Bernd Mützelburg von Außenminister Steinmeier zum Sonderbeauftragten für Afghanistan und Pakistan ernannt

Artikel geschrieben von Heinz-Hartmut Wilfert am 20. Februar 2009
Kategorien: Geschichte
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Noch ist nicht im Einzelnen klar, welche Aufgaben Botschafter Mützelburg im Krisenherd Afghanistan und Pakistan zu erfüllen hat. Zunächst kann man nur begrüßen, dass Bundesminister Steinmeier offensichtlich einen Akzent auf intensivere diplomatische Arbeit setzen will.

Das ist in dem zerrissenen Land eine hohe Notwendigkeit im eigentlichen Sinne des Wortes. Entscheidend wird sein, wie es den Akteuren – den inländischen wie den ausländischen – gelingt, eine funktionierende Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und ihren traditionellen Führern auf lokaler Ebene herzustellen. Ob die Bundeswehr diesen Part spielen kann, darf eher in Zweifel gezogen werden. Sie ist allerdings notwendig, um den Raum des diplomatischen und zivilen Handelns zu stabilisieren und zu sichern.

Neue Perspektiven für Afghanistan

Es ist daher zu wünschen, die zivilen Kräfte und Strukturen im Lande zu unterstützen. Die wesentlichen Beiträge müssen dabei jedoch aus dem Lande selber kommen. Nach allem, was wir in den letzten zehn Jahren erfahren haben, sorgen alle von außen kommenden Initiativen im Lande für Irritationen. Sie scheitern, als wäre Afghanistan resistent gegen jedwede fremde Einwirkung.

Autor Heinz-Hartmut Wilfert
Heinz-Hartmut Wilfert ist der Pressesprecher von ADRA Deutschland und ist für die Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er achtet vor allem auf die Nachhaltigkeit der ADRA-Projekte. Sein Ziel ist es, die satzungsgemäße Arbeit von ADRA in Afghanistan zu fördern. 

Vor allem müsste man sich dem Gedanken öffnen, dass auf lokaler Ebene wirklich alle gesellschaftlichen Kräfte am Aufbauprozess mitarbeiten und an den Verbesserungen partizipieren. Hier wäre ein Weg, radikale und oppositionelle religiöse oder politische Initiativen in einen gemeinschaftlichen Prozess zu integrieren und ihre zerstörerischen Kräfte zu absorbieren.

Gute Diplomaten sind hier gefragt und wir können dem Neuen nur wünschen, mit Geschick und einfühlsamer Beharrlichkeit Vertrauen zu finden und diesen Prozess zum Erfolg zu begleiten.



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