die meisten verbinden die Gefahren meist mit Anschlägen und Entführungen, aber in einem Land wie Afghanistan kann ein Verkehrsunfall, eine Erkrankung, unvorsichtiges Herumgehen auf einem Grundstück oder Gelände (Minen!) sehr schnell lebensgefährlich werden. Und gute medizinische Versorgung ist manchmal erst nach Tagen zu bekommen, wenn man sich in den Bergen befindet und weit und breit keine vernünftige Straße in eine der großen Städte vorhanden ist.</p>
<p>Die meisten ausländischen Hilfsorganisationen in Afghanistan haben einen Mitarbeiter, der &#8211; wie ich &#8211; für das Thema Sicherheit zuständig ist. Einmal in der Woche gab es Treffen der Organisation ANSO, einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt, bei dem sich diese Mitarbeiter der Hilfsorganisationen trafen. ANSO-Mitarbeiter hatten einen polizeilichen oder militärischen Hintergrund und versorgten die Hilfsorganistionen wöchentlich mit Informationen über die Lage in den verschiedenen Provinzen. Sie gaben Tipps und sprachen auch mal Empfehlungen aus, eine Gegend zu meiden, wenn es aus sicherheitsrelevanten Gründen angesagt war.</p>
<p>Fast jeden Tag erhielt auch ich eine Email von ANSO, in der zusätzliche Informationen mitgeteilt wurden. Eines Tages erhielt ich die Meldung, dass das Haus einer Familie im Norden Kabuls in die Luft geflogen sei. Natürlich fragt man sich sofort, was der Grund dafür sei: Waren es die Taliban? Ein Racheakt? Ein krimineller Hintergrund?</p>
<p><strong>Am nächsten Tag erhielt ich die traurige &#8220;Auflösung&#8221; des Rätsels.</strong> Ein Familienvater hatte eine Granate gefunden und mit nach Hause genommen. Die Granate war nicht explodiert und so dachte er sich, dass er den Sprengstoff innerhalb der Metallhülle gut gebrauchen könnte. Und er fing an, die Granate aufzusägen. Die Granate explodierte sofort.</p>
<p>Die ganz Familie war auf der Stelle tot, das Haus zerstört. Man mag sich wundern. Wer aber – wie viele arme Familienväter in Afghanistan &#8211; nicht weiß, wie man seine Familie über den Tag bringt und wie man seine Kinder versorgen soll, der wird erfinderisch und versucht alles zu vermarkten. Selbst den Inhalt einer Granate.</p>
<p>Leider ist das Sicherheitsempfinden, das Bewusstsein und die Kenntnis von Gefahren durch 30 Jahre Krieg bei einigen Menschen verloren gegangen. Manche begeben sich aber auch bewusst in Gefahren. Wenn man nachfragt, warum sie dies tun, so hört man die traurige Antwort: &#8220;Was soll ich tun, ich habe keine andere Chance, meinen Lebensunterhalt zu verdienen!&#8221;</p>
<p><strong>Deshalb ist es wichtig, dieses Land und seine Menschen zu unterstützen, damit auch sie in Sicherheit und Frieden leben können. <a href="http://afghanistan.adra.de/adra/" title="ADRA Projekte in Afghanistan unterstützen!">Helfen auch Sie mit</a>!</strong></p>
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		<title>Es gibt keine ADAC-Hubschrauber in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände. Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist dunkel, pechschwarze Nacht. Der UAZ-Jeep, in dem mein Fahrer, mein Übersetzer und ich sitzen, kämpft sich durch das Gelände.</strong> Wir werden durchgeschüttelt, manchmal hebt es uns sogar leicht aus dem Sitz. Ich bewundere meinen Fahrer, der mit stoischer Ruhe in das Nichts fährt. Wir sind müde und erschöpft, waren den ganzen Tag in den Bergen, um Dörfer zu besuchen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.</p>
<p>Kurze Zeit später erreichen wir die Landstraße, endlich wieder eine normale Fahrbahn. Nur die Scheinwerfer unseres UAZ beleuchten die Straße vor uns, sonst ist nichts zu sehen.</p>
<p><strong>Plötzlich erkennen wir ein schwach beleuchtetes Fahrzeug auf der Straße stehen.</strong> Mein Fahrer hält an und steigt aus, mein Übersetzer und ich folgen ihm. Es hat einen schweren Unfall gegeben. Ein Fahrzeug war unbeleuchtet, der andere Fahrer hat es zu spät gesehen. Auf der Straße liegt ein Mädchen, ich schätze, es 14 Jahre alt. Es wimmert und stöhnt vor sich hin, schreit auf, als Männer sie aufheben wollen.</p>
<p>Die Männer wissen nicht, wie sie das Mädchen transportieren sollen. Das nächste Krankenhaus mit Arzt und Operationssaal ist in Mazar-e-Sharif. Das sind ungefähr hundert Kilometer. Um uns herum stehen nur einfache PKWs, man könnte das Mädchen nur auf die Rücksitzbank legen. Aber bei ihrem Zustand? Ich biete an, sie in unserem Geländewagen zu transportieren. Hier kann sie sich wenigstens auf den Boden legen. Ob sie die Fahrt übersteht, wage ich gar nicht zu denken.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/adac-hubschrauber_hilfe-in-afghanistan_01.jpg" alt="In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">In Deutschland ist bei einem Unfall der ADAC-Hubschrauber in wenigen Minuten vor Ort.</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/gabesk/" title="Flickr/gabesk - Vielen Dank!">Flickr/gabesk</a></span></div></p>
<p><strong>&#8220;Wo ist bloß der ADAC-Hubschrauber?&#8221;</strong>, denke ich mir. In Deutschland sind in solchen Fällen Polizei und Rettungsdienst sofort zur Stelle. Ein Notarzt kommt mit Blaulicht angefahren, der Rettungshubschrauber wird geholt. Hier liegt ein Mädchen, dass in Deutschland vielleicht ohne Luftrettung überlebt hätte. Hier stirbt sie, weil es weit und breit keinen Arzt, keine Klinik, kein Krankenhaus gibt – nicht einmal einen Rettungswagen. In diesem Moment wird mir wieder einmal die Gefahr bewusst, in der ich hier in Afghanistan lebe.</p>
<p>Plötzlich raunt mein junger Übersetzer - er ist erst zwanzig Jahre alt - zu uns: &#8220;Dangerous, dangerous, lets go, lets go!&#8221; &#8212; &#8220;Es ist gefährlich hier, lass uns gehen!&#8221; Ich nehme die Worte ernst, mein Übersetzer muss die Situation als Einheimischer um vieles besser kennen. Ausländer haben sich immer wieder über Ratschläge der Einheimischen besserwisserisch hinweggesetzt. Nicht immer ging das für die Ausländer gut aus. Mit einem unguten Gefühl versuche ich, mich höflich zu verabschieden, versuche zu erklären, warum wir nicht helfen können. Schnell gehen wir zum Fahrzeug.</p>
<p>Wir setzen uns in Bewegung und erst nach einigen Minuten kann ich meinen Übersetzer fragen, was denn so gefährlich gewesen wäre. &#8220;I was afraid&#8221; – Ich hatte Angst. Mühsam entlocke ich ihm den Grund, warum wir uns so schnell entfernt haben. Er hatte nicht Angst vor einem Überfall, sondern das Unfallgeschehen, das Blut, das weinende Mädchen, das Chaos machte ihm Angst.</p>
<p>Ich bin wütend, ich ärgere mich. Minutenlang sitze ich da, sage kein Wort, bin einfach nur sauer. Da liegt ein Mädchen auf der Straße und kämpft um sein Leben und mein Übersetzer &#8220;hat nichts Besseres zu tun, als aus egoistischen Gründen zu verschwinden&#8221;. Erst nach einiger Zeit beruhige ich mich, &#8220;vielleicht wäre die Situation für uns schwierig geworden&#8221;, sage ich mir, &#8220;wenn das Mädchen in unserem Fahrzeug gestorben wäre. Vielleicht hatte mein Übersetzer doch recht.&#8221; Ich weiß es nicht.</p>
<p>Als wir kurz vor Robatäk sind, regnet es. Der Scheibenwischer versucht mehr schlecht als recht, den Regen von der Scheibe zu wischen. Durch die verschwommene Windschutzscheibe sehe ich einen Rettungswagen, der an uns vorbeifährt. Sie haben also doch noch einen Rettungswagen aufgetrieben. Aber es werden mehr als zwei Stunden vergehen, bis das Mädchen in einem Krankenhaus liegt.</p>
<p>Wir haben uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz an ein gut funktionierendes Rettungswesen gewöhnt, vertrauen auf hochprofessionelle Ärzte und ein zuverlässiges Krankenhaussystem. Das ist gut so. <strong>Afghanistan ist noch Jahre davon entfernt – helfen Sie mit, damit es besser wird.</strong></p>
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		<title>Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 05:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritz Neuberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<description><![CDATA[Legale Landwirtschaft mit Rosen und Rosenöl Afghanistan hat schwer unter den Folgen der jahrelangen Kriege zu kämpfen. Der Niedergang der landwirtschaftlichen Produktion wirft dabei die wohl größten Schatten auf das Leben der afghanischen Bevölkerung, denn rund 90 Prozent der Menschen in Afghanistan leben von der Landwirtschaft. In Nangarhar, einer östlichen Provinz Afghanistans, leben hauptsächlich zurückgekehrte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Legale Landwirtschaft mit Rosen und Rosenöl</h3>
<p><strong>Afghanistan hat schwer unter den Folgen der jahrelangen Kriege zu kämpfen. </strong>Der Niedergang der landwirtschaftlichen Produktion wirft dabei die wohl größten Schatten auf das Leben der afghanischen Bevölkerung, denn rund 90 Prozent der Menschen in Afghanistan leben von der Landwirtschaft.</p>
<p>In Nangarhar, einer östlichen Provinz Afghanistans, leben hauptsächlich zurückgekehrte Flüchtlinge aus Pakistan oder dem Iran. Um von durchschnittlich einem Viertel Hektar Land ihre sechs- bis achtköpfige Familien ernähren zu können, bauen viele der Bauern hier Schlafmohn an. Das ist zwar illegal, weil Opium und Heroin daraus gewonnen werden, bringt aber einen bis zu zwanzigfach höheren Ertrag ein, als beispielsweise der Anbau von Weizen.</p>
<p>Ein <a target="_blank" href="http://www.welthungerhilfe.de/hilfsprojekt-afghanistan-rosen.html" title="Hilfsprojekt Rosen der Welthungerhilfe">Hilfsprojekt der &#8220;Welthungerhilfe&#8221;</a> unterstützt die Bauern in dieser Region jetzt dabei, <strong>Rosen</strong> anzubauen, um daraus <strong>Rosenöl</strong> zu gewinnen.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/10/rosen_rosenoel_statt-schlafmohn-anbau-afghanistan_01.jpg" alt="Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan" /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Rosen und Rosenöl statt Schlafmohn in Afghanistan</span><span class="ImageTextC">© Ursula Meissner</span></div></p>
<p><strong>Rosenöl</strong> erzielt auf dem Weltmarkt – je nach Qualität – zwischen vier- und fünftausend Euro je Kilogramm. Das ist zwar nicht so viel, wie mit dem Anbau von Schlafmohn zu erzielen ist, aber doch mehr als mit der mühselige Bewirtschaftung von Weizenfeldern. Auch die Weiterverarbeitung der Rosenblüten findet, dank des Einsatzes der Welthungerhilfe, weitestgehend in Afghanistan (Dare-Noor und Achin) statt. Dadurch können viel höhere Erträge beim Verkauf erzielt werden, als wenn die Weiterverarbeitung zu höheren Preisen im Ausland durchgeführt würde.</p>
<p>Bisher konnten in Dare-Noor, Achin und Nazian 266 Bauern für den Rosenanbau und damit gegen die Illegalität gewonnen werden.</p>
<p><strong>Fotojournalistin Ursula Meissner berichtet in ihrem Buch &#8220;<a href="http://afghanistan.adra.de/buch/" title="Afghanistan Buch von Ursula Meissner">Afghanistan &#8211; Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg</a>&#8221; ebenfalls von diesem Projekt, von ihr stammt auch das Foto in diesem Artikel. Sie können dieses Buch bei ADRA bequem <a href="http://afghanistan.adra.de/buch/bestellen/" title="Afghanistan Buch bestellen">online bestellen</a> und unterstützen damit die Herstellung und Verteilung einer Decke in Afghanistan.</strong></p>
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		<title>Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Hindukusch ist nicht nur ein Gebirge in Zentralasien, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein. Die Mitglieder von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben. Die Website des Vereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hindukusch ist nicht nur ein <a href="http://afghanistan.adra.de/hindukusch-das-maechtige-gebirge-in-afghanistan/" title="Hindukusch - mächtiges Gebirge in Afghanistan">Gebirge in Zentralasien</a>, sondern auch ein humanitärer Verein in Weil am Rhein.</strong> Die Mitglieder von &#8220;<a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/index.html" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.</a>&#8221; haben es sich zur Aufgabe gemacht, alleinstehenden, d.h. verwitweten oder von ihren Männern verlassenen Müttern in Afghanistan sowie deren Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V."><img border="0" src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/hindukusch_zukunft-fuer-afghanistan.jpg" alt="Die Website des Vereins “Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.”" /></a></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Die Website des Vereins &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan e.V.&#8221;</span><span class="ImageTextC">© <a target="_blank" href="http://www.hindukusch.org/" title="Hindukusch - Zukunft für Afghanistan e.V.">Hindukusch</a> </span></div></p>
<p>Lange durften Frauen in Afghanistan das Haus nur in männlicher Begleitung verlassen. Es war nicht erlaubt, außer Haus zu arbeiten, so dass die Frauen keine Chance hatten, ihre Kinder alleine zu ernähren. Um der Familie trotzdem Essen und Kleidung zu besorgen, mussten viele der Kinder arbeiten gehen.</p>
<p>Der Verein &#8220;Hindukusch&#8221; hat ein im Krieg halb zerstörtes Mutter-Kind-Heim wieder aufgebaut, in dem diese Familien wohnen können. Die Mütter haben dort die Möglichkeit zu arbeiten und die Kinder können, mit zusätzlicher Hilfe durch Patenschaften, wieder zur Schule gehen. Sie erhalten dadurch wenigstens eine Chance zu einer Berufsausbildung.</p>
<p>Auch nach Abschluss des Projekts wird das Heim von &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; weiter betreut. Spenden werden gesammelt und der Verein sorgt dafür, dass diese auch genau da ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.</p>
<p><strong>Die Aktivitäten des Vereins sind rein humanitär. &#8220;Hindukusch &#8211; Zukunft für Afghanistan&#8221; gehört keiner politischen Gruppe an und ist mit seiner Finanzierung auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.</strong></p>
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		<title>Es war die Lerche und nicht die Nachtigall!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 05:00:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein herrliches Erwachen heute! Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein herrliches Erwachen heute!</strong> Die Luft was so kühl und rein, und bevor noch irgend ein Spatz in unserem Garten tschirpte, jubelte plötzlich eine Vogelstimme ihr Morgenlied in die Welt hinaus. Erst zaghaft und dann voller Überzeugung. Ich bin kein Vogelkenner, ich habe keine Ahnung, wie der trillerndeVogel aussieht oder wie er heißt. Ich weiß nicht einmal, ob es in Afghanistan überhaupt Lerchen gibt. Aber ich habe das Lied verstanden: &#8220;Die Welt ist schön, ich bin glücklich, ich habe wieder Futter, ich habe wieder grüne Bäume. Diese Dankbarkeit möchte ich mit der ganzen Welt teilen.&#8221; Und wie ich sein Glück teilte! Solche Momente sind rar, besonders im jetzigen Afghanistan. Es ist wie das Lächeln in einem Kindergesicht oder das Aufleuchten in den Augen einer Frau, die an einem Kurs teilnehmen darf.<br />
 <br />
Unsere Büsche im Garten sind ein Spatzenparadies. Im Frühjahr schwatzen sie uns die Ohren voll, jegliche Morgenruhe ist dahin. Ich kenne auch das Glucksen unserer Hennen, alles bekannte und alltägliche Geräusche. Aber dieses einzigartige Morgenlied war wie ein Hoffnungsschimmer, dass es in jeder Spezies immer wieder einmalige Aussenseiter gibt, die den Mut haben, etwas Außergewöhnliches zu tun. Sie tun es nicht, um aufzufallen oder weil sie ein Lob suchen. Sie tun es, weil sie nicht anders können, als das zu tun, was ihnen ihre innere Kraft eingibt.</p>
<p>Ich bewundere solche Vögel, solche Blumen und vor allem solche Menschen. Ich habe hier in Afghanistan viele kennengelernt, eine von ihnen ist ein kleines Mädchen. Sie sind den &#8220;Lerchengesang&#8221; ebenfalls, ohne es zu wissen. <strong>Das Mädchen ist nur elf Jahre alt. Seit drei Jahren geht es zur Schule.</strong></p>
<p>Alles normal denkt Ihr vielleicht. Lasst mich die Schule beschreiben: Wenn man von Kabul 8-10 Stunden mit dem Vierradantrieb über Holperstrassen in die Berge schottert, dann kommt man ins Zentrale Hochland. Dort muss man nochmals mindestens 4-5 Stunden mit einem 6-Rad Antrieb durch einen Fluss fahren, über Dämme und kleine Stauwehrs, dann hört die Flussstrasse auf. Dort angekommen, muss man auf einen Esel umsteigen oder 2-3 Stunden über Berg und Tal bis zum Schulhaus gehen. Diesen Schulweg macht das elfjährige Mädchen jeden Tag, seit drei Jahren. Jeden Tag fünf Stunden Schulweg, bei größter Hitze, bei jedem Wetter.</p>
<p><strong>Die Schule hat ein blaues Himmeldach und die Wände bestehen aus Sonnenschein.</strong> Die Lehrerin selber ist sechs Jahre zur Schule gegangen, kann nur weitergeben, was ihr Lehrer sie damals lehrte. Didaktik und Methodik sind unbekannte Laute einer unbekannten Welt. Hier baut ADRA ein Schulhaus, mit Hilfe der Eltern der 500 Schulkinder. Es wird &#8220;ihre Schule&#8221; sein. Sie freuen sich unglaublich. Endlich sind sie nicht mehr das vergessene Volk in den Bergen, jemand hilft ihnen, die Flügel zu öffnen!</p>
<p>Sie leben in kleinen grünen Oasen, die mitten in den grauen Felszerklüftungen des Zentralen Hochlandes verstreut liegen, dort wo Wasser ein kärgliches Überleben erlaubt. Nur die Stärksten überleben – wie mein kleines Mädchen, das so tapfer um seine Bildung kämpft. Jeden Tage eine neue Heldentat – den langen Schulweg, ohne Wasser oder Vespertäschchen, mit Tee und Nan zum Frühstück und Reis und Bohnen zum Abendessen. Eine kleine, heldenhafte Lerche im Gebirge des Hindukush.</p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/08/schule-in-den-bergen_afghanistan01.jpg" alt="Eine Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan." /> </p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Eine neue Schule in den Bergen im Zentralen Hochland von Afghanistan.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p><strong>Wie hat Erich Kästner so schön gesagt: &#8220;Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!&#8221;</strong> Wir freuen uns, dass wir Geld für diese Schule bekommen haben. Heute senden wir den zweiten Lastwagen mit notwendigem Baumaterial auf den Weg. Die letzten zwei Stunden muss alles auf den Lastesel umgeladen werden und dann marschieren die Tiere 3 Stunden in der brütenden Sonne. Es ist ein enormes Unterfangen, aber es bringt eine riesige Freude, einen Stolz, dass das neue Schulhaus ein richtiges Dach und richtige Wände haben wird, dass sie nun schon eine Wandtafel besitzen, dass wir einen Lehrer-Weiterbildungskurs veranstalten werden. <strong>Die Lerche breitet ihre Flügel aus – bald wird sie fliegen!</strong></p>
<p>Vergangene Woche habe ich das Projekt besucht, wo wir Waisenkinder in Fahrrad-Mechanik ausbilden. Leider hatte ich die Kamera nicht bei mir – es war ein herrliches Bild! In der Morgenfrische saßen etwa fünfzehn Jungen um den Lehrer, der ihnen beibrachte, wie man die Speichen am Rad anzieht, sie müssen nämlich 45 Fahrräder aus den einzelnen Teilen zusammensetzen. Sie waren ernsthaft bei der Sache und zählten voller Stolz die Namen der einzelnen Teile auf, sie wollten gar die Mechanik des Rades erklären – ich habe nichts verstanden, aber ich habe das Leuchten ihrer Augen gesehen.</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Früher hatten sie die Aufseher im Waisenhaus dazu angeleitet, ein paar Dinge aus den Vorratskammern zu stehlen – für den Aufseher. Jetzt eignen sie sich ein Wissen an, auf das sie stolz sind, denn sie sind keine gewöhlichen &#8220;Spatzen&#8221; mehr, sie haben ein Spezialwissen, das lässt sie aus der Masse herausragen.</p>
<p>Bald werden wir eine neue Gruppe haben. Sie wird Geflügelzucht erlernen &#8211; ermöglicht durch eine großzügige Spende aus Deutschland. Sie werden lernen, wie man ein Huhn impft, wie man Erkrankungen erkennt, wie man Hygiene an sich selber anwendet, wie man sich gesund ernährt, wie man mit Abfällen Recycling macht, wie man einen kleinen Handel beginnt, wie man Verantwortung übernimmt – alles kindgerecht vorbereitet, damit Lernen Spaß macht und alles, um die Kräfte ihrer Flügel zu vergrössern.</p>
<p><strong>Jeden Tag entdecke ich neue Menschen, die bereit sind, einen Flug anzutreten.</strong> Letzte Woche war ich in einem dreitägigen Kurs, wo Trainer ausgebildet wurden, um den Frauen beizubringen, wie man ein kleines Geschäft aufzieht, was es alles zu beachten gilt und welche Marktstrategien man tätigen sollte. Große Worte für ein &#8220;Small Business&#8221;, aber es hilft, die Flügel auszubreiten. Und es zaubert ein Licht in die Augen der Frauen. Sie werden ernst genommen, man befasst sich mit ihnen.</p>
<p><strong>Sie realisieren: es ist nicht wichtig, was ich habe, sondern was ich bin. Ich habe die Kraft, etwas aufzubauen, auch wenn ich noch nicht lesen und schreiben kann. Ich kann es lernen, ich kann sogar lernen, wie man ein einfaches Kassenbuch führt – ich habe Kraft und den Willen, etwas zu tun. Ich freue mich auf den Gesang der Lerchen – auch wenn es anfänglich wie ein Spatzengeschwirr tönt- Hauptsache sie öffnen die Flügel!</strong></p>
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		<title>Über die Solidarität der Ärmsten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adra-team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hilfsprojekte]]></category>
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		<description><![CDATA[ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unsere Lebensqualität um 100 Prozent gesteigert:</strong> In unserem Abstellraum habe ich einen alten Holzofen ausgegraben, mit einem Aufsatz zum Erwärmen von Wasser – einfach herrlich! Wir können wieder Haare waschen, eine afghanische Dusche nehmen – nur ein Liter Wasser ist dazu notwendig – und wir haben einen warmen Raum. </p>
<p>Mit diesem Ofen haben wir unseren eigenen &#8220;Gefrierpunkt&#8221; überwunden, obwohl draußen noch Stein und Bein gefroren sind. Wir haben Glück, aber auf dem Land haben viele Menschen keinen alten Schuppen, in dem &#8220;Gerümpel&#8221; steht, an dem sie sich aufwärmen können – viele überleben die Kälte nicht. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe schleichen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. <strong>Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer, sie ist tödlich.</strong></p>
<p>ADRA Afghanistan hat von Frauen in Kabul in Windeseile beinahe 40.000 Steppdecken nähen lassen. Wir haben Plastikplanen und Plastikfolie in eine bestimmte Grösse geschnitten und sie in die nördlichen Provinzen Afghanistans gebracht. Das größte Erlebnis bei dieser Aktion war für mich eine Verteilung in der Nähe von Mazar-I-Sharif. Da stand eine Gruppe von Menschen, so genannte Binnenvertriebene, die eben erst in dieser Gegend angekommen waren.</p>
<p>Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauten sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen standen schlotternd in der Kälte, sie hielten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen. <strong>Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!</strong></p>
<p><img src="http://afghanistan.adra.de/wp-content/uploads/2008/06/decken_solidaritaet-in-afghanistan.jpg" alt="Eine warme Decke für Bedürftige in Afghanistan" /></p>
<p><div id="ImageText"><span class="ImageTextD">Hier werden die Decken von ADRA an Bedürftige verteilt.</span><span class="ImageTextC">© ADRA Deutschland</span></div></p>
<p>Sie wohnen <em>unter</em> den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. <strong>Die Augen werden immer größer – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?</strong></p>
<p>Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber!</p>
<p><div id="HighlightBox" class="HbRight clearfix"><div id="HbTop"><span class="HbHl">Autorin Vreny Jaggi</span></div><div id="HbBtm">Verena (”Vreny”) Jaggi hat ihren Mann in seiner Tätigkeit als Arzt in Nepal, Indien, Malawi (Ostafrika) und in den vergangenen vier Jahren bei seiner Arbeit für ADRA in Afghanistan unterstützt. Je nach Bedarf, hat sie als Medizinische Laborantin, als Lehrerin oder als Assistentin gearbeitet. In Afghanistan hat sie sich besonders für Frauen- und Kinderprojekte engagiert.</div></div></p>
<p>Ich weiss, man soll in einer Rechnung nicht Decken und Familien vermischen – aber diese Familien und diese Decken haben uns die schönste Solidarität gezeigt – die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.</p>
<p>Unser Verteilerteam aber kehrt traurig zurück – wir sollten viel mehr haben, sagen sie. Die Kinder können doch nichts dafür, was ihre Eltern angerichtet haben in diesem Land. <strong>32 Familien, die in Erdlöchern wohnen und eine Decke ist das grösste Geschenk, das sie je bekommen haben.</strong></p>
<p>Sobald der Salang Pass frei wird, werden wir Kleider und Schuhe hinaufschicken, einen Minibus voller Kleider für Kinder, die mit sehnsüchtigen Augen diese Welt betrachten und an einem Tag voller Glück eine neue Decke in die Erdwohnung ziehen konnten – geschenkt von einem Mann, der vier Decken für seine Familie bekommen hatte.</p>
<p><strong>Ich werde nie mehr sein, wie ich vorher war – meine Augen haben die unendliche Sehnsucht in so vielen Augen gesehen.</strong></p>
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