Aus Mohn mach Weizen – Afghanistans Weizenernte auf Rekordkurs

Artikel geschrieben von am 12. Juni 2009
Kategorien: Landschaft
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Afghanistan ist Export-Weltmeister. Zumindest wenn es um die Ausfuhr von Schlafmohn, also Rohopium, geht. Dass Afghanistan nun auch über den Export von Weizen nachdenkt, verwundert vor dem Hintergrund, dass Hilfsorganisationen erst kürzlich vor einer Hungersnot in Teilen des Landes gewarnt haben.

Grund für den plötzlichen Umschwung ist die beste Weizenernte seit mehr als 30 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Produktionsergebnis um 74 Prozent gesteigert werden. Zahlen, die Landwirtschaftsminister Mohammad Asif Rahimi von der Ausfuhr des Getreides träumen lassen; kann die afghanische Bevölkerung doch erstmals seit Jahren ohne den zusätzlichen Import von Weizen ernährt werden.

Produktion von Schlafmohn wird durch zusätzlichen Weizenanbau reduziert

Aufgrund des gestiegenen Weizenpreises haben die Bauern ihre Anbaufläche zusätzlich um 20% vergrößert. Positiver “Nebeneffekt” dieser Maßnahme: Dadurch wurden die Anbaugebiete von Schlafmohn verringert. Ein Trend, der sich laut Experten auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird und das Ziel vieler Hilfsorganisationen – Afghanistans Abkehr vom Rauschgift-Geschäft – in greifbare Nähe rücken lassen.

Auf einen Helfer sollte sich die Afghanen allerdings nicht erneut verlassen: Die starken Regenfälle, die für die Rekordernte verantwortlich waren, werden kaum zur Regel werden. Stattdessen, und das hat auch Rahimi erkannt, muss das Land verstärkt auf ein funktionierendes Bewässerungssystem setzen, um die Weizenernte auch in den kommenden Jahren zu sichern. Dann wird vielleicht auch der Traum vom Getreideexporteur Afghanistan Wirklichkeit.



Ein Kommentar »

  1. Aus mohn mach weizen afghanistans weizenernte auf rekordkurs.. Reposted it :)

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