Afghanistan sorgt für taube Ohren

Artikel geschrieben von am 25. Februar 2009
Kategorien: Kultur
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Irgendwie muss es an dem Wort “Unruhe” liegen, dass hierzulande viele Menschen bei dem Thema Afghanistan sofort auf taube Ohren stellen. Dabei ist vielen von uns klar, was in dem Land am Hindukusch vor sich geht. Vor diesem Hintergrund, so würde man erwarten, sei das Interesse für die Menschen und die Entwicklung in dem Land am Hindukusch riesengroß. Glaubt man jedoch den Medien, würde ein ganzer Film über Afghanistan die Zuschauer in Deutschland regelrecht vergraulen.

Der Film “Willkommen zu Hause” erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der nach einem Einsatz in Afghanistan in sein Heimatdorf zurückkehrt und mit Hilfe einer Ärztin versucht, das Erlebte zu verarbeiten. Thematisiert wird also die Bewältigung der oftmals schrecklichen Erlebnisse in Afghanistan. Ein brisantes Thema, das in der Öffentlichkeit so bislang noch nicht stattgefunden hat.

Afghanistan zieht offenbar nur, wenn es sich um ein Länderspiel gegen Deutschland handeln würde

Doch die ARD verschiebt die Ausstrahlung des Films immer wieder; nur warum? Befürchtet der Sender, dass das mutige Machwerk nicht gegen UEFA-Cup und andere “Ereignisse” im TV ankommt? Oder ist es vielmehr die Befürchtung, den Zuschauern ein solch gewagtes Thema nicht zumuten zu können?

Sicher ist jedoch, dass die Medien seit Jahren ein höchst einseitiges Bild der Geschehnisse in Afghanistan zeichnen. Ein Film wie “Willkommen zu Hause” wäre hier eine nur allzu willkommene Abwechslung – auch wenn es mal nicht um “leichte” Unterhaltung geht, sondern vielleicht sogar um schwer verdauliche Kost.



2 Kommentare »

  1. Hochachtung vor dem Schreiber des Artikels!

  2. That’s ralley shrewd! Good to see the logic set out so well.

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