Afghanistan bei den olympischen Spielen

Artikel geschrieben von am 29. April 2009
Kategorien: Kultur
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Dabei sein ist alles – dieser Gedanke steht seit dem Beginn der Wettkämpfe hinter der Bedeutung der Olympischen Spiele. Dabei zu sein, bei diesem Großereignis, sich in mit tausenden Besuchern bis zum Bersten gefüllten Stadien mit anderen Athleten zu messen und später auf dem Siegerpodest den feiernden Massen zujubeln. Die Olympischen Spiele als Zenit der eigenen Sportlerkarriere; und wenn schon nicht mit einer Medaille, dann wenigstens mit unvergesslichen Erinnerungen den Weg zurück in die Heimat antreten.

Wenn der Wettkampf zur Nebensache wird

Das ist der Wunsch Millionen Sportler auf der ganzen Welt. Wie sie träumen auch viele Wettkämpfer aus Afghanistan diesen Traum. Für viele bleibt es ein Traum, dem harten Alltag auf diesem Weg eine Zeit lang entfliehen zu können. Einige wenige konnten ihn jedoch Realität werden lassen. Die olympischen Sommerspiele 2004 waren der Zeitpunkt, an dem sich Afghanistans Blick nach Athen richtete. Erstmals seit dem Regime der Taliban nahmen dort eine handvoll afghanischer Wettkämpfer wieder an den historischen Spielen teil.

Geschichte schreiben nicht die Ergebnisse, sondern die Gesten

Obwohl sie kein denkwürdiges Ergebnis erzielten, bleibt das Auftreten der afghanischen Sportler doch geschichtsträchtig. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Friba Razayee im Judo und der Leichtathletin Robina Muqimyar, die als erste afghanische Frauen für ihr Land an den Start gingen. Muqimyar wurde sogar die Ehre zuteil, ihr Land als Fahnenträgerin in das Olympia-Stadion Athen zu führen.

Die olympischen Spiele haben in diesem Jahr zudem etwas weiteres gezeigt: Sport verbindet. Das bewies der friedliche Einlauf Nord- und Südkoreas nebeneinander und das haben auch die beiden Sportlerinnen Natalia Paderina aus Russland und Nino Salukvadza aus Georgien bewiesen. Trotz Krieges zwischen ihren Heimatländern demonstrierten beide 2008 auf dem Siegerpodest Einigkeit.

Sport überwindet kulturelle und geografische Grenzen

Diese Botschaft hat auch Rohulla Nikpai verstanden. Der erste und einzige Medaillengewinner Afghanistans appelliert dabei nicht an das Überwinden geografischer Grenzen, sondern den Umgang seines eigenen Volkes miteinander. Er hoffte, dass seine Medaille “ein Zeichen des Friedens in Afghanistan” sein kann. Trotz seines noch jugendhaften Alters von 21 Jahren zeigt Rohulla, dass er das olympische Motto verinnerlicht hat: “Eine Welt, ein Traum” hieß das im letzten Jahr – und diese Geschlossenheit beginnt in jedem einzelnen Land.



Ein Kommentar »

  1. I’m not easily ipmrsseed. . . but that’s impressing me! :)

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