Ausbildung für Künstlerinnen in Afghanistan

Artikel geschrieben von am 20. August 2008
Kategorien: Menschen
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In der Hauptstadt Kabul können sich seit 2007 nun endlich auch junge Frauen am “Center for Contemporary Arts Afghanistan” (Kunsthochschule) ausbilden lassen. Ein großer und entscheidender Schritt zur Emanzipation der afghanischen Frauen — aber es muss noch viel mehr getan werden. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es Visa-Schwierigkeiten bei der Einreise von vier afghanischen Malerinnen gab, die zu einer Ausstellung in Berlin eingeladen waren, bei der unter anderem auch ihre Werke gezeigt wurden.

Videobeitrag über die Ausstellung von Künstlerinnen aus Afghanistan.

Videobeitrag über die Ausstellung von Künstlerinnen aus Afghanistan.© 3SAT

Als die Ausstellung dann doch – wenn auch verspätet – eröffnet wurde, hüllten sich die jungen Künstlerinnen in schwarz-rot-grüne Tücher (die Farben Afghanistans) und zeigten sich verhalten. In Gesprächen betonten sie, dass ihre künstlerische Arbeit im Mittelpunkt stehen sollte und sie keinen Bezug zwischen ihrer Kunst und der Politik herstellen wollen. Sie möchten nicht nur als Afghaninnen wahrgenommen werden, sondern in erster Linie als Künstlerinnen.

Insgesamt werden 33 Bilder von 23 jungen Malerinnen ausgestellt. In ihnen spiegelt sich vor allem Unterdrückung, Verschleierung, Isolation, Aufbruch und die Suche nach Identität wider, was mit moderner Malerei, Expressionismus, Dadaismus und Pop-Art zum Ausdruck gebracht wird.

Auch beim Fernsehsender 3SAT ist ein prägnanter Beitrag über die Ausstellung der Künstlerinnen aus Afghanistan ausgestrahlt worden.



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