Afghanistan aus der Perspektive seines Wirtschaftsministers

Artikel geschrieben von am 10. Juni 2009
Kategorien: Geschichte
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Mal ehrlich, der Name Hamid Karzai dürften den meisten Menschen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Afghanistan beschäftigt haben, ein Begriff sein. Aber haben Sie sich schon einmal mit anderen Politikern aus dem Land am Hindukusch auseinandergesetzt? Wie wäre es zum Beispiel mit dem afghanischen Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia.

Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass der Landwirtschaftsminister in Afghanistan ganz andere Dinge zu tun hat, als etwa der deutsche Horst Seehofer. Für Afghanistan spielt unter anderem der Kampf gegen den Opiumanbau eine herausragende Rolle. Mohammad Ehsan Zia sieht darin sogar einen der “Hauptgründe für die Instabilität in Afghanistan”. Auch, wenn der Opiumanbau in Afghanistan noch so lukrativ aussehen mag, so bringt er dem Land am Hindukusch eben nicht das, was es besonders dringend benötigt: Sicherheit.

Doch der Landwirtschaftsminister von Afghanistan schätzt die Chancen, den Kampf gegen den Anbau und den Handel von Opium zu gewinnen, als realistisch ein. Insbesondere, weil er den Menschen in dem Land, den Bauern von Afghanistan, weniger zu Gute kommt, als man denkt. Das meiste Geld, so Mohammad Ehsan Zia, werde schließlich nicht dem Anbau, sondern mit dem weltweiten Handel gemacht.

Landwirtschaft und Viehzucht in Afghanistan

Stattdessen möchte der Landwirtschaftsminister von Afghanistan in die Landwirtschaft, etwa den Anbau von Äpfeln, investieren, aber auch in die Viehzucht und in den Gartenbau. Das Problem sind dabei seiner Meinung nach die geringen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und Konservierung. In diese Richtung müssten demnach mehr Gelder fließen, um die Erträge aus Landwirtschaft, Viehzucht und Gartenbau anzuheben.

Auch, wenn der afghanische Landwirtschaftsminister Mohammad Ehsan Zia fest daran glaubt, erfolgreich für bessere Bedingungen in seinem Ressort und gegen den Opiumanbau kämpfen zu können,  möchte er die Erwartungen durchaus bremsen: So geht er davon aus, dass Afghanistan erst die Infrastrukturprobleme in den Griff bekommen muss. Erst dann könne man die weiteren Probleme, wie den Opiumanbau, langfristig lösen.



Ein Kommentar »

  1. Afghanistan aus der perspektive seines wirtschaftsministers.. Bully :)

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