Bildung in Afghanistan – Stand der Dinge?
Kategorien: Geschichte
Tags: Afghanistan, Bildung, Geschichte, Kabul, Kultur, Menschen, Politik, Wiederaufbau
Hilfe zur Selbsthilfe – dieses Konzept stellt auch in Afghanistan die Weichen für die Zukunft. Ein wichtiger Eckpfeiler ist natürlich die Bildung: Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in dem Land am Hindukusch langfristig vorangetrieben wird. Wie aber sieht es in Afghanistan heute, im Jahre 2009, aus? Nach unzähligen Berichten und Bildern aus Afghanistan kommen endlich diejenigen zu Wort, die es am besten wissen müssten – die dort lebenden Menschen.
Insgesamt wurden in der Studie der ARD, ABC und BBC, die direkt in Afghanistan durchgeführt wurde, 1534 Menschen befragt. Die Antworten überraschten zum Teil, zum Teil deckten sie sich natürlich auch mit den Erwartungen.
Die Bildung in Afghanistan hat sich verbessert
In punkto Bildung waren sich immerhin 77 Prozent der Befragten aus Afghanistan einig, dass die lokalen Schulen sehr gut bis gut einzuschätzen sind. Ein Ergebnis, dass durchaus Mut für die Zukunft macht.
Interessant ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass es sich um keine repräsentative Studie handelt; dies bedeutet, dass Afghanen in allen 34 Provinzen befragt wurden. Dies involviert notwendig auch kleinere Orte – schließlich existieren neben Kabul und Herat kaum größere Städte, als vielmehr „Mini-Städte” und kleinere Dörfer.
Es stellt sich natürlich die Frage, inwieweit diese Einschätzung der Menschen in Afghanistan auch tatsächlich zutrifft, d.h. objektivierbar ist. So ist zu erwarten, dass die Bildung in dem Land internationalen Standards nicht zu genügen vermag. Doch ein Trend, der in Afghanistan in die richtige Richtung weist, lässt sich aus diesem Ergebnis sicherlich abzeichnen.






Die Schulbildung ist einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung eines chaotischen Landes wie Afghanistan, in dem Land herrscht seit mehr als 30 Jahren Kriegen mit verschiedenen Schartieungen.
Die nationale Bildung wird nicht nur die Hoffnung der Entwicklung des Landes erwecken, es wird dadurch auch der Bewusstsein der jungen Generation einen sehr positiven Einfluss für Zukünft des Landes haben.
Ich muss leider sagen, dass in Afghanistan trotz der Milliarden USD ist nicht einmal bei der Schulbildung gelungen ist, sogar in Städten qualifizierten Lehrer, Lehrmatrial und Schulgebäuden zu haben und in Provinzen ist noch schlimmer. Vorges Jahr( 2008) im Monat Dezember war ein Konferenz in Neitherland, wo auch die Leiterin der Entwicklungshilfe von Schweden einen Vortrag bezüglich ihrer Aktivitäten in Schulwesen in Jalal Abad gehalten hat.
Sie zeigten Bilder und Sie beschwerte sich, dass wir keinen direkten Einfluss bei der Unterstützung im Schulwesen haben, weil die Regierung will, dass wir die vorgesehene finanzielle Hilfe direkt an die sie liefern mussten, wir mussten aber bald feststellen, dass die Vereinbarungen für die Verwendung der Gelder für Schulwesen nicht eingehalten wurden, so verschwand das Geld und Schulprojekten existierte nur am papier. Nun haben wir uns entschieden, dass wir nur die Lehrergehälter und Bücher zahlen.
Bald stellten wir aber fest, dass wegen der ausländischen Unterstützung Vetterwirtschaft deutlich zu bemerken war, d.h. Leute wurden als Lehrer aufgenommen, die gerade noch ein Buch lesen könnten und die Anzahl solcher Lehrer haben sich verdoppelt.
Mit Erstaunen wurden uns Schulen anvertraut, die keine feste Gebäuden haben, also in freien. Im Regen und starke Winden gibt es kein unterricht.
Wir wissen auch, dass oft die neuen bemängelten gebauten Gebäuden der Schulen werden angezündet, um die Entwicklungshilfe wieder für den Wiederaufbau zu erzwingen, wie man es sieht, es ist ein dynamisches Geschäft daraus geworden, man braucht als Begründung der Anzündung der Schulen nur Taliban heranzuziehen.
Natürlich werden auch durch Taliban genügende Schulen angezündet, da ist keine Frage.
Statistik in Afghanistan ist eine Sache, die man nicht so ernst nehmen soll wie in Entwickelten Ländern.
Man darf trotzdem nicht aufhören, die minimalen Möglichkeiten der Schulbildung für zukünftige Generation weiter zu machen.
Es mag sein, dass in Europa die Parolen Schule, Frauenrechten, Wahlen gut ankommen, aber man darf so was und ähnliches sehr Nüchtern als Informationen in Europa verbreiten.
Ich hoffe, is Web Site Mitarbeiter mir diesmal keine Mahnung schicken.
Sehr geehrter Herr Dr. Gharwal,
zu einer “Abmahnung” besteht kein Anlass – vielen Dank für Ihre Hintergrundinfos, die den Sachverhalt noch weiter verdeutlichen. Wir hatten ja in diesem Artikel v.a. die Ergebnisse der Studie untersucht. Sie haben schon recht, dass man nicht jeder Statistik trauen darf, insofern hilft Ihre Einschätzung uns sehr für das Verständnis.
Beipflichten möchte ich Ihnen auch in diesem Satz: “Man darf trotzdem nicht aufhören, die minimalen Möglichkeiten der Schulbildung für zukünftige Generation weiter zu machen.” – Ich denke, genau in diese Richtung soll auch der Artikel zur Umfrage verstanden werden.
Beste Grüße, Thomas Kilian#
Webmaster Afghanistan-Magazin
BION I’m imeprssed! Cool post!